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Thema: Ersttrimester-Test mit niederschmetterndem Ergebnis

  1. #21
    die_Annalena ist offline Stranger

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    Standard Re: Ersttrimester-Test mit niederschmetterndem Ergebnis

    Liebe Barbara,

    vielen, vielen Dank für deine Erläuterung. Was du hier leistest ist unbezahlbar und ich bin dir unendlich dankbar dafür.

    Ich war am Wochenende bei meinen Eltern und für ein paar Momente war ich auch zuversichtlich, aber die verdickte Nackenfalte holt mich immer wieder ein. Warum ist sie denn angewachsen? Diese Frage habe ich immer wieder und immer wieder im Kopf. Ich weiß nicht, wie oft ich mir schon die Ultraschallbilder angesehen habe.... Es ist schrecklich, ich liege nachts stundenlang wach und tagsüber bin ich nervlich so angespannt, dass ich meiner Tochter nicht mehr gewachsen bin. Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen.
    Nächste Woche habe ich einen Vorsorgetermin, im Moment bin ich noch unschlüssig, ob ich mir dafür einen anderen Arzt suchen soll. Anfang August ist dann das Feinscreening. Die Wochen bis dahin werden alles andere als schön und ich habe einfach nur Angst vor dem Termin.
    Ich versuche positiv zu denken, aber es gelingt mir leider nicht und ich bin unglaublich schnell verunsichert. Ich werde es aber weiter versuchen,

    Ich werde auf jeden Fall weiter berichten.
    Ganz liebe Grüße und vielen lieben Dank,
    Annalena

  2. #22
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: Ersttrimester-Test mit niederschmetterndem Ergebnis

    Liebe Annalena,

    wenn du wüsstest, wie unterschiedlich die NT von verschiedenen Ärzten beim gleichen Kind gemessen wird, auch unmittelbar hintereinander, wärest du (hoffentlich) nicht so verunsichert. Ich bin gar nicht sicher, ob sie wirklich gewachsen ist. Außerdem handelt es sich nicht um eine feste Struktur wie ein Knochen, sondern eine Flüssigkeitskammer, die sich auch innerhalb weniger Minuten in beide Richtungen ändern kann.

    Soll ich nochmal versuchen, ein paar Mutmachthreads in den Tiefen des Forums zu finden? Oder willst du dich selbst auf die Suche machen?

    LG, Barbara
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  3. #23
    die_Annalena ist offline Stranger

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    Standard Re: Ersttrimester-Test mit niederschmetterndem Ergebnis

    Vielen, vielen lieben Dank! Was würde ich nur ohne dich machen!?!

    Ich mache mich morgen auf die Suche nach Mutmachthreads - du hast schon so viel für mich gemacht.
    Mit deiner letzten Antwort kann ich heute Nacht hoffentlich ein bisschen besser schlafen.

    Ganz liebe Grüße
    Annalena
    leu gefällt dies

  4. #24
    dusktildawn ist offline ehemals Morningsun

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    Standard Re: Ersttrimester-Test mit niederschmetterndem Ergebnis

    Zitat Zitat von die_Annalena Beitrag anzeigen
    Dusktildawn, danke auch für deine Worte. und nein, ich empfinde sie nicht als negativ, sondern als aufmunternd.
    Ich bewundere dich und deine Stärke. Ich weiß allerdings auch, dass ich diese Stärke und Selbstaufgabe leider nicht besitze. Es kommt natürlich immer auf den Grad der Behinderung an und das kann mir kein Test der Welt sagen. Ich weiß auch, dass das Risiko einer Behinderung nicht mit einer unauffälligen FU endet und mit jeder Schwangerschaft ein gewisses Risiko eingegangen wird. Dessen bin ich mir bewusst, auch wenn es mir schwer fällt, den Gedanken bis zum Ende durchzuspielen.
    Liebe Grüße
    Schön! So war das auch gedacht.
    Weißt du, als ich 2007 das erste Mal schwanger war, da war ich defintiv nicht die gleiche Mutter, wie nun 12 Jahre später. Ich bin total gewachsen und gereift und erlebe das für mich persönlich als etwas unglaublich Positives.
    Selbstaufgabe ist hier auch kein Thema. Ich arbeite als approbierte Kinder- und Jugendpsychotherapeutin vollzeitnah in einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulanz, habe ein sehr erfülltes Berufsleben. Mir und meinem Mann geht es gut. Die Kinder haben alle einen guten Platz für sich und entwickeln sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten großartig. Wir führen ein mehrheitlich glückliches Leben und auf Grund unserer Gesamterfahrungen denke ich manchmal sogar glücklicher als die "normalen" Familien. Aber hätte mich jemand 2007 gefragt ob ich ein behindertes Kind wollen würde, ich hätte definitiv nein gesagt und ich glaube sogar, damals hätte ich auch abgetrieben, wenn wir so diffuse Ängste und schwarze Zukunftsbilder vorgespult bekommen hätten. Das hätte aber nichts mit unserem realen Leben zu tun gehabt, daher bin ich manchmal froh, nichts gewusst zu haben und andererseits hätte ich es gerne früher gewusst, weil der Weg bis zur Erkenntnis "Behinderung" sehr steinig und mit vielen emotionalen Tälern durchzogen war.

