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  1. #1
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    Standard Rekto-Vaginale-Fistel-OP

    Hallo,

    ich war schon sehr, sehr lange nicht mehr hier und meine Kinder sind schon erwachsen.

    Ich muss mich einer Rekto-Vaginalen-Fistel-OP unterziehen. Da ich gelesen habe, dass diese Krankheit u.a. oft kurz nach schweren Geburten auftreten, bin ich auf der Suche nach Mamas, die eine solche OP schon hinter sich haben.

    Auch ich hatte vor 24 eine schwere Geburt. Eigentlich hätte mein Ältester per Kaiserschnitt geholt werden müssen. Aber es lief damals leider extrem viel schief im Krankenhaus. So kam er, wie seine beiden Geschwister, spontan zur Welt.
    Über viele Jahre hatte ich nun Beschwerden.

    Dauernde Blasenentzündungen, Scheidenentzündungen, Druckgefühl am Damm, Schmerzen in der Scheide, am Enddarm....
    Ich lief von Arzt zu Arzt....Auch wurde mir 2011 aus verschiedenen Gründen die Gebärmutter entfernt...doch auch da bemerkte niemand die Fistel...

    Nach einer Schilddrüsen-OP im Jahr 2013 begann dann eine sehr schmerzvolle Zeit.
    Leider hat sich an der Schilddrüsen-OP-Wunde ein Abszess gebildet. Zwei Tage nach der OP wurde schnell wieder aufgeschnitten (ohne Narkose). Bis die Wunde vollständig zuheilte gingen drei Monate ins Land.
    In diesen drei Monaten bekam ich Schmerzen in der Scheide und im Enddarm. Eines hat aber mit dem anderen nichts zu tun.
    Es war ein schlimmer Druck, so dass ich kaum noch laufen konnte. An einem Wochenende war es so schlimm, dass ich ins Krankenhaus in die Notaufnahme ging. Man stellte entzündete Hämorrhoiden fest, man müsse operieren.

    Aber ich merkte, dass es da nicht "nur" um Hämorrhoiden ging...irgendwas war da - im Weg. Störte mich...und schmerzte wahnsinnig.
    Mittwoch dann der Gang zum Frauenarzt. Er meinte, ich hätte ein Analekzem, das müsse von alleine heilen.

    Samstag - Es machte "untenrum" -peng- und es kam Eiter und Blut. Es brannte noch, aber der schreckliche Druck war weg.
    Wieder Notaufnahme im Krankenhaus.
    Man konnte keine Verletzung in der Scheide feststellen. Nur, dass dort halt der Eiter rauslief.

    Die Ärztin war ratlos. Wie zwei weitere Frauenärzte die ich danach aufsuchte auch.

    Die Hämorrhoiden ließ ich dann bei dem einzigen Proktologen in unserer Gegend behandeln. In 10 Sitzungen wurden sie verödet.
    Ich bin heute der Meinung, dass dies nicht nötig war. Denn des Wurzels Übel war die Fistel. Zwischen Enddarm und Scheide.
    Doch selbst der Proktologe kam nicht drauf. Auch nicht, als ich ihm von dem Eiterabgang und den vorher bestehenden Schmerzen erzählte.

    Bei der letzten Sitzung sagte ich ihm, dass ich immer noch Beschwerden hätte. Es sei, als wäre da etwas "in mir" was mich stört. Was Kleines, aber es ist als gehöre es da einfach nicht hin.
    Ich bekam eine Salbe. Das sei vielleicht ein Analriss.

    Die Salbe half nur bedingt. Immer wenn ich sie wegließ, kam das störende Gefühl von Neuem.

    Vor zwei Wochen traten dann die gleichen Beschwerden wie im Jahr 2013 auf. Heftig und von jetzt auf gleich.
    Drei Tage später kam wieder Eiter und Blut aus der Scheide. Ich ging zu einem anderen Frauenarzt....Ich glaube ich habe fast alle hier in der Gegend nun fast durch. :-(

    Und der hörte mir endlich auch mal zu. Und tippte dann auf eine Rektal-Vaginale-Fistel. Beim Ultraschall sah man eine kleine Flüssigkeitsansammlung genau in der Gegend wo der Druck immer herkam.

    Er überwies mich zum Proktologen. Und er bestätigte dann den Verdacht.
    Warum erst jetzt? Ich verstehe es nicht. Ich habe immer ganz klar und detailiert meine Beschwerden beschrieben!
    Niemand glaubte mir, wenn ich sagte, dass aus der Scheide eine gelb/braune Flüssigkeit lief.
    Die Meinungen der Frauenärzte schwankte zwischen - das kommt aus der Blase wegen der chronischen Entzündung (eine Blasenspiegelung war allerdings ohne Befund!) oder: Da kann gar nix aus der Scheide kommen, denn sie haben doch gar keine Gebärmutter mehr!

    Und niemand kam all die Jahre darauf....

    Nun muss ich also operiert werden.

    Und ich habe große Angst davor. Ich Internet liest man viel an Fachwissen...wenig, aber dann immer Horrorgeschichten von Betroffenen.

    Es wird kein Spaziergang, dessen bin ich mir bewusst. Aber es gibt doch sicherlich auch betroffene Frauen, die seit der OP nicht mit einem künstlichen Darmausgang leben müssen....oder die trotzdem noch Sex haben können...oder, oder, oder....?

    Es gibt sie - die OP´s die gut verlaufen. Bestimmt gibt es die. Vielleicht ja bei jemandem der hier mitliest?

    Danke, dass Ihr bis zum Schluss gelesen habt!
    Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.
    Wilhelm Busch


  2. #2
    Avatar von TJs-Mom
    TJs-Mom ist offline addict
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    Standard Re: Rekto-Vaginale-Fistel-OP

    Hallo,
    Ich habe keine Erfahrung mit sowas. Aber ich möchte dir sagen das ich dir alles Gute wünsche und die Daumen drücke das alles besser wird!
    Lg

  3. #3
    Registriert seit
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    Standard Re: Rekto-Vaginale-Fistel-OP

    Zitat Zitat von TJs-Mom Beitrag anzeigen
    Hallo,
    Ich habe keine Erfahrung mit sowas. Aber ich möchte dir sagen das ich dir alles Gute wünsche und die Daumen drücke das alles besser wird!
    Lg

    Vielen lieben Dank!!!!
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    Wilhelm Busch


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