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Thema: Nach drei Monaten vorbei?

  1. #11
    babybell2473 ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Nach drei Monaten vorbei?

    Hallo liebe Mitstreiter/-innen,

    unser Sohn ist jetzt sechs Jahre alt und hat mehr oder weniger die ersten sechs Monate "verschrieen". 10 bis 12 Stunden am Tag war Standard.

    Ja, er hatte KISS, wurde behandelt
    Ja, er hatte auch fast fünf Monate "Drei-Monats-Koliken", kriegten wir nicht behandelt, egal, was wir machten
    Ja, er schlief nicht
    Die einzige Möglichkeit, ihn zur Ruhe zu bekommen, war Stillen...

    Die Schreiambulanz war leider bei mir in keiner Weise hilfreich. "Lassen sie das Kind im eigenen Bett schlafen" Wie toll! Weder dort noch bei uns gab es Ruhe.

    Er schrie. Und es gab keinen Grund. Oder doch? Der Grund hiess Reizüberflutung.

    Nachdem bei uns die Einrichtungsgegenstände geflogen waren haben wir zum Glück für uns alle einen Artikel gefunden, der den schönen Titel "Das glücklichste Baby der Welt" hatte. Es gibt ein Buch dazu, von Dr. Harvey Kap.

    Kurzfassung des Artikels bei akutem Schreianfall:

    1. Pucken (es gibt Tücher dazu, ebay oder so...)
    2. Alle Geräusche ausschalten, max. sanftes Rauschen, wie z. b. Radio ohne Sender oder Abzugshaube, ggf. Raum abdunkeln
    3. Kind leicht seitlich in den Arm legen, nicht auf den Bauch oder Rücken
    4. Ganz kleine seitliche Bewegungen machen, nicht kräftig schaukeln. Es soll wie im Bauch sein
    5. Die absolute "Königsdisziplin" Stillen, Schnuller oder Flasche. Es soll beruhigen. Nur, wenn die vier vorher nichts gebracht haben.

    Alles nacheinander.
    Ein bißchen Warten nach jedem Schritt um dem Kind einen Eindruck davon zu geben.
    Und bitte nicht vor dem Pucken zurückschrecken. Es scheint gemein, ist aber durchaus io. Im Bauch ist es auch eng.

    Zum allgemeinen Tagesablauf:
    Sehr feste Zeiten des Wachen und Schlafens. Wir mußten herausfinden, wie lange der Wurm wirklich schlafen mußte.... Ist nicht so einfach, geht aber. Wir waren bei einem 3 Monate alten Baby bei ca. 16 Stunden. Zur Ermittlung gibt es auch Schriftstücke.. Die dann verteilen.
    Wir haben max. 1,5 Stunden Wachzeit am Stück genehmigt. Dann ging es wieder ins Bett. Bei nicht schlafen wollen -- siehe oben.
    Da Schlafen im Kinderwagen unmöglich war, hatte ich ein Tragetuch. Nach max. 10 Minuten Protest war Ruhe. Ich habe damit die Spaziergänge gemacht. Hörbuch per Kopfhörer, damit es nicht zu eintönig wurde... Ich habe damit auch geputzt, gesaugt und aufgeräumt....

    Weiteres zur Vermeidung der Überflutung:
    Kein Fernsehen in Anwesenheit des Babys
    Kein Radio, keine Musik, keine lauten Geräusche (Ausser Staubsauger.....)
    Keine Besuche, weder bei Euch noch woanders hin
    Kein Einkaufen mit Kind
    Möglichst wenig Abweichungen vom Tagesablauf, das stresst Euch und das Kind

    Wenn das Kind schläft, so lange wie es geht.

    Das hört sich übel an. War es auch. Ich hab so ca. drei Monaten in völliger Isolation gelebt. Nur meinen Mann abends gesehen. Ich wußte nicht, wer gerade welche Musik sang oder was in den Nachrichten kam. Keine Filme o. ä.
    Aber dann wurde es sehr langsam besser. Die Wachphasen gingen rauf auf zwei Stunden. u. s. w. Immer noch haben wir den Nachwuchs von zu viel "Input" von aussen ferngehalten. Singen mit ihm war gut, auch Schaukeln in langen, schwingenden Bewegungen fand er sehr schön.
    Heute ist er ein sehr aufgeweckter Junge. Er spricht sehr gut und hat an allem und jedem Interesse. Er ist unserer Meinung und auch der des Kinderarztes nach ein ganz normales Kind.

    Noch was zum Umgang mit der Umwelt und der Verwandtschaft.
    Hofft nicht auf Verständnis, nicht auf Unterstützung. Und vor allem lasst Euch niemals einreden, Ihr macht was falsch. Wenn Ihr alles versucht habt, KiArzt, Osteopath, Schreiambulanz etc. und es wird nichts gefunden, dann ist es wohl wirklich ein Schreikind, welches die Eindrücke eben nicht durch Schlaf, sondern so abreagiert.
    Das ist übel und man steht es durch. Ich war am Ende zehn Kilo leichter als vor der Schwangerschaft. Nicht schön. Aber wir haben es als Familie irgendwie überlebt. Und heute höre ich höchst selten Kinder schreien. Muß wohl am Gewöhnungseffekt liegen.

    HALTET DURCH, ES GIBT EIN BESSERES MORGEN!!

    Ales Liebe

    babybell

  2. #12
    CarlottaH ist offline Stranger

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    Standard Re: Nach drei Monaten vorbei?

    Hallo!

    Ich habe schon viel von Schreibabys gehört. Ich selbst bin Mutter von zwei Kindern (8 und 5 Jahre), kann mich aber gut an die erste Zeit erinnern. Mein Sohn, jetzt 8 J., hat die ersten drei Wochen immer geschriehen, wenn er auf dem Rücken liegen musste (z.Bsp. zum Wickeln). Auf dem Arm zusammengekauert war alles okay und er schlief sofort wieder ein. Meine Hebamme hat meinen Mann und mich dann endlich erlöst. Wir waren bei einer tollen Osteopathin, die zwei blockierte Halswirbel feststellte.
    Danach wurde alles besser, dachten wir. Das Schreien hörte wirklich auf und unser Sohn wuchs und gedieh. Aber die Probleme traten und treten bis heute auf. Die Wirbel werden durch das stetige Wachstum immer wieder in die falsche Position gebracht, sodass wir regelmäßig bei der Osteopathin sind und alles wieder richten lassen. Zwischendurch war der Abstand zu groß, sodass es Schulprobleme gab. Wir kämpften lange mit unsererm Sohn bzgl. Hausaufgaben fertig machen..... Es gab und gibt Konzentrationsprobleme, Träumereien, Tränen, Blockaden,.....Seit die Blockade weg ist, hat sich sogar der Lehrer gemeldet.
    Er war begeistert von den plötzlichen Fortschritten und der Schnelligkeit in der Schule. Ich hoffe, es bleibt so.

    Ich möchte damit allen Eltern klarmachen, dass man sich immer wieder an die ersten Wochen erinnern muss, wenn später ein Problem auftaucht. Denkt bitte gleich daran und helft euren Kindern, den richtigen Weg zu finden und zu gehen.
    Ich wünsche allen eine schöne Zeit mit den süßen Babys und den daraus werdenden Kindern. Nutzt die Zeit und genießt die Zeit, auch wenn es manchmal schwer fällt.

    Antje
    Geändert von CarlottaH (18.03.2014 um 20:34 Uhr)

  3. #13
    nfischer ist offline newbie

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    Standard Re: Nach drei Monaten vorbei?

    Also mein Kleiner ist ähnlich. Auch mein Großer war nicht der Ruhigste. Daher hatte ich schon ein wenig Erfahrung. Doch bei meinem Kleinen haben kaum die klassischen Tricks wie Pucken etc. geholfen. Ich bin dann irgendwann auf diesen Beitrag Badeeimer für Babys » Finde die Beste Babybadewanne für Dein Baby! gestoßen. Ich dachte mir, na gut dann probieren wir das auch noch. Und Juhu, der Badeeimer hilft. In ihm fühlt sich der kleine so richtig wohl und die schlimmsten Schreiattacken sind vorbei.

  4. #14
    Bibibi30 ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Nach drei Monaten vorbei?

    hier auch noch mal Werbung für einen tollen Text: Und dann kam sie...

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