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Thema: Befund vom Ultraschall

  1. #1
    Flori2019 ist offline Stranger

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    Standard Befund vom Ultraschall

    Hallo Barbara,

    Ich wollte nochmal nach deiner Meinung fragen, ich habe gestern den Bericht vom Feindiagnostiker erhalten als ich bei meiner Gyn war.
    Sie schaute nochmals kurz nach dem Baby ob das Herz noch schlagen würde, als sie den Herzschlag sah, brach sie auch direkt den Ultraschall ab, weil sie der Meinung ist es wäre besser keine Bindung aufzubauen..
    Sie meinte nach dem Befund, würde sie auch die Chorionzottenbiopsie empfehlen, da nur diese Klarheit bringt.

    Nun der Bericht:

    Fetale Biometrie: (dargestellt zum normalen Mittelwert und 5./95.Perzentile)

    Herzaktion positiv
    Scheitelsteißlänge 42,0mm
    Nackentransparenz 4,20mm
    Biparietaler Durchmesser 16,2mm
    Frontookzipitaler Durchmeesser 18,0mm
    Kopfumfang 53,8mm
    Abdomenumpfang 49,3mm
    Femurlänge 4,0mm
    Nasenbein darstellbar, Länge 2,7mm

    Sonoanatomie:
    Schädel gesehen, Herz 4-Kammerblick gesehen, Wirbelsäule unauffällig, Abdomen unauffällig, Magen darstellbar, Blase darstellbar, obere Extremitäten darstellbar, untere Extremitäten darstellbar,
    Gesicht: Nasenbein darstellbar

    Hals: Nackenödem. Ausgeprägtes zystisches Hygrom, nicht septiert. Moderates generalisiertes Ödem.
    Zusätzliche Marker zur Risikobewertung:
    Nasenbein darstellbar.

    Chorion frondosum: Vorderwand Plazentastruktur: unauffällig. Fruchtwasser: unauffällig.
    Nabelschnur: 3 Gefäße

    Diagnose: Hygroma colli, Hautödem; V.a.a beginnenden Hydrops fetalis. Versickte NT

    Diese Messungen wurden in der 11SSW (10+5) gemacht.
    Die Choriozottenbiopsie ist nächste Woche da wäre ich in der 13SSW (12+4).
    Darf ich laut diesen Befunden noch hoffen oder sollte ich mich (wie die Ärzte sagen) wirklich drauf einstellen, dass die Chancen schlecht aussehen ?
    Die NIPT wurde mir abgeraten, da diese nur Geldverschwendung sei, da sich Die Ärztin sicher ist, das da eine Erkrankung vorliegt.

    Ich danke für deinen Rat..
    Lg Flori

  2. #2
    Avatar von Tibby33
    Tibby33 ist offline ...hoch am Wind

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    Standard Re: Befund vom Ultraschall

    Hallo Flori,

    schade, dass die Ärztin nicht weiter geschallt hat. Es wäre gut gewesen, zu sehen, wie sich das Nackenödem bis heute entwickelt hat. Barbara hatte ja in deinem letzten Thread Entscheidungsmöglichkeiten aufgezeigt, die eben auch davon abhängen, wie sich das Ödem entwickelt.

    "Keine Bindung aufbauen" ist meiner Meinung nach eher ein theoretisches Konzept. Es hängt doch nicht von einem bewegten Bild ab, ob man sich für oder gegen einen Abbruch entscheidet. So lange da ein Herzschlag ist, weiß man doch, dass da Leben ist.

    Insofern würde ich persönlich doch noch mal schallen lassen und dann Barbaras Entscheidungsbaum folgen. Letztendlich reicht der Ultraschall aber auch vor der Chorionzottenbiopsie, da wird er ja eh gemacht und du könntest dann auf die Biopsie ggf. vor Ort noch verzichten.

    So richtig verstehe ich die Ärztin nicht., denn es ist nicht sicher, dass da eine Chromosomenstörung vorliegt. Aber ja, eine Möglichkeit ist das.

    Barbara wird sich sicher auch noch mal melden. Ich wünsche dir, dass du dann mit etwas mehr Klarheit in die nächsten Termine gehen kannst.
    Beste Grüße von Tibby

  3. #3
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: Befund vom Ultraschall

    Hallo Flori,

    ich sehe tatsächlich keinen Grund, von meiner Einschätzung in deinem letzten Thread abzuweichen - ich verlinke ihn hier: https://www.eltern.de/foren/praenata...eme-hilfe.html .
    Dein Kind kann eine Erkrankung haben, es kann aber auch gesund geboren werden (siehe z.B. https://www.eltern.de/foren/praenata...er-befund.html ). Unmittelbar vor der Chorionzottenbiopsie wird eigentlich immer ein Ultraschall gemacht, bei rückläufigem Ödem würde ich dir raten, auf die Biopsie zu verzichten und lieber auf die Fruchtwasserpunktion zu warten, wenn es schon ein invasiver Eingriff sein soll. Nur die Fruchtwasseruntersuchung untersucht Zellen vom Kind, die Chorionzottenbiopsie untersucht genau wie der NIPT die Plazenta. Je stärker auffällig der Ultraschall ist, umso legitimer ist es, indirekt von der Plazenta auf das Kind zu schließen, aber niemand sollte bestreiten, dass eine Fruchtwasseruntersuchung die zuverlässigsten Chromosomenergebnisse liefert. Falls der Arzt die Chorionzottenbiopsie für genauso sicher hält, frag ihn doch mal ganz direkt, ob es sein könnte, dass eine in dieser Biopsie gefundene Chromosomenabweichung nicht beim Kind vorliegt oder umgekehrt. Wenn er das immer noch verneint, fände ich das sehr bedenklich.
    Die Chorionzottenbiopsie hat einen einzigen Vorteil: sie ist ca. 3 Wochen früher möglich. Aber das ist nur dann relevant, wenn es dir sehr wichtig wäre, die Schwangerschaft bei Nachweis einer Auffälligkeit noch unter Vollnarkose abzubrechen.

    LG, ich drücke dir die Daumen für nächste Woche,
    Barbara

  4. #4
    josefine5 ist offline enthusiast

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    Standard Re: Befund vom Ultraschall

    Hallo Flori,
    ich finde den "Rat" deiner Gynäkologin grenzwertig. Als ob sie dein Kind aufgegeben hätte. Ich weiß nicht, ob sie ermisst, was für eine Auswirkung das auf die Mutter hat. Wieviel Mut und Hoffnung eine Mutter immer und immer wieder braucht.
    Wozu neigst du im Moment? Zu welchem "Entscheidungsbaum", was die Untersuchungen angeht? Habt ihr euch im Vorfeld Gedanken gemacht, ob und in welcher Situation für euch ein Abbruch in Frage käme?
    Die Ärztin ist sich sicher, dass eine Erkrankung vorliegt. Das kann so vieles bedeuten.
    Jetzt seid ihr so unerwartet damit konfrontiert und sollt Entscheidungen treffen, von Woche zu Woche. Und plötzlich steht ihr vor der Frage, ob ihr euer Kind annehmen könnt oder einen Abbruch macht. Ohne zu wissen, wie was sein und werden könnte. Da kommt ganz schön Druck auf - und Hilflosigkeit. Auf so eine Situation ist ja niemand vorbereitet. Deshalb frage ich so. Nicht, dass du sie hier beantworten solltest. Es ist eine Frage für dich und für euch als Eltern. Was könnt ihr für euer Kind tun?
    Auf jeden Fall ist es euer Kind und es ist alles wert, was man für das Kleine einsetzen kann.
    Du kommst aus einem anderen Forum. Von hier wird auch gerne auf das Forum "weitertragen" verwiesen. Du trägst dein Kind und nicht Ärzte entscheiden. Das mag jetzt etwas "grob" klingen (weil natürlich nicht Ärzte für euch entscheiden), aber manchmal kann man das Gefühl bekommen, dass die Diagnose wie zwischen einem selbst und dem Kind steht. Das schafft so eine Distanz zum Kind. Und der Satz der Ärztin ging in genau diese Richtung ... Mir fehlt da das Mitgefühl mit dir! Auch wenn vielleicht genau das die Absicht war: es dir nicht schwerer machen als es ist. Aber wer weiß, wie es ist? Auf jeden Fall ist es dein Kind. Und ihr "müsst" gar nichts.
    Liebe Grüße und viel Kraft und Mut, langsam und bedacht weiter zu gehen! So wie du eben hier schreibst.
    Josefine

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