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Thema: Und auf einmal ist das Kind Halbwaise

  1. #1
    cpt_rauschebart Gast

    Standard Und auf einmal ist das Kind Halbwaise

    Hm, ich habe gerade den ersten Anlauf gekippt euch zu erklaeren was hier gerade los ist. Ich versuche es mal kurz und knapp und bemuehe mich gegebenenfalls zu erlaeutern.

    Ich lebe zusammen mit meiner Partnerin und ihrem fast 5 jaehrigen Sohn, wir drei sind ein Team seit der Kurze 2 1/2 ist. Er hat beschlossen mich zu seinem Papa zu erklaeren, was ich als grosse Ehre betrachte und damals sehr stolz angenommen habe. Er weiss dass ich nicht an seiner Erzeugung beteiligt war, sondern sein leiblicher Vater. Sein leiblicher Vater hat sich nie um ihn gekuemmert und war auch nicht besonders interessiert. Wir haben uns einem Kontakt nicht in den Weg gestellt, sondern uns bemueht das moeglich zu machen, meine Partnerin hat das geradezu vom leiblichen Vater gefordert. Jedoch hat es bisher nicht geklappt mehr als eine Bekanntschaft zwischen den beiden herzustellen. Beim letzten Treffen hat der leibliche Vater den Jungen soweit eingeschuechtert und Druck auf ihn ausgeuebt ihm Details ueber unseren Alltag zu verraten dass wir 2 Tage lang brauchten um den Jungen zu beruhigen und ihm zu versichern dass wir ihn beschuetzen...

    Nun ist der leibliche Vater gestorben und wir stehen vor der Frage wie wir am besten mit der Situation umgehen. Wir sind uns nicht sicher ob es Sinn macht mit dem Jungen zur Beerdingung zu gehen. Auf der einen Seite moechten wir dem Jungen die Moeglichkeit geben abschied zu nehmen, auf der anderen Seite ist aber zu befuerchten dass es ein totales Desaster wird. Die Mutter des leiblichen Vaters hat bereits ohne weitere Absprache den Namen des Jungen mit in die Traueranzeige genommen, will dem Jungen Dinge aus dem Nachlass ihres Sohnes schenken und versteht nicht warum meine Partnerin sich ueberrumpelt fuehlt.

    Ich bin in der ganzen Situation sehr durcheinander und moechte nur das beste fuer meine Partnerin und auch fuer den Jungen. Aber es scheint hier gerade keinen klaren Weg zu geben. Was meint ihr?

  2. #2
    Habibi007 ist offline Veteran

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    Standard Re: Und auf einmal ist das Kind Halbwaise

    Der Junge ist in einem Alter wo ich ihn das entcheiden lassen würde.
    Einfach Fragen, will er gehen dann geht will er nicht dann lasst es.
    Wenn er nicht will bietet ihm an einige Tage nach der Beerdigung in Ruhe hin zugehen, egal wie er sich entscheidet ein Abschied halte ich für wichtig.

    Das sie den Namen reingenommen hat finde ich ist doch sehr schön, sie hat klar gezeigt das sie den Enkel dazugehörig sieht auch wenn ihr Sohn sich nicht gekümmert hat und wenn der Vater keine anderen Kinder hatte steht ihm doch das als Erbe zu, schließlich ist er Erbberechtigt.
    Zitat Zitat von cpt_rauschebart Beitrag anzeigen
    Hm, ich habe gerade den ersten Anlauf gekippt euch zu erklaeren was hier gerade los ist. Ich versuche es mal kurz und knapp und bemuehe mich gegebenenfalls zu erlaeutern.

    Ich lebe zusammen mit meiner Partnerin und ihrem fast 5 jaehrigen Sohn, wir drei sind ein Team seit der Kurze 2 1/2 ist. Er hat beschlossen mich zu seinem Papa zu erklaeren, was ich als grosse Ehre betrachte und damals sehr stolz angenommen habe. Er weiss dass ich nicht an seiner Erzeugung beteiligt war, sondern sein leiblicher Vater. Sein leiblicher Vater hat sich nie um ihn gekuemmert und war auch nicht besonders interessiert. Wir haben uns einem Kontakt nicht in den Weg gestellt, sondern uns bemueht das moeglich zu machen, meine Partnerin hat das geradezu vom leiblichen Vater gefordert. Jedoch hat es bisher nicht geklappt mehr als eine Bekanntschaft zwischen den beiden herzustellen. Beim letzten Treffen hat der leibliche Vater den Jungen soweit eingeschuechtert und Druck auf ihn ausgeuebt ihm Details ueber unseren Alltag zu verraten dass wir 2 Tage lang brauchten um den Jungen zu beruhigen und ihm zu versichern dass wir ihn beschuetzen...

    Nun ist der leibliche Vater gestorben und wir stehen vor der Frage wie wir am besten mit der Situation umgehen. Wir sind uns nicht sicher ob es Sinn macht mit dem Jungen zur Beerdingung zu gehen. Auf der einen Seite moechten wir dem Jungen die Moeglichkeit geben abschied zu nehmen, auf der anderen Seite ist aber zu befuerchten dass es ein totales Desaster wird. Die Mutter des leiblichen Vaters hat bereits ohne weitere Absprache den Namen des Jungen mit in die Traueranzeige genommen, will dem Jungen Dinge aus dem Nachlass ihres Sohnes schenken und versteht nicht warum meine Partnerin sich ueberrumpelt fuehlt.

    Ich bin in der ganzen Situation sehr durcheinander und moechte nur das beste fuer meine Partnerin und auch fuer den Jungen. Aber es scheint hier gerade keinen klaren Weg zu geben. Was meint ihr?

  3. #3
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick

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    Standard Re: Und auf einmal ist das Kind Halbwaise

    Ich würd emit ihm sprechen und ihn entscheiden lassen. Sehr schön ist auch der Vorschlag, etwas später am Grab Abschied zu nehmen, wenn bzw. sobald er dazu bereit ist.

    Auch wenn sich deine Freundin überrumpelt fühlt, es sind nun etliche Dinge zu klären, v.a. auch im Interesse ihres Sohnes, der ja der Erbe sein wird.

    LG

  4. #4
    cpt_rauschebart Gast

    Standard Re: Und auf einmal ist das Kind Halbwaise

    Zitat Zitat von Habibi007 Beitrag anzeigen
    Der Junge ist in einem Alter wo ich ihn das entcheiden lassen würde.
    Einfach Fragen, will er gehen dann geht will er nicht dann lasst es.
    Wenn er nicht will bietet ihm an einige Tage nach der Beerdigung in Ruhe hin zugehen, egal wie er sich entscheidet ein Abschied halte ich für wichtig.

    Das sie den Namen reingenommen hat finde ich ist doch sehr schön, sie hat klar gezeigt das sie den Enkel dazugehörig sieht auch wenn ihr Sohn sich nicht gekümmert hat und wenn der Vater keine anderen Kinder hatte steht ihm doch das als Erbe zu, schließlich ist er Erbberechtigt.
    Was dan Abschied anbelangt stimme ich dir zu. Jedoch wollen wir den Kurzen zu nichts draengen, vorallem da es sich hier ja aus seiner Sicht um einen Fremden handelt, vor dem er zuletzt nur noch Angst hatte da der leibliche Vater beim letzten Treffen der beiden massiv Druck auf den Jungen ausgeuebt hat ihm Details aus unserem Leben zu erzaehlen und ihn massiv angegangen ist nachdem der Junge sich (aus Sicht des leiblichen Vaters) verkehrt benommen hat. Dieses Treffen fand unter Betreuung statt und hatte das Ziel dass sich die beiden kennenlernen. Dazu ist es so leider nicht gekommen da das leibliche Vater dieses Angebot nicht ernsthaft wahrgenommen hat und zum Schluss nicht mehr zu Terminen kam (wie er das auch frueher schon getan hat). Fuer den Jungen waren das immer nur Termine an denen er die Betreuerin besuchen ging...

    Was das Erbe angeht wird es sich hierbei vermutlich eher um massive Schulden handeln. Und ich sehe das mit der Anzeige auch nicht so besonders positiv. Aus dieser Familie hat sich nie jemand um den Jungen gekuemmert, er war dort immer nur ein Vorzeigekind. Und genauso passiert das gerade wieder. Die Mutter des leiblichen Vaters hat nie versucht Kontakt zu knuepfen, keine Weihnachtskarte geschrieben, am Geburtstag angerufen oder dergleichen (der leibliche Vater ebensowenig, nur einmal hat er Nachrichten geschrieben - allerdings nicht um zu gratulieren, sondern um sich zu beschweren dass er dem Jungen nicht gratulieren koenne...). Ich sehe das eher als Versuch eine heile Welt zu erzeugen die es nie gegeben hat.

  5. #5
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick

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    Standard Re: Und auf einmal ist das Kind Halbwaise

    Euch wird aber die Auseinandersetzung mit der Großmutter nicht erspart bleiben. Vielleicht sollte Deine Freundin zur Seite schieben, was mit ihrem Ex gelaufen ist, und im Sinne des Kindes einigermaßen neutral an die Sache herangehen. Die Großmutter hat immerhin ihren Sohn verloren. Jemandem in seiner Trauer reines Kalkül (Nennung des Namens in der Todesanzeige zum Vorzeigen des Enkelkindes?!) zu unterstellen, finde ich schon recht hart.

    Gerade wenn das eigene Kind stirbt, ändern sich viele Sichtweisen. Auch wenn die Vergangenheit schlecht gelaufen ist, sollte man nicht gründsätzlich alle Wege in die Zukunft verbauen.
    Habibi007 und straussenei gefällt dies.

  6. #6
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: Und auf einmal ist das Kind Halbwaise

    wenn der Vater massive Schulden hatte dann müsst ihr das Erbe für das Kind ausschlagen !
    Bitte lasst euch hierzu genau beraten, dafür gibt es Fristen

  7. #7
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Und auf einmal ist das Kind Halbwaise

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    wenn der Vater massive Schulden hatte dann müsst ihr das Erbe für das Kind ausschlagen !
    Bitte lasst euch hierzu genau beraten, dafür gibt es Fristen
    Wieso denn "ihr"?

  8. #8
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick

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    Standard Re: Und auf einmal ist das Kind Halbwaise

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    wenn der Vater massive Schulden hatte dann müsst ihr das Erbe für das Kind ausschlagen !
    Bitte lasst euch hierzu genau beraten, dafür gibt es Fristen
    Guter Punkt. Auf die Fristen wird man aber vom Nachlassgericht hingewiesen. Ich würd emir aber vorher schon eine detaillierte Aufstellung der Erbmasse geben lassen. Das kann aber nur die Mutter des erbberechtigten Kindes, nicht der Freund der Mutter. Der sollte sich da meiner Meinung nach komplett raushalten.

    Und selbst wenn man das Erbe ausschlägt, kann man durchaus Dinge des Verstorbenen als Erinnerung annehmen (von der Großmutter wurde ja schon was angeboten). Wer weiß, ob das Kind nicht später mal froh drum ist.

  9. #9
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: Und auf einmal ist das Kind Halbwaise

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Guter Punkt. Auf die Fristen wird man aber vom Nachlassgericht hingewiesen. Ich würd emir aber vorher schon eine detaillierte Aufstellung der Erbmasse geben lassen. Das kann aber nur die Mutter des erbberechtigten Kindes, nicht der Freund der Mutter. Der sollte sich da meiner Meinung nach komplett raushalten.

    Und selbst wenn man das Erbe ausschlägt, kann man durchaus Dinge des Verstorbenen als Erinnerung annehmen (von der Großmutter wurde ja schon was angeboten). Wer weiß, ob das Kind nicht später mal froh drum ist.
    er kann da schon beratend eingreifen und auf genau diesen Punkt (Erbe ausschlagen) deutlich hinweisen.
    Natürlich muss das die Mutter machen, aber er postet ja auch hier, also ist es erstmal wohl eine gemeinsame Sache.

  10. #10
    cpt_rauschebart Gast

    Standard Re: Und auf einmal ist das Kind Halbwaise

    Wir haben gestern mit dem Kurzen gesprochen, ihm erklaert dass sein leiblicher Vater gestorben ist und beerdigt wird. Das Resultat war dass wir ihm erstmal auf die Spruenge helfen mussten damit er wusste von wem wir sprechen. Dann war er einen kurzen Moment unsicher und hat uns wiederholt gefragt ob die Betreuerin bei der die beiden sich getroffen haben denn ok sei. Und zum Schluss mussten wir ihm noch erklaeren wie das mit dem Beerdigen so funktioniert. Die Frage ob er denn zum Friedhof gehen moechte um sich zu verabschieden hat er bejaht. Aber er hatte es damit nicht eilig, er sagte dazu "Aber nicht jetzt, spaeter!" Was seine Art ist zu sagen "Achja das koennen wir irgendwann wohl mal machen..."

    Was die Grossmutter mit ihrer Trauer anbelangt bleibe ich dabei. Trauer hin oder her, sie mischt sich da gerade in das Leben anderer Menschen ein mit denen sie nichts zu tun hat. "Das macht man halt so" ist da nicht genug. Wenn ihr an einem MITeinander gelegen waere, dann haette sie sich zumindest die Meinung meiner Partnerin einholen sollen. Aber im Gegenteil hat sie die Einwaende meiner Partnerin ignoriert, ihr erklaert dass mache man halt so und sie muesse nun los und aufgelegt. ..

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