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Thema: Brüllen, schreien, sich reinsteigern

  1. #1
    AnnaK Gast

    Frage Brüllen, schreien, sich reinsteigern

    Ich frag mal für eine Freundin, deren Tochter ist in etwa so alt wie unsere Lütten. Und die Kleine brüllt. Hat sie schon immer und es wird irgendwie so gar nicht besser.
    Inzwischen geht meine Freundin offenkundig auf dem Zahnfleisch und weiß nicht wirklich so recht weiter.

    zB brüllt ihre Tochter, wenn sie ihren Willen nicht bekommt. 2x hochheben, um in den Container zu schauen, okay. Beim 3. Mal heißt es "Nein" und dann geht es los. Gebrüll, Gebrüll, Gebrüll. Nahezu eine halbe Stunde. Den ganzen Heimweg über. Vorbei an Eisdielen, Bäckern und Spielplätzen - Gebrüll.
    Ich meine, Ablenkung wäre genug da. Konsequenz auch. Und trotzdem brüllt die Kleine noch, wenn sie wieder in der Wohnung sind. Ist das normaler Trotz? Weil, irgendwie war's bei denen schon immer so. Ein rechtes Schreikind war das Mädchen nicht, aber sie hatte immer ihre Brüll-Perioden.

    Eine Kinderärztin hat meiner Freundin jetzt empfohlen die Kleiner einer Fachärztin für KISS vorzustellen. Aber KISS mit knapp 3 Jahren? Kann das sein? Und 3 Jahre blieb es untentdeckt?
    Ich habe meiner Freundin die Schreiambulanz empfohlen, weiß aber auch nicht, ob das so die richtige Anlaufstelle wäre.
    Ich selber würde die Lütte vermutlich auch einfach brüllen lassen, aber das kann sie eben nicht - nach 3 Jahren auch absolut verständlich. Und die Reaktion der anderen Leute ist auch nicht grad nervenstärkend. Wenn sie mit dem brüllenden Kidn durch die Straße schleppt öffnen sich zT Fenster und neugierige Leute schauen heraus. Schlimm ist das.

    Also, was meint ihr: normaler Trotz, auch wenn's nie anders war? Oder was könnte da evtl. noch haken?

  2. #2
    tamilein Gast

    Standard Re: Brüllen, schreien, sich reinsteigern

    Nun kennt man die Umstände nicht. Gibt es (zu)viele Regeln und Verbote?
    Wie war das in dem Containerbeispiel? Einfach Schluß oder mit Ansage? Was hier nach wie vor gut klappt, ist ein "das ist jetzt das letzte Mal". Ggf. verhandelt sie ein aller-, allerletztes Mal oder "nur noch eine Minute" nach - das ist für mich aber ok
    Außerdem würde ich Verständnis für die Wut signalisieren. Dass es ok ist, dass sie sauer ist. Eigentlich kann Deine Freundin ja froh sein, dass sie "nur" schreit - andere hauen, schmeißen sich auf den Boden, treten, kratzen, beißen ...

    Zitat Zitat von AnnaK Beitrag anzeigen
    Ich frag mal für eine Freundin, deren Tochter ist in etwa so alt wie unsere Lütten. Und die Kleine brüllt. Hat sie schon immer und es wird irgendwie so gar nicht besser.
    Inzwischen geht meine Freundin offenkundig auf dem Zahnfleisch und weiß nicht wirklich so recht weiter.

    zB brüllt ihre Tochter, wenn sie ihren Willen nicht bekommt. 2x hochheben, um in den Container zu schauen, okay. Beim 3. Mal heißt es "Nein" und dann geht es los. Gebrüll, Gebrüll, Gebrüll. Nahezu eine halbe Stunde. Den ganzen Heimweg über. Vorbei an Eisdielen, Bäckern und Spielplätzen - Gebrüll.
    Ich meine, Ablenkung wäre genug da. Konsequenz auch. Und trotzdem brüllt die Kleine noch, wenn sie wieder in der Wohnung sind. Ist das normaler Trotz? Weil, irgendwie war's bei denen schon immer so. Ein rechtes Schreikind war das Mädchen nicht, aber sie hatte immer ihre Brüll-Perioden.

    Eine Kinderärztin hat meiner Freundin jetzt empfohlen die Kleiner einer Fachärztin für KISS vorzustellen. Aber KISS mit knapp 3 Jahren? Kann das sein? Und 3 Jahre blieb es untentdeckt?
    Ich habe meiner Freundin die Schreiambulanz empfohlen, weiß aber auch nicht, ob das so die richtige Anlaufstelle wäre.
    Ich selber würde die Lütte vermutlich auch einfach brüllen lassen, aber das kann sie eben nicht - nach 3 Jahren auch absolut verständlich. Und die Reaktion der anderen Leute ist auch nicht grad nervenstärkend. Wenn sie mit dem brüllenden Kidn durch die Straße schleppt öffnen sich zT Fenster und neugierige Leute schauen heraus. Schlimm ist das.

    Also, was meint ihr: normaler Trotz, auch wenn's nie anders war? Oder was könnte da evtl. noch haken?

  3. #3
    Avatar von linnea
    linnea ist offline wissend

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    Standard Re: Brüllen, schreien, sich reinsteigern

    Ich weiß es nicht - hier ist es ja genauso
    Ich finde das mit dem Kiss einen Interessanten Gedanken, auf einer Seite dazu habe ich gelesen, dass das schon möglich ist, und sich eben später in extrem unzufriedenen Kinder äußert.
    Ich denke auch immer mal wieder darüber nach, K2 mal irgendwo vorzustellen, konnte mich aber bisher nicht durchringen

    Das, was hier so täglich los ist geht für mein Empfinden auch über den "normalen" Trotz hinaus - aber ich weiß auch nicht, ob ich da objektiv bin.
    Im Kindergarten hat er solche Anfälle nicht, was ja wieder dafür spricht, dass es doch eher eine Form von Trotz/Langeweile/Abgrenzung ist.
    Gestern zB sind wir 2 Mal 30 Minuten mit einem brüllenden Kind Auto gefahren, weil er nicht wollte, dass ich neben ihm sitze. (das ging aber nicht anders, weil das AUto voll besetzt war.)
    Das haben wir ihm dann 2 Mal erklärt und ihn am Ende halt "brüllen lassen".-aber frag mal nach unseren Nerven

    Zitat Zitat von AnnaK Beitrag anzeigen
    Ich frag mal für eine Freundin, deren Tochter ist in etwa so alt wie unsere Lütten. Und die Kleine brüllt. Hat sie schon immer und es wird irgendwie so gar nicht besser.
    Inzwischen geht meine Freundin offenkundig auf dem Zahnfleisch und weiß nicht wirklich so recht weiter.

    zB brüllt ihre Tochter, wenn sie ihren Willen nicht bekommt. 2x hochheben, um in den Container zu schauen, okay. Beim 3. Mal heißt es "Nein" und dann geht es los. Gebrüll, Gebrüll, Gebrüll. Nahezu eine halbe Stunde. Den ganzen Heimweg über. Vorbei an Eisdielen, Bäckern und Spielplätzen - Gebrüll.
    Ich meine, Ablenkung wäre genug da. Konsequenz auch. Und trotzdem brüllt die Kleine noch, wenn sie wieder in der Wohnung sind. Ist das normaler Trotz? Weil, irgendwie war's bei denen schon immer so. Ein rechtes Schreikind war das Mädchen nicht, aber sie hatte immer ihre Brüll-Perioden.

    Eine Kinderärztin hat meiner Freundin jetzt empfohlen die Kleiner einer Fachärztin für KISS vorzustellen. Aber KISS mit knapp 3 Jahren? Kann das sein? Und 3 Jahre blieb es untentdeckt?
    Ich habe meiner Freundin die Schreiambulanz empfohlen, weiß aber auch nicht, ob das so die richtige Anlaufstelle wäre.
    Ich selber würde die Lütte vermutlich auch einfach brüllen lassen, aber das kann sie eben nicht - nach 3 Jahren auch absolut verständlich. Und die Reaktion der anderen Leute ist auch nicht grad nervenstärkend. Wenn sie mit dem brüllenden Kidn durch die Straße schleppt öffnen sich zT Fenster und neugierige Leute schauen heraus. Schlimm ist das.

    Also, was meint ihr: normaler Trotz, auch wenn's nie anders war? Oder was könnte da evtl. noch haken?

  4. #4
    tamilein Gast

    Standard Re: Brüllen, schreien, sich reinsteigern

    Hm, aber so 'ne Abklärung schadet doch grundsätzlich auch nicht? WENN das 'ne Option wäre, würde ich das wohl probieren.

