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Thema: Nackentransparenz 10+4 5,5 mm, 11+0 3,3 mm

  1. #1
    HaseBärundMaus ist offline Stranger

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    Standard Nackentransparenz 10+4 5,5 mm, 11+0 3,3 mm

    Liebe Mitglieder,
    nach einem Spätabort 22. SSW, 3 frühen FG, 2 ausgetragenen SS und einer weiteren frühen FG bin ich nun schwanger mit Zwillingen 11+0.
    Aufgrund unserer Vorgeschichte ist der FTMV geplant und ich war am Freitag, 10+4 bei einem zweiten Arzt zur Beratung, der auch einen schnellen Schall machen wollte, der dann ungefragt zur NTM wurde. Das Ödem eines Zwillings wurde auf 5,5 mm gemessen und umspannte die komplette Hinterseite des Babies vom Scheitel bis zum Steiß und breitete sich auch rechts und links am Kopf aus bis zu den Ohren. Der zweite Zwilling war unauffällig.

    Die Aufklärung des Arztes umfasste nur alles Negative. Bei der Ausprägung war er sich absolut sicher ein mindestens schwer behindertes Baby vor sich zu haben, es ging hauptsächlich darum, wie ich zu Reduktion und Fetozid stehen würde, er hätte am liebsten direkt eine ausgebildete Meinung dazu gehabt. Dass theoretisch auch noch ein gesundes Baby möglich wäre, vergaß er wohl zu erwähnen.

    Das WE war grausam.

    Heute hatte ich regulär die nächste VU bei meiner Gyn, die auch Pränataldiagnostikerin ist. Zuerst klärte sie uns nochmal über alle Möglichkeiten und Risiken bei 5,5 mm NT auf und nannte vor allem statistische Zahlen, die nicht schön waren, aber immerhin etwas Verlässliches. Sie war ehrlich, erzählte viel aus ihrer Erfahrung, aber ganz so schwarz wie am Freitag der Klinikarzt sah sie das Ganze nicht, insbesondere nahm sie den Druck raus und sagte, wir hätten noch viel Zeit, alle Möglichkeiten durchzusprechen und Entscheidungen für oder gegen Untersuchungen und Konsequenzen zu treffen, niemand würde uns jetzt drängen und über Fetozid unterhalten wir uns noch lange nicht.

    Dann machten wir einen erneuten US und das Ödem war sichtlich kleiner geworden. Es "besetzte" nur noch etwa 1/3 von Babys Rücken und ließ sich an der dicksten Stelle auch "nur (noch)" auf 3,3 mm messen.

    Am Freitag fragte ich den Arzt, ob es nicht möglich wäre, dass sich innerhalb der nächsten 2 Wochen das Öden verwächst und alles gut ist (ich wusste, dass es bei einem 4,1 cm großen Baby im Grunde zu früh ist). Er meinte, es würde sich auf jeden Fall verwachsen, aber der Befund ließe sich ja nicht ungeschehen machen.
    Ich kenne meine Gyn seit meiner 1. SS und vertraue ihr. Sie sagt hingegen, dass sie dem nicht uneingeschränkt zustimmt. Zum einen muss sich so ein Ödem nicht verwachsen, zum zweiten könnte es auch wachsen und im schlimmsten Fall das ganze Baby einhüllen und zum dritten ist ein reduziertes Ödem ein Zeichen für ein arbeitendes Lymphsystem. Das sei gut.

    Wie ist dazu die Meinung hier im Forum?

    Ein weiterer Aspekt gehört nach meiner Gyn schonmal auf die Positivliste. Beide Zwillinge sind annähernd gleich groß, das betroffene Baby 4,35 und das unauffällige Baby 4,08 cm. Bei sehr schweren Erkrankungen hat sie schon oft sehr früh geringes Wachstum feststellen können.

    Bestimmt fallen mir im Nachhinein nun noch viele weitere Details der Gespräche ein, aber ich denke, der Text ist auch schon lang genug. Vielen Dank, wer überhaupt bis hierher gelesen hat.

    Ich wünsche mir sehr, die seit heute aufkeimende Hoffnung behalten zu dürfen. Aber ich weiß auch, dass 11+0 mit 4 cm großen Babies viel zu früh ist, um genauere Aussagen zu treffen und das ängstigt mich wiederum sehr. Was werden wohl die nächsten Wochen bringen?

    Ich habe eine Tabelle mit Wahrscheinlichkeiten, die ich hier leider nicht einfügen kann. Aber auf welche Zahlen schaue ich da jetzt? Auf die für 5,5 mm NT, weil das der schlechteste Befund war, oder auf die für 3,3 mm, weil das aktuell ist?

    Danke,
    HaseBärundMaus

  2. #2
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: Nackentransparenz 10+4 5,5 mm, 11+0 3,3 mm

    Hallo HaseBärund Maus,

    alle Tabellen führen dich in die Irre, weil diese NTs frühestens bei 45 mm SSL gemessen wurden und dein Zwilling selbst bei der letzten Messung noch kleiner war. Man müsste nochmal in ein paar Tagen schauen und könnte erst dann eine Wahrscheinlichkeitsberechnung machen. Aussagekräftiger als Wahrscheinlichkeitsberechnungen (die ohnehin meist nur auf Trisomie 21 gemünzt sind) wäre aber ein NIPT.
    Das würde ich auch dem Arzt entgegnen, der von einem Befund redet, der sich nicht ungeschehen machen ließe: bisher wurde noch überhaupt kein aussagekräftiger Befund erhoben! Flüssigkeitsansammlungen vor einer SSL von 45 mm werden aus gutem Grund nicht für medizinische Einschätzungen herangezogen (siehe z.B. https://www.eltern.de/foren/praenata...oma-colli.html ).
    Ich drücke dir einfach fest die Daumen, dass die NT sich in den nächsten Tagen schnell weiter abbaut und würde dann überhaupt keinen weiteren Abklärungsbedarf mehr sehen. Natürlich kann es auch anders kommen, aber davon muss man ja nicht ausgehen.

    LG, bitte berichte wieder,
    Barbara
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  3. #3
    HaseBärundMaus ist offline Stranger

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    Standard Re: Nackentransparenz 10+4 5,5 mm, 11+0 3,3 mm

    Hallo Barbara,
    vielen Dank für deinen Zuspruch und den Positivbericht!
    Wenn 5,5 auf 3,3 in 3 Tagen bei uns eine Tendenz ist, wäre das natürlich klasse.
    Nächste Woche schallt sicher mein OP-Arzt nochmal und in 2 Wochen wieder meine Gyn. Dann sollte das Baby 13+1 eine gute Größe haben. Ich warte jetzt ab.

    Danke!
    Catja gefällt dies

  4. #4
    HaseBärundMaus ist offline Stranger

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    Standard Re: Nackentransparenz 10+4 5,5 mm, 11+0 3,3 mm

    Liebe Barbara,
    ich würde gern vom weiteren Verlauf berichten.
    In der 13. SSW war ich wegen eines geplanten Muttermundsverschlusses in der Klinik. 12+0, 12+1 und 12+3 gab es kurze Ultraschalls, um die Vitalität beider Kinder zu bestätigen. Diese Ultraschalluntersuchungen dienten nicht der NTM, aber für mich sagen beide Babys gleich unauffällig aus, beide waren nach wie vor gleich gut entwickelt.
    13+1 hatte ich dann den bisher letzten US bei meiner Gyn (Degum 3). Sie konnte keinerlei Auffälligkeiten feststellen, was 13+1 nun eben feststellbar wäre. Die Babys waren 7,2 und 7,5 cm SSL groß. Auf das Ausmessen der NT habe ich bewusst verzichtet. Ob 1,1 oder 1,8 ist völlig egal. Unauffällig ist unauffällig.
    Zum Glück rät meine Gyn, was auch mein Gefühl mir nahelegt: NIPT OK, FU nein. Im US weiter auf der Hut sein, ob sich kleinere Fehlbildungen zeigen, z. B. Herzfehler.

    Ich ärgere mich so über den Arzt, der zu früh schallte, ohne Nachfrage die NT maß, nur einseitig aufklärte, zum drastischsten Mittel (FU beider Zwillinge) riet und direkt Reduktion/ Fetozid ins Spiel brachte und fast schon nahe legte.

