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Thema: Frühscreening - Beeinflusst eine Zyste am Eierstock die Blutergebnisse?

  1. #1
    Ann42 ist offline newbie

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    Standard Frühscreening - Beeinflusst eine Zyste am Eierstock die Blutergebnisse?

    Hallo!
    Nachdem mein Mann und ich uns unglaublich gefreut haben, dass ich mit 42 Jahren noch einmal schwanger geworden bin, sind wir seit Freitag nach dem Frühscreening total verzweifelt.
    Nach einem unauffälligen Ultraschall wurden dann extrem schlechte Blutwerte ermittelt, die auch den Untersucher merklich erschreckten. Bei der anschließenden Beratung kam es mir so vor, als sei er sich sicher, dass das Kind auf keinen Fall gesund sein könnte...
    Hier die Daten:
    Hintergrundrisiko: 1:43
    Risiko nach Ultraschall: 1:858
    Risiko nach Biochemie: 1:6 (!)
    Ajustiertes Risiko: 1:30 (!)

    Biochemie:
    Abnahme: 12W+2T
    (Geschwisterkind: 11W+1T)
    Freies Beta hCG: 163,8 - 4,1858
    (Geschwisterkind: 2,8200)
    PAPP-A: 2,683 - 0,8250
    (Geschwisterkind: 0,7400)

    Natürlich überlegen mein Mann und ich die ganze Zeit, ob auch andere Faktoren dieses schlechte Ergebnis beeinflusst haben könnten, haben aber leider keine Erfahrung und kein genügendes Fachwissen.
    Kann eine Zyste auch erhöhte Hormonwerte erzeugen? Habe an einem Eierstock eine im Durchmesser 5cm große Zyste.

    Wir sind vollig verzweifelt und fragen uns, ob es bei den Blutwerten tatsächlich schon sicher ist, dass unser 2. Kind krank ist.
    Hat jemand Erfahrung?

  2. #2

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    Standard Re: Frühscreening - Beeinflusst eine Zyste am Eierstock die Blutergebnisse?

    Hallo Ann,

    ich bin in der 21. Woche und in Deinem Alter (41 Jahre).Mein Hintergrundrisiko ist für Trisomie 21 1:63, nach Ultraschall 1: 903 und nach Biochemie adjustiert 1: 43. Dafür verantwortlich war mein zu hoher hcg-Wert, in MOM 4,88, der Papp A Wert lag bei 0,88 MOM. Wir waren natürlich völlig verunsichert und haben uns für eine FU entschieden mit einem unauffälligen Ergebnis.Es kann natürlich sein, daß ein Baby trotz völlig unauffälligem Ultraschall dennoch genetisch beeinträchtig ist, aber viel häufiger hab ich in den Foren, ähnlich wie bei unserem Kleinen, Entwarnung nach auffälliger Biochemie gefunden, insbesondere bei Schwangeren in unserem Alter kommt das zu Hauf vor.Ich würde diese Diagnostik nicht mehr machen lassen, entweder direkt FU oder nur die üblichen Vorsorgeuntersuchungen.Mach Dich daher nicht verrückt, es ist sehr wahrscheinlich, daß mit eurem Baby alles ok ist.
    Gruß, Butterblume

  3. #3
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: Frühscreening - Beeinflusst eine Zyste am Eierstock die Blutergebnisse?

    Hallo Ann,
    Zitat Zitat von Ann42 Beitrag anzeigen
    Nach einem unauffälligen Ultraschall wurden dann extrem schlechte Blutwerte ermittelt, die auch den Untersucher merklich erschreckten. Bei der anschließenden Beratung kam es mir so vor, als sei er sich sicher, dass das Kind auf keinen Fall gesund sein könnte...
    ja, was soll denn DER Unfug? Die errechnete Wahrscheinlichkeit ist mit 1:30 kaum größer als deine Wahrscheinlichkeit vor dem Screening von 1:43 und auf einmal soll das Kind auf keinen Fall gesund sein? Hattest du vor dem Screening auch den Eindruck, dass das Kind auf keinen Fall gesund sein könnte.
    1:30 bedeutet eine Wahrscheinlichkeit von 96,8%, dass das Kind KEINE Trisomie 21 hat.
    Und dabei ist ziemlich sicher noch nicht mal eingerechnet, dass bereits das Geschwisterkind Werte hatte, die eigentlich typischer für eine T21 gewesen wären (welche Wahrscheinlichkeit hattet ihr denn damals berechnet bekommen?) Wenn man das berücksichtigen könnte, würde die Wahrscheinlichkeit für T21 noch deutlich geringer. Du scheinst einfach aus trisomie-unabhängigen Gründen eine "Neigung" zu hohem fßHCG zu haben. Du findest hier im Forum massenweise Geschichten von hohem fßHCG (auch noch wesentlich höher als bei euch) und "trotzdem" unauffälligen Kindern. Die Zyste hat vermutlich eher nichts damit zu tun.
    Weisst du, welches Berechnungsprogramm bei dir verwendet wurde?

    Du hast aus meiner Sicht gute bis sehr gute Chancen, dass dein Kind keine T21 hat. Zur Verzweifelung gibt es derzeit jedenfalls keinen Grund, macht euch bitte nicht völlig unnütz fertig. Wisst ihr schon, wie es weitergehen soll?

    LG und berichte bitte wieder,
    Barbara
    Geändert von leu (10.07.2011 um 19:26 Uhr)

  4. #4
    ulis ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Frühscreening - Beeinflusst eine Zyste am Eierstock die Blutergebnisse?

    Zitat Zitat von leu Beitrag anzeigen
    (welche Wahrscheinlichkeit hattet ihr denn damals berechnet bekommen?)
    Hallo Barbara,
    ich bin mir nicht sicher, ob Ann mit dem "Geschwisterkind" eventuell den Zwilling einer vorliegenden Zwillingsschwangerschaft meint. Könnte das sein?
    Viele Grüße
    Uli

  5. #5
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: Frühscreening - Beeinflusst eine Zyste am Eierstock die Blutergebnisse?

    Hallo Uli,

    kämen dann die anderen MoM-Werte durch eine kleinere SSL beim Zwiiling und daher auch niedrigere SSW-Berechnung?
    Aber das wäre doch dann kompletter Schwachsinn, für Zwilinge unterschiedliche SSWs anzunehmen?!

    Ann, liegt bei dir tatsächlich eine Zwillingsschwangerschaft vor??

    VG,Barbara

  6. #6
    ulis ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Frühscreening - Beeinflusst eine Zyste am Eierstock die Blutergebnisse?

    Zitat Zitat von leu Beitrag anzeigen
    Hallo Uli,

    kämen dann die anderen MoM-Werte durch eine kleinere SSL beim Zwiiling und daher auch niedrigere SSW-Berechnung?
    Aber das wäre doch dann kompletter Schwachsinn, für Zwilinge unterschiedliche SSWs anzunehmen?!

    Ann, liegt bei dir tatsächlich eine Zwillingsschwangerschaft vor??

    VG,Barbara
    Hallo Barbara,
    an genau einen solchen Unsinn hatte ich dabei gedacht. Wenn die Zwillinge unterschiedliche SSL-Werte haben, ist anzunehmen, dass dabei auch unterschiedliche Schwangerschaftsaltersangaben und logischerweise unterschiedliche MoM-Werte und ebenso logisch unterschiedliche Risiken zustande kommen. Das treibt langsam wirklich merkwürdige Blüten.
    Viele Grüße
    Uli

  7. #7
    Ann42 ist offline newbie

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    Standard Re: Frühscreening - Beeinflusst eine Zyste am Eierstock die Blutergebnisse?

    Hallo Butterblume2010!
    Dein positiver Erfahrungsbericht hat etwas zur Beruhigung beigetragen. Vielen Dank dafür!

    Hi Barbara und Uli!
    Erst einmal vielen Dank für die aufbauenden Worte zu den Werten!

    Bei dem Geschwisterkind handelt es sich um unser 1. Kind, das inzwischen 2 1/2 Jahre alt ist. Zur Zeit dessen Frühscreenings habe ich noch in einer anderen Stadt gewohnt und hatte eine Frauenärztin, die das Frühscreening selbst durchgeführt hat. Sie ist eine für die FMF London qualifizierte Untersucherin. Damals ergab sich aus Ultraschallbefund und Serum-Biochemie folgendes berechnetes Risiko:
    Hintergrundrisiko (39J.): 1:94
    Risiko nach Ultraschall: 1:502
    Risiko nach Biochemie: 1:52
    Adjustiertes Risiko (T21): 1:276
    Sie machte uns darauf aufmerksam, dass eine invasive Diagnostik zwar ein geringeres Risiko hätte als diese Berechnung, beruhigte uns aber gleichzeitig und riet uns eigentlich eher ab.

    Inzwischen bin ich zu meinem Mann in eine andere Stadt gezogen und habe dadurch eine andere Frauenärztin. Diese führt das Frühscreening nicht selbst durch. Sie nannte mir unter anderen die Praxis für Pränatale Diagnostik und Genetik, die dieses Mal das Frühscreening durchführte. Das adjustierte Risiko wurde durch den FMF Algorithmus 2009 berechnet. Da dieser Arzt diese Untersuchungen und Bewertungen sowie die daraus evtl. resultierenden invasiven Untersuchungen ständig durchführt und dadurch Erfahrungswerte haben muss, hat uns das Ergebnis und seine Reaktion natürlich besonders erschreckt.

    Nachtrag zu den Ergebnissen der jetzigen Schwangerschaft: SSL: 59,7, BPD: 22,1, FL: 8,4, NT: 1,30, Nasenbein: 2,3 und Gesichtswinkel 80°.

    Vielleicht werden wir nun eine CB od. FU machen lassen, um wieder zur Ruhe zu kommen.
    Dazu habe ich noch eine Frage. Unser erstes Kind kam nach vorzeitigem Blasensprung zur Welt. Hat das einen Einfluss auf das Risiko einer CB oder FU?

    Vielen Dank für Euer Engagement und Eure Mühe!

    Ann42
    Geändert von Ann42 (11.07.2011 um 04:49 Uhr)

  8. #8
    ulis ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Frühscreening - Beeinflusst eine Zyste am Eierstock die Blutergebnisse?

    Zitat Zitat von Ann42 Beitrag anzeigen
    Bei dem Geschwisterkind handelt es sich um unser 1. Kind, das inzwischen 2 1/2 Jahre alt ist.
    Hallo Ann,
    das klärt es doch.
    Es ist bekannt, dass sich die Konzentrationen bestimmter Blutwerte bei einer Frau in unterschiedlichen Schwangerschaften sehr ähneln. Es gibt offenbar eine genetische Disposition. Das bedeutet, dass man bei Dir sogar erhöhte hCG-Werte *erwarten* würde. In beiden Schwangerschaften waren die hCG-Werte ja deutlich erhöht, während die PAPP-A-Werte fast identisch liegen. Leider berücksichtigt weder das Programm der deutschen noch das der englischen FMF diesen Zusammenhang, sonst hätte man Dir ein deutlich geringeres Risiko berechnet. Das einzige mir bekannte Programm, das Werte aus vorangegangenen Schwangerschaften berücksichtigt, heißt alpha. Ich verwende es, um möglichst authentische Ergebnisse berechnen zu können.
    Wegen der Eierstockzysten: Leider habe ich nicht viele Fälle, die ich dazu überblicken kann. Interessant ist trotzdem, dass in einigen dieser Fälle ebenfalls sehr hohe hCG-Werte vorgelegen haben.
    Vielleicht können Dich diese Informationen ja etwas beruhigen.
    Alles Gute, die Daumen sind gedrückt.
    Uli

  9. #9
    leu
    leu ist offline Legende

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    Standard Re: Frühscreening - Beeinflusst eine Zyste am Eierstock die Blutergebnisse?

    Hallo Ann

    Zitat Zitat von Ann42 Beitrag anzeigen

    Vielleicht werden wir nun eine CB od. FU machen lassen, um wieder zur Ruhe zu kommen.
    Dazu habe ich noch eine Frage. Unser erstes Kind kam nach vorzeitigem Blasensprung zur Welt. Hat das einen Einfluss auf das Risiko einer CB oder FU?
    Dazu kene ich leider keine Studie. In welcher SSW war denn der Blasensprung? Ich könnte mir schon vorstellen, das dadurch das Risiko bei einer FU erhöht ist. Denn eine der möglichen Komplikationen durch Punktion ist ja der Blasensprung.
    Vielleicht könnte dir eine sequentielles Screening (Verrechnung der bisherigen Werte mit des Werten eines Quadrupel-Tests) weiterhelfen, Elisabeth berichtet darüber in diesem Thread: https://www.eltern.de/foren/praenata...ed-test-2.html , ihr Ausgangsposting ist hier https://www.eltern.de/foren/praenata...eitergeht.html
    Zwar werdet ihr vermutlich eher kein "komplett unauffälliges Endergebnis <1:300" mehr bekommen, aber das hattet ihr ja das letzte Mal auch nicht und konntet trotzdem guten Gewissens auf die Puktion verzichten.
    Ich schick dir auch noch eine PN.

    LG, Barbara

  10. #10
    Ann42 ist offline newbie

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    Standard Re: Frühscreening - Beeinflusst eine Zyste am Eierstock die Blutergebnisse?

    Hallo Barbara, hallo Uli!
    Danke für die Infos - werde mich weiter informieren...
    Der Blasensprung war bei unserem 1. Kind in der 37.SSW.
    Vielleicht ist dabei aber auch noch zu berücksichtigen, dass es einen tragischen Vorfall in unserer Familie ca. 7 Wochen vorher gab, der mich auch noch über die Geburt hinaus noch sehr belastet hat.
    VG Ann42

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