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  1. #1
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Jahrgangsgemischte Klassen, selbständiges Lernen, Wochenplan etc.

    oder wie lernen Kinder am besten? Ich muss bald eine Grundschule für meinen Sohn auswählen und tue mich sehr schwer damit. Mit meiner großen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht....

    Sie war in einer jahrgangsgemischten Klasse (1-4) und es gab nur "selbständiges" abarbeiten des Wochenplan. Das ganze war wahnsinnig eintönig und es gab keine Anleitung durch die Lehrerin. Eine Mutter eines anderen Erstklässlers erzählte mir z.B., dass sie aus Interesse mal in das Matheheft ihres Kindes geschaut hatte (Sollten wir eigentlich nicht kontrollieren) und festgestellt hatte, dass die letzten 20 Seiten falsch gerechnet wurden, weil das KInd das Minuszeichen nicht kannte

    Auch das soziale Miteinander fand ich nicht so toll. Meine Tochter wurde von den größeren Kinder wenigstens übermäßig geärgert, was die Lehrerin abstritt, denn die großen hätte ja so ein tolles Sozialverhalten...

    Ich hörte in zwei Jahren kein einziges gutes Wort über mein Kind, man drängte uns nur Richtung Wiederholung und psychologischer "HIlfe". Später habe ich erfahren, dass von den 7 gleichalten Kindern in der Klasse das 5 !!! empfohlen bekamen.

    Wir haben Tochter dann zur 3. Klasse wechseln lassen und auf einmal war sie Lehrerins Liebling und KLassenbeste (das war durchaus auch problematisch).

    Deshalb wollten wir eigentlich eine Schule mit Jahrgangsklassen und trationellem Unterricht für unseren Sohn (Tochters zweite Schule existiert nicht mehr). Aaaber davon gibt es nur eine hier im Umfeld und sie wird von Kindern aufgesucht, die wir lieber nur aus der Ferne sehen (handfeste Probleme, keine Vorurteile) und Sohn möchte seiner Freundin auf eine best. Schule folgen, die mit jahrgangsmischung arbeitet (1/2 und 3/4, Kinder bleiben im Zug).

    Deshalb lasst doch mal eure Erfahrungen hören, ob ich es wagen kann eine andere Schule mit Jahrgangsmischung auszuprobieren.

    Danke!

    Liebe Grüße

    sachensucher

  2. #2
    kadin_balik Gast

    Standard Re: Jahrgangsgemischte Klassen, selbständiges Lernen, Wochenplan etc.

    Du solltest dir die Schulen in deiner Umgebung anschauen und dort nachfragen!

    Was sollen dir z.B: meine guten Erfahrungen mit jahrgangsgemischten Klassen helfen, wenn das Konzept bei euch ganz anders umgesetzt wird?


    Meine Kinder sind in jahrgangsgemischten Klassen und es läuft prima. Die große war im ersten Schuljahr auf einer Schule ohne jahrgangsmischung und es lief schlecht für sie.
    Nicht jedes Kind passt in jedes System.
    Ist dein Kind denn eigenmotiviert und selbständig?

  3. #3
    Avatar von Beavi
    Beavi ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Jahrgangsgemischte Klassen, selbständiges Lernen, Wochenplan etc.

    Tochter geht auf eine zweizügige Montessori-GS (1-3 und 4-6) und hat keinerlei Probleme. Sie ist nun in der 3. Klasse.

    Es kommt immer auf die Umsetzung des Konzepts an. Wenn die Lehrer da schlurt (weil sie es falsch verstanden hat, weil sei sowieso eigentlich gegen Jahrgangsmischung ist oder weil zu wenig verschiedenes Material vorhanden ist etc.), hilft das beste Konzept nichts.

  4. #4
    Babette267 Gast

    Standard Re: Jahrgangsgemischte Klassen, selbständiges Lernen, Wochenplan etc.

    Zitat Zitat von sachensucher Beitrag anzeigen
    oder wie lernen Kinder am besten? Ich muss bald eine Grundschule für meinen Sohn auswählen und tue mich sehr schwer damit. Mit meiner großen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht....

    Sie war in einer jahrgangsgemischten Klasse (1-4) und es gab nur "selbständiges" abarbeiten des Wochenplan. Das ganze war wahnsinnig eintönig und es gab keine Anleitung durch die Lehrerin. Eine Mutter eines anderen Erstklässlers erzählte mir z.B., dass sie aus Interesse mal in das Matheheft ihres Kindes geschaut hatte (Sollten wir eigentlich nicht kontrollieren) und festgestellt hatte, dass die letzten 20 Seiten falsch gerechnet wurden, weil das KInd das Minuszeichen nicht kannte

    Auch das soziale Miteinander fand ich nicht so toll. Meine Tochter wurde von den größeren Kinder wenigstens übermäßig geärgert, was die Lehrerin abstritt, denn die großen hätte ja so ein tolles Sozialverhalten...

    Ich hörte in zwei Jahren kein einziges gutes Wort über mein Kind, man drängte uns nur Richtung Wiederholung und psychologischer "HIlfe". Später habe ich erfahren, dass von den 7 gleichalten Kindern in der Klasse das 5 !!! empfohlen bekamen.

    Wir haben Tochter dann zur 3. Klasse wechseln lassen und auf einmal war sie Lehrerins Liebling und KLassenbeste (das war durchaus auch problematisch).

    Deshalb wollten wir eigentlich eine Schule mit Jahrgangsklassen und trationellem Unterricht für unseren Sohn (Tochters zweite Schule existiert nicht mehr). Aaaber davon gibt es nur eine hier im Umfeld und sie wird von Kindern aufgesucht, die wir lieber nur aus der Ferne sehen (handfeste Probleme, keine Vorurteile) und Sohn möchte seiner Freundin auf eine best. Schule folgen, die mit jahrgangsmischung arbeitet (1/2 und 3/4, Kinder bleiben im Zug).

    Deshalb lasst doch mal eure Erfahrungen hören, ob ich es wagen kann eine andere Schule mit Jahrgangsmischung auszuprobieren.

    Danke!

    Liebe Grüße

    sachensucher
    Also, bei uns sind nur 2 Jahrgänge gemischt (2. und 3. Klasse). Das läuft bisher sehr gut. Natürlich muss selbstständig gearbeitet werden, aber das ist in allen Jahrgängen so, nicht nur bei der Kombiklasse. Selbstständiges Arbeiten bedeutet auch "nach Vermögen", d.h. Kinder mit schneller Auffassungsgabe beginnen schneller damit als Kinder, die mehr Erklärungen brauchen. Es ist also schon Kontrolle da.
    Außerdem gibt es verschiedene Momente, zu denen die beiden Kombiklassen nach 2. und 3. Klasse verteilt werden (während die Drittklässler z.B. Schwimmen oder Lehrorchster haben, sind alle Drittklässler zusammen).

  5. #5
    Avatar von capri_sonne
    capri_sonne ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Jahrgangsgemischte Klassen, selbständiges Lernen, Wochenplan etc.

    ich denke, dass kommt ganz darauf an, wie das Konzept gelebt wird.

    Meine Kinder gehen beide in eine jahrgangsübergreifende Schule und weder sie noch wir sind unzufrieden - im Gegenteil :)#

    Schau Dir die Schule genau an und sprich mit Eltern, deren Kinder dort sind.

    Zitat Zitat von sachensucher Beitrag anzeigen
    oder wie lernen Kinder am besten? Ich muss bald eine Grundschule für meinen Sohn auswählen und tue mich sehr schwer damit. Mit meiner großen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht....

    Sie war in einer jahrgangsgemischten Klasse (1-4) und es gab nur "selbständiges" abarbeiten des Wochenplan. Das ganze war wahnsinnig eintönig und es gab keine Anleitung durch die Lehrerin. Eine Mutter eines anderen Erstklässlers erzählte mir z.B., dass sie aus Interesse mal in das Matheheft ihres Kindes geschaut hatte (Sollten wir eigentlich nicht kontrollieren) und festgestellt hatte, dass die letzten 20 Seiten falsch gerechnet wurden, weil das KInd das Minuszeichen nicht kannte

    Auch das soziale Miteinander fand ich nicht so toll. Meine Tochter wurde von den größeren Kinder wenigstens übermäßig geärgert, was die Lehrerin abstritt, denn die großen hätte ja so ein tolles Sozialverhalten...

    Ich hörte in zwei Jahren kein einziges gutes Wort über mein Kind, man drängte uns nur Richtung Wiederholung und psychologischer "HIlfe". Später habe ich erfahren, dass von den 7 gleichalten Kindern in der Klasse das 5 !!! empfohlen bekamen.

    Wir haben Tochter dann zur 3. Klasse wechseln lassen und auf einmal war sie Lehrerins Liebling und KLassenbeste (das war durchaus auch problematisch).

    Deshalb wollten wir eigentlich eine Schule mit Jahrgangsklassen und trationellem Unterricht für unseren Sohn (Tochters zweite Schule existiert nicht mehr). Aaaber davon gibt es nur eine hier im Umfeld und sie wird von Kindern aufgesucht, die wir lieber nur aus der Ferne sehen (handfeste Probleme, keine Vorurteile) und Sohn möchte seiner Freundin auf eine best. Schule folgen, die mit jahrgangsmischung arbeitet (1/2 und 3/4, Kinder bleiben im Zug).

    Deshalb lasst doch mal eure Erfahrungen hören, ob ich es wagen kann eine andere Schule mit Jahrgangsmischung auszuprobieren.

    Danke!

    Liebe Grüße

    sachensucher

    es grüßt die capri_sonne
    +3

  6. #6
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Re: Jahrgangsgemischte Klassen, selbständiges Lernen, Wochenplan etc.

    Zitat Zitat von kadin_balik Beitrag anzeigen
    Du solltest dir die Schulen in deiner Umgebung anschauen und dort nachfragen!
    [B]Das mache ich eh, bzw. habe ich gemacht, allerdings gibt es an fast jeder Schule Dinge die nicht so gut laufen, und nicht jeder möchte sich im RL dazu äußern. [/B]Was sollen dir z.B: meine guten Erfahrungen mit jahrgangsgemischten Klassen helfen, wenn das Konzept bei euch ganz anders umgesetzt wird?

    mich interessiert halt, wie so ein Konzept sein sollte, damit es gut läuft, so ganz praktisch. Es gibt hier in der etwas weiteren Umgebung alle möglichen Schulen, mit allen möglichen Konzepten. Und bei vielen Dingen weiss man erst hinterher ob sie denn gut oder schlecht waren.


    Meine Kinder sind in jahrgangsgemischten Klassen und es läuft prima. Die große war im ersten Schuljahr auf einer Schule ohne jahrgangsmischung und es lief schlecht für sie.
    Nicht jedes Kind passt in jedes System.
    Ist dein Kind denn eigenmotiviert und selbständig?
    an dieser Stelle möchte ich mal betonen, dass meine große sehr eigenmotiviert und selbständig war.

  7. #7
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Re: Jahrgangsgemischte Klassen, selbständiges Lernen, Wochenplan etc.

