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Thema: Schreien lassen - damit er lernt, wir sind für ihn da!

  1. #51
    Avatar von Louluna
    Louluna ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Schreien lassen - damit er lernt, wir sind für ihn da!

    Zitat Zitat von Hermine_G Beitrag anzeigen
    Diese Methode nennt man auch ferbern. .
    Nein, aber leider wird hier im Forum immer alles als ferbern bezeichnet, bei dem ein Kind nicht sofort auf den Arm genommen wird, wenn es beim Einschlafen weint. Das klassische Ferbern sieht von den Schreizeiten deutlich anders aus, dann gibt es noch die modernisierte Variante des Ferberns, die auch Schreizeiten von bis zu 10 Minuten vorsieht. Des weiteren gibt es die "Eieruhrmethode" (die ich nicht kannte) und die "Tweedle-Methode", nach der ich mit Hannah das Einschlafen geübt habe und die Schreizeiten von 30-60 Sekunden vorsieht. Es ist schade, wenn alles über einen Kamm geschehrt wird... Aber ich kenne diese Diskussionen ja bereits und weiß, dass es nur schwarz-weiß Denken bei einigen gibt.

    Manchmal frage ich mich allerdings, was für das Kind angenehmer ist. Wenn die Babys Schlafengehen schlimm finden und immer mit viel Mühe und Arbeit und Nähe in den Schlaf gebracht werden müssen - Tag für Tag und Monat für Monat - sie dann aber in der Nacht oft aufwachen und sich unwohl fühlen, bis Mama wieder ganz nah bei ihnen ist oder wenn die Babys für wenige Tage (bei mir waren es 7 Tage) kurze Zeit weinen und dafür dann über dann Monate ohne Probleme ins Bett gehen, durchschlafen und tagsüber fit sind.....
    Geändert von Louluna (04.10.2008 um 20:12 Uhr)
    LG Lou mit

    einer Großen (11/07) und einem Großen (02/09),einem Mittleren (10/10), einem Kleinen (04/12) und meine Sternchen (05/14, 15, 03/16, 17, 17)

  2. #52
    Rhabarberpflanzerl Gast

    Standard Re: Schreien lassen - damit er lernt, wir sind für ihn da!

    Zitat Zitat von Louluna Beitrag anzeigen
    "Tweedle-Methode", nach der ich mit Hannah das Einschlafen geübt habe und die Schreizeiten von 30-60 Sekunden vorsieht.
    bis du jede halbe minute raus und wieder rein? und wie oft, hat dein kind dann 30-60 sekunden geweint. wenn ich nur zwei drei mal raus muss und wieder rein, käme es mir auf einen versuch an. panik allein zu sein hat er ja sowieso schon. aber wenn ich stundenlang immer wieder für 30 sekunden raus muss, dann schocke ich mein kind ja jedesmal aufs neue. dann ist der ein psychischen wrack hinterher.

  3. #53
    Avatar von Louluna
    Louluna ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Schreien lassen - damit er lernt, wir sind für ihn da!

    Zitat Zitat von Rhabarberpflanzerl Beitrag anzeigen
    bis du jede halbe minute raus und wieder rein? und wie oft, hat dein kind dann 30-60 sekunden geweint. wenn ich nur zwei drei mal raus muss und wieder rein, käme es mir auf einen versuch an. panik allein zu sein hat er ja sowieso schon. aber wenn ich stundenlang immer wieder für 30 sekunden raus muss, dann schocke ich mein kind ja jedesmal aufs neue. dann ist der ein psychischen wrack hinterher.
    Hallo!

    Ich lese hier immer wieder, dass die Kinder Angst oder Panik haben und deshalb weinen. Ich weiß nicht, ob das wirklich die Ursache bei Euren Kindern ist, aber wie geht man denn vor, wenn jemand wirklich unter Ängsten leidet?

    Ich habe beruflich viel mit Menschen zu tun, die unter massiven Ängsten und Panikattacken leiden, zudem habe ich auch mit Hunden gearbeitet, die verhaltensauffällig wegen Ängsten waren. Bei beiden Gruppen ist der wichtigste Schritt, diese Ängste nicht zu fördern, indem man auf sie eingeht und denjendigen sogar noch beruhigt bzw. in seiner Angst bestärkt indem man das tut, was derjenige möchte. Wenn Dein Kind nun tatsächlich Panik ohne Dich hätte (was ich ja nicht beurteilen kann), dann wäre es ja umso wichtiger zu lernen, dass Du als Mama zwar auch einmal kurz weggehst, aber direkt wieder kommst und in der kurzen Zeit auch nichts passiert. Wenn Du hingegen sobald Angst auftritt, da bleibst und Dein Kind beruhigst und nicht mehr alleine läßt, lernt es doch nur, dass die Angst von ihm richtig ist und Mama auch der Meinung ist, dass es getröstet werden muss. (Sorry, ich konnte das nicht besser beschreiben. Ich hoffe, dass es verständlich ist, was ich sagen möchte).

