1. #11
    bastler011 ist offline Stranger
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Vielen Dank für Deinen Kommentar, er hat mich sehr berührt!

    Zitat Zitat von Lyndwyn Beitrag anzeigen
    Hast du sie denn mal gefragt, ob sie sich mit einer offenen Beziehung anfreunden könnte, wenn sie selbst schon in diesem Punkt keinen "Besitz" mehr an dir anmelden möchte? Und wenn nicht, wäre ja auch zu klären, aus welchen Beweggründen sie das nicht möchte. Ist da vielleicht irgendwo wirklich noch Interesse an dir da oder hat sie einfach Angst, dass du sie verlassen könntest, wenn du dich verliebst und sie dann allein zurück bleibt?
    Gute Frage...

    Zitat Zitat von Lyndwyn Beitrag anzeigen
    Würde sich denn daran unbedingt etwas ändern, wenn du dir diese eine Komponente der Partnerschaft woanders holst? Oder ist Sex für dich immer unbedingt mit Liebe verknüpft?
    Wenn ich mir Sex woanders holen würde, dann würde ich doch wirklich in einer WG leben. Anders herum könnte ich mir nicht vorstellen, dass sie einen anderen hat. Da sind wir vielleicht beide zu spießig dafür. Und ja, ich muss mich zumindest auf einen Partner einlassen können. Liebe vielleicht nicht, aber Zuneigung wäre schon hilfreich. Ob ich das in einem Bordell könnte, bezweifle ich.

    Zitat Zitat von Lyndwyn Beitrag anzeigen
    Den Spruch mit dem Selbstmord fand ich daneben. Deine Kinder lieben dich und es gibt immer andere Lösungen, als sich auf diese feige Art und Weise zu verabschieden.
    Die Kinder sind auch mein Lebenselixier. Und ja, ich weiß, dass Selbstmord feige ist. Aber ich finde keinen Ausweg aus meinem Leben. Ich weiß ich kann so nicht weiterleben, dafür ist die Zeit zu kostbar. So schnell ist ein Tag, eine Woche, ein Jahr vorbei - wozu? Habe ich überhaupt gelebt? Wir sind beide Mitte 30, wir könnten doch das Leben genießen...

    Zitat Zitat von Lyndwyn Beitrag anzeigen
    Dann doch lieber eine Trennung. Und wenn man dabei das Haus verliert - was soll´s. Das Leben geht trotzdem weiter. Alles ist besser als Selbstmord. Es würde zwar eine harte Zeit, falls du dich trennst, weil eben die Unterhaltszahlungen dich noch mindestens 12 Jahre belasten würden, aber die könnte man dann ggf. in einer evtl. glücklicheren Beziehung verbringen.
    Ich weiß, ich weiß... ich hätte vielleicht das Gleiche geschrieben.

  2. #12
    Habibi007 ist offline Veteran
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von bastler011 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen!

    ich werfe nun schon seit einigen Jahren immer wieder einen Blick in diese Foren und stelle dabei immer wieder fest, dass ich nicht der einzige Mann mit meinem Problem bin. Das beruhigt mich einerseits, aber mein Frust wächst mir doch zunehmend über den Kopf und ich weiß nicht mehr weiter! Ich hoffe, der ein oder andere kann mir seine Erfahrungen schildern und wie ihr gelernt habt, damit umzugehen.

    Ich, 36, bin seit 12 Jahren verheiratet. Wir haben 5 Kinder, ein Haus gebaut, und haben auch die Möglichkeit, die Kinder gelegentlich "abzugeben", bzw. lassen sie schon auch mal ein paar Stunden allein (6-11 Jahre). Natürlich sind die Kinder und das Haus für uns Beide, und insbesondere für meine Frau, eine große Herausforderung jeden Tag.

    Ohne jetzt eine lange Vorgeschichte zu erzählen, wir haben schwierige Jahre hinter uns. Meine Frau wurde schon ein Jahr nachdem wir zusammen waren, zunehmend depressiv und gereizt. Die Erziehung der Kinder und andere persönliche Probleme haben ihr sehr zu schaffen gemacht. Ich fühlte mich dadurch sehr unter Druck und habe zuhause unter die Arme gegriffen wo es geht. Ich habe meine Hobbies zurückgestellt und war nur noch Vater, Hausbesitzer und Angestellter. Vor 5 Jahren hatte ich darüber einen Burnout und musste Medikamente nehmen. Danach ging alles wieder weiter wie bisher (ich sah auch keine Möglichkeit etwas zu ändern) und meine Frau ging mit Erschöpfungssyndrom in Kur. Das ist jetzt ein Jahr her und es hat meine Frau auch ein Stück weit verändert.

    Seit fünf Jahren ist Funkstille im Bett. Ich habe nach Jahren der Eigeninitiative dieselbe eingestellt und gedacht, jetzt müsse auch mal was von ihr kommen. Ich möchte mich nicht aufzwingen und schließlich wäre es schön, wenn sie auch mich ein wenig begehren würde - es kam nichts. Wir hatten zwischendurch noch einmal "Gelegenheit" dazu, sonst lief nichts.

    Ich habe das alles einige Jahre förmlich in mich hinein gefressen und bin mittlerweile so frustriert, dass ich lieber meinem Leben ein Ende setzen als so weiterleben möchte. Mein Selbstwertgefühl geht gegen null, ich habe vieles aufgegeben um für meine Frau und meine Familie da zu sein und weiß eigentlich gar nicht mehr, was ich hier noch soll. Mein Job ist total sinnfrei (Medien), zuhause werde ich nur zum reparieren, Kinder ins Bett bringen und reden gebraucht. Und täglich werden einem hübsche Frauen, Erotik und Verführung in den Medien aufgetischt.

    Ich habe kürzlich das Thema Sex meiner Frau gegenüber angesprochen. Sie fühlt sich als Lustobjekt, wenn Sex das Einzige ist. Das heißt also, erst mal reden und dann vielleicht... "Kürzlich" ist schon wieder eine gefühlte Ewigkeit her, wir haben geredet, geputzt, gekocht, Kinder ins Bett gebracht, repariert, ... ich kann nicht mehr. Für mich ist Sex definitiv nicht das einzig wichtige an einer Beziehung - ich liebe meine Frau, trotz aller Schwierigkeiten, die wir miteinander durchgestanden haben. Aber ich gebe zu, ich bin auch misstrauisch geworden, verliere langsam das Vertrauen in meine Frau und ich weiß, ich könnte nicht widerstehen, wenn sich eine Affaire auftun würde. Ich stand erst kürzlich vor der "Entscheidung" und bin zum Glück standhaft geblieben. Ob ich das noch einmal schaffe, weiß ich nicht.

    Puh, lange Geschichte und vieles hab ich der Kürze halber einfach weggelassen. Das musste jetzt einfach mal raus. Würde mich interessieren, was ihr von der Geschichte haltet...
    Frage ist dann, die springt mir als erste in den Kopf, wenn du schon nach einem Jahr gemerkt hast das deine Frau depressiv wird, überfordert ist usw.

    wieso machst du ihr dann ein kind nach dem anderen ?

  3. #13
    Avatar von Domama
    Domama ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von Habibi007 Beitrag anzeigen
    Frage ist dann, die springt mir als erste in den Kopf, wenn du schon nach einem Jahr gemerkt hast das deine Frau depressiv wird, überfordert ist usw.

    wieso machst du ihr dann ein kind nach dem anderen ?
    Das hab ich mir auch gedacht, nur glaube ich , dass das jetzt nix bringt.
    Bubenmama 1997, 2000, 2002
    und meine Sternchen ****

  4. #14
    Avatar von Domama
    Domama ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von bastler011 Beitrag anzeigen
    Einerseits versteh ich was sie sagt, von wegen Sexobjekt. Weil wir kaum dazu kommen, Partnerschaft zu leben. Und dann einfach Sex ist ihr eben zu wenig. Wobei das Thema bei ihr ohnehin schon schnell abgehakt war, nach den ersten stürmischen Wochen hat sie kaum einmal die Initiative ergriffen.

    Ich weiß für mich, zu der Einsicht bin ich aber auch erst nach einiger Zeit gekommen, dass ich mir diese Partnerschaft ohne Sex nicht vorstellen kann. Ich fühle mich als Partner von ihr nicht mehr akzeptiert und fühle mich immer unwohler neben ihr, weil ich das Gefühl habe, dass ich ihr "zuwider" bin. Wenn ich sie auf mein Äußeres anspreche, meint sie, es läge nicht daran.

    Allein dass ich schon eifersüchtig werde, wenn sie erst eine Stunde als gewöhnlich heim kommt, oder was sie vormittags macht, wenn keine Kinder im Haus sind, oder wenn sie stundenlang mit einer Freundin ausgeht, macht mich fast wahnsinnig. Ich stelle mir dann oft vor, dass sie einen anderen hat, und mit mir nur zusammen bleiben will, bis die Kinder aus dem Haus sind. Völlig irre, aber Eifersucht ist ja auch ein irrationales Gefühl an sich.


    .
    Ich kann verstehen, dass es dir mit der Situation schlecht geht. Deine Frau hat dir aber einen klaren Hinweis gegeben. Sie scheint mit der Partnerschaft ansich nicht zufrieden zu sein. Du doch auch nicht. Könnt ihr darüber reden? Über eure Partnerschaft, wie ihr sie euch wünschen würdet, über eure Bedürfnisse?
    Versucht das doch mal! Einander zuhören und wahrnehmen ohne sofort zu einem Ergebins kommen zu müssen. Und dann könnt ihr vielleicht langsam Lösungsansätze gemeinsam herausarbeiten.
    Die schwierige Zeit, die ihr hinter euch habt hat wohl Spuren hinterlassen, die nicht so schnell wieder weg kommen. Viel Zeit und Geduld und einander wahr- und annehmen.

    :daumendrueck:
    Bubenmama 1997, 2000, 2002
    und meine Sternchen ****

  5. #15
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von bastler011 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen!

    ich werfe nun schon seit einigen Jahren immer wieder einen Blick in diese Foren und stelle dabei immer wieder fest, dass ich nicht der einzige Mann mit meinem Problem bin. Das beruhigt mich einerseits, aber mein Frust wächst mir doch zunehmend über den Kopf und ich weiß nicht mehr weiter! Ich hoffe, der ein oder andere kann mir seine Erfahrungen schildern und wie ihr gelernt habt, damit umzugehen.

    Ich, 36, bin seit 12 Jahren verheiratet. Wir haben 5 Kinder, ein Haus gebaut, und haben auch die Möglichkeit, die Kinder gelegentlich "abzugeben", bzw. lassen sie schon auch mal ein paar Stunden allein (6-11 Jahre). Natürlich sind die Kinder und das Haus für uns Beide, und insbesondere für meine Frau, eine große Herausforderung jeden Tag.

    Ohne jetzt eine lange Vorgeschichte zu erzählen, wir haben schwierige Jahre hinter uns. Meine Frau wurde schon ein Jahr nachdem wir zusammen waren, zunehmend depressiv und gereizt. Die Erziehung der Kinder und andere persönliche Probleme haben ihr sehr zu schaffen gemacht. Ich fühlte mich dadurch sehr unter Druck und habe zuhause unter die Arme gegriffen wo es geht. Ich habe meine Hobbies zurückgestellt und war nur noch Vater, Hausbesitzer und Angestellter. Vor 5 Jahren hatte ich darüber einen Burnout und musste Medikamente nehmen. Danach ging alles wieder weiter wie bisher (ich sah auch keine Möglichkeit etwas zu ändern) und meine Frau ging mit Erschöpfungssyndrom in Kur. Das ist jetzt ein Jahr her und es hat meine Frau auch ein Stück weit verändert.

