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Thema: 12 Wochen altes Baby schreit permanent wenn sie wach ist

  1. #1
    Ascielle ist offline newbie
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    Standard 12 Wochen altes Baby schreit permanent wenn sie wach ist

    Meine Kleine wurde 2 Monate zu früh geboren und lebt seit nunmehr 6 Wochen zu Hause. Ihr geht es gut, man merkt eigentlich garnicht, dass sie ein Frühchen war. Sie kam auf natürlichem Wege auf die Welt und die Krankenhausatmosphäre war sehr kinderfreundlich. Dass sie in den ersten Lebenstagen häufig gepiekst, von fremden Leuten an fremde Orte verschleppt und lange Zeit von mir getrennt war, kann ich leider nicht ändern. Ich weiß nicht, ob das der Grund für ihr Schreien ist.

    Sie war anfangs nicht so. Im Krankenhaus war sie bis zuletzt ein sehr ruhiges, geduldiges Kind, das alles über sich ergehen ließ und sich nie beschwerte. Kaum war sie zu Hause, war auf einmal alles anders. Aber okay, ich weiß, dass der Ortswechsel und die Umgewöhnung an andere Gewohnheiten sehr belastend für sie gewesen sein mussten. Nach einer Weile wurde sie wieder angenehm ruhig, fast wie im Krankenhaus. Dazu musste ich sie nicht einmal großartig beruhigen, sie hat nach einer Weile von selbst aufgehört zu schreien.

    Nach ein paar ruhigen Wochen habe ich nun seit zwei Wochen ein Baby, dass zwar laut Richtlinien kein Schreibaby ist, aber dennoch fast pausenlos schreit, wenn sie wach ist - außer nachts, da schläft sie sehr gut und schnell nach dem Füttern (Flasche) wieder ein. Sie schläft sonst tagsüber nicht sehr viel, da sie fast nur mit Schreien beschäftigt ist. Sie lässt sich auch absolut nicht beruhigen, ich habe mich schon durch zig Foren gelesen und alle Tipps angewendet, die anderen Müttern geholfen haben.

    Wir waren deshalb auch schon im Krankenhaus mit ihr, sie war dort zwei Tage lang zur Beobachtung. Und was war? Sie war das friedlichste Kind auf Erden, hat nicht eine Minute lang geschrien und wachte nur zum Trinken auf. Man übergab sie uns schließlich mit dem Hinweis, ich solle sie nicht so oft füttern. Bislang hatte ich nach Bedarf die Flasche gegeben, und auch sehr gewissenhaft aufgeschrieben, wann sie wieviel getrunken hat. Daher haben mir die Schwestern gesagt, die Kleine hätte Bauchschmerzen vom Überfüttern, angeblich wachse sie auch zu schnell. Zu Hause sind wir dann nach Empfehlung von HA1 (was sie eigentlich gut vertragen hat) wieder zurück auf Pre umgestiegen. Aber kaum war sie zu Hause, ging das endlose Schreien wieder los, und wieder ließ sie sich durch nichts beruhigen. Alle 6 Stunden darf ich ihr Paracetamol gegen angebliche Schmerzen geben (aber das Schreien wird davon nicht besser). Ich darf sie jetzt nur noch alle 3-4 Stunden füttern, unter 3 Stunden auf keinen Fall, selbst dann nicht, wenn sie sichtbar hungrig ist. Dann muss ich sie manchmal schon eine Stunde schreien lassen. Das Krankenhaus hat es so gesagt...

    Meistens schreit sie einfach so, es lässt sich kein Grund finden. Banale Gründe wie Hunger, Windel, Temperatur schließe ich natürlich als erstes aus, danach beginnt die Forschung... Was ich schon versucht habe:
    -Pucken = Sie hasst es total. Sie rastet regelrecht aus, wenn sie sich nicht uneingeschränkt bewegen kann
    Im Arm halten = Hasst sie in der Regel auch
    Schnuller = Lehnt sie meistens ab
    In Ruhe lassen (wegen Reizüberflutung) = Zeigt keine Wirkung
    Verschiedene Abhilfen gegen Bauchschmerzen = Ebenfalls wirkungslos, da offenbar keine Schmerzen
    Singen = Funktioniert schlecht, wenn sie pausenlos dazwischenschreit
    Ruhig zusprechen = Beruhigt sie nicht

    Ich stehe vor einem Rätsel und fühle mich von den Ärzten weder verstanden noch ernst genommen. Seit über zwei Wochen ist zudem ihr Stuhl ziemlich häufig, flüssig (nicht wässrig) und dunkelgrün. Noch dazu stinkt er bestialisch. Unter anderem deshalb haben wir ja die Milch gewechselt, eine Sorte, die sie anfangs bekommen und gut vertragen hat. Aber auch damit hat sie grünen Stuhl. Und das Krankenhaus hat das gesehen und nicht mal untersucht, ob da was nicht stimmen könnte.

    Ich weiß, man darf Babys nicht schreien lassen, aber ich bin am Ende und habe außer meinem Freund auch keinen, der mir die Kleine mal für eine Weile abnehmen kann. Ich muss sie schreien lassen, weil ich nicht mehr weiß, was ich noch tun soll. Alles, wirklich alles, lehnt sie ab und schreit noch hysterischer. Ich will ihr wirklich so gerne helfen, aber was soll ich denn tun, wenn weder meine Hebamme, noch das Krankenhaus (in dem sie lange Zeit war), noch ein Kinderarzt mein Problem nicht ernst nimmt und als "Dreimonatskolik" abtut?

