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Thema: Welche Tests warum und wann?

  1. #1
    Avatar von Timberwolf
    Timberwolf ist offline Member

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    Standard Welche Tests warum und wann?

    Liebes Forum!

    So manche Frau wird schon recht früh in der Schwangerschaft mit dem Thema Pränataldiagnostik konfrontiert, ich in der 8. SSW. Es hieß, wenn ich den Combined Test/Ersttrimesterscreening machen lassen möchte, müsste ich sehr bald einen Termin für meine 14. SSW im Krankenhaus vereinbaren, denn freie Termine sind rar.

    Es stellen sich mir also die Fragen:

    WAS möchte ich denn überhaupt wissen?
    WELCHE TESTS lasse ich dafür machen?
    WARUM möchte ich das machen - ziehe ich Konsequenzen?
    und WANN mache ich die jeweiligen Untersuchungen?
    Außerdem: Was gibt es für PROS und CONTRAS bei meiner individuellen Variante?

    Jede Frau, jede Familie, wird da ihre individuellen Antworten oder Folgefragen haben.

    Ich würde mir wünschen, dass hier Platz ist, um die unterschiedlichen Wege und Gedanken von euch kennenzulernen! Wenn es geht, ohne die Gedanken der anderen zu kritisieren, das ist etwas sehr individuelles, am meisten ist uns Frauen wahrscheinlich geholfen, wenn wir unterschiedliche Wege hier lesen können. Vielleicht bekommen wir hier eine gute und recht diverse Sammlung hin! Versuchen wirs!

    Ich poste dann gleich mal meine Antworten, vielleicht schließt sich ja jemand an!

    Liebe Grüße!
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  2. #2
    Avatar von Timberwolf
    Timberwolf ist offline Member

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    Standard Re: Welche Tests warum und wann?

    Ich bin 32 und nach einer Missed Abortion wäre es das 1. Kind.

    Meine persönlichen Gedanken:

    WAS: Ich möchte wissen, ob das Baby von einer der häufigsten Trisomien betroffen ist und/oder ob Organfehlbildungen vorliegen die man behandeln kann.

    WELCHE TESTS: Ich mache daher den Harmony Test in Verbindung mit einem frühen Fehlbildungsultraschall.
    Später möchte ich auch noch das Organscreening machen lassen.

    WARUM: ich denke, bei Vorliegen einer Trisomie würde ich in Richtung Abbruch tendieren, jedenfalls möchte ich mich aufgrund der Tatsachen dafür oder dagegen entscheiden können. Ich möchte außerdem wissen, ob man medizinisch helfend eingreifen muss, um eine Behandlung in die Wege zu leiten oder eine Spezialklinik für die Geburt zu suchen.

    WANN: ich wollte den Harmony Test so früh wie möglich machen, der ginge ab der vollendeten 10. Ssw. Aber der Pränataldiagnostiker bei dem ich den Test machen werde empfiehlt ihn erst in der 13. Woche, da er immer einen frühen Fehlbildungsultraschall auch gleich macht, früher sieht er nicht genug meint er. Da er ein sehr einfühlsamer Mensch ist und mir von meiner Ärztin empfohlen wurde, habe ich zugestimmt.

    Pro: ich will die Vorteile aus dem Ersttrimesterscreening (den genauen Ultraschall) mit den Vorteilen des NIPT (Harmony Test mit guten Chancen auf ein klares Ergebnis das ich nicht weiter interpretieren muss) kombinieren. Ich möchte keinen Combined Test, da ich persönlich mit Angaben wie "Risiko von 1:irgendwas" nichts anfangen kann und bei einer Freundin erlebt habe, was eine verdächtige Nackenfalte nach sich ziehen kann.

    Contra
    : die Ideale Lösung ohne Verunsicherung gibt es wohl nicht. Es kann sein, dass beim Ultraschall was entdeckt wird, das nicht durch den Harmony Test entkräftet werden kann. Dann folgen eben dennoch eine tiefe Verunsicherung und eventuell weitere (invasive) Untersuchungsmethoden. Außerdem ist diese Version sehr sehr teuer, wahrscheinlich so um die 800€ bei meinem Arzt.
    Meine Frauenärztin sagt, je mehr man schaut, desto mehr wird man finden, ob relevant oder nicht.


