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Thema: ETS-Ergebnis: MoM ß-hCG > 11!!

  1. #1
    SignalHill ist offline newbie

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    Frage ETS-Ergebnis: MoM ß-hCG > 11!!

    Hallo zusammen,

    wie so viele andere auch, haben mich die Umstände bzw. die Ergebnisse des ETS in dieses Forum gespült und ich wäre für Hilfestellung / Antworten sehr dankbar.

    Mein ETS fand Anfang dieser Woche statt (Gestationsalter 11+5 SSW, SSL von 55,6 mm). Der US selbst war völlig unauffällig: NT von 1,01 mm, Nasenbein und Oberschenkelknochen darstellbar und unauffällig.

    Katastrophal dagegen ist die Biochemie aus dem Labor bzw. v.a. der MoM ß-hCG. Dieser liegt bei 11,08 (MoM papp-A: 1,55)! Das Labor hat daraufhin eine Kontrolluntersuchung vorgenommen und den Gesamt-hCG-Wert bestimmt. Dieser lag bei 355'000 IU/l, also ebenfalls sehr hoch.

    Das Programm des FA errechnete bei einem Hintergrundrisiko von 1:667 (ich bin 29 Jahre alt, wiege 60 kg, bin NR) aus diesen Werten ein adjustiertes Risiko für Trisomie 21 von 1:1!
    (Wobei ich mittlerweile gelernt habe, dass das Ergebnis des ETS niemals eine Wahrscheinlichkeit von 1:1 ergeben kann)

    Auf Grund dieser Ergebnisse wurde uns geraten, einen spezialisierten Pränataldiagnostiker aufzusuchen. Dies haben wir getan und dort wurde ein erneuter, sehr ausführlicher US gemacht (der Arzt ist auch in der Liste der Ärzte enthalten, die für die NT-Messung zum Ersttrimesterscreening bei der FMF London zertifiziert sind) - hier die Ergebnisse dazu:
    Gestationsalter: 12+2 SSW
    SSL: 62,1 mm
    NT: 1,50 mm
    Unter Berücksichtigung des US, diverser sonographischer Softmarker (wie Nasenbein, Blutfluss etc.), der Biochemie und der Risikoanamnese kam der Diagnostiker zu einem adjustierten Trisomie21-Risiko von 1:1'350.

    Das heisst, ein Risiko, dass weit geringer ist, als das ursprüngliche Hintergrundrisiko. Vor diesem Hintergrund haben wir uns nun gegen eine invasive Untersuchung entschieden. Meine Sorge, dass unser Kleines mit einer numerischen Chromosomenstörung geboren werden könnte, ist beinahe ausgeräumt.

    Zu denken gibt mir aber dennoch der stark erhöhte ß-hCG-Wert, denn der muss ja eine Ursache haben. Eine andere Erkrankung oder Störung unseres Krümels oder mir selbst?

    Der ß-hCG-Wert muss nun wöchentlich neu bestimmt und darauf gehofft werden, dass er sinkt bzw. wenn er dies nicht tut, die mögliche Ursache abgeklärt werden.

    Nun hoffe ich auf Informationen von Euch und Euer Wissen: wer kann sich diesen extremen hCG-Wert erklären oder hat selbst Ähnliches erlebt oder im Forum davon gehört? Wer hat Erklärungsansätze (der Verdacht auf eine evtl. Partialmole hat sich im US nicht bestätigt) für die Ursache oder weitere wichtige Hinweise?

    Wichtig ist in dem Zusammenhang evtl. auch Folgendes:
    In dem Zyklus, in dem die Schwangerschaft eintrat, wurde mit 50 mg Clomifen tgl. stimuliert, der ES mit Predalon 5'000 IE ausgelöst und seit ES nahm ich (bis heute) tgl. 300 mg Progesteron (Utrogest vaginal) und Bryophyllum ein -> muss man einen Zusammenhang annehmen (der Pränataldiagnostiker ordnete an, Utrogestan sofort abzusetzen)?

    Ich danke Euch bereits im Vorfeld für Eure Hilfe!

    Viele Grüsse
    SignalHill
    Geändert von SignalHill (19.11.2010 um 14:40 Uhr)

  2. #2
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: ETS-Ergebnis: MoM ß-hCG > 11!!

    Hallo SignalHill,

    doch, es gab hier im Forum schon ähnlich hohe fßHCG-Werte. Uli hat da auch mal eine lange Antwort dazu geschrieben. Heute abend suche ich sie dir raus, im Moment schaffe ich das nicht.

    Nur soviel: ein solcher fßHCG-Wert könnte mit einer besonders tief verwurzelten Plazenta zusammenhängen. Außer einer verzögerten Ablösung unter der Geburt müssen dann meist keine nachteiligen Folgen befürchtet werden.

    LG, Barbara

  3. #3
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: ETS-Ergebnis: MoM ß-hCG > 11!!

    so, hab es jetzt doch schon früher geschafft:
    hier schonmal zwei ähnliche, aber nicht ganz so hohe fßHCG-Threads:
    https://www.eltern.de/foren/pr%E4nat...FCber-8-a.html
    https://www.eltern.de/foren/pr%E4nat...4-50-iu-i.html
    hier einer fast genauso hoch:
    https://www.eltern.de/foren/pr%E4nat...-hcg-wert.html (bringt aber sonst nicht viel Neues)
    und hier noch ein älterer:
    https://www.eltern.de/foren/pr%E4nat...-hcg-wert.html

    LG und berichte doch bitte wieder,
    Barbara
    Geändert von leu (19.11.2010 um 16:21 Uhr)

  4. #4
    SignalHill ist offline newbie

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    Standard Re: ETS-Ergebnis: MoM ß-hCG > 11!!

    Hallo Barbara,

    lieben Dank für Deine schnelle Antwort!

    Ich habe mich aufmerksam durch die bisherigen Threads gelesen und wenngleich der Fokus stets eher auf der Frage lag, ob weiterführende / invasive Untersuchungen vorgenommen werden sollen, bin ich auch über einige für meine Situation interessante Aspekte gestolpert.

    Ich würde für mich das "Fazit" ziehen, dass der Wert des freien ß-hCGs zu hoch für das Anzeigen einer Chromosomenstörung ist, dass eine invasive Untersuchung für uns nicht angezeigt scheint und dass unser Kind und ich selbst aktuell keiner besonderen "Gefahr" ausgesetzt sind, die eine sofortige Massnahme erfordern würde.

    Teilst Du meine Einschätzungen?

    In den Ausführungen unter Link 3 und Link 4 (beide führen zum selben Thread) finden sich einige Erklärungsansätze, die ich weiter verfolgen werde, dann hoffe ich natürlich auf Erkenntnisse im Verlauf der weiteren Schwangerschaft bzw. noch auf ein Sinken des ß-hCGs und - natürlich - freue ich mich über weitere Informationen und Erfahrungen. Vielleicht kann auch jemand noch etwas zu einem evtl. Zusammenhang mit der Hormongabe sagen?

    Nochmals lieben Dank an Dich, Barbara, und an alle noch folgenden Schreiber.

  5. #5
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: ETS-Ergebnis: MoM ß-hCG > 11!!

    Hallo SignalHill,

    sorry, der dritte Link sollte eigentlich lauten:
    https://www.eltern.de/foren/pr%E4nat...es-1-12-a.html

    Und ja, ich teile deine Einschätzung.

    Zu der Hormongabe: die ist aus meiner Sicht nicht ungewöhnlich. Utrogest wird zwar gelegentlich in Zusammenhang mit milden fßHCG-Erhöhungen diskutiert, aber meines Wissens nicht als alleinige Erklärung für so hohe Werte wie bei dir.

    LG, Barbara

  6. #6
    SignalHill ist offline newbie

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    Standard Re: ETS-Ergebnis: MoM ß-hCG > 11!!

    Update 23.11.2010:

    Der Pränataldiagnostiker hat versehentlich den bereits in MoM angegebenen Wert des Papp-A erneut in MoM umgerechnet. Dies wird nun korrigiert. Damit sinkt das Risiko der T21 nach Biochemie auf 1:596 und das adjustierte Risiko ebenfalls nochmals deutlich!
    Auf welchen Wert genau, erfahren wir Anfang nächster Woche.

    Update 24.11.2010:

    Am 22.11.2010 wurde erneut Blut zur Bestimmung des freien ß-hCGs abgenommen. Heute kamen die Ergebnisse: trotz vier Utrogest-freien Tagen bis zur Blutabnahme beträgt der Wert des freien ß-hCG weiterhin 487,0 (d.h. keine Veränderung zum ersten Wert vom 15.11.2010). Ich könnte heulen ...

  7. #7
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: ETS-Ergebnis: MoM ß-hCG > 11!!

    Hallo SignalHill,

    Punkt 1 ist doch sehr positiv, oder?
    Und zu Punkt 2:
    ein weiter hohes fßHCG muss ja dennoch nichts Schlimmes bedeuten, ebenso wie ein abfallender Wert ja nicht automatisch Entwarnung bedeutet hätte.
    Gibt es denn schon irgendeine Aussage zu deiner Plazenta im Ultraschall?

    Insgesamt sehe ich keinen Grund, warum du nicht weiter optimistisch sein könntest.

    LG, Barbara

  8. #8
    SignalHill ist offline newbie

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    Standard Re: ETS-Ergebnis: MoM ß-hCG > 11!!

    Liebe Barbara,

    Zitat Zitat von leu Beitrag anzeigen
    Punkt 1 ist doch sehr positiv, oder?
    Ja, aber ja doch! Für die berechneten Risikowerte bin ich auch unendlich dankbar. Nach dem das zunächst berechnete adjustierte T21-Risiko bei 1:1 lag ...

    Zitat Zitat von leu Beitrag anzeigen
    Gibt es denn schon irgendeine Aussage zu deiner Plazenta im Ultraschall?
    Im Bericht des Pränataldiagnostikers heisst es dazu: "Chorion frondosum: Hinterwand. Plazentastruktur: unauffällig.", wobei ich als Laie mit "Chorion frondosum: Hinterwand" nichts anfangen kann. Was bedeutet das?
    Auch die Vermutung des Labors einer (partiellen) Blasenmole konnte im US nicht bestätigt werden.

    Das mit dem Optimusmus oder sich keine Gedanken zu machen fällt derzeit so schwer... Wie lautet denn Deine Empfehlung bzgl. des weiteren Vorgehens oder weiteren diagnostischen Massnahmen?

    Viele Grüsse
    SignalHill

  9. #9
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: ETS-Ergebnis: MoM ß-hCG > 11!!

    Liebe SignalHill
    Zitat Zitat von SignalHill Beitrag anzeigen
    Im Bericht des Pränataldiagnostikers heisst es dazu: "Chorion frondosum: Hinterwand. Plazentastruktur: unauffällig.", wobei ich als Laie mit "Chorion frondosum: Hinterwand" nichts anfangen kann. Was bedeutet das?
    einfach nur Hinterwandplazenta. Ist die normale Lage.
    Das mit dem Optimusmus oder sich keine Gedanken zu machen fällt derzeit so schwer... Wie lautet denn Deine Empfehlung bzgl. des weiteren Vorgehens oder weiteren diagnostischen Massnahmen?
    Ich würde wahrscheinlich außer einer gelegentlichen Kontrolle der Plazentastruktur (weiss nicht, in welcher SSW man eine Plazenta accreta am besten erkennen kann) gar nichts machen.
    Ist denn von deinen behandelnden Ärzten irgendeine Befürchtung geäußert worden, dass das hohe fßHCG etwas Bestimmtes ausmachen könnte? Meines Wissens ist das in der Regel (in deiner Größenordnung, also nicht 1000fach erhöht oder so) doch wirklich harmlos.
    LG, Barbara

  10. #10
    SignalHill ist offline newbie

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    Standard Re: ETS-Ergebnis: MoM ß-hCG > 11!!

    Liebe Barbara,

    Zitat Zitat von leu Beitrag anzeigen
    Ist denn von deinen behandelnden Ärzten irgendeine Befürchtung geäußert worden, dass das hohe fßHCG etwas Bestimmtes ausmachen könnte?
    Abgesehen von der Partialmole (vermerkt im Laborbericht, d.h. die Zuständigen haben mich nie gesehen), die sich im US bislang nicht bestätigt hat, wurde keine konkrete Befürchtung ausgesprochen. Der Pränataldiagnostiker riet zu einer wöchentl. Kontrolle des fßhCG-Wertes und einer WV bei ihm in ca. drei Wochen, wenn sich der Wert bis dahin nicht reduziert hat. In diesem Fall wollte er dann auf "Spurensuche" gehen.

    Zitat Zitat von leu Beitrag anzeigen
    Meines Wissens ist das in der Regel (in deiner Größenordnung, also nicht 1000fach erhöht oder so) doch wirklich harmlos.
    Das lese ich so eben zum ersten Mal und es erstaunt bzw. stimmt mich natürlich auch positiv. Ich bin bislang fest davon ausgegangen, dass dieser Wert ein "Problem" darstellen muss, weil er so fern ab der "Norm" liegt.

    Liebe Grüsse
    SignalHill

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