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Thema: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

  1. #1
    Giallo ist offline Stranger

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    Standard Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Kurz zur Situation. Ich lebe seit 2,5 Jahren in einer neuen Familie. Meine Frau hat 2 Kinder (10 und 12), meine Stiefkinder. Ich selbst habe eine 9jährige Tochter, die 500 km entfernt lebt und die ich (leider nur) aller 4-5 Wochen für ein Wochenende sehe. Wir arbeiten beide Vollzeit.

    Immer wieder haben wir das Problem, dass ich sehr viel Gegenwind bekomme und dass es unsere Familie belastet, wenn ich mich in Dinge - die Kinder betreffend - einmische. Es fällt mir manchmal schwer, mich nicht einzumischen. Anfangs war alles ganz gut. Die Kinder haben mich eher als Freund gesehen. Ich war nur an den Wochenenden da (Fernbeziehung). Doch seit wir alle zusammen in einem Haushalt leben, ist es schwieriger geworden.

    Ich möchte mich hier auf ein Beispiel beschränken: Es kam und kommt eben vor, dass ich die Kinder bitte, ihre Dinge wegzuräumen (Schulsachen in allen Räumen, Spielsachen in allen Räumen, Abfälle...viele Abfälle...und und). Leider sind die beiden sehr unordentlich. Ihre Mama, meine Frau sagt, das hätten sie wohl von ihr. Ich habe die Kids oft mehrmals gebeten, ihre Dinge wegzuräumen, ohne das etwas passiert bzw. bei wiederholtem Bitten mir dann schon viel Unmut entgegenkommt.

    Leider stört es meine Frau nicht ganz so, wenn überall alles rumliegt. Es sieht wirklich ziemlich chaotisch aus bei uns.. Das Wohnzimmer ist eher ein 3. Kinderzimmer... alles bleibt liegen. Wenn die Kids vom Frühstücks- oder Mittagstisch aufstehen, alles bleibt liegen. Hilfe im Haushalt - Fehlanzeige.

    Ich habe täglich, auch nach schweren Arbeitstagen erstmal versucht, wieder ein bisschen Grundordnung herzustellen und ein klein wenig Gemütlichkeit. Aber selbst nach stundenlangem Aufräumen oder Putzen meinerseits... 2 Tage später liegt wieder alles überall rum... ich bin es Leid. Ich habe auch keine Lust drauf, ständig mit den Kindern zu meckern. Vor einigen Wochen habe ich deswegen ziemlich heftig rumgemeckert, dass es aussähe wie auf einer Müllhalde. Ergebnis: Mein Stiefsohn (10) meinte direkt "Putze! Putze! " zu mir, was mich total schockte, bin darauf aber nicht weiter eingegangen. Meine Stieftochter meinte, ich hätte das doch wissen müssen, wo ich einzog, dass es hier nun mal so sei. Meine Frau war irgendwie auch verletzt und meinte ich könne mir ja eine andere Wohnung suchen, wenn ich mich so unwohl fühle...... und hat 2 Tage kaum mit mir gesprochen...

    Ja ich weiß, vielleicht ist es besser, mich total rauszuhalten, die Kids betreffend.. aktuell tue ich das auch um nicht wieder mit meiner Frau streiten zu müssen, weil mich die Kindererziehung ja nichts angeht. Gemütlicher geworden ist es davon nicht, nur ruhiger. Und die Kids lassen trotz des Riesen-Krachs alles einfach weiter rumliegen. In ihren Zimmern fänd ich das ja gar nicht schlimm... aber in allen anderen Räumen?
    Aktuell räume ich nur noch in der Küche auf... weniger Streit, aber ungemütlich. Das mit der "Putze!" von nem 10jährigen zu hören hängt mir noch nach, weswegen ich kürzlich erwähnte, dass ich hier gar nichts mehr aufräume, was auch nicht gut ankam.

    Ich fühle mich manchmal wie der Depp der Familie. Kinder versorgen ja, erziehen oder negatives äußern geht nach hinten los. Habe mich mal auf ein Beispiel beschränkt, weil es gerade aktuell war und ohne irgendwelche Lösungen.

