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  • 4 Post By Sascha

Thema: Wie geht euer neuer Partner mit eurem Kind um?

  1. #1
    Steya ist offline Stranger

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    Standard Wie geht euer neuer Partner mit eurem Kind um?

    Hallo,

    ich bin jetzt gut über 5 Jahre mit meinem Partner zusammen (nicht der Vater meines Sohnes 12 J.).
    Es war schon immer das Problem, dass er meinem Sohn sehr sehr wenig Aufmerksamkeit schenkt oder mal frägt: hey wie gehts oder wie wars in der Schule?.... zumal sie auch gleiche Interessen pflegen wie Fußball, Computer, etc. Gut es kann sein, dass er z. b. einmal im Monat mit ihm etwas spielt und zwar am PC oder eben Dart. Jetzt kommt er in die Pubertät und es fehlt ihm einfach eine männliche Bezugsperson. Ich kann ihm diese nicht bieten. Sein Vater sieht er wenn überhaupt auch nur alle 14 Tage. Das Verhältnis ist auch nicht besonders, da mein Sohn mit der neuen Frau (3. neue Frau + diesmal verheiratet, gar nicht klarkommt/4 Kinder von 3 Frauen).

    Es zermürbt mich immer mehr und allmählich stelle ich die Beziehung wieder in Frage. Ich hab öfters versucht ihn anzusprechen, doch er blockiert dann völlig und sagt gar nichts dazu (ignorant) oder geht einfach in ein anderes Zimmer. So ist es oft, wenn ich Probleme ansprechen möchte.

    Zurzeit mache ich auch neben meinem Beruf (25 Std/Woche) noch den Fachwirt per Fernstudium. Bis ich mittags mit allem fertig bin (kochen, Wäschewaschen, etc.) komm ich erst abends zum Lernen. Natürlich kann sich mein Sohn in diesem Alter auch eine zeitlang selbst beschäftigen. Ich habe sowieso das Gefühl, dass mein Sohn momentan "nebenher läuft". Er hat sich auch schon bei meiner Mutter beschwert, dass zu Hause sich niemand um ihn kümmern würde, bzw. das keiner was mit ihm macht". Ich erwarte schon, dass mein Freund sich wenigstens ab und zu mit ihm beschäftigt. Oder erwarte ich zuviel? Von allein kommt nichts von ihm, wenn mein Sohn nicht auf ihn zugehen würde. Mein Freund ist Informatiker und schon seit über einem Jahr zu Hause im home Office. Nach der Arbeit zockt er meist oder arbeitet für sich privat bis spät abends. Ich fühl mich total gestresst. Zurzeit muss ich zusätzlich noch 3 x wöchentlich zum Arzt vor der Arbeit und noch früher aufstehen als sonst (Untergewicht, schlechte Blutwert (Stress). Mein Freund bleibt morgens liegen, während ich mit Sohn aufstehe und Frühstück mache, Vesper richte, Katzen füttere usw. Er steht dann irgendwann um 07.30/07.45 Uhr auf und hockt sich bequem an den PC. Selten frühstückt er mit. Er beteiligt sich am Haushalt, indem er den Müll (nach Aufforderung) herunterbringt und den Saugroboter laufen lässt + ab und zu nass wischt...um den Rest wie Kochen, Wäschewaschen sowie Auf- u. Abhängen, Bügeln, Abstauben, Bäder putzen, Sohn zu Fussballfahren+Abholen ...kümmer ich mich.
    Des Weiteren hat mein Freund eine 14 j. Tochter. Sie kommt leider nicht mehr zu uns, da es zwischen allen nicht funktioniert hatte (Ex-Frau so schwierig usw.) Er holt sie 14-tätgig ab und unternimmt etwas mit ihr.
    Erwarte ich zuviel? Wie gehen eure neuen Partner mit euren Kindern um?
    Ich würde mich über Meinungen freuen.

  2. #2
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick

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    Standard Re: Wie geht euer neuer Partner mit eurem Kind um?

    Zitat Zitat von Steya Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich bin jetzt gut über 5 Jahre mit meinem Partner zusammen (nicht der Vater meines Sohnes 12 J.).
    Es war schon immer das Problem, dass er meinem Sohn sehr sehr wenig Aufmerksamkeit schenkt oder mal frägt: hey wie gehts oder wie wars in der Schule?.... zumal sie auch gleiche Interessen pflegen wie Fußball, Computer, etc. Gut es kann sein, dass er z. b. einmal im Monat mit ihm etwas spielt und zwar am PC oder eben Dart. Jetzt kommt er in die Pubertät und es fehlt ihm einfach eine männliche Bezugsperson. Ich kann ihm diese nicht bieten. Sein Vater sieht er wenn überhaupt auch nur alle 14 Tage. Das Verhältnis ist auch nicht besonders, da mein Sohn mit der neuen Frau (3. neue Frau + diesmal verheiratet, gar nicht klarkommt/4 Kinder von 3 Frauen).

    Es zermürbt mich immer mehr und allmählich stelle ich die Beziehung wieder in Frage. Ich hab öfters versucht ihn anzusprechen, doch er blockiert dann völlig und sagt gar nichts dazu (ignorant) oder geht einfach in ein anderes Zimmer. So ist es oft, wenn ich Probleme ansprechen möchte.

    Zurzeit mache ich auch neben meinem Beruf (25 Std/Woche) noch den Fachwirt per Fernstudium. Bis ich mittags mit allem fertig bin (kochen, Wäschewaschen, etc.) komm ich erst abends zum Lernen. Natürlich kann sich mein Sohn in diesem Alter auch eine zeitlang selbst beschäftigen. Ich habe sowieso das Gefühl, dass mein Sohn momentan "nebenher läuft". Er hat sich auch schon bei meiner Mutter beschwert, dass zu Hause sich niemand um ihn kümmern würde, bzw. das keiner was mit ihm macht". Ich erwarte schon, dass mein Freund sich wenigstens ab und zu mit ihm beschäftigt. Oder erwarte ich zuviel? Von allein kommt nichts von ihm, wenn mein Sohn nicht auf ihn zugehen würde. Mein Freund ist Informatiker und schon seit über einem Jahr zu Hause im home Office. Nach der Arbeit zockt er meist oder arbeitet für sich privat bis spät abends. Ich fühl mich total gestresst. Zurzeit muss ich zusätzlich noch 3 x wöchentlich zum Arzt vor der Arbeit und noch früher aufstehen als sonst (Untergewicht, schlechte Blutwert (Stress). Mein Freund bleibt morgens liegen, während ich mit Sohn aufstehe und Frühstück mache, Vesper richte, Katzen füttere usw. Er steht dann irgendwann um 07.30/07.45 Uhr auf und hockt sich bequem an den PC. Selten frühstückt er mit. Er beteiligt sich am Haushalt, indem er den Müll (nach Aufforderung) herunterbringt und den Saugroboter laufen lässt + ab und zu nass wischt...um den Rest wie Kochen, Wäschewaschen sowie Auf- u. Abhängen, Bügeln, Abstauben, Bäder putzen, Sohn zu Fussballfahren+Abholen ...kümmer ich mich.
    Des Weiteren hat mein Freund eine 14 j. Tochter. Sie kommt leider nicht mehr zu uns, da es zwischen allen nicht funktioniert hatte (Ex-Frau so schwierig usw.) Er holt sie 14-tätgig ab und unternimmt etwas mit ihr.
    Erwarte ich zuviel? Wie gehen eure neuen Partner mit euren Kindern um?
    Ich würde mich über Meinungen freuen.
    ich leben nicht in einer Patchworkfamilie. Wenn dem aber so wäre, würde ich von Anfang an solche Dinge absprechen.

    Habt ihr das denn irgendwann mal thematisiert und darüber gesprochen, wie das generell laufen soll? Wer in welchem Umfang wofür zuständig ist? Also nicht nur mit den Kindern, sondern auch im Haushalt etc.

  3. #3
    Sascha ist offline Urgestein

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    Standard Re: Wie geht euer neuer Partner mit eurem Kind um?

    Ich sehe da 2 Punkte, die nicht unbedingt miteinander zu tun haben:
    1. Dein Partner und sein Umgang mit Deinem Sohn: Mhm. Ich würde (Konjunktiv, da ich in der Situation nie war und ich in die Situation nicht kommen werde) von meinem Partner, der NICHT der Vater des Kindes ist, nix spezielles erwarten. Natürlich höflichen Umgang, und wenn er MÖCHTE, dann auch gern mehr, aber n icht als Erwartung.
    2. Dein Partner und eure Arbeitsaufteilung: Ich erwarte von einem Partner schlicht, dass er sich in allen Haushaltsfragen einbringt. Und nicht, dass im Prinzip das einzige der Müll ist, den er nach Aufforderung raus bringt.
    Sascha
    Most important decisions in life are made between two people in bed
    Billy Bragg

    https://ibb.co/4N203zg

  4. #4
    Flowerchild ist offline addict

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    Standard Re: Wie geht euer neuer Partner mit eurem Kind um?

    Ich widerspreche: Ich würde von meinem neuen Partner erwarten, dass er meinen Sohn als neues Familienmitglied akzeptiert und sich um ihn bemüht. Sonst bräuchte ich diesen neuen Partner nicht. Mich und mein Kind gibt es nur im Doppelpack. Allerdings kann es für deinen Freund komisch sein so viel mit deinem Sohn zu machen, wenn er sein eigenes Kind kaum sieht. Das möchte er sicher nicht benachteiligen. Was ist denn der genaue Grund, dass die Tochter nicht mehr kommen möchte? Daran würde ich dringend arbeiten.

  5. #5
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Wie geht euer neuer Partner mit eurem Kind um?

    Zitat Zitat von Steya Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich bin jetzt gut über 5 Jahre mit meinem Partner zusammen (nicht der Vater meines Sohnes 12 J.).
    Es war schon immer das Problem, dass er meinem Sohn sehr sehr wenig Aufmerksamkeit schenkt oder mal frägt: hey wie gehts oder wie wars in der Schule?.... zumal sie auch gleiche Interessen pflegen wie Fußball, Computer, etc. Gut es kann sein, dass er z. b. einmal im Monat mit ihm etwas spielt und zwar am PC oder eben Dart. Jetzt kommt er in die Pubertät und es fehlt ihm einfach eine männliche Bezugsperson. Ich kann ihm diese nicht bieten. Sein Vater sieht er wenn überhaupt auch nur alle 14 Tage. Das Verhältnis ist auch nicht besonders, da mein Sohn mit der neuen Frau (3. neue Frau + diesmal verheiratet, gar nicht klarkommt/4 Kinder von 3 Frauen).

    Es zermürbt mich immer mehr und allmählich stelle ich die Beziehung wieder in Frage. Ich hab öfters versucht ihn anzusprechen, doch er blockiert dann völlig und sagt gar nichts dazu (ignorant) oder geht einfach in ein anderes Zimmer. So ist es oft, wenn ich Probleme ansprechen möchte.

    Zurzeit mache ich auch neben meinem Beruf (25 Std/Woche) noch den Fachwirt per Fernstudium. Bis ich mittags mit allem fertig bin (kochen, Wäschewaschen, etc.) komm ich erst abends zum Lernen. Natürlich kann sich mein Sohn in diesem Alter auch eine zeitlang selbst beschäftigen. Ich habe sowieso das Gefühl, dass mein Sohn momentan "nebenher läuft". Er hat sich auch schon bei meiner Mutter beschwert, dass zu Hause sich niemand um ihn kümmern würde, bzw. das keiner was mit ihm macht". Ich erwarte schon, dass mein Freund sich wenigstens ab und zu mit ihm beschäftigt. Oder erwarte ich zuviel? Von allein kommt nichts von ihm, wenn mein Sohn nicht auf ihn zugehen würde. Mein Freund ist Informatiker und schon seit über einem Jahr zu Hause im home Office. Nach der Arbeit zockt er meist oder arbeitet für sich privat bis spät abends. Ich fühl mich total gestresst. Zurzeit muss ich zusätzlich noch 3 x wöchentlich zum Arzt vor der Arbeit und noch früher aufstehen als sonst (Untergewicht, schlechte Blutwert (Stress). Mein Freund bleibt morgens liegen, während ich mit Sohn aufstehe und Frühstück mache, Vesper richte, Katzen füttere usw. Er steht dann irgendwann um 07.30/07.45 Uhr auf und hockt sich bequem an den PC. Selten frühstückt er mit. Er beteiligt sich am Haushalt, indem er den Müll (nach Aufforderung) herunterbringt und den Saugroboter laufen lässt + ab und zu nass wischt...um den Rest wie Kochen, Wäschewaschen sowie Auf- u. Abhängen, Bügeln, Abstauben, Bäder putzen, Sohn zu Fussballfahren+Abholen ...kümmer ich mich.
    Des Weiteren hat mein Freund eine 14 j. Tochter. Sie kommt leider nicht mehr zu uns, da es zwischen allen nicht funktioniert hatte (Ex-Frau so schwierig usw.) Er holt sie 14-tätgig ab und unternimmt etwas mit ihr.
    Erwarte ich zuviel? Wie gehen eure neuen Partner mit euren Kindern um?
    Ich würde mich über Meinungen freuen.
    Ich merke mal zwei Sachen an: Erstens: warum bist du alleine dafür zuständig, zu kochen, zu waschen etc. - und dann abends fertig, wenn du das alles erledigt hast? Da würde ich ganz schnell mal dran arbeiten - sowohl Freund als auch Sohn wohnen in derselben Wohnung und sollten sich (aus meiner Sicht) da beteiligen. Es sei denn, er trägt einen viel größeren Teil an den gemeinsamen Haushaltskosten oder den Anteil deines Sohnes gleich mit - und ihr habt eine Vereinbarung, dass du den Haushalt im Ausgleich alleine machst (gibts ja, dass Paare sich so absprechen).

    Für den Sohn bist an und für sich durchaus du zuständig. So wie er für seine Tochter. Falls es deine Katze ist, bist du für die auch zuständig, eh klar.

    Ich würde ja bei der Hausarbeit einiges einsparen (ich habe mich zum Beispiel von der Idee, dass man täglich kochen muss, verabschiedet, schon bevor ich Kinder hatte - da manche von ihnen aber durchaus etwas essen wollten, abseits von Kinderkrippe, Kindergarten und Hort, haben wir es halt so geregelt, dass ich entweder vorgekocht und eingefroren habe, es was Kaltes gab am Abend etc. bzw. als sie älter wurden, halt die Kinder ihren fixen Kochtag mit eigenem Budget hatten, und, ja, das führte dazu, dass es mindestens einmal die Woche Nudeln mit Ketchup gab und des öfteren halt Pizza aus dem TK, den Kindern hat das Zeug geschmeckt, mir wars reichlich egal, Arbeit war erledigt - was brauche ich mehr). Frühstück habe ich zum Beispiel, als die Kinder jünger waren, großteils am Abend vorbereitet (Teller hingestellt, Müsli vorbereitet etc.), Jausen einmal die Woche vorbereitet (die Brote etc.) und dann eingfroren und am Vorabend in die Boxen gefüllt, ab damit in den Kühlschrank ... ich bin allerdings ein Abendmensch, mir täte es nicht gut, sowas auch noch am Morgen erledigen zu müssen, während ich vier Kinder aus dem Haus komplimentiere und das fünfte wickle.

    Zweitens würde ich mit dem Sohn reden, was er sich von mir (!) wünscht, wenn er sagt, es kümmert sich keiner. Klarstellen, dass ich der Kümmerer bin. Und dass ich auch eine Menge mache (zum Fußball fahren und abholen - vielleicht mag er sich dort abmelden und in der Zeit was anderes mit mir machen?). Und dann gemeinsam schauen, wo und wie wir Zeit reinholen können, die wir gemeinsam verbringen können (von mir aus: wenn der Bub die Waschmaschine einschaltet oder ausräumt und die Wäsche aufhängt, dann kommst du um x Uhr heim, ihr bestellt euch vielleicht was zu essen oder holt euch wo etwas (Gastronomie hat ja eventuell noch zu) und geht in den Park, schaut euch einen Film an (das hat mein Sohn geliebt, Popcorn und Movie-Evening, war so unser Wochenevent), geht schwimmen (wenn es dann schön genug wird, je nach Wohnort gibts vielleicht einen See oder ein Freibad) oder radfahren oder ....

    Drittens (doch drei Sachen) vermute ich, dass du ein Partnerschaftsproblem unabhängig von der Sohn-Geschichte hast. Dein Partner ignoriert dich oder verlässt den Raum (ist dasselbe, oder?), wenn du ein Problem ansprechen möchtest, hockt bis spätabends am PC und kommt seinen Verpflichtungen im Haushalt nicht nach (von mir aus kann jemand am PC anwachsen, nachdem er seinen Teil der gemeinsamen Arbeit erledigt hat, nur zur Klarheit). Darüber würde ich reden wollen - und auch klarstellen, dass ich die Beziehung (nicht nur) in Frage stelle (ich würde über Beenden nachdenken), wenn sich da nichts ändert.

    Mein Mann hat meine Kinder unterschiedlich behandelt - das lag in der Natur der Sache, die waren zwischen einigen Monaten und 14 Jahren alt (der Sohn hat zu ihm ein eher dickes Verhältnis, die älteste Tochter war auf Abstand bedacht, Nummer zwei hat zu jedem einen guten Zugang, Nummer drei akzeptiert auf jeden Fall einfach jeden, Nummer vier mochte ihn von Anfang an gerne) - das ging von höflichem "Guten Morgen" und dann kein Gespräche den ganzen Tag (Nummer eins), über gemeinsames Basteln am PC oder an der Waschmaschine etc. (Nummer drei) bis zu Flascherlkochen und Wickeln (Sohn).