    Welche Antworten habt ihr?
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  3. #3
    Avatar von sojus
    sojus ist offline Poweruser

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    Standard Re: Welche Tests warum und wann?

    Ich antworte mal nur auf den Teil, der mir wichtig war, ich glaube, der Rest ergibt sich aus den Antworten.

    WELCHE TESTS: Ich habe meine Frauenärztin im ganz normalen 1. Screening gebeten, mir nur dann Bescheid zu sagen, wenn sie ein sehr auffälliges Kind sieht. Sie führt ohnehin keine Nackenfaltenmessung durch. In der 21. Woche habe ich (nur beim dritten Kind) ein Organscreening machen lassen. Vorher habe ich den Arzt gebeten, mir keine Softmarker für Trisomie 21 mitzuteilen, sondern nur faktische Organfehlbildungen oder wichtige Softmarkerfür Trisomie 13 und 18.

    WARUM: Bei Kind 3 wollte ich gern in einem Krankenhaus ohne Kinderklinik entbinden, deswegen der Organultraschall.
    Bei einer früh im Ultraschall erkennbaren Trisomie 13 oder 18 hätte ich bei allen drei Schwangerschaften einen Abbruch in Erwägung gezogen, ebenso bei Anenzephalie und anderen sehr schweren, mit dem Leben nicht zu vereinbarenden Fehlbildungen. Aber ich wollte auch nicht unnötig verunsichert werden. Ein Kind mit T21 oder einer leichteren Fehlbildung hätte ich sehr sicher bekommen.
    Das hat für mich persönlich ethische Gründe (Wann beginnt ein Leben? Was ist ein gutes Leben? Und wer darf darüber entscheiden?).
    Es hat auch ganz egoistische Gründe: Ein Kind, das aus Liebe gezeugt und lebensfähig ist, abzutreiben, hätte ich vermutlich einfach nicht übers Herz gebracht und verarbeiten können. Meinem Mann ging es in dem Punkt genauso. Das Kind behalten wäre also der einfachere Weg gewesen.
    Und es hat noch einen anderen Grund, den ich schwer beschreiben kann. Ich versuche es mal: Die Rechtslage ist ja so, dass eine Abtreibung nach der 12. Woche bei einer Behinderung des Kindes erlaubt ist - aber nicht wegen der Behinderung des Kindes, sondern nur wegen der absehbar schweren körperlichen oder psychischen Belastung der Mutter. Auf die Frage, ob ein T21-Kind meine physische und psychische Gesundheit schwer bedroht, hätte ich niemals überzeugt mit "ja" antworten können.
    Naja, in Summe jedenfalls war der Fall klar.
    Aber ich bin trotzdem froh, dass es die Möglichkeit gibt, sich anders zu entscheiden.


    Pro: Ich habe nach meiner ersten Schwangerschaft ganz bewusst entschieden zu vertrauen - mir und meinem Kind. In der zweiten und dritten Schwangerschaft habe ich tatsächlich kaum gegrübelt und meist entspannt gewartet, was kommt, auch, wenn mal nicht alles rund lief. Das hat erstaunlicherweise sehr gut geklappt, nachdem ich mich in der ersten Schwangerschaft wegen Kleinigkeiten verrückt gemacht habe. Ich glaube rückblickend und nachdem ich ein bisschen zu dem Thema gelesen habe, dass habe ich den beiden Kleinen damit mehr Gutes mitgegeben habe als mit jedem Untersuchungsmarathon. Aber auch da: Das geht einfach nicht immer, siehe mein Kind 1. Und ich verstehe jede Schwangere, die es anders macht.
    Die bewusste Entscheidung des nicht-wissen-Wollens und des Annehmens war jedenfalls die Voraussetzung dafür, dass es so gut lief. Und dass ich diese Entscheidung so treffen konnte, verdanke ich dem Forum hier. Deswegen war es mir auch ein Anliegen, in deinem Thread zu antworten.



    Contra
    : Ein organisch erst spät auffälliges Kind mit T13 oder T18 wäre "durchgerutscht". Aber das hätten wir dann auch irgendwie hinbekommen, daran glaube ich ganz fest.
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  4. #4
    Avatar von Tibby33
    Tibby33 ist offline ...hoch am Wind

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    Standard Re: Welche Tests warum und wann?

