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Thema: Was verändert sich mit der Geburt eines Kindes in einer Partnerschaft?

  1. #1
    Sophia3561 ist offline Stranger

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    Standard Was verändert sich mit der Geburt eines Kindes in einer Partnerschaft?

    Hallo an Alle,

    mein Freund und ich haben darüber diskutiert, was sich alles in einer Partnerschaft ändert, wenn ein Kind im Spiel ist. Also ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die erste Zeit die Partnerschaft nicht mehr so existiert, wie zuvor. Und auch Zeit, die man jetzt zusammen hat, ist dann eher Mangelware...
    Mein Freund hingegen ist der Meinung, da wird sich doch nicht viel ändern. Man hat ja am Abend auch noch Zeit füreinander und auch so ist das Baby ja eher umgänglich.

    Ich finde diese Vorstellung schon ein bisschen blauäugig. Was habt ihr für Erfahrungen gemacht, was sich alles in einer Partnerschaft ändern wird, wenn das kleine Ding dann da ist ?!

    Liebe Grüße,

    Sophia

  2. #2
    Juliente2007 ist offline Hier seit 14.06.2002

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    Standard Re: Was verändert sich mit der Geburt eines Kindes in einer Partnerschaft?

    Hallo Sophia!

    Kurz formuliert.....

    Vergesst die Partnerschaft die ersten Jahre. ....

    Ein Kind hat keinen Zeitplan. Wir haben 3 im Alter von 5, 2 und 4 Monate.
    Die Große geht abends um 20 Uhr ins Bett, der Kleine meistens gegen 21.30 Uhr und die Kleinste mit mir zusammen.
    Außerdem kann man sich nicht mehr ungestört unterhalten. Einer plappert immer dazwischen.
    Beim Spazierengehen darf man immer einem Kind hinterher rennen.

    Und wenn Du wissen möchtest wie der Alltag mit Baby ist, schnall Dir einen Arm auf den Rücken und mach alles mit einer Hand. Wenn Du aufs Klo mußt, halte wenigstens noch 30 Minuten aus, wenn Du was im Fernsehen sehen willst, schalte auf einen anderen Kanal der Dich nicht interessiert und verabschiede Dich zudem von Deinen Lieblingsanziehsachen, denn sie passen erstmal eine Weile nicht mehr nach der Schwangerschaft.

    Ein Kind ist etwas wunderschönes.... Ich möchte meine 3 nicht missen. Aber die Partnerschaft leidet.
    Yolanda14 und Herzloewe gefällt dies.
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  3. #3
    Herzloewe ist offline Nonkonform

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    Standard Re: Was verändert sich mit der Geburt eines Kindes in einer Partnerschaft?

    Zitat Zitat von Juliente2007 Beitrag anzeigen
    Hallo Sophia!

    Kurz formuliert.....

    Vergesst die Partnerschaft die ersten Jahre. ....

    Ein Kind hat keinen Zeitplan. Wir haben 3 im Alter von 5, 2 und 4 Monate.
    Die Große geht abends um 20 Uhr ins Bett, der Kleine meistens gegen 21.30 Uhr und die Kleinste mit mir zusammen.
    Außerdem kann man sich nicht mehr ungestört unterhalten. Einer plappert immer dazwischen.
    Beim Spazierengehen darf man immer einem Kind hinterher rennen.

    Und wenn Du wissen möchtest wie der Alltag mit Baby ist, schnall Dir einen Arm auf den Rücken und mach alles mit einer Hand. Wenn Du aufs Klo mußt, halte wenigstens noch 30 Minuten aus, wenn Du was im Fernsehen sehen willst, schalte auf einen anderen Kanal der Dich nicht interessiert und verabschiede Dich zudem von Deinen Lieblingsanziehsachen, denn sie passen erstmal eine Weile nicht mehr nach der Schwangerschaft.

    Ein Kind ist etwas wunderschönes.... Ich möchte meine 3 nicht missen. Aber die Partnerschaft leidet.
    Gut beschrieben Vielleicht noch ergänzend die Müdigkeit in der Anfangszeit, wenn du keine 4 Stunden am Stück mehr schlafen kannst. Das Baby den Alltag bestimmt und du das ein oder andere Mal keine Lust auf Sex haben wirst, weil du zu müde bist, oder die Brustwarzen entzündet sind vom Stillen. Es ändert sich einiges in der Partnerschaft, aber ein Kind verbindet euch ein Leben lang und die Liebe wird größer, während der Sex weniger wird
    Yolanda14 gefällt dies
    Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten...