    Zitat Zitat von linnea Beitrag anzeigen
    Ich weiß es nicht - hier ist es ja genauso
    Ich finde das mit dem Kiss einen Interessanten Gedanken, auf einer Seite dazu habe ich gelesen, dass das schon möglich ist, und sich eben später in extrem unzufriedenen Kinder äußert.
    Ich denke auch immer mal wieder darüber nach, K2 mal irgendwo vorzustellen, konnte mich aber bisher nicht durchringen

    Das, was hier so täglich los ist geht für mein Empfinden auch über den "normalen" Trotz hinaus - aber ich weiß auch nicht, ob ich da objektiv bin.
    Im Kindergarten hat er solche Anfälle nicht, was ja wieder dafür spricht, dass es doch eher eine Form von Trotz/Langeweile/Abgrenzung ist.
    Gestern zB sind wir 2 Mal 30 Minuten mit einem brüllenden Kind Auto gefahren, weil er nicht wollte, dass ich neben ihm sitze. (das ging aber nicht anders, weil das AUto voll besetzt war.)
    Das haben wir ihm dann 2 Mal erklärt und ihn am Ende halt "brüllen lassen".-aber frag mal nach unseren Nerven

  5. #5
    mimm Gast

    Standard Re: Brüllen, schreien, sich reinsteigern

    ich kenne das, meine Große war so (ist es heute ab und zu noch) und der Kleine ebenfalls.
    Woran es liegt die Mittlere macht es nicht und hat die gleiche Erziehung genossen.
    Ich empfehle ruhig bleiben und eventuell Oropax. Da muss man einfach durch, man kann die Kriesen versuchen zu vermeiden, indem man nur sehr wenig Verbote aufstellt, aber die Kinder müsen trotdem irgendwie lernen mit der Frustration auszukommen, zu allem Ja zu sagen ist nicht die Lösung.
    Meine KiÄ hat mal gemeint es wäre gesünder sich gegen Verbote zu wehren als alles mit sich machen zu lassen.

  6. #6
    Avatar von linnea
    linnea ist offline wissend

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    Standard Re: Brüllen, schreien, sich reinsteigern

    Wir machen es so - wie du es beschreibst.
    Ich habe schon den Eindruck, dass wir da alle Freiheiten lassen, wo es möglich ist - und eben da verbieten, wo es nicht anders geht.

    Und trotzdem haben wir hier so viel Geschrei (und ja, du sagst es: nicht nur Geschrei, sondern auch schlagen, beissen, treten)

    Zitat Zitat von tamilein Beitrag anzeigen
    Nun kennt man die Umstände nicht. Gibt es (zu)viele Regeln und Verbote?
    Wie war das in dem Containerbeispiel? Einfach Schluß oder mit Ansage? Was hier nach wie vor gut klappt, ist ein "das ist jetzt das letzte Mal". Ggf. verhandelt sie ein aller-, allerletztes Mal oder "nur noch eine Minute" nach - das ist für mich aber ok
    Außerdem würde ich Verständnis für die Wut signalisieren. Dass es ok ist, dass sie sauer ist. Eigentlich kann Deine Freundin ja froh sein, dass sie "nur" schreit - andere hauen, schmeißen sich auf den Boden, treten, kratzen, beißen ...

  7. #7
    Avatar von linnea
    linnea ist offline wissend

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    Standard Re: Brüllen, schreien, sich reinsteigern

    Zitat Zitat von tamilein Beitrag anzeigen
    Hm, aber so 'ne Abklärung schadet doch grundsätzlich auch nicht? WENN das 'ne Option wäre, würde ich das wohl probieren.
    Ja, ich hab halt immer Angst, die sagen einem, man stellt sich nur an

  8. #8
    Avatar von Moura
    Moura ist offline Poweruser

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    Standard Re: Brüllen, schreien, sich reinsteigern

    hm, das klingt schon ziemlich extrem. Schreiambulanz hätte ich auch vorgeschlagen...


    girlie 10/2007












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  9. #9
    Rhabarberpflanzerl Gast

    Standard Re: Brüllen, schreien, sich reinsteigern

    Zitat Zitat von AnnaK Beitrag anzeigen
    Und die Kleine brüllt. Hat sie schon immer und es wird irgendwie so gar nicht besser.
    ... bei Schreikindern ist die Mutter-Kind-Beziehung schon auf eine harte Probe gestellt. *find*

