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Thema: Drei Softmarker - ein Mutmacher!

  1. #1
    Gast

    Standard Drei Softmarker - ein Mutmacher!

    Hallo zusammen,

    ich schreibe hier ganz selten, habe aber während meiner eigenen Schwangerschaft im letzten Jahr hier sehr viel mitgelesen und möchte Euch meine Geschichte kurz erzählen um Mut zu machen.

    Ich bin im März 2009 schwanger geworden. Ab der 7. Woche habe ich nur gekotzt und war 7 Wochen krank geschrieben (6 kg abgenommen). Bis zum letzten Tag der Schwangerschaft war mir übel - ein Alptraum!

    In der 12. Woche hatte ich dann ein positiv verlaufenes ETS. Wahrscheinlichkeiten für Trisomien 18 und 21 unter 1 zu 10.000.

    In der 17. Woche dann die erste Unstimmigkeit. Eine singuläre Nabelschnurarterie. Mein FA hat mich beruhigt und gemeint, solange alles andere okay ist, wäre das kein Problem.

    In der 21. Woche dann das Organscreening und die nächsten beiden Auffälligkeiten: Plexuszysten im Gehirn beidseitig (ca. 4 mm), Nierenbeckenerweiterung beidseitig (eine Seite 6 mm, andere Seite 10 mm) ---> Überweisung zum Spezialisten in die Münchner Taxisklinik.

    Ein Wochenende nur geheult, weil ich Riesenangst hatte und nahezu sicher war, dass mir der Spezialist eine FWU nahelegen würde. Ich wusste einfach nicht ein noch aus. Außerdem hab ich selbst recherchiert und fand dann auch noch den Kopfdurchmesser (BPD) mit dem 7. Perzentil sehr gering.

    Montag (22. Woche) dann der Termin beim Pränataldiagnostiker. Der hat eine Stunde geschallt und zum Glück nichts zusätzliches gefunden. Die Plexuszysten waren schon deutlich kleiner geworden. Um es knapp zu machen. Er hat mir keine invasive Diagnostik empfohlen - trotz dreier Softmarker - und mir Mut gemacht, dass ich meine Schwangerschaft jetzt wieder genießen dürfe. Ich habs versucht, aber jeder Gang zum FA war wieder mit Angst verbunden.

    Beim nächsten regulären Termin (25. W.) waren dann die Zysten weg. In der 29. W. war das eine erweiterte Nierenbecken weg, ca. 6 Wochen später auch das andere. Blieb nur sie SNA.

    4 Tage nach Termin, am 7.12., kam dann gesund und munter meine kleine Tochter auf die Welt. Alles war in Ordnung und ich so glücklich und erleichtert.

    Alles Gute für Euch... ich weiß sehr genau, wie schlimm die Sorgen sind und wie aussichtslos die Gedanken, wenn man das Baby im Bauch spürt und darüber nachdenken soll, eventuell die Schwangerschaft zu gefährden durch FWU oder gar abzubrechen.

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  2. #2
    Avatar von Carolala
    Carolala ist offline enthusiast
    Registriert seit
    20.01.2010
    Beiträge
    296

    Standard Re: Drei Softmarker - ein Mutmacher!

    Danke, AnnieMuc! Das gibt tatsächlich Mut, dass bei Dir alles so positiv war und Du ein gesundes Kind bekommen hast! Man muss sich häufiger bewusst machen, dass die allerMEISTEN Babys gesund zur Welt kommen - trotz Komplikationen, Indizien und Ängste.
    Alles Gute für Euch!
    Caro
    SchneckeKiss gefällt dies

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Drei Softmarker - ein Mutmacher!

    Danke liebe Caro. Und ja, die ausgestandenen Ängste und Tränen sind das Schlimmste, was man sich vorstellen kann.

    Mein FA hat sich dann nach der Geburt entschuldigt und gemeint, er musste mich zur Pränataldiagnostik schicken, weil allein in der ***-Straße 10 Anwälte nur darauf warten, ihn zu verklagen. Ich habe das verstanden und bei drei Softmarkern war ich dann irgendwie auch beruhigt, dass ein zweiter - sehr erfahrener - Ultraschaller mir Mut machen konnte.

    Ich hatte in meiner Schwangerschaft 15 Ultraschalls - da musste ja auch jede Kleinigkeit auffallen!! Manchmal wäre weniger mehr, denke ich.

  4. #4
    leu
    leu ist offline Legende
    Registriert seit
    29.01.2004
    Beiträge
    12.709

    Standard Re: Drei Softmarker - ein Mutmacher!


  5. #5
    Gast

    Standard Re: Drei Softmarker - ein Mutmacher!

    Zitat Zitat von leu Beitrag anzeigen
    Hallo Annie


    Okay - aber warum konnte er dir das nicht sagen, BEVOR er dich zum Pränataldiagnostiker geschickt hat?? Du wärest dann ja vermutlich trotzdem hingegangen, hättest dich aber evtl. nicht ganz so fertig gemacht.

    Kopfschüttelnde Grüße und herzlichen Glückwunsch zu einer Tochter,
    Barbara
    Hallo Barbara,

    ich muss meinen FA in Schutz nehmen. Er hat mir auch vor der Überweisung zur Pränataldiagnostik Mut gemacht und gesagt, dass er glaubt, dass alles in Ordnung ist. Angst gemacht hat mir eher die Eigenrecherche im Internet. Und ich bin bis heute überrascht (und dankbar!), dass mir in der Taxisklinik trotz aller Auffälligkeiten (und meiner privaten Versicherung!!) nicht zur invasiven Diagnostik geraten wurde. Ich denke, das habe ich der Tatsache zu verdanken, dass zwei Marker auf T18 hindeuteten, aber kein Herzfehler gefunden wurde und die Nierenbeckenerweiterung das gute Ergebnis des ETS für T21 zwar relativiert, aber eben nicht dramatisch unter die Alterswahrscheinlichkeit gesenkt hat.

    Trotzdem war die Stunde bei der PND die schlimmste meines Lebens. Vor lauter Angst stellte der Arzt irgendwann fest, dass mein Herz "schneller schlägt als das des Babys".

    Danke für deine gute Beratung in diesem Forum. Das macht uns viel Mut.

    LG

    Anne
    Geändert von AnnieMuc (01.03.2010 um 21:37 Uhr)

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