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Thema: Partner hat drei Kinder - Überfordert und falsche Erwartungen?

  1. #1
    Kaami ist offline Stranger

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    Standard Partner hat drei Kinder - Überfordert und falsche Erwartungen?

    Hallo,

    ich bin sehr froh diese Forum entdeckt zu haben und hoffe, dass hier einige von Euch meine Situation nachvollziehen können und mir helfen, sie besser zu meistern.

    Natürlich ist alles sehr kompliziert...
    Ich bin Anfang 30, habe seit gut 1,5 Jahren eine Partner (37), der bereits drei Kinder (5, 10, 15) mit zwei Ex-Partnerinnen hat. Ich selbst habe keine Kinder. Seit einem halben Jahr wohnen wir in einer gemeinsamen Wohnung. Die Kinder sind regelmäßig aller zwei Wochen für mindestens drei Tage bei uns, die Kleine meist 5 Tage und die Große recht flexibel - wann sie mag (momentan abwechselnd je eine Woche). Mit den Kindern komme ich sehr gut klar und sie sind sehr pflegeleicht und lieb. Meine ernsthafte Enttäuschung liegt in der Partnerschaft. Hier zeigen sich so viele Probleme, dass meine Akzeptanz für unsere Konstellation immer mehr ins Wanken gerät. Seit wir einen gemeinsamen Haushalt haben, streiten wir uns sehr viel, in den letzten Wochen nahezu täglich, so dass ich schon mit dem Gedanken spiele, mich zu trennen. Leider sind es nicht Banalitäten, um die es geht, die sind eher der Auslöser. Mein Freund und ich sind beide stur, meinen jeweils Recht zu haben und können nach einem Streit schwer wieder aufeinander zugehen, das macht das Diskutieren nicht gerade kontruktiver und wir befinden uns in einer wahren Streitspirale. Wir haben ganz viele Felder, über die wir uns streiten (hier mal ne Liste ;-)):

    - Kindererziehung (ich wünsche mir manchmal mehr Konsequenz, er will als "Wochenend-Papa" nicht die Stimmung versauen)
    - ich fühle mich vernachlässigt und bin dann, wenn die Kinder da sind, zu meinem Verdruss eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit, die sie von ihrem Papa berechtigt (!) erfahren
    - ich habe oft das Gefühl, dass ich nachgeordnet bin und um Aufmerksamkeit "betteln" muss - das kränkt mich sehr
    - mein Kinderwunsch, den er generell zwar teilt, aber sich nicht festlegen möchte, wann wir aufhören zu verhüten
    - Arbeitsteilung im Haushalt - er ist nachlässig, ich ordentlicher, demzufolge putze ich mehr und räume oft die Sachen von ihm und den Kindern weg (Seine Aussage: "Mich stört es nicht/Es ist nicht wichtig. - Wenn Du ein Problem damit hast, dann mache sauber/räume die Dinge auf." )
    usw.

    Natürlich war das nicht immer so. Am Anfang unserer Beziehung war mein Freund der Wahnsinn: aufmerksam, liebevoll, verständnisvoll - alles was ich mir gewünscht habe. Dieser Zeit trauere ich sehr nach, jetzt bestimmt der Alltag unser Leben und Unternehmungen finden - wenn überhaupt - nur noch mit/wegen den Kids statt. Initiativen mit mir etwas zu unternehmen lehnt er ab, so dass ich mittlerweile auch nicht mehr frage. Ich kann verstehen, dass die Kinder an erster Stelle stehen, aber irgendwie hat sich alles verschoben und ich fühle mich oft außen vor, ja sogar oft einsam. Ich vermisse, dass er sich auch weiterhin um uns als Paar bemüht. Aber Liebesbekundungen kann ich mir abschminken, eher weist er mich drauf hin, dass man ja nie weiß, wie sich alles entwickelt und es immer passieren kann, dass man sich in einen anderen verliebt (was ja grundsätzlich richtig ist, ich aber nicht in einer Beziehung gesagt bekommen brauche).

    Na ja, durch die schier endlosen Streits sind wir so sensibilisiert, dass man hinter jeder Aussage des anderen eine Unterstellung wittert, Humor nicht mehr versteht und oft miese Stimmung herrscht. Gerne würde ich das alles abstellen, kann aber vieles, was im Streit gesagt wurde, nicht mehr vergessen. Daher zweifele ich, inwieweit wir das gemeinsam schaffen werden und ich an mir, ob ich die Partnerin eines Mannes sein will und kann, der bereits drei Kinder hat, ob das zu meinen eigenen Zielen und Wünschen passt, ob es überhaupt noch passt. Ich bin so müde vom Streit und würde ich meine Gefühle für meinen Freund abstellen können, hätte ich mich bereits nach einer eigenen Wohnung umgesehen und wäre ausgezogen. Aber so hab ich ihn immer noch unwahrscheinlich lieb und es ist - in den wenigen Momenten, in denen wir uns nicht streiten - sehr schön mit ihm, weshalb ich im Dilemma stecke.

    Kennt Ihr solche Situationen? Habt Ihr Tipps/Ideen, wie wir wieder zur Normalität finden und auch unsere Probleme lösen. Ich bin ratlos! Vielen lieben Dank im Voraus für Eure Antworten!!!

    Kaami

  2. #2
    Jiri Gast

    Standard Re: Partner hat drei Kinder - Überfordert und falsche Erwartungen?

    Zitat Zitat von Kaami Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich bin sehr froh diese Forum entdeckt zu haben und hoffe, dass hier einige von Euch meine Situation nachvollziehen können und mir helfen, sie besser zu meistern.

    Natürlich ist alles sehr kompliziert...
    Ich bin Anfang 30, habe seit gut 1,5 Jahren eine Partner (37), der bereits drei Kinder (5, 10, 15) mit zwei Ex-Partnerinnen hat. Ich selbst habe keine Kinder.
    Ist einfach grundsätzlich eine ungünstige und schwierige Konstellation. Mein Mann hatte "nur" 2 Kinder aus einer Ehe, aber auch das war schon oft heftig.
    Ich würde es mir heute wohl nicht mehr antun, oder wirklich nur für einen überdimensional tollen Mann.


    Zitat Zitat von Kaami Beitrag anzeigen
    Seit einem halben Jahr wohnen wir in einer gemeinsamen Wohnung. Die Kinder sind regelmäßig aller zwei Wochen für mindestens drei Tage bei uns, die Kleine meist 5 Tage und die Große recht flexibel - wann sie mag (momentan abwechselnd je eine Woche). Mit den Kindern komme ich sehr gut klar und sie sind sehr pflegeleicht und lieb.

    Das ist ja schon mal was. Allerdings lebt ihr auch erst ein halbes Jahr zusammen. Die Kinder werden noch älter, nicht immer einfacher und du wahrscheinlich gefrusteter. Ob auch das Verhältnis zu den Kindern so unbelastet bleibt, dafür hast du auch keine Garantie. Oft läuft es zunächst mit den Kindern toll, doch nicht immer bleibt das so, meine Erfahrung.

    Zitat Zitat von Kaami Beitrag anzeigen
    Meine ernsthafte Enttäuschung liegt in der Partnerschaft. Hier zeigen sich so viele Probleme, dass meine Akzeptanz für unsere Konstellation immer mehr ins Wanken gerät. Seit wir einen gemeinsamen Haushalt haben, streiten wir uns sehr viel, in den letzten Wochen nahezu täglich, so dass ich schon mit dem Gedanken spiele, mich zu trennen. Leider sind es nicht Banalitäten, um die es geht, die sind eher der Auslöser. Mein Freund und ich sind beide stur, meinen jeweils Recht zu haben und können nach einem Streit schwer wieder aufeinander zugehen, das macht das Diskutieren nicht gerade kontruktiver und wir befinden uns in einer wahren Streitspirale. Wir haben ganz viele Felder, über die wir uns streiten (hier mal ne Liste ;-)):

    - Kindererziehung (ich wünsche mir manchmal mehr Konsequenz, er will als "Wochenend-Papa" nicht die Stimmung versauen)
    Das Problem haben fast alle "Stiefmütter", ich habe in dem Bereich irgendwann mehr oder weniger kapituliert.
    Was bedeutet, ich ziehe mich dann auch zurück, unternehme alleine was bzw. mit meinen Kindern.
    Soll Papa eben alleine die Kinder bespaßen.

    Zitat Zitat von Kaami Beitrag anzeigen
    - ich fühle mich vernachlässigt und bin dann, wenn die Kinder da sind, zu meinem Verdruss eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit, die sie von ihrem Papa berechtigt (!) erfahren
    Disese Gefühl kenne ich auch, ist wohl auch normal. Man fühlt sich aber schlecht, weil man auf ein Kind eifersüchtig ist.
    Mein Rat: Gefühl zulassen und mit dem Partner über diese Gefühle reden. Auf Befehl abstellen kann man Gefühle eh nicht.
    Außerdem: Natürlich haben die Kinder Aufmerksamkeit verdient, gerade wenn Papa sie nicht ständig um sich hat. Aber völlig abmelden darf er seine Partnerin deshalb auch nicht. Kinder aus einer "heilen" Familie haben nie Eltern, die sich nur nach ihnen ausrichten (hoffentlich zumindest, tut ihnen nämlich alles andere als gut).
    Wenn er das nicht einsieht, muss er mit seinen Kinder alleine glücklich werden.



    Zitat Zitat von Kaami Beitrag anzeigen
    - ich habe oft das Gefühl, dass ich nachgeordnet bin und um Aufmerksamkeit "betteln" muss - das kränkt mich sehr

    Kinder stehen auf einer ganz anderen Stufe als eine Partnerin. Das muss dir klar sein, aber auch deinem Partner. Um Aufmerksamkeit betteln würde ich nicht. Dann wäre ich ganz schnell weg.

    Zitat Zitat von Kaami Beitrag anzeigen
    - mein Kinderwunsch, den er generell zwar teilt, aber sich nicht festlegen möchte, wann wir aufhören zu verhüten
    Da er schon 3 Kinder hat, wird es mit gemeinsamen Kindern schwierig. Das sollte dir klar sein. Kann er so viel Kinder finanzieren? Aber selbst wenn er genug Schotter hat, Zeit und Nerven braucht man mit jedem Kind mehr und müssen auf alle Kinder verteilt werden.
    Du solltest dich in diesem Punkt nicht vertrösten lassen, sondern mit ihm ehrlich absprechen, wie er sich das vorstellt und ob es überhaupt möglich ist.
    Auch du solltest dir überlegen, ob du in so ungünstiger Ausgangslage Kinder bekommen möchtest.

    Zitat Zitat von Kaami Beitrag anzeigen
    - Arbeitsteilung im Haushalt - er ist nachlässig, ich ordentlicher, demzufolge putze ich mehr und räume oft die Sachen von ihm und den Kindern weg (Seine Aussage: "Mich stört es nicht/Es ist nicht wichtig. - Wenn Du ein Problem damit hast, dann mache sauber/räume die Dinge auf." )
    usw.

    Dann würde ich nichts im Haushalt machen bzw. nur in meinem Zimmer/Bereich. Die Putze für einen Mann würde ich nicht werden wollen und für fremde Kinder schon mal gar nicht.

    Zitat Zitat von Kaami Beitrag anzeigen

    Natürlich war das nicht immer so. Am Anfang unserer Beziehung war mein Freund der Wahnsinn: aufmerksam, liebevoll, verständnisvoll - alles was ich mir gewünscht habe. Dieser Zeit trauere ich sehr nach, jetzt bestimmt der Alltag unser Leben und Unternehmungen finden - wenn überhaupt - nur noch mit/wegen den Kids statt. Initiativen mit mir etwas zu unternehmen lehnt er ab, so dass ich mittlerweile auch nicht mehr frage. Ich kann verstehen, dass die Kinder an erster Stelle stehen, aber irgendwie hat sich alles verschoben und ich fühle mich oft außen vor, ja sogar oft einsam. Ich vermisse, dass er sich auch weiterhin um uns als Paar bemüht. Aber Liebesbekundungen kann ich mir abschminken, eher weist er mich drauf hin, dass man ja nie weiß, wie sich alles entwickelt und es immer passieren kann, dass man sich in einen anderen verliebt (was ja grundsätzlich richtig ist, ich aber nicht in einer Beziehung gesagt bekommen brauche).

    Dann solltest du Konsequenzen ziehen. Er meint wohl, er hat dich schon fest an der Angel, also muss er sich nicht mehr anstrengen. Nö, an einer Beziehung muss man beziehungslang arbeiten. Wenn er schon nach so kurzer Zeit sein wahres Gesicht zeigt, dann ist er wohl keine Bemühungen deinerseits wert.
    Ein Mann, der mir schon andeutet, er wüsste nicht ob.... das geht gar nicht. Da kann man nur eins sagen: Ciao!

    Kinder mögen grundsätzlich für einen Elternteil an 1. Stelle stehen. Dass heißt aber nicht, dass sie immer als erstes bedient und berücksichtigt werden. Werden meine Kinder auch nicht. Beispiel: Wenn ich mit meinem Mann rede, lass ich mich nicht von meinem Kind unterbrechen. Wenn ich mit meinem Mann kuscheln will, lass ich mein Kind nicht automatisch dazwischen und uns stören.


    Zitat Zitat von Kaami Beitrag anzeigen

    Na ja, durch die schier endlosen Streits sind wir so sensibilisiert, dass man hinter jeder Aussage des anderen eine Unterstellung wittert, Humor nicht mehr versteht und oft miese Stimmung herrscht. Gerne würde ich das alles abstellen, kann aber vieles, was im Streit gesagt wurde, nicht mehr vergessen. Daher zweifele ich, inwieweit wir das gemeinsam schaffen werden und ich an mir, ob ich die Partnerin eines Mannes sein will und kann, der bereits drei Kinder hat, ob das zu meinen eigenen Zielen und Wünschen passt, ob es überhaupt noch passt. Ich bin so müde vom Streit und würde ich meine Gefühle für meinen Freund abstellen können, hätte ich mich bereits nach einer eigenen Wohnung umgesehen und wäre ausgezogen. Aber so hab ich ihn immer noch unwahrscheinlich lieb und es ist - in den wenigen Momenten, in denen wir uns nicht streiten - sehr schön mit ihm, weshalb ich im Dilemma stecke.

    Kennt Ihr solche Situationen? Habt Ihr Tipps/Ideen, wie wir wieder zur Normalität finden und auch unsere Probleme lösen. Ich bin ratlos! Vielen lieben Dank im Voraus für Eure Antworten!!!

    Kaami


    Ich würde meinem Partner sagen, was mich stört und mir nicht passt, vielleicht auch eine Paartherapie besuchen. Wenn ihn das alles nicht tangiert, dann weißt du ja wo du dran bist.

    Alles Gute!
    Geändert von Jiri (09.01.2013 um 18:00 Uhr)

  3. #3
    Kaami ist offline Stranger

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    Standard Re: Partner hat drei Kinder - Überfordert und falsche Erwartungen?

    Hey Jiri - Danke für Deine Antwort. Schon mal gut zu wissen, dass auch andere eine ähnliche Situation kennen und auch Deine Hinweise helfen mir!

  4. #4
    wir_beide Gast

    Standard Re: Partner hat drei Kinder - Überfordert und falsche Erwartungen?

    1. Seine Kinder sind seine Baustelle. Misch dich nicht in die Erziehung ein.

    2. Natürlich fordern seine Kinder seine Aufmerksamkeit. Dass du dabei unsichtbar wirst, ist allerdings ungewöhnlich. Es sind ja nur 3 Kinder, nicht 30.

    3. Bettel nicht um Aufmerksamkeit.

    4. Das Thema Hausarbeit ist ja in vielen Familien ein Streitthema. Wie sieht es bei euch aus, wenn er mal alleine dafür zuständig ist? Wie bei Hempels oder eigentlich ganz okay, es genügt nur deinen Ansprüchen nicht? Manche Frauen ticken ja echt ab, wenn es um Sauberkeit geht und dass Männer nicht jeden kranken Mist mitmachen wollen, kann ich auch irgendwie nachvollziehen. Vielleicht ist er aber auch nur faul und weiß, dass du hinterher putzt. Prima, dann muss er nix machen. Ich kann nix raten, ich würde prinzipiell niemanden nehmen, der nicht wenigstens ungefähr die gleichen Ansichten hat wie ich. Zu viel Streitpotential. Ich würde es ebenso wenig einsehen, ihm und seiner Brut hinterher zu putzen und würde den Dienst quittieren.

    5. Wenn es sowieso nicht wirklich gut klappt und du fast unsichtbar bist, wenn die Kinder da sind, geh doch einfach in der Zeit was Schönes für dich machen. Scheint ihm ja egal zu sein, ob du da bist oder nicht. Was willst du daneben hocken?

    6. Lies dir die Punkte 1-5 durch und denk darüber nach, ob du mit DEM ein eigenes Kind willst. Wie soll das denn werden? Es klappt so schon nicht mit euch. Ein Baby ist eine seeehr harte Belastungsprobe für eine Beziehung. Ich würde von der Idee mindestens 4 Kilometer Abstand nehmen.
    Du denkst darüber nach auszuziehen, aber denkst trotzdem über ein Kind nach? Warum? Meinst du, ein Kind schweißt euch zusammen? Vergiss es.

    Wenn du der Beziehung noch eine Chance gibst, musst du mit ihm reden. Ich glaube zwar nicht, dass es etwas bringt, aber einen Versuch ist es vielleicht wert, kann ich nicht beurteilen. Er wird nicht mehr so toll wie am Anfang. Im Alltagstress habt ihr euch verloren oder nur er dich, kann auch sein. Jetzt zeigt er sein wahres Gesicht und normalerweise wird das nicht besser, sondern eher schlechter. Wenn du ihn nicht willst, wie er jetzt ist, geh. Ändern wirst du ihn nicht. Am Anfang ist alles immer super, aber bei euch ist es ja merklich kühl geworden, wenn man das so liest. Warum ärgerst du dich damit rum? Hast du nichts Besseres verdient? Einen Deckel, der passt? Man ist richtig gefrustet, wenn man dein posting liest. Ich würde so nicht leben wollen und wäre längst weg. Du bist noch jung. Männer kommen und gehen und wenn es nicht wirklich super passt oder jedenfalls wirklich gut, dann verabschiede dich. Du hast in deinem Alter die Chance, jemanden ohne Kinder kennenzulernen, jemanden mit Kinderwunsch. (Und bei euch zu Hause laufen nur eure Kinder rum.) Und jemanden, der dich achtet und liebt.

    Lies dir die Postings zum Thema Patchwork durch. Nur Stress. Für sowas entscheidet man sich, wenn man den Partner wirklich liebt und auch von ihm geliebt wird, sonst schmeißt man den Scheiß hin. Und das rate ich dir. Schmeiß es hin.


    Er läuft offensichtlich auf Sparflamme und weist deine Liebesbekundungen zurück mit den Worten, man wüsste ja nicht, in wen man sich demnächst verknallt. Ja, gehts noch? Wie soll dieses gemeinsame Kind denn überhaupt zustande kommen, wenn körperliche Nähe nicht erwünscht ist? Ich trau mich kaum zu fragen, aber lass mich mal raten: DIE Form der körperlichen Zuwendung kann er ganz gut ertragen, hab ich Recht? Wenn ich Recht hab, hau ab, aber schnell. Du wirst ausgenutzt.
    weisserrabe2001 gefällt dies

  5. #5
    LillyMarie1205 ist offline Stranger

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    Standard Re: Partner hat drei Kinder - Überfordert und falsche Erwartungen?

    Hallo Kaami,

    ich kenne deine Situation viel zu gut. Deine Situation hört sich genauso an wie meine Beziehung gelaufen ist zu meinem Freund und wie die Beziehung ist, wenn seine Kinder da sind. Wir haben mittlerweile keinen Respekt mehr voreinander, wir sprechen nicht miteinander, wir schlafen nicht miteinander, wir nehmen nicht mehr am Leben des Anderen teil, weshalb wir uns jetzt trennen werden. Am Anfang war er für mich auch der Tollste Mann, aber ich verstehe auch nicht, warum er so nachgelassen hat. Das macht mich auch traurig und ich fühle mich persönlich angegriffen dadurch, dass ich daran schuld bin. Aber ich glaube, er ist einfach der Falsche gewesen. Es ist halt nur schade für unsere zwei Kinder, für sie wird es eine starke Veränderung geben.

    Ich wünsche dir viel Kraft für deine Entscheidung.

    Liebe Grüße
    Sonne

  6. #6
    Enja44 ist offline old hand

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    Standard Re: Partner hat drei Kinder - Überfordert und falsche Erwartungen?

    Zitat Zitat von LillyMarie1205 Beitrag anzeigen
    Hallo Kaami,

    ich kenne deine Situation viel zu gut. Deine Situation hört sich genauso an wie meine Beziehung gelaufen ist zu meinem Freund und wie die Beziehung ist, wenn seine Kinder da sind. Wir haben mittlerweile keinen Respekt mehr voreinander, wir sprechen nicht miteinander, wir schlafen nicht miteinander, wir nehmen nicht mehr am Leben des Anderen teil, weshalb wir uns jetzt trennen werden. Am Anfang war er für mich auch der Tollste Mann, aber ich verstehe auch nicht, warum er so nachgelassen hat. Das macht mich auch traurig und ich fühle mich persönlich angegriffen dadurch, dass ich daran schuld bin. Aber ich glaube, er ist einfach der Falsche gewesen. Es ist halt nur schade für unsere zwei Kinder, für sie wird es eine starke Veränderung geben.

    Ich wünsche dir viel Kraft für deine Entscheidung.

    Liebe Grüße
    Sonne
    Deine Kinder werden es überleben. Wenn sie doch jetzt schon dran gewöhnt sind, dass ihr nichts mehr miteinander zu tun habt, wird es sie nicht stören, wenn ihr Papa in den Wohnwagen zieht. Solange er nicht den Fernseher mitnimmt.....

  7. #7
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Partner hat drei Kinder - Überfordert und falsche Erwartungen?

    Zitat Zitat von Enja44 Beitrag anzeigen
    Deine Kinder werden es überleben. Wenn sie doch jetzt schon dran gewöhnt sind, dass ihr nichts mehr miteinander zu tun habt, wird es sie nicht stören, wenn ihr Papa in den Wohnwagen zieht. Solange er nicht den Fernseher mitnimmt.....
    Vielleicht solltest du dich ein wenig zurückhalten.

    Paare trennen sich nun mal.

  8. #8
    Enja44 ist offline old hand

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    Standard Re: Partner hat drei Kinder - Überfordert und falsche Erwartungen?

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Vielleicht solltest du dich ein wenig zurückhalten.

    Paare trennen sich nun mal.
    Nichts anderes wollte ich damit sagen. Die Kinder kriegen das schon hin. Schließlich sind sie jetzt schon Kummer gewöhnt. Das mit dem Fernseher ist ein Zitat eines Mädchens aus der Klasse meiner Mittleren, deren Mutter zu dem Zeitpunkt bereits zum dritten Mal verheiratet war, nachdem auch der damalige Vater vor die Tür gesetzt worden war.

  9. #9
    Rena_dus ist offline Stranger

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    Standard Re: Partner hat drei Kinder - Überfordert und falsche Erwartungen?

    Hallo Kaami,
    ich bin 53 Jahre und bin seit ca. 1,5 Jahren mit einem Vater von drei Kindern (2x9 und 1x10 Jahre), die in seinem Haushalt leben und drei erwachsenen Kindern zusammen. Ich selbst habe eine erwachsene Tochter, die noch studiert. Ich wohne überwiegend bei meinem Partner, bin auch dort gemeldet, habe aber auch noch meine eigene Wohnung in der auch meine Tochter lebt, noch nicht aufgegeben.

    Während meiner beiden Ehen, die beide gescheitert sind, habe ich festgestellt, dass Männer, die sich ihrer Partnerin sicher sind, sich nicht mehr sehr um die Partnerin und um ihre Partnerschaft bemühen - egal ob Kinder im Spiel sind oder nicht. Die Frau ist doch da. Alles ist gut! Ja, klar, für ihn!!! Und er merkt üblicherweise nicht, dass sie das ganz anders sieht und leidet.
    Vielleicht solltest du deinem Partner erklären, dass das, was du tust nicht selbstverständlich ist. Nicht viele Frauen haben den Mut sich für einen Mann mit drei noch nicht erwachsenen Kindern zu entscheiden und mit ihm zusammen zu leben. Das bedeutet nämlich viel Stress und es bedeutet auch, dass man sehr häufig seine eigenen Bedürfnisse zurückstecken muss. Ich nehme den Stress in Kauf und tue das sogar gerne, weil ich meinen Partner liebe, doch selbstlos bin ich nicht, denn ich erwarte auch etwas von ihm und bekomme es auch. Zuneigung, Liebe und Zeit, Zeit für gemeinsame Aktivitäten, auch ohne Kinder. Mein Partner hat mir am Anfang gesagt, dass er keine Mutter für seine Kinder sucht, sondern eine Partnerin. Doch im Zusammenleben mit drei Kindern übernimmt man dann zwangsläufig auch eine Mutterrolle.

    Mach deinem Partner klar, dass du das gerne tust, doch mach ihm auch klar, dass für dich damals für ihn entschieden hast und dir die Partnerschaft mit ihm wichtig ist. Du hast dich für dieses Leben entschieden, weil du mit ihm zusammen sein wolltest und nicht, weeil du gerne mit drei Kindern zusammenleben wolltest. Die Partnerschaft und Liebe zu ihm ist der Grund warum du dich auch um seine Familie kümmerst - sogar gerne kümmerst.
    Doch eine Partnerschaft bedeutet immer, dass man daran "arbeiten" muss. Man muss etwas tun, damit die Partnerschaft am Leben bleibt. Tut man das nicht, stirbt sie.
    Wenn ich dich richtig verstehe, dann machst du Vorschläge, was ihr beide mal alleine unternehmen könntet und er blockt ab. Sprich: Er investiert nicht mehr in diese Partnerschaft. Er meint, sie ist einfach so da. Mach ihm klar, dass das nicht so ist. Ihm sollte wirlich klar sein, dass du jederzeit gehen kanst, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Die Kinder um die du dich kümmerst, sind nicht deine Kinder. Sicherlich hast du sie gern, vermutlich sogar sehr gern. Doch letztendlich sind es nicht deine Kinder. Du hast kaum, eigentlich gar keine Rechte bzgl. der Kinder, doch seit du bei ihm wohnst hast du Pflichten übernommen. Das hast du freiwillig gemacht. Du hast es für ihn, für deine Partnerschaft gemacht. Allerrdings, wenn die Partnerschaft nicht mehr existiert, weil er nichts mehr für diese Partnerschaft tut und dich nur noch als Mutterersatz und als Frau sieht, die sich um den Haushalt kümmert, dann wird er diese Frau verlieren. Und das solltest du ihm klarmachen - ohne Drohung - einfach als Fakt.
    Deshalb solltest du ihm wirklich nicht drohen, damit er sich nicht ganz in die Ecke gedrängt fühlt. Sag ihm auch nicht, dass du dich schon nach Wohnungen umsiehst, dass würde er vermutlich als Drohung auffassen. Sage es ihm alles möglichst sachlich. Sage ihm, dass du das alles gerne tust, dass du aber auch erwartest, dass er sich um dich bemüht. Sage ihm klipp und klar was du genau erwartest. Männer verstehen unser Drumherumgerede nämlich nicht. Je klarer, desto besser. Sag ihm z.B., dass du alleine mit ihm ausgehen möchtest, sag ihm auch wohin (Kino, Theater, Kneipe, essen gehen....), sag ihm wie oft (1x im Monat, die Woche), denn hin und wieder oder ich möchte das "mal" machen, verstehen Männer auch nicht. :-(
    Egal was du dir von ihm erhoffst, sag es ihm sachlich, klar und deutlich aber ohne Drohungen, ohne Wut und ohne vorwurfsvollen Unterton. Sag es ihm, und dann lass ihm ein paar Tage Zeit das Ganze zu verarbeiten. Wenn er dann nicht von alleine darauf kommt etwas zu ändern, schlag ihm wieder mal eine gemeinsame Aktivität vor. Wenn er wieder abblockt und darüber auch nicht reden will, solltest du dir überlegen, ob du wirklich so leben möchtest. Vermutlich wird sich dann nämlich nie etwas ändern.
    Zusammen leben ist ein Geben und Nehmen. Nur Geben ist auf Dauer zu wenig.

    Bei uns klappt es. Wenn es Probleme oder Schwierigkeiten gibt, spreche ich diese sofort an. Möglichst ruhig und sachlich (was mir leider nicht immer gelingt). Meinem Partner liegt genausoviel an unserer Beziehung wie mir. Und er tut auch viel dafür. Mein Partner weiß, was er an mir hat und wenn er es mal vergisst, erinnere ich ihn daran. Er macht das umgekehrt genauso.
    Ich wünsche dir/euch, dass ihr Weg findet.
    wir_beide und NeueFamilie11 gefällt dies.

  10. #10
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Partner hat drei Kinder - Überfordert und falsche Erwartungen?

    Zitat Zitat von Enja44 Beitrag anzeigen
    Nichts anderes wollte ich damit sagen. Die Kinder kriegen das schon hin. Schließlich sind sie jetzt schon Kummer gewöhnt.
    Den Kummer interpretierst du halt leider rein.

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