    Zitat Zitat von Timberwolf
    WAS möchte ich denn überhaupt wissen?
    WELCHE TESTS lasse ich dafür machen?
    WARUM möchte ich das machen - ziehe ich Konsequenzen?
    und WANN mache ich die jeweiligen Untersuchungen?
    Außerdem: Was gibt es für PROS und CONTRAS bei meiner individuellen Variante?
    Hallo Timberwolf,

    das sind total wichtige Fragen, die du da stellst, aber ich finde die Reihenfolge müsste anders sein.

    Ausgangspunkt sollte sein: was sind denn die Konsequenzen, die ich ziehen würde? Und da muss man sehr sehr ehrlich zu sich selber sein und folgende Fragen beantworten:
    - Trisomie 13 und 18 (nur schwer mit dem Leben vereinbar, schwerste Behinderungen): Abbruch ja oder nein?
    - Trisomie 21 (mit dem Leben vereinbar, lebenslange Behinderung unterschiedlicher Ausprägung): Abbruch ja oder nein?
    - schwere Organschäden (Ausgang unklar): Abbruch ja oder nein?
    - wie ist meine Position zu einem Spätabbruch?
    Denn wenn man ehrlich ist, kann man die Diagnostik nicht ohne die Frage zur Position eines Abbruchs diskutieren.

    Auf keinen Fall sollte man in die Diagnostik gehen, weil man "einfach Sicherheit" haben will.

    Wenn man obige Fragen ehrlich beantwortet hat, dann ist die Auswahl und Umfang der Tests ganz gut hinzubekommen. Man muss dann beispielsweise bei definitivem Fortbestehen einer Schwangerschaft nur noch für sich entscheiden, ob man bei einer Behinderung gerne früher oder später darüber Bescheid wüsste, bzw. was für das Kind wann getan werden kann. Aber auch, wenn man einen Abbruch in Erwägung ziehen würde bzw. da ganz sicher ist, kann man dann frühzeitiger handeln.

    Außerdem kann man, wenn man obige Fragen beantwortet hat, ganz anders mit den Ärzten umgehen, denn, wie Barbara hier ja schon geschrieben hat, finden die zunehmend ein Risiko von 0,1% aufklärungsbedürftig.

    Mein Eindruck ist, dass viele Leute in die Diagnostikspirale geraten, ohne ausreichend in sich hinein gehört zu haben. Und die Ärzte tragen derzeitig auch eher zur Verunsicherung bei, eben weil die Bluttests so einfach geworden sind. Allein hier im Forum haben wir außerdem in kurzer Zeit dreimal von viel zu früh gemessenen Nackentransparenzen lesen müssen.

    Damit sortiert sich das Diagnostikpuzzle dann ganz gut und man könnte auf viele Untersuchungen, zu denen Frauen heute schnell gedrängt werden, verzichten. Sojus hat ja oben sehr schön beschrieben, wie der Entscheidungsbaum dann aussehen kann.

    Ich war selbst so erleichtert, von der Humangenetik zu hören, dass, da ich ja keinen Abbruch in Erwägung ziehe, neben einem Ultraschall weiter gar nichts zu tun ist. Nur leider sind solche Stimmen selten geworden.
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    Beste Grüße von Tibby

  5. #5
    Zickzackkind Gast

    Standard Re: Welche Tests warum und wann?

    Ein guter Thread!

    WAS möchte ich denn überhaupt wissen? Ich wollte wissen, ob mein Kind irgendwelche voraussichtlichen Einschränkungen hat, die eine unmittelbare medizinische Behandlung nach der Geburt wahrscheinlich machen.

    WELCHE TESTS lasse ich dafür machen?
    Ich habe dafür einen Feinultraschall machen lassen und dem Arzt mitgeteilt, dass ich keine Softmarker (mögliche Hinweise auf eine Behinderung, die für sich alleine aber keinen Krankheitswert haben) wissen möchte.

    WARUM möchte ich das machen - ziehe ich Konsequenzen?
    Bei mir war eher die Frage warum ich verschiedene Untersuchungen nicht mache, da ich beim letzten Kind bereits 40 war. Ich habe deshalb darauf verzichtet, da für mich ein Abbruch nicht zur Debatte stand. Selbst bei einem nichtlebensfähigen Kind hätte ich nie in die Situation kommen wollen, bewusst über seinen Tod entscheiden zu müssen. Ebensowenig wie ich mich in der Lage gefühlt hätte über die Lebensqualität meines Kindes entscheiden zu können. Ich und mein Mann haben beruflich sehr viel Kontakt zu behinderten Menschen und auch schwerstbehinderte Menschen kennengelernt, die jeden Morgen gut gelaunt aufwachen - genauso wie gesunde Menschen, die das Leben als eine große Belastung erleben. Meiner Ansicht nach, hängt Lebensqualität nicht zwingend an körperlicher Gesundheit, sondern hat oft auch mit dem Charakter des einzelnen Menschen zu tun. Unser Gedanke war: Ich bin Erzieherin, mein Mann ist Heilerziehungspfleger - wo, wenn nicht bei uns, ist ein behindertes Kind gut aufgehoben.

    WANN mache ich die jeweiligen Untersuchungen? Der Feinultraschall war in der 21. Woche


    Schwierig war, dass sich meine Frauenärztin trotz meiner schriftlichen Bestätigung meinerseits nicht wirklich daran gehalten hat und z.B. ohne meine Zustimmung die, zum Glück unauffällige Nackenfalte, gemessen hat. Da ich aber die meisten Vorsorgetermine bei meiner Hebamme gemacht habe, konnte ich trotzdem guter Hoffnung sein.

    Letzteres war auch ein wichtiger Punkt auf der Proseite - ich konnte mich uneingeschränkt auf mein Kind freuen!

    Was mir auch ein Anliegen ist, sind die Geschwisterkinder. Oft lese ich, dass man ab dem zweiten Kind auch an die Geschwister denken muss. Auch hier denke ich, dass man doch gar nicht wissen kann, was ein behindertes Kind für die Geschwister bedeutet. Wir haben zwar kein behindertes Kind, aber eines mit vielen OPs und mittlerweile einem Hörgerät, eines das eine Krebserkrankung überstanden hat und einen der eine Psychose hatte. Ich möchte hier nichts schönreden - in den Akutphasen haben die Geschwister sehr viel zurückstecken müssen, haben Sorgen und Ängste gehabt, die andere Kinder nicht haben. Aber es gab auch ganz viel schönes und sehr intensive Familienzeiten. Sie wissen, dass wir jedes Kind annehmen wie es ist, dass wir als Familie ganz viel zusammen hinbekommen, dass nach der dunkelsten Stunde auch wieder glückliche Zeiten kommen. Und mich freut sehr, dass wir vier positive und besonders lebensfrohe Kinder haben - etwas was wir auch immer wieder aus unserem Umfeld rückgemeldet bekommen und ich bin mir sicher, dass das auch an den Erfahrungen liegt, die unsere Kinder selbst und mit ihren Geschwistern gemacht haben. Ebenso wie wir, sind sie in unser Schicksal hineingewachsen und ebenso wie das Leben ist auch bei Behinderungen oder Krankheiten nicht alles schwarz oder weiß, sondern bunt.

    Ich sehe es wie Tibby - man kann diese Fragen nicht ohne die Abtreibungsthematik beantworten und sollte sich daher auch mit diesem Thema vor den Untersuchungen beschäftigen. Pro oder Contra Abtreibung ist eine sehr schwierige und sehr persönliche Entscheidung, die nur die Betroffene Familie für sich ganz alleine treffen kann. Und ich wünsche jedem, dass er diese nicht im Schock einer Diagnose treffen muss, sondern Zeit bekommt, oder sie im Idealfall bereits getroffen hat.
    viola5, Tibby33, sojus und 1 anderen gefällt dies.

  6. #6
    Avatar von Tibby33
    Tibby33 ist offline ...hoch am Wind

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    Standard Re: Welche Tests warum und wann?

    Zitat Zitat von Zickzackkind
    Pro oder Contra Abtreibung ist eine sehr schwierige und sehr persönliche Entscheidung, die nur die Betroffene Familie für sich ganz alleine treffen kann. Und ich wünsche jedem, dass er diese nicht im Schock einer Diagnose treffen muss, sondern Zeit bekommt, oder sie im Idealfall bereits getroffen hat.
    Das ist, denke ich, der Knackpunkt an der momentanen Situation in der Pränataldiagnostik. Darauf weist einen in der Regel kaum jemand hin. Und dann ist da ja noch das Damoklesschwert Schadensersatzklage, da über jedem Arzt schwebt.

