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Thema: Partnerschaft nach Schwangerschaft - Arbeitsteilung

  1. #1
    sheldontrue ist offline Stranger
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    25.03.2013
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    Standard Partnerschaft nach Schwangerschaft - Arbeitsteilung

    Hallihallo!
    Ich habe, als Vater, ein "kleines" Problem, welches ich euch gerne schildern würde.
    Ich bin mit meiner Freundin seit 4 Jahren zusammen und vor einem halben Jahr ist unser Sohn auf die Welt gekommen. Wir haben total Glück mit dem Kleinen, da er, außer wenn er Hunger hat oder eine Flasche will, eigentlich kaum quakig ist - ab und an mal, wenn er einfach nur "bespaßt" werden will, aber das ist ja völlig normal. :)


    Meine Freundin und ich sind beide um die dreißig und haben abgemacht, dass sie sich um Kind und Haus kümmert und ich arbeiten gehe - kein Problem.


    Nur ist es, seitdem das Kind da ist, bzw. eigentlich seitdem sie schwanger ist, wirklich extrem geworden, was ihre Trägheit angeht. Sie ist keine "typische" Hausfrau, sondern eher etwas schluderig, aber ich kann von der Arbeit kommen wann ich will, ich sehe sie nie nur seltenst etwas im Haushalt machen.


    Gefeudelt wird, trotz Tieren, nur alle 1-2 Wochen, Fenstergeputzt gar nicht (1x im Jahr durch eine Firma, die sie dann anruft und wir teuer bezahlen), Betten morgens machen - gar nicht, Wäsche gewaschen, wenn der Korb voll ist, also unregelmäßig etc. Einzig allein das Kochen "funktioniert" meistens. Nur zum klaren Verständnis: Ich will keine Haussklavin, aber wenn ich weg bin und von der Arbeit komme, möchte ich ein ordentliches Heim. Das ordentliche Heim gibt es aber nur, wenn Besuch angekündigt ist, dann wienert sie 3-4 Stunden durchs Haus und macht die Besuchsbereiche dann ordentlich und so, wie ich sie mir eigentlich täglich wünsche.


    Es ist nicht so, dass unser Haus ein Drecksstall wäre. Aber es liegen überall Sachen in den Ecken, der Kühlschrank wird unregelmäßig mal überprüft, Kleiderschränke mir Scharen an "Benutzt - aber zieh ich nochmal an Kleidung" verwendet, Fliesen dreckig, überall liegen irgendwelche Sachen in den Ecken und auf Treppen, Tischen etc.


    Dass sie sich in den 4 Jahren nur 1x für 2-3 Stunden um den Garten gekümmert hat, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. ;-) Aber nicht jeder Mensch ist ja mit einem grünen Daumen ausgestattet.
    Ansatzweise kommt mal etwas, dann hat sie mal die Küche saubergemacht, das Badezimmer in Ordnung gebracht oder mal die Betten bezogen und Wäsche gewaschen, aber generell ist es meines Empfinden nach eher wenig.


    Wenn ich sie darauf anspreche (und das ist schon oft passiert), wird sie sehr schnell "pampig" und erzählt, dass sie ja auch das Kind hat um das sie sich kümmern muss und dass sie eben nicht mehr schafft. Sie wirft mir dann vor, dass ich sie überfordere bzw. zuviel von ihr verlange und ich sollte es doch mal selber probieren.


    Ihr Umgang mit unserem Kind ist dagegen astrein. Der Kleine wird gepflegt und gehegt, geknuddelt, bespaßt, es muss alles 100% hygienisch sein, tägliches Waschen, neue Sachen, jeder rote Fleck wird untersucht usw. - da ist absolut nichts zu bemängeln. Im Gegenteil, selbst als ängstlicher Vater wäre ich in manchen Situtationen ein wenig gelassener und sicherlich könnte ich mich evtl. auch mehr ins Windeln und Füttern mit einbringen, da habe ich derzeit sicher einige Defizite.