    Hannah hatte allerdings meiner Meinung nach keine Angst, dass ich von ihr weggehe oder so. Tagsüber hatte sie nie Probleme, wenn ich in ein anderes Zimmer gegangen bin oder so. Sie war von Anfang an eine sehr schlechte Schläferin und wollte extrem viel Nähe. Ich habe sie somit die ersten Monate immer nur auf meinem Arm gehabt. Ich habe sie tagsüber nie irgendwohin legen können. Nachts schlief sie neben mir im Beistellbett, wachte aber alle 2 Stunden mind. auf. Aber das war die ersten Monate für mich ok. Dann wurde es aber schlimmer, und nachdem sie wegen einer Krankheit für eine Woche in meinem Bett schlafen durfte, war es die totale Katastrophe. In meinem Bett sollte sie nicht auf Dauer schlafen, zum einen, weil es ein Wasserbett ist (und das bei Babys nicht so gut ist), zum anderen weil ich selber dann leider gar nicht schlafen kann (habe einen extrem empfindlichen Schlaf). Zudem wurde sie stündlich wach und wollte dann von mir den Schnuller oder meine Hand oder sonstiges haben. Für einige Zeit ist das machbar, aber auf Dauer geht das dann doch nicht.

    Somit habe ich mich mit dem Thema Schlafen auseinander gesetzt und verschiedene Bücher gelesen und mich mit verschiedenen Leuten unterhalten. Für mich war dann die Tweedle Methode die Richtige, denn längere Zeit wollte ich sie nicht weinen lassen, und alle anderen Dinge funkionierten nicht (Hand halten, Kopf streicheln, in der Nähe bleiben etc. - half nicht, da sie dann auch weinte). Der ersten 2 Tag waren anstrengend und es dauerte relativ lange (allerdings keine Stunden) bis sie schlief. Die Tage danach ging es aber bereits recht schnell. Im Grunde bin ich nur hin und her gegangen. Ich war da, sie wurde ruhig, ich bin gegangen, sie hat geweint, ich bin wieder hin, sie wurde ruhig, ich bin wieder gegangen etc. Wenn ich nun aber bei ihr geblieben wäre, dann wäre sie nicht eingeschlafen, sondern wäre mit der blossen Anwesenheit von mir nach einiger Zeit nicht mehr zufrieden gewesen und hätte trotz meiner Anwesenheit geschrien. Hannah wollte nämlich aus dem Bett raus und wollte mit mir gemeinsam ins Bett gehen. Ich hingegen möchte nicht die nächsten Monate um 20 Uhr ins Bett gehen...

    Warum sollte sie durch mein Vorgehen ihre Ängste verstärken? Es ist doch genau das Gegenteil der Fall. Sie weint, weil ich weggehe und nicht das passiert, was sie sich wünscht. Ich komme aber beim Weinen sehr schnell wieder und sie wird darin bestätigt, dass ich in ihrer Nähe bin und sie höre und auf sie reagiere. Dennoch bekommt sie nicht das, was sie sich wünscht, nämlich, dass ich sie aus dem Bett nehme und wir dann zusammen ins Bett gehen. (Falls sie in meinem Bett wirklich gut geschlafen hätte und somit nur meine Nähe gebraucht hätte, hätte ich mich vermutlich trotz aller Bedenken für das Familienbett entschieden. Hannah schlief aber auch in meinem Bett sehr schlecht und wachte alle 1-2 Std. auf.)

    Die Tweedle-Methode ist stressig, aber war bei Hannah total effektiv und hat ihr komplettes Schlafverhalten verändert. Sie ist seitdem nicht panisch, sondern ausgeglichener und ausgeschlafener. Nach weniger als einer Woche schlief sie innerhalb von 2-3 Minuten ein, nach 10 Tagen schlief sie - und schläft sie noch immer - völlig ohne Geweine oder Protest ein. Ich lege sie in ihr Bett und lese ihr vor, sie schläft entweder bereits beim Vorlesen ein oder wenn das Licht ausgeht. Sie hat überhaupt keine Angst vor dem ins Bettgehen. Sie mag das abendliche Ritual und ist guter Stimmung.

