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Thema: Fühle mich von meinem Partner vernachlässigt, enttäuscht und verletzt...

  1. #11
    Zeitleserin ist offline Tratschtante
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    Standard Re: Fühle mich von meinem Partner vernachlässigt, enttäuscht und verletzt...

    Zitat Zitat von MaximilianIstDa Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich bin ganz neu hier, das ist mein erster Beitrag.
    Ich habe folgendes Problem:
    Am 6.8. habe ich mein erstes Baby geboren. Es war eine sehr lange, schmerzhafte Geburt, die leider ihre Spuren hinterlassen hat, Scheidenriss und Labienrisse bis zur Klitoris.
    Mein Partner war dabei.
    Seit ich aus der Klinik zurück bin, fühle ich mich von ihm nicht verstanden undttotal vernachlässigt. Er hat vom ersten Tag an erwatet, dass ich aufräume, putze, die Wäsche mache, koche... Dabei hatte ich noch immer starke Schmerzen, das hatte ich ihm auch immer wieder gesagt. Auch unsere Hebamme sagte ihm immer wieder, dass er mir einige Wochen geben soll bis ich mich langsam wieder in Hausarbeit stürze. Er meinte zwar immer, das sei ok und er würde das verstehen, doch geändert hat sich nichts.
    Jetzt, nach sechs Wochen, hab ich nur noch leichte Schmerzen und kann mich wieder weitestgehend mit dem Haushalt beschäftigen. Daher hat sich das Thema “erledigt“.
    Leider ist das aber nicht alles.
    Er wollte kurz nach der Geburt schon wieder Sex. Klar, mir hat das auch gefehlt, da wir vorher ein sehr schönes, reges Sexleben hatten. Aber es war halt körperlich noch nicht möglich. Er hatte zwar Verständnis dafür, dass ich noch nicht mit ihm schlafen wollte, aber auf sein Vergnügen wollte er nicht verzichten. Und weil er dann auch echt nervig war mit seinen Anspielungen, hab ich eben eher lustlos ihm “Erleichterung“ verschafft.
    Gestern saßen wir mit Freunden zusammen und haben die Geburt nochmal Revue passieren lassen und da meinte er plötzlich, dass ihm mein Geschrei bei der Geburt peinlich war und er dabei dachte, ich solle mich nicht so anstellen.
    Das hatte er bis dahin nie geäußert. Er meinte nur zu mir, dass er gern dabei war und es nicht als schlimm empfand.

    Ich find das alles sehr verletzend und weiss gar nicht mehr richtig, was ich dazu sagen soll.
    Ich sage ihm immer wieder, wie ich mich fühle, aber er versteht das irgendwie nicht.
    Ich muss dazu sagen, dass er allgemein ein Gefühlstollpatsch ist und in Sachen Liebe und Romantik unbewusst jeden Fehler macht, den Mann machen kann...

    Ich weiss, dass ich hier keine direkte Lösung für mein Problem finden werde.
    Aber vielleicht ein paar Anregungen, wie ich meinem Partner verständlich machen kann, dass sein Verhalten wirklich verletzend ist.
    Und einfach über Probleme sprechen und sich austauschen, tut ja auch schon gut.

    Lg,
    MaxMama
    Das ist ganz ehrlich unter aller Sau und total rücksichtslos und absolut egoistisch. Er hat Verantwortung für seine Familie und für Eure Beziehung, genau wie Du. Und nicht bloß für seine Bedürfnisse. das mal vorab.
    Du solltest ganz, ganz klar und deutlich, ohne Ausflüchte, Abschwächungen, Laut und in einfachen Sätzen sagten, dass es ein Problem gibt. Und das er das nicht ignorieren kann, dass es nunmal da ist, ob es ihm passt oder nicht und Ihr Euch beide dem stellen müsst, so oder so. Und ihm ganz deutlich sagen, dass er Dich verletzt und womit. Und das Du eine Veränderung von ihm erwartest.
    Dann muß er dazu Stellung beziehen und Du siehst, was ihm wichtiger ist: Du, Eure Beziehung! Deine Gesundheit und Eure Zukunft oder seine Bequemlichkeit und sein Egotrip.

  2. #12
    Avatar von Wir.und.Ihr
    Wir.und.Ihr ist offline Owned by a Husky
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    Standard Re: Fühle mich von meinem Partner vernachlässigt, enttäuscht und verletzt...

    Zitat Zitat von MaximilianIstDa Beitrag anzeigen
    Ihr habt ja Recht, dass das Verhalten auf gut Deutsch scheiße ist.
    ICH weiss das ja leider auch, weil ich diejenige bin, die darunter leidet. Nur er kann es irgendwie nicht verstehen.
    Und ich hab langsam keinen Nerv mehr, jeden Abend mit ihm zu reden, weil es einfach nicht hilft.
    Heute hat er die nächste Aktion gebracht...
    Er will am Samstag weggehen undals ich meinmeinte, dass er mich hätte fragen können, ob das für mich ok ist, antwortete er, dass er alt genug ist, um seine Entscheidungen selbst zu treffen und mich da nicht fragen muss.

    Es mag für euch jetzt echt so klingen, als ob ich ein Bilderbuch***loch zuhause hab. Aber eigentlich ist er unglaublich liebevoll, aufmerksam, einfühlsam... Erst seit der Geburt “spinnt“ er so.
    In einem Punkt gebe ich ihm recht: Wenn keine gemeinsamen Termine anstehen, frag ich meinen Mann auch nicht, ob ich jetzt weg "darf" (und umgekehrt). ABER! Ich hab auch kein kleines Kind zuhause, insofern - Zonk.

    Wie reagiert der Guteste denn, wenn du mal machst, was du möchtest, ohne ihn zu fragen? Z.B. mal nicht seine Bremsspur-Unterbuxen waschen, einfach, weil du dir mit deinem kleinen Kind einen schönen Herbsttag im Park machen möchtest? Wird er zum Rumpelstielzchen? Ja, dann weißt du, woran du bist und musst eine Entscheidung treffen.

    Aber bedenke: Wenn du nicht für deine Bedürfnisse und Grenzen einstehst, tut das niemand für dich. Selbst der allertollste Mann der Welt kann keine Gedanken lesen. Falls du das nicht ohnehin tust (und ich vermute, dass du es nicht tust, du holst ihm immerhin lustlos einen runter, wenn er zu lange nörgelt): Mach den Mund auf. Setz ihm Grenzen, klares, verständliches Nein, wenn dir was nicht passt. Klare, deutliche Worte, wenn du erwartest, dass etwas gemacht wird. Tut er es nicht (z.B. "Babydienst", obwohl er dran wäre), lasse deutliche Konseqzenzen folgen und ziehe diese rigoros durch. Du hast in dieser Partnerschaft genauso viele RECHTE wie er. Fordere sie ein!

    /edit Jetzt ist das noch nicht relevant, aber dein Kind wird sich später von dir abschauen, wie man sich in Beziehungen mit anderen verhält. Möchtest du ihm "Duckmäusertum" und "Unterwürfigkeit" oder falsche Harmoniesucht vorleben?
    Sascha und cooberpedy gefällt dies.
    Das Internet, unendliche Weiten...
    https://thefpl.us/

  3. #13
    MaximilianIstDa ist offline enthusiast
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    Standard Re: Fühle mich von meinem Partner vernachlässigt, enttäuscht und verletzt...

    Es ist ja nun ein wenig Zeit vergangen und ich hab mir viele Gedanken gemacht.
    Ich hab meinem Freund gesagt, dass es so nicht weiter geht, hab ihm genau gesagt, was er ändern muss und was ich erwarte. Und ich hab ihm auch gesagt, dass ich so keinen Sinn mehr sehe und denke, dass ich ohne ihn besser dran wäre.
    Außerdem hab ich ihm erklärt, wie toll er früher war und dass ich wieder den Mann zuhause haben möchte, in den ich mich verliebt hab.
    Das hat ihm einen ganz schönen Dämpfer verpasst und ihm die Augen geöffnet.
    Seitdem gibt er sich wieder richtig Mühe. Und ich richte mich nicht mehr nach ihm. Ich genieße die Zeit mit unserem Sohn, solange er noch so klein ist und der Haushalt darf auch mal hinten anstehen.
    Wir nehmen uns auch wieder richtig Zeit füreinander, um wieder ganz zueinander zu finden.
    So läuft es jetzt wirklich gut. Ich hoff, es bleibt so.

  4. #14
    Miss_Granger ist offline Veteran
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    Standard Re: Fühle mich von meinem Partner vernachlässigt, enttäuscht und verletzt...

    Zitat Zitat von Wir.und.Ihr Beitrag anzeigen
    In einem Punkt gebe ich ihm recht: Wenn keine gemeinsamen Termine anstehen, frag ich meinen Mann auch nicht, ob ich jetzt weg "darf" (und umgekehrt). ABER! Ich hab auch kein kleines Kind zuhause, insofern - Zonk.

    Wie reagiert der Guteste denn, wenn du mal machst, was du möchtest, ohne ihn zu fragen? Z.B. mal nicht seine Bremsspur-Unterbuxen waschen, einfach, weil du dir mit deinem kleinen Kind einen schönen Herbsttag im Park machen möchtest? Wird er zum Rumpelstielzchen? Ja, dann weißt du, woran du bist und musst eine Entscheidung treffen.

    Aber bedenke: Wenn du nicht für deine Bedürfnisse und Grenzen einstehst, tut das niemand für dich. Selbst der allertollste Mann der Welt kann keine Gedanken lesen. Falls du das nicht ohnehin tust (und ich vermute, dass du es nicht tust, du holst ihm immerhin lustlos einen runter, wenn er zu lange nörgelt): Mach den Mund auf. Setz ihm Grenzen, klares, verständliches Nein, wenn dir was nicht passt. Klare, deutliche Worte, wenn du erwartest, dass etwas gemacht wird. Tut er es nicht (z.B. "Babydienst", obwohl er dran wäre), lasse deutliche Konseqzenzen folgen und ziehe diese rigoros durch. Du hast in dieser Partnerschaft genauso viele RECHTE wie er. Fordere sie ein!

    /edit Jetzt ist das noch nicht relevant, aber dein Kind wird sich später von dir abschauen, wie man sich in Beziehungen mit anderen verhält. Möchtest du ihm "Duckmäusertum" und "Unterwürfigkeit" oder falsche Harmoniesucht vorleben?

    Danke.

  5. #15
    Rollmops22 ist offline Gesperrt
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    7

    Standard Re: Fühle mich von meinem Partner vernachlässigt, enttäuscht und verletzt...

    Ohje, das klingt ja echt nicht toll. Auch ich weiß gar nicht, was ich da neutral antworten soll.
    Anscheinend scheint ja alles reden nichts zu helfen. Auf irgendeine Weise musst du ihm deinen Schmerz doch klar machen können!

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