    Über die Gesamtsituation mache ich mir natürlich Gedanken. Wenn ich aber ihren Arbeitseinsatz im Haushalt pro Tag hochrechne, komme ich vielleicht auf 30 Minuten (1-2 Wäschetrommeln und hier ein wenig den Tisch/Küchenplatz aufräumen). Das frustiert mich enorm, weil ich das Gefühl habe, dass sie mich dahingehend ausnutzt.


    Wenn ich dann nach Hause komme, ist sie oftmal vor dem Fernseher und wenn ich dann nur mit den Augen zucke, kommt als Reaktion "Was ist? Ich hab mich vor 10 Minuten hingesetzt und mich vorher ums Kind gekümmert, das hat heute so geschrien".


    Ich möchte meine Frau nicht verlassen, weil ich mir tatsächlich eine Zukunft mit ihr vorstellen kann (aufgrund anderer Charaktereigenschaften etc. - und nein, Sex haben wir seit der Geburt nur sehr sehr selten, da sie eigentlich nie mag). Aber diese Situation nervt mich tierisch an und mir vorzustellen, dass das bis an unser "Lebensende" so bleibt, ist für mich unvorstellbar nervtötend.


    Zumal für mich auch wichtig ist, dass ich meinem Kind eine gesicherte, ordentliche Zukunft bieten kann. Dafür gehört für mich, dass es, trotz schon vorher geregeltem, geteilten Sorgerecht, mit einem Vater aufwächst.


    Ein bisschen Verzweiflung - habt ihr Erfahrungen oder Tipps? Auch gerne von anderen Müttern oder Vätern, wie weit die damit umgegangen sind :)
    Vielen Dank!

  2. #2
    Miss_Granger ist offline Veteran
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    Standard Re: Partnerschaft nach Schwangerschaft - Arbeitsteilung

    Du hast mehrere Möglichkeiten.

    1. Ihr sprecht miteinander und kommt euch etwas entgegen. Du bist nicht mehr so pingelig und sie putzt öfter. Und du hilfst ihr ein wenig.

    2. Du machst am Wochenende den Haushalt perfekt. So, wie du es zu Hause haben willst. Das machst du einen Monat lang. Dann gewöhnt sie sich an den sauberen Anblick und vielleicht sorgt sie dann dafür, dass es immer so aussieht, weil es ihr schmutzig vorkommt, wenn es nicht so aussieht. An den Anblick einer unordentlichen Wohnung gewöhnt man sich ja auch. Nur mal so ins Blaue geraten.

    3. Du sitzt die Situation noch eine Weile aus. Irgendwann wird sie ja wieder arbeiten gehen und dann könnt ihr eine Putzfrau engagieren. Putzen scheint ja nicht ihr Ding zu sein. Ich kann es verstehen. Eine Putzhilfe nimmt 10 € die Stunde, schätze ich. Sie kommt 2x 2 Stunden die Woche, das sind im Monat 160 €. Schade ums Geld, aber dann habt ihr beide Ruhe vor diesem Thema. Vielleicht ist es dann aber auch unnötig. Du arbeitest, sie arbeitet dann, beide kümmern sich ums Kind und beide machen den Haushalt.


    Wenn eure Beziehung ansonsten gut klappt, würde ich mir wegen der Putzerei nicht die Stimmung verhageln lassen.

    Dass eine frischgebackene Mutter keine Lust auf Sex hat, ist normal. Wenn alles gut läuft, pendelt sich das nach einer Weile wieder ein.

  3. #3
    Avatar von josefineundderbaer
    josefineundderbaer ist offline kreuz und quer
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    Standard Re: Partnerschaft nach Schwangerschaft - Arbeitsteilung

    Ich finde, du solltest die Sache mit dem "Rollentausch" mal probieren. Vielleicht kannst du 2 Monate Elternzeit nehmen und Deine Frau arbeitet in dieser Zeit?

    Möglicherweise wirst du feststellen, dass der "pflegeleichte Sohn" doch deutlich mehr von deiner Zeit beansprucht als du geglaubt hast. Ich habe in meiner Zeit mit Baby Dutzende Male versucht, einen Tee für mich zu kochen und wurde in diesem einfachen Vorgang so oft unterbrochen, dass der Tee entweder nicht fertig wurde (Wasser gekocht, aber nicht aufgegossen, Tee in Teebeutel gefüllt, aber Wasser nicht gekocht) oder (noch häufiger) in der Kanne oder alternativ der Tasse kalt wurde.

    Ja, das Baby schlief durchaus auch (später immer weniger, jedenfalls tagsüber), aber es schlief wann und solange es wollte und nicht "passend", um mir zu ermöglichen, z.B. die Wäsche ohne Unterbrechung aufzuhängen.

    Und ja: es gab Tage, da blieb zwischen Windel wechseln, ggf. Umziehen, stillen, Windel wechseln, Baby rumtragen (schreit), Windel wechseln, ... nicht wirklich viel Zeit für anderes. Ach so: wir waren auch jeden Tag draußen, schon deshalb weil Kind 1 besser schlief, wenn es im Tragetuch war und Kind 2 gern im Kinderwagen geschlafen hat. Aber auch, um andere Mütter zu treffen und gemeinsam Kaffee zu trinken. Das klingt nicht wirklich nach "Arbeit", hat aber ein soziales Netz geschaffen, das ja Eltern mit Kindern auch brauchen, und die Kinder könnten später zusammen spielen. Zumal auch eine Hausfrau Kontakte und Austausch braucht. Unterwegs haben wir natürlich auch einiges erledigt.

    Vielleicht schläft euer Kind nachts durch? Das taten meine nicht. ich habe über viele Jahre keine einzige Nachr durchgeschlafen. Man gewöhnt sich daran und merkt erst, wir anstrengend das ist, wenn das wieder geht - und auch jetzt gibt es Nächte mit krankem Kind, die alles andere als erholsam sind.

    Vieles von dem, was Kinder zu einer Herausforderung macht, kommt auf euch noch zu. Wenn euer Sohn krabbelt oder läuft, dann wird ungestörte Hausarbeit zu einer Utopie.

    Als die Große 1,5 war und ich wieder arbeiten ging, könnte ich die Klagen der Kolleginnen über Stress wenig bis gar nicht verstehen: schon allein auf Toilette gehen zu können, einen Raum zu verlassen, ohne dass jemand schreit oder hinterherläuft, Vorgänge wie geplant und ohne gefühlt 1000 Unterbrechungen zu bearbeiten und mit Erwachsenen Menschen zu sprechen, ohne alle 2,5 min unterbrochen zu werden, kamen mir wir der reine Luxus vor.

    Ich glaube, du hast schlicht keine Ahnung von dem "Arbeits- und Belastungsprofil" einer Mutter mit Baby und Kleinkind. Sicher macht vieles auch Spass und die Kinder geben viel zurück. Trotzdem ist es mitunter anstrengender als jeder Job - die Belastungen sind einfach andere, vieles in der Kinderbetreuung und im Haushalt ist Sissyphusarbeit: eben geputzt, gleich wieder dreckig; Kind gewickelt, Windel wieder voll; Kind umgezogen, wieder vollgespukt; die Wäsche wird auch nie weniger ... das ist unbefriedigend, es gibt wenig Wertschätzung (auch du nörgelst ja nur), Geld sowieso nicht und wenn das Ergebnis gut ausfällt, Baby glücklich und zufrieden, dann liegt das daran, dass ihr wohl "Glück mit dem pflegeleichten Kind" hattet (oder sind es deine Gene?)...

    Ja, dann putzt sie halt nicht so gern. Das war aber auch sicher nicht, was dir so an ihr gefallen hat, oder? Wenn die glänzend saubere Wohnung dir ein Anliegen ist, sucht euch eine Putzfee, die 1x in der Woche kommt. Oder ladet häufiger Besuch ein ;-)

    Besprecht, was für wen wichtig ist (ihr ist vielleicht anderes wichtig als dir?) und wer diese Aufgabe übernimmt. Du sagst selber, dass du das Baby selten wickelst - dann los: es tut auch deiner Beziehung zum Kind gut.