    Seitdem wacht sie zudem nachts nicht mehr ständig auf, sondern schläft von 20-5 Uhr durch, auch tagsüber schläft sie ihr Mittagsschläfchen im Laufstall ohne Probleme und wacht mit guter Stimmung auf. Ich kann wirklich nichts negatives an der Methode erkennen.

    Ich denke, dass die hier oft genannten Ängste bzgl. dem Weinenlassen falsch sind. Einige der so kritischen Mütter lassen ihre Kinder ja auch tagsüber mal (für kurze Zeit) weinen. Wo ist denn da bitte der Unterschied? Hannah z.B. weint ab und zu tagsüber, wenn sie etwas haben will, was sie aber nicht haben darf. Was soll ich dann Eurer Ansicht nach machen? Das falscheste wäre doch, sie für das Schreien zu belohnen und zu trösten, indem ich ihr entweder die gewünschten Dinge gebe oder sie auf den Arm nehme und tröste. Ich beachte sie dann nicht besonders und beschäftige/spiele mit irgendetwas anderem. Dann hört sie sehr schnell auf zu weinen und spielt bei mir mit.

    So, das war lang... eigentlich wollte ich zu dem Thema ja nichts mehr schreiben, weil wir es doch schon 1000000000000000e Male diskutiert haben und es dazu einfach völlig unterschiedliche Meinungen gibt.
    Geändert von Louluna (04.10.2008 um 22:51 Uhr)
    LG Lou mit

    einer Großen (11/07) und einem Großen (02/09),einem Mittleren (10/10), einem Kleinen (04/12) und meine Sternchen (05/14, 15, 03/16, 17, 17)

  4. #54
    Avatar von stephi81
    stephi81 ist offline Nachteule

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    Standard Re: Schreien lassen - damit er lernt, wir sind für ihn da!

    schreien lassen ist ein absolutes NO GO für mich!! Ich lege mich sogar mit ihr ins Bettchen und warte bis sie eingeschlafen ist damit sie sich wohl fühlt, denn das zählt!
    LG
    Steffi und mein Oktobär 2007 :liebe:



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    Meine Binos sind Cocotara und Balticmom :liebe:

    and last but not least .... meine Schwester-Bino Soave :liebe:
    ---------------------------------------------------
    Finger weg von meinen Fotos und Texten!!!!!!!!!

  5. #55

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    Standard Re: Schreien lassen - damit er lernt, wir sind für ihn da!

    Ist ja auch nur so ne Theorie? Ich glaube ich bin sowieso die erste die springt wenn ein Baby schreit *g*.

  6. #56
    tamilein Gast

    Standard Re: Schreien lassen - damit er lernt, wir sind für ihn da!

    Zitat Zitat von Louluna Beitrag anzeigen
    Nein, aber leider wird hier im Forum immer alles als ferbern bezeichnet, bei dem ein Kind nicht sofort auf den Arm genommen wird, wenn es beim Einschlafen weint.
    Das ist doch Quatsch. Ich nehme Friederike nicht grundsätzlich hoch, wenn sie mal weint - ich bin einfach da. Und das trifft auch für viele andere im Forum zu. Hoch nehme ich sie allerdings, wenn sie panisch weint, das kommt schon mal vor und ich halte es für keine adäquate Methode, sie damit allein zu lassen.

  7. #57
    Avatar von Louluna
    Louluna ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Schreien lassen - damit er lernt, wir sind für ihn da!

    Zitat Zitat von tamilein Beitrag anzeigen
    Ich nehme Friederike nicht grundsätzlich hoch, wenn sie mal weint - ich bin einfach da.
    Sorry, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Wenn ein Baby bei der blossen Anwesenheit ruhig wird, dann meine ich das natürlich auch. Ich habe es zu sehr auf meine Maus bezogen, denn die Anwesenheit alleine hat ihr damals nicht gereicht.

    Wenn meine Kleine nur durch meine Anwesenheit innerhalb von z.B. 30 Minuten eingeschlafen wäre, dann hätte ich diesen Weg auch vorgezogen. Aber nicht bei allen klappt das so problemlos...
    LG Lou mit

    einer Großen (11/07) und einem Großen (02/09),einem Mittleren (10/10), einem Kleinen (04/12) und meine Sternchen (05/14, 15, 03/16, 17, 17)

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