    Seit fünf Jahren ist Funkstille im Bett. Ich habe nach Jahren der Eigeninitiative dieselbe eingestellt und gedacht, jetzt müsse auch mal was von ihr kommen. Ich möchte mich nicht aufzwingen und schließlich wäre es schön, wenn sie auch mich ein wenig begehren würde - es kam nichts. Wir hatten zwischendurch noch einmal "Gelegenheit" dazu, sonst lief nichts.

    Ich habe das alles einige Jahre förmlich in mich hinein gefressen und bin mittlerweile so frustriert, dass ich lieber meinem Leben ein Ende setzen als so weiterleben möchte. Mein Selbstwertgefühl geht gegen null, ich habe vieles aufgegeben um für meine Frau und meine Familie da zu sein und weiß eigentlich gar nicht mehr, was ich hier noch soll. Mein Job ist total sinnfrei (Medien), zuhause werde ich nur zum reparieren, Kinder ins Bett bringen und reden gebraucht. Und täglich werden einem hübsche Frauen, Erotik und Verführung in den Medien aufgetischt.

    Ich habe kürzlich das Thema Sex meiner Frau gegenüber angesprochen. Sie fühlt sich als Lustobjekt, wenn Sex das Einzige ist. Das heißt also, erst mal reden und dann vielleicht... "Kürzlich" ist schon wieder eine gefühlte Ewigkeit her, wir haben geredet, geputzt, gekocht, Kinder ins Bett gebracht, repariert, ... ich kann nicht mehr. Für mich ist Sex definitiv nicht das einzig wichtige an einer Beziehung - ich liebe meine Frau, trotz aller Schwierigkeiten, die wir miteinander durchgestanden haben. Aber ich gebe zu, ich bin auch misstrauisch geworden, verliere langsam das Vertrauen in meine Frau und ich weiß, ich könnte nicht widerstehen, wenn sich eine Affaire auftun würde. Ich stand erst kürzlich vor der "Entscheidung" und bin zum Glück standhaft geblieben. Ob ich das noch einmal schaffe, weiß ich nicht.

    Puh, lange Geschichte und vieles hab ich der Kürze halber einfach weggelassen. Das musste jetzt einfach mal raus. Würde mich interessieren, was ihr von der Geschichte haltet...
    Nur als Idee- hat deine Frau vielleicht unbewusst Angst, wieder schwanger zu werden? Ist ja möglich, denn die 5 Kinder sind ja recht schnell hintereinander gekommen und ihr seid jetzt ja offensichtlich schon sehr belastet.....Waren die 5 Kinder wirklich so geplant (scheint mir doch eher unwahrscheinlich, wenn deine Frau schon nach einem Jahr solche Probleme hatte) oder waren sie eher die Folge von etwas "lascher" Verhütung? In den Fall könnte es doch wirklich sein, dass deine Frau jetzt Angst hat wegen einer erneuten Schwangerschaft.

  6. #16
    shania1967 ist offline enthusiast
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Hallo,

    neben dem Gedanken einer möglichen Schwangerschaft- der einem kommen kann und was jetzt nur Du beantworten kannst- finde ich eines aber nun auch sehr wichtig-- daß Ihr miteinander REDET!!

    Du wirst sagen "davon gibts genug", aber ich meine nicht das alltägliche Reden sondern ein tiefes Sich-Einlassen auf den anderen.

    Wenn ich Dir einen Rat geben kann- dann gehe zu einem Paartherapeuten und lass Deine Ehe mal von allen Seiten beleuchten!
    Lerne zu erkennen, was Dir wirklich wichtig ist und was Deiner Frau....wo sind Gemeinsamkeiten und wo gibt es immense Schluchten bei Euch?

    Schlage das Deiner Frau vor- und ganz unabhängig von der Sexualtitä- reicht doch Dein Befinden, daß Du fertig bist und Dich absolut überlastet fühlst mit allem.
    Das muss reichen um es zu "rechtfertigen" und wenn Deine Frau nicht mit möchte.....dann geh doch erst mal alleine dorthin.

    DU wirst den Karren alleine ganz sicher nicht mehr aus dem Dreck ziehen- dafür hockst Du schon viel zu lange in diesem System.
    Jeder von aussen könnte vermutlich einiges erkennen- man selber mittendrin oft nicht.

    Mir scheint- Ihr wisst nicht wirklich viel voneinander......und ich meine damit die inneren Tiefen und Empfindungen.....

    Möglich, daß es Dir gerade absurd vorkommt Hilfe von aussen zu suchen und anzunehmen- aber wenn Du etwas ändern möchtest wird das- in meinen Augen- der einzige Weg sein!
    Und es hört sich so an, als ob Du schon noch an der Ehe festhalten willst.

    Eheberatungen findest Du übrigens über die gelben Seiten- Caritas, Kircheneinrichtungen ( die das auch oft unendgeldlich machen).

    Wünsche Dir /Euch viel Glück!!
    shania

  7. #17
    Azrael75 ist offline addict
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Du liebe Zeit...und das machst Du seit fünf Jahren mit????

    Für mich hat das reinen WG-Charakter...dazu brauch ich dann keine Beziehung oder Ehe.

    Wenn sie nicht will, dann will sie nicht. Ok, aber deshalb musst Du ja nicht darauf verzichten. Dann einigt euch auf eine offene Beziehung. Ich sehe da null Entgegenkommen von ihr und ich würde, wenn es umgedreht wäre, niemals meinem Partner zumuten, dass er dann sexfrei leben soll!

    Ich sehe irgendwo auch nicht, dass sie was ändern will...meiner Meinung nach müssen in einer Beziehung beide zufrieden sein. Ein dauerhaftes Ungleichgewicht...wo ich kein Weiterkommen sehe...beende ich.

  8. #18
    bastler011 ist offline Stranger
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von shania1967 Beitrag anzeigen
    Wenn ich Dir einen Rat geben kann- dann gehe zu einem Paartherapeuten und lass Deine Ehe mal von allen Seiten beleuchten!
    Ich danke Dir für den Rat, ich hab auch schon des Öfteren an Hilfe von außen gedacht. Nein, es klingt nicht blöd, ich bin dankbar für jede Hilfe und ich weiß, dass wir auf eigene Faust vermutlich keine Lösung herbeiführen können. Der Karren steckt fest und es liegt an uns, ob wir so weitermachen wie bisher oder Hilfe annehmen.

  9. #19
    Avatar von Lyndwyn
    Lyndwyn ist offline Dabei seit 2002
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von bastler011 Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für Deinen Kommentar, er hat mich sehr berührt!



    Gute Frage...
    Na, dann stell die doch mal deiner Frau


    Wenn ich mir Sex woanders holen würde, dann würde ich doch wirklich in einer WG leben. Anders herum könnte ich mir nicht vorstellen, dass sie einen anderen hat. Da sind wir vielleicht beide zu spießig dafür. Und ja, ich muss mich zumindest auf einen Partner einlassen können. Liebe vielleicht nicht, aber Zuneigung wäre schon hilfreich. Ob ich das in einem Bordell könnte, bezweifle ich.
    Und in was lebst du jetzt? Ist das seit fünf Jahren nicht schon eine WG? Und wer behauptet, dass du dir deinen Ausgleich im Bordell holen sollst - das gibts auch netter. Da muss man nur die Augen aufmachen.

    Die Kinder sind auch mein Lebenselixier. Und ja, ich weiß, dass Selbstmord feige ist. Aber ich finde keinen Ausweg aus meinem Leben. Ich weiß ich kann so nicht weiterleben, dafür ist die Zeit zu kostbar. So schnell ist ein Tag, eine Woche, ein Jahr vorbei - wozu? Habe ich überhaupt gelebt? Wir sind beide Mitte 30, wir könnten doch das Leben genießen...
    Du kannst deine Frau nicht ändern. Du kannst nur die Umstände deines eigenen Lebens ändern. Bei meinem ersten Mann habe ich auch oft gedacht: da müsste sich doch nur dieses oder jenes ändern und schon wäre ich glücklich. Aber genau dieses bisschen passierte nicht. Und irgendwann merkt man, dass man mit dem bisherigen Partner nicht glücklich wird. Jedoch würde auch ich dir und deiner Frau zu einer Paartherapie raten. Ihr müsst einfach rausfinden, ob ihr noch zusammengehört.

    Ich weiß, ich weiß... ich hätte vielleicht das Gleiche geschrieben.
    Und was für Schlüsse ziehst du aus dem, was du evtl. auch geschrieben hättest

    Mach dich dran und finde raus, was DU willst.

    Alles Gute,
    Lyndwyn
    Lieber Orangenhaut, als gar kein Profil! (Zitat: Ina Müller)

  10. #20
    ruhrpottfrau ist offline Member
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Ich weiß zwar nicht, ob Du noch Zeit und Gelegenheit hast, die Antworten hier zu lesen. Dennoch würde ich Dir gern auch den Mut machen wollen, eine Ehe- oder Einzelberatung aufzusuchen (seriöse Adressen findet man übrigens unter Deutsche Arbeitsgemeinschaft fr Jugend- und Eheberatung e.V. - DAJEB und da im Beratungsführer online). Was hast Du bzw. was habt Ihr zu verlieren?

    Wenn ich sehe, wieviel Ihr beide in den letzten Jahren gestemmt habt, wird mir schwindelig: alle Achtung! Wir haben nur ein Kindheit, was ja eigentlich lachhaft ist im Vergleich. Trotzdem fühle ich mich manchmal überlastet.

    Was Deine Frau betrifft: da ich selbst eine Frau bin, würde ich als erstes tippen, dass Deine Frau absolut erschöpft ist und zweitens vermuten, dass sie - eventuell nicht ganz zu Recht - total sauer auf Dich ist. Weil sie Deine Nachfragen so abblockt. Weswegen könnte sie sauer sein? Wenn Ihr noch offen miteinander reden könnt, würde ich sie das fragen (aber Vorsicht: könnte auch ein willkommener Anlass zum Streit sein).

    Was die Depression angeht: sollte Deine Frau wirklich klinisch depressiv sein, dann gehört der Verlust von Begehren/Lust auf Sex leider regelmäßig zu der Symptomatik der Depression, weil die Betroffenen dann schlichtweg zu kraftlos für Sex sind (ohne Deine Frau jetzt als krank hinstellen zu wollen). Sollte sie Antidepressiva einnehmen: auch die können als Lustkiller wirken.

    Außerdem fällt mir auf, dass Ihr wenig Schönes gemeinsames macht, oder habe ich das übersehen? Gelegenheiten gibt es ja nicht so viele. Wenn man sich kennenlernt, fällt man ja auch nicht sofort übereinander her (in der Regel jedenfalls), sondern verbringt erst mal schöne Zeit miteinander.

    Also: mach einen Termin in einer Beratungsstelle, wenn es Wartezeiten gibt: überbrücke die irgendwie. Anderen hat das auch schon geholfen. :daumendrueck:

    Ansonsten hast Du mein vollstes Verständnis, mir geht es auch manchmal wie Dir und manchmal wie Deiner Frau, und wie gesagt, wir haben nur ein Kind.

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