  6. #6
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Wie geht euer neuer Partner mit eurem Kind um?

    Zitat Zitat von Flowerchild Beitrag anzeigen
    Ich widerspreche: Ich würde von meinem neuen Partner erwarten, dass er meinen Sohn als neues Familienmitglied akzeptiert und sich um ihn bemüht. Sonst bräuchte ich diesen neuen Partner nicht. Mich und mein Kind gibt es nur im Doppelpack. Allerdings kann es für deinen Freund komisch sein so viel mit deinem Sohn zu machen, wenn er sein eigenes Kind kaum sieht. Das möchte er sicher nicht benachteiligen. Was ist denn der genaue Grund, dass die Tochter nicht mehr kommen möchte? Daran würde ich dringend arbeiten.
    Kannst du sicher erwarten - und wenn du es klar kommunizierst und mit dem Möglichkeiten, die sich dann ergeben (möglicherweise will der Freund deinen Erwartungen nicht entsprechen) klarkommst, dann ist das auch völlig okay.

    Ich erwarte ganz sicher nicht, dass mein Partner meinen Sohn als Familienmitglied akzeptiert, genausowenig wie ich das von meinem Sohn erwarten würde, dass er den Partner als Familienmitglied akzeptiert. Ich wäre eher irritiert, wenn dem so wäre. Familie sind Sohn und ich, der Partner ist mein Partner und nicht der seine.

    Ich würde aber auch nicht als Next dran arbeiten, dass eine 14jährige, die nicht zu Besuch kommen möchte, das tut. Die ist doch alt genug zu sagen, dass sie nicht will - und das ist einfach nur zu akzeptieren.

  7. #7
    Flowerchild ist offline addict

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    Standard Re: Wie geht euer neuer Partner mit eurem Kind um?

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Kannst du sicher erwarten - und wenn du es klar kommunizierst und mit dem Möglichkeiten, die sich dann ergeben (möglicherweise will der Freund deinen Erwartungen nicht entsprechen) klarkommst, dann ist das auch völlig okay.

    Ich erwarte ganz sicher nicht, dass mein Partner meinen Sohn als Familienmitglied akzeptiert, genausowenig wie ich das von meinem Sohn erwarten würde, dass er den Partner als Familienmitglied akzeptiert. Ich wäre eher irritiert, wenn dem so wäre. Familie sind Sohn und ich, der Partner ist mein Partner und nicht der seine.

    Ich würde aber auch nicht als Next dran arbeiten, dass eine 14jährige, die nicht zu Besuch kommen möchte, das tut. Die ist doch alt genug zu sagen, dass sie nicht will - und das ist einfach nur zu akzeptieren.
    Hä? Für was braucht man eine Partnerschaft, wenn man sich nicht irgendwann gemeinsam als Familie sieht? Für Sex brauch ich keinen Partner. Auch meine Freundschaften müssen mein Kind nicht lieben, wer allerdings mit mir unter einem Dach wohnt, der tut das als Familie oder eben nicht. Ich wollte nicht, dass mein Kind täglich einer fast-‚fremden‘ oder emotional nicht zugänglichen Person ausgesetzt ist. Sich nur zu Grüßen wäre für mich kein erstrebenswertes Familienleben und ich würde verstehen, wenn mein Kind sich dann zuhause unwohl fühlt. Meine bisher alleinerziehenden Freundinnen haben gsd auch alle Partner gefunden, die ihr Kind fast wie ein eigenes annehmen. Ich bin mit dem Vater noch zusammen, aber falls wir uns je trennen sollten bin ich da schon zuversichtlich. Es gibt ja meist nicht nur einen Mann zur Auswahl und der muss eben für mich und die Kinder passen - immerhin müssen sie vl jahrelang mit ihm zusammenleben. Im Gegenzug würde ich den Nachwuchs meines Partners ebenfalls als Teil der Familie akzeptieren und keines der Kinder bewusst bevorzugen. Mir wäre dieses Gemeinschaftsgefühl zwischen uns sehr wichtig.

    Ich bin in meiner Jugend verwaist und dann bei meiner Tante aufgewachsen - mein Onkel hat mich akzeptiert, sich aber auch um keinen Beziehung bemüht. In diesem Fall bin ich natürlich einfach dankbar, dort für ein paar Jahre aufgenommen worden zu sein. Für mein Kind wünsche ich mir diese Erfahrung nicht. Es ist sehr seltsam und fühlt sich nicht nach ‚Zuhause‘ an, wenn man Personen im Haushalt hat, zu denen man kaum eine emotionale Verbindung hat. Wenn eine Person am Esstisch höflich ist, aber kaum mit dir spricht, ist das keine angenehme, lockere Atmosphäre. Und gerade Zuhause will man sich doch akzeptiert und geliebt fühlen und man selbst sein können? So etwas würde ich für mein Kind nicht wollen.

    Familie kann mehr sein als nur das Blut. Familie ist auch, wen man in die Familie aufnimmt. Egal ob Partner, Stief- oder Adoptivkind.

    ‘Die Familie umfasst im Mikro*zensus alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, nichteheliche (gemischt*geschlechtliche) und gleich*geschlechtliche Lebens*gemeinschaften sowie Allein*erziehende mit ledigen Kindern im Haushalt. Einbezogen sind – neben leiblichen Kindern – auch Stief-, Pflege- und Adoptiv*kinder ohne Alters*begrenzung. Damit besteht eine Familie immer aus zwei Generationen: Eltern/-teile und im Haushalt lebende ledige Kinder.’

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Ge.../familien.html

  8. #8
    Flowerchild ist offline addict

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    Standard Re: Wie geht euer neuer Partner mit eurem Kind um?

    Tut mir leid, ich wollte nicht unhöflich sein. Jeder kann seine Familie definieren wie er will. Würde mein langjähriger Partner mich nicht in seine Familie miteinschließen, dann würde mich das allerdings sehr kränken. Ich wiederum wollte auch später in einer Patchwork-Familie immer eine Familie, mit allem was dazu gehört.

  9. #9
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Wie geht euer neuer Partner mit eurem Kind um?

    Zitat Zitat von Flowerchild Beitrag anzeigen
    Hä? Für was braucht man eine Partnerschaft, wenn man sich nicht irgendwann gemeinsam als Familie sieht?
    Für was "man" überhaupt einen Partner braucht, kann ich dir nicht sagen, denn ich bin nicht "man".

    Ich unterscheide zwischen Partnerschaft und Familie.

    Das bedeutet nicht, dass du das für dich so sehen musst. Von mir aus darfst du gerne nur mit Menschen unter einem Dach wohnen, die für dich Familie sind.

    Ich wohne durchaus auch mit welchen zusammen, die eben keine Familie sind. Ich rede sogar am Esstisch mit Leuten, die nicht meine Familie sind.

    Für uns - meine Kinder, meinen Mann und mich - hat es (als wir zusammengewohnt haben) durchaus auch gepasst, ohne dass wir uns als Familie betrachtet haben. Mir ist das Gemeinschaftsgefühl nämlich nicht wichtig. Und klarerweise stehen mir meine eigenen Kinder immer näher als die Kinder meines Partners, sie stehen mir nämlich auch näher als der Partner selbst Für meine Kinder war (meine sind erwachsen) ich schlicht zuständig, meinen Kindern bin ich verpflichtet - anderen Menschen nicht unbedingt.

    Meine Kinder hätten sich gewaltig bedankt ("Nein, danke"), wenn mein Mann gemeint hätte, wir wären eine Familie. Einige von ihnen sind aber durchaus gut befreundet mit ihm.

    Ich brauche allerdings keine Definitionen von irgendwelchen Stellen, wenn es drum geht, für mich (!) zu definieren, was Familie für mich bedeutet. Und für mich bedeutet sie in erster Linie: Vorfahren und Nachkommen.

  10. #10
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Wie geht euer neuer Partner mit eurem Kind um?

    Zitat Zitat von Flowerchild Beitrag anzeigen
    Tut mir leid, ich wollte nicht unhöflich sein. Jeder kann seine Familie definieren wie er will. Würde mein langjähriger Partner mich nicht in seine Familie miteinschließen, dann würde mich das allerdings sehr kränken. Ich wiederum wollte auch später in einer Patchwork-Familie immer eine Familie, mit allem was dazu gehört.
    Gott sei Dank darf jeder für sich selbst definieren, was er möchte, und das auch umsetzen.

    Ich hatte ja schon vor der Patchworkfamilie meine Familie - meine Kinder. Die habe ich ja nicht verloren und nicht mehr gehabt oder so, warum als eine neue wollen?

    Mal davon abgesehen, dass es ja sein könnte, dass "mit allem, was dazu gehört" für mich etwas anderes bedeutet als für dich.