    Zitat Zitat von Babette267 Beitrag anzeigen
    Also, bei uns sind nur 2 Jahrgänge gemischt (2. und 3. Klasse). Das läuft bisher sehr gut. Natürlich muss selbstständig gearbeitet werden, aber das ist in allen Jahrgängen so, nicht nur bei der Kombiklasse. Selbstständiges Arbeiten bedeutet auch "nach Vermögen", d.h. Kinder mit schneller Auffassungsgabe beginnen schneller damit als Kinder, die mehr Erklärungen brauchen. Es ist also schon Kontrolle da.
    Außerdem gibt es verschiedene Momente, zu denen die beiden Kombiklassen nach 2. und 3. Klasse verteilt werden (während die Drittklässler z.B. Schwimmen oder Lehrorchster haben, sind alle Drittklässler zusammen).
    die Sache mit dem "Vermögen" und der "Auffassungsgabe" stört mich ein wenig, vor allem wenn es in einem Satz vorkommt. Mich stört u.a. der hohe Anteil an Klassenwiederholungen, weil ja "jeder nach seinem Tempo arbeitet", auch wenn das niedrigere Arbeitstempo gar nichts mit mangelndem Verständis zu tun hat.

  8. #8
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Re: Jahrgangsgemischte Klassen, selbständiges Lernen, Wochenplan etc.

    Tochters erste Lehrerin war Überzeugungstäterin, ok etwas überfordert vielleicht. Und Material gab es ganze Regale voll nur benutzt wurde es nicht.
    Zitat Zitat von Beavi Beitrag anzeigen
    Tochter geht auf eine zweizügige Montessori-GS (1-3 und 4-6) und hat keinerlei Probleme. Sie ist nun in der 3. Klasse.

    Es kommt immer auf die Umsetzung des Konzepts an. Wenn die Lehrer da schlurt (weil sie es falsch verstanden hat, weil sei sowieso eigentlich gegen Jahrgangsmischung ist oder weil zu wenig verschiedenes Material vorhanden ist etc.), hilft das beste Konzept nichts.

  9. #9
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Re: Jahrgangsgemischte Klassen, selbständiges Lernen, Wochenplan etc.

    Oh bisher sind alle STimmen pro Jahrgangsmischung und niemand hat über Mobbing berichtet. Dabei kam mir das hier im Umfeld nur an den jahrgangsgemischten Schulen zu Ohren.

  10. #10
    NoFear ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Jahrgangsgemischte Klassen, selbständiges Lernen, Wochenplan etc.

    Da ich das Konzept nun erst ein paar Wochen praktisch miterlebe, kann ich dir nun keine großen praktischen Erfahrungen nennen. Mir wirds wahrscheinlich ähnlich gehen wie dir, dass ich erst hinterher weiß, was gut oder schlecht war :)

    Allerdings finde ich die Umsetzung der Jahrgangsmischung an Tochters Schule schon positiv - zwar läuft das Grundkonzept ähnlich wie du es im Eingangspost beschrieben hast, aber meines Erachtens gibt es gute Anleitung durch die Lehrerin. Es ist auch weniger ein Wochenplan, sondern eher das Erarbeiten gewisser Bausteine. Dies klingt zwar erstmal noch freier, allerdings finden auch so genannte Lernzielkontrollen statt. Außerdem gibt es gewisse Zeitvorgaben (z.B. 1 oder 2 Wochen) zum Erarbeiten eines Bausteins.

    Wie ich von anderen Eltern gehört habe, wurde das ganz freie Konzept, das es früher gab, durch die genannten Maßnahmen etwas eingeschränkt. Finde ich aber jetzt auch ganz sinnvoll, wenn solche Konzepte immer mal wieder reflektiert werden und auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden. Ich bin keine Pädagogin und muss mich in gewisser Weise da etwas auf die Schule verlassen. Ehrlich gesagt habe ich auch nicht in erster LInie nach Konzept, sondern nach freien Hortplätzen ausgesucht :-S

    Zum Mobbing bzw. Umgang damit kann ich noch nichts sagen.

    Meine älteren Kinder waren jedoch an einer traditionellen Schule, sie waren alle auch sehr zufrieden. War auch nicht im besten Viertel, aber die Förderzuschüsse wurden da gut genutzt.
    LG von NoFear

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