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Thema: Mal wieder: Stiefkindado und Vaterschaft

  1. #1
    Avatar von chazz
    chazz ist offline Poweruser
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    Standard Mal wieder: Stiefkindado und Vaterschaft

    Gute Vorhaben für 2013: Wir wollen endlich die Stiefkindado für Sohnemann angehen und ein zweites Baby auf den Weg bringen.
    Nun sind wir immer noch unschlüssig, wie es mit der Rolle des Vaters ist.
    Wir haben ja einen sehr bekannten Vater (aktiver Wochenend- und auch mal vom-Kindergarten-abhol-Onkel-Papa), den unser Sohn inzwischen auch mit vollem Namen und Wohnort aller Welt als Papa verkünden kann.
    Er ist aber nicht als Vater eingetragen und stimmt der Adoption zu (für ihn ist die auch wichtig für ein evtl. zweites Kind).
    Vor dem Gericht auf "der Vater ist bekannt, aber wir geben ihn nicht an" zu machen, finde ich schwierig, zumal das JA ja auch nach ihm fragen wird.

    Nun sehe ich zwei wege:
    1. wie hier in einem anderen thread beschrieben: vater gibt nur eine erklärung beim notar ab, wo er erklärt, dass das kind von ihm stammt, er der ado aber zustimmt.
    2. wie ich auch schon gehört habe: vater erkennt vaterschaft an und erklärt gleichzeitig die freigabe zur adoption.

    ich sehe noch nicht, was der vor- und nachteil der jeweiligen methoden sein könnte.
    kann mich da jemand aufklären?

    edit: mir fiel gerade noch ne dritte möglichkeit ein: er redet mit der netten dame vom jugendamt und die schreibt in ihren bericht, dass sie, weil sie mit dem vater gesprochen hat, weiß, dass von seiner seite die ado auch gewünscht ist.
    hat jemand erfahrung mit der möglichkeit?
    Geändert von chazz (04.01.2013 um 21:31 Uhr)

  2. #2
    wiesa36 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Mal wieder: Stiefkindado und Vaterschaft

    Ich weiss nicht ob ich es noch genau zusammen bekomme aber der Notar hat uns die Situation so erklärt, das es am sichersten sei wenn man den Vater angibt und der dann das Kind zur Adoption frei gibt, da weder der Vater später irgendwelche Rechte geltend machen kann, noch das Kind oder die Mütter.
    Die Adoption bedeutet also einen kompletten Cut und ist somit das sicherste, bis dahin allerdings ist der Spende als Vater eingetragen. Wenn man den Spender nicht angibt besteht aber die Möglichkeit das er zu einem späteren Zeitpunkt Rechte einklagt oder eben der Spender auf Unterhalt verklagt wird.

    Wir haben uns dafür entschieden unseren Spender ( Ist ein Freund der auch oft Kontakt zu unserem Kind hat) als Vater anzugeben und er hat dann unser Kind zur Adoption freigegeben. Bei uns läuft die Adoption noch aber wir hoffen, dass alles glatt geht!

  3. #3
    Avatar von pippilotta83
    pippilotta83 ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Mal wieder: Stiefkindado und Vaterschaft

    Hi,
    wir haben es auch so wie Wiesa36 gemacht bzw. sind noch mitten drin und hoffen natürlich auch, dass alles gut klappt!
    Aber uns wurde auch gesagt, dass es die "sicherste" Methode sei, da ja inzwischen auch die Vaterschaftsrechte gestärkt werden und bei Nichangabe, der Vater immer noch Rechte geltend machen könnte...praktisch wohl sein Leben lang!
    Übrigens findet unser JA unseren Weg supi und das ist für uns natürlich noch besser :-)

  4. #4
    Avatar von chazz
    chazz ist offline Poweruser
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    Standard Re: Mal wieder: Stiefkindado und Vaterschaft

    Zitat Zitat von wiesa36 Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht ob ich es noch genau zusammen bekomme aber der Notar hat uns die Situation so erklärt, das es am sichersten sei wenn man den Vater angibt und der dann das Kind zur Adoption frei gibt, da weder der Vater später irgendwelche Rechte geltend machen kann, noch das Kind oder die Mütter.
    Die Adoption bedeutet also einen kompletten Cut und ist somit das sicherste, bis dahin allerdings ist der Spende als Vater eingetragen. Wenn man den Spender nicht angibt besteht aber die Möglichkeit das er zu einem späteren Zeitpunkt Rechte einklagt oder eben der Spender auf Unterhalt verklagt wird.

    Wir haben uns dafür entschieden unseren Spender ( Ist ein Freund der auch oft Kontakt zu unserem Kind hat) als Vater anzugeben und er hat dann unser Kind zur Adoption freigegeben. Bei uns läuft die Adoption noch aber wir hoffen, dass alles glatt geht!
    gerade das macht mir ja ein bisschen sorgen.
    was ist, wenn dann die ado nicht durchgeht, oder irgendetwas passiert?
    ich mein, ich vertrau ihm, dass er die zustimmung nicht zurückzieht und auch meiner frau, dass sie die ado will, aber wenn ihr z.b. was passiert, bevor die ado durch ist, dann bleibt er ja lebenslang vater, oder?

    dass der spender irgendwie nach seinem willen befragt werden muss, ist mir auch verständlich, aber wenn es ohne zwischenzeitliche "volle eintragung als vater" ginge, wär es mir lieber.

  5. #5
    Avatar von hollerfee
    hollerfee ist offline old hand
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    Standard Re: Mal wieder: Stiefkindado und Vaterschaft

    Ich will jetzt nix Falsches schreiben, aber aus den vielen Berichten, die ich bisher gelesen habe, ergab sich für mich eher das Bild, die Person des Vaters wird erfragt und falls der Mann bekannt ist / offenbart wird, muss er zustimmen, nicht: muss er die Vaterschaft vorher anerkennen. Da hätte ich an eurer Stelle auch Bauchschmerzen!
    Aber fragt doch einfach mal ein paar User, wo die Adoption durch ist, z. B. per PN.

  6. #6
    bananenshake ist offline addict
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    Standard Re: Mal wieder: Stiefkindado und Vaterschaft

    Zitat Zitat von chazz Beitrag anzeigen
    Gute Vorhaben für 2013:

    Nun sehe ich zwei wege:
    1. wie hier in einem anderen thread beschrieben: vater gibt nur eine erklärung beim notar ab, wo er erklärt, dass das kind von ihm stammt, er der ado aber zustimmt.
    2. wie ich auch schon gehört habe: vater erkennt vaterschaft an und erklärt gleichzeitig die freigabe zur
    kann mich da jemand aufklären?

    ?
    Hallo chazz,

    Ich kenne einige Varianten. Vater unbekannt Bekannt aber nicht genannt. Vater bekannt und genannt.

    Zu jeder Variante gibt es Vor-und Nachteile. Und letztlich ist jede noch so lange Adoption schliesslich durchgegangen.

    Daher finde ich das wichtigste Argument: womit könnt Ihr Drei bzw. Vier zzgl Eures
    Sohnes in Zukunft leben?

    Wir wollten Transparenz in jeder Hinsicht. Nichts sollte verschwiegen werden, um bei ggf aufkommenden Nachfragen keinen "Fehler" zu machen. Und es geht um die Lebensgeschichte meines Kindes. Da sollte alles richtig und klar sein. Und der Vater nicht verschwiegen werden.(das sind aber nur unsere Gedanken dazu!)

    Daher: Vater hat das Kind anerkannt und gleichzeitig zur Adoption freigegeben. Er steht und stand überall.

    Unsere Adoption dauerte übrigens keine sechs Monate. Ohne ein einziges Problem.

    Viel Erfolg

    B.

    PS: ich habe während des (sehr kurzen) Adoptionsverfahrens ein Testament geschrieben, in dem ich zum Ausdruck brachte, dass es mein Wille sei, dass diese Adoption trotz meines Todes weiter gefuehrt wird. Dies ist kein Garant, wird jedoch im Todesfall bei der Abwägung herangezogen.


    Mit e

  7. #7
    wiesa36 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Mal wieder: Stiefkindado und Vaterschaft

    PS: ich habe während des (sehr kurzen) Adoptionsverfahrens ein Testament geschrieben, in dem ich zum Ausdruck brachte, dass es mein Wille sei, dass diese Adoption trotz meines Todes weiter gefuehrt wird. Dies ist kein Garant, wird jedoch im Todesfall bei der Abwägung herangezogen.


    Mit e

    So haben wir es auch gemacht.Wir hatten schon vor der Geburt mit der Dame vom JA darüber gesprochen was mit unserem Kind geschieht, sollte mir unter der Geburt etwas zustoßen. Da war aber eine ganz nette Dame die uns dann erklärt hat, das man meiner Frau eher noch jemanden zur Seite stellt um das Kind zu betreuen und es ihr auf keinen Fall entzieht auch wenn der Vater bekannt ist.

    @Hollerfee ich habe es so verstanden das der Spender die Vaterschaft anerkennen muss um das Kind zur Adoption freizugeben...

  8. #8
    Aschera ist offline Stranger
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    Standard Re: Mal wieder: Stiefkindado und Vaterschaft

    Ich bin Samenspender und ziehe eigentlich vor, unbekannt zu bleiben. Falls die Adoption nicht durchgeht steht Mann nämlich sonst als Zahlemann da. Die Frauen müssen darauf achten, die Identität des Spenders nicht zu erfahren. - aktives wegschauen! Weil sie sich sonst mit der Falschangabe Vater unbekannt strafbar machen.

    Der Staat will erstmal die beiden Eltern. Dann beide nach dem Einverständnis mit der Adoption fragen und erst dann beginnt die Adoptionsprüfung.

    Eine Co-Mama kennt mich sehr gut, wollte darüber nicht vor Gericht lügen, und hat mich gebeten, das Kind als meins anzuerkennen. Um es dann zur Adoption freizugeben. Rechtlich sind die Anerkennung und die Freigabe zwei völlig getrennte Akte, die beim Notar gewöhnlich in einem Termin gemacht werden. Erst unterschreiben Mama und Papa die Vaterschaftsanerkennung. Dann ist Pause - für manche Co-Mamas vielleicht die längste Pause der Welt ;-) Und dann wird die Freigabe zur Adoption auf den Tisch gelegt und der Papa überlegt, ob er die auch noch unterschreibt oder sein Schreib-Arm für heute genug getan hat. Wer A sagt, muss hier nicht B sagen. Und ob der Richter der Adoption C wie Custimmt ist damit nicht gesagt. Aber wer als Spender A sagt, muss im Pechfall Z wie Zahlen, wovor ihn nur B und C oder eine gut situierte Mama retten können.

    Väter können auch nach erfolgreicher Adoption ein Umgangsrecht einklagen.

    Und es macht im realen Leben keinen Unterschied. Oder habt ihr schon von welchen gehört, die nach der Adoption die Milchflasche anders halten, mit anderer Technik Windeln wechseln oder das Baby beim Kuscheln in einem speziellen genehmigungspflichtigen Winkel halten ;-) Wer durch die Aoption zu einer besseren Mama wird, hat vorher eine schwache Leistung gezeigt und hätte eigentlich nicht adoptieren dürfen.

    Beziehungen Leben macht glücklich. Rechte an Beziehungen besitzen nicht.

  9. #9
    Munis ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Mal wieder: Stiefkindado und Vaterschaft

    Zitat Zitat von Aschera Beitrag anzeigen
    Und es macht im realen Leben keinen Unterschied.
    ...
    Wer durch die Aoption zu einer besseren Mama wird, hat vorher eine schwache Leistung gezeigt und hätte eigentlich nicht adoptieren dürfen.

    Niemand wird durch die Adoption zu einer "besseren Mama". Aber warum sollte man die Stiefkindadoption nicht machen? Damit man den Spender fragen darf, ob ein Umzug mit dem Kind ihm gerade angenehm ist? Gerade für die Konstellation 2 Mamas und aktiver Vater gibt es eben keine "perfekte" Regelung. Besser wäre sicher, wenn alle 3 Sorgerecht hätten und mitbestimmen könnten. Aber wenn es "nur" einen Spender gibt, der selten oder garnicht Kontakt zum Kind hat - warum sollte dieser mehr Rechte als die Co-Mutter haben, die jeden Tag im Leben des Kindes anwesend ist?

    Ich behaupte jetzt einfach mal, dass keine Co-Mutter den ganzen Prozess der Stiefkindadoption durchmacht, weil man sich dadurch erhofft, eine "bessere" Mama zu sein. Vielmehr ist es einfach wichtig, rechtliche Sicherheit zu haben (was die Unterhaltspflicht und das Sorgerecht angeht). Warum sollte man auf diese Rechte verzichten, wenn es hier in Deutschland schon die Möglichkeit gibt?

    Und rein rechtlich gesehen darf man als Co-Mutter ohne erfolgte Stiefkindadoption (nur als Beispiel) mit dem Kind nicht einmal zu Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt gehen. Oder das Kind nach der Geburt beim Standesamt anmelden. Oder bei der Wahl der Schule mitbestimmen. Also komplett alle Dinge, die nicht zu "alltäglichen" Entscheidungen im Leben zählen.

    Außerdem: Was ist, wenn der Bio-Mama etwas zustößt? Will man dann wirklich das Risiko eingehen, das Kind auch noch zu verlieren? Rein rechtlich ist eine Co-Mama NICHTS für das Kind (ok, bei bestehender eingetragener Lebenspartnerschaft hat sie das kleine Sorgerecht und darf Alltagsentscheidungen für das Kind treffen...Aber soweit ich weiß auch nur, wenn die Bio-Mama allein sorgeberechtigt ist), bevor die Stiefkindadoption durch ist.

    Aber ganz ehrlich: Ich glaube, du willst das einfach nicht verstehen. Also mach ich mir jetzt keine Mühe mehr, das zu erklären...

  10. #10
    Aschera ist offline Stranger
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    Standard Re: Mal wieder: Stiefkindado und Vaterschaft

    Die rechtliche Absicherung für die Co-Mama ist sinnvoll. Deshalb hab ich ja unser Kind auch angenommen und zur Adoption freigegeben. Die hat übrigens ca. 3 Monate gedauert und der Gerichtstermin war gerade mal 5 Minuten lang. Papa sagt ja, JA sagt ja. Dann sind wir hier fertig...

    Ich wollte nur sagen, dass die Rechte nicht alles sind. In vielen Ländern, in denen die Adoption nicht geht, kann man sich auch am Regenbogen-Familienglück erfreuen.

    Die genetische Verbindung ganz zu entwerten finde ich aber auch fraglich. Mein Alptraum wäre: Mutter und Kind liegen im Koma. Ich und die Eltern der Mutter glauben noch, dass sie zurück kommen. Die Co-Mama bespricht sich mit ihrer neuen Freundin, glaubt nicht mehr daran, und stellt die Lebenserhaltung ab. Sollen wir dann als biologische Eltern daneben stehen und zusehen?
    Geändert von Aschera (02.02.2013 um 14:35 Uhr)

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