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Thema: regulationsstörung?

  1. #1
    Avatar von mandy0506
    mandy0506 ist offline lady dr.house

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    Standard regulationsstörung?

    hallo kennt sich jemand mit regulationsstörungen aus? mein sohn ist 1,5 jahre alt. ein tag nach der geburt fing es mit dem schreien an. ich konnte 4 monate nicht richtig schlafen weil mein sohn alle 20 min geweint hat. am anfang war es auch schwierig mit ihm rauszugehen,weil er ständig geschrieen hat. die kinderärztin meinte wir sollen ihn einfach weinen lassen.selbstverständlich haben wir das nicht getan. nach 6 monaten wurde es allmählich besser und dann kam das nächste problem. er wollte nicht mehr milch trinken und keinen brei essen und hat nicht mehr ordentlich zugenommen.wenn er müde war hat er geschrieen anstatt zu schlafen.abends hat er dann bis zu einer stunde geschrieen. jetzt mit 1,5 jahren hat das mit dem abendlichen schreien nachgelassen. aber er ist tags immer noch unruhig und sehr anhänglich. ich bin mir nicht sicher ob er eine störung hat oder ob er jetzt einfach nur verwöhnt ist...mein kinderarzt nimmt das nicht so ernst. hat jemand ähnliches erlebt und weiß jemand wann das besser wird. ich habe gelesen dass regulationsstörungen oftmals in hyperaktivität des älteren kindes übergehen. kann mir jemand tipps geben?

    mandy
    Ronny, 10.06.2003, fest an der handhttp://www.clicksmilies.com/s1106/na...smiley-013.gif
    jerome fabius,30.10.2007,fest an der hand http://www.web-smilie.de/smilies/tie.../acherryk2.gif
    xavier leandro,16.02.2009, stillgeboren 37 SSW, fest im herzenhttp://www.smilies.4-user.de/include...ie_tra_187.gif
    julius ethan inside ET 30.09.2010

  2. #2
    Rhodia ist offline old hand

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    Standard Re: regulationsstörung?

    Da kann ich dir leider wieder nur raten: wende dich an eine Beratungsstelle, die sich damit auskennt.
    Es ist oft so, dass man bei Kindern mit Symptomen einer ADHS auch vermehrt ein solches Verhalten in der frühen Kindheit findet, wie du es bei deinem Sohn beschreibst, aber meiner Meinung nach ist diese ADHS-ähnliche Entwicklung oft das Resultat eines Teufelskreises, der schon in der frühen Kindheit begonnen hat. Je früher es einem gelingt, diesen Teufelskreis zu unterbrechen, desto besser die Chancen einer ungestörten Entwicklung. In dem Alter deines Sohnes kann man noch viele Weichen stellen, in welche Richtung auch immer. Manchmal reichen auch kleine Interventionen, oder einfach ein längeres Gespräch mit jemandem, der sich damit auskennt und einen mit den Sorgen ernst nimmt.

    LG

  3. #3
    Izzie ist offline Stranger

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    Standard Re: regulationsstörung?

    Hallo,

    mein Kleiner ist erst vier Monate alt, aber ich hatte das gleiche Problem. In der ersten Nacht nach seiner Geburt hat er nur geschrien. Dann war es ein paar Wochen etwas ruhiger und dann wurde es wieder schlimmer. Unser Würmchen hat teilweise 5-6 Stunden durchgängig nur geweint. Unsere Kinderärztin hat uns daher empfohlen in die Schreiambulanz zu gehen. Das haben wir dann auch umgehend gemacht und es hat geholfen! Mittlerweile kann er auch meckern, das war früher nicht möglich. Da hat er sofort angefangen zu schreien.
    Regualtionsstörungen beschreibt den Zustand, wenn ein Kind sich absolut nicht mehr alleine beruhigen kann.
    Bei uns war das Problem, dass unser Kleiner tagsüber nicht von alleine abschalten konnte daher nicht geschlafen hat (nur mal ab und zu für 10 min. weggedöst) und dann völlig überreizt war.
    Schreiambulanzen gibt es eigentlich in jeder Stadt. Bei uns war sie in der Uniklinik. Das ist eine Beratungsstelle.
    Ich wünsch Dir und Deinem Kleinen alles Gute und Respekt, dass Du das schon so lange aushälst!!