    Mein Eindruck ist aber, bei "Dir" geht es jetzt mehr um "wieder das Positive" am heranreifenden Kind, der Schwangerschaft und der Zukunft zu sehen. Alles Gute dafür!
    Gast und die_Annalena gefällt dies.
    4er Jungsgespann mit Sonderausstattung *- 2008- 2010- 2014- 2017-*

  5. #25
    die_Annalena ist offline Stranger

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    Standard Re: Ersttrimester-Test mit niederschmetterndem Ergebnis

    oh je, wo ist die Zeit nur hin?! Dusktildawn, vielen lieben Dank für deinen Post. Er hat mir in manch schweren Momenten meiner Schwangerschaft Halt gegeben. Am Ende war ich fast überzeugt, mit einer möglichen Behinderung meines Kindes gut leben zu können. Ich empfand es als so schön zu lesen, wie ihr das hinbekommt und wie glücklich ihr seid! Ganz ehrlich, davor habe ich großen Respekt!

    Ich wollte schon längst schreiben, aber das vergangene halbe Jahr war unglaublich stressig und Zeit war quasi nicht vorhanden. Wir sind aus dem Ausland zurück in die Heimat gezogen, in ein Haus, das noch mehr Baustelle war, als bewohnbar. Dazu kam die Schwangerschaft und die ständige Angst, dass doch etwas sein könnte. Vor jeder Ultraschalluntersuchung war ich unglaublich angespannt und stimmte mal ein Wert nicht hundertprozentig, kam die große Panik wieder hoch. Total verrückt. Das Organscreening in der 20. SSW war unauffällig und ich war so zumindest immer bis zum nächsten Frauenarzttermin entspannt. In der 32. Woche war ich dann nochmals bei der Pränataldiagnostik (ebenfalls alles unauffällig), da mir bei der Ultraschalluntersuchung aufgefallen ist, dass der Femur zwei Schwangerschaftswochen zurückliegt im Vergleich zum Rest. Meiner Ärztin wäre das nicht als auffällig aufgefallen, hätte ich nicht gleich wieder Panik verbreitet. Ich war also alles andere als entspannt in dieser Schwangerschaft. Das tut mir jetzt super leid und ich wünschte, ich hätte mehr auf mein Gefühl vertraut.
    Auch auf dem Weg ins Krankenhaus hat mich meine beschissene Biochemie des Ersttrimester-Tests begleitet. Zum Glück nicht die ganze Geburt über.

    Unser verspätetes Christkind kam am 25.12. auf die Welt. Ein gesunder Junge! Ich war so glücklich ihn endlich in den Armen zu halten und wußte, es ist alles gut! Schrecklicherweise ist so bisschen die Angst geblieben, ob nicht doch noch etwas sein könnte. Zu den U-Untersuchungen gehen ich tatsächlich nicht ganz so entspannt wie mit unserer Tochter.

    Wenn ich über die letzten Monate nachdenke, bin ich einfach nur wütend auf die Ärztin, die mich quasi zum Ersttrimester-Test genötigt hat, obwohl ich ja eh den NIPT-Test gemacht habe, noch mehr aber bin ich wütend auf mich, dass ich mich von ihr habe dazu überreden lassen. Sie hat den ET um 4 Tage nach vorne korrigiert, dadurch war mein HßG-Wert zu hoch - ohne Vordatierung wäre meine Biochemie in Ordnung gewesen. Dann kam noch dazu, dass ein DEGUM III Professor eine leicht verdickte Nackentransparenz gemessen hat. Die Messung war super ungenau (haben mir im Verlauf der Schwangerschaft dreii! Ärzte bescheinigt) und es ist einfach nur eine unglaubliche Schlamperei, dass er innerhalb von zwei Minuten drei Messungen vorgenommen hat, bei denen unserer Baby den Kopf überstreckt und so die NT natürlich verdickt ist. Er ist DEGUM III zertifiziert und im Internet haben wir Ultraschallbilder von ihm gefunden anhand derer er aufzeigt, wie richtig gemessen wird. Unsere Messung fällt laut seiner eigenen Angaben als "Falschmessung" durch. Aufgrund dieser unfassbar schlechten Messung hat er mir dann aber gleich für den nächsten Tag einen Termin zur Chorionzottenbiopsie gegeben. Ich bin so froh, dass ich das nicht habe machen lassen. Auf meinen Einwand hin, dass doch die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt durch die Chorionzottenbiopsie höher sei, als die Wahrscheinlichkeit, dass bei unserem Kind eine Trisomie vorliegt (unauffälliger NIPT und unauffällige NT in der 10 SSW), meinte er "Ja, aber er würde trotzdem auf jeden Fall punktieren." Unglaublich, wenn ich darüber jetzt nachdenke. Es ist einfach sein "täglich Brot", Schwangere zu punktieren, da ist für ihn nichts weiter dabei..... Das macht mich echt wütend und mein Mann und ich haben schon kurz darüber nachgedacht, ihm die Ultraschallbilder seiner falsch gemessenen NT "um die Ohren zu hauen"...

    Dass ich die Punktion nicht habe machen lassen, verdanke ich dir, liebe Barbara. Vielen lieben Dank an dich und die anderen Mitschreiber. Das Forum hier hat mir unglaublich geholfen und mir zuversichtliche Momente in dieser Schwangerschaft beschert und mich quasi über die schlimmen Zeiten hinweg gerettet.
    Barbara, deine Arbeit hier ist von unglaublichem Wert. Vielen lieben DANK!!!

    Ich werde in Zukunft versuchen, öfter auf mein Bauchgefühl zu hören und Vertrauen zu haben.
    leu und Tibby33 gefällt dies.

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