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  1. #1
    SchweigenistGold ist offline Stranger
    Registriert seit
    16.09.2015
    Beiträge
    1

    Unglücklich Innerlich getrennt (achtung lang)

    Liebe Forenleser und Schreiber,

    ich habe hier lange Zeit still mitgelesen und habe viele Überlegungen und Ratschläge aufgegriffen und auf meine Situation übertragen.

    Meine Situation ist nichts Besonderes, sie gleicht sehr vielen der gemachten Schilderungen bzw. ist eben meine persönliche Mischung aus Verschiedenem.

    Kurz zu mir. Ich bin mitte 30, verheiratet, habe 1 Kind knappe 2 Jahre alt und das 2. wird wohl im Februar zur Welt kommen. Ich habe einen Job als Sachbearbeiter bei einer namenhaften Versicherung, der mir geregelte Arbeitszeiten und überschaubare Überstunden gestattet. Ich habe ein mittleres Gehalt, man wird nicht reich davon aber es genügt um davon die Raten für mein neu errichtetes kleines Einfamilienhaus zu bezahlen, Kleidung und Essen für die Familie zu kaufen und auch für einen kleinen „Sparurlaub“ im Jahr.

    Meine Frau, die ich sehr schätze und die eine tolle Mutter ist, ist seit dem ersten Kind zuhause. Mit Elterngeld war das recht komfortabel und wir konnten noch dieses oder jenes für unser Häuschen kaufen. Mit Betreuungsgeld reicht es jetzt leider nicht mehr für viel aber auch das sind ja überschaubare Zeiträume bis meine Frau wieder zumindest Teilzeit arbeiten gehen kann.
    Natürlich schreibe ich nicht um hier mal mein Spießerleben auszubreiten sondern um ein bisschen die Rahmenbedingungen für mein Dilemma aufzuzeichnen.

    Ich bin von meinem Leben frustriert!

    Jeden Morgen stehe ich auf, meist so um 6:00 Uhr. Ich dusche schnell, dann räume ich im Haus so das auf was mein Sohnemann am Vortag so an Chaos im Haus hinterlassen hat, räume noch die Spülmaschine aus, bügle mir ein Hemd oder ziehe ein ausgelüftetes vom Vor- oder Vorvortag an und verlasse so um 7:30 das Haus damit ich um 8 auf der Arbeit bin.
    Mich erwarten 8,5 Std stinklangweiliger Arbeit mit langweiligen Kollegen in einem Büro das ich mir mit 5 Kolleginnen und Kollegen teilen muss und indem ich, zentral sitzend wie ich nun mal das Glück habe, mindestens 2 Radiosender gleichzeitig hören kann.
    Wenn ich dann so gegen 17:30 Uhr nachhause komme erwartet mich eine gestresste, schwangere Frau die mir unser Kind übergibt und erstmal für 1-2 Std Ruhe haben möchte.

    An dieser Stelle frage ich mich jedes Mal warum meine Frau so gestresst ist. Sie schläft min 1 Std eher 2 Std länger aus, unser Sohn mach ca. 2 Std. Mittagsschlaf und oft spielt er auch friedlich ganz für sich allein, so dass man immer wieder für 10 Min die Füße hochlegen kann. Der Haushalt kann meine Frau nicht sehr stressen. Alles was sie macht ist 1 x Waschmaschine pro Tag ein- und ausräumen (wobei ich Ihr das seit der Schwangerschaft oft auch abnehme). Manchmal saugt meine Frau auch für 5 Min aber meist übernehme ich saugen und Putzen.

    Naja, ich liebe mein Kind sehr und genieße die gemeinsame Zeit die wir verbringen sehr. Wir machen meist kleine Ausflüge auf umliegende Spielplätze, in Parks oder besuchen Freunde.
    Wenn wir dann so gegen 19:00 – 19:30 wieder zurückkommen verziehen wir uns meist erstmal in die Küche und machen Abendessen. Das ist mit Kind zwar ein bisschen anstrengend aber das Leben ist kein Ponyhof und ich habe oft auch Freude daran meinem Sohn das Kochen etwas näher zu bringen. Er rührt dann auch gern in den Töpfen und probiert alles.

    So gegen 20:30 gibt es dann Abendessen, was meist mit allem Drumherum ein gute halbe Stunde dauert. Danach gibt’s noch eine kleine Spieleinheit mit meinem Sohn dann bringe ich den kleinen nach nebenan, mache ihn bettfertig, putze ihm die Zähne usw. Meine Frau erwartet uns dann im Bett.
    Nachdem ich dann die Gutenacht Geschichte vorgelesen habe und habe noch ein Schlaflied gesungen bleibe ich meist noch liegen bis der Kleine eingeschlafen ist, dann stehe ich so gegen 21:30 nochmal auf.

    Ich ordne ein bisschen das Drumherum im Haus, kümmere mich um den Orgakram dann lese ich etwas oder sehe fern um dann viel zu spät ins Bett zu gehen und am nächsten Tag sehr müde zu sein.

