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Thema: Nochmal Hypertonie... (lang...)

  1. #1
    Heja Gast

    Standard Nochmal Hypertonie... (lang...)

    Hallo, liebe Kuschelmütter,

    ich hatte mich vor einiger Zeit schon einmal bei euch eingeschlichen und eine kleine Sorge geschildert, da bei unserem Sohn im Januar bei der U4 die Diagnose "Hypertonie" (muskulär) gestellt wurde. Ich habe einige nette Antworten erhalten, für die ich mich nochmals bedanken möchte.
    Heute ist mir mal wieder nach "Berichterstattung" zumute - denn irgendwie hat sich alles bisher nicht wirklich gebessert, ich bin gerade mal wieder etwas besorgt und angespannt, vielleicht weiß bei euch ja jemand Rat: Nach wie vor ist unser Sohn nämlich unheimlich steif und verspannt ! Ich war vor 2 Wochen noch einmal mit ihm bei der Osteopathin, die glücklicherweise (?) aber keine wirklichen Blockaden feststellen konnte, nur eine sehr deutliche Anspannung. Nach ihrer Behandlung waren einige Dinge auch etwas besser, aber nun ist alles wieder beim Alten.
    Ein paar Tage später mussten wir zur Impfung, und die KiÄ hat uns gleichzeitig Krankengymnastik verschrieben. Von 8 Terminen war nun letzte Woche der erste: Dabei hieß es, dass unser Sohn scheinbar (aus welchem Grund auch immer) unter extremen Stress steht und deshalb so verspannt ist. Außerdem wurde die Vermutung geäußert, dass er eine Wahrnehmungsstörung haben könnte, da er sich nur ganz ungerne ablegen lässt. Sie meinte, dass könne daran liegen, dass er die damit verbundenen Reize eben nicht einordnen könne und sich u.a. deshalb so verkrampft.
    Ich sage mir zwar, dass das bisher nur eine Vermutung ist und man, selbst wenn sich diese bestätigen sollte, ja früh genug anfängt, dem Ganzen entgegenzuwirken. Also sollte ich ruhig bleiben. Aber ich merke, dass mich die Steifigkeit zunehmend unruhig macht. Ich habe ein bisschen rumgegoogelt, aber nichts Rechtes über Wahrnehmungsstörungen und damit verbundene Prognosen im Babyalter gefunden.
    So habe ich nur meinen Neffen vor Augen, bei dem mit 4 Jahren Wahrnehmungsstörungen diagnostiziert wurden. Der Kleine ist extrem anstrengend, wild, laut... kann einem ganz dolle Leid tun und ist irgendwie (ohne gemein sein zu wollen) ein abschreckendes Beispiel für Wahrnehmungsstörungen, denn er hat es mit seinen Problemen echt schwer, weil er ganz oft aneckt.
    Davon kann ich mich gerade ganz schlecht lösen, auch wenn mir klar ist, dass es weitaus schlimmeres gibt. Aber wie es so ist, wenn man in seinem Süppchen kocht...

    Ansonsten ist unser Sohn ein "anspruchsvolles" Kind, der ganz viel getragen werden will (wobei er leider überhaupt nicht ins Tragetuch mag), und sich eben im Großen und Ganzen nur ungerne ablegen lässt, wobei Ausnahmen auch bei ihm die Regel bestätigen - dann kann er sich durchaus eine Viertelstunde in der Wiege oder unter dem Trapez vergnügen.
    Er ist auch überhaupt kein Schreikind, aber weint doch regelmäßig und lässt sich dann auch nur an der Brust beruhigen.
    Das ist in der Kombination eben (wie bei ja einigen von euch) doch sehr anstrengend und ich frage mich nun allmählich doch, ob mehr dahinter stecken könnte. Aber was ?

    Ich bin bei euch (hiermit bekennende) ganz regelmäßige stille Mitleserin und weiß, dass es einige Kinder gibt, die ähnlich "anspruchsvoll" sind oder z.B. auch in osteopathischer Behandlung waren. Wie war es bei euch ? Hat der Behandlungserfolg danach angehalten ? Lassen sich eure Kinder relativ problemlos ablegen (selbst wenn es nur kurz ist) ? Ist eines eurer Babys auch tendenziell "verkrampft" ?

    Uns erwarten nun noch 7 Termine bei der Krankengymnastik, außerdem habe ich einen weiteren Termin bei der Osteopathin und auf Anraten der Physiotherapeutin (heißt doch so??) auch noch einen weiteren bei einer Ärztin, die sich auf Kinesiologie spezialisiert hat. Es kann also noch viel passieren und es wird sich hoffentlich ja auch alles bessern, aber zur Zeit hänge ich etwas mit meinen Gedanken in der Luft und wollte deshalb einfach mal nach euren Erfahrungen fragen.

    Und weil ich nun schon zum 2. Mal so dreist bin, stelle ich mich doch mal ein wenig vor: Ich bin 37 und unser Kleiner ist unser drittes Kind, geboren am 18.10.2007.
    Außerdem habe ich noch eine Tochter (geboren im Januar 2004) und einen "großen" Oktobersohn, der am 16.10.2005 zur Welt kam.
    Wir wohnen in der Nähe von Lüneburg.

    Eigentlich will ich mir Eltern.de ja seit Ewigkeiten aus Zeitgründen eher abgewöhnen als es zu intensivieren (deshalb auch in der Regel nur das "stille" Mitlesen), aber bisher werde ich noch täglich rückfällig.
    Und vielleicht hat ja auch tatsächlich jemand eine Idee zu meiner Schilderung...?

    Ich danke euch jedenfalls fürs Lesen, so oder so...

    LG
    Heja

  2. #2
    TigerPrinzessin Gast

    Standard Re: Nochmal Hypertonie... (lang...)

    Hallo Heja,

    ich kenn mich auf diesem Gebiet leider (Gott sei Dank ) überhaupt nicht aus, bin mir aber sicher, dass dir einige Mädels hier ein paar Erfahrungsberichte liefern werden...

    Ich drück die Daumen, dass alles gut wird!!!

  3. #3
    tristan712 ist offline ermäßigt

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    Standard Re: Nochmal Hypertonie... (lang...)

    hi, helfen kann ich dir leider auch nicht, nicht mal mit erfahrungsberichten.
    bei meiner tochter wurde damals auch eine diagnose in die richtung gestellt. allerdings nicht so ausgeprägt..ich meine mich zu erinnern, daß wir auch krankengymnastik verschrieben bekommen haben.nach voita...
    leider ist es schon eine weile her und irgendwie hab ich es wohl "verdrängt".

    mit wahrnehmungsstörungen kenn ich mich gar nicht aus(außer bei männern, meiner hat sie manchmal...sorry :-)).

    ich drück dir auf jeden fall die daumen und hoffe, daß du keinen ärztemarathon hinlegen mußt!

    LG und alles gute
    meine treulosette
    Rachel78

    und meine
    großartiger-geht´s-nimmer-ette
    AnnaK

  4. #4
    Heja Gast

    Standard Re: Nochmal Hypertonie... (lang...)

    Vielen Dank für eure Antworten !
    Auch wenn ihr mir nicht weiterhelfen konntet, haben sie mich gefreut.
    Ansonsten kann ich wohl nur abwarten, was mir allerdings gerade verflixt schwerfällt. Aber wird schon...

    Alles Gute & liebe Grüße
    Heja

  5. #5
    Ulrike_35 ist offline Legende

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    Standard Re: Nochmal Hypertonie... (lang...)

    Bei meinem großen war das alles sehr ähnlich. Der ist allerdings jetzt schon 11.
    Wir waren damals mit ihm auch in Behandlung wegen einer Wahrnehmungsstörung.
    Ich habe im Moment nicht viel Zeit, berichte dir aber später von ihm.

    Er ist aber ein toller Junge geworden, ohne großartige Probleme. Er ist sehr Konzentrationsschwach , aber nachher wenn ich mehr Zeit habe, etwas mehr Ulrike


    09/96 10/07 06/09


    Mein Bino ist Britt ( der beste Bino der Welt):liebe:

  6. #6
    marylou75 Gast

    Standard Re: Nochmal Hypertonie... (lang...)

    bitte geh auch zu einer ergotherapeutin: das hört sich nach einer basalen wahrnehmungsstörung an.

    bei weiteren fragen: PN

    ich bin übrigens ergotherapeutin...

  7. #7
    marylou75 Gast

    Standard achja: prognose

    je früher dien kind uach ergotherapeuisch behandelt wird (basale wahrnehmungsstörung ist eine eindeutige indikation für ergo - frag deine physiotherapeutin), desto besser die prognose.

  8. #8
    Heja Gast

    Standard Re: achja: prognose

    Ich danke euch beiden für eure Antworten, hab mich wieder sehr gefreut !

    @Ulrike: Ich freue mich, dass dein Sohn seine Probleme hinter sich lassen konnte und drücke euch die Daumen, dass sich die Konzentrationsschwäche vielleicht irgendwann auch noch bessert !? Wobei er ganz bestimmt auch so seinen Weg macht !!!

    @marylou: Danke auch dir für den Tip mit der Ergotherapie.
    Wer stellt eigentlich die endgültige - und damit halbwegs verläßliche - Diagnose "Wahrnehmungsstörung" ? Wen kann ich da noch einmal genau fragen, weißt du das ? Bei uns war es bisher ja nur eine Vermutung der Psysiotherapeutin, und das auch nur nach "ein bisschen Herumtragen". Bei unserem letzten Termin hat sie den Kleinen bis auf den Body ausgezogen und seine Haltung und Bewegungen so auch mal "fast nackig" betrachten können, da vermutete sie dann eher eine Blockade im Becken-Steiß-Bereich, weshalb ich nun auf einen Termin bei ihrer Kollegin warte, die Manual-Therapeutin ist und das einschätzen bwz. behandeln kann. Ich weiß aber nicht, ob damit ihre Einschätzung der Wahrnehmungsstörung hinfällig ist. Habe vergessen zu fragen und so bin natürlich immer noch ziemlich verunsichert...
    Sollte sich das mit der Wahrnehmungsstörung bestätigen, würde ich dich vielleicht gerne noch einmal anmailen, wenn ich darf !?

    Ich muss jetzt wohl erst einmal abwarten, was die Kollegin sagt...

    Nochmals danke an euch

    LG
    Heja (in Taufvorbereitungsstress...)
    Geändert von Heja (29.02.2008 um 12:55 Uhr)

  9. #9
    chadischa Gast

    Standard Re: Nochmal Hypertonie... (lang...)

    Huhu Heja,
    erstmal: du bist doch nicht dreist, nur weil du eher mitliest als schreibst

    so und ich kann nur meine Erfahrungen mit Flori benennen:


    Wie war es bei euch ? Hat der Behandlungserfolg danach angehalten ?

    Wir waren jetzt 3x beim O. und Flori hatte stark ausgeprägtes KISS. Beim ersten mal gabs deutliche Besserung. Flori konnte nach beiden Seiten schauen und benutzte beide Hände. Er lag ruhiger und weinte weniger.
    Nach der 2. Behandlung war es wesentlich schlechter. Er lag wieder deutlich schief und war unruhiger. Das legte sich aber nach 3 Wochen. Nach der 3. Behandlung - da hat der O. keine Blockaden mehr festgestellt - ist Flori gerade und man merkt nur noch, dass er mal schief war, weil er den Kopf, wenn er faul ist, etwas seitlich legt - das kann man aber korigieren und dann ist gut.


    Lassen sich eure Kinder relativ problemlos ablegen (selbst wenn es nur kurz ist) ?

    Flori liegt auch nicht so gern und beschäftigt sich nicht lang allein. Aber das kann auch einfach damit zusammenhängen, dass er anhänglich ist und die Mutternähe eben etwas mehr braucht. So seh ich das.



    Ist eines eurer Babys auch tendenziell "verkrampft" ?

    Ja, Flori liegt in Rückenlage meist nur auf einer Seite des Rückens und hat die Arme meist breit und balanciert aus. Allerdings besonders wenn er aufgeregt ist. Er kann es aber auch anders, wenn etwas interessant ist und er es mit den Händen untersucht
    Wir sollten auch KG nach Vojta machen. Das war mir aber zu arg und ich fühlte mich damit nicht wohl - darum haben wir zur Bobath-Threapie gewechselt. Die macht ihm auch Anstrengung aber auch Spaß und er weint nicht. Ich finde auch, dass er, je mehr er sich mit seinen Händen oder Spielzeug beschäftigt, wesentlich ruhiger auf dem Rücken liegt.
    Was er leider noch sehr sehr stark macht: Seinen Kopf einziehen und die Schultern hochziehen - dadurch hat er ein unheimliches Doppelkinn und er ist in den Schultermuskeln verspannt. Dagegen machen wir 4x täglich 5 Minuten Massage mit ihm.

    Was das andere betrifft, kenn ich mich nicht aus. Aber ich würd auch noch andere Meinungen einholen und find die Idee mit der Ergotherapie nicht schlecht :)


    LG chadi

  10. #10
    Avatar von Britt
    Britt ist offline Legende

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    Standard Re: Nochmal Hypertonie... (lang...)

    Hallo Heja,

    ich lese Deinen Bericht erst jetzt...Mensch, das hört sich doch alles ähnlich an wie bei uns. Nur bin ich diesbezüglich ein gebranntes Kind, denn mein großer Sohn hat Wahrnehmungsstörungen, Entwicklungsverzögerungen, Hör- und Sehverarbeitungsschwächen und eine ADS-Diagnose.

    Und ja, er war als Baby in etwa so, wie Du Dein Kind beschreibst. Ließ sich schlecht ablegen, weinte viel, war verkrampft...zusätzlich noch extrem zappelig.

    Die Kleine hier ist ja nun auch mein drittes Kind und ich bin gewappnet, sollte es wieder so sein. Bei meinem Sohn wurden die Störungen mit vier, fünf Jahren diagnostiziert, er hat dann auch zwei Jahre Ergo gemacht...

    @marylou: Wie alt muss ein Kind denn sein, um es beim Ergotherapeuten vorzustellen? Charlotte liegt ja nun auch nicht gern auf dem Boden, aber das allein ist doch noch nicht weiter verwunderlich, oder? Da kenn ich viele Babys, die das nicht mögen. Kannst Du vielleicht nochmal genau "auflisten", bei welchen Symptomen Du selbst mit Deinem Kind einen Ergotherapeuten aufsuchen würdest und in welchem Alter? Und muss man erst eine Überweisung vom Kinderarzt haben oder kann man einfach so einen Termin vereinbaren?

    Liebe Heja, ich bin da selbst noch unsicher, aber wir können gern in Kontakt bleiben. Charlotte ist auch ein sehr unruhiges, weinerliches Baby, das "Sich-steif-Machen" hat sich aber nach dem Besuch beim Osteopathen normalisiert. Aber auf dem Boden ist sie sehr zappelig und greift auch noch nicht richtig, dafür dreht sie sich immerzu auf den Bauch und heult dann, weil sie diese Lage hasst...

    Bin gespannt auf weitere Berichte von Dir.
    Ein Kind braucht deine Liebe am meisten, wenn es sie am wenigsten verdient.
    (Erma Bombeck)

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