    Möglicherweise ist auch das Hausfrauendasein nicht das richtige für deine Frau. Wenn ihr beide arbeitet und beide den Haushalt erledigt und das Kind betreut, könnte es besser klappen.
    Soraya78, weisserrabe2001 und maya_mel gefällt dies.
    Liebe Grüße,
    Josefine

  4. #4
    cosima ist gerade online Urgestein
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    Standard Re: Partnerschaft nach Schwangerschaft - Arbeitsteilung

    Zitat Zitat von sheldontrue Beitrag anzeigen

    Ein bisschen Verzweiflung - habt ihr Erfahrungen oder Tipps? Auch gerne von anderen Müttern oder Vätern, wie weit die damit umgegangen sind :)
    Vielen Dank!
    Ein Macho wie du käme mir ja echt recht.
    Da würde es scheppern dass es dir bis an dein Lebensende in den Ohren klingt.

    Deine Frau hat recht:
    Sie ist Mutter - sie ist NICHT (!!!) deine persönliche Putzfrau oder deine Haussklavin

    Wenn es dir nicht passt wie sie den Haushalt macht musst du ihn halt selber machen.
    So einfach ist das.
    Putzfrau engangieren ginge auch noch

    Ausserdem:
    Wäre es dir umgekehrt lieber, deine Frau wäre super im Haushalt, würde aber das Kind vernachlässigen?

    Ehrlich, einem Nörgler wie dir würde ich den feuchten Putzlappen um die Ohren hauen

    Vorschlag: Schick deine Frau mal eine Woche weg und nimm Urlaub, da versorgst du dann den Kleinen und den Haushalt, dann reden wir weiter :)
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  5. #5
    Fairie ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Partnerschaft nach Schwangerschaft - Arbeitsteilung

    Zitat Zitat von sheldontrue Beitrag anzeigen
    Hallihallo!
    Ich habe, als Vater, ein "kleines" Problem, welches ich euch gerne schildern würde.
    Ich bin mit meiner Freundin seit 4 Jahren zusammen und vor einem halben Jahr ist unser Sohn auf die Welt gekommen. Wir haben total Glück mit dem Kleinen, da er, außer wenn er Hunger hat oder eine Flasche will, eigentlich kaum quakig ist - ab und an mal, wenn er einfach nur "bespaßt" werden will, aber das ist ja völlig normal. :)


    Meine Freundin und ich sind beide um die dreißig und haben abgemacht, dass sie sich um Kind und Haus kümmert und ich arbeiten gehe - kein Problem.


    Nur ist es, seitdem das Kind da ist, bzw. eigentlich seitdem sie schwanger ist, wirklich extrem geworden, was ihre Trägheit angeht. Sie ist keine "typische" Hausfrau, sondern eher etwas schluderig, aber ich kann von der Arbeit kommen wann ich will, ich sehe sie nie nur seltenst etwas im Haushalt machen.


    Gefeudelt wird, trotz Tieren, nur alle 1-2 Wochen, Fenstergeputzt gar nicht (1x im Jahr durch eine Firma, die sie dann anruft und wir teuer bezahlen), Betten morgens machen - gar nicht, Wäsche gewaschen, wenn der Korb voll ist, also unregelmäßig etc. Einzig allein das Kochen "funktioniert" meistens. Nur zum klaren Verständnis: Ich will keine Haussklavin, aber wenn ich weg bin und von der Arbeit komme, möchte ich ein ordentliches Heim. Das ordentliche Heim gibt es aber nur, wenn Besuch angekündigt ist, dann wienert sie 3-4 Stunden durchs Haus und macht die Besuchsbereiche dann ordentlich und so, wie ich sie mir eigentlich täglich wünsche.


