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  1. #1
    Lebe.liebe.lache ist offline Stranger
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    1

    Standard „Falsches Geschlecht“ Enttäuschung nach Outing

    Hallo zusammen,

    ich bin derzeit mit unserem 1. Kind schwanger. Vor kurzem habe ich erfahren, dass wir einen Jungen bekommen.
    Für mich bedeutet das leider einen Weltenzusammenbruch.
    Persönlich habe ich mich immer als Mädchen-Mama gesehen. Kinderwagen, Kinderzimmer alles sollte rosa sein und glitzern.
    Hab mich schon gefreut mit meiner Tochter Barbie zu spielen und Zöpfe zu flechten.
    Seit ich weiß dass es ein Junge wird, ist die Verbindung zu dem Kind irgendwie weg.
    Ich schäme mich sehr für mich und meine Gedanken... und klar „Hauptsache gesund“, sollte man denken. Leider kann ich so nicht denken...
    Mittlerweile denke ich sogar, wenn, aus welchem Grund auch immer, das Kind nicht geboren werden sollte, wäre es für mich gar nicht so schlimm. Vielleicht wäre ich dann sogar erleichtert.

    Meine Gedanken kreisen nur noch darum, wenn wir am besten Babyplanung Nummer zwei starten, Baby Nummer eins ist irgendwie schon „abgeschrieben“ und wird von mir nicht mehr geliebt.

    Wie gesagt ich schäme mich sehr, weiß das es viele gibt, die keine Kinder bekommen können und auch mir wäre es lieber, wenn meine Gefühlswelt anders aussehen würde.

    Mein Mann freut sich sehr auf den Jungen. Wir wollten auch immer nur ein Kind.
    Für mich käme auch eine Adoption in Frage, aber da ich selbst im sozialen Bereich tätig bin, würden das weder unsere Familien, noch Kollegen verstehen. Die zukünftigen Omas und Opas freuen sich alle sehr auf das Kind. Zumal mein Mann da nicht mitspielen würde.

    Hat jemand Tipps wo ich psychologische Hilfe in Anspruch nehmen kann?
    Ging es jemanden ähnlich?

    Viele Grüße!

  2. #2
    Sonnenkind9 ist offline journey (wo)man
    Registriert seit
    11.05.2020
    Beiträge
    67

    Standard Re: „Falsches Geschlecht“ Enttäuschung nach Outing

    Hallo lebe.liebe.lache,

    hier aus dem Forum weiß ich, dass es ganz vielen Frauen so geht wie dir. Sie wünschen sich insgeheim eine Tochter, erfahren dann, dass es ein Junge wird, und brauchen erst mal ein paar Tage, um sich an den Gedanken zu gewöhnen. Jemand hat es mal "umfreuen" genannt. Das fand ich ganz treffend. Ich bin gerade in der 20. SSW, weiß aber das Geschlecht auch noch nicht und ich werde wohl auch erst Mal etwas enttäuscht sein, wenn es ein Junge sein sollte.
    Irgendwie ist es so ein Zwiespalt, so ein innerlicher Konflikt. Man hat ein schlechtes Gewissen dem Kind gegenüber wegen solchen Gedanken, andererseits denke ich, dass es wichtig ist, es auch auszusprechen.

    Von meiner Mutter weiß ich, dass es für sie sehr seltsam war, plötzlich einen kleinen Jungen in den Armen zu halten. Sie wusste bis zur Geburt das Geschlecht nicht. Sie erzählt auch heute noch, dass sie ein paar Tage damals gebraucht hat, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, eine Jungsmami zu sein. Mittlerweile ist mein Bruder 29. Solche Gedanken verschwinden halt nicht einfach wieder und unter Umständen kann man sich Jahrzehnte später noch daran erinnern. Nichts desto trotz ist mein Bruder geliebt und wohlbehütet aufgewachsen und meine Mutter wollte ihn nach der Eingewöhnungsphase nie mehr hergeben.

    Ich denke, dass auch du dich von diesem ersten "Schock" noch erholen wirst. Ein kleines Wunder wächst in deinem Bauch! Wie kam es denn zu dem Entschluss nur ein Kind haben zu wollen? Finanziell, organisatorisch oder eher so ein Bauchgefühl?
    VIelleicht könnt ihr ja doch in ein paar Jahren noch ein zweites Mal euer Glück versuchen?

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