Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 24
Like Tree17gefällt dies

Thema: Wenn das Stiefkind ganz anders erzogen wurde...

  1. #1
    melli8 ist offline Stranger

    User Info Menu

    Ausrufezeichen Wenn das Stiefkind ganz anders erzogen wurde...

    Hallo zusammen,

    ich (42) lebe seit einigen Monaten in einer Patchworkfamilie mit meine beiden Mädchen (8+15), meinem Freund und seiner 11-jährige Tochter. Wir sind dafür in ein größeres Haus gezogen und konnten so allen einen Neuanfang und ein eigenes Zimmer ermöglichen.

    Die Tochter wurde seit der Trennung (vor einem guten Jahr) stark von ihrer Mutter vernachlässigt, war viel allein zuhause und kam in der Schule überhaupt nicht mehr klar. Das alles ignorierte die Mutter völlig.
    Schnell wuchs beim Kind der Wunsch, zu uns zu ziehen. Sie war immer schon ein Papa-Kind und vermisste ihn unglaublich, zumal er alles für sie tat und die Mutter so gut wie nichts interessierte. Sie gab dem Kind auch nie Wärme und Fürsorge- auch jetzt nicht! Und sie war froh, als ihre Tochter endlich weg war, anders kann man das nicht ausdrücken.
    Vor unserem Zusammenziehen gab es schon eine ganze Weile Wochenendbesuche, wobei mein Freund da schon bei mir und meinen Kindern wohnte. Da habe ich auch viel vom Leid des Kindes mitbekommen.

    Die Tochter meines Freundes tut sich nun sehr schwer, im neuen zuhause "anzukommen". Seit sie hier ist, wird der Spieß umgedreht und sie vermisst nur noch ihre Mama, bei der jetzt auf einmal alles toll zu sein scheint. Da wird auch vieles schlechte plötzlich einfach ignoriert und schön geredet, sie sucht nach einer heilen Welt, die sie bei uns nicht glaubt zu finden.
    Man muss dazu sagen, dass bei Mama wenig Regeln für das Kind herrschten und herrschen. Keine regelmäßigen Mahlzeiten, sie braucht nichts zuhause zu tun, braucht sich nicht anziehen am WE (...) sie wird dort einfach komplett in Ruhe gelassen. Keine Ermahnungen, keine Regeln, aber eben auch wenig Fürsorge.

    Das funkioniert hier bei uns nicht, denn ich habe ja auch noch zwei Kinder und wir müssen alle irgendwie schon gleich behandeln. Da die Tochter meines Freundes meine Regeln nicht gewohnt ist, fühlt sie sich dauernd unter Streß und und sagt das ihrem Papa gelegentlich auch. Der zieht aber mit mir weitgehend an einem Strang und macht ihr klar, dass sie sich auch ein wenig anpassen muss und dass nicht alle Regeln immer nur schlecht sind.
    Wir erwarten z. B., dass am Tisch nicht gerülpst wird, dass man sitzenbleibt, wenn andere noch essen, dass man seine Schmutzwäsche selber in den Korb packt, sich morgens wäscht (...)
    halt die Klassiker, die aber für manche 11-jährige anscheinend nie selbstverständlich waren.

    Ich sehe mit Bedauern, dass wir uns immer weiter emotional voneinander entfernen und mein Unmut gegen das Mädchen auch wächst. Sie will am liebsten zu Mama zurück, und ich werde auch immer mehr zum Buhmann gemacht.
    Klar, ich bin ja auch die strenge, die an ihr herumkritisiert, was früher keiner gemacht hat. Ich kann aber nicht meinen Mund halten bei so vielen Differenzen.
    Sie hat auch leider noch die typischen Merkmale eines Einzelkindes: alles will sie zuerst haben und machen, sie kann nur schlecht Kritik einstecken und fühlt sich oft missverstanden und ungerecht behandelt- auch von meinen Mädchen.
    Speziell mit meiner 8-jährigen kommt sie aber allgemein schon super klar, sie verbringen fast jede freie Minute miteinander.