    Es ist nicht so, dass unser Haus ein Drecksstall wäre. Aber es liegen überall Sachen in den Ecken, der Kühlschrank wird unregelmäßig mal überprüft, Kleiderschränke mir Scharen an "Benutzt - aber zieh ich nochmal an Kleidung" verwendet, Fliesen dreckig, überall liegen irgendwelche Sachen in den Ecken und auf Treppen, Tischen etc.


    Dass sie sich in den 4 Jahren nur 1x für 2-3 Stunden um den Garten gekümmert hat, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. ;-) Aber nicht jeder Mensch ist ja mit einem grünen Daumen ausgestattet.
    Ansatzweise kommt mal etwas, dann hat sie mal die Küche saubergemacht, das Badezimmer in Ordnung gebracht oder mal die Betten bezogen und Wäsche gewaschen, aber generell ist es meines Empfinden nach eher wenig.


    Wenn ich sie darauf anspreche (und das ist schon oft passiert), wird sie sehr schnell "pampig" und erzählt, dass sie ja auch das Kind hat um das sie sich kümmern muss und dass sie eben nicht mehr schafft. Sie wirft mir dann vor, dass ich sie überfordere bzw. zuviel von ihr verlange und ich sollte es doch mal selber probieren.


    Ihr Umgang mit unserem Kind ist dagegen astrein. Der Kleine wird gepflegt und gehegt, geknuddelt, bespaßt, es muss alles 100% hygienisch sein, tägliches Waschen, neue Sachen, jeder rote Fleck wird untersucht usw. - da ist absolut nichts zu bemängeln. Im Gegenteil, selbst als ängstlicher Vater wäre ich in manchen Situtationen ein wenig gelassener und sicherlich könnte ich mich evtl. auch mehr ins Windeln und Füttern mit einbringen, da habe ich derzeit sicher einige Defizite.


    Über die Gesamtsituation mache ich mir natürlich Gedanken. Wenn ich aber ihren Arbeitseinsatz im Haushalt pro Tag hochrechne, komme ich vielleicht auf 30 Minuten (1-2 Wäschetrommeln und hier ein wenig den Tisch/Küchenplatz aufräumen). Das frustiert mich enorm, weil ich das Gefühl habe, dass sie mich dahingehend ausnutzt.


    Wenn ich dann nach Hause komme, ist sie oftmal vor dem Fernseher und wenn ich dann nur mit den Augen zucke, kommt als Reaktion "Was ist? Ich hab mich vor 10 Minuten hingesetzt und mich vorher ums Kind gekümmert, das hat heute so geschrien".


    Ich möchte meine Frau nicht verlassen, weil ich mir tatsächlich eine Zukunft mit ihr vorstellen kann (aufgrund anderer Charaktereigenschaften etc. - und nein, Sex haben wir seit der Geburt nur sehr sehr selten, da sie eigentlich nie mag). Aber diese Situation nervt mich tierisch an und mir vorzustellen, dass das bis an unser "Lebensende" so bleibt, ist für mich unvorstellbar nervtötend.


    Zumal für mich auch wichtig ist, dass ich meinem Kind eine gesicherte, ordentliche Zukunft bieten kann. Dafür gehört für mich, dass es, trotz schon vorher geregeltem, geteilten Sorgerecht, mit einem Vater aufwächst.


    Ein bisschen Verzweiflung - habt ihr Erfahrungen oder Tipps? Auch gerne von anderen Müttern oder Vätern, wie weit die damit umgegangen sind :)
    Vielen Dank!
    Deine Frau ist nicht träge! Du hast nur keine Ahnung, was man mit einem Baby noch an Haushalt schafft. Nämlich meistens nur das Notwendigste! Fenster putzen! Hast du keine wichtigeren Probleme? Ja, vielleicht dauert es nur 30 Minuten was sie im Haushalt tut - ausser dem Kochen. Vergiss es, wir kommen mindestens auf das dreifache. Und Babys können sehr viel Zeit beanspruchen. Du solltest das mal ein paar Tage machen, dann würdest du dich aber umgucken!

