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Thema: Einschulung vor dem 6. Geburtstag

  1. #1
    Avatar von Safrani
    Safrani ist offline Rucksack-Wäscherin

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    Frage Einschulung vor dem 6. Geburtstag

    hi

    hier waren doch auch ein paar kinder, welche vor ihrem 6. geburtstag eingeschult wurden.
    wie sind eure erfahrungen?

    der kia meint, wir sollten beim 2009er eine früheinschulung in betracht ziehen. mein einwand, er können nach wie vor den stift nicht richtig halten (wir wissen noch nicht sicher ob er links- oder rechtshänder ist, der kia vermutet evtl. beidhändig) und wäre ja auch körperlich sowieso schon kleiner/leichter als gleichaltrige, sieht er nicht als problem. eine "intellektuelle unterforderung" wäre ein weitaus größeres problem. unser kia ist neuropädiater und eigentlich in solchen sachen schon kompetent. andererseits war er sich auch lange sicher, dass der große autistische züge hat (woran ich bis heute nicht so recht glauben mag ) der kleine würde dann knapp 2 monate vor seinem 6. geburtstag eingeschult werden, wenn wir ihn dieses jahr einschulen.

    ich soll mit dem kindergarten darüber sprechen. unser kiga unterstütz grundsätzlich (!) keine früheinschulungen. im gegenteil, nirgendwo werden so viele kinder zurückgestellt wie in unserer einrichtung. sie haben letzten herbst bei 2 kindern sogar den eltern 1 jahr im voraus die rückstellung empfohlen (ist hier von schulseite aus kein problem) und diese 2 kinder besuchen nun nicht mal den vorschulunterricht, obwohl sie regulär im september eingeschult werden müssten. der kiga sagt, er sei schon weiter als die anderen kinder seiner gruppe, hätte eine schnelle auffassungsgabe und würde meist mit den älteren spielen. aber wäre jetzt auch nicht gerade extrem weiter als die anderen.

    beim großen war die einschulung mit 7 vermutlich zu spät. er ist immer noch sehr unglücklich in der schule obwohl im alles laut lehrerin sehr leicht fällt. aber der kleine ist halt wirklich noch sehr klein (108 cm, 16 kg) und ich weiss echt nicht was ich davon halten soll. er hat zudem ja auch gar nicht an der vorschule im letzten halben jahr teilgenommen. und unser kiga macht da schon sehr sehr viel. andererseits sehe ich eben auch, dass es beim großen evtl. ein jahr früher besser gewesen wäre. das letzte kiga jahr war schon sehr hart weil er ziemlich unausgeglichen war, und jetzt ist er auch nicht gerade glücklich :(

    liebe grüße


  2. #2
    hajuni ist offline nicht neu

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    Standard Re: Einschulung vor dem 6. Geburtstag

    meine einschätzung ist folgende: solange man selbst bedenken hat, würde ich nicht einschulen. ich würde immer nur früh einschulen, wenn ich das gefühl hätte, dass es wirklich sein muss. sonst würde ich dem kind immer das eine jahr mehr kindergarten gönnen. eine klasse überspringen kann ein kind immer noch.

    und nein, ich glaube nicht, dass eine intellektuelle unterforderung ein größeres problem ist als soziale / körperliche / emotionale überforderung.

    wie weit ist er denn? schreibt er? liest er? rechnet er über zehn? plus? minus?
    kann er sich lange konzentrieren? kann er sich gut zurücknehmen? kann er gut mit frust umgehen?

    du weißt nie, ob der große ein jahr früher glücklich in der schule gewesen wäre. mit intellektueller unterforderung sind viele kinder in der schule konfrontiert. auch früh eingeschulte, auch mai-kinder oder februar-kinder. die frage ist, wie man damit umgeht. (ich persönlich würde eher über eine alternative schulform nachdenken, wenn es dem kind in der schule wirklich schlecht geht. oder er ist so fit (intellektuell und sozial), dass er eine klasse überspringen kann.)

    ansonsten sind unsere erfahrungen mit der frühen einschulung positiv. wir haben aber auch nie einen zweifel gehabt, in keinem bereich. es kommt einfach sehr auf's kind an. bei j. denken wir nicht im entferntesten darüber nach. gut, sie ist dezember-kind, aber ich würde auch nicht darüber nachdenken, wenn sie zwei oder drei monate älter wäre.

    denk daran: er wird sich immer mit älteren messen müssen! kann gerade für jungs schwierig sein.

    ich bleibe dabei: nur einschulen, wenn ihr meint, er MUSS gehen. nicht, wenn ihr meint, joa, er KÖNNTE wohl gehen.

    viel glück beim entscheiden!