    Kürzlich hatte ich deswegen meiner Frau vorgeschlagen, doch eine Familienberatung aufzusuchen, die uns aufgrund vieler Erfahrungen in ähnlichen Fällen sicher helfen könne. Sie hat daraufhin eingeräumt, dass sie vielleicht nicht die beste Erzieherin ist und Fehler macht. Aber das dürfen Eltern auch. Das ist doch vollkommen normal. Ich denke, dass ich selbst ja auch Fehler mache in unserer Familie. Jedoch eine Familienberatung hat sie abgelehnt, das möchte sie nicht. Meinen Wunsch, sich doch wenigstens im Internet über Patchworkfamilien zu informieren mit dem Ziel, dass sie sieht, dass andere ähnliche Probleme haben, dass es eben nicht so einfach ist - möchte sie auch nicht.
    Ich liebe sie sehr, aber in dem einen Punkt haben wir uns bislang nicht angenähert.

    Ich würde mich sehr über Ratschläge freuen oder Erfahrungen, die mir helfen, mit den Situationen besser umzugehen. Vielen vielen Dank.

  2. #2
    maya_mel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Ganz spontane Idee:
    Familienkonferenz zum Thema:
    Was brauche ich/wäre mir wichtig, um mich hier in dieser Familie wohlzufühlen?
    Dabei wird (einer) dein(er) Punkt(e) wohl sein: mehr Ordnung! Und einer der Kinder/Frau: Weniger Sauberkeitsfanatismus.
    Und dann überlegt ihr euch Kompromisse. klar ist: ihr müsst euch alle wohlfühlen. Du musst vermutlich eine Menge Abstriche machen.Ein Haushalt mit 4 Personen, davon 2Vollzeit(!)-Berufstätige und 2 Fast-Teens, KANN NICHT so sauber sein, wie der HH eines Singles, der seine Tochter lediglich 1x im Monat bei sich hat (ohne Wertung!!!!)
    Und die restlichen Mitbewohner müssen dir auch ein wenig entgegen kommen, aufräumen nervt zwar, aber wenn man es nicht übertreibt, schadet es auch nicht.
    Das mit dem "putze" würde ich jetzt nicht sooo schlimm finden, das könnte man als Erwachsener auch mit etwas Humor nehmen und sich klar machen, dass man scheinbar doch selbst mit dem Dauergeputze abends zur negativen Stimmung beiträgt.
    Ein Partner, der nicht nur seine Aufgaben erledigt abends, sondern quasi hinter mir her putzt, den würde ich schulterzuckend lassen.

    Das Thema Mithilfe z.B beim Tischabräumen ist hier auch immer wieder eines. Wir reden sehr viel darüber- und streiten auch. Und schließen dann Kompromisse. Z.B. setze ich das Tischabräumen einigermaßen konsequent durch, weil es meinem LG wichtig ist- und er versucht die inkonsequenten Tage mit Humor zu nehmen z.B.

    Ich würde das ganze an deiner Stelle also weg vom Thema "Erziehung" betrachten- sondern mehr unter dem Aspekt "Wir sollen uns hier alle wohlfühlen!"

    Edith: Ein Aufräum-Koordinationsproblem würde ich jetzt auch noch nicht zwingend familienberatungsstellenotwendig einstufen. Aber das ist meine persönliche Meinung.
    Julchen2307 gefällt dies

  3. #3
    Giallo ist offline Stranger

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Danke für deine Antwort... die Idee gefällt mir eigentlich ganz gut mit der Familienkonferenz.... und auch der "Aufhänger" dafür.

    Ich muss ergänzend erwähnen... ich habe keinen Sauberkeitsfimmel ;-) Meine Frau entschuldigt sich bereits immer vorab, bevor Besuch kommt schon mal, das will was heißen.. mir ist das eher peinlich. Mir reicht etwas Grundordnung. Im Übrigen haben wir noch Hund und Katzen... naja.
    Die Sache mit der Familientherapie resultierte weniger aus der Unordnung daheim, als aus weiteren Problemen... Patchworkfamilienprobleme eben...

  4. #4
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Zitat Zitat von Giallo Beitrag anzeigen

    Immer wieder haben wir das Problem, dass ich sehr viel Gegenwind bekomme und dass es unsere Familie belastet, wenn ich mich in Dinge - die Kinder betreffend - einmische.
    Der Rat, dich eben nicht einzumischen, ist dir schon mal gegeben worden?

    Zitat Zitat von Giallo Beitrag anzeigen
    Es fällt mir manchmal schwer, mich nicht einzumischen.
    Offensichtlich.