  4. #4
    Avatar von mandy0506
    mandy0506 ist offline lady dr.house

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    Standard Re: regulationsstörung?

    bei uns gibt es keine schreiambulanz in der nähe aber ich habe schon kontakt zu einer psychologin aufgenommen,die mir bald einen termin zuschickt.
    Ronny, 10.06.2003, fest an der handhttp://www.clicksmilies.com/s1106/na...smiley-013.gif
    jerome fabius,30.10.2007,fest an der hand http://www.web-smilie.de/smilies/tie.../acherryk2.gif
    xavier leandro,16.02.2009, stillgeboren 37 SSW, fest im herzenhttp://www.smilies.4-user.de/include...ie_tra_187.gif
    julius ethan inside ET 30.09.2010

  5. #5
    Izzie ist offline Stranger

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    Standard Re: regulationsstörung?

    Die wird Dir sicherlich genauso weiterhelfen können. Ich glaube unsere Beraterin war auch eine Psychologin. Drück Dir aufjedenfall die Daumen!!

  6. #6
    Viccy ist offline Stranger

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    Standard Re: regulationsstörung?

    Hallo

    ICh kenne die Probleme auch. Meine Tochter (9Monate) hat eine recht schweere Regulationsstörung. Wenn sie nicht schläft dann quengelt ist, Essen ist ein Problem, schlafen eigendlich alles. Ob ich was mach oder nicht ist grad egal. Aber wenigstens hat uns unser Kinderarzt nicht im Stich gelassen und uns zuerst an eine andere Kinderärzten die aufs Shlafen spezialisiert ist verwiesen und die wiederum hat Ergotherapie verordnet, was wir nun einmal die Woche bekommen. Und man sieht Fortschritte. Meine Tochter kann nun ohne 3 Stündiges Stillen einschlafen und das Brei essen klappt auch besser.
    Daher rate ich euch nur, sucht euch Hilfe und wenn ihr den Kinderarzt lang genug nervt, sonst machts auf eigene Faust. Selbst wenn wir noch keine großen Fortschritte sehen und Franka non stop quengelt, auch mir tut die Therapie gut, um damit besser um zugehen und nicht irgendwann komplett durch zu drehen.
    Lg
    Verena

  7. #7
    brixi91 ist offline Stranger

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    Standard Re: regulationsstörung?

    Hallo zusammen,
    mein Name ist Tanja und ich habe einen 11.mon. alten Sohn. Eigentlich bin ich eine stille Leserin und habe auch noch nie einen Beitrag in einem Forum verfasst. …bis jetzt. Und warum? Weil ich anderen Müttern/ Eltern Mut zusprechen bzw. ihnen Verständnis für die Situation, in denen sie sich vermutlich befinden, zeigen möchte.
    Aber erst einmal von vorne:
    Letztes Jahr -beginnend mit Corona. Haben wir unser erstes Kind bekommen. Unser Sohn kam 5 Wochen zu früh und verbrachte insgesamt 8 Tage auf der Intensivstation. Diese 8 Tage waren rückblickend wirklich kräftezehrend. Danach ging es schließlich nach Hause.
    Dann begann es …unser Sohn schrie permanent. Alle sagten, es sei zu Beginn „normal“, dass die Anfangszeit – bedingt auch durch den fehlenden Schlaf – „hart“ sein wird. …nun schön. Es hörte aber nicht auf… Wir dachten (vielleicht war es teilweise auch so), dass unser Sohn unter starken Koliken litt. Aber all die zahlreichen Tipps, welche man so im Internet findet (Tragen, Kümmelzäpfchen etc.) halfen wenig bis gar nicht. Spaziergänge (mittlerweile war es Hochsommer) waren der reinste horror. Wie oft stand ich verzweifelt und schweißgebadet irgendwo im nirgendwo und wusste nicht wie ich mit Baby auf dem Arm und gleichzeitigem Kinderwagenschieben zurück nach Hause kommen soll. Unser Sohn schrie (und ich übertreibe hierbei nicht) sehr laut. War das alles noch normal?!? Langsam zweifelte ich und las dazu viel. Mit dem Begriff „Schreibaby“ tat ich mich schwer (wer möchte schon ein Schreibabyhaben?!).
    Ich würde mich nicht als eine labile Person bezeichnen, eher im Gegenteil, aber auch ich kam nun langsam durch den ständigen Schlafentzug und durch die Schreiexzesse an meinen Grenzen (..obwohl ich auch viel Unterstützung durch meinen Mann hatte). Nur was soll man machen? Aufgeben? – geht ja schlecht ….
    Ich bemerkte, dass unser Sohn gefühlt den ganzen Tag über müde war, jedoch nicht in den Schlaf fand oder nach 30 Min. schreiend aufwachte, weil er nicht in die nächste Schlafphase fand. Der Fliegergriff wurde stundenlang angewandt. Ich funktionierte nur noch. So richtige Freude am Mamasein konnte ich nicht wirklich empfinden. War das wirklich die beste Entscheidung mit dem Kinderkriegen fragte ich mich? Wieso haben es andere Eltern leichter (… ich hatte es einfach im Gefühl, dass DAS nicht der Norm entspricht. Als Vergleich hatte ich zwar lediglich nur meine Nichte und da es schon um einiges „ruhiger“ zu. Stressige Phasen gibt es immer, aber das war wirklich eine sehr heftige Zeit…ich kann es einfach nicht anders sagen.
    Dann nach ca. 6 Monaten wurde es allmählich besser, jedoch noch immer weit davon entfernt, wie ich es mir immer vorstellte. Das Schreien wurde zumindest weniger.
    Als unser Sohn dann ca. 9/ 10 Monate alt wurde, wurde es deutlich BESSER: Nun verstand ich es wieder, Freude – trotz Corona – zu verspüren.
    Heute ist unser Sohn tatsächlich ein Sonnenschein, er lacht unheimlich viel. Manchmal denke ich mir, dass dies nun die Belohnung für die schwierige Anfangszeit ist. Für mich ist nun alles so viel lebenswerter. Ich traue mich nun, mit ihm draußen spazieren zu gehen ohne mir Sorgen machen zu müssen, dass er an der nächsten Ecke den nächsten Schreikrampf bekommt.
    Aktuell lasse ich die ganze Anfangszeit Revue passieren, um Erklärungen dafür zu finden ( ich denke, es war vielleicht eine Art Regualtionsstörung….die Ärzte befassen sich meiner Meinung nach viel zu wenig damit), aber auch damit ich zur Ruhe komme und damit „abschließen“ kann. Ich merke nämlich noch heute den körperlichen und psychischen Kraftakt (ich glaube, Mütter – und seid froh darüber- die keine „Schreibabys“ können es einfach nicht nachempfinden, was manche da durchmachen müssen (kein Vorwurf).
    Es kehrt nun Ruhe ein und ich genieße umso mehr die schöne Zeit mit meinem Sohn.
    Haltet durch liebe Mütter, seid stark! Ich verspreche euch, es wird besser…viel besser.
    Denkt dran (…dass ich es jetzt selbst einmal sagen werde…), es ist eine Phase in eurem Leben – vielleicht sogar die kraftvollste -, die vorübergeht!
    Ich wünsch Euch viel Kraft und Durchhaltevermögen!!
    Tanja

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