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Thema: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

  1. #11
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Wie schaut denn so ein "Kompromiß" aus? Der Ordnungsliebhaber und der Chaot gehen soweit aufeinander zu, dass sich keiner mehr richtig zu Hause fühlt?
    Die Chaoten, die ich kenne, sind nicht deswegen Chaoten, weil sie sich im Müll und Unordnung so wohl fühlen, sondern weil sie zu faul oder zu unorganisiert zum Aufräumen sind.
    Wer so richtig gern in Dreck und Chaos haust wird natürlich mit einem Ordnungsliebhaber niemals zu Kompromissen finden, da gebe ich dir Recht.
    Liebe Grüße

    Sofie

  2. #12
    malsi ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Die Chaoten, die ich kenne, sind nicht deswegen Chaoten, weil sie sich im Müll und Unordnung so wohl fühlen, sondern weil sie zu faul oder zu unorganisiert zum Aufräumen sind.
    .
    Vermutest Du, dass sich Frau und Kinder in einem aufgeräumt-sauberen Haushalt wohl fühlen würden, solange er das alles erledigt (oder eine Putzfrau)? Das wäre ja ein Ansatz.

    Ich freue mich auch über geputzte Räume. Aber wenn einer meine Sachen aufräumt, krieg ich Zustände.

    Mich erinnert das an den Film mit Jack Lemmon und Walter Matthau. Da nervt Jack immer mit seiner Putzerei und als er fragt, warum er aufhören soll, antwortet Matthau: "weil ich noch nicht fertig bin mit Dreck machen"

  3. #13
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Zitat Zitat von maya_mel Beitrag anzeigen
    Naja das kommt wohl auf den Grad der Differenz an. Zwischen Pedant und Messi wird es wohl kaum lebbare Kompromisse geben.
    Aber hier ist es z.B. so,dass es LG wichtig ist, dass Strom- Heizkosten gespart wird- nicht zu pedantisch, aber während ich z.B. Meinen Kindern nicht dauernd sage, das Licht im Zimmer auszumachen, oder problemlos im Schlafzimmer Heizung an und Fenster gekippt lassen könnte, findet er so etwas sehr unangenehm. Hie bemühe ich mich ihm anzupassen. Es ist stressig manchmal für mich, weil es so ein weiterer kleiner Punkt ist, der immer bedacht werden will. Aber es ist kein existentielles Problem. Ich komme ihm entgegen, indem ich ihn unterstütze und er mir, indem er weiß, dass ich, sollte ich in den alten Trott verfallen, das nicht böse meine, sondern schlicht vergessen habe.
    Bei andere Dingen ist es umgekehrt. Da ist mir Ordnung wichtiger als ihm und er kommt mir entgegen.

    Solche Kompromisse gehen schon.
    Ich meine eher, wenn sich einer WIRKLICH wohl fühlt in seinem Leben, und ein anderer möchte da Veränderungen bewirken, dann wird das meist ein faules Ei, wo sich am Schluß keiner mehr wohlfühlt

    Ich würde mich zum Beispiel nicht an irgendwelche ********n meines Mannes anpassen, schon gar nicht wenn es stressig für mich wäre. Nö, wird nichts. Ich kenne mich, irgendwann habe ich davon die Schnauze voll, mich anzupassen, und dann explodiere ich wirklich - also lasse ich derartiges von Anfang an sein Ich würde aber sagen, okay, wir verursachen den Großteil der Strom- und Heizkosten, also bezahle ich den Großteil der Strom- und Heizkosten, schmerzfrei.

    Übrigens, mit Lichtausmachen sparst nicht so sehr - Energiesparlampen und Co sind da hilfreicher (ich glaube, die soll man dann aber eben nicht häufig an- und ausmachen, weil sie sonst nicht lange leben, und das spart auch nicht).

    Ich glaube, ich bin nicht sonderlich kompromißfähig obwohl alle, die mit mir zu tun haben, von meiner Toleranz beeindruckt sind. Eben, weil mir vieles nicht wichtig ist - bloß, wenns mir wichtig ist (und meine Selbstbestimmung in meinen eigenen vier Wänden ist mir sauwichtig), dann bin ich auf Null-Tolerance-Level.

  4. #14
    Papafetzer-Freundin Gast

    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Wie sind den die Bereiche aufgeteilt? Kinderzimmer ist klar, gehört den Kindern. Aber Küche und Bad und Wohnzimmer? Hier bei uns ist das mein Reich und wenn ich einmal aufräumen sage, gibt es zwei Möglichkeiten: ST räumt auf oder wenn es Schulzeug ist, mache ich Tür auf, werf es rein und Tür wieder zu oder schmeiß es in den Müll. Für ihr Zimmer ist ihr Vater zuständig, interessiert mich nur dann, wenn sie was will.

    Jeder bezahlt seinen Teil der Miete und damit stehen dir, auch wenn du zugezogen bist, dein Raum zu. Wenn deine Partnerin nicht dazu bereit ist, hast du wohl nicht die richtige und bist dort fehl am Platz.

  5. #15
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Die Chaoten, die ich kenne, sind nicht deswegen Chaoten, weil sie sich im Müll und Unordnung so wohl fühlen, sondern weil sie zu faul oder zu unorganisiert zum Aufräumen sind.
    Wer so richtig gern in Dreck und Chaos haust wird natürlich mit einem Ordnungsliebhaber niemals zu Kompromissen finden, da gebe ich dir Recht.
    Ich sprach nicht von Dreck, sondern von Chaos

    Beispiel: Meine Mutter (Pendant vom Feinsten) bezeichnet mich als Chaoten (eher als Schlampsau ), meine Freundinnen finden, ich bin pedantisch (!). Und ich fühle mich in meiner Ordnung/Unordnung grundsätzlich wohl. Grundsätzlich deswegen, weils natürlich sein kann, dass ich von der Arbeit heimkomme und die Wohnung in einem Zustand vorfinde, wo ich mich nicht mehr wohlfühle, weil ich nach dem Umzug noch kein wirkliches System habe, weil manchmal so viel Wolle in Kisten hier rumsteht, dass ich überlegen soll, wo ich sie verstauen soll, weil Tochter vier noch hier wohnt, aber demnächst ausziehen wird (dann wird ein Zimmer frei, das ist dann meins, also lagern halt in Küche und Co noch Dinge, die ich eigentlich dort nicht haben möchte - nö, die liegen da nicht einfach rum, aber trotzdem, Ordnung ist anders).

    Ich möchte weder von einem Partner organisiert werden, noch möchte ich mir sagen lassen, dass ich zu faul zum Ordnunghalten bin - ich habe einen Vollzeitjob, daneben einen Sohn, der viel an Zeit fordert (ich muss mit ihm zu Ärzten, zur Therapie, zum Schwimmen etc., das kostet Zeit) und einen kaputten Körper (was dazu führt, dass ich des öfteren auch auf der Couch sitze oder mal eine Stunde im Bett liege, obwohl ich noch was im Haushalt tun sollte). Und um diese Bedingungen wird hier der Haushalt organisiert. Ein Mann, der meinte, ich räume auf, weil er sich nicht wohl fühlt, hätte mit mir ein Problem, ein Mann, der meint, die Kinder räumen auf, weil er sich nicht wohlfühlt (wir uns aber schon), hätte ein größeres Problem.

    Ich brauche keinen zusätzlichen Stress durch eine Beziehung - und den hätte ich, wenn ich drüber nachdenken müsste, obs den anderen eventuell gerade stören könnte, wenn ich meine Teetasse auf dem Fensterbrett stehen lasse (was ich nicht tue, aber wurst, ist ja ein Beispiel).

    Unsere Lösung lautet: Gemeinsame Absprache über den Mindeststandard in den gemeinsamen Räumen (so gilt die Regel, dass er Esstisch in der Küche, wo Sohn und Tochter gerne beim Lernen und Basteln und so weiter sitzen, vor dem Abendessen um 19:00 abgeräumt sind und es auch nach dem Abendessen bleiben, nur als Beispiel, oder auch die Regel, dass benutzte Handtücher vor der Heizung aufgehängt werden, bevor sie in die Schmutzwäsche wandern, damit der Wäschekorb nicht anfängt zu müffeln), das beinhaltet aber durchaus, dass es einem nicht ordentlich genug ist, die anderen ihn aber schlicht überstimmt haben.

    Ich hänge Wäschestücke übrigens mit zwei gleichfarbigen Klammern auf (und gleichfarbig bedeutet bei mir, dass auch der FarbTON übereinstimmt, ich steh da und schau mir die genau an ) - aber ich muss damit leben, dass meine Familie da beim Aufhängen nicht draufschaut, denen ist das irgendwie sowas von egal. Jetzt könnte ich anfangen, mich drüber zu ärgern (so war meine Mutter drauf, daher bin ich auch Chaot) und versuchen, die anderen zu ändern - oder mir denken, es ist egal (und das denke ich mir). Umgekehrt könnte es sein, dass mein Mann es nicht mag, wenn ich im Bad das Licht brennen lasse, ja, dann muss er das wohl selbst abdrehen, anstatt mir auf den Senkel zu gehen.

  6. #16
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Zitat Zitat von malsi Beitrag anzeigen
    Ich freue mich auch über geputzte Räume. Aber wenn einer meine Sachen aufräumt, krieg ich Zustände.
    So gehts mir auch.

    Wobei ich "meine Sachen" eng definiere, das Geschirr räumt hier jeder weg (und ich suchs dann, weil mein Mann und mein Sohn die Gewohnheit haben, es einfach dort reinzustellen, wo gerade Platz ist, wenn also der große Topf auf dem Herd steht, dann ist dort, wo der große Topf hingehört, jede Menge Platz für Teller, nicht wahr - also rein damit und die Tür zu), meine Wollen dagegen sollte man besser nicht verschwinden lassen, da bin ich eigensinnig.

    Ich merke sogar, wenn jemand zwei Bücher in meinem Regal vertauscht hat. Ich bin bluna.

    Zitat Zitat von malsi Beitrag anzeigen
    Mich erinnert das an den Film mit Jack Lemmon und Walter Matthau. Da nervt Jack immer mit seiner Putzerei und als er fragt, warum er aufhören soll, antwortet Matthau: "weil ich noch nicht fertig bin mit Dreck machen"
    Wobei der Jack da, soweit ich mich erinnere, einfach putzt ohne den anderen zum Putzen bringen zu wollen.

  7. #17
    malsi ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    So gehts mir auch.

    Wobei ich "meine Sachen" eng definiere, das Geschirr räumt hier jeder weg (und ich suchs dann, weil mein Mann und mein Sohn die Gewohnheit haben, es einfach dort reinzustellen, wo gerade Platz ist, wenn also der große Topf auf dem Herd steht, dann ist dort, wo der große Topf hingehört, jede Menge Platz für Teller, nicht wahr - also rein damit und die Tür zu), meine Wollen dagegen sollte man besser nicht verschwinden lassen, da bin ich eigensinnig.

    Ich merke sogar, wenn jemand zwei Bücher in meinem Regal vertauscht hat. Ich bin bluna.



    Wobei der Jack da, soweit ich mich erinnere, einfach putzt ohne den anderen zum Putzen bringen zu wollen.
    Stimmt!

    Ich finde den Film köstlich.

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