    Liebe Grüße
    - ich werde weiter berichten. Nächster US 17+1.
    Geändert von HaseBärundMaus (03.03.2020 um 02:42 Uhr) Grund: Ergänzung

  5. #5
    Avatar von Tibby33
    Tibby33 ist gerade online ...hoch am Wind

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    Standard Re: Nackentransparenz 10+4 5,5 mm, 11+0 3,3 mm

    Ich freue mich total, dass sich das so gut entwickelt hat. Und man sieht wieder, dass man sich in einem zu frühen Stadium von der Feststellung von Ödemen fernhalten sollte. Anscheinend scheint das ja selbst Ärzten, die selbst in der Pränataldisgnostik tätig sind, nicht bekannt zu sein. Oder sie behalten die nicht gut ausgegangenen Fälle zu lange im Kopf (letzteres vermutlich). Das hilft dir als Betroffener natürlich nicht weiter.

    Ich wünsche dir, dass du nicht noch weitere unklare Ergebnisse bekommst und finde deine gesamte Einstellung sehr angemessen. Ich drücke dir die Daumen!
    Beste Grüße von Tibby

  6. #6
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: Nackentransparenz 10+4 5,5 mm, 11+0 3,3 mm

    Liebe HaseBärund Maus,

    wie schön, dass alles so gut aussieht. Wenn irgend möglich solltest du nach Geburt den Pränataldiagnostiker dringend mit deinen beiden Kindern besuchen. Denn ich denke wie Tibby, dass er offensichtlich positive Rückmeldungen braucht.

    LG, Barbara

  7. #7
    HaseBärundMaus ist offline Stranger

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    Standard Re: Nackentransparenz 10+4 5,5 mm, 11+0 3,3 mm

    Liebe Barbara, liebe Tibby,
    bis nach der Geburt werde ich auch mindestens brauchen, um mich von ihm zu erholen 🙈

    Heute gab es das Ergebnis des Fetalis. T13/18/21 konnten nicht festgestellt werden. Der Anteil der kindlichen DNA war "schön hoch", sodass meine Gyn (wie wir auch!) davon ausgeht, dass der Fetalis in Kombination mit den absolut unauffälligen Ultraschallergebnissen zwei gesunde Kinder zeigt - so gesund, wie man jetzt im 4. Monat eben davon ausgehen kann.
    Unser Gefühl ist nach wie vor gut.

    @Tibby
    Ich finde vor allem, er hätte trotz Auffälligkeit fragen müssen, ob er die NT messen darf. Fand sein Verhalten sehr übergriffig.
    Werde mich dort tatsächlich nochmal melden - spätestens mit der Geburtskarte.

    LG
    HBuM
    leu gefällt dies

  8. #8
    HaseBärundMaus ist offline Stranger

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    Standard Re: Nackentransparenz 10+4 5,5 mm, 11+0 3,3 mm

    Kurze Nachricht nach US aus der 18. SSW: beiden Babys geht es gut, sie entwickeln sich nach wie vor sehr schön parallel, wiegen beide knapp über 200 g, es gibt weiterhin keine Auffälligkeiten.
    Liebe Grüße
    HBuM
    Geändert von HaseBärundMaus (25.03.2020 um 15:26 Uhr) Grund: Zu früh abgesendet.
    leu und Tibby33 gefällt dies.

  9. #9
    Avatar von Tibby33
    Tibby33 ist gerade online ...hoch am Wind

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    Standard Re: Nackentransparenz 10+4 5,5 mm, 11+0 3,3 mm

    Na, das klingt doch gut. Weiter so!
    Beste Grüße von Tibby

  10. #10
    HaseBärundMaus ist offline Stranger

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    Standard Re: Nackentransparenz 10+4 5,5 mm, 11+0 3,3 mm

    Liebe Mamas,
    ich möchte die Gelegenheit noch nutzen, um diesen Beitrag abzuschließen, weil mir vor gut einem Jahr die ganzen Positivberichte so sehr geholfen haben.

    Die Positive Tendenz meines letzten Beitrags aus der 18./19. SSW hat sich bestätigt. Alle weiteren Ultraschalle waren unauffällig und meine beiden Babyboys kamen am 4.8.2020 in nur 58 Minuten (von der ersten Wehe bis zur Plazenta) zur Welt.
    Heute sind sie genau 7 Monate alt, entwickeln sich völlig normal, sind kerngesund und quietschvergnügt

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