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Thema: Eure ehemaligen Schreibabys

  1. #1
    -Murmel- ist offline Stranger
    Registriert seit
    17.10.2013
    Beiträge
    3

    Standard Eure ehemaligen Schreibabys

    Hallo ,

    ich bin zwar selbst noch keine Mama, aber das Thema "Schreibabys" interessiert mich trotzdem sehr. Deshalb möchte ich mich gerne an dieses Forum wenden. An der Uni, an der ich Erziehungswissenschaften studiere, gibt es zu diesem Thema leider so gut wie keine Vorlesungen/Seminare, was ich sehr schade finde. Schließlich ist das doch so ein aktuelles und wichtiges Thema! Also, so dachte ich, mache ich mich halt selbst auf Spurensuche.

    Vor allem beschäftigt mich nämlich die Frage, wie sich ehemalige Schreibabys eigentlich im weiteren Verlauf ihres Lebens entwickeln. Entsprechende Studienergebnisse sind sich da leider nicht so einig, aber Berichte von betroffenen Müttern und Vätern sind m.E. sowieso viel näher an der Wirklichkeit.

    Deshalb möchte ich euch fragen, wie es euren ehemaligen Schreibabys heute geht, wie sie sich entwickelt haben und was eure persönlichen Erfahrungen und Meinungen dazu sind.

    Eine meiner eigenen Überlegungen dazu war, ob es bei ehemaligen Schreibabys vielleicht Besonderheiten bei der Sprachentwicklung gibt. Schließlich kann das Schreien doch als frühe Form der Kommunikation und somit als Vorläufer von sprachlichem Ausdrucksvermögen betrachtet werden. Ich frage mich also, ob ehemalige Schreibabys vielleicht besonders begabt sind, oder eher Probleme im sprachlichen Bereich haben oder ob es da eurer Erfahrung nach keine Auffälligkeiten gibt.

    Ich bin sehr gespannt, freue mich auf eure Beiträge und auf eine rege Diskussion!

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Eure ehemaligen Schreibabys

    Zitat Zitat von -Murmel- Beitrag anzeigen
    Hallo ,

    ich bin zwar selbst noch keine Mama, aber das Thema "Schreibabys" interessiert mich trotzdem sehr. Deshalb möchte ich mich gerne an dieses Forum wenden. An der Uni, an der ich Erziehungswissenschaften studiere, gibt es zu diesem Thema leider so gut wie keine Vorlesungen/Seminare, was ich sehr schade finde. Schließlich ist das doch so ein aktuelles und wichtiges Thema! Also, so dachte ich, mache ich mich halt selbst auf Spurensuche.

    Vor allem beschäftigt mich nämlich die Frage, wie sich ehemalige Schreibabys eigentlich im weiteren Verlauf ihres Lebens entwickeln. Entsprechende Studienergebnisse sind sich da leider nicht so einig, aber Berichte von betroffenen Müttern und Vätern sind m.E. sowieso viel näher an der Wirklichkeit.

    Deshalb möchte ich euch fragen, wie es euren ehemaligen Schreibabys heute geht, wie sie sich entwickelt haben und was eure persönlichen Erfahrungen und Meinungen dazu sind.

    Eine meiner eigenen Überlegungen dazu war, ob es bei ehemaligen Schreibabys vielleicht Besonderheiten bei der Sprachentwicklung gibt. Schließlich kann das Schreien doch als frühe Form der Kommunikation und somit als Vorläufer von sprachlichem Ausdrucksvermögen betrachtet werden. Ich frage mich also, ob ehemalige Schreibabys vielleicht besonders begabt sind, oder eher Probleme im sprachlichen Bereich haben oder ob es da eurer Erfahrung nach keine Auffälligkeiten gibt.

    Ich bin sehr gespannt, freue mich auf eure Beiträge und auf eine rege Diskussion!
    Tja, weder noch würde ich sagen.

    Meine Töchter waren beide Schreibabys. Die eine sprach mit knapp zwei in ganzen Sätzen, gut verständlich und grammatikalisch korrekt. Die andere ist jetzt 2 1/4 und spricht Vier-Wort-Sätze, die für das Umfeld nicht immer verständlich sind. Dafür konnte sie mit 20 Monaten bereits die Farben.

    Ich glaube übrigens mitnichten, daß das Schreien der Babys eine Kommunikation in dem Sinne ist, daß das Kind etwas artikulieren will. Ich habe diese Anmerkungen immer als ausgesprochen zynisch empfunden.

    Einem Schreibaby, das gerade schreit geht es in dem Moment ausgesprochen schlecht. Ihm schmerzt der Bauch, es ist müde, es fühlt sich nicht wohl. Und es bringt das, und nur das zum Ausdruck - verbunden mit der Bitte um Hilfe.
    hollerfee gefällt dies

  3. #3
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    04.03.2008
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    Standard Re: Eure ehemaligen Schreibabys

    mein ehemaliges schreibaby ist 22 und nicht besonders kommunikativ
    normale entwicklung beim sprechen - langsamer als der große bruder (der war schnell)- aber total normal

    auffällig: migräne schon im zeitigen kindesalter (ab ca. 5 jahre)
    heute würde ich daher eher vermuten, dass er unter KISS litt. Damals hat keiner was gefunden, kiss war aber auch unbekannt...
    Silm

  4. #4
    hirngespinst ist offline newbie
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    09.11.2013
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    30

    Standard Re: Eure ehemaligen Schreibabys

    Zitat Zitat von -Murmel- Beitrag anzeigen
    Hallo ,

    ich bin zwar selbst noch keine Mama, aber das Thema "Schreibabys" interessiert mich trotzdem sehr. Deshalb möchte ich mich gerne an dieses Forum wenden. An der Uni, an der ich Erziehungswissenschaften studiere, gibt es zu diesem Thema leider so gut wie keine Vorlesungen/Seminare, was ich sehr schade finde. Schließlich ist das doch so ein aktuelles und wichtiges Thema! Also, so dachte ich, mache ich mich halt selbst auf Spurensuche.

    Vor allem beschäftigt mich nämlich die Frage, wie sich ehemalige Schreibabys eigentlich im weiteren Verlauf ihres Lebens entwickeln. Entsprechende Studienergebnisse sind sich da leider nicht so einig, aber Berichte von betroffenen Müttern und Vätern sind m.E. sowieso viel näher an der Wirklichkeit.

    Deshalb möchte ich euch fragen, wie es euren ehemaligen Schreibabys heute geht, wie sie sich entwickelt haben und was eure persönlichen Erfahrungen und Meinungen dazu sind.

    Eine meiner eigenen Überlegungen dazu war, ob es bei ehemaligen Schreibabys vielleicht Besonderheiten bei der Sprachentwicklung gibt. Schließlich kann das Schreien doch als frühe Form der Kommunikation und somit als Vorläufer von sprachlichem Ausdrucksvermögen betrachtet werden. Ich frage mich also, ob ehemalige Schreibabys vielleicht besonders begabt sind, oder eher Probleme im sprachlichen Bereich haben oder ob es da eurer Erfahrung nach keine Auffälligkeiten gibt.

    Ich bin sehr gespannt, freue mich auf eure Beiträge und auf eine rege Diskussion!
    Meine Kleine war auch ein Schreibaby.
    Die Zeit war wirklich hart - auch die Situation mit den Nachbarn, da hier die Wände sehr dünn sind und die es erst verstanden haben, als ich ein Schreiben meines Kinderarztes vorgelegt habe..
    Heute ist die Maus 2 Jahre alt - kaum Geduld, schnell wütend und frustriert und hat immer noch Phasen in denen sie für einige Minuten richtig anspannt und brüllt.
    Der Kinderarzt vermutet sogar Anlagen für ADS.

    Was ich beobachtet habe ist, dass meine Kleine mit 7 Monaten an der Hand alleine gelaufen ist. Mit 8 Monaten dann ohne Hand.
    Bücher lesen oder malen reizt sie nicht, da sie da sitzen muss aber toben und klettern und alles was irgendwie schnell geht ist beliebt.
    Mit dem Sprechen hapert es noch. Sie fängt gerade erst mit zwei/und dreiwortsätzen an, verschiebt noch vieles in Gesten und Babysprache - deswegen muss sie nächstes Frühjahr dann sehr wahrscheinlich auch zur Logopädie.
    Der Kinderarzt will ihr noch die Zeit geben, da er auf einen Schub in die Richtung hofft.

    Ich bin gespannt wie es noch werden wird :)

  5. #5
    BatziMama ist offline old hand
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    1.051

    Standard Re: Eure ehemaligen Schreibabys

    Mein Schreibaby ist heute knapp 4 Jahre.
    Sprachlich war er mit 1,5 jahren so weit, dass er vollkommen verständliche 2-3Wort sätze von sich gegeben hat, die jeder verstanden hat. Babysprache gab es nicht.

    Gelaufen ist er erst nachdem er Sätze gesprochen hat.
    Heute ist er noch ein sehr ungeduldiger kleiner Kerl, der oft expoldiert. Sehr tempramentvoll ist.
    Er bewegt sich gerne, klettert viel.

    Ist aber immer noch sehr an Büchern und vorlesen interessiert.




    Meine Bino Lenismum hält ihr Glück auch schon im Arm


    Meine Bilder, meine Texte. Keine Veröffentlichung!

  6. #6
    -Murmel- ist offline Stranger
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    Standard Re: Eure ehemaligen Schreibabys

    Vielen lieben Dank für eure Antworten!

    Die Erfahrungen sind also offenbar sehr unterschiedlich und die Entwicklungsverläufe von ehemaligen Schreibabies sind von Kind zu Kind anders - individuell eben.

    Eine spezielle Rückfrage habe ich aber doch.

    @ Lioba25: Meine These, dass das Schreien von Babies eine Art Kommunikation darstellt, war in keinster Weise zynisch gemeint. Deshalb bin ich überrascht, dass das so angekommen ist.
    Wie du selbst schreibst, kannst du es ja nachvollziehen, dass ein schreiendes Baby etwas zum Ausdruck bringt, was man vielleicht als Unbehagen und Unwohlsein im weitesten Sinne beschreiben könnte - und wie du es so schön formuliert hast, „verbunden mit der Bitte um Hilfe“.
    Meinen wir vielleicht etwas Unterschiedliches mit Kommunikation?
    Ich wollte jedenfalls nicht sagen, dass ein Säugling durch das Schreien genauso bewusst und zielgerichtet kommuniziert, wie es einem Erwachsenen mittels Sprache möglich ist.
    Vielleicht besteht an dieser Stelle ein Missverständnis?

  7. #7
    linda33 ist offline Stranger
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    3

    Standard Re: Eure ehemaligen Schreibabys

    Hallo Murmel,

    mein Ex-Schreibaby ist im Oktober 2 Jahre alt geworden.
    Auch nachdem das permanente Schreien nach einigen Monaten besser geworden ist, blieb mein Baby noch lange sehr unzufrieden und schrie immer noch mehr als andere.
    Geändert hat sich das mit etwa 15 Monaten, seitdem ist sie ziemlich fröhlich.
    Mit 7 Monaten begann sie zu robben, mit 9 Monaten zu krabbeln, sich selbst hinzusetzen, aufzustehen und an Möbeln lang zu laufen. Frei laufen konnte sie dann mit 13 Monaten, also die motorische Entwicklung verlief ziemlich unauffällig. Weder besonders schnell noch langsam.
    Beim Sprechen kam mit 18 Monaten ein richtiger Boom, sie sprach 2-Wort- und bald dann auch 3- und 4-Wort-Sätze. Seit sie 21 Monate alt ist spricht sie von sich selbst als "ich". Jetzt mit gerade 2 Jahren spricht sie in ganzen Sätzen, es ist nicht immer grammatikalisch richtig, aber man kann sie gut verstehen. Auch ihre Aussprache ist recht gut verständlich.
    Sie ist immer sehr willensstark und tut ihren Unmut lautstark kund, wenn ihr was nicht passt, beruhigt sich aber recht schnell wieder. Außerdem ist sie immer noch sehr hibbelig und aktiv, spielt aber mittlerweile auch mal ruhig oder schaut Bücher an/lässt sich vorlesen.

  8. #8
    -Murmel- ist offline Stranger
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    3

    Standard Re: Eure ehemaligen Schreibabys

    Vielen Dank auch für deine Antwort, liebe linda33!

    Ich für meinen Teil finde das Thema immer noch sehr spannend und es gibt noch so viele offene Fragen. Deshalb habe ich mich nun dazu entschlossen, meine Masterarbeit über "Frühkindliches Schreien" zu verfassen. Auch das so genannte exzessive Schreien im Säuglingsalter wird darin vorkommen.

    Deshalb bin ich jetzt auf der Suche nach Müttern oder Vätern von ehemaligen Schreibabies, die mir in einem persönlichen Gespräch von ihren Erfahrungen berichten.

    Ich möchte in diesen Gesprächen den Raum dafür geben, einfach mal ganz frei die Geschichte des Kindes zu erzählen. D.h. ich habe nicht vor, à la Verhör viele unangenehme Fragen zu stellen Gerne nehme ich auch eine gewisse Fahrtstrecke auf mich - ich selbst komme aus der Nähe von Frankfurt a.M. Alle Angaben würde ich selbstverständlich streng vertraulich behandeln und ausschließlich anonymisiert verwenden.

    Es ist ein sehr sensibles Thema, über das man vielleicht nicht so gerne spricht, aber dann ist es um so schwerer, die noch großen Forschungslücken zu schließen. Deshalb hoffe ich auf eure Unterstützung und würde mich sehr freuen, wenn sich jemand bereit erklären würde!

  9. #9
    najala90 ist offline Stranger
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    3

    Standard Re: Eure ehemaligen Schreibabys

    Hast du schon Material für deine Arbeit? Auch ich finde das Thema sehr interessant, aber aus dem einfachen Grund: ich bin Sozialpädagogin und betroffene Mutter

  10. #10
    najala90 ist offline Stranger
    Registriert seit
    26.02.2014
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    3

    Standard Re: Eure ehemaligen Schreibabys

    Aber erst mal noch zum Thema, weshalb ich mich auch hier erst angemeldet habe :)
    Mein ehemaliges Schreibaby wird im April 3. Ich hatte damals eine regelrechte Geburt, jedoch durch eine drohende Symphysensprengung, eine Einleitung durch Wehentropf (was ich im Nachhinein als eine der Gründe für die Regulationsstörungen meines Sohnes in Betracht ziehe). Durch sein hohes Geburtsgewicht (4100 g und 38 cm KU) blieb natürlich auch bei uns das KISS nicht aus. Bemerkt habe ich es schon sehr früh, da er sich beim Stillen selbstständig an einer Brust abstillte. Er stimulierte die rechte Brust kaum, somit schoss da auch keine Milch mehr ein. Exakt zwei Wochen nach der Geburt beginn sein exzessives Schreien. Mein Partner und ich mussten uns nachts abwechseln beim Tragen des schreienden Kindes, um überhaupt zum Schlaf zu kommen. Das Schreien stoppte selbst dann nicht, als die Wirbelsäulenblockade behoben wurde. Irgendwann zwischen vierten und fünften Lebensmonat hat es sich von allein gegeben. Natürlich war ich seit dem dritten Lebensmonat bis zum 16. Lebensmonat in Physiotherapeutischer Behandlung.
    Und heute: mein Sohn hat einen extrem starken Willen, den er auch gern mal lauter durchsetzen möchte Er konnte sich bereits vor seinem Zweiten Geburtstag sehr gut artikulieren und spricht auch jetzt einwandfrei. Er hat ein sehr gutes Körpergefühl! Konnte schon mit 1 1/2 klettern usw, er ist sehr agil und beweglich/sportlich und powert sich gern aus. Was mir noch sehr auffällt ist, dass er bereits ein gutes Gefühl für krank/gesund hat. Er konnte schon früh äußern was wo weh tut und auch der Kinderärztin berichten! Vieles stimmt mit meinen Vorrednern überein
    Jedoch schwebt in mir die Angst, weil ich bedingt durch meinen Beruf stets die Gefahren sehe: was ist, wenn mein Kind in die ADHS-Schiene abgestempelt wird? Die Grenzen verschwimmen und es ist leider zu leicht den Stempel zu bekommen...

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