    Zitat Zitat von AnnaK Beitrag anzeigen
    zB brüllt ihre Tochter, wenn sie ihren Willen nicht bekommt. 2x hochheben, um in den Container zu schauen, okay. Beim 3. Mal heißt es "Nein" und dann geht es los. Gebrüll, Gebrüll, Gebrüll. Nahezu eine halbe Stunde. Den ganzen Heimweg über. Vorbei an Eisdielen, Bäckern und Spielplätzen - Gebrüll.
    Ich meine, Ablenkung wäre genug da. Konsequenz auch. Und trotzdem brüllt die Kleine noch, wenn sie wieder in der Wohnung sind.
    ah, das ist alles viel zu knapp gehalten, um da halbwegs Senf zugeben zu können.
    Denn mich tun sich da fragen auf:
    Warum kein drittes mal in den Container schauen?
    Warum schon auf dem Heimweg, wenn das Kind doch noch brüllt?
    Warum sollten Eisdielen, Bäcker und Spielplätze was am Brüllen ändern?
    Und wieso soll muss genug Ablenkung da sein?
    Was passiert denn dann in der Wohnung?
    Nimmt sich die Mutter dann Zeit und hört dem Kind zu?
    Wenn es brüllt, hat es dann eine Botschaft?

    Zitat Zitat von AnnaK Beitrag anzeigen
    Ist das normaler Trotz? Weil, irgendwie war's bei denen schon immer so.
    Ich sehe da kein Trotz... jedenfalls nicht aus den wenigen Informationen heraus.
    Da sehe ich nur, dass zwei Menschen (Mutter und Kind) aneinander vorbei "reden".

    Zitat Zitat von AnnaK Beitrag anzeigen
    Eine Kinderärztin hat meiner Freundin jetzt empfohlen die Kleiner einer Fachärztin für KISS vorzustellen. Aber KISS mit knapp 3 Jahren? Kann das sein?
    also KISS-Kinder sind aber keine Brüllkinder. Kiss-Kinder weinen, wenn sie eine bestimmte Position haben, in der sie sich schlichtweg unwohl fühlen. Weil ihre Nerven irritiert sind und die Informationen umso irritierender.

    Wenn das Brüllen aber bei einem "Nein" beginnt und mit einem "Ja, hier kannst noch ein drittes Mal schauen." aufhört, dann ist das doch kein KISS.

    Zitat Zitat von AnnaK Beitrag anzeigen
    Und die Reaktion der anderen Leute ist auch nicht grad nervenstärkend.
    Wie würde denn deine Freundin das Geschrei ertragen, wenn die "anderen" nicht da wären? Gehts ihr dann trotzdem auf die Nerven?

    Zitat Zitat von AnnaK Beitrag anzeigen
    Wenn sie mit dem brüllenden Kidn durch die Straße schleppt öffnen sich zT Fenster und neugierige Leute schauen heraus. Schlimm ist das.
    Muss sie es denn durch die Straße schleppen?
    Kann sie es nicht am Container aussitzen?
    Ist sie so sehr eingebunden, dass sie mit brüllendem Kind weiterziehen muss?

    Zitat Zitat von AnnaK Beitrag anzeigen
    Also, was meint ihr: normaler Trotz, auch wenn's nie anders war? Oder was könnte da evtl. noch haken?
    Kann man so nicht sagen. Müsste sich mal ein Familientherapeut einen ganzen Tag mit den beiden anschauen, um ausschließen zu können, dass da nichts durch die Mutter unterbewusst angeregt wird.