    Die Wochenenden sind etwas anders.
    Hier stehe ich mit meinem Sohn morgens auf, mache ihn für den Tag zurecht, dann gehen wir gemeinsam in die Küche und machen das Frühstück für die Familie.
    Nach dem Frühstück stehen dann so Dinge an wie Saugen und Putzen. Den Sauger findet mein kleiner klasse was die Sache leider etwas verzögert. Zum Putzen habe ich oft keine Lust und denke mir halt, dass Saugen reichen muss.
    Der obligatorische Familieneinkauf wird dann von allen gemeinsam erledigt und endet meist knapp vor dem Mittagessen, welches dann schnell mit Fertigpizza o.Ä. abgehandelt wird und dem Vorsatz abends ordentlich zu essen. Es folgt Mittagsschlaf (Frau und Kind gehen gemeinsam schlafen). In der Zwischenzeit gehe ich dann los und kaufe noch Getränke und ergänze unsere Einkäufe ggf., verstaue alles was bisher noch keinen Platz gefunden hatte und springe dann noch schnell unter die Dusche.
    Jetzt habe ich, wenn ich schnell war, noch etwas Zeit für mich. Ggf. habe ich auch mehr Zeit für mich wenn ich etwas nicht erledige, was leider immer öfter vorkommt.

    Es folgt ein gemeinsamer Familiennachmittag, der meist so aussieht das einer von uns liest oder auf FB oder so unterwegs ist, bis wir entweder gemeinsam nochmal rausgehen (wird immer seltener) oder ich mir den Kleinen nochmal allein für 2-3 Std. schnappe und wir was unternehmen. Es folgt das Abendessenprocedere wie Wochentags.
    Der Sonntag ist dann meist noch langweiliger weil der gemeinsame Einkauf ersatzlos wegfällt. Naja, dann gibt’s wenigstens ein ordentliches Mittagessen. Weiterer Ablauf siehe Samstag.

    Bei dieser zugegebenermaßen langen Erzählung ist euch vielleicht etwas aufgefallen.
    Genau, es gibt dort nicht eine einzige Minute in der meine Frau und ich uns einmal nur zu zweit in Ruhe über irgendetwas unterhalten könnten.

    Ich bin mit meiner Situation sehr unzufrieden, werde aber sogar bei dem Versuch die Themen mit meiner Frau anzusprechen immer wieder abgewiegelt z.B. mit „lass uns das mal in Ruhe besprechen“ .. ja wann denn?

    Intimität geht gegen Null! Wenn ich das anspreche heißt es „bedräng mich nicht“ wenn ich es nicht anspreche passiert nichts. Ich habe meine Frau seit Monaten nichtmehr angefasst, von weiteren Dingen will ich nicht mal reden.
    Wenn es wieder so läuft wie bei Nr. 1 dann bekomme ich erst wieder Intimität wenn Nr. 3 in Produktion gehen soll. Da wir nur 2 Kinder geplant haben und meine Frau nie mehr als 2 wollte, ist meine Schlussfolgerung daher etwas ernüchternd.

    Ich habe es mit Gesprächen versucht.
    Ich habe es mit Verständnis versucht.
    Ich habe es mit purer Nettigkeit und Aufmerksamkeit versucht.
    Ich habe versucht sie weiter zu entlasten.
    Ich habe versucht mit ihr zu streiten.

    Geändert hat sich leider nichts, ggf. wurde auch mal eine originelle Ausrede eingestreut aber das war es dann auch schon.

    Innerlich habe ich mich jetzt wohl von meiner Frau getrennt und bin deshalb totunglücklich!

    Ich habe erwogen meiner Frau ein Ultimatum zu stellen um sich mal wieder in den Griff zu bekommen. Aber mit welchem Ziel? Will ich meine Frau mit „Gewalt“ dazu zwingen mich wieder zu lieben? Klingt für mich absurd!

    Ich habe erwogen meiner Frau klar zu sagen, dass ich so nicht weitermachen kann und mich daher nach einer Freundin umsehen werde. Haushalt und Kinderbetreuung kann alles bleiben wie es ist nur diese Änderung werde ich vornehmen.

    Nach meiner Überzeugung führt beides unweigerlich zur Scheidung! Die Folgen, auch für Kinder- und Sorgerecht oder auch nur der Erhalt eines geordneten Hauses sind für mich nicht absehbar, daher möchte ich eine Scheidung vermeiden.

    Meine Alternativen sind begrenzt
    Eine heimliche Affäre – Risiko für die Familie aber sicher kurzfristig gut für mich
    Weiter wie bisher – gut für die Familie? Aber wahrscheinlich blöd für mich.

    Ich hoffe immer noch das meine Frau wieder „normal“ wird und werde daher wohl versuchen treu zu sein aber zwischenzeitlich könnte ich nicht mehr dafür garantieren, dass ich eine gute Gelegenheit auslassen würde.

    Auf jeden Fall würde ich den Mund halten. Wenn meine Frau nicht die Zeit findet mit mir zu reden dann braucht sie eben gewisse Dinge auch nicht mehr über mich wissen.

    Reden ist Silber

    Schweigen ist Gold

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Innerlich getrennt (achtung lang)

    na du bist ja süß

    Zitat Zitat von SchweigenistGold Beitrag anzeigen
    Liebe Forenleser und Schreiber,

    ich habe hier lange Zeit still mitgelesen und habe viele Überlegungen und Ratschläge aufgegriffen und auf meine Situation übertragen.

    Meine Situation ist nichts Besonderes, sie gleicht sehr vielen der gemachten Schilderungen bzw. ist eben meine persönliche Mischung aus Verschiedenem.

    Kurz zu mir. Ich bin mitte 30, verheiratet, habe 1 Kind knappe 2 Jahre alt und das 2. wird wohl im Februar zur Welt kommen. Ich habe einen Job als Sachbearbeiter bei einer namenhaften Versicherung, der mir geregelte Arbeitszeiten und überschaubare Überstunden gestattet. Ich habe ein mittleres Gehalt, man wird nicht reich davon aber es genügt um davon die Raten für mein neu errichtetes kleines Einfamilienhaus zu bezahlen, Kleidung und Essen für die Familie zu kaufen und auch für einen kleinen „Sparurlaub“ im Jahr.

    Meine Frau, die ich sehr schätze und die eine tolle Mutter ist, ist seit dem ersten Kind zuhause. Mit Elterngeld war das recht komfortabel und wir konnten noch dieses oder jenes für unser Häuschen kaufen. Mit Betreuungsgeld reicht es jetzt leider nicht mehr für viel aber auch das sind ja überschaubare Zeiträume bis meine Frau wieder zumindest Teilzeit arbeiten gehen kann.
    Natürlich schreibe ich nicht um hier mal mein Spießerleben auszubreiten sondern um ein bisschen die Rahmenbedingungen für mein Dilemma aufzuzeichnen.

    Ich bin von meinem Leben frustriert!

    Jeden Morgen stehe ich auf, meist so um 6:00 Uhr. Ich dusche schnell, dann räume ich im Haus so das auf was mein Sohnemann am Vortag so an Chaos im Haus hinterlassen hat, räume noch die Spülmaschine aus, bügle mir ein Hemd oder ziehe ein ausgelüftetes vom Vor- oder Vorvortag an und verlasse so um 7:30 das Haus damit ich um 8 auf der Arbeit bin.
    Mich erwarten 8,5 Std stinklangweiliger Arbeit mit langweiligen Kollegen in einem Büro das ich mir mit 5 Kolleginnen und Kollegen teilen muss und indem ich, zentral sitzend wie ich nun mal das Glück habe, mindestens 2 Radiosender gleichzeitig hören kann.
    Wenn ich dann so gegen 17:30 Uhr nachhause komme erwartet mich eine gestresste, schwangere Frau die mir unser Kind übergibt und erstmal für 1-2 Std Ruhe haben möchte.

    An dieser Stelle frage ich mich jedes Mal warum meine Frau so gestresst ist. Sie schläft min 1 Std eher 2 Std länger aus, unser Sohn mach ca. 2 Std. Mittagsschlaf und oft spielt er auch friedlich ganz für sich allein, so dass man immer wieder für 10 Min die Füße hochlegen kann. Der Haushalt kann meine Frau nicht sehr stressen. Alles was sie macht ist 1 x Waschmaschine pro Tag ein- und ausräumen (wobei ich Ihr das seit der Schwangerschaft oft auch abnehme). Manchmal saugt meine Frau auch für 5 Min aber meist übernehme ich saugen und Putzen.

    Naja, ich liebe mein Kind sehr und genieße die gemeinsame Zeit die wir verbringen sehr. Wir machen meist kleine Ausflüge auf umliegende Spielplätze, in Parks oder besuchen Freunde.
    Wenn wir dann so gegen 19:00 – 19:30 wieder zurückkommen verziehen wir uns meist erstmal in die Küche und machen Abendessen. Das ist mit Kind zwar ein bisschen anstrengend aber das Leben ist kein Ponyhof und ich habe oft auch Freude daran meinem Sohn das Kochen etwas näher zu bringen. Er rührt dann auch gern in den Töpfen und probiert alles.

    So gegen 20:30 gibt es dann Abendessen, was meist mit allem Drumherum ein gute halbe Stunde dauert. Danach gibt’s noch eine kleine Spieleinheit mit meinem Sohn dann bringe ich den kleinen nach nebenan, mache ihn bettfertig, putze ihm die Zähne usw. Meine Frau erwartet uns dann im Bett.
    Nachdem ich dann die Gutenacht Geschichte vorgelesen habe und habe noch ein Schlaflied gesungen bleibe ich meist noch liegen bis der Kleine eingeschlafen ist, dann stehe ich so gegen 21:30 nochmal auf.

    Ich ordne ein bisschen das Drumherum im Haus, kümmere mich um den Orgakram dann lese ich etwas oder sehe fern um dann viel zu spät ins Bett zu gehen und am nächsten Tag sehr müde zu sein.

