"Entspann dich! Jetzt! SOFORT!! FÜR IMMER!!!"

Stress ist böse und muss unbedingt vermieden werden. In dieses Horn bläst ja eigentlich jeder. Das gehört zu den unabdingbaren Wahrheiten, die sich bereits tief in mir festgefressen haben, schon so lange bevor überhaupt ans Kinderkriegen zu denken war, dass ich keine Ahnung habe, wo diese "Information" ursprünglich mal her kam.
Auch in der KiWu wurde mir Stressvermeidung gleich beim ersten Termin eindringlich nahe gelegt.

Also versuche ich seit Monaten mehr oder weniger krampfhaft zu entspannen. Resultierend in nagenden Zweifeln.

Aber warum genau? Realistisch gesehen hat Stress anscheinend so gar keinen erkennbaren Einfluss auf meinen Zyklus. Egal wie gestresst ich bisher war, nie habe ich eine Mens ausgelassen oder war auch mehr als max. vier Tage "überfallig".

Frauen werden unter den widrigsten Umständen, in persönlichen oder globalen Krisenzeiten und häufig sogar ungewollt schwanger. Mit schlechter Ernährung, fiesen Zähnen und grottiger Einstellung zu Kindern.

Und wir? Wir sitzen da ubd versuchen alles zu optimieren, was wir für optimierenswert halten. Obwohl uns, außer einer Schwangerschaft, gar nichts fehlt.

Ich kenne übrigens kein Paar, das zum Beispiel nach einem Urlaub wundersam schwanger wurde. Nur die Geschichten darüber.

Vermutlich werden wir das nagende Gefühl nie ganz abgestellt bekommen und trotzdem hat es mir ein bisschen geholfen die Worte zu lesen:

"Studien zeigen keinen Zusammenhang mit Stress und Schwangerschaftsraten "

Somit gehe ich hoffentlich doch etwas beruhigter in den nächsten leider unglaublich stressigen Monat und den nächsten ÜZ.


Kinderwunsch: Aber alle sagen, man müsse sich nur entspannen.

Welchen Einfluss hat Stress auf die künstliche Befruchtung?