    Ich weiß, dass sie es schwer hat, nun den ganzen Tag mit neuen, ungewohnten Menschen zu verbringen, an einer neuen Schule zu sein und ihr Papa ist immer nur abends da. Das ist sicher nicht einfach, aber zuletzt mit Mama war sie auch nicht besser dran, da sie häufig allein zuhause war, keiner ihr bei den Hausaufgaben geholfen hat und sie alles dort im Grunde schrecklich fand!

    Sie sieht auch die Dinge irgendwie nur schwarz oder weiß. Dazwischen gibt es nichts. Wir, speziell ich, sind jetzt ungeliebt und gemein zu ihr (und natürlich ohne gute Eigenschaften), Mama hingegen macht alles richtig oder sie bemüht sich zumindest. Das alles entspricht aber leider nicht der Realität.
    Die Mutter will gar nicht, dass ihre Tochter zurück kommt, da sie froh ist alle Verantwortung los zu sein. Auch jetzt kämpft sie um jede Stunde die ihre Tochter am WE später kommt oder früher wieder fährt, was die Tochter allerdings nicht so mitbekommt.

    Mutter erzählt Märchen, um sich beliebt zu machen, mehr nicht!!! Und das erschwert uns allen das Zusammenfinden, da dem Kind vorgegaukelt wird, bei Mama könnte alles wieder besser sein. Die Mutter ist egozentrisch und kapiert einfach nicht, dass sie dem Kind so eher schadet als hilft.

    Ich bin am Ende meiner Kräfte und wünsche mir langsam, sie würde nicht mehr bei uns leben.

    Die Verantwortung für drei Kinder und die ganze Arbeit drum herum ist schon enorm.

    ... wer hat ähnliches erlebt und weiß damit umzugehen?

  2. #2
    NeueFamilie11 ist offline enthusiast

    User Info Menu

    Standard Re: Wenn das Stiefkind ganz anders erzogen wurde...

    Hallo,
    ich weiss nicht was ich da antworten soll, vielleicht versucht ihr mal eine Erziehungsberatung mit ihrem Vater und ihr. Du hälst Dich da raus. Oder fragt mal das JA was ihr da machen könnt. Wenn dioe Zustände bei der Mutter so schlimm waren, würde ich sie nie wieder zurücklassen.
    Hatte beim lesen Tränen in den Augen, wie kann man seine Kinder so vernachlässigen!!!
    Gewöhne sie langsam an die neue Regeln. Sie muss das erst kennenlernen! Setzt Euch jeden Tag an einen Tisch und besprecht Eure Probleme zusammen.
    Es gibt doch eine Gruppe, wo man daran teilnehmen kann: Elterngruppe, wo man die Probleme, die man mit seinen Kindern hat, in der Gruppe besprechen kann. Komme gerade nicht auf den Namen, war aber bei einer solchen dabei. Wenn es mir wieder einfällt, schreibe ich es, weiss das JA darüber Bescheid.
    Judith

  3. #3
    Mitternachtsnick ist offline enthusiast

    User Info Menu

    Standard Re: Wenn das Stiefkind ganz anders erzogen wurde...

    Zitat Zitat von melli8 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich (42) lebe seit einigen Monaten in einer Patchworkfamilie mit meine beiden Mädchen (8+15), meinem Freund und seiner 11-jährige Tochter. Wir sind dafür in ein größeres Haus gezogen und konnten so allen einen Neuanfang und ein eigenes Zimmer ermöglichen.

    Die Tochter wurde seit der Trennung (vor einem guten Jahr) stark von ihrer Mutter vernachlässigt, war viel allein zuhause und kam in der Schule überhaupt nicht mehr klar. Das alles ignorierte die Mutter völlig.
    Schnell wuchs beim Kind der Wunsch, zu uns zu ziehen. Sie war immer schon ein Papa-Kind und vermisste ihn unglaublich, zumal er alles für sie tat und die Mutter so gut wie nichts interessierte. Sie gab dem Kind auch nie Wärme und Fürsorge- auch jetzt nicht! Und sie war froh, als ihre Tochter endlich weg war, anders kann man das nicht ausdrücken.
    Vor unserem Zusammenziehen gab es schon eine ganze Weile Wochenendbesuche, wobei mein Freund da schon bei mir und meinen Kindern wohnte. Da habe ich auch viel vom Leid des Kindes mitbekommen.