    Zitat Zitat von Giallo Beitrag anzeigen
    Anfangs war alles ganz gut. Die Kinder haben mich eher als Freund gesehen. Ich war nur an den Wochenenden da (Fernbeziehung). Doch seit wir alle zusammen in einem Haushalt leben, ist es schwieriger geworden.

    Ich möchte mich hier auf ein Beispiel beschränken: Es kam und kommt eben vor, dass ich die Kinder bitte, ihre Dinge wegzuräumen (Schulsachen in allen Räumen, Spielsachen in allen Räumen, Abfälle...viele Abfälle...und und). Leider sind die beiden sehr unordentlich. Ihre Mama, meine Frau sagt, das hätten sie wohl von ihr. Ich habe die Kids oft mehrmals gebeten, ihre Dinge wegzuräumen, ohne das etwas passiert bzw. bei wiederholtem Bitten mir dann schon viel Unmut entgegenkommt.

    Leider stört es meine Frau nicht ganz so, wenn überall alles rumliegt. Es sieht wirklich ziemlich chaotisch aus bei uns.. Das Wohnzimmer ist eher ein 3. Kinderzimmer... alles bleibt liegen. Wenn die Kids vom Frühstücks- oder Mittagstisch aufstehen, alles bleibt liegen. Hilfe im Haushalt - Fehlanzeige.
    Wie wäre es mit GEMEINSAMEN Abmachungen, wie die gemeinsam genutzten Räume abends (oder wann immer halt Dead Line ist) auszusehen haben?

    Allerdings: Es besteht die Möglichkeit, dass du da schlicht überstimmt wirst, weils alle anderen nicht stört, wenn was rumliegt. Das sind die Freuden des Zusammenlebens.

    Zitat Zitat von Giallo Beitrag anzeigen
    Ich habe täglich, auch nach schweren Arbeitstagen erstmal versucht, wieder ein bisschen Grundordnung herzustellen und ein klein wenig Gemütlichkeit. Aber selbst nach stundenlangem Aufräumen oder Putzen meinerseits... 2 Tage später liegt wieder alles überall rum... ich bin es Leid.
    Empfinden es die anderen Familienmitglieder denn überhaupt als ungemütlich oder finden es nötig zu putzen?

    Ich meine, wenn ich mich in meiner Küche wohlfühle, dann steige ich auf den Wunsch meines Mannes, dass ich da mal meinen Krempel wegräumen soll, wohl auch eher nicht ein. Das ist menschlich, oder? Umgekehrt könnte ich ja auch sagen, er soll sich gefälligst in meinem Chaos wohlfühlen (und nicht von mir erwarten, dass ich mich in einer Küche wohlfühle, die ausschaut wie das Ausstellungsstück des Möbelhauses). Das Beispiel ist fiktiv.

    Zitat Zitat von Giallo Beitrag anzeigen
    Ich habe auch keine Lust drauf, ständig mit den Kindern zu meckern. Vor einigen Wochen habe ich deswegen ziemlich heftig rumgemeckert, dass es aussähe wie auf einer Müllhalde. Ergebnis: Mein Stiefsohn (10) meinte direkt "Putze! Putze! " zu mir, was mich total schockte, bin darauf aber nicht weiter eingegangen. Meine Stieftochter meinte, ich hätte das doch wissen müssen, wo ich einzog, dass es hier nun mal so sei. Meine Frau war irgendwie auch verletzt und meinte ich könne mir ja eine andere Wohnung suchen, wenn ich mich so unwohl fühle...... und hat 2 Tage kaum mit mir gesprochen...
    So unrecht hat die Stieftochter nicht, oder? Wärst du in eine Chaoten-WG eingezogen (mit lauter Erwachsenen, von mir aus vier Leuten, die allesamt das Chaos lieben, was dir bei deinen Wochenendbesuchen doch aufgefallen sein dürfte) und hättest allen Ernstes erwartet, dass alle anderen sich ändern, weil du anders bist? Eher nicht, oder?

    Zitat Zitat von Giallo Beitrag anzeigen
    Ja ich weiß, vielleicht ist es besser, mich total rauszuhalten, die Kids betreffend.. aktuell tue ich das auch um nicht wieder mit meiner Frau streiten zu müssen, weil mich die Kindererziehung ja nichts angeht. Gemütlicher geworden ist es davon nicht, nur ruhiger. Und die Kids lassen trotz des Riesen-Krachs alles einfach weiter rumliegen. In ihren Zimmern fänd ich das ja gar nicht schlimm... aber in allen anderen Räumen?
    Aktuell räume ich nur noch in der Küche auf... weniger Streit, aber ungemütlich. Das mit der "Putze!" von nem 10jährigen zu hören hängt mir noch nach, weswegen ich kürzlich erwähnte, dass ich hier gar nichts mehr aufräume, was auch nicht gut ankam.

    Ich fühle mich manchmal wie der Depp der Familie. Kinder versorgen ja, erziehen oder negatives äußern geht nach hinten los. Habe mich mal auf ein Beispiel beschränkt, weil es gerade aktuell war und ohne irgendwelche Lösungen.
    Dann mach deiner Frau und den Kindern klar, dass du dich so nicht wohlfühlst und zieh, wenn sie drauf nicht einsteigen, deine Konsequenzen. Kann auch sein, dass ihnen das egal sein wird. Aber dir wirds besser gehen, wenn du wieder Ordnung um dich hast.

    Zitat Zitat von Giallo Beitrag anzeigen
    Ich würde mich sehr über Ratschläge freuen oder Erfahrungen, die mir helfen, mit den Situationen besser umzugehen. Vielen vielen Dank.
    Ich habe da leider keine Erfahrungen aus erster Hand. Meinem Mann hat anscheinend gefallen, wie ich und die Kinder leben, ansonsten wäre er nicht zu uns gezogen, er hat da nie versucht, unser Team umzubauen oder an unserem Ordnungssinn zu feilen. Einmischungen in die Erziehung verbitte ich mir dezidiert, mein Mann beteiligt sich auch finanziell nicht an meinen Kinder. Dinge, die uns GEMEINSAM betreffen, besprechen wir gemeinsam (wie ich weiter oben schrieb, ist der Nachteil am demokratischen Stil halt, dass man auch als Elter oder Stiefelter bei Abstimmungen leicht überstimmt werden kann ).

  5. #5
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Bist du in einen schon bestehenden Haushalt eingezogen? Das ist eher ungünstig, denn ich schätze, dort wirst du dich immer als eine Art Gast fühlen und die Kinder dich möglicherweise als "Eindringling" betrachten.

    Mein Mann, meine Kinder und ich sind gemeinsam in ein für uns alle neues Haus gezogen und selbstverständlich hat mein Mann das Recht, meinen Kindern zu sagen, wenn ihn die Unordnung stört und sie zu bitten, das wegzuräumen. Sie tun das dann auch recht zeitnah, dennoch kann es passieren, dass einen Tag später die Jacke wieder über Couch liegt und der Turnbeutel wieder steht, wo er nicht hingehört. Meinen Mann nervt das und ich verstehe das. In meinen Augen darf er das sagen und die Kinder haben die Verpflichtung, ihren Kram wegzuräumen.
    Was mich aber schon auf die Palme gebracht hat, war, dass ER dann die Sachen irgendwohin geräumt hat, wo die Kinder sie dann morgens in der Eile nicht wiederfanden (und er war schon weg).

    Wichtig finde ich, dass ihr klar macht, in welchen Bereichen du dich äußern kannst (m.M. nach alles, wo du dich gestört fühlst - Unordnung, laute Musik, ...) und in welchen Bereichen die Mutter die Alleinverantwortung hat (Ausgehzeiten, Arbeiten für die Schule, Fernsehkonsum, Ernährung...., also alles, was den Punkt *Erziehung* im Sinne einer zielgerichteten Einflussnahme betrifft.)

    Familienberatung wäre schon super, vielleicht entschließt sie sich ja noch dazu. Bis dahin könnt ihr euch nur zusammensetzen und jeder vermittelt (möglichst mit Ich-Botschaften, die die eigene Gefühlslage deutlich machen), was er erwarte, was ihn stört...

    Sehr hilfreich ist es übrigens, der Partnerin zwischendurch auch rüberzubringen, was einem postiv an deren Kindern aufgefallen ist und dies auch den Kindern selber zu kommunizieren. Sonst entsteht sehr schnell der Eindruck, dass immer nur Kritik geübt wird.
    Jiri, MajaMayer, maya_mel und 1 anderen gefällt dies.
    Liebe Grüße

    Sofie

  6. #6
    Jiri Gast

    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Du hast ja schon eine ganze Reihe guter Tipps bekommen.
    Eine Familientherapie fände ich auch sinnvoll.
    Aus unordentlichen Menschen wist du aber sicher keine Pedanten machen können. Das muss dir klar sein.
    Es kann aber auch nicht sein, dass deine Partnerin auf deine Bedürfnisse nach mehr Ordnung gar keine Rücksicht nimmt.
    Wenn es auf Dauer bei euch weiter funktionieren soll, müsst ihr beide aufeinander zugehen und Kompromisse schließen.

    So könntest du ja z.B. verlangen, dass wenigstens ein Zimmer (Wohnzimmer) so gehalten wird, dass du dich darin wohlfühlst. Dafür hälst du dich aus Kinderzimmern und Küche raus.
    Ich habe hier zum Glück ein eigenes Arbeitszimmer, in das sonst keiner rein darf und ich meine Ruhe habe. Das gebe ich auch nicht mehr her. Wir sind eigentlich beide nicht unordentlich, aber bei 2 Fünfjährigen und regelmäßig noch 2 mehr oder weniger erwachsenen Stiefis, sieht es hier auch oft chaotisch aus. Ich mag das auch nicht, aber es fehlt mir auch schon mal die Kraft und Kapazität es zu ändern.
    Ich ertrage es dann auch, weil ich mein Rückzugsreich habe. Außerdem bestehe ich schon darauf, dass unser Wohnzimmer kein Kinderzimmer ist und dort nicht oder nur in Ausnahmesituationen gespielt werden darf. Und anschließend muss das auch sofort aufgeräumt werden. Sachen von den Stiefis oder meinem Mann, die da trotzdem rumfliegen, sammle ich auf und schmeiß sie auf seinen Computer.
    Aber es ist einfach schwierig in einem Haushalt mit mehreren Kindern und ohne Vollzeithausfrau eine Aura von "Schöner Wohnen" zu schaffen.
    Wenn ich eine Bekannte bessuche, die nur ein paar Stunden arbeitet und noch von ihrer Mutter viel Hilfe hat, bin ich auch immer ganz beeindruckt. Jedes mal dünkt es mich zu fragen: Wo sind denn eure Sachen? Zieht ihr um und habt schon alles eingepackt?

    Naja wirklich gemütlich ist es bei ihr aber nicht. Aber ich kann dich vestehen, im absoluten Chaos und Dreck könnte ich nicht leben, dann würde ich wieder ausziehen und mir eine eigene Wohnung suchen. Warum auch nicht?

    LG
    Geändert von Jiri (15.12.2012 um 07:48 Uhr)

  7. #7
    malsi ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Was mich aber schon auf die Palme gebracht hat, war, dass ER dann die Sachen irgendwohin geräumt hat, wo die Kinder sie dann morgens in der Eile nicht wiederfanden (und er war schon weg
    w.
    Das kenne ich auch!!

    Gut ist es immer, klare Aufgaben und Ternine auszumachen. Wenn Eltern gerade einen Brass haben und das SOFORTIGE Wegräumen und Säubern oder Wegbringen irgendwelcher Dinge fordern, machen die Kinder natürlich dicht und fühlen sich Willkür ausgesetzt.

    Wir haben bei uns für jedes Kind zwei überschaubare Aufgaben definiert und Termine, wann das erledigt wird, zur Auswahl angeboten. Die Kinder haben sich untereinander abgesprochen, konnten da auch mitreden - und jetzt ist das in Fleisch und Blut übergegangen. Da wird gar nicht mehr diskutiert. Die kontrollieren da schon gegenseitig, ob auch der andere seine Pflichten erfüllt,

    Da saßen sie aber mit an Tisch. Andere, spontan erbetene Hilfen führen eher zu Diskussionen, aber es ist besser geworden.

    Das Ganze ist aber sehr niedrigschwellig. Dass Tochters Zimmer meist katastrophal aussieht und sich das Chaos über die Böden in Flur und in die anderen Räume ausbreitet und immer wieder zurückgedrängt werden muss - daran habe ich mich gewöhnt. Besser als dauernd schreien und schimpfen ohne Ergebnis.

