Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 20 von 20
Like Tree1gefällt dies

Thema: Wie sicher sind 65%? Total durch den Wind

  1. #11
    lea2000 ist offline enthusiast

    User Info Menu

    Standard Re: Wie sicher sind 65%? Total durch den Wind

    Hey, das klingt jedenfalls alles eher gut!
    Meine Daumen bleiben fest gedrückt, dass du nächste Woche zur FU kannst und dass sich dann auch die unauffälligen Werte ganz sicher bestätigen!

    Herzlichst,
    Lea

  2. #12
    Tabea. ist offline Stranger

    User Info Menu

    Standard Re: Wie sicher sind 65%? Total durch den Wind

    Hallo Rache08,

    darf ich Dich etwas fragen (ich habe beruflich mit behinderten Menschen gearbeitet und das Thema interessiert mich auch heute noch):

    Was hat Dein Zwillingsbruder für eine Behinderung und magst Du schreiben, inwiefern Du darunter gelitten hast (ich meine, war es die Behinderung an sich oder hatten Deine Eltern deswegen zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit für Dich o. ä.). Und hängt die Wahl Deines Benutzernamens damit zusammen oder hat der einen ganz anderen Hintergrund?

    Viele Grüße,
    Tabea

  3. #13
    lea2000 ist offline enthusiast

    User Info Menu

    Standard Re: Wie sicher sind 65%? Total durch den Wind

    Liebe Rache,
    hast du denn letzte Woche in Trier den früheren FWU-Termin bekommen? Ich hoffe sehr, das lange Warten hat nun möglichst bald ein gutes Ende und du kannst endlich deine Schwangerschaft einfach nur genießen!
    Gedankengrüße an dich!
    Lea

  4. #14
    Rache08 ist offline Stranger

    User Info Menu

    Standard Re: Wie sicher sind 65%? Total durch den Wind

    Hier bin ich wieder.
    Heut kam das Ergebnis der FU ,Trisomie 21.
    So schwer es mir fällt ,werden wir den Weg gehen und am Freitag wird die Geburt eingeleitet.
    Wir sind total am Boden zerstört

  5. #15
    Tabea. ist offline Stranger

    User Info Menu

    Standard Re: Wie sicher sind 65%? Total durch den Wind

    Hallo Rache08,

    auch wenn Du nicht um Meinungen oder Ratschläge gebeten hast und Dich anscheinend auch schon entschieden hast, erlaube ich mir (schließlich handelt es sich um ein öffentliches Forum), ein paar Sätze dazu zu schreiben.

    Offenbar möchtest Du Deinem gesunden Kind ein ähnliches Leid ersparen, wie es Dir leider durch Deinen behinderten Zwillingsbruder widerfahren ist und insofern "gerecht entscheiden", wie Du geschrieben hast.

    Das halte auch ich für ein wirklich ehrenwertes Motiv, allerdings sehe ich dabei ein mögliches Problem: Wie wird Dein geborenes Kind damit umgehen, wenn es einmal erfahren sollte, dass sein kleiner Bruder ("der Kleine" scheint ja ein Junge zu sein) seinetwegen nicht auf die Welt kommen durfte (auch wenn er das natürlich nicht entschieden hat und überhaupt nicht verhindern konnte)? Ich vermute, mich würde das ziemlich belasten - und das Verhältnis zu meinen Eltern womöglich auch.

    Natürlich könntest Du bzw. Ihr ihm dauerhaft nichts davon erzählen, aber ich zumindest fände es problematisch, so etwas Wesentliches gegenüber meinem Kind dauerhaft zu verschweigen; es könnte auch versehentlich (jemand, der es weiß, "verplappert" sich oder Dein Kind hört ein entsprechendes Gespräch mit) herauskommen, und ansonsten spüren Kinder ja gerade in der Pubertät auch leicht, wenn "irgendwas nicht stimmt". Sicher könntest Du die Entscheidung auch so darstellen, dass sie nichts mit Deinem geborenen Kind zu tun hatte, aber ob es Dir das vor dem Hintergrund Deiner Familiengeschichte glaubt?

    Und außerdem: Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass es Deinem ersten Kind so ergehen würde wie Dir? Hältst Du ein Kind mit Down-Syndrom grundsätzlich für eine zu große Belastung für sein Umfeld oder fürchtest Du, es könnte weit überdurchschnittlich schwer beeinträchtigt sein (also schwerer als die meisten Kinder mit Down-Syndrom) und möchtest sozusagen "auf Nummer sicher gehen" (wobei ja auch mit einem unauffälligen Trisomie-Test noch viele andere, teils schwere Behinderungen möglich sind, etwa Autismus oder ein Hirnschaden durch Geburtskomplikationen)?

    Übrigens: Solltest Du doch noch Interesse an einem Kontakt zu einer Familie mit einem Kind mit Down-Syndrom in Trier haben, könnte ich eventuell weiterhelfen.

    Viele Grüße,
    Tabea

  6. #16
    lea2000 ist offline enthusiast

    User Info Menu

    Standard Re: Wie sicher sind 65%? Total durch den Wind

    Ganz liebe Umarmung
    ...dass ist jetzt richtig traurig und ich bin irgendwie auch ganz fassungslos denn ich hab' so mit dir auf ein gutes Ergebnis gehofft!
    Ich stelle mir vor, wie schwer das jetzt alles für dich ist. Du kannst dein Kind ja bereits spüren und weißt durch den letzten total unauffälligen Ultraschall, dass es ihm sonst eigentlich gut geht. Es tut mir alles so leid. Deinen großen Herzschmerz kann ich nur erahnen und es geht mir sehr nahe.

    Ich hoffe, du kannst mit jemandem, über alle Gedanken die grade so kommen wollen, reden! Oder erzähl' einfach hier, was dich jetzt vielleicht am allermeisten belastet. - Vielleicht weint jetzt auch das frühere Kind, weil du ja geschrieben hast, dass du wegen der Behinderung deines Zwillingsbruders so gelitten hast!? ...jedenfalls wünsch' ich dir jetzt ganz viel Kraft und wenn du magst, schreib' wieder, ich höre dir gerne zu!
    Lea

  7. #17
    Tabea. ist offline Stranger

    User Info Menu

    Standard Re: Wie sicher sind 65%? Total durch den Wind

    Und noch etwas, was ich leider in meinem letzten Beitrag vergessen hatte:

    Hattest Du/Ihr eigentlich die Möglichkeit einer psychosozialen Beratung (wo es also nicht so sehr um das Medizinische geht, sondern um die Befindlichkeit, mögliche Lebensentwürfe und, falls gewünscht, auch um Deine eigenen schlechten Erfahrungen)? Denn "total am Boden zerstört" zu sein, ist sicher keine gute Voraussetzung, um ohne Austausch und Innehalten solch eine folgenschwere Entscheidung zu treffen

    In Luxemburg kenne ich mich leider gar nicht aus, eine Beratungsstelle in Deutschland würde Dich aber bestimmt auch ohne Wohnsitz dort beraten.

    In Trier habe ich eine Beratungsstelle des SkF (Sozialdienst katholischer Frauen; man muss aber selbst nicht katholisch sein, und Dir wird dort bestimmt auch niemand Vorwürfe machen, weil Du die Dinge anders siehst als die Kirche) gefunden, die auch in Hinblick auf Pränataldiagnostik und dem Umgang mit deren Ergebnissen kostenlos berät:
    https://www.skf-trier.de/index.php/d...iagnostik.html

    Sonst gibt es noch den Verein Donum Vitae, der Beratungsstellen u.a. in Bitburg und Merzig hat, die auch kostenlos zu Pränataldiagnostik beraten:
    https://bitburg.donumvitae.org/berat...ale-diagnostik
    https://www.donum-vitae-saarland.de/...sstelle-merzig

    Außerdem bietet Donum Vitae auch eine kostenlose und anonyme Online-Beratung auch zu Pränataldiagnostik an (auch wenn das bei so einem Thema sicher nicht ideal ist):
    https://www.donumvitae-onlineberatung.de/

    Gerade habe ich gesehen, dass es sogar die Möglichkeit zu einer Video-Onlineberatung (statt nur schriftlich) gibt:
    https://pnd-kudamm.donumvitae.org/be...itale-beratung

    Viele Grüße,
    Tabea

  8. #18
    OctoberRain ist offline journey (wo)man

    User Info Menu

    Standard Re: Wie sicher sind 65%? Total durch den Wind

    Liebe Rache,

    ich sende dir viel Kraft für den schweren Weg morgen.

    Fühlst du dich gut vorbereitet und sicher in eurer Entscheidung! Dann wird dieser Weg der richtige für euch sein.

    Solltet ihr davon noch nichts gehört habt: die Fotografen von dein-sternenkind.eu können wundervolle Fotos von eurem Schatz machen.

    Alles Gute,
    October
    Danniiii gefällt dies

  9. #19
    Cirrus ist offline Stranger

    User Info Menu

    Standard Re: Wie sicher sind 65%? Total durch den Wind

    Zitat Zitat von Tabea. Beitrag anzeigen
    Hallo Rache08,

    auch wenn Du nicht um Meinungen oder Ratschläge gebeten hast und Dich anscheinend auch schon entschieden hast, erlaube ich mir (schließlich handelt es sich um ein öffentliches Forum), ein paar Sätze dazu zu schreiben.

    Offenbar möchtest Du Deinem gesunden Kind ein ähnliches Leid ersparen, wie es Dir leider durch Deinen behinderten Zwillingsbruder widerfahren ist und insofern "gerecht entscheiden", wie Du geschrieben hast.

    Das halte auch ich für ein wirklich ehrenwertes Motiv, allerdings sehe ich dabei ein mögliches Problem: Wie wird Dein geborenes Kind damit umgehen, wenn es einmal erfahren sollte, dass sein kleiner Bruder ("der Kleine" scheint ja ein Junge zu sein) seinetwegen nicht auf die Welt kommen durfte (auch wenn er das natürlich nicht entschieden hat und überhaupt nicht verhindern konnte)? Ich vermute, mich würde das ziemlich belasten - und das Verhältnis zu meinen Eltern womöglich auch.

    Natürlich könntest Du bzw. Ihr ihm dauerhaft nichts davon erzählen, aber ich zumindest fände es problematisch, so etwas Wesentliches gegenüber meinem Kind dauerhaft zu verschweigen; es könnte auch versehentlich (jemand, der es weiß, "verplappert" sich oder Dein Kind hört ein entsprechendes Gespräch mit) herauskommen, und ansonsten spüren Kinder ja gerade in der Pubertät auch leicht, wenn "irgendwas nicht stimmt". Sicher könntest Du die Entscheidung auch so darstellen, dass sie nichts mit Deinem geborenen Kind zu tun hatte, aber ob es Dir das vor dem Hintergrund Deiner Familiengeschichte glaubt?

    Und außerdem: Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass es Deinem ersten Kind so ergehen würde wie Dir? Hältst Du ein Kind mit Down-Syndrom grundsätzlich für eine zu große Belastung für sein Umfeld oder fürchtest Du, es könnte weit überdurchschnittlich schwer beeinträchtigt sein (also schwerer als die meisten Kinder mit Down-Syndrom) und möchtest sozusagen "auf Nummer sicher gehen" (wobei ja auch mit einem unauffälligen Trisomie-Test noch viele andere, teils schwere Behinderungen möglich sind, etwa Autismus oder ein Hirnschaden durch Geburtskomplikationen)?

    Übrigens: Solltest Du doch noch Interesse an einem Kontakt zu einer Familie mit einem Kind mit Down-Syndrom in Trier haben, könnte ich eventuell weiterhelfen.

    Viele Grüße,
    Tabea
    Liebe Rache08
    Dir möchte ich zunächst wünschen, dass ihr die letzten Tage so gut es geht überstanden habt und trotz des Schmerzes und der Trauer nach vorne sehen könnt.

    Meine Nachricht ist aber jetzt vor allem an Tabea gerichtet:

    Ganz ehrlich fand ich deine Nachricht vom 16.09. in dieser Situation völlig unpassend und daneben. Und wie du geschrieben hast. Es ist ein öffentliches Forum und daher möchte ich dazu auch etwas sagen.

    Vll. klingt meine Nachricht jetzt ein ein wenig drüber, aber ich ärgere mich sehr darüber.

    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie es ist bei so einer Entscheidung eines der größeren Geschwisterkinder zu sein. Ein Geschwisterkind, dass zwar knapp 18 Jahre älter gewesen wäre, als meine Schwester mit Down Syndrom, aber trotzdem war ein Teil der Entscheidung meiner Eltern, dass sie bei der Entscheidung für eine Abtreibung auch an uns weitere Kinder gedacht haben. Weil sie mit ihrer Entscheidung auch unser Leben maßgeblich beeinflusst haben/hätten.
    Bei dir kommt es (und ich muss sagen, auf eine sehr verletzende Art und Weise) so rüber, als würde man sich deswegen als Geschwisterkind schuld an der Abtreibung fühlen müssen.
    Und das ist bei mir auf keine Fall der Fall.
    Die Entscheidung lag bei meinen Eltern und wir Geschwister waren ein kleines Puzzelstück in der ganzen großen Entscheidung.

    Und das man nach so einer Nachricht am "Boden zerstört ist" gehört auch dazu und auch dann kann man eine solche Entscheidung treffen.

    Du kennst Rache08 kaum und kennst vor allem ihre Vorgeschichte nicht.

    Dein Text hilft überhaupt nicht weiter, sondern belastet einfach noch viel mehr.
    Wir haben hier damals auch solche Nachrichten erhalten, nachdem die Diagnose feststand und ich fand es einfach völlig daneben. Als würde man solch eine Entscheidung leichtfällig treffen, weil man kein Bock hat oder sonstiges. Damals hab ich nur diese Nachrichten gelesen und nicht meine Eltern und das war gut so. Die ganze Situation war damals schon so belastend genug. Als ob man sich nicht schon längst selbst solche Gedanken gemacht hätte.
    Und generell finde ich deine Formulierung sehr von oben herab.

    Vll. nimmst du dir meine Text zumindenst ein bisschen zu Herzen und schaust vor dem Abschicken noch mal über deinen Text und fragst dich, ob du damit wirklich jemanden weiter helfen kannst.
    Deinem Angebot für Kontakt zu sorgen zu einer Familie oder deine Hilfe beinder Suche von Beratungsstellen finde ich super. Aber alles andere hättest du dir mMN schenken können.

  10. #20
    Avatar von Tibby33
    Tibby33 ist gerade online ...hoch am Wind

    User Info Menu

    Standard Re: Wie sicher sind 65%? Total durch den Wind

    Hallo Cirrus,

    ich weiß gar nicht, ob sich dieser Thread für die Diskussion eignet. Insbesondere möchte ich keinerlei Stress bei der Threadeignerin erzeugen, die sehr schwere Tage hinter sich haben dürfte. Daher zunächst: Rache08, ich hoffe, es waren Menschen an deiner Seite, die dich aufgefangen haben.

    Zu mir selbst, damit man meine Worte besser einordnen kann: ich gehöre zu denjenigen, die dafür auf die Straße gegangen sind, dass Frauen selbst über Abtreibung entscheiden können und gleichzeitig lehne ich persönlich Abtreibungen ab. Für mich ist das kein Widerspruch. Jede Frau sollte selbst entscheiden können. Aber es geht jedesmal ein Menschenleben zu Ende. Gerade, wenn man wie ich, viel Kontakt zu Menschen mit T21 hat, fällt es schwer, eine entsprechende Entscheidung zu akzeptieren, aber niemand kann und wird das Leben der betroffenen Mutter leben. Nur sie kann und sollte daher entscheiden und wird, egal wie sie auch ausfällt, mit der Entscheidung leben müssen. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Entscheidung nie treffen musste.

    Tabea hat hier: https://www.eltern.de/foren/praenata...l#post29487684 einmal geschrieben, dass sie sich vorstellen kann, ein Kind mit T21 zu adoptieren. Vielleicht hilft das beim Einordnen ihrer Worte, die ich, muss ich zugeben, an dieser Stelle auch schwierig fand. Ich weiß, dass nur wenige Mütter die emotionale Kraft finden, ein T21-Kind zur Aboption frei zu geben, aber es ist auch ein möglicher Ausweg. In einem Forum ist und bleibt Abbruch bei T21 ein schwieriges Thema, mit dem es nicht leicht ist, einfühlsam umzugehen. Jegliche Vorwürfe sind da nicht hilfreich.
    Beste Grüße von Tibby

Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •