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Thema: Scheißjob! Stiefmutter von 3 Kindern nach dem Tod der Exfrau und habe 4 eigene....

  1. #11
    Lejaha ist offline Stranger

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    Standard Re: Scheißjob! Stiefmutter von 3 Kindern nach dem Tod der Exfrau und habe 4 eigene...

    "Respekt" das meine ich ganz ehrlich und offen. Was Du da zu tragen hast ist ne Menge Last und das muss man erstmal anerkennen.
    Weißt Du, nach Deinen Beschreibungen schätze ich das so ein. Niemand kann Dir sagen, ob es je eine FAmilie sein wird, oder immer zwei bleiben. Aber Du tust was Du kannst, nach Deinem Wissen und Gewissen. Mehr kann keiner Erwarten. Verlangen kann es eigentlich sowieso keiner. Du tust das aus Liebe zu Deinem Partner.
    Das beste ist wohl, wenn Du nichts erwartest, sonder einfach so weitermachst, wie Du beschrieben hast, denn ich finde, Du machst alles richtig. Soweit ich das beurteilen kann, natürlich.
    Was ich so schwierig finde ist das Verständnis dafür, dass die Kinder ja nicht so geboren wurden, sondern durch ihr Erlebtes und die Beeinflussung der Eltern so geworden sind. Man kann es ihnen also eigentlich nicht vorwerfen, wenn sie sich nach Deinem Empfinden sonderbar verhalten. Aber auf der anderen Seite schränken sie Dich und Deinen Sohn damit eben auch ein und da wünscht man sich evt. auch Verständnis von dieser Seite, was nicht unrealistisch ist. Vielleicht solltet Ihr mal ein Gespräch im Familienkreis suchen, ggf. mit einem Mediator, der die Fähigkeit besitzt, auch zu den Kinder durchzudringen...
    Verständnis habe ich für Deine Aussage in der Überschrift auf jeden Fall und kann das auch total gut nachvollziehen!
    In diesem Sinne wünsche ich Euch ein ruhiges Weihnachtsfest und sende liebe Grüße
    NeueFamilie11 gefällt dies

  2. #12
    Sternchen2005 ist offline enthusiast

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    Standard Re: Scheißjob! Stiefmutter von 3 Kindern nach dem Tod der Exfrau und habe 4 eigene...

    Ich habe großen Respekt vor Dir- und dem was du leistest.

    Aber ich denke, du wirst da nicht mehr viel umerziehen können- die Kinder sind ja keine Kleinkinder mehr. Außerdem denke ich, wenn dein Freund tagsüber Zuhause ist, solltest du ihm auch zum größten Teil die Erziehung überlassen, auch wenn er Dinge toleriert die dir total gegen den Strich gehen.

    Horch mal in dich hinein! Welche Sachen stören dich am meisten oder sind die größten Aufreger für dich? Wenn du dir darüber im klaren bist, setz dich mit deinem Freund zusammen, nenne ihm die Punkte und schaut mal ob ihr nur in den paar Bereichen einen gemeinsamen Nenner findet, bzw. euch so arangieren könnt, dass alle mit leben können. (Dürfen natürlich nicht zuviele Dinge sein). So vermeidest du, dass du irgendwann ein Magengeschwür bekommts, irgendwann aus Frust alles hinwirfst und gleichzeitig fühlt sich dein Freund nicht in der Erziehung bevormundet. Selbst für die Teenies ist es so am Besten und sie werden dir nicht noch mehr Ärger und Sorgen aus Frust und Wut heraus machen- und vielleicht könnt ihr so wirklich eine "harmonische Stiefmama-Stiefkind-Beziehung leben und als Patchwork Familie glücklich werden. Ich würde es euch sehr wünschen.

    Alles Liebe dir.... VG Sternchen

  3. #13
    Avatar von LaSelly
    LaSelly ist offline Poweruser

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    Standard Re: Scheißjob! Stiefmutter von 3 Kindern nach dem Tod der Exfrau und habe 4 eigene...

    Zitat Zitat von herbstliebhaberin Beitrag anzeigen
    So, jetzt schau ich mal, ob mir hier irgendjemand helfen kann...

    Die Situation ist folgende:

    Ich bin seit 4 Jahren getrennt (mittlerweile geschieden), meine Kinder sind jetzt 21, 19, 17 und 15. Meine Tochter 1 lebt schon seit 2 1/2 Jahren allein, Tochter 2 mit 17 blieb damals nach der Trennung schon beim Papa. Mein Sohn mit 19 lebte bis vor kurzem zuhause, der Sohn mit 15 immer noch.

    Vor 2 Jahren hat mich die Liebe nochmal erwischt und mein Freund zog mit seinem Sohn (17) zu uns in mein Haus. Seine beiden kleinen Kinder (Mädchen 10 und Sohn 12) lebten bei der Mutter und kamen nur an den klassischen zweiten Wochenenden. Es war eine üble Rosenkrieg-Trennungsgeschichte zwischen meinem Freund und seiner Ex.

    Aber unser Haushalt als Bonus-Mama und Bonus-Papa und den 3 großen Jungs lief verhältnismäßig harmonisch..zur Not ging man sich aus dem Weg und ließ der Zeit Raum, da die kids ja immer älter werden und irgendwann ausziehen...

    Am 7. August diesen Jahres hat sich die Ex meines Freundes das Leben genommen. Über das wieso und warum zu diskutieren ist müßig und bringt nichts. Jedenfalls hab ich mein Leben komplett umgekrempelt. Den traumatisierten Halbwaisen je ein Zimmer eingerichtet, meinen Freund getröstet, der sich Vorwürfe macht und Schuldgefühle hat und werde nun irgendwie versuchen, nochmal zwei Kinder durch die Pubertät zu bugsieren.

    Aber sooo einfach ist das nicht!

    Ich geh ganztangs arbeiten und mein Freund ist zuhause. Seine Kinder brauchen ihn noch und da ist es wichtig, dass er immer erreichbar ist. Allerdings sind die Kinder so ganz anders als meine. Alle Werte und Verhaltensweisen, die ich meinen Kindern im Alter bis 5 oder so beigebracht habe, fehlen. Meine Kinder ziehen nur fragend die Augenbraue hoch, wenn sie mitkriegen, was bei den "neuen" Kindern alles anders läuft. Aber mein Freund hat da ganz andere Erziehungsmethoden als ich und heißt Sachen gut, mit denen ich ganz stark zu kämpfen habe. Außerdem hat seine Ex da noch Sachen "verbockt", die wir jetzt irgendwie ausbaden müssen.

    In dieser Situation sind sein großer Sohn mit 17 (mit dem ich mich sehr gut verstehe) und mein großer Sohn mit 19 ziemlich überstürzt zu ihren jeweiligen Freundinnen gezogen. Also haben wir einen Alltag mit "nur" 3 Kindern.

    Trotzdem seh ich meine Kinder gern, mein großer Sohn kommt mit seiner Freundin fast jedes Wochenende.

    Doch als Stiefmutter seh ich mich echt in einem undankbaren Scheißjob. Wenn ich meinem Freund irgendetwas sage, was ich an seinen Kindern nicht gut finde, wird mir sofort etwas entgegengehalten, was meine Kinder alles mal gemacht haben.

    Die Tochter meines Freundes schminkt sich jetzt mit 10, trägt eine schicke modische Kurzhaarfrisur in rot gefärbt und sieht - weil sie auch schon 1,68 cm ist - locker wie 16 oder 17 aus. Dabei ist sie erst 10! Ich bin bestimmt sehr tolerant, aber ich mache mir Sorgen, weil sie zum einen mit diesem Look die falschen Typen anspricht und zum anderen denke ich mir, sie ist doch noch ein Kind! Sie hat die Trennung der Eltern mitgemacht (musste danach 2x umziehen, weil die Mutter einen Neuen hatte und dann wars doch wieder aus) und hat jetzt das Paket zu tragem den Suizid der Mutter irgendwie zu verkraften (Trauertherapie usw. ist in Anspruch genommen). Mein Freund findet ihren Look cool und ist der Meinung, dass ihr die smoky eyes sehr gut stehen. Stimmt bestimmt, aber ist ist verdammt nochmal ein Kind - und ich will ihr nicht das letzte bißchen Kindheit nehmen!!!

    Mein Freund und ich passen perfekt zusammen - als Mann und Frau - nicht als Mama und Papa!!! Unsere Hobbies sind nicht auf Kinder ausgelegt und unsere gemeinsamen Interessen lassen sich nicht mit einer Familie vereinen.

    Wir haben uns aber immer gesagt, dass es gut ist, dass wir keine gemeinsamen Kinder haben.. Es hieß immer "Meine Kinder- meine Probleme, deine Kinder - deine Probleme .. " damit liefen wir einigermaßen gut. Aber jetzt haben seine Kinder keine Mama mehr, ich möchte die bestmögliche Stiefmama sein, die es gibt (eine Mama kann man nicht ersetzen, aber vl. eine gute Stiefmama sein?) weil mir die Kinder einfach unheimlich leid tun.

    Trotzdem möchte ich auch meinem Sohn gerecht werden, der m. E. total untergeht. Er war der Kleinste von vieren - jetzt ist er der Große von den Dreien - und die beiden sind ihm entsetzlich peinlich (omnipräsente, laute, anstrengende Kinder - Junge mit ADHS- damit wurde ich bisher noch nie konfrontiert... alles neu...) meiner lädt keine Freunde mehr nach Hause ein - nur, wenn ich ihm verspreche, dass die beiden nicht zuhause sind... gut, er ist 15 - da ist alles peinlich, aber trotzdem tut er mir leid... alles ist plötzlich anders für ihn. Er wurde so großgezogen von mir (und meinem Ex), dass man eben seine eigenen Interessen mal zurückstecken muss um anderen zu helfen... er tut das m. E. vorbildlich... und muss mit ansehen, dass andere Kinder großgezogen wurden mit Werten wie" Ich bin mir selbst der nächste"

    Natürlich bin ich auch die Oberlöwin - wenn mein Freund etwas negatives über meine Kinder sagt, das muss ich zugeben. Ich bin aber eher der wortgewandte, eloquente Typ (Sternzeichen Krebs) der zu vermitteln versucht, mein Freund ist der Typ übersensibler Haudegen - voller Gefühle, aber ungeduldig und ab und zu auch mal laut und cholerisch (Sternzeichen Widder)

    Also es sind so ganz andere Werte gesetzt worden in den letzten Jahren, das ist so schwer...

    Wie kann ich da eine Familie draus machen? Oder werden es immer zwei bleiben? Wie kann ich eine Verbindung zu den Kindern aufbaun, die nicht meine sind?

    Wer hat Erfahrungswerte, die gut ausgehen??? - bitte keine Geschichten wie "Ich würd mich trennen" oder so was... das kann ich echt nicht brauchen...

    ....DANKE FÜRS LESEN...
    Hier mal ein paar Gedanken von einer, die selber quasi in der Situation deiner Stiefkinder war. Meine Mutter nahm sich nach langer, psychischer 2jähriger Krankheit das Leben als ich 8 war. Schon nach wenigen Monaten hatte mein Vater eine neue Freundin - und die war das komplette Gegenteil meiner Mutter (bis vielleicht auf das Äußere). Sie hatte ihren Sohn in vielen Dingen ganz anders erzogen und lange Zeit mit ihm allein gelebt. Ich hatte seit dem Alter von 6 Jahren sehr viel schon allein entschieden und war sehr selbständig und erwachsen, dafür aber im sozialen Bereich unbeholfen, da mir in dieser Zeit das "Korrektiv" fehlte. Ich hatte gelernt, vieles mit mir selber auszumachen und nicht noch zusätzlich meinen Vater mit vergelichbarem "Kinderkram" zu belasten.
    Da prallten Welten auf einander und sie versuchte sehr bald schon mich zu "korrigieren", hatte ständig was zu meckern und machte mir gleichzeitig sehr deutlich, dass sie immer einen Unterschied zwischen mir und ihrem Sohn machen würde und war absolut nicht der herzliche Typ, der mich mal in den Arm genommen hätte oder so. Und dabei hätte ich trotz meiner scheinbar schon sehr erwachsenen und abgeklärten Art eine mütterliche Freundin, die mich unterstütz hätte, sehr gebraucht.

    Der Suizid meiner Mutter war schlimm - das, was in den Jahren danach kam aber viel schlimmer. Ständig gab es Streit - mit mir, wegen mir, über mich. Es war nicht zum Aushalten, aber ich hatte keine Möglichkeit einfach "abzuhauen". Dafür war ich nicht der Typ - ich hatte ja gelernt, keinen Ärger zu machen. Und trotzdem war ich quasi ständig der Auslöser für ihn - weil ich so war, wie ich war.
    Meine Schutzreaktion: ich bin ca. 2-3 Jahre komplett "abgetraucht" in eine TRaumwelt. Katalysator waren Bücher- sie gaben mir die Kulisse für meine Tagträume in denen ich mich in unter schiedlichen "Welten" mit Themen wie Gerechtigkeit usw. auseinandersetzte. So richtig nahm das keiner war - ich war halt einfach für alle eine Leseratte, die etwas realitätsfern ist. Mit ca. 13 dachte ich selber an Selbstmord - was meine Mutter konnte, kann ich ja wohl auch. Und mein Leben war einfach Horror.

    Heute haben wir ein ganz ordentliches Verhältnis. Sie hat sich in vielen Dingen geändert und ist "weicher" geworden. Sie sieht ein, dass sie mich oft einfach sch... behandelt hat und sie vieles nicht "richtig" gemacht hat. Trotzdem wir auch heute noch m.E. ihr Sohn in vielen Dingen "besser" behandelt. Ich bin da sicher über die Jahre sehr sensibel geworden, aber es verwundert wohl nicht, dass man gerade in so einer "verletzlichen" Situation" gerade aus so etwas wie Gleichbehandlung achtet.

    Konsequenz:

    Deine Stiefkinder haben sicher schon sehr viel durchgemacht in ihrem kurzem Leben. Sie brauchen jetzt sicher nicht eine Stiefmutter, die ständig kritisiert - gerade bei so "Nebensächlichkeiten" wie dem Schminken (auch wenn ich genau verstehe, was du meinst. Mir wird auch ganz anders bei dem Gedanken an eine 10jährige mit diesem Style). Du wirst wohl weiter kommen, wenn du dich als mütterliche Freundin anbietest. Gerade in der Pubertät gibt es vieles, was man als Mädchen lieber mit einer Frau bespricht (wenn sie einem denn wohl gesonnen ist), als mit dem eigenen Vater.
    Vielleicht kannst du so nach und nach das Eis brechen (ich vermute, dass die beiden in ihrem Leben schon oft von Erwachsenen enttäuscht wurden und daher nicht leicht Vertrauen fassen) und so auch langsam erfahren, was genau hinter dem frühen Schminken steht (ich vermute den Wunsch nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe, da sie nicht genug zu hause "aufgefangen" wurde). Am besten erst mal versuchen die beiden so anzunehmen, wie sie sind und an ihnen bewusst auch die positiven Seiten suchen. Erst wenn sie sich grundsätzlich "angenommen" fühlen, wirst du überhaupt eine Chance auf Veränderungen haben.

    Wichtig aus meiner Sicht ist, dass du und dein Partner sich auf eine gemeinsame Linie einigen, mit der ihr beide gut leben könnte, damit die Kinder nicht ständig Objekt des Anstoß für Streit sind...

    Ich wünsche dir und euch viel Glück. Es ist nicht leicht, aber du (und natürlich auch dein Partner) kannst zwei jungen Menschen, denen das Leben bis jetzt nicht gut mitgespielt hat, ihren weiteren Weg deutlich ebnen. Und das haben sie m.E. grundsätzlich verdient, denn SIE sind die letzten, die dafür verantwortlich sind, dass sie sind, wie sie sind. Und nicht vergessen: trotz fast 1,70 Größe, sind sie immer noch Kinder, die auch mal einfach in den Arm genommen werden müssen (auch wenn sie sich den Wunsch danach eventuell schon längst nicht mehr erlauben und somit am Anfang eher abweisend sein können)
    Geändert von LaSelly (26.12.2012 um 15:57 Uhr)
    Liebe Grüße aus Manila
    von LaSelly

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  4. #14
    Avatar von LaSelly
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    Standard Re: Scheißjob! Stiefmutter von 3 Kindern nach dem Tod der Exfrau und habe 4 eigene...

    Zitat Zitat von maya_mel Beitrag anzeigen
    Ich kann dir keinen rat geben, dazu sind die Probleme meiner Patchworkfamilie viel zu harmlos im Vergeig zu deinen.
    Was ich dir erzählen kann, sind ein paar Worte zu meiner eigenen Kindheit. Meine Mutter hat sich gerade so nicht selbst getötet.
    Aber auf Grund diverser psychischer Krankheiten/Abhängigkeiten kam es öfter vor, dass sie für Wochen in ein entsprechendes KH musste. Das wurde mir jedoch verheimlicht und auf irgendne andere Krankheit geschoben. ich kam dann zu meinem Vater und seiner Frau, neue Schule etc und manchmal wochenlang keinerlei Kontakt zu meiner Mutter haben dürfen.
    Ich war auch sehr "erwachsen". Lebte ich bei meiner Mutter musste ich mich um sie kümmern: kochen, bügeln, sie bis teilweise nachts um 4 bei Laune halten (im Grundschulalter) und ihr Alkohol einkaufen. Dazu ihre Geschichten anhören, die sie sich ausdachte.
    Und nun wolle meine Stiefmutter wieder ein kind aus mir machen. Ich habe es gehasst. genauer gesagt war das DER Grund weshalb ich sie bis ich eigene Kinder hatte, hasste. Ich war doch groß, konnte mich um mich alleine kümmern und nun sollte ich mir sagen lassen, wann wir was essen, die Spülmaschine ausräumen, fragen bevor ich telefonierte etc.
    Ich war todunglücklich dort! Und wann immer es ging, bin ich so schnell wie möglich zurück zu meiner Mutter.
    Heute weiß ich, sie hat ihr bestes versucht. Wollte mir eine Kindheit geben, hat sich wirklich sehr bemüht und dabei einen undankbaren Job gehabt. Damals hasste ich sie dafür.

    Deshalb kann ich dir aus dieser Perspektive nur den Tipp geben: Lass Zeit und Raum. Lass sie "anders" sein- auch wenn es dir im herzen weh tut, dass sie ihre Kinderheim verloren hat/verliert.
    Ich vermute bzw weiß, das ist weitaus leichter geraten als getan und alles vermutlich verdammt schwer für dich! Ich wünsche dir sehr viel Kraft!

    Edit: das schlimmste an dem ganzen war, dass meine Stiefmutter es "besser" machen wollte als meine Mutter (und objektv getan hat). afür habe ich sie verabscheut. Und ich wusste, ich sehe meine Mutter wieder. Wenn ich mir vorstelle, ich wüsste, sie nie mehr gesehen, hätte ich mich noch tausendmal weniger auf das alles einlassen können und meine Mutter beschützen müssen....seufz...nicht leicht für euch alle.
    Das kann ich so unterschreiben. Mit jeder Kritik an dem Kind geht ja direkt auch die Kritik an der bisherigen ERziehung der Eltern einher, besonders der verstorbenen Mutter, die nun mal als Kind immer lieben und (zumindest nach außen) "verteidigen" wird. Egal, durch was für ein (objektives!) Martyrium man deswegen gegangen ist.
    Innerlich habe ich meiner Mutter lange Vorwürfe gemacht, aber das hätte ich dieser Frau gegenüber so sie zugegeben (mal davon abgesehen, dass sie mein Innenleben ganz offensichtlich nie interessierte. Zumindest hat sie mich nie danach gefragt - das wäre mal nen guter Ansatz gewesen, statt sich Dingen hochzuziehen, die nun wirklich nicht überlebenswichtig sind.
    Liebe Grüße aus Manila
    von LaSelly

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  5. #15
    Avatar von LaSelly
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    Standard Re: Scheißjob! Stiefmutter von 3 Kindern nach dem Tod der Exfrau und habe 4 eigene...

    Zitat Zitat von Sternchen2005 Beitrag anzeigen
    Ich habe großen Respekt vor Dir- und dem was du leistest.

    Aber ich denke, du wirst da nicht mehr viel umerziehen können- die Kinder sind ja keine Kleinkinder mehr. Außerdem denke ich, wenn dein Freund tagsüber Zuhause ist, solltest du ihm auch zum größten Teil die Erziehung überlassen, auch wenn er Dinge toleriert die dir total gegen den Strich gehen.

    Horch mal in dich hinein! Welche Sachen stören dich am meisten oder sind die größten Aufreger für dich? Wenn du dir darüber im klaren bist, setz dich mit deinem Freund zusammen, nenne ihm die Punkte und schaut mal ob ihr nur in den paar Bereichen einen gemeinsamen Nenner findet, bzw. euch so arangieren könnt, dass alle mit leben können. (Dürfen natürlich nicht zuviele Dinge sein). So vermeidest du, dass du irgendwann ein Magengeschwür bekommts, irgendwann aus Frust alles hinwirfst und gleichzeitig fühlt sich dein Freund nicht in der Erziehung bevormundet. Selbst für die Teenies ist es so am Besten und sie werden dir nicht noch mehr Ärger und Sorgen aus Frust und Wut heraus machen- und vielleicht könnt ihr so wirklich eine "harmonische Stiefmama-Stiefkind-Beziehung leben und als Patchwork Familie glücklich werden. Ich würde es euch sehr wünschen.

    Alles Liebe dir.... VG Sternchen
    Dem möchte ich widersprechen. Ich habe noch sehr viel gelernt - gerade im sozialen Bereicht. Gerade ich Pubertät ist doch eine Phase in der sich noch vieles ändert und sich der Menschen selber "findet".

    Ich wünsche euch, dass deine Stiefkinder auf eine weniger schmerzhafte Art können.
    Liebe Grüße aus Manila
    von LaSelly

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