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  1. #1
    Pappl ist offline Stranger

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    Standard Reagiere ich über oder ist meine Frau zu stur?

    Hallo zusammen,

    ich stelle mich jetzt einfach mal unter dem Pseudonym "Pappl" vor. Ich bin Anfang 30, männlich und lebe seit gut 4 Jahren in einer sogenannten Patchwork Familie.
    Um es vorweg zu nehmen, ich bin eigentlich kein grosser Fan davon, private Probleme in Foren zu besprechen, allerdings bin ich diesmal wirklich auf Meinungen und Ratschläge neutraler Personen angewiesen.

    Ich habe meine Frau vor 4 1/2 Jahren kennengelernt und es relativ schnell klar, dass man sich sehr gut versteht und gut zueinander passt, die Chemie stimmte. Wir hatten beide unsere Vorleben und beide auch Niederlagen hinter uns, die aber auch verschiedener Natur waren.
    Sie hat mir auch gleich am ersten Abend von ihrem damals 11 jährigen Sohn erzählt und das er zu seinem Vater einen sehr guten und liebevollen Kontakt pflegt. Auch sie habe regelmässigen Kontakt zu ihm, da man dem Kind auch zeigen wollte, dass man als Eltern gut funktioniert.
    Bevor ich diese Frau kennenlernte, war das Thema "Frau mit Kind" für mich tabu, ich glaube so denken viele Männer. Seltsamer Weise, bzw. zum Glück waren diese Gedanken bei dieser Frau nicht in meinem Kopf.
    Trotz allem habe ich jedoch mit dem Thema Beziehung etwas gezögert, nicht weil ich mir unschlüssig war ob sie die richtige sei oder ich auf eine Bettbeziehung spekuliert habe, nein, ich wollte mir nur wirklich sicher sein, denn hätte es aus irgenwelchen Gründen nicht geklappt, hätte es evtl. den Anschein gehabt, es sei wegen des Kindes und das wollte ich vermeiden, vorallem dem Kind gegenüber.

    Wir haben uns dazu entschlossen es zu tun und was soll ich sagen, es lief besser als ich es mir je hätte denken können. Ihr Sohn hat mich super aufgenommen und auch respektiert und das ist bis heute so, wofür ich ihm nach wie vor sehr dankbar bin. Auch umgekehrt wurden beide von meiner Familie und Freunden unvoreingenommen begrüsst.
    Wir hatten dann nach einer gewissen Zeit beide den Wunsch zu einem gemeinsamen Kind, das wurde natürlich mit dem "grossen" auch besprochen und es gab auch nie eine negative Meinung bzw. Eifersucht dazu.
    Heute haben wir einen 3 jährigen Sohn, auf den wir alle sehr stolz sind, der uns aber auch viel abverlangt, gerade Nerven. Aber wer kennt das nicht....
    Soweit zu unserem Zuhause, nun gibt es da aber noch den Papa vom grossen, der ein wirklich sehr guter Papa und auch ansich ein lieber Kerl ist aber er ist halt in meinen Augen leider auch der Ex meiner Frau und mir wurde vieles von ihm erzählt, nicht nur positives.
    Die beiden haben sich vor ca. 10 Jahren getrennt, die Gründe dafür wissen jedoch nur die beiden also weis ich es auch nicht. Meine Frau hatte dann ca. 2 Jahre darauf die Chance auf eine ernste Beziehung, der Mann war laut ihrer Aussage auch ein sehr netter Kerl und ist auch sehr gut mit ihrem Sohn klar gekommen. Doch der Sohn wurde vom Vater dann "aufgestachelt" in Form von "wenn die Mama jetzt einen neuen Freund hat, werden wir uns wahrscheinlich nicht mehr so oft sehen"....
    Der Sohn war damals glaube ich 8 und mit der Aussage natürlich verängstigt, es ging ja schliesslich um seinen Papa und somit war das ganze dann auch zum scheitern verurteilt. Meine Frau war damals natürlich sehr verärgert und hat das gute Verhältnis zum KV erstmal abkühlen lassen, was ja auch verständlich ist. Das hat aber nichts am Vater-Sohn Verhältnis geändert, denn sowas würde meine Frau nie tun.
    Als wir zusammen kamen, war ihr Verhältnis zueinander "normal", er durfte jedoch nicht in die Wohnung. Das Kind wurde nach den Papa Wochenenden an die Tür gebracht und gut. Man war allerdings stets im telefonischen Kontakt bezüglich des Sohnes, sei es wegen Schule, Ärzten oder anderen Terminen oder Problemen, was ja auch absolut richtig und wichtig ist.
    Als ich meine Frau einmal darauf angesprochen habe, ob sie ihm schon von mir erzählt hätte, meinte sie nur, sie wolle noch etwas warten, da er ihr eben schon einmal eine Beziehung kaputt gemacht habe! Sie hat diesen Schritt aber dann doch gewagt, als sie mit Ihm und ihrem Sohn einmal im Biergarten war. Das ganze lief anscheinend auch ohne grosses tamtam ab. Als meine Frau und ich dann einmal von einem Ausflug zurück kamen (es war Papa Wochenende) stand er plötzlich in der Einfahrt um ihren Sohn zurück zu bringen, das war dann auch der erste Kontakt zwischen uns und der verlief auch völlig entspannt. Man hat sich kurz unterhalten und die Idee gehabt, sich doch mal zusammen zum Essen zu treffen um sich kennen zu lernen. Was ich auch wichtig fand, gerade für ihn, denn schliesslich lebt sein Sohn ja auch bei uns. Soweit so gut.
    Als wir dann jedoch kurz darauf schwanger wurden, kam eine Situation, der ich nach wie vor etwas kritisch gegenüber stehe. Er hatte Papa WE und an diesem anscheinend von seinem Sohn erfahren, das meine Frau (damals noch Verlobte) schwanger ist. Nachdem er den kleinen damals heim gebracht hat, rief er kurz darauf an und wetterte am Telefon, warum er das erst jetzt erfahre? Meine Frau war daraufhin stocksauer, ich auch, habe es mir aber nicht anmerken lassen.
    Wir haben die Sache aber dann schnell wieder vergessen, das Verhältnis wurde auch wieder entspannter und man konzentrierte sich voll und ganz auf die Schwangerschaft. Diese lief zum Glück auch relativ Problemlos ab und wir bekamen einen gesunden Jungen und unser "grosser" einen kleinen Bruder, der sich darüber übrigens auch sehr gefreut hat, von Eifersucht oder Neid keine Spur!
    Doch dann ging es irgendwann los, dass mich meine Frau in der Arbeit ( ich arbeite Schicht auch an WE) anrief und mir sagte, der KV hätte angerufen und gefragt ob sie Lust hätte mit ihm, ihrem und meinem Sohn, seine Mutter zu besuchen. Ich muss dazu sagen, das meine Frau zu seiner Mutter eins sehr gutes familiäres Verhältnis hat, was ich auch sehr schön finde. Ansich war die Situation mit dem Besuch jetzt nicht so das Problem für mich, doch leider wiederholte sich das ganze immer wieder mal. Wie gesagt, das war immer an den Papa Wochenenden, also sein Sohn war bei ihm, er hätte also genauso gut mit ihm alleine fahren können - meine Meinung. Ich kenne seine Mutter auch, und wurde wirklich gut von ihr aufgenommen, das ist natürlich auch nicht selbstverständlich für mich.
    Als ich meine Frau darauf einmal angesprochen habe, dass ich es nicht verstehe, warum er sie immer frägt, anstatt alleine mit seinem Sohn zu fahren, stieß ich auf wenig Verständnis, jedoch wurde akzeptiert, dass ich mich dabei nicht wohl fühle. Trotzdem kamen diese Fragen seinerseits immer wieder mal. Und wie gesagt, es wurde nie gefragt ob wir mitkommen möchten, sondern immer nur meine Frau. Das war immer ein Punkt, der mir sauer aufgestossen ist, für den ich allerdings nie wirkliches Verständnis bekommen habe, im Gegenteil.
    Wir hatten leider mal eine Situation, in der unser grosser ziemliche Probleme in der Liebe hatte, das war sehr schwierig für uns alle, ganz besonders natürlich für ihn. Zu diesem Zeitpunkt wurde sehr viel telefoniert zwischen meiner Frau und dem KV, was ja auch verständlich ist. Allerdings wurde immer nur viel geredet und nichts unternommen. Irgendwann hatte ich dann den Punkt, wo es mir einfach zuviel wurde und ich habe zu meiner Frau gesagt, "diese ewige telefoniererei geht mir schön langsam auf den Sack", war natürlich nicht richtig von mir, keine Frage, aber dieses ewige rumreden und nicht handeln war mir irgendwann zuviel. Durch diesen Satz hatten wir eine grosse Krise und mir wurde krankhafte Eifersucht unterstellt.
    Als wir dann so mittendrin waren, kam wieder eine Nachricht, ob sie denn Lust hätte, mit zu seiner Mutter zu fahren, worauf ich nur gesagt habe, " genau das meine ich". Er wusste ganz genau das ich frei habe, er hat aber vermutlich auch mitbekommen, dass wir momentan etwas dicke Luft haben...
    Ich hab mir die Meinung meiner Frau zu Herzen genommen, bezüglich meiner Eifersucht und habe versucht das ganze etwas anders zu sehen, schliesslich will ich ja mit meiner Familie und nicht mit ihm glücklich werden.
    Danach war seltsamerweise etwas Ruhe eingekehrt, was vielleicht auch daran lag, dass er kurzzeitig eine "Liebelei" hatte. Es kamen sehr wenig Anrufe in der Zeit, im Gegenteil, teilweise konnte nicht mal sein Sohn ihn erreichen. Doch dann kamen Situationen, die mich wieder etwas missmutig gestimmt haben. Ich kam von der Arbeit heim und erfahre, dass er heute bei uns im Hof war, und das ging dann ein paar mal so. Einmal kam ich von der Arbeit heim und wer saß unten im Hof neben meiner Frau? Er. Die Begründung war, er würde auf seinen Sohn warten, der saß allerdings in seinem Zimmer und spielte Playstation...
    Ich möchte betonen, dass ich meiner Frau das vollste Vertrauen schenke und wenn sie mir sagt, dass er plötzlich da stand ohne vorher bescheid zu geben, dann glaube ich ihr das. Und genau das ist der Punkt, muss ich das alles in Ordnung finden? Kann man nicht vorher zumindest kurz bescheid geben ala Du ich bin grad in der Nähe und würde schnell auf einen Sprung vorbei schauen wenn das in Ordnung ist? Oder ist das zu engstirnig von mir?