    Zitat Zitat von Safrania Beitrag anzeigen
    hi

    hier waren doch auch ein paar kinder, welche vor ihrem 6. geburtstag eingeschult wurden.
    wie sind eure erfahrungen?

    der kia meint, wir sollten beim 2009er eine früheinschulung in betracht ziehen. mein einwand, er können nach wie vor den stift nicht richtig halten (wir wissen noch nicht sicher ob er links- oder rechtshänder ist, der kia vermutet evtl. beidhändig) und wäre ja auch körperlich sowieso schon kleiner/leichter als gleichaltrige, sieht er nicht als problem. eine "intellektuelle unterforderung" wäre ein weitaus größeres problem. unser kia ist neuropädiater und eigentlich in solchen sachen schon kompetent. andererseits war er sich auch lange sicher, dass der große autistische züge hat (woran ich bis heute nicht so recht glauben mag ) der kleine würde dann knapp 2 monate vor seinem 6. geburtstag eingeschult werden, wenn wir ihn dieses jahr einschulen.

    ich soll mit dem kindergarten darüber sprechen. unser kiga unterstütz grundsätzlich (!) keine früheinschulungen. im gegenteil, nirgendwo werden so viele kinder zurückgestellt wie in unserer einrichtung. sie haben letzten herbst bei 2 kindern sogar den eltern 1 jahr im voraus die rückstellung empfohlen (ist hier von schulseite aus kein problem) und diese 2 kinder besuchen nun nicht mal den vorschulunterricht, obwohl sie regulär im september eingeschult werden müssten. der kiga sagt, er sei schon weiter als die anderen kinder seiner gruppe, hätte eine schnelle auffassungsgabe und würde meist mit den älteren spielen. aber wäre jetzt auch nicht gerade extrem weiter als die anderen.

    beim großen war die einschulung mit 7 vermutlich zu spät. er ist immer noch sehr unglücklich in der schule obwohl im alles laut lehrerin sehr leicht fällt. aber der kleine ist halt wirklich noch sehr klein (108 cm, 16 kg) und ich weiss echt nicht was ich davon halten soll. er hat zudem ja auch gar nicht an der vorschule im letzten halben jahr teilgenommen. und unser kiga macht da schon sehr sehr viel. andererseits sehe ich eben auch, dass es beim großen evtl. ein jahr früher besser gewesen wäre. das letzte kiga jahr war schon sehr hart weil er ziemlich unausgeglichen war, und jetzt ist er auch nicht gerade glücklich :(

    liebe grüße

    Alina73 und FrauW gefällt dies.

  3. #3
    FrauW ist offline Neu?!Niemals!!

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    Standard Re: Einschulung vor dem 6. Geburtstag

    ich finde hajuni hat es gut beschrieben.
    natürlich fragt man gerne bei anderen nach, wie es gelaufen ist, ob sie es nochmal machen würden etc.
    du schreibst, dass es deinem großen gut getan hätte. vielleicht. vielleicht aber auch nicht? wer weiß das schon.
    ich sage, dass es für meinen 3 tage vor dem 7. Geburtstag eingeschulten Kind die absolut richtige Entscheidung war. aber vielleicht wäre es genauso gut geworden, wäre er ein jahr vorher eingeschult worden?!

    ansonsten finde ich die Meinung vom Kinderarzt irgendwie.... naja, ich ziehe die nie in meine Entscheidung mit rein. wann sieht der Arzt mein Kind? hat er eine Ahnung von der Entwicklung etc? meiner Meinung nach nicht. aber das ist meine Meinung.
    Zitat Zitat von Safrania Beitrag anzeigen
    hi

    hier waren doch auch ein paar kinder, welche vor ihrem 6. geburtstag eingeschult wurden.
    wie sind eure erfahrungen?