    Die Wochenenden sind etwas anders.
    Hier stehe ich mit meinem Sohn morgens auf, mache ihn für den Tag zurecht, dann gehen wir gemeinsam in die Küche und machen das Frühstück für die Familie.
    Nach dem Frühstück stehen dann so Dinge an wie Saugen und Putzen. Den Sauger findet mein kleiner klasse was die Sache leider etwas verzögert. Zum Putzen habe ich oft keine Lust und denke mir halt, dass Saugen reichen muss.
    Der obligatorische Familieneinkauf wird dann von allen gemeinsam erledigt und endet meist knapp vor dem Mittagessen, welches dann schnell mit Fertigpizza o.Ä. abgehandelt wird und dem Vorsatz abends ordentlich zu essen. Es folgt Mittagsschlaf (Frau und Kind gehen gemeinsam schlafen). In der Zwischenzeit gehe ich dann los und kaufe noch Getränke und ergänze unsere Einkäufe ggf., verstaue alles was bisher noch keinen Platz gefunden hatte und springe dann noch schnell unter die Dusche.
    Jetzt habe ich, wenn ich schnell war, noch etwas Zeit für mich. Ggf. habe ich auch mehr Zeit für mich wenn ich etwas nicht erledige, was leider immer öfter vorkommt.

    Es folgt ein gemeinsamer Familiennachmittag, der meist so aussieht das einer von uns liest oder auf FB oder so unterwegs ist, bis wir entweder gemeinsam nochmal rausgehen (wird immer seltener) oder ich mir den Kleinen nochmal allein für 2-3 Std. schnappe und wir was unternehmen. Es folgt das Abendessenprocedere wie Wochentags.
    Der Sonntag ist dann meist noch langweiliger weil der gemeinsame Einkauf ersatzlos wegfällt. Naja, dann gibt’s wenigstens ein ordentliches Mittagessen. Weiterer Ablauf siehe Samstag.

    Bei dieser zugegebenermaßen langen Erzählung ist euch vielleicht etwas aufgefallen.
    Genau, es gibt dort nicht eine einzige Minute in der meine Frau und ich uns einmal nur zu zweit in Ruhe über irgendetwas unterhalten könnten.

    Ich bin mit meiner Situation sehr unzufrieden, werde aber sogar bei dem Versuch die Themen mit meiner Frau anzusprechen immer wieder abgewiegelt z.B. mit „lass uns das mal in Ruhe besprechen“ .. ja wann denn?

    Intimität geht gegen Null! Wenn ich das anspreche heißt es „bedräng mich nicht“ wenn ich es nicht anspreche passiert nichts. Ich habe meine Frau seit Monaten nichtmehr angefasst, von weiteren Dingen will ich nicht mal reden.
    Wenn es wieder so läuft wie bei Nr. 1 dann bekomme ich erst wieder Intimität wenn Nr. 3 in Produktion gehen soll. Da wir nur 2 Kinder geplant haben und meine Frau nie mehr als 2 wollte, ist meine Schlussfolgerung daher etwas ernüchternd.

    Ich habe es mit Gesprächen versucht.
    Ich habe es mit Verständnis versucht.
    Ich habe es mit purer Nettigkeit und Aufmerksamkeit versucht.
    Ich habe versucht sie weiter zu entlasten.
    Ich habe versucht mit ihr zu streiten.

    Geändert hat sich leider nichts, ggf. wurde auch mal eine originelle Ausrede eingestreut aber das war es dann auch schon.

    Innerlich habe ich mich jetzt wohl von meiner Frau getrennt und bin deshalb totunglücklich!

    Ich habe erwogen meiner Frau ein Ultimatum zu stellen um sich mal wieder in den Griff zu bekommen. Aber mit welchem Ziel? Will ich meine Frau mit „Gewalt“ dazu zwingen mich wieder zu lieben? Klingt für mich absurd!

    Ich habe erwogen meiner Frau klar zu sagen, dass ich so nicht weitermachen kann und mich daher nach einer Freundin umsehen werde. Haushalt und Kinderbetreuung kann alles bleiben wie es ist nur diese Änderung werde ich vornehmen.

    Nach meiner Überzeugung führt beides unweigerlich zur Scheidung! Die Folgen, auch für Kinder- und Sorgerecht oder auch nur der Erhalt eines geordneten Hauses sind für mich nicht absehbar, daher möchte ich eine Scheidung vermeiden.

    Meine Alternativen sind begrenzt
    Eine heimliche Affäre – Risiko für die Familie aber sicher kurzfristig gut für mich
    Weiter wie bisher – gut für die Familie? Aber wahrscheinlich blöd für mich.

    Ich hoffe immer noch das meine Frau wieder „normal“ wird und werde daher wohl versuchen treu zu sein aber zwischenzeitlich könnte ich nicht mehr dafür garantieren, dass ich eine gute Gelegenheit auslassen würde.

    Auf jeden Fall würde ich den Mund halten. Wenn meine Frau nicht die Zeit findet mit mir zu reden dann braucht sie eben gewisse Dinge auch nicht mehr über mich wissen.

    Reden ist Silber

    Schweigen ist Gold

  3. #3
    Fairie ist offline Carpal Tunnel
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    01.11.2012
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    3.899

    Standard Re: Innerlich getrennt (achtung lang)

    Tja. Du hast deine Situation so ausführlich und gut verständlich geschildert, dass ich finde, du hast es auch verdient, ein paar Antworten zu bekommen. Seriöse, wohlgemerkt. Aber leicht ist es nicht. Du hast ja selbst schon überlegt, und die Lage ist nicht einfach. Zu einer Affäre würde ich dir da aber nicht raten. Wenn deine Frau das rausbekommt, dann kann sie das vorschieben, und dann hast du diese Situation die nächsten Jahrzehnte. So fühlt sie sicher eher, dass sie etwas ändern sollte.

    Irgendwie müsste sie mit jemandem reden, um herauszufinden, wo sie eigentlich steht. Es ist gar nicht sicher, dass sie dich nicht liebt. Manche Frauen gehen da so drin auf, Mutter zu sein. Aber ich glaube nicht, dass es nur das ist. Für viele scheint es irgendwie eine Art Flucht zu sein. Dann brauchen sie sich mit anderen Sachen nicht auseinanderzusetzen. Z.B. damit eine Beziehung zu pflegen und weiterzuentwickeln, aber auch damit seine eigene Rolle zu finden. Für viele Frauen ist es irgendwie eine Sackgasse, Hausfrau und Mutter zu sein. Vielen reicht es nicht, manche wollen aber eigentlich auch nicht in den Beruf zurück, weil der ihnen nicht gefällt. Eigentlich würden sie gern etwas besseres machen, aber dann bleiben sie zu Hause und stecken den Kopf in den Sand wie der Vogel Strauss. Natürlich kann man auch eine richtige Depression entwickeln. So weit ist es bei deiner Frau aber noch nicht, oder?

    Du schreibst so viel über euren Alltag, aber du schreibst nicht, was deine Frau denn dazu sagt, wenn du ansprichst, dass du mit der Situation unzufrieden bist. Okay, sie fühlt sich bedrängt. Das ist leicht nachzuvollziehen. Und da meine ich jetzt nicht, dass du etwas falsch machst, sondern dass sie sich halt so fühlt. Man fühlt sich leicht bedrängt, wenn man etwas nicht will und der Andere drängt. Das ist einfach so. Aber wie hat sie sich die Zukunft vorgestellt? Ist sie zufrieden mit eurem Leben so? Braucht sie keinen Sex (dann hast du schlechte Karten)? Oder ist sie nur gestresst, weil sie sich nicht richtig wohlfühlt in ihrer neuen Rolle als Mutter und Hausfrau (dann kann man leichter was ändern)?

  4. #4
    Herzloewe ist offline Nonkonform
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    Standard Re: Innerlich getrennt (achtung lang)

    Zitat Zitat von Fairie Beitrag anzeigen
    Tja. Du hast deine Situation so ausführlich und gut verständlich geschildert, dass ich finde, du hast es auch verdient, ein paar Antworten zu bekommen. Seriöse, wohlgemerkt. Aber leicht ist es nicht. Du hast ja selbst schon überlegt, und die Lage ist nicht einfach. Zu einer Affäre würde ich dir da aber nicht raten. Wenn deine Frau das rausbekommt, dann kann sie das vorschieben, und dann hast du diese Situation die nächsten Jahrzehnte. So fühlt sie sicher eher, dass sie etwas ändern sollte.

    Irgendwie müsste sie mit jemandem reden, um herauszufinden, wo sie eigentlich steht. Es ist gar nicht sicher, dass sie dich nicht liebt. Manche Frauen gehen da so drin auf, Mutter zu sein. Aber ich glaube nicht, dass es nur das ist. Für viele scheint es irgendwie eine Art Flucht zu sein. Dann brauchen sie sich mit anderen Sachen nicht auseinanderzusetzen. Z.B. damit eine Beziehung zu pflegen und weiterzuentwickeln, aber auch damit seine eigene Rolle zu finden. Für viele Frauen ist es irgendwie eine Sackgasse, Hausfrau und Mutter zu sein. Vielen reicht es nicht, manche wollen aber eigentlich auch nicht in den Beruf zurück, weil der ihnen nicht gefällt. Eigentlich würden sie gern etwas besseres machen, aber dann bleiben sie zu Hause und stecken den Kopf in den Sand wie der Vogel Strauss. Natürlich kann man auch eine richtige Depression entwickeln. So weit ist es bei deiner Frau aber noch nicht, oder?

    Du schreibst so viel über euren Alltag, aber du schreibst nicht, was deine Frau denn dazu sagt, wenn du ansprichst, dass du mit der Situation unzufrieden bist. Okay, sie fühlt sich bedrängt. Das ist leicht nachzuvollziehen. Und da meine ich jetzt nicht, dass du etwas falsch machst, sondern dass sie sich halt so fühlt. Man fühlt sich leicht bedrängt, wenn man etwas nicht will und der Andere drängt. Das ist einfach so. Aber wie hat sie sich die Zukunft vorgestellt? Ist sie zufrieden mit eurem Leben so? Braucht sie keinen Sex (dann hast du schlechte Karten)? Oder ist sie nur gestresst, weil sie sich nicht richtig wohlfühlt in ihrer neuen Rolle als Mutter und Hausfrau (dann kann man leichter was ändern)?
    Da schließe ich mich an und versuche noch etwas zu ergänzen. Es ist wirklich toll, wie du dich um deine Familie kümmerst, aber ich höre raus, das immer das Kind im Mittelpunkt steht. Du mußt versuchen, daß deine Frau mal der Mittelpunkt ist, und daß du für Sie kochst und dir Zeit für Sie nimmst. Euer Kind wird es schon mal verkraften, wenn es alleine spielen mußt, weil du dich mit deiner Frau unterhalten möchtest, ansonsten versuch mal eine Kinderfrau für ein paar Stunden zu organissieren, oder frag Freunde, ob sie nicht mal aufpassen können. Selbst bei einem so gut geregelten Tagesablauf ist es ermüdend und jede Frau ist in der Schwangerschaft anders.
    Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten...

  5. #5
    Avatar von MrsBelmonte
    MrsBelmonte ist offline Kettenhuhn
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    07.01.2009
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    7.930

    Standard Re: Innerlich getrennt (achtung lang)

    Hmm schwierige Situation .
    Als erstes : Schlag dir die Affäre aus dem Kopf . Die Schlussfolgerung " wenn sie nicht mit mir redet , erfährt sie auch nix " ist Kindergarten .

    Was sagt deine Frau , ist sie zufrieden mit ihrem Leben ?
    Mag sie es daheim zu sein und sich mit Kind und (bisschen ) Haushalt zu befassen ?
    Wäre eine Haushaltshilfe eine Möglichkeit ?
    Kind in Betreuung geben ?

  6. #6
    selfi ist offline Poweruser
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    6.029

    Standard Re: Innerlich getrennt (achtung lang)

    Als ich deinen Post gelesen habe, mußte ich zuerst einmal auf das Datum schauen, ob es evtl ein älteres Post ist. Dann habe ich es meinem Mann zum lesen geben und ihn beobachtet dabei...immer wieder hat er genickt oder den Kopf geschüttelt, mein Kommentar dazu war: "Schatz, das hättest du auch sein können". Also was schlussfolgern wir daraus, du bist nicht allein. Mein Mann hatte das gleiche Schicksal mit seiner Ex Frau. Sie war auch zu Hause zuerst, mit dem ersten Kind, welches sofort abgeben wurde, sobald er nach Hause kam, dann folgte Kind 2 und dann noch Kind 3 alles innerhalb von fünf Jahren. Sie war nie arbeiten, hatte das Kindergeld und Elterngeld zu ihrer vollen Verfügung, Schwiegereltern und ihre Eltern lebten in der Nachbarschaft und die Kinder waren ständing dort, weil sie übermüdet und überfordert war.
    Dann kam die Wende sie schlug vor eine offene Ehe zu führen, weil ihr etwas fehlte, wollte dieses Abenteuer nicht mit ihren damaligen Mann erleben sondern mit anderen Männern um sich Bestätigung zu holen und sich mal wieder als Frau zu fühlen....mein Mann machte mit und lernte mich dabei kennen. Ich kann mich noch sehr genau an unser erstes Gespräch erinnern, er sagte mir ohne Umschweife das er verheiratet sei und drei kleine Kinder hat, seine Frau liebt und er sie niemals verlassen würde...nach unseren dritten Treffen fuhr er nach Hause hat sich von ihr getrennt, drei Wochen später sind wir zusammen gezogen.
    So diese Geschichte von uns beiden soll dir zeigen, das es zu jeden Handeln immer eine Konsequenz gibt. Für Jeden der beteiligt ist. Gern kannst du dir eine Affäre suchen und Spaß haben aber du solltest dir im Klaren sein, das es dann auch zu einer Trennung führen kann. Weil du dich vllt. verliebst oder deine Frau dahinter kommt usw.
    Allerdings habe ich noch ein paar Fragen: Wenn deine Frau schon mit dem ersten Kind überfordert ist, warum dann Kind 2. Für mich klingen solche Fälle oft nach: Uch, die drei Jahre Mutterschutz sind ja bald rum, es muss das nächste Kind her, damit ich nicht arbeiten gehen muss...also das , was du über deine Frau schreibst, scheint sie nicht die geborene Hausfrau und Mutter zu sein.
    Du hast ja auch geschrieben, das du schon versucht hast, mit ihr zu redden. Aber warum läst du dich so abwimmeln? Womöglich hast du Angst vor der Auseinandersetzung mit Ihr oder magst du ihre Wahrheit gar nicht hören, weil ihr BEIDE!!! dann handeln müßt. Und JA, es liegt an euch beide. Nicht nur sie ist schuld auch DU, weil du es viel zu lange schon durchgezogen hast ohne mal mit der Hand auf den Tisch zu schlagen.
    Ich wünsche EUCH beiden alles Liebe und Gute und das es Euch gelingt den Bogen zu bekommen.

  7. #7
    lieselmama ist offline Stranger
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    14

    Standard Re: Innerlich getrennt (achtung lang)

    das Gefühl, das du beschreibst kommt mir ganz bekannt vor: Alltag frisst Beziehung... Es ist zwar nach außen alles in Ordnung, Haus, Kinder bürgerlicher Wohlstand ... aber die Beziehung und vor allem die Zweisamkeit- inkusive Sexualleben- sind auf der Strecke geblieben.

    Dazu muss ich sagen, dass ich schon Mitte 40 bin und ca. 20 Jahre mit meinem Partner zusammen bin. Seit wir Kinder haben (seit ca 10 Jahre) hat sich aber alles geändert, seit der Schwangerschaft gibts immer weniger Sex (ich weiß gar nicht mehr ob wir dieses Jahr "es" überhaupt schon mal getan haben??? und wir leben zunehmend entfremdeter nebeneinander her.

    Aber bei uns ist es so, dass mein Mann mich seit der 1. Schwangerschaft anscheinend gar nicht mehr attraktiv findet. Was soll ich sagen--- erst war ich traurig und verletzt, irgendwann wütend ... infolgedessen habe ich auch die Konsequenz gezogen und bin aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ausgezogen. Mittlerweile hege ich einen tiefsitzenden Groll gegenüber meinem Mann. Ich fühle mich wie zu einem Kastratenleben verdammt!!! Wie du schreibst, hast du ja viel probiert - geholfen hat dir nichts, mir übrigens auch nicht, daher kann ich dir auch keine Lösung vorschlagen. Was mich auch sehr ärgert ist, dass anscheinend unsere Paarbeziehung sowieso nur an letzter Stelle kommt. Erst seinJob, dann die Kinder, danach die verwitwete Mutter, dann ein Förderverein usw... Das letzte Mal dass wir zusammen was als Paar unternommen haben war vorletztes Jahr.

    Mal ganz ehrlich, ich glaube auch nicht dass irgendein gesunder Mann/ gilt aber genauso für Frau ab 35 auf Dauer gar keine Lust mehr hat. Ich vermute vielmehr, dass mein Partner seine Sexualität anderswo auslebt. Bisher habe ich auch wegen der Kinder immer noch versucht mich nicht zu trennen oder wie du selbst schon überlegt hast eine Affäre zu suchen. Aber wenn ich mir aber überlege noch weiter 20 Jahre in so einer distanzierten lieblosen Beziehung zu leben, dreht sich mir echt den Magen um.

    Ich weiss dass ich dir mit dieser Antwort keine Lösungen geben kann, aber manchmal hilft es ja auch vielleicht, dass es anderen ähnlich geht.

  8. #8
    lelebebel ist offline Stranger
    Registriert seit
    08.10.2015
    Beiträge
    2

    Standard Re: Innerlich getrennt (achtung lang)

    die Befürchtung die Du hast habe und lebe ich seit 18 Jahren. Meine Frau und ich hatten bei der Zeugung unseres zweiten Kindes das letzte Mal sex. Dann war abrupt Schluss. Kein Versuch hat was gefruchtet. Ich wäre auch gerne als Hausmann Zuhausegebliebene, dies wurde aber mit der Begründung abgelehnt, dass Sie keinen Bock mehr auf einen blöden Chef hat.
    Ich kann mich über mangelndes Sex Interesse, die Qualität und die Häufigkeit vorher gar nicht beschweren, im Nachhinein (viele Jahre später) habe ich allerdings festgestellt, dass die Initiative meist von mir ausgegangen ist. Ist mir damals allerding nie aufgefallen. Es war einfach gut (auch für meine Frau, nach Ihrer Aussage). Vielleicht hatte sie damals schon ehr keine ausgeprägte Libido.
    Ich kann Deine Aufzählung noch ergänzen. Meine Frau hat jeden Freiraum gehabt den Sie wollte. Sie hat jederzeit nachmittags oder abends was unternehmen können, auch gemeinsam haben wir weiterhin was unternommen.
    Vom Dinner zu zweit über den Urlaub allein bis zur Wellnesswoche für Zwei war alles dabei. Hauptsache Sie konnte ihren "Stress" abbauen. Ich hab da wirklich alle Register gezogen die mir und anderen eingefallen sind (auch meiner Frau).
    Die Sex Lust kam nicht wieder!!!
    Bis heute nicht. Sie weiß selber nicht woran es liegt. Auch sie war damals "berührungsempfindlich", kleine "Nettigkeiten wie zärtliche Berührungen oder einen Kuss in den Nacken im Vorbeigehen waren ehr lästig.
    Ich habe mich dann nach unzähligen "Körben" immer mehr zurückgezogen und mich in meinem Sex Losen Dasein eingerichtet.
    Eine Trennung, eine Affäre oder Bordell wollte ich nicht (keine Körperliche und Geistige Zuneigung und auf die kommt es mir auch an).
    Denn meine Kinder sind für mich das Beste was mir in meinem Leben passiert ist und ich möchte keine Zeit mit Ihnen Vermissen. Das viele Zusammensein mit ihnen hat mir viel Halt und Körperliche Nähe gegeben. Ich habe einige Väter in meiner Umgebung erlebt, die an ihrer Kariere gearbeitet haben und als sie dann einen auf „Kind“ machen wollten, waren die schon 12 oder älter. Da braucht keiner mehr anfangen. Ausgerechnet bei anfangender Pubertät und Abnabelung. Die Changs kommt nicht wieder. Leider.
    Ich möchte noch betonen, dass meine Frau eine Super Mutter ist und einen tollen Job macht. Sie kümmert sich, ist immer ansprechbar nimmt sich Zeit (für die Kids) usw. Ich wüsste nicht was sie da besser machen könnte. Wir waren und sind ein tolles Team in allen Lebenslagen.
    Bevor mich jetzt ein Heiligenschein erschlägt, wir haben und machen sicherlich auch Fehler. Eltern lernt man nun mal nicht in der Schule. Wir lachen viel, reden viel (auch mit den Kindern). Kurzum wir haben uns so eingerichtet. Aber eben ohne Körperliche Liebe.
    Jetzt da die Kinder "flügge" sind und die Zeit für die Zweisamkeit zunimmt, tritt das Sexproblem mehr und mehr in den Vordergrund.
    Jetzt stellt sich die Frage gehen oder bleiben für mich erneut und die Antwort ist ungewiss.
    Ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass die Ursachen mit der Psyche zusammenhängen die wiederum von der Erziehung, dem Gesellschaftsbild usw. mitgeprägt wird. Ich bin mir auch nicht sicher ob ich nicht in den Hintergedanken als drittes Kind eingestuft worden bin.
    Oft kamen in Gesprächen Äußerungen wie "ich habe ja drei Kinder". O.K. ich bin halt auch mit inzwischen 53 Jahren noch ein Kindskopf. Aber ich will das Leben auch nicht ohne Spaß Leben (keine Angst ich kann auch ernsthaft (Geschäftswelt, Hausbau, Schule und so).
    Inzwischen habe ich auch gelesen, dass die Ursache eine Depression sein kann, die sich aber auf anderen Bereichen nicht bemerkbar macht.
    Eines schließe ich jedoch aus. Berechnung! Hört man ja auch ab und zu. Möchte ich aber für uns ausschließen.
    Wir harmonieren schon immer sehr gut miteinander und haben uns immer noch gern, aber Liebe würde ich es nicht mehr nennen.
    Ich möchte solche Situatuationen auch nicht als WG oder leben wie Bruder und Schwester sehen. Das trifft es nicht. In einer WG würde ich jederzeit Weiblichen Besuch begrüßen und meine Schwester hatte noch nie was gegen eine Freundin von mir einzuwenden.
    Einen Rat kann ich Dir nur insofern geben, als dass sich deine Frau, mit oder ohne Dich, in eine Therapie begibt.
    Eine andere Lösung sehe ich nicht. Alleine wird sich die Problematik nicht in Luft auflösen.
    Ich wünsche Euch dennoch eine gute Lösung und viel Erfolg dabei.

    PS. Ich habe mir übrigens einen spannenden und erfüllenden Job gesucht. Bringt zwar nicht so viel Geld, aber macht zufrieden und mit einem tollen Umfeld kann man einiges kompensieren.
    Schöne Grüße und sorry für den langen Text.

  9. #9
    MarianneRIe ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Innerlich getrennt (achtung lang)

    Zitat Zitat von selfi Beitrag anzeigen
    Du hast ja auch geschrieben, das du schon versucht hast, mit ihr zu redden. Aber warum läst du dich so abwimmeln? Womöglich hast du Angst vor der Auseinandersetzung mit Ihr oder magst du ihre Wahrheit gar nicht hören, weil ihr BEIDE!!! dann handeln müßt. Und JA, es liegt an euch beide. Nicht nur sie ist schuld auch DU, weil du es viel zu lange schon durchgezogen hast ohne mal mit der Hand auf den Tisch zu schlagen.
    Ich wünsche EUCH beiden alles Liebe und Gute und das es Euch gelingt den Bogen zu bekommen.
    Ich denke, dem kann ich nur zustimmen. Ich kann deinen Frust verstehen, aber wenn du auf der einen Seite sitzt und dir Gedanken machst und deine Frau auf der anderen und keiner weiß, was der andere denkt und warum er wie handelt, dann bringt euch das beiden nichts. Rede mit ihr, lass dich nicht abwimmeln, keine Ausreden mehr, wenn du sowieso schon von Affären und Trennung redest, dann hast du doch auch nichts mehr zu verlieren und kannst frei und frank sprechen!

  10. #10
    ladyloo ist offline Stranger
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    Beiträge
    15

    Standard Re: Innerlich getrennt (achtung lang)

    Hallo

    Wow, ich kann dazu nur eins sagen: Wenn mein Mann so wäre wie Du es bei Euch beschreibst, hätten wir heute weitaus weniger Probleme und ich würde nicht über Trennung nachdenken. Ich finde, dass Deine Frau einen 6er im Lotto hat, und dass Du Dir am Wenigsten Vorwürfe zu machen brauchst. Dir alles Gute

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