    Mein Problem ist, das ich das ganze immer nur meiner Frau gesagt habe, in der Hoffnung Verständnis für mein Problem mit diesen Situationen zu bekommen. Dieses habe ich aber leider nie bekommen.

    Die Sache ist auch die, dass ich bzw. wir darauf bedacht waren, ein gemeinsames vernünftiges Verhältnis aufzubauen, allein schon wegen ihres Sohnes. Ich bin ansich auch immer gut zurecht gekommen mit ihm, hatte ihn deswegen auch zu unserer Hochzeit und Geburtstagen, auch die unseres Sohnes eingeladen, doch mitlerweile bereue ich diesen Schritt ein wenig, denn das ganze hat in meinen Augen etwas Überhand genommen.
    Da wir wegen dieses Themas erneut eine Krise haben, habe ich mit meiner Frau und mit ihm gesprochen, ob es denn nicht möglich wäre, dem ganzen mal vernünftige Grenzen zu setzen. Damit meine ich, das alles was mit dem Kind zu tuen hat, natürlich weiterhin besprochen wird und auch Termine (Schule, Ärzte etc) zusammen war genommen werden. Auch kann man gerne zusammen was unternehmen aber eben zusammen und nicht nur mit meiner Frau. Er kann auch weiterhin auf Feiern kommen aber der Rest sollte bitte wegfallen. Ist das zuviel verlangt oder sehe ich das einfach nur zu eng? Meine Frau versteht nein Problem zumindest nicht, oder sie will es nicht zugeben. Jedenfalls stehen wir kurz vor der Trennung...

    Ich weiss dass sich er für sie erledigt hat, nur bin ich mir nicht so ganz sicher wie es auf der anderen Seite aussieht, manches kommt mir nur verdächtig vor, gerade wenn man manche Vorgeschichte weiss...
    Wenn ich meine Frau frage, ob sie denn schonmal in Erwägung gezogen hat, das vielleicht von ihm eine Leichte Eifersucht ausgeht, dann werd ich für verrückt gehalten...

    Hatte hier schonmal jemand eine ähnliche Situation oder hat jemand einen Ratschlag?


    LG Pappl

  2. #2
    Emelia ist offline Stranger

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    Standard Re: Reagiere ich über oder ist meine Frau zu stur?