  6. #6
    Gast

    Standard Re: Partnerschaft nach Schwangerschaft - Arbeitsteilung

    Als ich dein Beitrag las, hätte ich schon fast meinen können, dass mein Mann diesen geschrieben hat :)
    Da er aber ein Internetlegasteniker ist, konnte ich fast sicher gehen, dass er es nicht war :)

    Ich möchte gerne auch was zur Hilfe beitragen:

    Unser Sohn ist mittlerweile auch 6,5 Monate alt und so wie du schreibst, kann ich davon ausgehen, dass eurer genau so ist wie unserer. Er meckert wenn er Hunger hat, Müde ist oder was in die Hose gemacht hat. Ansonsten hört man ihn kaum, nur eben spielen oder sich aufregen, dass etwas nicht so klappt wie er will :) Man kann ihn in seine Lauflernhilfe setzen oder vor den Fernseher, auf seine Krabbeldecke oder in sein Bettchen, er kann sich sehr gut auch selbst beschäftigen. Und wenn er schläft, dann schläft er. Klar hat er auch Momente, in denen er mal unruhiger schläft oder quängeliger ist als sonst (er zahnt momenten glaube ich) und dann möchte er öfters bespaßt werden. Aber ich muss sagen, ich könnte meine Arbeit im Haushalt (fast) locker erledigen. Aber auch ich habe öfter mal diese Trägheit, wo ich einfach nur Fern schauen will oder sonstiges.

    Ich würde jetzt einfach mal frech behaupten, dass deine Frau einfach faul ist (sorry) :)
    Ich kenne es von mir selbst, dass wenn man ein Kind zu bespaßen hat und zudem noch nachts aufstehen muss um zu füttern etc. hat man tagsüber nicht mehr so die Lust, groß was zu machen. Aber da ich weiß, dass ich es sowieso machen muss, mach ich es halt. Mal später mal früher. Aber meistens hilft mir mein Mann, wenn er nach Hause kommt, oder wir machen es gemeinsam am Wochenende.

    Vllt solltest du ihr es so sagen, dass sowieso sie diejenige ist, die den Haushalt machen soll (ich meine du bist arbeiten und ich verstehe das vollkommen, ich hätte auch keine Lust nach einem Arbeitstag heim zu kommen und noch den Haushalt schmeißen zu müssen).
    Gerade weil der Kleine ja recht pflegeleicht ist (wenn es so ist wie bei uns) und mein Mann würde den ganzen Tag daheim hocken und Löcher in die Luft starren, anstatt mal staub zu saugen oder die Küche zu machen o. ä.

    Du solltest ruhig, aber bestimmt, mit deiner Frau reden und ihr könnt ja den Kompromiss machen, dass sie unter der Woche halt das nötigste macht. Mal Staub saugen, den Müll runter bringen, Küche und solche kleinen Sachen eben. Und wenn du am WE zu Hause bist, macht ihr dann halt den Rest gemeinsam. Fenster putzen, Staub wischen oder was weiß ich. Und wenn der Kleine quängelt, wechselt ihr euch ab. Z. B. du machst das Bad und Schlafzimmer, sie passt auf den Kleinen auf, und wenn du fertig bist, nimmst du den Kleinen und sie macht Wohnzimmer und Küche oder sowas in der Art.

    Man kann über alles reden (oder sollte es zumindest) und versuchen, Kompromisse zu finden.

    Und glaub mir, wenn öfters kommt, dass der Kleine "sooo" viel geschrien hat, und dein Kind wirklich so ist wie unserer und so wie ich es verstanden habe, ist es meist eine Ausrede (die hab ich nämlich auch schon mal gebracht)

    Aber dann fährt man eine Runde mit dem Auto (falls Führerschein vorhanden) bis der Kleine schläft, legt ihn ins Zimmer und fährt mit seiner Arbeit fort.

    Vllt probierst du es mal so. Würde mich für euch freuen, wenn ihr auf einen Nenner kommt. Denn ich weiß wie es ist, andauernd über so was zu streiten und nie ein Ende zu finden.