    Vor allem hilft MIR das nicht. Ich weiß nicht, was ICH tun soll, damit das Schreien aufhört.


    Ich kann nicht mehr... will nur noch heulen und mir die Kugel geben.

  2. #2
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist gerade online Legende
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    Standard Re: 12 Wochen altes Baby schreit permanent wenn sie wach ist

    Ich kann gut verstehen, dass Du fix und fertig bist aber die Tatsache dass Deine Tochter in anderer Umgebung offenbar ein zufriedenes Baby sein kann, lässt doch hoffen, dass es schon noch etwas gibt, was Du für sie tun kannst damit es ihr und somit auch Dir besser geht.

    Was ganz konkret war in der Klinik anders als Zuhause?

    Gibt es wenn sie wach ist keinerlei Zeiten in denen sie fröhlich und zufrieden ist?

    Kann es sein dass sie tagsüber nicht ausreichend schläft und deshalb schreit weil sie völlig übermüdet ist?

    Fährt sie gerne im Kinderwagen, wird sie gerne in einer Schaukel geschaukelt, ist sie gerne im Tragetuch oder "hüpft" gerne (sanft!) auf einem Sitzball oder Trampolin?

    Gibt es jemanden der Dich begleitet und Dir die Sachen erklärt, die Du nicht verstehst?

    Hast Du mal über mehrere Tage ihre Schrei-, Wach- und Schlafphasen dokumentiert um einen Überblick zu bekommen wie viel sie in 24 Stunden schläft und schreit und wann es gut klappt?

    Gibt es eine Schreibabyambulanz bei Dir in der Nähe oder ein anderes Beratungsangebot über "frühe Hilfen"?

    Ich denke nicht, dass sie "einfach so" schreit sondern ich gehe davon aus dass sie einen Grund hat, den Du nicht kennst. Es könnte auch sein, dass sie einfach Deine Anspannung und Verzweiflung spürt.

    Gibst Du ihr HA-Nahrung? Dann kann der grüne, stinkende, flüssige Stuhl völlig normal sein. Solange sie gut gedeiht ist das kein Grund zur Beunruhigung.

  3. #3
    Ascielle ist offline newbie
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    Standard Re: 12 Wochen altes Baby schreit permanent wenn sie wach ist

    Danke für die schnelle Antwort.

    Was konkret in der Klinik anders war, frage ich mich auch - sie bekam dort eine fürchterlich stinkende Milch mit einem schlechten Sauger, alle vier Stunden, und sie wurde nach dem Bäuerchen ins Bett gelegt und so zugedeckt, dass sie sich nicht bewegen kann... Ich versuche die Bedingungen anzupassen, aber ich verstehe nicht, wie die es im Krankenhaus geschafft haben, dass die Kleine nur alle vier Stunden aufwacht und trinken will? Bei mir zu Hause könnte sie stündlich trinken... Vor allem trinkt sie bei mir selten aus, im Krankenhaus war die Flasche in weniger als fünf Minuten leer. Die Milch, die ich ihr gebe, ist Pre - was Besseres (und leider Teureres) kann ich ihr garnicht geben, weil meine Milchproduktion sich schon vor Wochen verabschiedet hat, trotz viel Pumpen und Anlegen wann immer möglich. Zu hause hasst sie es, fest eingewickelt zu werden. Im Krankenhaus gefiel ihr das. Und sie hatte dort auch nur 1x täglich Stuhlgang. Zu Hause schafft sie es problemlos auf bis zu fünf vollgeköttelte Windeln (Stuhl ist sehr flüssig, aber kein Durchfall). Ich kapier selbst nicht, warum sie im Krankenhaus so anders ist. Hat sie vielleicht dort so viel Zeit verbracht, dass sie nun denkt, sie sei dort zu Hause, und fühlt sich bei uns fremd?

    Bevor diese Schreiphase begann, war sie ein ziemlich ruhiges Kind, das nur (im erträglichen Maße) geschrien hat, wenn ihr sichtlich was fehlte (Hunger, frische Windel), und beruhigte sich sehr schnell wieder, wenn diese Bedürfnisse befriedigt wurden. Seit Beginn der Schreiphase vor zwei Wochen ist sie wie ausgewechselt, sie schreit quasi permanent, wann immer sie wach ist. Sie wacht auch spontan aus dem Schlaf auf und schreit dann hysterisch und nichts kann sie beruhigen. Das ist es eigentlich, was mich am meisten zermürbt - Nicht, dass sie schreit, sondern dass ich sie nicht beruhigen kann. Ich mache mir keine Schuldgefühle, es geht mir einfach nur extrem auf die Nerven. Nach drei Stunden Dauerschreien zwischen dem Füttern habe ich alles zigmal probiert und nichts funktioniert, ich laufe die Wände hoch und runter. Zufrieden erlebe ich sie nur noch direkt nach dem Trinken, ist sie nicht bereit zu schlafen, geht das Geschrei nach dem Füttern von vorn los.