    Puuuuh, ich finde Deine Toleranzgrenze schon recht hoch und dafür bekommst Du meinen allergrößten Respekt.
    Nun kann ich allerdings nur aus der Sicht der getrennten Frau schreiben.
    Natürlich ist es toll, wenn sie die Eltern des Kindes gut verstehen, einen vernünftigen Kontakt haben und Belange des Kindes gemeinsam klären. Jedoch sollten gewisse Grenzen gezogen werden.

    Indem Du den Schritt getan hast und den Ex zu Feiern eingeladen oder einbezogen hast, hast vielleicht sogar Du die Grenzen selbst neu gesteckt, daher ist es vielleicht für die anderen Beteiligten schwierig zu verstehen, warum Du jetzt die Grenzen neu abstecken möchtest. Ich kenne Euer Verhältnis vorher nicht, aber es ist doch richtig, dass Ihr Euch vorher nicht gekannt Habt, oder?

    Ich bin seit knapp 2 Jahren getrennt lebend mit 2 Kindern, seit einem Jahr in einer Beziehung, mein Ex hat mittlerweile seine 3. Freundin seit der Trennung und hatte jetzt die Idee, mir seine Freundin vorzustellen, weil wir doch alle einen freundschaftlichen Kontakt haben könnten. Dies hab ich strikt abgelehnt, da ich einfach nicht mit seiner Freundin befreundet sein möchte (zumal ich ja gar nicht weiss, wie lange er die diesmal hat )

    Also ich finde es sehr seltsam, wie es bei Euch abläuft.
    Wenn Ihr doch alle gut miteinander klar kommt, sollte man denken, es spricht nichts dagegen, ALLE zusammen einen Ausflug zu machen, aber selbst das fänd ich komisch, solang der Ex nicht auch ne Partnerin dabei hat.

    Ich fände es schade, wenn daran Eure Beziehung zerbricht, wenn eindeutig klar ist, dass sie nichts mehr vom Ex will.
    Mein Rat: Redet miteinander, Du und Deine Frau. Wie alt ist ihr Sohn? Scheint ja auch in einem Alter zu sein, wo man ihn durchaus mit einbeziehen kann, wie wichtig ihm solche Wochenende mit seinen "Originaleltern" sind....

    Ich wünsch Dir viel Glück

  3. #3
    Pappl ist offline Stranger

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    Standard Re: Reagiere ich über oder ist meine Frau zu stur?

    Guten Morgen,

    dankeschön erstmal für Deine ehrliche Meinung, denn das gerade von einer Frau zu hören, bedeutet mir in dieser Situation sehr viel.
    Nein, ich kannte beide vorher nicht, wenn Du das meinst. Meine Frau war aber eine langjährige Arbeitskollegin meiner Mutter und gleichzeitig Nachbarin/Freundin einer Freundin von mir, durch sie habe ich meine Frau auch damals kennengelernt. Meine Frau und ihr Ex kennen sich allerdings schon aus ihrer Jugendzeit und sind, als sie ca. 19 waren zusammengekommen und sie wurde kurz darauf schwanger, das Kind war zwar nicht geplant wurde aber auch nicht als "Unfall" gesehen, im Gegenteil.
    Doch warum das ganze dann aber wieder auseinander ging, darüber wurde mir nichts erzählt, ich weis nur, dass sie sich von ihm getrennt hat und bin mir auch zu 100% sicher, dass von ihrer Seite keine Gefühle mehr für ihn vorhanden sind, wenn dann nur freundschaftlich.
    Ja, das ich die Grenzen da selbst neu gesteckt habe, sehe ich mitlerweile auch so und bereue das auch im Nachhinein. Gerade weil mir das ja nun zum Vorwurf gemacht wird, ala das ist aber dann auch falsch von mir, ihn zuerst überall einzuladen und auf Freund zu machen und dann andersrum sagen es würde einem manches nicht passen. Dabei wird aber eben nicht verstanden, das ich das mit den Einladungen schon auch so gemeint habe, wie ich es gesagt habe. Aber eben um zusammen zu sein und ihn nicht direkt auszugrenzen aber eben auch in meiner Anwesenheit. Das ist aber leider genau der Punkt in dem ich nicht verstanden werde, da wird dann argumentiert mit Sätzen wie, "der tut doch niemandem was". Tut er aber in meinen Augen eben schon, da sowas einfach nur Unruhe in eine Beziehung bringt. Ob das Absicht von ihm ist, das lasse ich jetzt mal dahin gestellt...
    Meine Frau und ich haben so schon genug Stress zu bewältigen, sei es wegen der Kinder, der Arbeit oder auch familiäre Gründe.
    Das sind auch Punkte, die meine Frau und mich belasten, die wir aber eben auch zusammen lösen können und auch müssen aber es belastet eben auch. Meine Frau ist leider eine, die vieles von aussen aufnimmt und in sich hinein frisst ohne gross darüber zu reden, wenn ich dann natürlich noch mit meinem Problem bezüglich ihres Ex dazu komme, platzt die Bombe und mir kommt es so vor, als würde sie ihren ganzen Frust dann nur auf mich konzentrieren. Es kommen dann Punkte, die teilweise schon ein halbes Jahr oder auch länger her sind, nur um ihre derzeitige "Wut" auf mich zu erklären. Das sind dann jedoch Punkte, die so ein Verhalten einfach nicht rechtfertigen können. Es sind aber auch Punkte, in denen ich sie verstehe bzw. verstanden habe, diese wurden allerdings schon längst besprochen, auch bestritten und existieren nicht mehr.
    Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass ich mit meinem Sohn die ersten 1 1/2 Jahre schlichtweg überfordert war und meine Frau aus Gründen, die ich auch noch erklären werde, oft mit dieser Sitution alleine gelassen habe. Wie gesagt, unser Sohn war ein absolutes Wunschkind, doch im Gegensatz zu ihr, war es mein erstes. Ich bin nicht unbedingt der geduldigste Mensch und habe kine Nerven aus Stahl. Ich arbeite 4 Schicht, jemand der das kennt, weis dass das sehr belastend sein kann. Unseren Sohn kann man sehr gut mit einem Duracell Hasen vergleichen, dem geht die Energie so schnell nicht aus.
    Meine Frau war die ersten 2 Jahre mit ihm zuhause, Nächte in denen er durchgeschlafen hat in dieser Zeit, würde ich mal auf 30 schätzen. Das ganze blieb, auch bedingt durch meine Arbeit aber eben auch durch meinen gesunden Schlaf fast immer an ihr hängen, in der Richtung verstehe ich sie voll und ganz, denn da habe ich mich wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. Oft war es auch, dass ich unseren Sohn in ihren Augen ungerecht behandelt habe, bzw. hätte ruhiger bleiben müssen, auch hier musste ich ihr recht geben. Es war allerdings auch immer wieder mal die Situation, in der Besuch da war oder wir zu Besuch waren, und der kleine Mann halt auch da immer wieder seine Phasen hatte, auch da habe ich selbstverständlich was gesagt, auch manchmal in einem deutlicheren Ton. Das war was, womit meine Frau garnicht klar kam, denn es war ihr den anderen Personen gegenüber unangenehm wie ich mich verhalten hatte. Ich für meinen Teil denke mir, es ist unabhängig gewisser Umstände, ob ich meinem Kind sage ob was richtig oder falsch ist, dass ich es dabei vielleicht auch manchmal übertrieben habe ist natürlich was anderes und damit meine ich keine Handgreiflichkeiten, nicht das ich da falsch verstanden werde.
    Durch diese Umstände oder Einschränkungen meiner Frau, habe ich versucht, mich von möglichen "Eskalationen" einfach fern zu halten. Wollte meine Frau zB. alleine einkaufen gehen, habe ich das gemacht. Ich habe versucht, Situationen in denen ich mit meinem Sohn alleine gewesen wäre, zu vermeiden. Dass das ein Fehler von mir war, sogar ein schwerer, ist mir klar aber damals sah ich das als beste Lösung an. Auch meine Frau hat mir gesagt, wenn wir irgendwo sein würden oder Besuch da wäre, dass sie sich dann um den Kleinen kümmern würde, nur leider hat das nie so wirklich funktioniert...
    Wir hatten damals deswegen einen relativ grossen krach, der mich wirklich zum nachdenken gebracht hat aber auch sie. Seitdem hat sich das ganze eigentlich vollständig erledigt und man ist sich im Thema Erziehung einer Meinung, man hat sich gegenseitig verstanden und so sollte es ja auch sein. Das ganze war im übrigen vor über einem Jahr...
    Jetzt haben wir eigentlich nur dieses eine Problem, welches die Fronten allerdings ganz schön verhärtet hat. Ich verstehe einfach nicht, warum man nicht einmal ansatzweise versuchen kann, sich in die Situation des Partner hinein zu versetzen.

    Um das auch zu verstehen, ich liebe meine Frau über alles und sie ist ein sehr liebevoller Mensch, wie ich es noch nie gesehen habe. Sie ist eine super Mutter und ein sehr hilfsbereiter Mensch. Wir haben ein schönes Leben mit allem was dazu gehört, sicher hat man auch mal andere Meinungen als der andere aber das ist doch auch normal. Sie ist aber, genau wie ich, ein sehr hilfbereiter Mensch der es jedem recht machen möchte, ich denke aber auch, dass das eben auch der Grund dafür ist, warum sie ihren Ex auch so verteidigt. Leider sieht sie dabei aber nicht, dass sie bzw. er uns damit zerstört.

  4. #4
    leenymaus ist offline Stranger

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    Standard Re: Reagiere ich über oder ist meine Frau zu stur?

    Hi Pappl,
    ich befinde mich zwar nicht unbedingt in einer solchen Situation, bin aber auch die Neue, die die Mama eines Kleinen Sonnenscheins mehr oder weniger akzeptieren muss.

    Als ich deine Berichte so gelesen habe hatte ich das Gefühl, dass du schon eifersüchtig bis, aber keinesfalls ohne Grund.
    In meinen Augen und aus deiner Perspektive "besetzt" dieser KV irgendwie immer wieder deinen Platz. Das würde nicht passieren oder sich so anfühlen, wenn man dich nicht ausschließen würde.
    Klar ist er der Vater von eurem Großen, aber mehr eben auch nicht. Solche "Ex-Familienausflüge" finde ich total übertrieben.
    Es ist ja in Ordnung, dass der Vater zum Geburtstag des Grossen kommt, mehr an gemeinsamen Veranstaltungen finde ich allerdings schon echt grenzwertig für die Gefühlswelt. Was hat er denn auf deinem Geburtstag verloren? Seid ihr so gut befreundet?
    Ich denke alles braucht seine Zeit um sich zu entwickeln und eine solche Patchwork-Familie erst recht. Na und, dann hast du eben vorher versucht es freundschaftlich zu handhaben. Jetzt fühlst du dich aber doch nicht mehr so wohl dabei. Ist doch verständlich, da du sowieso schon oftmals das Familienleben hinten an stellen musst, aufgrund deiner Schichtarbeit.
    Wer würde sich denn dann gut fühlen, wenn es mal die Gelegenheit für gemeinsame Aktivitäten gibt, dann ausgeschlossen zu werden?
    Ist deine Frau nicht froh, dass du so großes Interesse an eurer Familie entwickelt hast, nachdem du sie so lang mit allem allein gelassen hast.
    Bei einem solchen Konflikt finde ich es auf jeden Fall immer sehr wichtig sich auf die eigene Gefühlswelt zu beziehen udn nicht den anderen anzugreifen oder ihm Vorhaltungen zu machen- mein Mann schaltet da auch immer auf stur.
    Sei ganz ehrlich und sag ihr, dass du Angst hast, dass dir euer Familienleben ein Stück weit genommen wird. (Falls es so ist.)
    Du bist der Papa eurer Familie und du bist auch bereit zu lernen und dich weiter zu entwickeln. Ganz klar, dass man, je mehr man sich mit einem Thema beschäftigt (in diesem Fall eben deine Familie) ganz andere Sachen auffalen und man mehr invoviert ist...eben auch emotional.
    Es ist ja schon nicht leicht oder schön zuzugeben, dass einen so etwas stört- da gehört meiner Meinung nach auch Mut dazu - aber eine Beziehung lebt von Kompromissen und ich denke nicht, dass deine Frau diese gemeinsamen Ausflüge mit dem Ex zum Leben braucht oder ihnen einen höheren Stellenwert gibt als euch.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld. Hoffe ihr bekommt das hin!

    LG!

  5. #5

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    Standard Re: Reagiere ich über oder ist meine Frau zu stur?

    Zitat Zitat von leenymaus Beitrag anzeigen
    Hi Pappl,
    ich befinde mich zwar nicht unbedingt in einer solchen Situation, bin aber auch die Neue, die die Mama eines Kleinen Sonnenscheins mehr oder weniger akzeptieren muss.

    Als ich deine Berichte so gelesen habe hatte ich das Gefühl, dass du schon eifersüchtig bis, aber keinesfalls ohne Grund.
    In meinen Augen und aus deiner Perspektive "besetzt" dieser KV irgendwie immer wieder deinen Platz. Das würde nicht passieren oder sich so anfühlen, wenn man dich nicht ausschließen würde.
    Klar ist er der Vater von eurem Großen, aber mehr eben auch nicht. Solche "Ex-Familienausflüge" finde ich total übertrieben.
    Es ist ja in Ordnung, dass der Vater zum Geburtstag des Grossen kommt, mehr an gemeinsamen Veranstaltungen finde ich allerdings schon echt grenzwertig für die Gefühlswelt. Was hat er denn auf deinem Geburtstag verloren? Seid ihr so gut befreundet?
    Ich denke alles braucht seine Zeit um sich zu entwickeln und eine solche Patchwork-Familie erst recht. Na und, dann hast du eben vorher versucht es freundschaftlich zu handhaben. Jetzt fühlst du dich aber doch nicht mehr so wohl dabei. Ist doch verständlich, da du sowieso schon oftmals das Familienleben hinten an stellen musst, aufgrund deiner Schichtarbeit.
    Wer würde sich denn dann gut fühlen, wenn es mal die Gelegenheit für gemeinsame Aktivitäten gibt, dann ausgeschlossen zu werden?
    Ist deine Frau nicht froh, dass du so großes Interesse an eurer Familie entwickelt hast, nachdem du sie so lang mit allem allein gelassen hast.
    Bei einem solchen Konflikt finde ich es auf jeden Fall immer sehr wichtig sich auf die eigene Gefühlswelt zu beziehen udn nicht den anderen anzugreifen oder ihm Vorhaltungen zu machen- mein Mann schaltet da auch immer auf stur.
    Sei ganz ehrlich und sag ihr, dass du Angst hast, dass dir euer Familienleben ein Stück weit genommen wird. (Falls es so ist.)
    Du bist der Papa eurer Familie und du bist auch bereit zu lernen und dich weiter zu entwickeln. Ganz klar, dass man, je mehr man sich mit einem Thema beschäftigt (in diesem Fall eben deine Familie) ganz andere Sachen auffalen und man mehr invoviert ist...eben auch emotional.
    Es ist ja schon nicht leicht oder schön zuzugeben, dass einen so etwas stört- da gehört meiner Meinung nach auch Mut dazu - aber eine Beziehung lebt von Kompromissen und ich denke nicht, dass deine Frau diese gemeinsamen Ausflüge mit dem Ex zum Leben braucht oder ihnen einen höheren Stellenwert gibt als euch.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld. Hoffe ihr bekommt das hin!

    LG!
    Schön geschrieben!

  6. #6
    leenymaus ist offline Stranger

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    Standard Re: Reagiere ich über oder ist meine Frau zu stur?

    Dankeschön!:-)

  7. #7
    Cathy81 ist offline enthusiast

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    Standard Re: Reagiere ich über oder ist meine Frau zu stur?

    Hallo Pappl,
    ich wollte dir an der Stelle auch mal noch etwas Mut zusprechen und dir sagen, dass ich überhaupt nicht finde, dass du übertreibst , eher sogar im Gegenteil.
    Es ist ja ok, dass der Vater Kontakt zu Sohn & Mutter möchte - der springende Punkt ist aber, dass er dich dabei ausschliesst! Das hat so einen Touch von "lass uns mal einen auf alte, heile Familie" machen. Da hätte ich auch Probleme mit (ich bin auch in der Position der "Neuen").
    Deine Frau könnte doch beim nächsten "Ausflugsangebot " auch einfach mal sagen, dass sie dich auch mitbringt. Einfach mal so vor vollendete Tatsachen stellen und klarmachen, dass derartige Ausflüge entweder mit euch BEIDEN oder eben gar nicht stattfinden. Das Kind lebt ja sowieso bei euch, von daher hätte sie dadurch ja auch keine Nachteile in der Form, dass sie dann ihren Sohn nicht mehr sehen würde etc.
    Und wenn der Vater dann plötzlich reserviert reagiert und derartige Ausflüge immer seltener werden, weisst du, dass deine Vermutung bezüglich seines bestehenden Interesses an deiner Frau nicht so verkehrt waren.

    Nur müsste deine Frau da halt auch mal etwas vehementer sein.

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