    Die Tochter meines Freundes tut sich nun sehr schwer, im neuen zuhause "anzukommen". Seit sie hier ist, wird der Spieß umgedreht und sie vermisst nur noch ihre Mama, bei der jetzt auf einmal alles toll zu sein scheint. Da wird auch vieles schlechte plötzlich einfach ignoriert und schön geredet, sie sucht nach einer heilen Welt, die sie bei uns nicht glaubt zu finden.
    Man muss dazu sagen, dass bei Mama wenig Regeln für das Kind herrschten und herrschen. Keine regelmäßigen Mahlzeiten, sie braucht nichts zuhause zu tun, braucht sich nicht anziehen am WE (...) sie wird dort einfach komplett in Ruhe gelassen. Keine Ermahnungen, keine Regeln, aber eben auch wenig Fürsorge.

    Das funkioniert hier bei uns nicht, denn ich habe ja auch noch zwei Kinder und wir müssen alle irgendwie schon gleich behandeln. Da die Tochter meines Freundes meine Regeln nicht gewohnt ist, fühlt sie sich dauernd unter Streß und und sagt das ihrem Papa gelegentlich auch. Der zieht aber mit mir weitgehend an einem Strang und macht ihr klar, dass sie sich auch ein wenig anpassen muss und dass nicht alle Regeln immer nur schlecht sind.
    Wir erwarten z. B., dass am Tisch nicht gerülpst wird, dass man sitzenbleibt, wenn andere noch essen, dass man seine Schmutzwäsche selber in den Korb packt, sich morgens wäscht (...)
    halt die Klassiker, die aber für manche 11-jährige anscheinend nie selbstverständlich waren.

    Ich sehe mit Bedauern, dass wir uns immer weiter emotional voneinander entfernen und mein Unmut gegen das Mädchen auch wächst. Sie will am liebsten zu Mama zurück, und ich werde auch immer mehr zum Buhmann gemacht.
    Klar, ich bin ja auch die strenge, die an ihr herumkritisiert, was früher keiner gemacht hat. Ich kann aber nicht meinen Mund halten bei so vielen Differenzen.
    Sie hat auch leider noch die typischen Merkmale eines Einzelkindes: alles will sie zuerst haben und machen, sie kann nur schlecht Kritik einstecken und fühlt sich oft missverstanden und ungerecht behandelt- auch von meinen Mädchen.
    Speziell mit meiner 8-jährigen kommt sie aber allgemein schon super klar, sie verbringen fast jede freie Minute miteinander.

    Ich weiß, dass sie es schwer hat, nun den ganzen Tag mit neuen, ungewohnten Menschen zu verbringen, an einer neuen Schule zu sein und ihr Papa ist immer nur abends da. Das ist sicher nicht einfach, aber zuletzt mit Mama war sie auch nicht besser dran, da sie häufig allein zuhause war, keiner ihr bei den Hausaufgaben geholfen hat und sie alles dort im Grunde schrecklich fand!

    Sie sieht auch die Dinge irgendwie nur schwarz oder weiß. Dazwischen gibt es nichts. Wir, speziell ich, sind jetzt ungeliebt und gemein zu ihr (und natürlich ohne gute Eigenschaften), Mama hingegen macht alles richtig oder sie bemüht sich zumindest. Das alles entspricht aber leider nicht der Realität.
    Die Mutter will gar nicht, dass ihre Tochter zurück kommt, da sie froh ist alle Verantwortung los zu sein. Auch jetzt kämpft sie um jede Stunde die ihre Tochter am WE später kommt oder früher wieder fährt, was die Tochter allerdings nicht so mitbekommt.

    Mutter erzählt Märchen, um sich beliebt zu machen, mehr nicht!!! Und das erschwert uns allen das Zusammenfinden, da dem Kind vorgegaukelt wird, bei Mama könnte alles wieder besser sein. Die Mutter ist egozentrisch und kapiert einfach nicht, dass sie dem Kind so eher schadet als hilft.

    Ich bin am Ende meiner Kräfte und wünsche mir langsam, sie würde nicht mehr bei uns leben.

    Die Verantwortung für drei Kinder und die ganze Arbeit drum herum ist schon enorm.