    Auch möchte ich noch einmal unterschreiben, dass man ein Kind ja doch mindestens 2 Jahrzehnte zu betreuen hat. In dieser Zeit kann ganz viel passieren. Und es ist erstaunlich, zu was der Mensch alles fähig ist, wenn er muss. Ich bin mittlerweile sicher, dass ich persönlich gar nicht alles wissen möchte, was auf mich zu kommt. Zumindest dann nicht, wenn ich vorbeugend nichts unternehmen kann. Das nimmt dem einzelnen Tag seine Schwere.

    Insofern tue ich mich schwer mit der Fixierung auf der Pränataldiagnostik, die manche Ärzte haben (wohl auch aus eigener Angst heraus). Jede Geburt birgt ein erhebliches Risiko auf Komplikationen, die das Kind schädigen können, das Kind kann auch in späteren Jahren erkranken und doch vermittelt uns die Diagnostik, wir könnten uns gegen alles absichern und hätten auf alle Ewigkeiten ein gesundes Kind. Das stimmt so einfach nicht. Mal abgesehen davon, dass auch die Pränataldiagnostik nicht alle möglichen Schädigungen erfassen kann.

    Zur Beurteilung der Lebensqualität hat Zickzackkind ja schon einiges geschrieben. Das führt zurück zu meinen obigen Fragen. Wenn man weiß, wie man zu Abtreibungen steht, ist die Auswahl diagnostischer Mittel viel leichter. Nur sollten Ärzte ein nein für weitere Untersuchungen auch akzeptieren können. Das ist auch nicht jedem gegeben, wie ich erfahren musste.
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    Beste Grüße von Tibby

  7. #7
    Gast Gast

    Standard Re: Welche Tests warum und wann?

    Ich bin kein Mensch der vielen Worte!
    In beiden Schwangerschaften war für mich klar, dass nur ein Feinultraschall in der 22. SSW gemacht wird. Eine Abtreibung kam bzw kommt bei mir aus den gleichen Punkten wie Tibby sie schrieb nie in Betracht.

    Nun beim Großen war alles gut und er kam gesund zur Welt. Die Kleine hat leider einen bzw mehrere Herzfehler. Ich habe trotzallem weitere PND abgelehnt, da ich eben nicht in diese Diagnosespirale kommen wollte.

    Wichtig ist seine Bedürfnisse und Wünsche ganz klar zu äußern und sich schon VOR einer Schwangerschaft mit dem Thema auseinander zu setzen! Und wenn man sich für den Abbruch entscheidet, warum man es macht. Ist es wirklich der eigene Wille oder macht man es weil es die Gesellschaft von einem verlangt! 100% Sicherheit gibt es nie und als Mutter macht man sich sein Leben lang Sorgen um die eigenen Kinder.
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  8. #8
    Zickzackkind Gast

    Standard Re: Welche Tests warum und wann?

    Ich fände es eigentlich schön, wenn man den Thread oben anpinnen lassen würde, damit er nicht in der Versenkung verschwindet - auch wenn viele Frauen vielleicht nicht schreiben, könnte ich mir vorstellen, dass es einige stille Mitleser gibt und sich dann vielleicht noch einmal anders mit dem Thema beschäftigen und an Erfahrungsberichten interessiert sind.

  9. #9
    SchokoCookie91 ist offline Baby sehr erwünscht :)

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    Standard Re: Welche Tests warum und wann?

    WAS: ich möchte einfach nur wissen, ob mein Baby zeitgerecht entwickelt ist. Solange bei den Standard-Untersuchungen keine Auffälligkeiten sind, soll es dabei bleiben.

    WELCHE TESTS: gar keine. Bzw. Nur die Standard Untersuchungen. Wir haben zusätzlich ein Ultraschall Paket gebucht... Aber eher, weil wir einfach unser Baby sehen wollen - weniger aus medizinischen Gründen.