    Ich denke auch, dass sie viel schreit, weil sie übermüdet ist. Aber Einschlafhilfen bewirken garnichts, gehe ich mit ihr spazieren, schläft sie eigentlich nicht, sondern döst nur mit halb offenen Augen. Sie wacht sofort auf, wenn ich sie zurück ins Bett lege (sie schläft, je nach IHRER Laune, mal in unserem, mal in ihrem eigenen Bett). Ich habe ein Tragetuch, aber mein Rücken schmerzt schon nach wenigen Minuten und ich muss permanent in Bewegung sein, damit sie ruhig bleibt. Wie gesagt, schlafen tut sie dennoch nicht.

    Ich habe Personen, die mir aus der Ferne helfen und Ratschläge geben - dazu zähle ich auch das Internet dazu - aber so wirklich jemanden, der mir die Kleine mal abnimmt, sodass ich zur Ruhe kommen kann, habe ich nicht. Weder Familie noch Freunde. Ich lebe im Ausland und kenne hier noch niemanden, die letzten Monate waren zu stressig, als dass ich jemanden hätte kennenlernen können. Die Familie meines Freundes lebt 800km entfernt, Freunde hat auch er nicht. Meiner Hebamme habe ich von den Problemen erzählt, und auch die Leute im Krankenhaus wissen bescheid, aber allerseits heißt es, Babys schreien nunmal, das geht vorbei. Das sagt mir aber immer noch nicht, wie ich mich verhalten soll... klar, natürlich ruhig und gelassen - was ich auch meistens bin. Ja, ich habe mittlerweile gemerkt, dass es das Problem verschlimmert, wenn ich angespannt bin, deshalb gehe ich nur auf sie zu, wenn ich entspannt bin. Das Entspannen fällt mir leicht, es ist nicht aufgesetzt. Ich versuche so, meine Ruhe auf sie zu übertragen und bin geduldig wie selten zuvor. Geholfen hat es bislang nicht.

    Ich denke, ab morgen werde ich mich endlich dazu aufraffen, ein Schreitagebuch zu führen, damit ich es unter anderem den Ärzten darlegen kann, um sie vom Ernst der Lage zu überzeugen. Ja, Babys schreien - aber meines schreit sehr, sehr viel seit zwei Wochen, da muss es doch irgendeine Ursache geben, und ich will verdammt nochmal, dass mich einer dieser "weißen Götter" ernst nimmt!!

    Schreiambulanzen gibt es bestimmt auch in meinem Land, aber ich habe noch massive Sprachprobleme, sodass ich ohne meinen Freund nicht weiterkommen würde - und der arbeitet leider genau zu den Zeiten, wo die meisten öffentlichen Einrichtungen geöffnet haben. Wir ziehen zudem in knapp vier Wochen um - sich jetzt noch hier um Hilfe zu kümmern ist eher zwecklos.

    Sicher hat sie irgendeinen Grund, weshalb sie schreit - Ich tippe auf Übermüdung. Überreizung kann ich eigentlich ausschließen, da sie in einer wirklich reizarmen Umgebung aufwächst. Kaum Geräusche, keine Gerüche, die einzigen visuellen Reize sind die Gesichter von Mama und Papa. Sie war ein Frühchen und ist jetzt fast 12 Wochen alt, unkorrigiert. Manchmal frage ich mich, ob sie sich einfach nur langweilt, weil sie gern schon mehr tun würde als sie kann. Ich spiele ja auch manchmal mit ihr, wenn sie ungewöhnlicherweise mal ein paar Minuten nicht schreit. Rede mit ihr, schaukel sie herum, wippe sie auf meinem Knie, trage sie herum und erkläre ihr die Welt... was ihr zu gefallen scheint. Ich höre damit auf, sobald sie gähnt, und lege sie dann schlafen. Ganz selten klappt das dann mal problemlos, meistens leider eher nicht. Sie sollte dringend mehr schlafen, aber sie schläft so unruhig und wacht leicht wieder auf, findet dann nicht mehr in den Schlaf zurück und schreit wieder. Nachts hat sie mit dem Schlaf nicht solche Probleme wie tagsüber, außer sie hat Groß gemacht, beim Wickeln wird sie dann so munter, dass sie nicht mehr schlafen will, das kann auch um 3 Uhr morgens sein... obwohl sie bis dahin gerade mal 2 Stunden geschlafen hat. Manchmal würde ich ihr gerne (bitte nicht ernst nehmen) einen Schlafcocktail verabreichen, damit sie endlich mal den Schlaf bekommt, den sie braucht.

    Der grüne Stuhl hat übrigens begonnen, nachdem wir die Marke gewechselt haben. Dachte auch, das sei normal, aber mittlerweile sind wir wieder umgestiegen (von HA auf Pre), und die Pre-Marke, die vorher keinen grünen Stuhl verursacht hat, hat das Phänomen nicht verändert. Außerdem stinken ihre Windeln fürchterlich, da kann ein Erwachsener kaum mithalten, und sie hat teilweise sehr häufig am Tag Stuhlgang. Er kommt dabei deutlich hörbar heraus"geschossen" mit sehr hohem Druck, was ihr wohl weh tut. Oft ist das dann auch direkt so viel auf einmal, dass ich ihr komplett neue Sachen anziehen darf, weil es die Windelkapazität übersteigt. Ich glaube nicht, dass das normal ist Aber wie schon gesagt, die Ärzte sehen in der ganzen Situation kein Problem und eher habe sie einfach nur Bauchschmerzen, ich solle ihr dagegen Paracetamol geben...


    Während mir jede ruhige Minute ein Segen ist, fürchte ich schon, dass sie wieder aufwacht und das Theater von vorn beginnt...

  4. #4
    kysyra ist offline addict
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    Standard Re: 12 Wochen altes Baby schreit permanent wenn sie wach ist

    Du Arme!
    Das klingt entsetzlich. Es gibt hier leider keinen Knuddelsmiley, aber wenn Du magst, fühl Dich einfach mal in den Arm genommen.

    Zum "Warum" -
    Es klingt schon alles sehr dramatisch und vielleicht auch traumatisch für Deinen Wurm. Da kommt sie viel zu früh und muss dadurch alles mögliche über sich ergehen lassen, was ein Baby eigentlich nicht mitmachen müssen sollte: viel allein sein (Egal wie Babyfreundlich die Station, sie werden Dir wahrscheinlich kein Bett gegeben haben, so dass Du deinen Wurm so richtig bei Dir hättest haben können, und alle vier Stunden füttern und dazwischen einpucken klingt jetzt nicht sooo toll), Stillen kann so ja gar nicht klappen, viel gepikse usw. usf.
    Dass sie sich darüber vorher nicht beschwert hat, mag schlicht und einfach mit dem Alter zusammen hängen, laut Deinem Ticker wäre sie jetzt ja theoretisch erst 6 Tage alt. Vielleicht war sie vorher schlicht nicht "reif" genug, um ihre Bedürfnisse und ihr Leid kundzutun.

    Zum "Was mache ich jetzt":
    Meine erste Maus war ein Schreibaby, aber es war lange nicht so schlimm, wie Du es schilderst (wie kommst Du eigentlich darauf, dass sie die Kriterien nicht erfüllt? Drei Stunden über den Tag verteilt, schafft sie nach Deiner Beschreibung ja locker?). Mir hat es geholfen, mir klar zu machen, dass die Botschaft nicht war, dass sie mich ablehnt, oder ich irgendwas falsch mache, sondern eher "Alles ist so doof, mir geht es so schlecht, bitte hilf mir!" Damit hab ich mich zumindest nicht ANgeschrien gefühlt, sondern eher mitleidig, auch wenn ich noch so hilflos war und auf dem Zahnfleisch gegangen bin. Trotzdem hat es emotional geholfen und dafür gesorgt, dass ich zumindest keine Aggressionen gegen sie hatte.

    Bei uns war das Tragetuch tatsächlich DIE Rettung. Was hast Du denn für eins, wie bindest Du es, hast Du eine Trageberatung?
    Am liebsten würde ich Dir ja raten, lass Dir zeigen, wie Du sie auf den RÜCKEN bindest (vielleicht sogar eher noch mal in eine Fertigtrage wie Bondolino oder Fräulein Hübsch oder Marsupi investieren, mit denen geht das VIEL leichter, und man kriegt den Kopf besser gestützt. Das ist ja immer so die Sorge bei ganz kleinen Babys, dass der Kopf auf dem Rücken nicht ordentlich fest ist. Ansonsten spricht eigentlich nichts gegen Rückentragen von Anfang an). Erstens ist das besser, wenn Du zu Rückenschmerzen neigst, und zweitens hast Du sie aus dem Sichtfeld, siehst nicht, ob sie wach ist oder schläft und kannst einfach mal machen, was DU willst.
    Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, wenn sie satt und gewickelt ist, bind sie Dir auf den Rücken und ignorier sie. Dann lässt Du sie nicht schreien, Du tust alles, was Du kannst. Körperliche Bedürfnisse sind erfüllt, sie hat die Nähe zu Dir und gleichzeitig ihre Ruhe, falls sie überreizt ist. Wenn Du dann spazierengehst oder sauber machst oder irgendwas machst, was DIR gefällt, läuft sie einfach so mit. Du kannst Dir dann auch Ohrenstöpsel reinmachen. Du lässt sie ja nicht allein. Du bist da, sie hat Nähe und Körperkontakt.
    Es gibt nichts, was Du sonst für sie tun kannst.

    Überhaupt, Schreien LASSEN ist was anderes, als nicht-trösten-können.
    Du lässt Deinen Wurm nicht schreien, wenn Du versuchst, rauszufinden, was los ist und das nicht hinkriegst (Wenn sie einfach traumatisiert ist und ihren Weltschmerz herausschreit, gibt es auch nichts, was Du tun kannst, außer sie nicht damit allein zu lassen).
    Schreien lassen ist für mich immer auch ein Machtspiel - die Eltern zeigen dem Baby, wo der Hammer hängt, dass es "damit nicht durch kommt", wenn es etwas will, was ihnen nicht passt. Das Problem für das Baby bzw. die Entwicklung sehe ich nicht darin, dass es schreit, sondern in diesem Machtspiel.
    Es ist ja auch bei Erwachsenen etwas völlig anderes, ob Du etwas schlimmes erlebt hast, und Dein Freund Dir erlaubt, dich auszuweinen, dich dabei im Arm hält (dann ist das Weinen heilsam und hilft Dir, das schlimme zu verarbeiten), oder ob er Dinge tut - am besten noch absichtlich, um dir zu zeigen, wo der Hammer hängt - die dich zum weinen bringen.
    Das Problem ist nicht das weinen, das Problem ist das Schlimme, was das Weinen verursacht.
    Und bei Euch war/ ist es ja nun mal außerhalb Deiner Macht, das Schlimme zu verhindern, wie bei einem Erdbeben oder Unfall. Es ist nun mal so gewesen, Dir selber wird es ja wahrscheinlich auch Schmerzen bereitet haben, Dein Kind nicht einfach bei Dir haben zu können, Dir Sorgen machen zu müssen, die erste Zeit nicht genießen zu können.
    Vielleicht kannst Du dich ja auch mal mit ihr ins Bett legen, kuscheln, und ihr weint ZUSAMMEN über das, was das Schicksal da mit Euch veranstaltet hat!

    Ansonsten, wegen Füttern - mindestens drei Stunden ist doch Blödsinn, gerade wenn Du Pre fütterst. Die darfst/sollst Du genau wie Muttermilch nach Bedarf füttern. Und wenn das Stillen nicht klappt, dann ist Pre nun wirklich das beste, was Du geben kannst.
    Wenn sie jetzt mit den größeren Fütterabständen glücklich wäre, prima, aber Du schreibst ja, dass sie weiter weint, und manchmal sichtbar hungrig ist. Also vergiss diese blödsinnige Regel!
    Pre kannst Du nicht überfüttern, und es ist doch irre, wenn die sagen, dass Dein Kind zu gut wächst!

    Zuletzt fällt mir noch ein, meine Hebamme hatte mir damals Bachblüten "Star of Bethlehem" gegen Trauma für die Maus angeraten, in meiner Wahrnehmung haben die durchaus was gebracht. Ist vielleicht einen Versuch wert?

    Oh, und das wichtigste: Es wird vorbei gehen. Ich weiß, am Anfang dieser Zeit klingen drei, vier Monate absolut endlos (also drei Monate nach ET, nicht nach verfrühter Geburt!). Aber sie werden ganz plötzlich vorbei sein, und Dein Wurm wird angekommen sein.
    Für mich war im Nachhinein das Schlimmste, dass ich während der Schreimonate gar nicht wirklich glauben konnte, dass das wirklich vorbeigehen würde. Aber sie sind vorbei gegangen, und auf einmal hatte ich das süßeste sonnenscheinigste Baby der Welt.
    Wenn man sich das immer wieder klar macht, dass es wohl am wahrscheinlichsten eine Kombination aus Unreife, nicht in der Welt angekommen sein und Geburtstraumata ist (ALLE Schreibabys, die ich kennen gelernt habe, hatten dramatische Geburten überstanden, darum ist das meine persönliche Theorie. Und zwei Monate statt im Bauch auf der Neo zu verbringen MUSS für so einen Wurm traumatisch sein), dass es NICHT daran liegt, dass man selber doof ist oder das Baby lieber eine andere Mama hätte oder irgendwie sowas, dann macht es das leichter. Und der Teil mit der Unreife geht vorbei. Ganz wirklich.
    wenn ich zur Kleinschreibung wechsele, wollte ein Kind auf den Arm...

  5. #5
    Avatar von Tigerblume
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    Standard Re: 12 Wochen altes Baby schreit permanent wenn sie wach ist

    Ich finde es völlig nachvollziehbar, dass Du genervt bist und darf Dir versichern, dass mir der Gedanke mit dem Schlafcocktail ganz und gar nicht fremd ist.

    Ich könnte mir vorstellen dass das andere Verhalten in der Klinik einer Kombination aus verschiedenen Faktoren geschuldet war. Zum einen verhalten sich viele Kinder in fremder Umgebung völlig anders als Zuhause, zum anderen ist das Klinikpersonal berufsbedingt um ein Vielfaches routinierter als Du und beruflich handelt man in der Regel deutlich gelassener, was sich natürlich auch auf das Kind auswirken kann.

    Deine Tochter ist noch so klein und ich kann Dir versichern (auch wenn Dir das jetzt im Moment keine Hilfe sein kann), dass diese schlimme jetzige Zeit vorbeigehend wird.

    Aus der Ferne hat man natürlich immer gut reden und als Außenstehender sowieso, aber ich denke dass der Knackpunkt der wäre, eine Methode zu finden, mit der Du Deine Tochter beruhigen kannst. Wenn sie döst (und nicht schreit) während Du mit ihr spazieren gehst, dann geh mit ihr spazieren (ohne zu versuchen sie in ihr Bett zu legen). Das ist ätzend und ziemlich bald kennst Du jeden Stein und jede Baumwurzel in Deiner Umgebung, aber es könnte Euch helfen den Teufelskreis des Dauerschreiens zu durchbrechen.

    Gibt es Gruppen wo Du hingehen kannst und andere Mütter triffst, Dir ein soziales Netz aufbauen kannst? Willst Du das überhaupt? So ganz alleine und mit einem Partner der offensichtlich auch weder Freunde noch Familie hat, stelle ich mir das Leben wirklich sehr, sehr schwierig vor (obwohl ich ein Mensch bin, der sehr gerne alleine für sich ist, aber ich muss es nicht sein, was ein Unterschied ist).

    Tragetuch ist für viele Babys der Schlüssel zum Glück. Wenn Du Rückenschmerzen hast während Du so ein kleines Kind trägst, dann liegt der Verdacht sehr nahe, dass Du das Tuch falsch bindest. Und/oder vielleicht Übungen zur Kräftigung Deiner Rückenmuskulatur machen solltest. Hat eine Trageberaterin Dir gezeigt wie Du das Tragetuch richtig benutzt? Bei Youtube gibt es viele Videos die Du Dir anschauen kannst, falls Du Dir unsicher bist. Das in Bewegung sein müssen klingt nicht ungewöhnlich - eine bequeme Lösung wird es für Euch glaube ich nicht geben. Irgendwann könnte sie sich so wohl fühlen, dass sie einschläft, wenn Du nur Geduld hast. Vielleicht klappt das erst nach Tagen oder Wochen.

    Je nach dem wo Du lebst - im "Ausland" wird häufig mit Babys noch deutlich anders umgegangen als in Deutschland. Der Befindlichkeit des Babys wird viel geringere Bedeutung beigemessen als in Deutschland und die Babys resignieren irgendwann und fügen sich ihren Lebensumständen.

    Bist Du glücklich über die Geburt Deiner Tochter? Kannst Du Dich an ihr erfreuen und sie willkommen heißen? Geht es Dir selbst gut, bist Du seelisch und körperlich gesund? Verstehe meine Fragen bitte nicht als Affront, das sollen sie nicht sein. Es sind einfach nur Gedanken die mir in den Sinn kamen, als ich Deine Zeilen las. Ich finde Du klingst sehr reflektiert und habe gleichzeitig den Eindruck dass Du unter sehr schwierigen Bedingungen klarkommen musst.

    Was das Schreitagebuch betrifft haben Ärzte oftmals schlicht und ergreifend keine Ahnung. Es handelt sich ja medizinisch gesehen nicht um eine Krankheit.

    Was den Stuhlgang betrifft: Die Darmflora des Babys verändert sich mit der Zeit, daher könnte es auch sein, dass der flüssige grüne Stuhl zufällig mit dem Milchwechsel zusammenkam. Solange es ärztlich abgeklärt ist und Deine Tochter gut trinkt und gedeiht, ist es wirklich kein Anlass zur Sorge. Meine Töchter (heute 5 und 1) hatten beide während der gesamten Flaschenzeit häufigen, dunkelgrünen, flüssigen, sehr übelriechenden Stuhl und erfreu(t)en sich bester Gesundheit. Bei meiner ersten Tochter habe ich mir noch große Sorgen gemacht, war beim Arzt und habe Ernährungsberaterinnen und die Hersteller der Säuglingsnahrung kontaktiert.

  6. #6
    Jana_76 ist gerade online Pooh-Bah
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    Standard Re: 12 Wochen altes Baby schreit permanent wenn sie wach ist

    Hallo,

    ich weiß, was Du durchmachst. Und ich fand und finde das Schlimmste am Schreien ist, dass man nicht weiß, was man tun soll. Offensichtlich wollen uns die Süßen etwas sagen. Da sie ja nicht reden können, gibts nur Schreien. Ja ich weiß, ab einem bestimmten Schreilevel oder -dauer hilft das auch nicht weiter.

    Was mir einfällt: Ein großer Unterschied zwischen Krankenhaus und Heim bist Du. Bei uns war es auch so, dass ich anders drauf war im Krankenhaus (wir waren die ersten Tage nach der Geburt in der Kinderklinik). Das Wissen, dass immer jemand da ist und sozusagen ein Sicherheitsnetz vorhanden ist, was einen auffängt, hat mich dort wesentlich ruhiger und entspannter sein lassen. Einfach weil immer jemand da war, der im Zweifelsfall richtig handeln konnte. Der erste Tag zu Hause war für mich die Hölle. Erst langsam wurde ich selbstsicherer und das strahlt auf die Kleinen aus. Entschuldige den Vergleich, aber das ist ein bisschen wie bei Hunden. Wenn die die Angst riechen, ist es vorbei. Babys sind genauso. Wenn sie spüren, dass Du unsicher bist, überträgt sich das. Du bist die Einzige (Papa auch), die ihnen Sicherheit bieten können in der neuen Welt. Äußerliche Ruhe ist das eine, aber wenn man die Kleinen im Arm hat, dann hören sie auch den Herzschlag und den Puls und kriegen genau mit, ob wir aufgeregt sind oder nicht.
    Manchmal helfen mir Atemübungen, bei denen man künstlich ruhiger atmet und so nach einer Weile auch sich selbst beruhigen kann.
    Deine Unsicherheit kann man förmlich spüren und glaube mir, Du bist nicht allein. Auch bei mir gab es Phasen, da war ich hilflos. Ich konnte meinem Instinkt nicht mehr vertrauen, denn ich hatte das Gefühl, ich war nicht in der Lage das Baby zu beruhigen. Dann wird man unsicher, das Baby spürt es und schwuppsdiewupps ist man im Teufelskreis.
    Und dann natürlich DER Satz schlechthin (boah und ich kann den nicht mehr hören) "Es ist nur eine Phase." Ja, das mag sein, aber wenn das stimmt, haben manche Babys seit der Geburt eine Phase.
    Was mir spontan zu Deiner Situation einfällt:
    1. Nahrung: Wenn Du das Gefühl hast, der Kleinen bekommt Milchnahrung X am Besten. Dann nimm die. Übrigens war bei uns immer der Hinweis, dass man so lange wie möglich PRE geben sollte und erst spät auf 1er geht. Da wir das Zufüttern relativ schnell ad acta legen durften (und erst seit 2 oder 3 Wochen wieder einführen mussten), war das für uns kein Thema. Aber auch jetzt gibt es bei uns nur PRE.
    Die Sache mit den Windeln ist glaub ich normal. Google mal ein bisschen. Grün kann sich Babystuhl auch verfärben, wenn er mit Sauerstoff in Berührung kommt (also ab dem Zeitpunkt wo er das Babys verlässt). Und überlaufende Windeln - oh, da können wir auch ein Lied von singen. Und das klammheimlich und ohne Geräusch. Es fällt nur auf, wenn sie auf dem Bauch liegt und wir dann sehen, dass der Body nicht mehr überall weiß ist. Ist also auch alles o.k. Manchmal drücken die Kleinen auch ganz doll. Aber das liegt daran, dass das für sie eine neue Erfahrung ist. Da passiert was im Körper und sie lernen nach und nach das aktiv zu beeinflußen. Das muss natürlich geübt werden.
    2. Schlafen:
    Meine Hübsche hat ein paar Wochen geschrien, weil sie völlig übermüdet war. Hat aber nicht geschlafen. Teufelskreis Nr. 2. Den haben wir dank einer Schlafberatung einigermaßen beseitigt bzw. hat sich das Problem deutlich verkleinert. Im Gegensatz zu von vor 4 Wochen ein Witz. Ich lass jetzt mal die Einzelheiten weg, weil es gut sein kann, dass für Deine Tochter etwas ganz anderes das Richtige ist.
    Das empfehle ich Dir dringend. Hol Dir einen Beratungstermin in einer Schrei- und/oder Schlafambulanz. Dein Freund arbeitet? Sch...drauf. Muss er halt mal Überstunden abbummeln oder einen Tag Urlaub nehmen. Da bin ich mal intolerant und stell Dir mal die Frage, was wichtiger ist: Dein Baby und Deine Gesundheit? Oder die Arbeit Deines Freundes? Und ein Tag wird ja wohl mal machbar sein. Warte nicht noch 4 Wochen. Worauf willst Du warten? Morgen anrufen und umgehend einen Termin machen. In 4 Wochen kann sich die Welt um 180 Grad drehen. Und wenn Du bis nach dem Umzug wartest, sind 1000 Dinge dann immer noch wichtiger (Strom, Anmeldung, Auspacken, Einleben). Wie lang willst Du Euch Drei noch quälen?
    Wenn ein Termin nicht reicht, kannst Du am neuen Wohnort immer noch mal hingehen oder sogar am alten Wohnort noch einen zweiten Termin vereinbaren.
    3. Wie siehts denn aus mit Kolliken? Habt Ihr schonmal versucht SabSimplex oder Lefax zu geben (in jedes Fläschchen ein paar Tropfen)? Vielleicht hat die kleine Bauchschmerzen. Das war bei uns von jetzt auf nachher in ihrer 6. oder 7. Lebenswoche der Fall (sie kam fast 2 Wochen zu spät). Nach ungefähr 10 oder 11 Lebenswochen war der Spuk auch von jetzt auf nachher wieder vorbei.
    4. Du brauchst mehr Ruhe in der Sache. Ja, einfach gesagt. Ich weiß nicht, ob ich das richtig rausgelesen habe, aber so, wie Du es ausdrückst, versuchst Du auf verschiedene Arten Deine Tochter zu beruhigen. Das KANN auch nach hinten losgehen, denn jede Art ist ein neuer Reiz, der erstmal verarbeitet werden muss. Schau mal auf die Uhr und versuche 20 Minuten lang erstmal EINE Beruhigungsart, z.B. vor und zurückwiegen (aber langsam) oder leicht auf einem Ball wippen. Und das Wichtigste: Du muss davon überzeugt sein, dass es funktioniert (siehe Herzschlag und Puls). Nur, wenn Du Ruhe ausstrahlst, kann Dein Baby auch ruhig werden.
    Ich habe gelernt, dass einige Babys von Anfang an über die Fähigkeit verfügen, sich selbst zu beruhigen und manche müssen es erst lernen. Es gibt Babys, die können, wenn sie müde sind, einfach die Augen zumachen und einschlafen. Völlig egal, ob sie gerade beim Spielen sind oder Mama bei irgendwas zugucken oder im Kinderwagen liegen. Und manche Babys (so wie meine Tochter), müssen erst lernen, wie sie sich selbst in den Schlaf bringen. Das fängt schon damit an, dass sie lernen musste, bei Müdigkeit eben nicht jedem wedelnden Blatt oder jedem bunten Irgendwas hinterherzuschauen, sondern den Blick mal auf eine Stelle zu richten (also zu starren). Das ist eine Lernaufgabe, die sie zwar allein meistern müssen, bei denen wir sie aber begleiten können.
    Ich habe auch gelernt, dass für unsere Tochter gilt: Alles still im Haus (kein Radio und nix) hat überhaupt keinen Einfluss auf ihre Stimmung oder Laune oder sonstwas. Wir können das laufen lassen bzw. sie liebt Rockmusik und hat total viel Spaß dabei.
    Finde raus, was bei Euch geht und was nicht. Und such Dir Hilfe, die Dir wieder die Sicherheit zurückgibt, die Du mal hattest und brauchst. Ach und vergiß die Götter in weiß. Die sind toll, wenns um physiologische Erkrankungen geht. Aber wenns um Verhalten geht, dann hol Dir Rat bei Experten dafür.

    Alles Gute



  7. #7
    Munis ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: 12 Wochen altes Baby schreit permanent wenn sie wach ist

    Punkt 1: Nimm die Milch, die dein Kind verträgt. Fütter nach Bedarf, nicht nach Uhr. Überfüttern? Na, du wirst dem Kind ja nicht mit Breisauger die Milch literweise reinpumpen. In der Regel zeigen Babies schon, wann sie satt sind, und wenn sie wirklich mal "überfüttert" sind, kommt die "überschüssige" Milch halt per Bäuerchen raus. Füttern nach Zeitplan ist definitiv nicht mehr auf dem aktuellsten Stand der Forschung, das ist schon seit Jahren oder Jahrzehnten überholt.

    Punkt 2: Tragen. Gerade, wenn ihr so eine schwierige Anfangszeit hattet, ist das wirklich wichtig - für euch beide! Wenn dir der Rücken wehtut, liegt es häufig daran, dass das Tuch nicht fest genug gebunden ist. Hast du eine Hebamme, die etwas Ahnung vom Tragen hat? Ansonsten helfen auch youtube-Videos oder - noch besser - eine Trageberatung. Du könntest auch im stillen-und-tragen mal nachfragen, ob sie dir Tipps geben können (dort kann man den Moderatoren/Trageberaterinnen auch ein Foto per PN schicken und sie schauen mal, was du noch verbessern kannst). Unsere Tochter hat relativ genau nach 6 Wochen angefangen, aus für uns unerklärlichen Gründen zu schreien; hätten wir sie nicht getragen (und dabei für Bewegung gesorgt, also nach draußen oder auf den Gymnastikball), hätte sie permanent gebrüllt. So hat sie seelig vor sich hingeschlummert... Im Bett hat sie tagsüber fast nie geschlafen, da kam sie einfach nicht zur Ruhe.

    Punkt 3: Hol dir dringend(!) Unterstützung. Du klingst sehr verzweifelt.






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  8. #8
    Avatar von Tigerblume
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    Standard Re: 12 Wochen altes Baby schreit permanent wenn sie wach ist

    Zitat Zitat von kysyra Beitrag anzeigen
    Zuletzt fällt mir noch ein, meine Hebamme hatte mir damals Bachblüten "Star of Bethlehem" gegen Trauma für die Maus angeraten, in meiner Wahrnehmung haben die durchaus was gebracht. Ist vielleicht einen Versuch wert?
    Ohne Dich persönlich angreifen oder Dir zu nahe treten zu wollen: Das ist grober Unfug (weil Quacksalberei die mit der Not der Leute Geld verdient). Eine Hebamme die mir in meiner Verzweiflung solchen Blödsinn empfielt, hätte ich aus dem Haus gejagt.

  9. #9
    Avatar von Tigerblume
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    Standard Re: 12 Wochen altes Baby schreit permanent wenn sie wach ist

    Zitat Zitat von Ascielle Beitrag anzeigen
    Ich darf sie jetzt nur noch alle 3-4 Stunden füttern, unter 3 Stunden auf keinen Fall, selbst dann nicht, wenn sie sichtbar hungrig ist. Dann muss ich sie manchmal schon eine Stunde schreien lassen. Das Krankenhaus hat es so gesagt...
    Da fällt mir noch etwas ein: In Deutschland war das in den 70er Jahren anerkannter Standard. Die Mütter wurden nach der Entbindung mit einer Fütterungstabelle in der die exakte Menge sowie die Uhrzeit des Fläschchens standen nach Hause entlassen und es wurde ihnen eingebleut, dass sie sich daran halten. War damals vielleicht auch nicht ganz sinnlos, wenn ich mir anschaue nach welchem Rezept die Säuglingsmilch gekocht wurde (Kuhmilch, Zucker, Getreideflocken, Karottensaft - und das für Neugeborene). Heute haben wir zum Glück adaptiere Säuglingsanfangsnahrung und können bedenkenlos nach Bedarf die Milch geben, ich könnte mir aber gut vorstellen, dass das eine deutsche "Mode" ist. Andere Länder, andere Sitten. Wobei in Deutschland in den 70ern auch gelehrt wurde, dass das Baby nicht aus Hunger schreit und man es gleich von Anfang an richtig erziehen muss indem man nicht gleich rennt, wenn es weint. Nicht zu fassen.

    Lass Dich dadurch nicht verunsichern, Munis hat völlig Recht, was zu viel ist, kommt oben wieder raus. Abgesehen davon: Wie soll ein Mensch lernen ein normales, natürliches Sättigungsgefühl entwickeln wenn er von Anfang an ohne sachlichen Grund auf Diät gehalten wird.

    "Wächst zu schnell" verstehe ich auch nicht - man wächst ja nicht schneller, wenn man mehr isst. Meine Tochter hat in dem (korrigierten) Alter Deiner Tochter teilweise alle 45 Minuten getrunken.

  10. #10
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    Standard Re: 12 Wochen altes Baby schreit permanent wenn sie wach ist

    Seh ich auch so. Die Kleinen haben bereits ein einbautes Sättigungsgefühl und zeigen deutlich, wenn sie satt sind. Und wie bei uns großen gibts da Persönlichkeiten, die hauen 5x täglich richtig rein und Persönlichkeiten, die wollen lieber 10x ein Portiönchen. Achte auf Deine Tochter, sie zeigt Dir, wann sie satt ist. Wobei ich es persönlich okay finde, wenn man einen einigermaßen geregelten Rhythmus hat. Soll nicht heißen alle x Stunden, sondern eher ungefähr gleiche Zeiten zum Essen. Gerade bei Flaschenkindern ist das gut machbar.



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