    ... wer hat ähnliches erlebt und weiß damit umzugehen?
    Vieles was du für normal hälst stammt aus dem letzten Jahrtausend ( am Tisch sitzen bleiben bis alle gegessen haben ) oder ist eben nur für dich normal.

    A Es ist nicht dein Kind, halte dich raus. Lass den Vater machen.
    B Nein man muss nicht alle Kinder gleich behandeln, denn es sind nicht alle GLEICH
    C Und überlege dir mal was sinnvoll ist und was nicht . Wo es sich lohnt und wo nicht. Anziehn am WE gehört sicher nicht dazu und ob man sich in dem alter täglich waschen muss und daraus einen Machtkampf macht ist auch danaben.


    Du scheinst sehr blauäugig in die Sache reingegangen zu sein, mein Rat holt euch fachliche Hilfe.

    Du erwartest einfach zu viel, investierst Kraft in unsinnige Regeln und erschwerst dadurch alles.

  4. #4
    automatina ist offline journey (wo)man

    User Info Menu

    Standard Re: Wenn das Stiefkind ganz anders erzogen wurde...

    Zitat Zitat von Mitternachtsnick Beitrag anzeigen
    Vieles was du für normal hälst stammt aus dem letzten Jahrtausend ( am Tisch sitzen bleiben bis alle gegessen haben ) oder ist eben nur für dich normal.

    A Es ist nicht dein Kind, halte dich raus. Lass den Vater machen.
    B Nein man muss nicht alle Kinder gleich behandeln, denn es sind nicht alle GLEICH
    C Und überlege dir mal was sinnvoll ist und was nicht . Wo es sich lohnt und wo nicht. Anziehn am WE gehört sicher nicht dazu und ob man sich in dem alter täglich waschen muss und daraus einen Machtkampf macht ist auch danaben.


    Du scheinst sehr blauäugig in die Sache reingegangen zu sein, mein Rat holt euch fachliche Hilfe.

    Du erwartest einfach zu viel, investierst Kraft in unsinnige Regeln und erschwerst dadurch alles.

    Geht's noch?????
    Was ist denn an Tischmanieren altertümlich?
    Wieso soll man sich an der Erziehung raushalten, wenn ein Kind in die FAMILIE zum Leben kommt??
    Wo ist da die Logik, dass es die Tochter des Mannes ist... ?
    Du magst nicht alle Kinder gleich erziehen, aber für die TE ist es wichtig, niemanden zu vernachlässigen oder unterschiedlich zu behandeln, was in jeder normalen Familie auch so sein sollte!
    Vielleicht sind Deine Kinder ungewaschen und dreckig durch die Gegend gelaufen, aber normal ist das sicher nicht!

    Der einzig sinnvolle Satz, den Du geschrieben hast, ist der Rat, dass sich die TE fachliche Hilfe holen sollte.

    Vielleicht kann die TE Dich ja als kompetente Familienhilfe um Rat fragen.
    zwackl, NeueFamilie11 und YvonneCivCiv gefällt dies.

  5. #5
    Jiri Gast

    Standard Re: Wenn das Stiefkind ganz anders erzogen wurde...

    Zitat Zitat von melli8 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich (42) lebe seit einigen Monaten in einer Patchworkfamilie mit meine beiden Mädchen (8+15), meinem Freund und seiner 11-jährige Tochter. Wir sind dafür in ein größeres Haus gezogen und konnten so allen einen Neuanfang und ein eigenes Zimmer ermöglichen.

    Die Tochter wurde seit der Trennung (vor einem guten Jahr) stark von ihrer Mutter vernachlässigt, war viel allein zuhause und kam in der Schule überhaupt nicht mehr klar. Das alles ignorierte die Mutter völlig.
    Schnell wuchs beim Kind der Wunsch, zu uns zu ziehen. Sie war immer schon ein Papa-Kind und vermisste ihn unglaublich, zumal er alles für sie tat und die Mutter so gut wie nichts interessierte. Sie gab dem Kind auch nie Wärme und Fürsorge- auch jetzt nicht! Und sie war froh, als ihre Tochter endlich weg war, anders kann man das nicht ausdrücken.
    Vor unserem Zusammenziehen gab es schon eine ganze Weile Wochenendbesuche, wobei mein Freund da schon bei mir und meinen Kindern wohnte. Da habe ich auch viel vom Leid des Kindes mitbekommen.

    Die Tochter meines Freundes tut sich nun sehr schwer, im neuen zuhause "anzukommen". Seit sie hier ist, wird der Spieß umgedreht und sie vermisst nur noch ihre Mama, bei der jetzt auf einmal alles toll zu sein scheint. Da wird auch vieles schlechte plötzlich einfach ignoriert und schön geredet, sie sucht nach einer heilen Welt, die sie bei uns nicht glaubt zu finden.
    Man muss dazu sagen, dass bei Mama wenig Regeln für das Kind herrschten und herrschen. Keine regelmäßigen Mahlzeiten, sie braucht nichts zuhause zu tun, braucht sich nicht anziehen am WE (...) sie wird dort einfach komplett in Ruhe gelassen. Keine Ermahnungen, keine Regeln, aber eben auch wenig Fürsorge.

    Das funkioniert hier bei uns nicht, denn ich habe ja auch noch zwei Kinder und wir müssen alle irgendwie schon gleich behandeln. Da die Tochter meines Freundes meine Regeln nicht gewohnt ist, fühlt sie sich dauernd unter Streß und und sagt das ihrem Papa gelegentlich auch. Der zieht aber mit mir weitgehend an einem Strang und macht ihr klar, dass sie sich auch ein wenig anpassen muss und dass nicht alle Regeln immer nur schlecht sind.
    Wir erwarten z. B., dass am Tisch nicht gerülpst wird, dass man sitzenbleibt, wenn andere noch essen, dass man seine Schmutzwäsche selber in den Korb packt, sich morgens wäscht (...)
    halt die Klassiker, die aber für manche 11-jährige anscheinend nie selbstverständlich waren.

    Ich sehe mit Bedauern, dass wir uns immer weiter emotional voneinander entfernen und mein Unmut gegen das Mädchen auch wächst. Sie will am liebsten zu Mama zurück, und ich werde auch immer mehr zum Buhmann gemacht.
    Klar, ich bin ja auch die strenge, die an ihr herumkritisiert, was früher keiner gemacht hat. Ich kann aber nicht meinen Mund halten bei so vielen Differenzen.
    Sie hat auch leider noch die typischen Merkmale eines Einzelkindes: alles will sie zuerst haben und machen, sie kann nur schlecht Kritik einstecken und fühlt sich oft missverstanden und ungerecht behandelt- auch von meinen Mädchen.
    Speziell mit meiner 8-jährigen kommt sie aber allgemein schon super klar, sie verbringen fast jede freie Minute miteinander.

    Ich weiß, dass sie es schwer hat, nun den ganzen Tag mit neuen, ungewohnten Menschen zu verbringen, an einer neuen Schule zu sein und ihr Papa ist immer nur abends da. Das ist sicher nicht einfach, aber zuletzt mit Mama war sie auch nicht besser dran, da sie häufig allein zuhause war, keiner ihr bei den Hausaufgaben geholfen hat und sie alles dort im Grunde schrecklich fand!

    Sie sieht auch die Dinge irgendwie nur schwarz oder weiß. Dazwischen gibt es nichts. Wir, speziell ich, sind jetzt ungeliebt und gemein zu ihr (und natürlich ohne gute Eigenschaften), Mama hingegen macht alles richtig oder sie bemüht sich zumindest. Das alles entspricht aber leider nicht der Realität.
    Die Mutter will gar nicht, dass ihre Tochter zurück kommt, da sie froh ist alle Verantwortung los zu sein. Auch jetzt kämpft sie um jede Stunde die ihre Tochter am WE später kommt oder früher wieder fährt, was die Tochter allerdings nicht so mitbekommt.

    Mutter erzählt Märchen, um sich beliebt zu machen, mehr nicht!!! Und das erschwert uns allen das Zusammenfinden, da dem Kind vorgegaukelt wird, bei Mama könnte alles wieder besser sein. Die Mutter ist egozentrisch und kapiert einfach nicht, dass sie dem Kind so eher schadet als hilft.

    Ich bin am Ende meiner Kräfte und wünsche mir langsam, sie würde nicht mehr bei uns leben.

    Die Verantwortung für drei Kinder und die ganze Arbeit drum herum ist schon enorm.

    ... wer hat ähnliches erlebt und weiß damit umzugehen?


    Das Problem ist wieder mal, dass du als "Stiefmutter" mit der Betreuung/Erziehung betraut wurdest.
    Das ist einfach schwierig.
    Da ist "Du bist nicht meine Mutter, du hast mir nichts zu sagen!" vorprogrammiert.
    Eigentlich müsste ihr Vater diese Aufgaben übernehmen, zumindest deutlich machen, dass er voll dahinter steht.

    Du hast dir da einfach eine ganz undankbare Aufgabe aufgehalst. Du wirst damit leben müssen, dass das Mädel seine Mutter in den Himmel loben und deine Bemühungen ignorieren bzw hassen wird.
    Ich würde mir wohl auch Beratung suchen, vor allem aber den Vater mehr einspannen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Probleme mit zunehmendem Alter des Kindes eher noch schlimmer werden, ist groß.
    Vielleicht ist die Freundschaft zu deiner Tochter eine ganz gute Basis, sie mehr und dauerhaft in eure Familie integrieren zu können.

    Ich wünsche dir gute Nerven!
    rastamamma und Enja44 gefällt dies.

  6. #6
    Mitternachtsnick ist offline enthusiast

    User Info Menu

    Standard Re: Wenn das Stiefkind ganz anders erzogen wurde...

    Zitat Zitat von automatina Beitrag anzeigen
    Geht's noch?????
    Was ist denn an Tischmanieren altertümlich?
    Wieso soll man sich an der Erziehung raushalten, wenn ein Kind in die FAMILIE zum Leben kommt??
    Wo ist da die Logik, dass es die Tochter des Mannes ist... ?
    Du magst nicht alle Kinder gleich erziehen, aber für die TE ist es wichtig, niemanden zu vernachlässigen oder unterschiedlich zu behandeln, was in jeder normalen Familie auch so sein sollte!
    Vielleicht sind Deine Kinder ungewaschen und dreckig durch die Gegend gelaufen, aber normal ist das sicher nicht!

    Der einzig sinnvolle Satz, den Du geschrieben hast, ist der Rat, dass sich die TE fachliche Hilfe holen sollte.

    Vielleicht kann die TE Dich ja als kompetente Familienhilfe um Rat fragen.
    itzenbleiben am Tisch obwohl man satt ist hat nix mit Manieren zu tun sondern mit Machtausüben der Eltern und Macht spielen lassen ist nun mal veraltet.

    Und ja die TE kann gerne über uns ( meine Organisation ) eine Familienhilfe die durch das JA getragen wird beantragen. Was ich ihr dringend rate nachdem ich einige ihrer alten Posts gelesen habe.

    Da ist nämlich sehr viel im argen und das hier nur die Spitze des Eisbergs.

  7. #7
    melli8 ist offline Stranger

    User Info Menu

    Standard Re: Wenn das Stiefkind ganz anders erzogen wurde...

    Zitat Zitat von Mitternachtsnick Beitrag anzeigen
    itzenbleiben am Tisch obwohl man satt ist hat nix mit Manieren zu tun sondern mit Machtausüben der Eltern und Macht spielen lassen ist nun mal veraltet.

    Und ja die TE kann gerne über uns ( meine Organisation ) eine Familienhilfe die durch das JA getragen wird beantragen. Was ich ihr dringend rate nachdem ich einige ihrer alten Posts gelesen habe.

    Da ist nämlich sehr viel im argen und das hier nur die Spitze des Eisbergs.
    Sorry, aber ich schreibe hier zum ersten Mal, also reg dich mal nicht so auf!!!!
    Den anderen danke ich für ihre Antworten, mit deinen Argumenten allerdings kannst du wirklich kaum einen erreichen.
    NeueFamilie11 gefällt dies

  8. #8
    NeueFamilie11 ist offline enthusiast

    User Info Menu

    Standard Re: Wenn das Stiefkind ganz anders erzogen wurde...

    warum ist sitzen bleiben am Tisch eine Machtausübung von den Eltern? @Mitternachtsnick? Ich sage das auch meinen Kindern, wenn wir alle am Tisch sitzen. Ich finde es grob unhöflich, einfach aufzustehen vom Tisch, wenn man fertig ist mit dem Essen. Warum kann man nicht auf die anderen warten und dann gemeinsam aufstehen?
    Also stehst Du auch vom Tisch auf, wenn Du fertig bist mit dem Essen in einem Restaurant/Kneipe/Pommesbude? Du bist in Begleitung. An Stelle Deiner Begleitung würde ich dann fragen: warum stehst Du schon, auf wenn ich noch nicht fertig bin?! Schlechte Erziehung nannte man das.
    Judith
    maya_mel gefällt dies

  9. #9
    automatina ist offline journey (wo)man

    User Info Menu

    Standard Re: Wenn das Stiefkind ganz anders erzogen wurde...

    Zitat Zitat von Mitternachtsnick Beitrag anzeigen
    itzenbleiben am Tisch obwohl man satt ist hat nix mit Manieren zu tun sondern mit Machtausüben der Eltern und Macht spielen lassen ist nun mal veraltet.

    Und ja die TE kann gerne über uns ( meine Organisation ) eine Familienhilfe die durch das JA getragen wird beantragen. Was ich ihr dringend rate nachdem ich einige ihrer alten Posts gelesen habe.

    Da ist nämlich sehr viel im argen und das hier nur die Spitze des Eisbergs.
    Zum Glück verkörperst Du nicht die typische Einstellung und Ansätze einer Familienhilfe, sondern Deine eigenen.
    Wenn die Eltern lernen müssen, eine Situation in den Griff zu bekommen, Grenzen zu setzen, und konsequent zu sein, hat das nichts mit Macht zu tun.
    Wenn jemand hier Deiner Meinung nach altmodische Einstellungen vertritt, frag Dich mal, in wie weit Deine Erwartungen der Realität entsprechen, anstatt immer nur andere als unfähig und inkompetent darzustellen.

  10. #10
    rastamamma ist gerade online Urgestein

    User Info Menu

    Standard Re: Wenn das Stiefkind ganz anders erzogen wurde...

    Zitat Zitat von automatina Beitrag anzeigen
    Geht's noch?????
    Was ist denn an Tischmanieren altertümlich?
    Wieso soll man sich an der Erziehung raushalten, wenn ein Kind in die FAMILIE zum Leben kommt??
    Wo ist da die Logik, dass es die Tochter des Mannes ist... ?
    Du magst nicht alle Kinder gleich erziehen, aber für die TE ist es wichtig, niemanden zu vernachlässigen oder unterschiedlich zu behandeln, was in jeder normalen Familie auch so sein sollte!
    Vielleicht sind Deine Kinder ungewaschen und dreckig durch die Gegend gelaufen, aber normal ist das sicher nicht!

    Der einzig sinnvolle Satz, den Du geschrieben hast, ist der Rat, dass sich die TE fachliche Hilfe holen sollte.

    Vielleicht kann die TE Dich ja als kompetente Familienhilfe um Rat fragen.
    Ach du meine Güte.

    Es IST blauäugig, ein fremdes Kind aufzunehmen, OHNE mit den Erziehungsberechtigten (dem Vater, vermutlich auch der Mutter) abzuklären, wie man das genau handelt. Und ebenso blauäugig anzunehmen, ein Kind würde es bei Papa schöner finden, wenn Mama sich (aus Sicht von Papa und Next) nicht ausreichend gekümmert hat, weil sich dort die Next kümmert (und der Elternteil auch nicht, wie schon bei Mama).

    Und in so einer Situation - Neuland für alle (mit zusätzlichen Kindern an Bord und so weiter) - würde ich schon schauen, dass ich mich erst mal auf das konzentriere, was wichtig ist, und nicht auf die Tischmanieren und Co.

    Und schon gar nicht hilft es, drüber nachzudenken, was die Mutter alles falsch gemacht hat und noch falsch macht ... Da wird der Mama einerseits vorgeworfen, sie wäre froh, dass das Kind jetzt beim Papa wohnt (ja, soll die den ganzen Tag heulen, wenn das Kind nun mal weg ist?), andereseits manipuliert sie das Kind (wie denn?) und macht der TE das Leben schwer (da würde ich sagen, die TE soll sich gut überlegen, wieviel von der Idee real ist).
    Enja44 und Mitternachtsnick gefällt dies.

Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte