Seite 4 von 7 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 63
Like Tree31gefällt dies

Thema: 1:2 Risiko für Trisomi 21 nach ETS

  1. #31
    ninalein78 ist offline newbie

    User Info Menu

    Standard Re: 1:2 Risiko für Trisomi 21 nach ETS

    Hilfe. Warum macht man denn dann überhaupt Choriozottenbiopsi wenn auch diese Methode unzuverlässig ist? Kann ich mich also lediglich auf ein unauffälliges Ergebnis dieser Methode verlassen? Und falls Trisomizellen nach der heutigen Chorionzottenbiopsie gefunden werden muss ich tatsächlich mit einer Fruchtwasseruntersuchung weitermachen?

    Ich war im grössten Universitetsklinikums von Schweden heute Vormittag, der Arzt machte auf mich einen sehr kompetenten Eindruck. Erst kurz einen Ultraschall (der wieder unauffällig aussah) dann die Biopsie, völlig undramatischer Eingriff übrigens.

    Danke für alle Antworten

  2. #32
    Zickzackkind Gast

    Standard Re: 1:2 Risiko für Trisomi 21 nach ETS

    Zitat Zitat von ninalein78 Beitrag anzeigen
    Hilfe. Warum macht man denn dann überhaupt Choriozottenbiopsi wenn auch diese Methode unzuverlässig ist? Kann ich mich also lediglich auf ein unauffälliges Ergebnis dieser Methode verlassen? Und falls Trisomizellen nach der heutigen Chorionzottenbiopsie gefunden werden muss ich tatsächlich mit einer Fruchtwasseruntersuchung weitermachen?

    Ich war im grössten Universitetsklinikums von Schweden heute Vormittag, der Arzt machte auf mich einen sehr kompetenten Eindruck. Erst kurz einen Ultraschall (der wieder unauffällig aussah) dann die Biopsie, völlig undramatischer Eingriff übrigens.

    Danke für alle Antworten
    Wenn sie unauffällig ist, ist alles gut und in Kombination mit einem deutlich auffälligen Ultraschall sicher auch zuverlässig - und gemacht wird sie in der Regel, weil sie vor der Fruchtwasseruntersuchung möglich ist. Ich drücke alle Daumen für eine Entwarnung!
    Tibby33 gefällt dies

  3. #33
    OctoberRain ist offline journey (wo)man

    User Info Menu

    Standard Re: 1:2 Risiko für Trisomi 21 nach ETS

    Hallo Nina,

    ehrlich gestanden bin ich gerade ein wenig verwirrt und hab extra nochmal deinem ganzen Thread durchforstet - du hast doch bereits einen NIPT machen lassen, oder? Hast du davon denn schon das Ergebnis? Wenn nein - warum dann heute die CZB?

    Wenn ein auffälliges Ergebnis rauskommt (da NIPT und CZB beides auf die gleiche Quelle Plazenta zugreifen, werden beide das gleiche Ergebnis haben), du aber maximal sicher davon ausgehen möchtest, dass dein Kind auch wirklich eine T21 hat, müsstest du tatsächlich im Anschluss eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen.
    Einem unauffälligen Ergebnis würde ich aber glauben (ich persönlich gehe lieber ein Risiko im Promillebereich für doch ein krankes lebendes Kind ein als ein doch gesundes Kind abgetrieben zu haben)

    Ich wünsche dir alles Gute, erhol dich gut von der Punktion.
    viola5, Tibby33 und Gast gefällt dies.

  4. #34
    Avatar von Tibby33
    Tibby33 ist offline ...hoch am Wind

    User Info Menu

    Standard Re: 1:2 Risiko für Trisomi 21 nach ETS

    Zitat Zitat von ninalein78 Beitrag anzeigen
    Hilfe. Warum macht man denn dann überhaupt Choriozottenbiopsi wenn auch diese Methode unzuverlässig ist? Kann ich mich also lediglich auf ein unauffälliges Ergebnis dieser Methode verlassen? Und falls Trisomizellen nach der heutigen Chorionzottenbiopsie gefunden werden muss ich tatsächlich mit einer Fruchtwasseruntersuchung weitermachen?

    Ich war im grössten Universitetsklinikums von Schweden heute Vormittag, der Arzt machte auf mich einen sehr kompetenten Eindruck. Erst kurz einen Ultraschall (der wieder unauffällig aussah) dann die Biopsie, völlig undramatischer Eingriff übrigens.

    Danke für alle Antworten
    Hallo Nina,

    das muss man auch ein bisschen aus der Entwicklung heraus betrachten. Bevor es die NIPT-Bluttests gab (und die gibt es ja erst wenige Jahre), war die Chorionzottenbiopsie die einzige Möglichkeit, vergleichsweise früh etwas über die Chormosomenausstattung der Plazenta zu erfahren. Insofern hatte sie da ihre Berechtigung und auch heute noch ist sie eine invasive Methode, die früh Zugang zum Erbmaterial ermöglicht. Die Zellen, die da untersucht werden, stammen aber von den Chorionzotten (wie der Name ja sagt), also Plazenta-artigem Material und sind keine kindlichen Zellen. Solange kein Plazentamosaik vorliegt, d.h. die Zellen des Kindes sich von denen der Plazenta unterscheiden, ist die Chorionzottenbiopsie eine in der Aussage relativ sichere Methode. Diese Mosaike sind selten und offenbar nicht jedem Gynäkologen bekannt (eine Uniklinik sollte sowas aber schon wissen). Bei einem Abbruch finde ich die Vorstellung, ein gesundes Kind getötet zu haben, selbst wenn die Wahrscheinlichkeit auf ein Plazentamosaik klein ist, sehr schrecklich. Von daher ist es da immer anzuraten, auf die Fruchtwasseruntersuchung zu warten, insbesondere, wenn es im Ultraschall keine Auffälligkeiten gibt. Gibt es im Ultraschall Auffälligkeiten und ist die Chorionzottenbiopsie positiv, dann ist die Sicherheit natürlich größer, dass das Kind betroffen ist.

    Mit den NIPT hat die Bedeutung der Chorionzottenbiopsie abgenommen, zumindest was die im NIPT testbaren Erkrankungen angeht. Für ungewöhnliche Befunde wird sie ihre Berechtigung im Einzelfall sicher behalten. Daher ist ja eine kompetente Beratung so wichtig.

    In deinem Fall, wo der Ultraschall unauffällig ist, kann nur eine Fruchtwasseruntersuchung wirklich klären, ob dein Kind eine Trisomie hat oder nicht. Wenn ihr überhaupt über Abbruch nachdenkt, und das tut ihr ja, dann sehe ich da keine andere Option, mit der ich leben wollen würde.

    Ich drücke dir die Daumen, dass alles ruhig bleibt und wünsche dir natürlich ein unaufälliges Ergebnis. Dem würde ich dann glauben wollen, die Falsch-Negativrate ist relativ klein, so klein, dass ich das Kind nicht durch eine weitere Punktion gefährden wollen würde.
    viola5 und Gast gefällt dies.
    Beste Grüße von Tibby

  5. #35
    leu
    leu ist offline Legende

    User Info Menu

    Standard Re: 1:2 Risiko für Trisomi 21 nach ETS

    Um mal ein paar Größenordnungen dazu zu liefern: In der größten europäischen Studie zu Chorionzottenbiopsien - fast 63.000 Punktionen - von Hahnemann et al., 1997, waren 94,8% der Ergebnisse richtig unauffällig, 3,7% richtig auffällig, 1,15% Mosaike (darunter 1% auf die Plazenta beschränkt und 0,15% auch beim Kind vorliegend), 0,15% falsch auffällig und 0,03% falsch unauffällig.
    Von allen auffälligen Ergebnissen (ohne Mosaike) waren also etwa 4% falsch (im Gesamtkollektiv immerhin ca. 94) und von allen unauffälligen Ergebnissen waren ca. 19 falsch.
    Hätten alle Schwangeren mit auffälligen Befunden einen Abbruch aufgrund des Chorionzottenbiopsie-Ergebnisses gemacht, wären dabei 94 chromosomal normale Kinder getötet worden. Hätten alle Schwangeren mit unauffälligen Ergebnissen eine Fruchtwasserpunktion zur Absicherung gemacht, wären etwa 120 Kinder (0,2%) an punktionsbedingten Komplikationen gestorben, um 19 Kinder mit Chromosomenabweichungen nicht zu übersehen.