    Es ist nicht toll und ich kann mich in dich (sowie in meinen Mann ) hineinversetzen :)
    Grandpa-Michi gefällt dies

  7. #7
    Soraya78 ist offline Carpal Tunnel
    Registriert seit
    07.01.2009
    Beiträge
    3.322

    Standard Re: Partnerschaft nach Schwangerschaft - Arbeitsteilung

    weisserrabe2001 gefällt dies

  8. #8
    Gast

    Standard Re: Partnerschaft nach Schwangerschaft - Arbeitsteilung

    Soraya78 und weisserrabe2001 gefällt dies.

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Partnerschaft nach Schwangerschaft - Arbeitsteilung

    Entweder ich habe mich nicht klar ausgedrückt oder ihr habt das verstanden, was ihr verstehen wolltet...
    Nein, ich parke mein Kind ganz gewiss nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher und ich bin sicherlich auch nicht RTL2 entlaufen.
    Meistens läuft der Fernseher und der Kleine spielt in seinem Stuhl oder läuft in seiner Lauflernhilfe (welche nur so zur Info schon ab 6 Monaten sind) und da ist er wohlbemerkt auch nicht den ganzen Tag drin!! Ich beschäftige mich selbstverständlich auch mit meinem Sohn! Und falls ihr das Thema richtig durchgelesen hättet, wäre euch nicht entgangen, das sein Kleiner recht pflegeleicht ist und meistens nur dann meckert wenn er Hunger hat. Also gehe ich davon aus, dass sich der Kleine auch selbst beschäftigen kann. Und in dieser Zeit könnte sie ruhig den Haushalt erledigen.

    Genauso wenig habe ich behauptet, das ich den ganzen Tag Löcher in die Luft starre. Natürlich mache ich auch meine Arbeit im Haushalt, nur bin ich nicht den ganzen Tag am rumwirbeln. Ich gehe selbstverständlich auch mit meinem Kleinen in die Stadt spazieren o. ä.

    Und wenn es tatsächlich so ist, wie er es beschreibt und wie ich es verstehe, ist sie zu faul dazu, um mal Staub zu saugen (vor allem mit Tieren in der Wohnung). Es geht hier leider nicht hervor um was für ein Tier es hier geht, denn der Unterschied zwischen Meerschweinchen und einem Hund, den man täglich 3 mal ausführen sollte doch recht groß. Sollte dies der Fall sein, dass ein Hund im Haushalt ist, wäre es natürlich auch verständlich, das man sich auch um diesen kümmern muss (ist ja im Prinzip fast wie ein zweites Kind).

    Aber da wir hier keine genaueren Angaben haben, gehe ich einfach von etwas Kleinerem aus und behaupte frech: Ja, sie ist zu faul. Denn wie ihr euch vorstellen könnt, gibt es auch diese Sorte von Menschen!!!

    Natürlich ist es lobenswert, dass sie sich ausgesprochen gut um ihr Kind kümmert, was eigentlich auch jede Mutter machen sollte denn wie wir auch hier wissen, gibt es auch andere Mütter die ihr Kind verwahrlosen lassen! Ich bin auch bei jedem Schrei bei meinem Kind und dann lass ich halt mal das was ich gerade machen liegen und schaue nach ihm. Aber in dem Alter von 6 Monaten spielen die Kinder viel und man kann ihn endlos verschiedene Sachen geben zum erkunden und analysieren, was sie dann auch interessant finden. Und in der Zeit sind die super beschäftigt, sodass die Mutter ihren Haushalt machen kann.

    Ich behaupte ja nicht, dass sie jeden und den ganzen Tag putzen muss, sie ist ja nicht Slakvin sondern vordergründig Mutter und dann Hausfrau. Aber man sollte halt wissen, wie man es am besten anstellt, alles unter einen Hut zu bekommen. Und vor allem wen man ein pflegeleichtes Kind hat, hat man doch ein gutes Los gezogen!!!