  10. #10
    AnnaK Gast

    Standard Re: Brüllen, schreien, sich reinsteigern

    Zitat Zitat von Rhabarberpflanzerl Beitrag anzeigen
    Warum kein drittes mal in den Container schauen?
    Weil's der Mutter zu schwer wird und die beiden eigentlich auf dem Heimweg waren.
    Zitat Zitat von Rhabarberpflanzerl Beitrag anzeigen
    Warum schon auf dem Heimweg, wenn das Kind doch noch brüllt?
    s.o. sie waren bereits auf dem Heimweg. Das Abendessen wartet und da die Kleine gerne mal 'ne halbe Stunde am Stück brüllt ... ICH würde das auch aussitzen. Aber nicht am Container. Lieber ein stückweit davon weg. Aber die haben das jeden Tag! Ich würde auch nicht jeden Tag eine halbe Stunde neben meinem brüllenden Kind auf offener Straße sitzen mögen und Däumchen drehen ...
    Zitat Zitat von Rhabarberpflanzerl Beitrag anzeigen
    Warum sollten Eisdielen, Bäcker und Spielplätze was am Brüllen ändern? Und wieso soll muss genug Ablenkung da sein?
    Naja, sie hat's eben vergeblich mit anderen Lockungen versucht, um die Kleine vom brüllen abzubringen. Frei nach dem Motto: Irgendwie muss ich das Kind doch von seiner Brüllerei ablenken können.
    Bei Feli klappt das (die paar Mal, die ich es als nötig erachtet habe) "Feli, komm, wir suchen jetzt den Mozzarella/Schmetterling/nächsten Spielplatz." Schlagartig war Schicht im Schacht, Tränen getrocknet, alles wieder wunderbar.
    Zitat Zitat von Rhabarberpflanzerl Beitrag anzeigen
    Was passiert denn dann in der Wohnung?
    Irgendwann brennen wohl bei der Mutter die Sicherungen durch und sie kappt jegliche Kommunikation und zieht sich weinend zurück - so jedenfalls kam's bei mir rüber.
    Zitat Zitat von Rhabarberpflanzerl Beitrag anzeigen
    Nimmt sich die Mutter dann Zeit und hört dem Kind zu?
    Wenn es brüllt, hat es dann eine Botschaft??
    Doch, Angebot für Ansprache und Zuhören ist andauernd vorhanden, aber Kommunikation echt nicht möglich. Ich hab das einmal mitbekommen - die Kleine ist nur am brüllen wie ein Baby. Hab ich so bei einer knapp 3jährigen noch nie gehört. Da schwingt auch keine Botschaft mit, ich würde sagen, dass ist Frust pur. Und für mich klingt's immer ein wenig nach "Wenn ich meinen Willen nicht bekomme, dann hast Du jetzt eben mich. Deinen Terrorzwerg."
    Zitat Zitat von Rhabarberpflanzerl Beitrag anzeigen
    also KISS-Kinder sind aber keine Brüllkinder. Kiss-Kinder weinen, wenn sie eine bestimmte Position haben, in der sie sich schlichtweg unwohl fühlen. Weil ihre Nerven irritiert sind und die Informationen umso irritierender.

    Wenn das Brüllen aber bei einem "Nein" beginnt und mit einem "Ja, hier kannst noch ein drittes Mal schauen." aufhört, dann ist das doch kein KISS.
    Das Brüllen hört aber nicht auf. Wenn die Kleine erst mal loslegt, dann steht die einfach auf Gebrüll. Und das können auch ganz alltägliche Situationen sein: dass zB der Schnuller im Auto rausfällt oder sie mag nicht gewickelt werden.
    Zitat Zitat von Rhabarberpflanzerl Beitrag anzeigen
    Wie würde denn deine Freundin das Geschrei ertragen, wenn die "anderen" nicht da wären? Gehts ihr dann trotzdem auf die Nerven?
    Ja, absolut. Die kann nicht mehr. Das wäre ja meine stille Hoffnung, dass einfach die Mutter beim brüllen selber so verkrampft, dass sich das Kind auch nicht mehr entspannen kann ...
    Zitat Zitat von Rhabarberpflanzerl Beitrag anzeigen
    Muss sie es denn durch die Straße schleppen?
    Kann sie es nicht am Container aussitzen?
    Ist sie so sehr eingebunden, dass sie mit brüllendem Kind weiterziehen muss?
    Das mit dem nach Hause schleppen werde ich sie noch mal fragen. Ich glaube, sie wollte einfach nicht mit ihrem brüllenden Kind alleine sein, noch dazu war's nicht gerade warm und das Abendessen rückte näher. Am Container selber wäre ich in der Situation auch nicht geblieben. Aber wie gesagt: selbiges passiert auch beim Autofahren usw. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als die Sache auszusitzen.

    Mal schauen, vielleicht kann sich meine Freundin ja mal ein Herz nehmen und sagen: "gut, dann brüllt mein Kind jetzt eben wieder. *seufz* Setze ich mich also hin, schalte auf Durchzug, bin aber für sie da, wenn sie mag." Aber so ist sie nicht, sie will der Kleenen dann schon aus der Situation heraushelfen und hat eben auch dauerhaft das Gefühl, dass mit der Kleinen irgendwas schief läuft.
    Zitat Zitat von Rhabarberpflanzerl Beitrag anzeigen
    Kann man so nicht sagen. Müsste sich mal ein Familientherapeut einen ganzen Tag mit den beiden anschauen, um ausschließen zu können, dass da nichts durch die Mutter unterbewusst angeregt wird.
    Kein schlechter Ansatz! Die Mutter ist inzwischen so weit, dass sie selber sagt, sie braucht Hilfe. Und es ist schon richtig: man sollte nicht immer nur das Kind durchchecken lassen und schauen, was evtl. alles beim Kind nicht stimmt. Man muss auch bei sich selber anfangen und mal schauen, ob man sich nicht doch in die falsche Richtung verrennt.

    Danke, Babsi.

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