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Thema: Kann mich nicht aufs Baby freuen

  1. #1
    HeikeFörtsch ist offline Stranger

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    Standard Kann mich nicht aufs Baby freuen

    Hallo zusammen. Ich bin im 7.Monat und kann mich immer noch nicht freuen. Ich habe depressionen in der ss bekommen die zwar schon besser sind. Ich wollte immer ein Kind das stand fest.Und jetzt wo es soweit ist kann ich mich nicht freuen. Ich habe angst das ich das kind nach der geburt nicht will und die depression von vorne anfängt. Ich diese wochenbettdepression bekomm und dann völlig abstürzt. Da ich ja eh schon vorbelastet bin. Geht oder ging das jemanden genauso? Ich will mich doch endlich freuen.

  2. #2
    Chanris ist offline enthusiast

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    Standard Re: Kann mich nicht aufs Baby freuen

    Hallo Heike,

    versuch dich nicht unter Druck zu setzen oder dir durch das Sorgen machen alles noch weiter zu vermiesen. Das macht ja alles bloß noch schlimmer. Was unternimmst du gegen deine Depressionen? Nimmst du ein Antidepressivum? Bist du in Therapie?

    Versuche deinen Tag in kleine Einheiten einzuteilen, führe Stimmungsprotokolle, um zu sehen, wann und bei was du dich weniger schlecht fühlst. Man neigt ja in Depressionen dazu, die schwarze Glocke über das komplette Leben zu hängen, obwohl es hier und da vielleicht doch noch Lichtmomente gibt. Zu erwarten, dass du dich von jetzt auf gleich unbeschreiblich freuen kannst, wenn du eine manifeste Depression hast, ist leider unrealistisch. Die kleinen Schritte zählen.

    Im übrigen gilt eine Wochenbettdepression als sehr gut behandelbar. Die Chancen stehen also gut! :)

    Alles Gute!

  3. #3
    HeikeFörtsch ist offline Stranger

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    Standard Re: Kann mich nicht aufs Baby freuen

    Ja ich nehme antidepressiva. Ich versuch natürlich auch die schönen dinge zu sehen wenn das kind da ist. Aber ich versuch mich auch schon auf das schlimmste vorzubereiten. Wenn zum beispiel mein umfeld mich nicht verstehen kann wenn ich das kind nicht nehmen will wenn mir alles zuviel ist. Und sagen das kann doch nicht sein und du musst aber...

  4. #4
    Chanris ist offline enthusiast

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    Standard Re: Kann mich nicht aufs Baby freuen

    Ich denke, am wichtigsten ist deine eigene Einstellung dazu, Heike! Lass die anderen sagen, was sie wollen. Es ist dein Leben, deine Gesundheit, dein Baby! Wenn dir nicht nach Besuch sein sollte, dann sag es den anderen. Du bist ihren Kommentaren nicht ausweglos ausgeliefert und kannst dich schützen. Und sollte alles nach der Geburt wirklich so schlimm sein, wie du es dir ausmalst, gibt es psychiatrisch-psychotherapeutische Akutstationen, wo man das Baby auch mitnehmen kann.

  5. #5
    Sommermorgen_82 ist offline Stranger

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    Standard Re: Kann mich nicht aufs Baby freuen

    Tausendmal sinnvoller als Antidepressiva, von denen (wie von allen chemischen Mitteln) nicht einmal zu 50% geklärt ist wie sie auf den biochemischen Stoffwechsel wirken (das ist eine ganz komplexe und komplizierte Angelegenheit, und es sind längst nicht alle biochemischen Abläufe im Körper bekannt, nur ein Bruchteil!) wäre eine Untersuchung der Schilddrüse und ein Hormonprofil!
    Depressionen werden - gerade in der Schwangerschaft - i.d.R. durch SD-Über- oder Unterfunktion und/oder andere hormonelle Verschiebungen oder Hormonmängel oder -ungleichgewichte ausgelöst!
    Das zu bearbeiten ist insofern tausendmal sinnvoller, und hilft auch besser. Leider kennen sich die meisten Ärzte damit nicht gut aus - da hilft nur, suchen, suchen, Tipps holen - es gibt hier Ärzte-Empfehlungen im Internet, fragen kostet nichts.

    Ich selbst habe auf den Progesteron-Anstieg und zusätzlich Utrogest (litt an einer diagnostizierten GKS) erstmals in meinem Leben Depressionenen bekommen, und was für Hammer-Depressionen! Ich hatte richtig Angst und begriff erstmals, was Menschen leiden, die mit Depressionen leben "müssen" - es war grausam.
    Bei mir brachte ein Absetzen des Utrogest (nachdem das Baby sicher eingenistet war) sofort Linderung - das war Glück.
    Ich weiß allerdings auch von vielen Schwangeren, deren Schilddrüsen-Schwankungen erkannt und behandelt wurden, und deren Depressionen dadurch "verschwanden".

    Ich kann nur jeder Schwangeren empfehlen: Lasst euch nicht mit Psychopharmaka abspeisen, der Stoffwechsel - und gerade der Hormonstoffwechsel - ist unglaublich kompliziert.
    Leider sind die meisten Ärzte zu bequem und zu ignorant, sich damit auseinanderzusetzen, wenn Psychopharmaka "es doch auch tun". (Leider helfen sie oftmals eben NICHT!, aber wie auch, wenn die Ursache ganz woanders liegt...)

    Ein zweites Beispiel, wo mir ein Hormon auf die Psyche ging (wenn auch nicht mit schweren Depressionen, doch es waren leichte, depressive Verstimmungen), ist Cortison.
    Ich musste aufgrund einer Autoimmunerkrankung vorübergehend Cortison einnehmen - bei voller Dosis kein Problem, damit ging es mir gut. Dann sollte ich die Dosis nach ein paar Wochen schrittweise reduzieren, und damit begannen die Probleme.
    Bei jeder Dosis-Reduktion gab es für mindestens einen Tag lang Stimmungsschwankungen, das Gefühl von Trauer, Leere, etc... und das, obwohl ich die Dosis in winzigen Schritten reduzierte. Da ich ein sehr positiver, fröhlicher Mensch bin und niemals an depressiven Verstimmungen litt, fiel mir die Veränderung natürlich sofort auf.
    Erstaunlich war/ist der Effekt nicht wirklich, Cortisol ist ein Hormon, das im Körper immer aktiv und an allen hormonellen Regelkreisläufen beteiligt ist - auch an den "Frauen-Hormon-Kreisläufen"... alle Hormonungleichgewichte können sich letztlich so äußern. Wenn man Pech hat, sogar ganz extrem.

    Wie gesagt... es lohnt sich, sich mit der Thematik zu befassen, wenn man Verantwortung für sich, seinen Körper und seinen Nachwuchs übernehmen will - die Ärzte tun es nämlich nicht... sie müssen es aber auch nicht, sie sind weder gesetzlich noch anderweitig dazu verpflichtet. Je eher man das einsieht, umso bessere Karten hat man, gesund durchs Leben zu kommen.
    Wirklich kompetente und gute Ärzte zu finden, die sich mit der Thematik auskennen ist nicht einfach, und je mehr man sich beliest (NICHT auf Wikipedia, in Foren & CO!, sondern auf von ambitionierten Medizinern betreuten Fach-Seiten, in wissenschaftlichen Veröffentlichungen, anerkannten medizinischen Studien) und merkt, wann einem jemand die Story vom Pferd erzählen will und wann jemand/ein Arzt wirklich Ahnung hat - umso besser.

    Alles Gute für die restliche Schwangerschaft und die Geburt!

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