    WARUM: ich habe 2 Fehlgeburten hinter mir (ebenso viele in meiner Verwandtschaft) und wir freuen uns so dermaßen auf dieses Baby, dass wir uns die schöne SS-Zeit nicht durch unnötige Sorgen versauen wollen. Wir gehen davon aus, dass das baby gesund ist und wenn das nicht der Fall ist, ist das eben so...
    Was dazu kommt: die Zusätzlichen Untersuchungen hätten uns ggf. vor eine Wahl gestellt, die wir nicht treffen wollen... (es wurde ja schon die Abtreibungs-Thematik angesprochen) Das können wir uns jetzt sparen.
    Und: ich kenne einfach zu viele Frauen, die von Ärzten verrückt gemacht wurden... Dies auffällig, das auffällig... Und alle der Babys waren gesund...

    und WANN: hat sich in dem Fall erledigt.

    PROS und CONTRAS:
    Pro: wir leben sorgenfreier bis zur Geburt.
    Contra: Ggf. Gibt es bei der Geburt eine "böse Überraschung". Aber darum machen wir uns Gedanken, wenn es soweit ist.

    Ich möchte noch erwähnen, dass ich absolut jede Entscheidung nachvollziehen und verstehen kann.
    Keiner braucht sich für irgendwas schlecht fühlen.

  10. #10
    Bifi ist offline Stranger

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    Standard Re: Welche Tests warum und wann?

    Hallo,

    ich möchte auch gerne teilen warum / wieso / weshalb ich mich für die Pränatalediagnostik entschieden habe mit allen Konsequenzen:

    WAS:
    Ich bin mit 44J für das erste Kind auf natürlichem Weg zum 2ten Mal schwanger geworden und zähle zu den Risiko Patienten - jeder Arzt erinnert einen daran - welches einfache Worte sind aber wenn man länger darüber nachdenkt, denkt man: ja ok ich bin es und ich glaube fest daran das alles ok sein wird und ich mache aber um 100% sicher zu sein diese Tests - die gehören einfach zu dieser Schwangerschaft. So ging ich an die ganze Sache heran.
    Da ich schon eine FG mit 42J hatte - in der 8ten Woche - Herz schlug nicht und es war nicht gewachsen war ich sowieso schon ängstlich und sensibilisiert Jeder Tag der verging und je näher die magische 12 der SSW heranrückte, umso erleichterter war ich - durch die erste FG war es mir wichtig das ich alle 10 Tage anstatt alle 3-4 Wochen sehe ob es noch lebt und da ist. Der letzte Besuch bei 9+6 brachte alles zum Rollen - mittendrin.

    FÄ: Oh wann ist die ETS? Ich sehe Wasser am Nacken - ziehen sie mal den Termin lieber vor - besser ist das - sagte man mir nüchtern. Bis morgens um 3h forstete ich Ihre Überweisung Hydrops - was ist das was heisst das und landete schliesslich hier - glücklicherweise - ich war etwas aufgeklärter und die Fälle das ein NT mit 3mm so früh nichts heissen mag, beruhigten mich. Nächster Tag war ich beim Pränataldiagnostiker - ja da ist Wasser im Nacken - 3mm - aber es ist zu früh um darüber zu urteilen - wenn wir sicher sein wollen, können sie den Bluttest machen - und wir schauen was in 2 Wochen ist - ich dachte - ja das wollte ich ja sowieso machen - tja und dann war alles in 10 Tagen klar: Diagnose auf TRI 18 - zusätzlich auch noch diverse Fehlbildungen und Softmarker die das Bild vervollständigt haben und die CVS auch noch - 3 x diese Diagnose...


    WELCHE TESTS: definitiv Bluttest, ETS und zusätzliches FeinUS - das ganze Paket eben.

    WARUM siehe oben - ja ich ziehe Konsequenzen weil ich eben Risiko Patient bin und die Wahrscheinlichkeiten sind extrem hoch.
    und WANN so früh wie möglich.


    PRO: ich habe die Diagnostik hautnah erlebt und man zog mir den Boden und die Freude weg - aber alles andere passt nicht in meinem Leben rein und ist auch unverantwortlich gegenüber dem kleinen Wurm wenn die Lebenserwartung fast bei 0 ist - das ist nur Schmerz und Trauer -
    CONTRA: durch die Diagnostik und all den Tests muss jedem klar sein - wenn er das macht das die was finden und das war mir so nicht wirklich klar - da man an sich glaube und denkt - ja Risiko hin oder her aber bei mir wird es schon gut gehen - allein schon mit 44J natürlich schwnager zu werden ist schon ein Wunder... Nunja ich gebe aber nicht auf...
    Euch allen alles gute und bis bald...

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