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Thema: Viele Fragen bei Potential zum Schreibaby

  1. #1
    Chris888 ist offline Stranger
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    31.05.2013
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    Standard Viele Fragen bei Potential zum Schreibaby

    Liebe Mit-Eltern,

    Auch wenn unser Sohn erst 2 Wochen alt ist und die Dreier-Regel somit noch nicht erfüllt ist, weist er bisher alle Merkmale eines Schreibabys auf:
    - Er schreit täglich mehr als 3 Stunden pro Tag (on top kommen viele Stunden mit Unruhephasen), am heftigsten in den Abendstunden.
    - Er lässt sich in diesen Phasen kaum oder gar nicht beruhigen (z.B. durch Rumtragen, Saugen an Finger oder Schnuller).
    - Er hyperventiliert beim Schreien extrem (teilweise mehr als 100 Atemzüge pro Minute), strampelt wie wild, wird rot, seine Muskulatur ist total angespannt und er schwitzt, weil er sich völlig verausgabt.
    - Während der Schreiphasen gehen oft Winde ab oder er macht in die Windel. Wir dachten daher zuerst, dass seine Verdauung die Ursache sei, aber nachdem wir alle Maßnahmen und Tipps, die man bei Blähungen berücksichtigen kann, zwei Wochen lang durchexerziert haben, kommen Zweifel auf.
    - In den wenigen Phasen, in denen er wach ist und nicht schreit oder quengelt, ist er extrem aufmerksam, bewundert mit offenen Augen das für ihn Wahrnehmbare, verfolgt Gegenstände mit seinen Augen, erwidert sogar manchmal schon ein Lächeln, hört bei Musik (Mozart) ganz aufmerksam hin.
    -Die kleinste Irritation kann eine neue Schreiphase auslösen, z.B. regelmäßig beim Wickeln.
    - Er schläft keine 12h am Tag.

    Die Eltern
    - Kommen bisher gut mit den Schreiphasen klar, weil er dabei immer noch süß ist und wir unsere Ressourcen gut aufteilen. Spannend wird es ab nächster Woche, wenn der Vater wieder arbeiten geht.
    - Sind selbst überaus aktive Menschen und nicht unbedingt Entspannungskünstler.
    - Hatten während der Schwangerschaft aufgrund einer neuen Arbeitsstelle der Mutter teilweise sehr stressige Zeiten.

    Fragen:
    1. Was ihn oft alt einziges einigermaßen oder auch komplett beruhigt, ist Stillen. Das führt dazu, dass er oft die Hälfte der Nacht oder auch lange am Tag auf der Brust der Mutter liegt und es bei beiden zu einer langen Halbschlaf/Halbstillen-Phase kommt. Ist das dienlich, weil es der einzige Ort ist, wo er zur Ruhe kommt, oder sollte der Fokus darauf gesetzt werden, eine klare Struktur/Trennung der einzelnen Tageselemente zu schaffen und ihn (wie auch immer) zu unterstützen, eigenständig zu schlafen?

    2. Was gilt es bei der Tagesstrukturierung zu beachten? Ist es wichtig, möglichst gleiche Zeiten einzuhalten (z.B. Stillen immer zur gleichen Uhrzeit) oder sollten wir uns nach seinem Bedarf orientieren? Also Stillen erst, wenn er spürbar Hunger hat (und nicht, weil es z.B. 19 Uhr ist), Spazierengehen erst, wenn er wach ist, usw.?
    Sollten wir die Fenster verdunkeln, wenn „Schlafenszeit“ ist? Wann ist „Schlafenszeit“? Alle 1,5h? (Also nach ca. 1h Stillen + Wickeln und evtl. 30 Minuten reden/spielen?)

    3. Ist es gut, unentwegt mit ihm zu reden, wenn er wach ist, während er gestillt wird oder wenn er quengelt oder kann auch das zu einer Überreizung führen? Da er die richtige Menge ja nicht selbst regulieren kann: Wie häufig und wie lang jeweils sollte man mit ihm „spielen“?

    4. Wir haben mit ihm oft eine Dreiviertelstunde Musik gehört (Mozart) oder zu einer Kinderlieder-CD gesungen und ihn dabei jeweils tanzend zur Musik durch den Raum getragen. Das scheint ihm immer sehr zu gefallen, aber fordert natürlich auch seine Aufmerksamkeit immens. Lieber erst mal ganz lassen oder auf z.B. 10 Minuten pro Tag reduzieren?

    5. Wie sieht es generell mit Umhertragen in der Wohnung aus? Das lenkt ihn in Quengelphasen spürbar immer wieder für einige Minuten ab, aber andererseits wird er dabei wieder mit Reizen geflutet?

    6. Wir hatten fast täglich Besuch. In diesen Phasen war er oft relativ ruhig. Trotzdem fragen wir uns, ob wir Besuch erst mal vermeiden sollten, insbesondere dass ihn andere Menschen außer uns auf dem Arm haben?
    Auch Besuche unsererseits bei Verwandten/Freunden bzw. Ansammlungen vieler bekannter Menschen lieber erst mal vermeiden?

    7. Ist es Stress für ihn, wenn wir ihn beim Einkaufen oder generell unruhigen Orten (Ansammlung unbekannter Menschen) mit dabei zu haben?

    8. Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Spaziergang? Wenn er gerade schläft (mit dem hohen Risiko, dass er durchs Anziehen aufwacht), wenn er quengelt oder sogar wenn er schreit?

    9. Ist Spazierengehen überhaupt gut? Auch da ist er doch vielen Reizen ausgesetzt?

    10.Ist Kinderwagen oder Tragetuch besser? Beim Tragetuch ist das Reinsetzen und Rausholen deutlich stressiger für ihn. Momentan haben wir den Eindruck, dass Bauchlage im Kinderwagen am besten funktioniert.

    11. Bauchlage (auch nachts) scheint generell zu einer Stabilisierung seiner selbständigen Schlafenszeiten zu führen. Wir wissen, dass das nicht empfohlen wird, aber haben das Gefühl, dass Schlafen in Bauchlager besser ist als Nichtschlafen auf dem Rücken. Welche Schlafposition könnte eine zusätzliche Verbesserung bringen? Eine Hängematte oder ein Pucksack?

    12.Zurzeit und für die nächsten Monate wohnen wir noch in einer Zweizimmer-Wohnung. Sollte er lieber den ganzen Tag im Schlafzimmer bleiben, weil es ihm Wohnzimmer visuell und akustisch unruhiger zugeht (z.B. Küchengeräusche)?

    13.Wie kritisch sind für ihn generell Hintergrundgeräusche? Also z.B. die Nachrichten am Abend oder das Klappern der Computer-Tastatur?

    Danke und lG,
    Chrissi

  2. #2
    jorina ist offline Stranger
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    7

    Standard Re: Viele Fragen bei Potential zum Schreibaby

    Hallo Chrissi.
    Das sind tatsächlich viele Fragen, auf alles kann ich leider nicht eingehen.
    1. Die Natur hat es sicher so vorgesehen, dass die Babies an der mütterlichen Brust Ruhe und Schlaf finden. Ich glaube nicht dass langanhaltentes Schreien "normal" ist, wie manchmal zu lesen ist. Die Babies geben vorher viele Zeichen für Hunger etc. bevor sie losschreien (vgl. Herbert Renz-Polster). In den Jahrmillionen als die Menschen noch nicht sesshaft waren, hätte ein schreiendes Baby Fressfeinde angezogen. Ein Baby schrie nur um zu verhindern, dass man es versehentlich zurücklässt oder wenn es sich verlassen fühlte. Ich schaue oft in die über 2 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte zurück, um mir bestimmte Dinge zu erklären...
    Unser Tochter braucht auch jetzt mit 11 Monaten das Einschlafstillen und das Familienbett. Tagsüber schlief/schläft sie im Tragetuch bzw. in Manduca. Ich denke nicht dass Babies schlafen *lernen* *müssen*. Das entwickelt sich mit den Jahren. Ich habe gelesen, dass die Gehirne gar nicht darauf eingestellt sind. Und dass Babies immer wieder wach werden, um sich zu versichern, dass alles in Ordnung ist. "Schlafenlernen" mit Hilfe entsprechender Programme bringt den Babies enormen Stress und behindert die Entwicklung ihres Urvertrauens (lesenswert Renz-Polster, Webseiten von Rabeneltern, einfach-eltern, Ulrike Schmidleithner).
    2. Stillen immer nach Bedarf. Aber nicht erst wenn das Baby schon weint, da viele dann so aufgewühlt sind von Hunger und Schreien, dass sie sich nicht beruhigen trotz Brust. Babies senden vorher subtilere Signale aus (Schmatzen, an Fingerchen saugen,...).
    Ich würde tagsüber beim Schlafen nicht abdunkeln, nur zum Nachtschlaf.
    Zeiten für Spielen, Spazierengehen,... würde ich grob einhalten-aber immer auch situationsabhängig.
    3. Während des Stillens würde ich nicht mit Baby reden. Evtl. ein leises Gespräch mit dem Gegenüber... Ich glaube ein erst zwei Wochen altes Baby möchte noch gar nicht spielen. Es möchte erstmal in der neuen Welt ankommen. Langsam und ruhig.
    6./7. Wir hatten erst mit 5 Wochen Besucher und auch nur eins, zwei Personen.
    Einkaufen: ging bei uns gut im Tragetuch, im Wagen hat die geweint-Reizüberflutung.
    10. Ich habe die ersten zwei Lebenswochen Kinderwagen benutzt. Dann fing das Weinen an. Ich habe sie dann immer abends ins Tragetuch genommen, für 3 bis 4 Stunden. So hat sie geschlafen und ich konnte Abendbrot machen.
    Ich habe unsere Tochter 8 Monate getragen und erst danach langsam den Kinderwagen eingeführt, vorher wollte sie da maximal eine viertel Stunde rein. Im Tuch war sie die ersten 3 Monate 8 Stunden täglich.
    Babies werden ganz generell " zu früh" geboren (schmale Hüfte wegen aufrechtem Gang, großes Gehirn). Sie müssten ca. drei Monate länger im Bauch bleiben. Diese Zeig bräuchten sie zur Reifung. Daher weinen viele Babies die ersten Monate, da sie Probleme haben, sich in der neuen Welt zurechtzufinden. Plötzlich spüren sie Hunger, alles ist laut und grell. Daher sollte man versuchen, auch nach der Geburt Bedingungen wir im Mutterleib zu schaffen: am Körper tragen/im Tragetuch (bekannter Herzschlag der Mama, bekannte schuckelnde Bewegungen), lange und oft stillen (das fühlt sich zwar für die Mutter an als würde sie den ganzen Tag nichts machen außer Stillen, das wird weniger wenn das Kind soweit ist die "Welt zu erobern"), nachts bei der Mama im Bett (körperliche Nähe, Atemgeräusche der Mama, Saugen/Trinken [Selbstverständlich muss man drauf achten, dass Baby nicht überhitzt oder unter Decke rutscht. Zu Anfang hatte unser Kind eine eigene Babydecke. Seit einigen Monaten nehme ich sie mit unter meine Decke, wobei ich mich nur bis zum Bauch zudecke und einen Pullover anhabe. ])
    11. Unser Kind hat von Anfang an auf Seite geschlafen (Einschlafen an Brust). Dass Plötzlicher Kindstod bei Bauchlage gehäuft auftritt liegt daran, dass zu dieser Zeit als entsprechende Statistiken erhoben wurden, die Bauchlage die empfohlene Schlafposition war. Ich würde es entweder auch mit Seitlage probieren oder bei Bauchlage darauf achten, dass dein Kind gut atmet etc.
    Federwiege mit Korb ging nur die ersten Wochen mal tagsüber...
    12. /13. Ihr zieht wohl um? Ich würde Baby in alle Räume mitnehmen und meist im Tragetuch haben. Eine gewisse Geräuschkulisse mögen viele Kinder (weißes Rauschen), aber keine plötzlichen lauten Geräusche.

    Puh, doch mehr geworden. Ich hoffe nichts vergesse zu haben. Die Punkte die ich ausgelassen habe, zu denen kann ich nichts sagen.

    Viele Grüße.

  3. #3
    Avatar von CarrieCute
    CarrieCute ist offline Poweruser
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    Standard Re: Viele Fragen bei Potential zum Schreibaby

    Nur eine differenzierte Nachfrage: Was passiert, wenn die Ersatzbefriedigung Finger und Schnuller gg Brust/Flasche getauscht werden?
    Carrie

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    www.embryotox.de infos über Medikamente in Schwangerschaft und Stillzeit

    www.rabeneltern.de und ja, wir sind Rabeneltern


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    mit meiner RLBino Arwen1860

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Viele Fragen bei Potential zum Schreibaby

    Meine Kinder waren beide Schreibabys. Ich kommentiere mal jeweils:

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    Liebe Mit-Eltern,

    Auch wenn unser Sohn erst 2 Wochen alt ist und die Dreier-Regel somit noch nicht erfüllt ist, weist er bisher alle Merkmale eines Schreibabys auf:
    - Er schreit täglich mehr als 3 Stunden pro Tag (on top kommen viele Stunden mit Unruhephasen), am heftigsten in den Abendstunden.
    - Er lässt sich in diesen Phasen kaum oder gar nicht beruhigen (z.B. durch Rumtragen, Saugen an Finger oder Schnuller).
    - Er hyperventiliert beim Schreien extrem (teilweise mehr als 100 Atemzüge pro Minute), strampelt wie wild, wird rot, seine Muskulatur ist total angespannt und er schwitzt, weil er sich völlig verausgabt.
    - Während der Schreiphasen gehen oft Winde ab oder er macht in die Windel. Wir dachten daher zuerst, dass seine Verdauung die Ursache sei, aber nachdem wir alle Maßnahmen und Tipps, die man bei Blähungen berücksichtigen kann, zwei Wochen lang durchexerziert haben, kommen Zweifel auf.
    - In den wenigen Phasen, in denen er wach ist und nicht schreit oder quengelt, ist er extrem aufmerksam, bewundert mit offenen Augen das für ihn Wahrnehmbare, verfolgt Gegenstände mit seinen Augen, erwidert sogar manchmal schon ein Lächeln, hört bei Musik (Mozart) ganz aufmerksam hin.
    -Die kleinste Irritation kann eine neue Schreiphase auslösen, z.B. regelmäßig beim Wickeln.
    - Er schläft keine 12h am Tag.

    Die Eltern
    - Kommen bisher gut mit den Schreiphasen klar, weil er dabei immer noch süß ist und wir unsere Ressourcen gut aufteilen. Spannend wird es ab nächster Woche, wenn der Vater wieder arbeiten geht.
    - Sind selbst überaus aktive Menschen und nicht unbedingt Entspannungskünstler.
    - Hatten während der Schwangerschaft aufgrund einer neuen Arbeitsstelle der Mutter teilweise sehr stressige Zeiten.

    Fragen:
    1. Was ihn oft alt einziges einigermaßen oder auch komplett beruhigt, ist Stillen. Das führt dazu, dass er oft die Hälfte der Nacht oder auch lange am Tag auf der Brust der Mutter liegt und es bei beiden zu einer langen Halbschlaf/Halbstillen-Phase kommt. Ist das dienlich, weil es der einzige Ort ist, wo er zur Ruhe kommt, oder sollte der Fokus darauf gesetzt werden, eine klare Struktur/Trennung der einzelnen Tageselemente zu schaffen und ihn (wie auch immer) zu unterstützen, eigenständig zu schlafen?

    Mich/uns hat das Schreien sehr mitgenommen. ich war unendlich dankbar, als insebsondere meine jüngere Tochter die Brust und das Stillen als Beruhigungsmittel für sich entdeckt hatte. Euer Kind ist sehr jung. Ich würde ihm die Brust immer als erstes Mittel anbieten. Das eigenständige Schlafen hat nach meinem Empfinden bei einem so jungen Kind viel Zeit.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    2. Was gilt es bei der Tagesstrukturierung zu beachten? Ist es wichtig, möglichst gleiche Zeiten einzuhalten (z.B. Stillen immer zur gleichen Uhrzeit) oder sollten wir uns nach seinem Bedarf orientieren? Also Stillen erst, wenn er spürbar Hunger hat (und nicht, weil es z.B. 19 Uhr ist), Spazierengehen erst, wenn er wach ist, usw.?
    Sollten wir die Fenster verdunkeln, wenn „Schlafenszeit“ ist? Wann ist „Schlafenszeit“? Alle 1,5h? (Also nach ca. 1h Stillen + Wickeln und evtl. 30 Minuten reden/spielen?)
    Keine Frage, nach Bedarf! Und zwar in jeder Beziehung.
    Meine Kinder konnten in dem frühen Alter am besten in stark abgedunkelten Räumen Ruhe finden.
    Wie gesagt, Euer Kind ist sehr jung. Zu jung, um schon einen Tag-Nacht-Rhythmus zu haben.

    Kind ruft.....

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    3. Ist es gut, unentwegt mit ihm zu reden, wenn er wach ist, während er gestillt wird oder wenn er quengelt oder kann auch das zu einer Überreizung führen? Da er die richtige Menge ja nicht selbst regulieren kann: Wie häufig und wie lang jeweils sollte man mit ihm „spielen“?

    4. Wir haben mit ihm oft eine Dreiviertelstunde Musik gehört (Mozart) oder zu einer Kinderlieder-CD gesungen und ihn dabei jeweils tanzend zur Musik durch den Raum getragen. Das scheint ihm immer sehr zu gefallen, aber fordert natürlich auch seine Aufmerksamkeit immens. Lieber erst mal ganz lassen oder auf z.B. 10 Minuten pro Tag reduzieren?

    5. Wie sieht es generell mit Umhertragen in der Wohnung aus? Das lenkt ihn in Quengelphasen spürbar immer wieder für einige Minuten ab, aber andererseits wird er dabei wieder mit Reizen geflutet?

    6. Wir hatten fast täglich Besuch. In diesen Phasen war er oft relativ ruhig. Trotzdem fragen wir uns, ob wir Besuch erst mal vermeiden sollten, insbesondere dass ihn andere Menschen außer uns auf dem Arm haben?
    Auch Besuche unsererseits bei Verwandten/Freunden bzw. Ansammlungen vieler bekannter Menschen lieber erst mal vermeiden?

    7. Ist es Stress für ihn, wenn wir ihn beim Einkaufen oder generell unruhigen Orten (Ansammlung unbekannter Menschen) mit dabei zu haben?

    8. Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Spaziergang? Wenn er gerade schläft (mit dem hohen Risiko, dass er durchs Anziehen aufwacht), wenn er quengelt oder sogar wenn er schreit?

    9. Ist Spazierengehen überhaupt gut? Auch da ist er doch vielen Reizen ausgesetzt?

    10.Ist Kinderwagen oder Tragetuch besser? Beim Tragetuch ist das Reinsetzen und Rausholen deutlich stressiger für ihn. Momentan haben wir den Eindruck, dass Bauchlage im Kinderwagen am besten funktioniert.

    11. Bauchlage (auch nachts) scheint generell zu einer Stabilisierung seiner selbständigen Schlafenszeiten zu führen. Wir wissen, dass das nicht empfohlen wird, aber haben das Gefühl, dass Schlafen in Bauchlager besser ist als Nichtschlafen auf dem Rücken. Welche Schlafposition könnte eine zusätzliche Verbesserung bringen? Eine Hängematte oder ein Pucksack?

    12.Zurzeit und für die nächsten Monate wohnen wir noch in einer Zweizimmer-Wohnung. Sollte er lieber den ganzen Tag im Schlafzimmer bleiben, weil es ihm Wohnzimmer visuell und akustisch unruhiger zugeht (z.B. Küchengeräusche)?

    13.Wie kritisch sind für ihn generell Hintergrundgeräusche? Also z.B. die Nachrichten am Abend oder das Klappern der Computer-Tastatur?

    Danke und lG,
    Chrissi

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Viele Fragen bei Potential zum Schreibaby

    Bin wieder da.....

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    3. Ist es gut, unentwegt mit ihm zu reden, wenn er wach ist, während er gestillt wird oder wenn er quengelt oder kann auch das zu einer Überreizung führen? Da er die richtige Menge ja nicht selbst regulieren kann: Wie häufig und wie lang jeweils sollte man mit ihm „spielen“?
    Ich würde das nach Gefühl machen. Es ist ja ein Mensch, der da bei Euch ist. Wenn es Euer Bedürfnis ist, zu kommunizieren und er nicht gerade einschkafen möchte, dann würde ich natürlich reden.
    Beim Spielen merkt man meines Erachtens sehr schnell, wenne s dem Kind zu viel wird. Die Babys grehe dann den Kopf weg und/oder bekommen glasige Augen.
    Wenn Ihr Euren Sohn gut beobchtet, bekommt Ihr schnell ein Gefühl dafür.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    4. Wir haben mit ihm oft eine Dreiviertelstunde Musik gehört (Mozart) oder zu einer Kinderlieder-CD gesungen und ihn dabei jeweils tanzend zur Musik durch den Raum getragen. Das scheint ihm immer sehr zu gefallen, aber fordert natürlich auch seine Aufmerksamkeit immens. Lieber erst mal ganz lassen oder auf z.B. 10 Minuten pro Tag reduzieren?
    Ausprobieren....

    Im Zweifel aber, wenn es Euch und ihm gefält, weiter machen.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    5. Wie sieht es generell mit Umhertragen in der Wohnung aus? Das lenkt ihn in Quengelphasen spürbar immer wieder für einige Minuten ab, aber andererseits wird er dabei wieder mit Reizen geflutet?
    Das kommt drauf an, wie Ihr es macht. Bei uns waren die Reize in den Wachphasen nicht das Problem. Wenn die müde wurden, dann waren die Reize sehr hinderlich.
    Warum glaubt Ihr denn, daß er "quengelt"? Hunger ausgeschlossen?

    Meine Kinder haben irgendwie nie gequengelt. Sie haben geschrien. Und zwar dann, wenn sie müde waren. Und dann habe ich alles unternommen, um sie zum Schlafen zu bringen.
    Beide schliefen nur in der Tragehilfe.
    Die Große am besten beim Treppensteigen. Die Kleine nur draußen, mit einem besonderen Wiegeschritt (den ich durch viel Ausprobieren herausgearbeitet habe) und dazu Jingle Bells gesungen.
    Die Nachbarn haben mich für abgedreht gehalten. Aber sonst schlief sie schlicht nicht.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    6. Wir hatten fast täglich Besuch. In diesen Phasen war er oft relativ ruhig. Trotzdem fragen wir uns, ob wir Besuch erst mal vermeiden sollten, insbesondere dass ihn andere Menschen außer uns auf dem Arm haben?
    Auch Besuche unsererseits bei Verwandten/Freunden bzw. Ansammlungen vieler bekannter Menschen lieber erst mal vermeiden?
    Hat Euch der Besuch gestreßt?
    Ich empfand die ersten Wochen nach der Geburt unserer Großen als eine sehr besondere Phase, in der nichts normal war. Ich (!) brauchte da Ruhe und wir mußten unser Kind und uns in unserer Elternrolle erst kennenlernen.
    Ihr macht Euch viele Gedanken. Es hilfz sicher auch, Eure Gefühle dazu zu sortieren.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    7. Ist es Stress für ihn, wenn wir ihn beim Einkaufen oder generell unruhigen Orten (Ansammlung unbekannter Menschen) mit dabei zu haben?
    Für unsere Kinder war es das. Ich würde es ausprobieren.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    8. Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Spaziergang? Wenn er gerade schläft (mit dem hohen Risiko, dass er durchs Anziehen aufwacht), wenn er quengelt oder sogar wenn er schreit?
    Einer der wenigen allgemeinen Grundsätze, die ich für richtig erachte, ist folgender: wecke nie ein schlafendes Baby. Wenn Schlaf bei Ech ein Thema ist - oder Ihr denkt, daß es das werden könnte, würde ich niemals das Kind wecken.

    Was ist der Sinn des Spaziergangs? Daß Ihr rauskommt? Daß er sich beruhigt?

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    9. Ist Spazierengehen überhaupt gut? Auch da ist er doch vielen Reizen ausgesetzt?
    Es ist im Zweifel für Euch gut. Den ganzen Tag im Haus zu sein, hat mich jedenfalls bedrückt. Ansonsten siehe oben: ausprobieren.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    10.Ist Kinderwagen oder Tragetuch besser? Beim Tragetuch ist das Reinsetzen und Rausholen deutlich stressiger für ihn. Momentan haben wir den Eindruck, dass Bauchlage im Kinderwagen am besten funktioniert.
    Wenn es im KiWa klappt, ist es doch fein!
    Meine Kinder gingen nie in den Kinderwagen.

    Bauchlage ist natürlich ein Thema. Ich kann da wenig zu sagen. Für uns stellte sich die Frage nie.


    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    11. Bauchlage (auch nachts) scheint generell zu einer Stabilisierung seiner selbständigen Schlafenszeiten zu führen. Wir wissen, dass das nicht empfohlen wird, aber haben das Gefühl, dass Schlafen in Bauchlager besser ist als Nichtschlafen auf dem Rücken. Welche Schlafposition könnte eine zusätzliche Verbesserung bringen? Eine Hängematte oder ein Pucksack??
    Ja, schlafen auf dem Bauch ist sicher besser als Nichtschlafen. Im Zweifel hätt eich meine Kidner auch auf dem Bauch schölafen lassen.
    Pucken war hier auch immer gut. Hängematte half bei uns nicht. Bei Freunden war dieselbe Hängematte der Renner.
    Habt Ihr es schon mal auf der Seite probiert?
    Wir haben unsere Töchter mit Handtuchrollen abgestützt. Das ging gut.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    12.Zurzeit und für die nächsten Monate wohnen wir noch in einer Zweizimmer-Wohnung. Sollte er lieber den ganzen Tag im Schlafzimmer bleiben, weil es ihm Wohnzimmer visuell und akustisch unruhiger zugeht (z.B. Küchengeräusche)?
    Wie gesagt, nach unserer Erfahrung waren die Reize in der Wachphase icht das Problem.
    Ich habe diese Pahsen des Schreiens als sehr anstrengend empfunden. Ich habe sicher alles mir mögliche getan, daß meine Kinder wenig schreien mußten. Und das fühlte sich oft nach "Einzelhaft" an. Wenn es nicht zwingend erforderlich ist, würde ich auf keinen Fall den ganzen Tag in nur einem Raum bleiben.

    Daß es zwingend erforderlich ist, kann ich mir nicht wirklich vorstellen.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    13.Wie kritisch sind für ihn generell Hintergrundgeräusche? Also z.B. die Nachrichten am Abend oder das Klappern der Computer-Tastatur???
    In der Wachphase störte das unsere Kinder nie. Beim Schlafen wachten beide auf, wenn ich nur das Buch zu laut umblätterte.


    Ihr macht Euch viele Gedanken, das ist toll für Euren Sohn.

    Vielleicht noch einige andere Anregungen:

    - Osteopath: hat hier zumindest uns Gewißheit gegeben, daß keine Blockaden vorhanden sind.

    - Stillen nach Bedarf beim ersten Verdacht, daß sie Hunger haben könnte

    - Lesen, und zwar folgendes: http://www.amazon.de/In-Liebe-wachse...+liebe+wachsen

    und

    http://www.amazon.de/Das-gl%C3%BCckl...+baby+der+welt

    und auch

    Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte: Amazon.de: Elizabeth Pantley, Kirsten Sonntag: Bücher

    und schließlich auch empfehlenswert:

    http://www.amazon.de/Sears-W-24-Stun...4+stunden+baby

    Der von jorina angesprochene Renz-Polster ist auch sehr gut.

    Alles Gute!
    Geändert von Lioba25 (03.06.2013 um 00:45 Uhr)
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  6. #6
    Avatar von FeechenF
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    Standard Re: Viele Fragen bei Potential zum Schreibaby

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    Liebe Mit-Eltern,

    Auch wenn unser Sohn erst 2 Wochen alt ist und die Dreier-Regel somit noch nicht erfüllt ist, weist er bisher alle Merkmale eines Schreibabys auf:
    - Er schreit täglich mehr als 3 Stunden pro Tag (on top kommen viele Stunden mit Unruhephasen), am heftigsten in den Abendstunden.
    - Er lässt sich in diesen Phasen kaum oder gar nicht beruhigen (z.B. durch Rumtragen, Saugen an Finger oder Schnuller).
    - Er hyperventiliert beim Schreien extrem (teilweise mehr als 100 Atemzüge pro Minute), strampelt wie wild, wird rot, seine Muskulatur ist total angespannt und er schwitzt, weil er sich völlig verausgabt.
    - Während der Schreiphasen gehen oft Winde ab oder er macht in die Windel. Wir dachten daher zuerst, dass seine Verdauung die Ursache sei, aber nachdem wir alle Maßnahmen und Tipps, die man bei Blähungen berücksichtigen kann, zwei Wochen lang durchexerziert haben, kommen Zweifel auf.
    - In den wenigen Phasen, in denen er wach ist und nicht schreit oder quengelt, ist er extrem aufmerksam, bewundert mit offenen Augen das für ihn Wahrnehmbare, verfolgt Gegenstände mit seinen Augen, erwidert sogar manchmal schon ein Lächeln, hört bei Musik (Mozart) ganz aufmerksam hin.
    -Die kleinste Irritation kann eine neue Schreiphase auslösen, z.B. regelmäßig beim Wickeln.
    - Er schläft keine 12h am Tag.

    Die Eltern
    - Kommen bisher gut mit den Schreiphasen klar, weil er dabei immer noch süß ist und wir unsere Ressourcen gut aufteilen. Spannend wird es ab nächster Woche, wenn der Vater wieder arbeiten geht.
    - Sind selbst überaus aktive Menschen und nicht unbedingt Entspannungskünstler.
    - Hatten während der Schwangerschaft aufgrund einer neuen Arbeitsstelle der Mutter teilweise sehr stressige Zeiten.
    Nur eine kurze Frage: Kann es sein, dass du ein Buch / einen Ratgeber gelesen hast, und nun versuchst, das "gelernte" anzuwenden? Ich frage deshalb, weil ich diesen "Fehler" anfangs gemacht habe ("the contented little baby book" von Gina Ford - ich könnte mich dafür heute noch ohrfeigen...)




    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    Fragen:
    1. Was ihn oft alt einziges einigermaßen oder auch komplett beruhigt, ist Stillen. Das führt dazu, dass er oft die Hälfte der Nacht oder auch lange am Tag auf der Brust der Mutter liegt und es bei beiden zu einer langen Halbschlaf/Halbstillen-Phase kommt. Ist das dienlich, weil es der einzige Ort ist, wo er zur Ruhe kommt, oder sollte der Fokus darauf gesetzt werden, eine klare Struktur/Trennung der einzelnen Tageselemente zu schaffen und ihn (wie auch immer) zu unterstützen, eigenständig zu schlafen?
    Er ist 2 Wochen alt. Er ist noch gar nicht angekommen auf der Welt. Er braucht dich, Tag und Nacht. Einen Tag-Nacht-Rhytmus entwickeln Babys gaaaaanz langsam zwischen dem 4.-6. Monat. Er braucht keine klare Struktur - sondern einfach nur Nähe und Nahrung. Du bist noch im Wochenbett - kuschel dich mit ihm ins Bett, lass ihn so lange und so oft an die Brust wie er möchte - das baut Vertrauen und eure Bindung auf. Und vergiss "Struktur" - glaub mir, den Fehler habe ich gemacht, das ging sowas von nach hinten los...


    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    2. Was gilt es bei der Tagesstrukturierung zu beachten? Ist es wichtig, möglichst gleiche Zeiten einzuhalten (z.B. Stillen immer zur gleichen Uhrzeit) oder sollten wir uns nach seinem Bedarf orientieren? Also Stillen erst, wenn er spürbar Hunger hat (und nicht, weil es z.B. 19 Uhr ist), Spazierengehen erst, wenn er wach ist, usw.?
    Sollten wir die Fenster verdunkeln, wenn „Schlafenszeit“ ist? Wann ist „Schlafenszeit“? Alle 1,5h? (Also nach ca. 1h Stillen + Wickeln und evtl. 30 Minuten reden/spielen?)
    s.o. - stille dein Baby nach Bedarf. Wenn er müde ist, lass ihn an der Brust einschlafen. Wecke ihn nicht, und halte ihn um Gottes Willen noch nicht wach - glaub mir, du machst dir sonst immer Gedanken, ob es "das" war, wenn dein Kind (so wie meins) gar nicht alleine schlafen kann... Verdunkeln bitte im Moment auch noch nicht - er soll schon merken, dass es Tag und Nacht gibt (auch wenn der Rhythmus wie geschrieben erst viel später kommt).


    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    3. Ist es gut, unentwegt mit ihm zu reden, wenn er wach ist, während er gestillt wird oder wenn er quengelt oder kann auch das zu einer Überreizung führen? Da er die richtige Menge ja nicht selbst regulieren kann: Wie häufig und wie lang jeweils sollte man mit ihm „spielen“?
    Nein, ich würde gerade in diesem jungen Alter noch nicht dauernd mit ihm reden, das kann sehr wohl schnell überreizen. "Spielen" braucht er noch gar nicht (und wenn zeigt er es dir, z.B. beim wickeln). Die ersten 12 Wochen sind zum Anpassen, Stillen, wachsen und schlafen da

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    4. Wir haben mit ihm oft eine Dreiviertelstunde Musik gehört (Mozart) oder zu einer Kinderlieder-CD gesungen und ihn dabei jeweils tanzend zur Musik durch den Raum getragen. Das scheint ihm immer sehr zu gefallen, aber fordert natürlich auch seine Aufmerksamkeit immens. Lieber erst mal ganz lassen oder auf z.B. 10 Minuten pro Tag reduzieren?
    Das ist viel zu viel. Reduziert es unbedingt. Man merkt oft nicht wenn den Winzlingen etwas zu viel wird. Meine ist genauso. Die lacht und guckt und erst eine Stunde nach der Action schreit sie sich ein weil sie es nicht verarbeitet bekommt...


    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    5. Wie sieht es generell mit Umhertragen in der Wohnung aus? Das lenkt ihn in Quengelphasen spürbar immer wieder für einige Minuten ab, aber andererseits wird er dabei wieder mit Reizen geflutet?
    Genau. Es lenkt kurzfristig ab, aber bringt nur noch mehr Reize mit denen er klar kommen muss.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    6. Wir hatten fast täglich Besuch. In diesen Phasen war er oft relativ ruhig. Trotzdem fragen wir uns, ob wir Besuch erst mal vermeiden sollten, insbesondere dass ihn andere Menschen außer uns auf dem Arm haben?
    Auch Besuche unsererseits bei Verwandten/Freunden bzw. Ansammlungen vieler bekannter Menschen lieber erst mal vermeiden?
    Kommt aufs Kind drauf an. Aber wenn er danach (auch stunden später) heftig schreit, würde ich auch Besuch erst mal minimieren...

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    7. Ist es Stress für ihn, wenn wir ihn beim Einkaufen oder generell unruhigen Orten (Ansammlung unbekannter Menschen) mit dabei zu haben?
    Das ist sehr wahrscheinlich, geschlossen aus dem was du schreibst. Meine kann ich jetzt allmählich mitnehmen (6 Monate alt).

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    8. Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Spaziergang? Wenn er gerade schläft (mit dem hohen Risiko, dass er durchs Anziehen aufwacht), wenn er quengelt oder sogar wenn er schreit?
    Experimentiere. Ihn schlafend in den Wagen legen kann dazu führend dass er aufwacht und nicht weiß wo er ist - schreien. Schreiend würde ich ihn keinesfalls reinlegen, denn schreien bedeutet in diesem zarten Alter immer, dass ein Bedürfnis nicht gestillt ist - ich tippe in dem Fall auf Nähe. Hier klappten damals Spaziergänge am besten wenn sie frisch gestillt war - ab 8 Wochen klappte Kinderwagen aber überhaupt nicht mehr.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    9. Ist Spazierengehen überhaupt gut? Auch da ist er doch vielen Reizen ausgesetzt?
    Doch, das ist schon wichtig wegen frischer Luft. Aber am besten nicht an der viel befahrenen Einkaufsmeile laufen, sondern ruhig im Wald, Park, über Felder...



    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    10.Ist Kinderwagen oder Tragetuch besser? Beim Tragetuch ist das Reinsetzen und Rausholen deutlich stressiger für ihn. Momentan haben wir den Eindruck, dass Bauchlage im Kinderwagen am besten funktioniert.
    Das kommt echt aufs Kind an. Meine mochte ab der 8. Woche nur noch das Tragetuch. Reinsetzen lässt du dir am besten von einer TT-Beraterin zeigen, braucht etwas Übung. Ich hab mir deshalb irgendwann das Ergo*baby mit Neugeborenen-Einsatz gekauft, das war wesentlich stressfreier für uns beide.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    11. Bauchlage (auch nachts) scheint generell zu einer Stabilisierung seiner selbständigen Schlafenszeiten zu führen. Wir wissen, dass das nicht empfohlen wird, aber haben das Gefühl, dass Schlafen in Bauchlager besser ist als Nichtschlafen auf dem Rücken. Welche Schlafposition könnte eine zusätzliche Verbesserung bringen? Eine Hängematte oder ein Pucksack?
    Wenn du puckst, auf keinen Fall auf den Bauch legen! Das ist viel zu gefährlich. Wenn er auf dem Bauch gut schläft, lass ihn doch - neueste Studien zeigen dass es nicht zwingend das SIDS Risiko erhöht. Ich würde dir empfehlen mal einen Osteopathen aufzusuchen, bald schon - es kann sein, dass er durch die Zwangshaltung im Bauch oder auch durch die Geburt Verspannungen hat.

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    12.Zurzeit und für die nächsten Monate wohnen wir noch in einer Zweizimmer-Wohnung. Sollte er lieber den ganzen Tag im Schlafzimmer bleiben, weil es ihm Wohnzimmer visuell und akustisch unruhiger zugeht (z.B. Küchengeräusche)?
    Er sollte da sein wo du bist. Bestenfalls im Tragetuch oder, wenn er es mag, im Stubenwagen. Fernsehen und Radio sollten reduziert werden...

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    13.Wie kritisch sind für ihn generell Hintergrundgeräusche? Also z.B. die Nachrichten am Abend oder das Klappern der Computer-Tastatur?
    Generell war es im Mutterleib auch richtig laut - hör dir mal auf You*tube "Bab*y g*ot c*olic" an - auf voller Lautstärke. So hat dein kleiner es im Bauch erlebt. Aber Fernsehen / Radio würde ich wirklich reduzieren.


    Ich kann dir noch zwei Buchtipps geben, die ich gerne viel früher gehabt hätte:
    1. Wie beruhige ich mein Baby von Christine Rankl
    2. Schlafen statt Schreien von Elizabeth Paisley

    Dann noch ein paar Tipps die ich hilfreich fand:
    - Stichwort "Moro-Reflex" - wenn du ihn hinlegst, ob wickeln oder schlafen, immer erst auf die Seite und dann auf den Rücken rollen. Sonst hat er das Gefühl zu fallen und erschrickt.
    - Probier mal "white Noise" aus zum beruhigen
    - guck mal auf you*tube nach "Harvey Karp - the happiest baby on the block" - die 4-S-Methode hilft wirklich hervorragend zum beruhigen.

    LG von der Fee, deren Rübe gerade friedlich bei ihr im Ergo schlummert
    CarrieCute gefällt dies
    ♥ Binos ♥ Shari (RL ♥) & Leonis ♥
    aktiver Kiwu 2007-2011
    3 IUIs, 3 ICSIs, 2 EZS - negativ

    und dann...
    Das wunderbarste an Wundern ist, dass sie manchmal wirklich geschehen (Wunderkind 12/12)

    Meine Texte. Keine Veröffentlichung ohne meine Einwilligung.

  7. #7
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    Standard Re: Viele Fragen bei Potential zum Schreibaby

    Zitat Zitat von Chris888 Beitrag anzeigen
    Liebe Mit-Eltern,

    Fragen:
    1. Was ihn oft alt einziges einigermaßen oder auch komplett beruhigt, ist Stillen. Das führt dazu, dass er oft die Hälfte der Nacht oder auch lange am Tag auf der Brust der Mutter liegt und es bei beiden zu einer langen Halbschlaf/Halbstillen-Phase kommt. Ist das dienlich, weil es der einzige Ort ist, wo er zur Ruhe kommt, oder sollte der Fokus darauf gesetzt werden, eine klare Struktur/Trennung der einzelnen Tageselemente zu schaffen und ihn (wie auch immer) zu unterstützen, eigenständig zu schlafen?

    2. Was gilt es bei der Tagesstrukturierung zu beachten? Ist es wichtig, möglichst gleiche Zeiten einzuhalten (z.B. Stillen immer zur gleichen Uhrzeit) oder sollten wir uns nach seinem Bedarf orientieren? Also Stillen erst, wenn er spürbar Hunger hat (und nicht, weil es z.B. 19 Uhr ist), Spazierengehen erst, wenn er wach ist, usw.?
    Sollten wir die Fenster verdunkeln, wenn „Schlafenszeit“ ist? Wann ist „Schlafenszeit“? Alle 1,5h? (Also nach ca. 1h Stillen + Wickeln und evtl. 30 Minuten reden/spielen?)

    3. Ist es gut, unentwegt mit ihm zu reden, wenn er wach ist, während er gestillt wird oder wenn er quengelt oder kann auch das zu einer Überreizung führen? Da er die richtige Menge ja nicht selbst regulieren kann: Wie häufig und wie lang jeweils sollte man mit ihm „spielen“?

    4. Wir haben mit ihm oft eine Dreiviertelstunde Musik gehört (Mozart) oder zu einer Kinderlieder-CD gesungen und ihn dabei jeweils tanzend zur Musik durch den Raum getragen. Das scheint ihm immer sehr zu gefallen, aber fordert natürlich auch seine Aufmerksamkeit immens. Lieber erst mal ganz lassen oder auf z.B. 10 Minuten pro Tag reduzieren?

    5. Wie sieht es generell mit Umhertragen in der Wohnung aus? Das lenkt ihn in Quengelphasen spürbar immer wieder für einige Minuten ab, aber andererseits wird er dabei wieder mit Reizen geflutet?

    6. Wir hatten fast täglich Besuch. In diesen Phasen war er oft relativ ruhig. Trotzdem fragen wir uns, ob wir Besuch erst mal vermeiden sollten, insbesondere dass ihn andere Menschen außer uns auf dem Arm haben?
    Auch Besuche unsererseits bei Verwandten/Freunden bzw. Ansammlungen vieler bekannter Menschen lieber erst mal vermeiden?

    7. Ist es Stress für ihn, wenn wir ihn beim Einkaufen oder generell unruhigen Orten (Ansammlung unbekannter Menschen) mit dabei zu haben?

    8. Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Spaziergang? Wenn er gerade schläft (mit dem hohen Risiko, dass er durchs Anziehen aufwacht), wenn er quengelt oder sogar wenn er schreit?

    9. Ist Spazierengehen überhaupt gut? Auch da ist er doch vielen Reizen ausgesetzt?

    10.Ist Kinderwagen oder Tragetuch besser? Beim Tragetuch ist das Reinsetzen und Rausholen deutlich stressiger für ihn. Momentan haben wir den Eindruck, dass Bauchlage im Kinderwagen am besten funktioniert.

    11. Bauchlage (auch nachts) scheint generell zu einer Stabilisierung seiner selbständigen Schlafenszeiten zu führen. Wir wissen, dass das nicht empfohlen wird, aber haben das Gefühl, dass Schlafen in Bauchlager besser ist als Nichtschlafen auf dem Rücken. Welche Schlafposition könnte eine zusätzliche Verbesserung bringen? Eine Hängematte oder ein Pucksack?

    12.Zurzeit und für die nächsten Monate wohnen wir noch in einer Zweizimmer-Wohnung. Sollte er lieber den ganzen Tag im Schlafzimmer bleiben, weil es ihm Wohnzimmer visuell und akustisch unruhiger zugeht (z.B. Küchengeräusche)?

    13.Wie kritisch sind für ihn generell Hintergrundgeräusche? Also z.B. die Nachrichten am Abend oder das Klappern der Computer-Tastatur?

    Danke und lG,
    Chrissi
    Hallo erstmal und herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs! Habt ihr keine Nachsorgehebamme mehr? Die könntet ihr ja auch nochmal hinzuziehen. Ihr habt ja viele Fragen... Dann beginne ich mal so gut es geht euch zu helfen (mein Baby war kein "Schreikind":
    1+2. Stillen unbedingt nach Bedarf und nicht erst wenn er spürbar Hunger hat sondern schon beim kleinsten Anzeichen! Die gut gemeinten Tipps zur "4-STunden-Regel" oder festen Uhrzeiten sind schon völlig überholt! Lasst das Baby so oft es will an die Brust, dass kann zu Weilen bestimmt anstrengend sein und auch vielleicht zu Beginn im 1 Stunden Rhythmus sein! Stillen ist ja nicht nur Nahrungsaufnahme sondern auch eine Vergewisserung dass Mama noch da ist und die Befriedigung seines Nähebedürfnisses! Die Milchbildung hängt da auch noch sehr davon ab, wie oft er angelegt wird und hat sich bestimmt innerhalb von 2 Wochen noch nicht eingespielt! Seid ihr sicher, dass er in seinen Quengel und Schreiphasen nicht hungrig ist? Wenn das so gut wie immer hilft... Nur eine Idee. Wenn er dabei einschläft ist doch schön! Strukturen und einen geregelten Tagesablauf braucht so ein kleines Baby (in der Regel) noch nicht. Es ist ja noch gar nicht richtig angekommen. Richtet euch nach ihm, d.h. stillt ihn wenn er Hunger hat und legt ihn schlafen wenn er müde ist (oder lasst ihn in eurem Arm/auf eurem Bauch etc. schlafen). Tagsüber würde ich nicht verdunkeln, denn das hilft ihm ja dabei sich langsam an einen Tag/Nacht Rhytmus zu gewöhnen. Nachts schon eher, aber auch hier gibt es ja noch keine wirklich festen Schlafenszeiten, dass kommt erst später. Unser Baby war meistens bis 23-24 Uhr mit uns bzw. mit Papa (damit ich ein bisschen vorschlafen konnte) im Wohnzimmer und ist dann mit uns rüber ins Schlafzimmer. Wie schon gesagt, ein so kleines Baby hat keine festen Schlafenszeiten, also nur weil 19 Uhr ist. Wenn es nicht müde ist, schläft es nicht. Geht dir ja genauso. Du gehst dann ins Bett wenn du müde bist und nicht weil es 22 Uhr ist. Es wird sich irgendwann auf eine bestimmten Zeitraum einspielen (mein Kleiner geht zwischen 19 und 20 Uhr ins Bett) aber auch das kann sich wieder ändern. Er hat auch jetzt noch keine festen Tagschläfchen. Ich weiß nur, dass er eins vormittags und ein bis zwei nachmittags macht. Aber eine feste Uhrzeit gibt es da nicht. Ihr müsst euer Kind beobachten, meins wollte so alle 2 Stunden ein Schläfchen machen, aber als Neugeborener glaub ich sogar öfter. Weiß ich ehrlich gesagt schon gar nicht mehr

    3. Wieso solltet ihr unentweg mit ihm sprechen? Magst du es wenn du die ganze Zeit bequatscht wirst? (Be)spielt werden muss er auch noch nicht. Er wird sich ein wenig in seiner Umgebung umsehen und euch langsam kennenlernen, dass ist für ihn mehr als genug bespaßung. Es ist ja alles neu für ihn! Was er braucht ist eure Nähe und eure Zuneigung, aber nicht Bespaßung. Beim stillen, würde ich nicht mit ihm sprechen, ihn vielleicht etwas streicheln, aber mehr nicht. Ihr zwei könnt euch natürlich ganz normal weiter unterhalten. Oder einfach mal die Ruhe genießen Auch wenn er quengelt. Ist er da manchmal vielleicht müde und das hält ihn davon ab abzuschalten? Manche Babys können das nicht von alleine regeln und sich den Reizen entziehen, da seid ihr dann gefragt.

    4. Also ich denke, dass 45 min Musik hören (egal was für eine) und dabei mit ihm zu tanzen viel zu viel für den Kleinen ist. Das würde ich sogar ganz einschränken oder max. ein paar Minuten machen...

    5. Das ist natürlich eine neue Quelle an Reizen. Wenn er quengelt, was versucht ihr denn zuvor (also bevor er ihn rumtragt). Das hat meinem zwar auch immer kurzzeitig geholfen, aber der eigentliche Grund fürs Quengeln war natürlich noch nicht beseitigt. Bei uns meist Hunger oder Müde.

    6. Das müsst ihr ausprobieren und vielleicht jetzt erstmal ein paar Tage ohne Besuch. Dann seht ihr ja wie er sich verhält.

    7. Auch das müsst ihr ausprobieren. Babys schreien ja häufig am Abend, da sie die Reize und Eindrücke des Tages verarbeiten. Ist das häufiger/ausgeprägter wenn er mit beim Einkaufen war, dann würde ich versuchen ihn diesen Eindrücken erstmal nicht auszusetzen.

    8+9. Also Spazieren gehen sorgt ja erstmal auch für frische Luft. Idealerweise sollte man 1x täglich mit den Kleinen raus. WEnn er schläft, würde ich ihn aber schlafen lassen! Sonst schwierig zu sagen. Vielleicht nach einer Stillmahlzeit... Müsst ihr ausprobieren.

    10. Wenn Kinderwagen funktioniert ist doch super. Tragetuch ist so ne Sache ich hatte auch eins, aber es liegt eigentlich unbenützt rum. Ich habe mir dann eine Manduca besorgt. Da sitzt er ganz gerne drin...

    11. Was meinst du denn mit "Stabilisierung seiner selbstständigen Schlafenszeit"? Wenn er in Bauchlage schlafen kann/will würde ich ihn lassen. Aber ihn nicht pucken. Oder Alternativ versuchen ihn zu pucken und auf den Rücken legen... Hilft denn pucken generell wenn er schreit oder quengelt? Meiner mochte das nie...

    12. Also ich würde ihn nicht die ganze Zeit im Schlafzimmer lassen, klingt so nach Isolationshaft... Aber wenn er sich sehr durch Küchengeräusche und so gestört fühlt, würde ich versuchen so viel Zeit wie möglich im Schlafzimmer zu verbringen.

    13. Das kann ich nicht beurteilen. müsst ihr beobachten. Meinem Baby hat dies nie was ausgemacht, aber wie eine andere Mutter geschrieben hat, waren ihrem Baby bereits das Umblättern im Buch zu viel...

    Ich finde die genannten Buchtipps sehr gut! Alles gute und starke Nerven.
    Michl 12/2012
    kleine Hexe 7/2015

  8. #8
    Gast

    Standard Re: Viele Fragen bei Potential zum Schreibaby

    Hmmm, die Userin hat nie wieder hier reingeschaut.

    Dann ist hoffentlich alles gut.

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