    der kia meint, wir sollten beim 2009er eine früheinschulung in betracht ziehen. mein einwand, er können nach wie vor den stift nicht richtig halten (wir wissen noch nicht sicher ob er links- oder rechtshänder ist, der kia vermutet evtl. beidhändig) und wäre ja auch körperlich sowieso schon kleiner/leichter als gleichaltrige, sieht er nicht als problem. eine "intellektuelle unterforderung" wäre ein weitaus größeres problem. unser kia ist neuropädiater und eigentlich in solchen sachen schon kompetent. andererseits war er sich auch lange sicher, dass der große autistische züge hat (woran ich bis heute nicht so recht glauben mag ) der kleine würde dann knapp 2 monate vor seinem 6. geburtstag eingeschult werden, wenn wir ihn dieses jahr einschulen.

    ich soll mit dem kindergarten darüber sprechen. unser kiga unterstütz grundsätzlich (!) keine früheinschulungen. im gegenteil, nirgendwo werden so viele kinder zurückgestellt wie in unserer einrichtung. sie haben letzten herbst bei 2 kindern sogar den eltern 1 jahr im voraus die rückstellung empfohlen (ist hier von schulseite aus kein problem) und diese 2 kinder besuchen nun nicht mal den vorschulunterricht, obwohl sie regulär im september eingeschult werden müssten. der kiga sagt, er sei schon weiter als die anderen kinder seiner gruppe, hätte eine schnelle auffassungsgabe und würde meist mit den älteren spielen. aber wäre jetzt auch nicht gerade extrem weiter als die anderen.

    beim großen war die einschulung mit 7 vermutlich zu spät. er ist immer noch sehr unglücklich in der schule obwohl im alles laut lehrerin sehr leicht fällt. aber der kleine ist halt wirklich noch sehr klein (108 cm, 16 kg) und ich weiss echt nicht was ich davon halten soll. er hat zudem ja auch gar nicht an der vorschule im letzten halben jahr teilgenommen. und unser kiga macht da schon sehr sehr viel. andererseits sehe ich eben auch, dass es beim großen evtl. ein jahr früher besser gewesen wäre. das letzte kiga jahr war schon sehr hart weil er ziemlich unausgeglichen war, und jetzt ist er auch nicht gerade glücklich :(

    liebe grüße

    Alina73 gefällt dies
    Die FrauW

  4. #4
    Avatar von Safrani
    Safrani ist offline Rucksack-Wäscherin

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    Standard Re: Einschulung vor dem 6. Geburtstag

    Zitat Zitat von hajuni Beitrag anzeigen
    meine einschätzung ist folgende: solange man selbst bedenken hat, würde ich nicht einschulen. ich würde immer nur früh einschulen, wenn ich das gefühl hätte, dass es wirklich sein muss. sonst würde ich dem kind immer das eine jahr mehr kindergarten gönnen. eine klasse überspringen kann ein kind immer noch.

    und nein, ich glaube nicht, dass eine intellektuelle unterforderung ein größeres problem ist als soziale / körperliche / emotionale überforderung.

    wie weit ist er denn? schreibt er? liest er? rechnet er über zehn? plus? minus?
    kann er sich lange konzentrieren? kann er sich gut zurücknehmen? kann er gut mit frust umgehen?

    du weißt nie, ob der große ein jahr früher glücklich in der schule gewesen wäre. mit intellektueller unterforderung sind viele kinder in der schule konfrontiert. auch früh eingeschulte, auch mai-kinder oder februar-kinder. die frage ist, wie man damit umgeht. (ich persönlich würde eher über eine alternative schulform nachdenken, wenn es dem kind in der schule wirklich schlecht geht. oder er ist so fit (intellektuell und sozial), dass er eine klasse überspringen kann.)

    ansonsten sind unsere erfahrungen mit der frühen einschulung positiv. wir haben aber auch nie einen zweifel gehabt, in keinem bereich. es kommt einfach sehr auf's kind an. bei j. denken wir nicht im entferntesten darüber nach. gut, sie ist dezember-kind, aber ich würde auch nicht darüber nachdenken, wenn sie zwei oder drei monate älter wäre.

    denk daran: er wird sich immer mit älteren messen müssen! kann gerade für jungs schwierig sein.

    ich bleibe dabei: nur einschulen, wenn ihr meint, er MUSS gehen. nicht, wenn ihr meint, joa, er KÖNNTE wohl gehen.

    viel glück beim entscheiden!
    vielen dank für deine antwort. also er rechnet seit ca. 1 jahr im 10er zahlenraum (+/-), schreiben klappt nur bedingt da er eben probleme mit der stifthaltung hat. er schnappt sich immer mal die anlauttabelle vom großen und schreibt buchstaben ab. er ist manchmal etwas verbissen, wenn er etwas unbedingt möchte. nachdem der große schach gelernt hat, hat er nicht "aufgegeben", bis er es ebenfalls konnte (das war mit ca. 4 1/4).

    er ist daheim nicht ausgeglichen. das war ja von klein auf so. er fängt morgens zu mosern an und so geht das bis er abends einschläft. allerdings ist das nur daheim ein problem. im kindergarten ist er sehr angepasst. sie kennen dieses verhalten von ihm gar nicht

    er ist einfach noch so klein und zierlich. er würde an der grundschule nicht mal die tür öffnen können (kein witz, das schafft der große nur mit mühe und not weil sie sehr schwer aufgeht). und er ist sowieso schon immer der kleine. wenn er dann einer der jüngsten in der klasse ist, wird das ja nicht besser. zu dem ist er ja sehr sehr häufig krank, wobei es jeden winter etwas besser wird. ich denke auch da wäre jedes jahr, welches er später in die schule kommt, besser hinsichtlich der infektanfälligkeit.

    mein mann und ich haben gestern noch lange geredet. wir werden nichts in richtung früheinschulung unternehmen. zumal er sich schon sehr auf die vorschulzeit freut und das sind ja auch nur noch 6 monate.

    vielen dank

  5. #5
    Avatar von sannimanni
    sannimanni ist offline trekkie

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    Standard Re: Einschulung vor dem 6. Geburtstag

    Hallo,

    ich schreibe hier normalerweise nicht mit, bin aber über das Thema gestolpert. Unsere Tochter ist mit 5,5 Jahren eingeschult worden - bei uns war der gesamte Schulverlauf - sie ist jetzt 14 - völlig problemlos. Ich schildere mal die Entscheidungsfindung:

    Die KiGa- Kräfte waren keine Hilfe, da sie - wie bei Euch -grundsätzlich gegen eine vorzeitige Einschulung eingestellt waren. IVon dort bekamen wir nur den Spruch zu hören, wir sollten dem Kind doch noch 'ein Jahr spielen' gönnen. Mich persönlich ärgert an dieser Aussage schon, dass sie m.E. impliziert, dass die Einschulung was von einer Bestrafung hat. Unsere Tochter 'musste' nicht in die Schule, sie 'durfte'!

    'Unsere' Grundschule sah das zum Glück nicht so verbissen. Sie stehen sowohl der vorzeitigen Einschulung als auch dem Sprung durchaus positiv gegenüber und haben auch Strategien dafür. So durfte unsere Tochter nach ihrem 5. Geburtstag schon mal Schule ausprobieren und wurde dabei natürlich begutachtet. Sie saß in einer 4. Klasse bei einer sehr erfahrenen Lehrerin, die ihr Aufgaben gab. Dass sie bei den Großen saß, von denen sie keinen kannte, war beabsichtigt, denn es sollte beobachtet werden, ob und wie sie sich dort durchsetzen kann bzw. ob sie sich den Schneid abkaufen lässt. Auf den Aufgabenblättern sollte sie Zahlen abschreiben, bestimmte Formen in bestimmten Farben ausmalen etc., zum Schluss durfte sie frei ein Bild malen. An dem Tag war zufällig die Schulärztin für die designierten Erstklässler vor Ort - der wurde das Bild dann auch gezeigt für eine kurze Stellungnahme (die in unserem Fall lautete 'Wenn die nicht schulreif ist, wer dann?') Hätten die Lehrerin und der Schuldirektor noch Zweifel gehabt, so hätte das Kind noch ein paar Tage weiter beobachtet werden können - sie sahen das aber nicht für notwendig an. Der Kinderarzt sah es ebenso, also haben wir uns über die ohnehin vorgefasste Meinung der Erzieherinnen hinweggesetzt. Ab dem Tag der Entscheidung hat sie bei den Vorschulaktivitäten mitgemacht - sie hatte aber eh nicht viel verpasst: Das Programm fand meistens nachmittags statt, damals waren nachmittags nur wenige Kinder im (eingruppigen) Kiga, wer da war, durfte meist auch mitmachen, egal ob Vorschulkind oder nicht.

    Vorteil unserer Tochter war sicher, dass sie immer eher groß für ihr Alter war, optisch ist sie nie aufgefallen. Ich habe mir im Vorfeld einen Kopf gemacht, ob sie nicht Probleme bekommen wird wenn 'alle anderen' in die Pubertät kommen und sie noch ein Kindskopf ist - aber die Lehrerin meinte dazu nur 'Wenn alle in der Klasse am gleichen Tag Geburtstag hätten, kämen trotzdem die ersten mindestens zwei Jahre vor den letzten in die Pubertät' - Recht hat sie behalten, unsere Tochter fällt nach wie vor in der Klasse nicht auf.

    [QUOTE=Safrania;25534645]hi

    hier waren doch auch ein paar kinder, welche vor ihrem 6. geburtstag eingeschult wurden.
    wie sind eure erfahrungen?

    der kia meint, wir sollten beim 2009er eine früheinschulung in betracht ziehen. mein einwand, er können nach wie vor den stift nicht richtig halten (wir wissen noch nicht sicher ob er links
    Captain, es gibt eine grundlegende und sehr wertvolle Aussage in der Wissenschaft, sie ist ein Zeichen von Weisheit und lautet: Ich weiß es nicht. (Data)

  6. #6
    Avatar von Britt
    Britt ist offline Legende

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    Standard Re: Einschulung vor dem 6. Geburtstag

    Zitat Zitat von hajuni Beitrag anzeigen
    meine einschätzung ist folgende: solange man selbst bedenken hat, würde ich nicht einschulen. ich würde immer nur früh einschulen, wenn ich das gefühl hätte, dass es wirklich sein muss. sonst würde ich dem kind immer das eine jahr mehr kindergarten gönnen. eine klasse überspringen kann ein kind immer noch.

    und nein, ich glaube nicht, dass eine intellektuelle unterforderung ein größeres problem ist als soziale / körperliche / emotionale überforderung.

    wie weit ist er denn? schreibt er? liest er? rechnet er über zehn? plus? minus?
    kann er sich lange konzentrieren? kann er sich gut zurücknehmen? kann er gut mit frust umgehen?

    du weißt nie, ob der große ein jahr früher glücklich in der schule gewesen wäre. mit intellektueller unterforderung sind viele kinder in der schule konfrontiert. auch früh eingeschulte, auch mai-kinder oder februar-kinder. die frage ist, wie man damit umgeht. (ich persönlich würde eher über eine alternative schulform nachdenken, wenn es dem kind in der schule wirklich schlecht geht. oder er ist so fit (intellektuell und sozial), dass er eine klasse überspringen kann.)

    ansonsten sind unsere erfahrungen mit der frühen einschulung positiv. wir haben aber auch nie einen zweifel gehabt, in keinem bereich. es kommt einfach sehr auf's kind an. bei j. denken wir nicht im entferntesten darüber nach. gut, sie ist dezember-kind, aber ich würde auch nicht darüber nachdenken, wenn sie zwei oder drei monate älter wäre.

    denk daran: er wird sich immer mit älteren messen müssen! kann gerade für jungs schwierig sein.

    ich bleibe dabei: nur einschulen, wenn ihr meint, er MUSS gehen. nicht, wenn ihr meint, joa, er KÖNNTE wohl gehen.

    viel glück beim entscheiden!
    Ich schließe mich Deinen Worten an.

    Wir haben zweimal früher eingeschult, bei der Mittleren waren es sechs Wochen nach Stichtag, der allerdings noch der 30.06. war, bei der Kleinen waren es zwei Tage (!) nach Stichtag. Beide Mädchen wurden innerhalb der ersten vier Wochen nach Einschulung sechs Jahre alt, waren aber beide auch die Jüngsten in der Klasse.

    Wir haben die Entscheidung bei beiden Kindern nicht bereut.

    Dennoch - ich sehe es so wie HaJuNi. In den allermeisten Fällen profitieren die Kinder von einem "zusätzlichen" Jahr. Du schreibst selbst, dass H. noch sehr klein ist (meine Mittlere war die Kleinste bei der Einschulung; sie war 1,16 m groß und wog 19 kg - und das war schon wirklich klein!). Die Jüngste war bei ihrer Einschulung eine der Größten in der Klasse und inzwischen ist sie das größte Mädchen. Sie würde in der 1. Klasse richtig auffallen (1,38 m).

    Aber es kommt natürlich weder auf die Größe noch auf das Gewicht maßgeblich an.