    Es gibt Ärzte, die diese Rate an 0,15% falsch-auffälligen Befunden in Kauf nehmen um Schwangeren einen Zeitvorteil von ca. 4 Wochen beim Abbruch zu verschaffen. Ob der Zeitvorteil oder ein maximal sicheres Ergebnis wichtiger ist, müssen die Schwangeren im Einzelfall selbst entscheiden. Mir ist es am wichtigsten, dass sie über möglichst viele Informationen verfügen, um diese Entscheidung treffen zu können.

    Nina, gibt es noch Fragen, die du dazu hast? Ich drücke dir die Daumen für einen guten Ausgang.

    LG, Barbara
    Tibby33 und Gast gefällt dies.

  6. #36
    ninalein78 ist offline newbie

    User Info Menu

    Standard Re: 1:2 Risiko für Trisomi 21 nach ETS

    Liebe Barbara,
    vielen Dank für die Erläuterung und ein paar Zahlen, auch die englischen Links die ich evtl. Ärzten hier zeigen könnte falls es soweit kommt. Wir werden uns für eine drastische Entscheidung auf jeden Fall absichern und mit noch einer Biopsie habe ich kein Problem...
    LG Nina

  7. #37
    OctoberRain ist offline journey (wo)man

    User Info Menu

    Standard Re: 1:2 Risiko für Trisomi 21 nach ETS

    Zitat Zitat von ninalein78 Beitrag anzeigen
    ... mit noch einer Biopsie habe ich kein Problem...
    ... hoffentlich sieht das deine Gebärmutter auch so

  8. #38
    leu
    leu ist offline Legende

    User Info Menu

    Standard Re: 1:2 Risiko für Trisomi 21 nach ETS

    Zitat Zitat von OctoberRain Beitrag anzeigen
    ... hoffentlich sieht das deine Gebärmutter auch so
    Das ist eine Entscheidung, die jede Schwangere selbst treffen muss!!
    Ich denke, Nina hat jetzt alle relevanten Informationen, die ich ihr geben kann.

    LG, Barbara
    Gast gefällt dies

  9. #39
    Avatar von Danniiii
    Danniiii ist offline Küken

    User Info Menu

    Standard Re: 1:2 Risiko für Trisomi 21 nach ETS

    Zitat Zitat von OctoberRain Beitrag anzeigen
    ... hoffentlich sieht das deine Gebärmutter auch so
    Ich verstehe was du meinst!

    PND bzw über Leben und Tod zu entscheiden ist Scheiße! Und Ärzte, die nicht zu 100% informiert und/oder geldgeil und/oder ignorant sind ein Graus!

    Dieses Forum ist soooo wichtig!






  10. #40
    OctoberRain ist offline journey (wo)man

    User Info Menu

    Standard Re: 1:2 Risiko für Trisomi 21 nach ETS

    Zitat Zitat von OctoberRain Beitrag anzeigen
    ... hoffentlich sieht das deine Gebärmutter auch so
    Liebe Nina,

    Ich möchte mich an dieser Stelle für meinen scheinbar takt- und herzlosen knappen Post entschuldigen.
    Ich wollte eigentlich genau das Gegenteil ausdrücken, aber so wie ich es geschrieben habe, zeigt er keinerlei Mitgefühl mit dir und deiner Familie.

    Ich kann ansatzweise nachempfinden, wie es dir gehen mag. Hätte ich mir die Wahrscheinlichkeit für T21 ausrechnen lassen, hätte ich ein ähnlich niederschmetterndes Ergebnis bekommen. Ich war zwar noch jung, aber der US zeigte Auffälligkeiten. Und so hatte ich ähnlich schwierige Tage zu meistern.

    Was mich an deinem Satz gestern innerlich hat rebellieren lassen war die Tatsache, dass dein Kind noch immer genauso wahrscheinlich gesund ist, wie es krank ist. Und ich finde es einfach so wahnsinnig traurig, dass dank der unzureichenden Aufklärung seitens der Ärzte nun dieses möglicherweise gesunde Kind unnötig den Punktionsrisiken ausgesetzt wird, scheinbar mehrmals. Ich selbst hatte 3 Fehlgeburten und ich möchte mir nicht ausmalen, wie belastend so ein Ereignis nach einer Punktion für die Eltern sein muss. Du hast mein tiefes Mitgefühl und ich möchte auf keinen Fall, dass dir genau das passiert. Daher rühren meine harten Worte gestern Abend.

    Sei lieb gegrüßt
    October
    leu, viola5 und Gast gefällt dies.

Seite 4 von 7 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •