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Thema: Stiefeltern haben es nicht leicht

  1. #1
    Inal1995 ist offline Stranger

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    Standard Stiefeltern haben es nicht leicht

    Hallo Ihr Lieben,

    Ich habe hier schon einmal einen Rat geholt, nun möchte ich aber lieber einen Tipp geben. Ich selbst habe oft in Foren nachgesehen, ob mir etwas weiterhelfen kann und habe, für mich, nichts passendes gefunden.

    Seit nunmehr 6 Jahren bin ich eine Stiefmutter von einer mittlerweile fast 10 jährigen und einem 12 jährigen.

    Klar habe ich nicht immer alles richtig gemacht, wer macht das schon. Mütter, gerade alleinerziehende haben es auch schwer, aber was die "mamis" oft vergessen ist, dass wir uns nicht 9 Monate an die Situation gewöhnen konnten und wir nicht seit dem 1 Tag des Kindes etwas bewirken können. Wir bekommen ein Kind, dass etwas von der Mama gelernt hat und etwas vom Papa. Vielleicht spielen die Großeltern auch eine große Rolle und Formen das Kind mit. Und dann bist da du!

    Mir fiel es anfangs sehr schwer, diese kleinen Personen an der Seite meines partners zu akzeptieren. Ich war damals 19 Jahre. Erst als ich Begriff, dass die es sind, die vielleicht genau so fühlen wie ich in dem Moment, sie vielleicht Angst haben ihren Papa zeilen zu müssen, konnte ich auf sie eingehen und annehmen. Ich wurde oft dafür kritisiert, aber konnte nicht aus meiner Haut.

    Die kleine hat einen sehr ausgeprägten Charakter und ist teilweise alles andere als leicht. Da war ich oftmals überfordert. Zumal du ja nicht weißt, was darf ich als Stiefmutter tun und was nicht. Man ist oft alleine mit dem Kind und kann von seinem Partner nicht verlangen ständig und immer anwesend zu sein. Das muss auch klappen, wenn du alleine mit den Kindern bist!

    Nach 6 Jahren Arbeit (jeder von uns hat hart gearbeitet) muss ich wirklich sagen, dass es sich ausgezahlt hat. Es wird immer mal Streit geben und keiner sagt das es leichter wird. Aber man rauf sich zusammen. Keiner macht alles richtig, aber ich von mir aus, kann sagen, dass es ok und richtig ist, fehler zu machen. Ich war jung und bin es immer noch. Ich Falle in Verhaltensmuster, die vielleicht manchmal fehl am Platz sind. Aber das ist ok. Man kann im Alltag nicht immer nachdenken, was kann ich machen, was nicht. Manchmal platz es einfach raus.

    Nach 6 jahren wurde mir gestern von beiden Kindern gesagt, dass sie nicht wüssten was sie ohne mich gemacht hätten und wo sie heute wären. Sie sind froh dass ich da bin und haben mich lieb.

    Das sind Worte, die mir zeigen, dass ich anscheinend doch nicht alles falsch gemacht habe. Sie nehmen quch von mir wichtige dinge mit in ihr eigenständiges Leben, egal ob man alles richtig macht oder es einem auch mal den Schalter raus haut. Ich habe sachen gesagt, da wo jeder Pädagoge den Kopf schütteln würde, doch habe in solchen momenten auch nicht groß nachgedacht 🤷*♀️ habe nach einem Streit nicht immer richtig reagiert, doch aus meiner haut konnte ich nicht raus. Das nennt man dann menschlich und es wird jeder sagen, dass das ok ist.

    Das wollte ich nur den Stiefmüttern mitteilen, die vielleicht genau so fühlen wie ich damals und manchmal auch am liebsten gehen würden, weil es aussichtslos erscheint.

    Jeder kann es schaffen. Man muss es nur wollen. Anfangs war es nur die liebe zu meinem Partner. Heute ist es quch die liebe zu meinen beiden kleinen. Es sind quch zum Teil meine Kinder, nur ist die liebe auf einem anderen Weg entstanden.

  2. #2
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick

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    Standard Re: Stiefeltern haben es nicht leicht

    Zitat Zitat von Inal1995 Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben,

    Ich habe hier schon einmal einen Rat geholt, nun möchte ich aber lieber einen Tipp geben. Ich selbst habe oft in Foren nachgesehen, ob mir etwas weiterhelfen kann und habe, für mich, nichts passendes gefunden.

    Seit nunmehr 6 Jahren bin ich eine Stiefmutter von einer mittlerweile fast 10 jährigen und einem 12 jährigen.

    Klar habe ich nicht immer alles richtig gemacht, wer macht das schon. Mütter, gerade alleinerziehende haben es auch schwer, aber was die "mamis" oft vergessen ist, dass wir uns nicht 9 Monate an die Situation gewöhnen konnten und wir nicht seit dem 1 Tag des Kindes etwas bewirken können. Wir bekommen ein Kind, dass etwas von der Mama gelernt hat und etwas vom Papa. Vielleicht spielen die Großeltern auch eine große Rolle und Formen das Kind mit. Und dann bist da du!

    Mir fiel es anfangs sehr schwer, diese kleinen Personen an der Seite meines partners zu akzeptieren. Ich war damals 19 Jahre. Erst als ich Begriff, dass die es sind, die vielleicht genau so fühlen wie ich in dem Moment, sie vielleicht Angst haben ihren Papa zeilen zu müssen, konnte ich auf sie eingehen und annehmen. Ich wurde oft dafür kritisiert, aber konnte nicht aus meiner Haut.

    Die kleine hat einen sehr ausgeprägten Charakter und ist teilweise alles andere als leicht. Da war ich oftmals überfordert. Zumal du ja nicht weißt, was darf ich als Stiefmutter tun und was nicht. Man ist oft alleine mit dem Kind und kann von seinem Partner nicht verlangen ständig und immer anwesend zu sein. Das muss auch klappen, wenn du alleine mit den Kindern bist!

    Nach 6 Jahren Arbeit (jeder von uns hat hart gearbeitet) muss ich wirklich sagen, dass es sich ausgezahlt hat. Es wird immer mal Streit geben und keiner sagt das es leichter wird. Aber man rauf sich zusammen. Keiner macht alles richtig, aber ich von mir aus, kann sagen, dass es ok und richtig ist, fehler zu machen. Ich war jung und bin es immer noch. Ich Falle in Verhaltensmuster, die vielleicht manchmal fehl am Platz sind. Aber das ist ok. Man kann im Alltag nicht immer nachdenken, was kann ich machen, was nicht. Manchmal platz es einfach raus.

    Nach 6 jahren wurde mir gestern von beiden Kindern gesagt, dass sie nicht wüssten was sie ohne mich gemacht hätten und wo sie heute wären. Sie sind froh dass ich da bin und haben mich lieb.

    Das sind Worte, die mir zeigen, dass ich anscheinend doch nicht alles falsch gemacht habe. Sie nehmen quch von mir wichtige dinge mit in ihr eigenständiges Leben, egal ob man alles richtig macht oder es einem auch mal den Schalter raus haut. Ich habe sachen gesagt, da wo jeder Pädagoge den Kopf schütteln würde, doch habe in solchen momenten auch nicht groß nachgedacht ��*♀️ habe nach einem Streit nicht immer richtig reagiert, doch aus meiner haut konnte ich nicht raus. Das nennt man dann menschlich und es wird jeder sagen, dass das ok ist.

    Das wollte ich nur den Stiefmüttern mitteilen, die vielleicht genau so fühlen wie ich damals und manchmal auch am liebsten gehen würden, weil es aussichtslos erscheint.

    Jeder kann es schaffen. Man muss es nur wollen. Anfangs war es nur die liebe zu meinem Partner. Heute ist es quch die liebe zu meinen beiden kleinen. Es sind quch zum Teil meine Kinder, nur ist die liebe auf einem anderen Weg entstanden.
    Das ging jetzt bei euch aber doch recht schnell, dass sich das Familienleben wieder eingerenkt hat.

  3. #3
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Stiefeltern haben es nicht leicht

    Zitat Zitat von Inal1995 Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben,

    Ich habe hier schon einmal einen Rat geholt, nun möchte ich aber lieber einen Tipp geben. Ich selbst habe oft in Foren nachgesehen, ob mir etwas weiterhelfen kann und habe, für mich, nichts passendes gefunden.

    Seit nunmehr 6 Jahren bin ich eine Stiefmutter von einer mittlerweile fast 10 jährigen und einem 12 jährigen.

    Klar habe ich nicht immer alles richtig gemacht, wer macht das schon. Mütter, gerade alleinerziehende haben es auch schwer, aber was die "mamis" oft vergessen ist, dass wir uns nicht 9 Monate an die Situation gewöhnen konnten und wir nicht seit dem 1 Tag des Kindes etwas bewirken können. Wir bekommen ein Kind, dass etwas von der Mama gelernt hat und etwas vom Papa. Vielleicht spielen die Großeltern auch eine große Rolle und Formen das Kind mit. Und dann bist da du!

    Mir fiel es anfangs sehr schwer, diese kleinen Personen an der Seite meines partners zu akzeptieren. Ich war damals 19 Jahre. Erst als ich Begriff, dass die es sind, die vielleicht genau so fühlen wie ich in dem Moment, sie vielleicht Angst haben ihren Papa zeilen zu müssen, konnte ich auf sie eingehen und annehmen. Ich wurde oft dafür kritisiert, aber konnte nicht aus meiner Haut.

    Die kleine hat einen sehr ausgeprägten Charakter und ist teilweise alles andere als leicht. Da war ich oftmals überfordert. Zumal du ja nicht weißt, was darf ich als Stiefmutter tun und was nicht. Man ist oft alleine mit dem Kind und kann von seinem Partner nicht verlangen ständig und immer anwesend zu sein. Das muss auch klappen, wenn du alleine mit den Kindern bist!
    Was die Stiefmamis oft vergessen, ist - aus meiner Sicht - dass sie sich gar nicht an eine Mami-Rolle zu gewöhnen brauchen, weil dafür schon die Mamis gibt.

    Wen man natürlich gerne oft alleine mit fremden Kindern ist und vom Vater dieser Kinder auch nicht verlangen kann, dass er sich selbst um seine Kinder kümmert (immer, so wie die alleinerziehenden Mamis das zuweilen machen), dann ist es tatsächlich harte Arbeit. Aber die hat man sich ja dann selbst aufgebürdet, das passt dann schon, geht als Hobby durch.

    Ernsthaft, ich kann als fünffach-Mami, alleinerziehend, mit neuem Partner (der mittlerweile nicht mehr in meiner Wohnung wohnt, aber das durchaus getan hat), einfach gar nichts damit anfangen.

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