    Dass Euer KiGa grundsätzlich keine frühe Einschulung unterstützt spricht nicht für die Qualität der Einrichtung.

    Hier im Oktoberforum kann ich mich an drei frühzeitig eingeschulte 2007er erinnern, von denen zwei keine, eins aber recht große Schwierigkeiten hat. Es kann so oder so laufen.
    Ein Kind braucht deine Liebe am meisten, wenn es sie am wenigsten verdient.
    (Erma Bombeck)

  7. #7
    Avatar von Britt
    Britt ist offline Legende

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    Standard Re: Einschulung vor dem 6. Geburtstag

    Zitat Zitat von Safrania Beitrag anzeigen
    vielen dank für deine antwort. also er rechnet seit ca. 1 jahr im 10er zahlenraum (+/-), schreiben klappt nur bedingt da er eben probleme mit der stifthaltung hat. er schnappt sich immer mal die anlauttabelle vom großen und schreibt buchstaben ab. er ist manchmal etwas verbissen, wenn er etwas unbedingt möchte. nachdem der große schach gelernt hat, hat er nicht "aufgegeben", bis er es ebenfalls konnte (das war mit ca. 4 1/4).

    er ist daheim nicht ausgeglichen. das war ja von klein auf so. er fängt morgens zu mosern an und so geht das bis er abends einschläft. allerdings ist das nur daheim ein problem. im kindergarten ist er sehr angepasst. sie kennen dieses verhalten von ihm gar nicht

    er ist einfach noch so klein und zierlich. er würde an der grundschule nicht mal die tür öffnen können (kein witz, das schafft der große nur mit mühe und not weil sie sehr schwer aufgeht). und er ist sowieso schon immer der kleine. wenn er dann einer der jüngsten in der klasse ist, wird das ja nicht besser. zu dem ist er ja sehr sehr häufig krank, wobei es jeden winter etwas besser wird. ich denke auch da wäre jedes jahr, welches er später in die schule kommt, besser hinsichtlich der infektanfälligkeit.

    mein mann und ich haben gestern noch lange geredet. wir werden nichts in richtung früheinschulung unternehmen. zumal er sich schon sehr auf die vorschulzeit freut und das sind ja auch nur noch 6 monate.

    vielen dank
    Ich hätte mal weiterlesen sollen. Nun ja...egal...
    Freut mich, dass Ihr diese Entscheidung für H. getroffen habt!
    Ein Kind braucht deine Liebe am meisten, wenn es sie am wenigsten verdient.
    (Erma Bombeck)

  8. #8
    Avatar von Britt
    Britt ist offline Legende

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    Standard Re: Einschulung vor dem 6. Geburtstag

    Zitat Zitat von FrauW Beitrag anzeigen
    ich finde hajuni hat es gut beschrieben.
    natürlich fragt man gerne bei anderen nach, wie es gelaufen ist, ob sie es nochmal machen würden etc.
    du schreibst, dass es deinem großen gut getan hätte. vielleicht. vielleicht aber auch nicht? wer weiß das schon.
    ich sage, dass es für meinen 3 tage vor dem 7. Geburtstag eingeschulten Kind die absolut richtige Entscheidung war. aber vielleicht wäre es genauso gut geworden, wäre er ein jahr vorher eingeschult worden?!

    ansonsten finde ich die Meinung vom Kinderarzt irgendwie.... naja, ich ziehe die nie in meine Entscheidung mit rein. wann sieht der Arzt mein Kind? hat er eine Ahnung von der Entwicklung etc? meiner Meinung nach nicht. aber das ist meine Meinung.
    Das sehe ich auch so! Beim Kinderarzt würde ich mich nur bezüglich Größe und Gewicht auf eine Meinung "verlassen".
    Ebenso doof ist allerdings in diesem Fall auch der Kindergarten, der grundsätzlich gegen jede frühzeitige Einschulung ist. Das war bei uns bei der Kurzen auch so und mir war das piepegal.
    Ein Kind braucht deine Liebe am meisten, wenn es sie am wenigsten verdient.
    (Erma Bombeck)

  9. #9
    Avatar von Britt
    Britt ist offline Legende

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    Standard Re: Einschulung vor dem 6. Geburtstag

    [QUOTE=sannimanni;25539964]Hallo,

    ich schreibe hier normalerweise nicht mit, bin aber über das Thema gestolpert. Unsere Tochter ist mit 5,5 Jahren eingeschult worden - bei uns war der gesamte Schulverlauf - sie ist jetzt 14 - völlig problemlos. Ich schildere mal die Entscheidungsfindung:

    Die KiGa- Kräfte waren keine Hilfe, da sie - wie bei Euch -grundsätzlich gegen eine vorzeitige Einschulung eingestellt waren. IVon dort bekamen wir nur den Spruch zu hören, wir sollten dem Kind doch noch 'ein Jahr spielen' gönnen. Mich persönlich ärgert an dieser Aussage schon, dass sie m.E. impliziert, dass die Einschulung was von einer Bestrafung hat. Unsere Tochter 'musste' nicht in die Schule, sie 'durfte'!

    'Unsere' Grundschule sah das zum Glück nicht so verbissen. Sie stehen sowohl der vorzeitigen Einschulung als auch dem Sprung durchaus positiv gegenüber und haben auch Strategien dafür. So durfte unsere Tochter nach ihrem 5. Geburtstag schon mal Schule ausprobieren und wurde dabei natürlich begutachtet. Sie saß in einer 4. Klasse bei einer sehr erfahrenen Lehrerin, die ihr Aufgaben gab. Dass sie bei den Großen saß, von denen sie keinen kannte, war beabsichtigt, denn es sollte beobachtet werden, ob und wie sie sich dort durchsetzen kann bzw. ob sie sich den Schneid abkaufen lässt. Auf den Aufgabenblättern sollte sie Zahlen abschreiben, bestimmte Formen in bestimmten Farben ausmalen etc., zum Schluss durfte sie frei ein Bild malen. An dem Tag war zufällig die Schulärztin für die designierten Erstklässler vor Ort - der wurde das Bild dann auch gezeigt für eine kurze Stellungnahme (die in unserem Fall lautete 'Wenn die nicht schulreif ist, wer dann?') Hätten die Lehrerin und der Schuldirektor noch Zweifel gehabt, so hätte das Kind noch ein paar Tage weiter beobachtet werden können - sie sahen das aber nicht für notwendig an. Der Kinderarzt sah es ebenso, also haben wir uns über die ohnehin vorgefasste Meinung der Erzieherinnen hinweggesetzt. Ab dem Tag der Entscheidung hat sie bei den Vorschulaktivitäten mitgemacht - sie hatte aber eh nicht viel verpasst: Das Programm fand meistens nachmittags statt, damals waren nachmittags nur wenige Kinder im (eingruppigen) Kiga, wer da war, durfte meist auch mitmachen, egal ob Vorschulkind oder nicht.

    Vorteil unserer Tochter war sicher, dass sie immer eher groß für ihr Alter war, optisch ist sie nie aufgefallen. Ich habe mir im Vorfeld einen Kopf gemacht, ob sie nicht Probleme bekommen wird wenn 'alle anderen' in die Pubertät kommen und sie noch ein Kindskopf ist - aber die Lehrerin meinte dazu nur 'Wenn alle in der Klasse am gleichen Tag Geburtstag hätten, kämen trotzdem die ersten mindestens zwei Jahre vor den letzten in die Pubertät' - Recht hat sie behalten, unsere Tochter fällt nach wie vor in der Klasse nicht auf.

    Zitat Zitat von Safrania Beitrag anzeigen
    hi

    hier waren doch auch ein paar kinder, welche vor ihrem 6. geburtstag eingeschult wurden.
    wie sind eure erfahrungen?

    der kia meint, wir sollten beim 2009er eine früheinschulung in betracht ziehen. mein einwand, er können nach wie vor den stift nicht richtig halten (wir wissen noch nicht sicher ob er links
    Sehe ich alles wie Du...meine frühzeitig eingeschulte Tochter ist jetzt auch 14.
    Aaaaber: NOCH macht das eine Jahr nichts aus. Das kommt doch erst, wenn die Klassenkameradinnen mit 16 schon bis 0.00 Uhr irgendwo hindürfen und sie es nicht darf. Oder dann, wenn die anderen schon 18 sind, sie aber noch ein ganzes Jahr auf gewisse Vorteile warten muss.
    Dem sehe ich jetzt nicht so gelassen entgegen.
    Entwicklungstechnisch ist meine Tochter genauso "reif" wie ihre älteren Klassenkameradinnen, körperlich sogar reifer als einige andere. Aber auf dem Papier ist sie eben ein Jahr jünger und das kann man ja nicht wegdiskutieren.
    Ein Kind braucht deine Liebe am meisten, wenn es sie am wenigsten verdient.
    (Erma Bombeck)

  10. #10
    Alina73 ist offline Legende

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    Standard Re: Einschulung vor dem 6. Geburtstag

    Ich habe mich ja damals bewußt gegen eine frühere Einschulung entschieden, obwohl viele verwundert waren warum. Für mich war mein Sohn einfach noch kein Schulkind, obwohl er das Ganze wohl kognitiv ohne Probleme weggesteckt hätte. Und ich bin total froh über diese Entscheidung. Mein Sohn hatte anfangs mit einem Schulkind (nicht gleiche Klasse, aber gleiche Mittagsbetreuung) so große Probleme, diese hätte er ein Jahr früher im Leben nicht weggesteckt. Schulisch ist gar kein Thema, Freunde hat er auch sehr schnell gefunden, aber es hat ihn einfach einer auf dem Kicker und er hatte über Monate regelmäßig körperliche Auseinandersetzungen mit diesem Jungen. Er hat das voll weggesteckt, nie "Bauchweh", nie undefinierbar krank,... er ist jeden Tag wieder hin ohne Murren und Knullen, hatte trotzdem Spaß- auch an der Mittagsbetreuung und trotz dieses Jungen. Er ist total an dieser Situation gewachsen. Aber dieses Selbstbewusstsein hätte er ein Jahr vorher definitiv nicht gehabt. Ich bereue diese Entscheidung in kleinster Weise. Ich würde da immer auf mein eigenes Empfinden hören- so wie Hajuni es beschrieben hat. Wenn ich selber nie auf die Idee gekommen wäre- auf Empfehlung anderer würde ich nicht einschulen.

    Zitat Zitat von Safrania Beitrag anzeigen
    hi

    hier waren doch auch ein paar kinder, welche vor ihrem 6. geburtstag eingeschult wurden.
    wie sind eure erfahrungen?

    der kia meint, wir sollten beim 2009er eine früheinschulung in betracht ziehen. mein einwand, er können nach wie vor den stift nicht richtig halten (wir wissen noch nicht sicher ob er links- oder rechtshänder ist, der kia vermutet evtl. beidhändig) und wäre ja auch körperlich sowieso schon kleiner/leichter als gleichaltrige, sieht er nicht als problem. eine "intellektuelle unterforderung" wäre ein weitaus größeres problem. unser kia ist neuropädiater und eigentlich in solchen sachen schon kompetent. andererseits war er sich auch lange sicher, dass der große autistische züge hat (woran ich bis heute nicht so recht glauben mag ) der kleine würde dann knapp 2 monate vor seinem 6. geburtstag eingeschult werden, wenn wir ihn dieses jahr einschulen.

    ich soll mit dem kindergarten darüber sprechen. unser kiga unterstütz grundsätzlich (!) keine früheinschulungen. im gegenteil, nirgendwo werden so viele kinder zurückgestellt wie in unserer einrichtung. sie haben letzten herbst bei 2 kindern sogar den eltern 1 jahr im voraus die rückstellung empfohlen (ist hier von schulseite aus kein problem) und diese 2 kinder besuchen nun nicht mal den vorschulunterricht, obwohl sie regulär im september eingeschult werden müssten. der kiga sagt, er sei schon weiter als die anderen kinder seiner gruppe, hätte eine schnelle auffassungsgabe und würde meist mit den älteren spielen. aber wäre jetzt auch nicht gerade extrem weiter als die anderen.

    beim großen war die einschulung mit 7 vermutlich zu spät. er ist immer noch sehr unglücklich in der schule obwohl im alles laut lehrerin sehr leicht fällt. aber der kleine ist halt wirklich noch sehr klein (108 cm, 16 kg) und ich weiss echt nicht was ich davon halten soll. er hat zudem ja auch gar nicht an der vorschule im letzten halben jahr teilgenommen. und unser kiga macht da schon sehr sehr viel. andererseits sehe ich eben auch, dass es beim großen evtl. ein jahr früher besser gewesen wäre. das letzte kiga jahr war schon sehr hart weil er ziemlich unausgeglichen war, und jetzt ist er auch nicht gerade glücklich :(

    liebe grüße


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