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Partnerschaft nach Schwangerschaft - Arbeitsteilung

    Zitat Zitat von DiLicious1988 Beitrag anzeigen
    Entweder ich habe mich nicht klar ausgedrückt oder ihr habt das verstanden, was ihr verstehen wolltet...
    Nein, ich parke mein Kind ganz gewiss nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher und ich bin sicherlich auch nicht RTL2 entlaufen.
    Meistens läuft der Fernseher und der Kleine spielt in seinem Stuhl oder läuft in seiner Lauflernhilfe (welche nur so zur Info schon ab 6 Monaten sind) und da ist er wohlbemerkt auch nicht den ganzen Tag drin!! Ich beschäftige mich selbstverständlich auch mit meinem Sohn! Und falls ihr das Thema richtig durchgelesen hättet, wäre euch nicht entgangen, das sein Kleiner recht pflegeleicht ist und meistens nur dann meckert wenn er Hunger hat. Also gehe ich davon aus, dass sich der Kleine auch selbst beschäftigen kann. Und in dieser Zeit könnte sie ruhig den Haushalt erledigen.

    Genauso wenig habe ich behauptet, das ich den ganzen Tag Löcher in die Luft starre. Natürlich mache ich auch meine Arbeit im Haushalt, nur bin ich nicht den ganzen Tag am rumwirbeln. Ich gehe selbstverständlich auch mit meinem Kleinen in die Stadt spazieren o. ä.

    Und wenn es tatsächlich so ist, wie er es beschreibt und wie ich es verstehe, ist sie zu faul dazu, um mal Staub zu saugen (vor allem mit Tieren in der Wohnung). Es geht hier leider nicht hervor um was für ein Tier es hier geht, denn der Unterschied zwischen Meerschweinchen und einem Hund, den man täglich 3 mal ausführen sollte doch recht groß. Sollte dies der Fall sein, dass ein Hund im Haushalt ist, wäre es natürlich auch verständlich, das man sich auch um diesen kümmern muss (ist ja im Prinzip fast wie ein zweites Kind).

    Aber da wir hier keine genaueren Angaben haben, gehe ich einfach von etwas Kleinerem aus und behaupte frech: Ja, sie ist zu faul. Denn wie ihr euch vorstellen könnt, gibt es auch diese Sorte von Menschen!!!

    Natürlich ist es lobenswert, dass sie sich ausgesprochen gut um ihr Kind kümmert, was eigentlich auch jede Mutter machen sollte denn wie wir auch hier wissen, gibt es auch andere Mütter die ihr Kind verwahrlosen lassen! Ich bin auch bei jedem Schrei bei meinem Kind und dann lass ich halt mal das was ich gerade machen liegen und schaue nach ihm. Aber in dem Alter von 6 Monaten spielen die Kinder viel und man kann ihn endlos verschiedene Sachen geben zum erkunden und analysieren, was sie dann auch interessant finden. Und in der Zeit sind die super beschäftigt, sodass die Mutter ihren Haushalt machen kann.

    Ich behaupte ja nicht, dass sie jeden und den ganzen Tag putzen muss, sie ist ja nicht Slakvin sondern vordergründig Mutter und dann Hausfrau. Aber man sollte halt wissen, wie man es am besten anstellt, alles unter einen Hut zu bekommen. Und vor allem wen man ein pflegeleichtes Kind hat, hat man doch ein gutes Los gezogen!!!
    Du schreibst wörtlich "setze ich ihn in die Lauflernhilfe oder vor den Fernseher".

    Fernsehen für Kleinstkinder ist das letzte, Lauflernhilfen haben diesen Namen nicht verdient, sind gefährlich und unnütz, wenn nicht sogar schädlich.

    Sorry, jemanden, der sein Kind so großzieht und das noch für empfehlenswert befindet, kann und will ich nicht ernstnehmen, den möchte ich schütteln, vielleicht regt sich dann ein letztes Fünkchen Verstand.

    Dann doch lieber einen umgemachten Haushalt.
    weisserrabe2001 gefällt dies

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