    Ich bin selber nicht perfekt und hätte Pribleme damit, wenn mein Partner das dauernd monieren würde
    Geändert von malsi (15.12.2012 um 08:50 Uhr)

  8. #8
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Zitat Zitat von Giallo Beitrag anzeigen
    Ich würde mich sehr über Ratschläge freuen oder Erfahrungen, die mir helfen, mit den Situationen besser umzugehen. Vielen vielen Dank.
    Ich würde nicht auf Dauer in einer Wohnung leben wollen in der es immer ausschaut wie Sau.
    Da fühle ich mich schlicht nicht wohl.

    Und ich würde nicht mit jemand zusammenleben wollen, der meine Bedürfnisse einfach abbügelt und da auch keine Lösung sucht.

    Da gäbe es immer Kompromisse, aber die müssten beide wollen und deine Frau will ja offenbar nicht.

    Bis die Kinder - wenn überhaupt - selber ein Bedürfnis nach Ordnung entwickeln vergehen sicher noch 10 Jahre, das wäre mir zu lang zum abwarten.
    Deine Frau scheint ja kein Bedürfnis nach Ordnung zu haben und sieht vor allem auch keinen Bedarf, da eine Lösung zu finden.

    An deiner Stelle würde ich sehr klar machen dass es so nicht weitergeht.

    Und mir wenn sich da nichts ändert eine nette kleine Wohnung in der Nähe suchen.
    Da wäre es dann so ordentlich und sauber wie ICH das haben will und die anderen können in ihrer Wohnung rumschlampen wie sie lustig sind - nur ohne mich.

    Besuchen kann man sich ja trotzdem
    Jiri gefällt dies

  9. #9
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    Ich würde nicht auf Dauer in einer Wohnung leben wollen in der es immer ausschaut wie Sau.
    Da fühle ich mich schlicht nicht wohl.

    Und ich würde nicht mit jemand zusammenleben wollen, der meine Bedürfnisse einfach abbügelt und da auch keine Lösung sucht.

    Da gäbe es immer Kompromisse, aber die müssten beide wollen und deine Frau will ja offenbar nicht.
    Ich halte es für einen argen Trugschluß, dass Kompromisse möglich sind, wenn einer sich in der Ordnung des anderen nicht wohlfühlt - mit einer Ausnahme: getrennte Bereiche (also wenn jeder ein eigenes Zimmer hat, wo er schaltet und waltet, wie er mag).

    Wie schaut denn so ein "Kompromiß" aus? Der Ordnungsliebhaber und der Chaot gehen soweit aufeinander zu, dass sich keiner mehr richtig zu Hause fühlt?

  10. #10
    maya_mel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Patchworkfamilie - Probleme mit Stiefkindern + ihrer Mama (meiner Frau)

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Ich halte es für einen argen Trugschluß, dass Kompromisse möglich sind, wenn einer sich in der Ordnung des anderen nicht wohlfühlt - mit einer Ausnahme: getrennte Bereiche (also wenn jeder ein eigenes Zimmer hat, wo er schaltet und waltet, wie er mag).

    Wie schaut denn so ein "Kompromiß" aus? Der Ordnungsliebhaber und der Chaot gehen soweit aufeinander zu, dass sich keiner mehr richtig zu Hause fühlt?
    Naja das kommt wohl auf den Grad der Differenz an. Zwischen Pedant und Messi wird es wohl kaum lebbare Kompromisse geben.
    Aber hier ist es z.B. so,dass es LG wichtig ist, dass Strom- Heizkosten gespart wird- nicht zu pedantisch, aber während ich z.B. Meinen Kindern nicht dauernd sage, das Licht im Zimmer auszumachen, oder problemlos im Schlafzimmer Heizung an und Fenster gekippt lassen könnte, findet er so etwas sehr unangenehm. Hie bemühe ich mich ihm anzupassen. Es ist stressig manchmal für mich, weil es so ein weiterer kleiner Punkt ist, der immer bedacht werden will. Aber es ist kein existentielles Problem. Ich komme ihm entgegen, indem ich ihn unterstütze und er mir, indem er weiß, dass ich, sollte ich in den alten Trott verfallen, das nicht böse meine, sondern schlicht vergessen habe.
    Bei andere Dingen ist es umgekehrt. Da ist mir Ordnung wichtiger als ihm und er kommt mir entgegen.

    Solche Kompromisse gehen schon.

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