  4. #4
    Sophia3561 ist offline Stranger

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    Standard Re: Was verändert sich mit der Geburt eines Kindes in einer Partnerschaft?

    Ob das der Mann auch so sieht, dass die Liebe größer wird, während der Sex weniger :-D
    Aber schon mal DANKE für die beiden Antworten... Ist schon mal ein kleiner "Einblick"

  5. #5
    Stromer ist offline addict

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    Standard Re: Was verändert sich mit der Geburt eines Kindes in einer Partnerschaft?

    Zitat Zitat von Sophia3561 Beitrag anzeigen
    Ob das der Mann auch so sieht, dass die Liebe größer wird, während der Sex weniger :-D
    Aber schon mal DANKE für die beiden Antworten... Ist schon mal ein kleiner "Einblick"
    Er sieht es (meist auch) so.
    Ob er es akzeptiert, ist eine andere Frage.


    Die meisten akzeptieren einige Monate ohne Sex.
    Problematisch (wenn man hier so querliest) wird es, wenn aus Monate Jahre werden.

  6. #6
    cooberpedy ist offline Veteran

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    Standard Re: Was verändert sich mit der Geburt eines Kindes in einer Partnerschaft?

    Wie Juliente das sehr schön beschrieben hat, es ändert sich eigentlich fast alles. Die Partnerschaft muss sich neu finden, anders einstellen. Mit Baby wird es fast nie so wie man sich das vorher vorgestellt hat. Ein Baby hat keine festen Zeiten und jedes ist anders auf as man sich individuell einstellen muss.

    Meine Tochter hat das erste Mal mit 3 Jahren verläßlich durchgeschlafen. Eine zeitlang war ich ein nervliches Wrack. Unsere Ehe stand auf der Kippe, weil ich unausstehlich war aufgrund chronischer Übermüdung. An Sex war von meiner Seite aus gar nicht zu denken. Es hat sehr lange gedauert, bis wir wieder auf einem Level waren. Jetzt ist es wieder wie vor dem Baby und wir beide sind sehr froh drüber.

    Man muss die Prioritäten, was die Partnerschaft an geht, neu setzen und vorallem muss man sich Freiräume für gemeinsame Paarzeit schaffen. Oma/Opa, Babysitter, den Haushalt Haushalt sein lassen und die gemeinsame Zeit geniessen. Das ist unheimlich wichtig, das unterschätzt man leicht.

    Als Frau darf man den Partner nicht vergessen, der sich schnell mal als 5. Rad am Wagen fühlt, weil sich alles nur noch ums Baby dreht. Auch dem Mann was zutrauen, der kann genau so gut Windeln wechseln, kochen, einkaufen etc.pp. Frau muss nicht immer alles alleine machen.

    Wenn mir noch was einfällt, anworte ich später noch mal.
    Yolanda14 gefällt dies
    Nur ein Narr ist sich sicher, der Weise denkt weiter nach.

  7. #7
    maya_mel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Was verändert sich mit der Geburt eines Kindes in einer Partnerschaft?

    Ja ein Kind ändert alles- und auch wieder nicht. Kommt ein wenig auf die Einstellung an, mit der man dem Kind begegnet.
    Ein Baby kann sehr viel Aufmerksamkeit, sehr viel Kraft und Energie brauchen, ja. Müdigkeit, Gereiztheit, Verzweiflung ist völlig normal, wie alle schon beschrieben haben- auch wenn es nicht auftreten muss; wahrscheinlich tut es das aber eben doch.
    Aber man kann trotzdem zuallererst mal Paar bleiben- sofern man dies denn möchte. In der Realität ist es oft so, dass die Mutter oder beide Partner genau dies eben nicht mehr wollen, sondern das Kind plötzlich das Zentrum der Familie bildet.
    Ich bin der Meinung, dass dies weder dem paar noch dem Kind gut tut. Wobei man home sowieso niemanden belehren kann. Das muss jede für sich selbst entscheiden.
    Zum Thema Sex: Nach der Geburt unserer Zwillinge (Kaiserschnitt) war unser sexleben ziemlich schnell (so nach ca 2-3 Monaten), wenn von der Frequenz her auch nicht auf dem Vor-Kinder-Level, so doch auf nem recht hohen Level von, keine Ahnung, 2-3 mal die Woche. Ich hatte sehr schnell wieder Lust und erinnere mich noch gut n eine Situation noch während des Wochenflusses (also der Sexabstinenz): ich habe zum Einschlafen in recht heftigen sexuellen Phantasien "gebadet" und bekam plötzlich ein fürchterlich schlechtes Gewissen, weil neben mir mein Mann u die Babys friedlich schliefen und ich "nur an Sex dachte". Da traf mich dann die typische hormonbedingte Schwankung und ich schluchzte wie ein Schlosshund bis mein Mann erwachte und mich tröstete...Heute finde ich das witzig, damals hielt ich mich für die schlechteste aller Mütter...
    Nach der Geburt der Kleinen, die ich auch 15monate lang gestillt habe, war alles ganz anders: 1) hatte ich einen starken Dammriss und schon die Berührung mit der Hand tat monatelang weh (und ist heute immer noch teilweise unangenehm, obwohl die "Kleine" nun 5 jahre ist) und- das schlimmste- ich hatte NULL Lust.
    Anfangs war das ja noch ok, aber nach ca einem halben Jahr wurde ich immer verzweifelter. Mein Mann fand es gar nicht soooo schlimm, er fand es schlimmer, dass ich auch sonst nur noch wenig Berührung zulassen wollte außerhalb des förmlich an mir klebenden Babys- aber ich selbst wurde von Woche zu Woche verzweifelter, setzte mich immer mehr Unter Druck. ich wollte mein altes Ich- das immer gerne und viel Sex hatte und praktisch "immer" Lust- zurück haben. Am Ende habe ich öfter wegen mangelnder Lust geheult als aus sonst einem Grund.
    Die Lust kehrte übrigens schlagartig zurück am ersten Wochenende nach dem endgültigen Abstillen. Man was war ich erleichtert...

    Es gibt also keine "Regel", keiner kann in seine Kristallkugel sehen und vorhersagen, wie sehr sich eure Beziehung verändert. Dass sie sich verändert, dürfte Fakt sein- wie sehr hängt von dir, deinem Partner und dem dritten im Bunde, eurem Kind (und ein paar anderen Faktoren wie Hormonen ) ab.

  8. #8
    JudyHopps Gast

    Standard Re: Was verändert sich mit der Geburt eines Kindes in einer Partnerschaft?

    Mein Mann hat immer gesagt: Ein Kind verändert ALLES. Und er hatte recht.

    Aber nicht unbedingt zum Negativen! Ich finde, wir sind noch mehr ein Team geworden, besonders ich streite nicht mehr über jeden Pups, ich sehe meinen Mann jetzt als Papa unseres Sohnes, und da ist er in meinen Augen nochmal ein ganzes Stück in meiner Achtung gewachsen (klingt jetzt blöd, aber ich hab vorher echt viel rumgenörgelt, richtig doof).

    Die gemeinsame Zeit ist am Anfang ziemlich bei null. Wir haben sie jeweils dafür genutzt, um einzeln zu Schlaf zu kommen, während der andere den Kleinen bespaßt hat.

    Seit er nun gegen sieben Uhr abends in seinem Bettchen schläft, ist auch das besser geworden. Einen Abend haben sogar schon die Großeltern auf ihn aufgepasst, da waren wir bei einem Konzert, und es war fantastisch!

    Es ist wunderschön, meinen sonst eher ruhigen, bedächtigen Mann so euphorisch und ausgeflippt zu sehen, wenn es um seinen Kleinen geht... da geht mir echt das Herz auf! Auch, wenn es anstrengend ist, es verbindet auf die schönste Art und Weise, die ich mir vorstellen kann.

    Alles Gute für euch!

  9. #9
    Sophia3561 ist offline Stranger

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    Standard Re: Was verändert sich mit der Geburt eines Kindes in einer Partnerschaft?

    Tolle und aufschlussreiche Beiträge. Finde es echt klasse, wie ihr darüber schreibt!!!
    Ich bin ja auch immer der Meinung: Die Partnerschaft bleibt genauso, wie man sie haben will. Mein Freund ist eher derjenige, der jetzt in der reinen Vorstellung von einem Kind die "Glucke" ist... Er ist eben auch jetzt schon voll im PAPAMODUS. Kaum ist sein kleiner Neffe da ( 4 Monate alt) dreht sich für ihn alles um den kleinen. Es ist schon klar, dass man den kleinen nicht stundenlang schreien lassen kann, aber ich bin der Ansicht, dass man nicht bei jedem Quengeln sofort aufspringen muss, damit das Kind sich nicht zum Weinen selber hochpuscht.

    Ich denke persönlich auch, dass sich die Partnerschaft nicht nur ändert, sondern man sich eben selbst. Heute denke ich immer: Gott betüdelt eure Kinder nicht so! Aber vielleicht ist das dann automatisch drin, dass man eben nur noch MAMA oder PAPA ist. Davor "graust" es mir schon irgendwie, weil ich ja gerne auch noch "Zuwendung" geben und natürlich auch empfangen möchte. Dieses gesunde Mittelmaß zu finden ist bestimmt wirklich super schwer...

  10. #10
    cooberpedy ist offline Veteran

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    Standard Re: Was verändert sich mit der Geburt eines Kindes in einer Partnerschaft?

    Zitat Zitat von Sophia3561 Beitrag anzeigen
    Tolle und aufschlussreiche Beiträge. Finde es echt klasse, wie ihr darüber schreibt!!!
    Ich bin ja auch immer der Meinung: Die Partnerschaft bleibt genauso, wie man sie haben will. Mein Freund ist eher derjenige, der jetzt in der reinen Vorstellung von einem Kind die "Glucke" ist... Er ist eben auch jetzt schon voll im PAPAMODUS. Kaum ist sein kleiner Neffe da ( 4 Monate alt) dreht sich für ihn alles um den kleinen. Es ist schon klar, dass man den kleinen nicht stundenlang schreien lassen kann, aber ich bin der Ansicht, dass man nicht bei jedem Quengeln sofort aufspringen muss, damit das Kind sich nicht zum Weinen selber hochpuscht.

    Ich denke persönlich auch, dass sich die Partnerschaft nicht nur ändert, sondern man sich eben selbst. Heute denke ich immer: Gott betüdelt eure Kinder nicht so! Aber vielleicht ist das dann automatisch drin, dass man eben nur noch MAMA oder PAPA ist. Davor "graust" es mir schon irgendwie, weil ich ja gerne auch noch "Zuwendung" geben und natürlich auch empfangen möchte. Dieses gesunde Mittelmaß zu finden ist bestimmt wirklich super schwer...
    Nicht das ich falsch verstanden werde. Wir lieben unser Kind über alles. Auch mein Mann "vergöttert" seine Tochter und mag Babys und Kinder generell sehr gerne. Er spielt und kümmert sich ganz toll um sie und unsere Nichten und Neffen und dafür liebe ich ihn um so mehr. Mir geht das Herz auf wenn ich sehe wie versunken die beiden miteinander spielen, er ihr vorliest oder mit ihr zusammen kocht etc.pp. Wir haben unsere Tochter nie schreien lassen, sie ist Teil unserer Familie und ihre Bedürfnisse sind genau so wichtig wie unsere eigenen aber sie wird auch nicht begluggt.

    Man ist nicht nur Mama und Papa, man ist dann eine Familie mit 3 oder mehr Mitgliedern. Wichtig ist, das man sich als Paar nicht verliert und dafür ist es wichtig, das man sich Freiräume schafft aber nicht auf Kosten des Kindes. Dafür kann man Oma, Opa, Familie, Freunde, Babysitter einspannen, wenn das Kind im Bett ist oder gerade selbstständig spielt.
    Geändert von cooberpedy (09.10.2012 um 11:00 Uhr)
    Nur ein Narr ist sich sicher, der Weise denkt weiter nach.

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