Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
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    Standard Schwanger vor Ausbildungsbeginn

    Hallo,

    ich möchte euch hier und jetzt gerne Fragen, wie Ihr zu dem Thema steht, bzw. was Euch an Lösungen einfällt oder welche Gesetzesgrundlagen es hierfür gibt.

    Meine Freundin ist im 5.Monat schwanger.
    Ca. 1-2 Wochen bevor sie erfahren hat, dass sie schwanger ist, hat sie einen Ausbildungsvertrag bei einer Zahnarztklinik unterschrieben.
    Nach mehreren Beratungsterminen (ProFamilia und Frauenarzt) wurde ihr nahegelegt, dass sie trotz sehr wahrscheinlichem Beschäftigungsverbot ihrem zukünftigen (seit gestern) Chef die Schwangerschaft erst ab dem 1.9. mitteilt, da sie ja davor gekündigt werden könnte.
    Nun hat meine Freundin heute (ist eine 24h/365d Klinik) dem Chef die Schwangerschaft mitgeteilt und dieser hat gleich darauf gemeint, sie brauche mit keiner einzigen Gehaltszahlung rechnen, da er ihr auch gleich ein Beschäftigungsverbot erteilt hat...
    Er meinte zudem, sie hätte die Pflicht gehabt, ihm die Schwangerschaft sofort bei Bekanntwerden mitzuteilen (trotzdem sie zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht mal bei ihm gearbeitet hat).
    Wir sind nun sehr geschockt und wissen nicht so recht weiter ...
    Darf er (Chef) das nun oder haben wir irgendeine Chance, dagegen erfolgreich vorzugehen ?

  2. #2
    Ingrid3 ist offline Legende
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    Standard Re: Schwanger vor Ausbildungsbeginn

    Zitat Zitat von Patchwork-in-progres Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich möchte euch hier und jetzt gerne Fragen, wie Ihr zu dem Thema steht, bzw. was Euch an Lösungen einfällt oder welche Gesetzesgrundlagen es hierfür gibt.

    Meine Freundin ist im 5.Monat schwanger.
    Ca. 1-2 Wochen bevor sie erfahren hat, dass sie schwanger ist, hat sie einen Ausbildungsvertrag bei einer Zahnarztklinik unterschrieben.
    Nach mehreren Beratungsterminen (ProFamilia und Frauenarzt) wurde ihr nahegelegt, dass sie trotz sehr wahrscheinlichem Beschäftigungsverbot ihrem zukünftigen (seit gestern) Chef die Schwangerschaft erst ab dem 1.9. mitteilt, da sie ja davor gekündigt werden könnte.
    Nun hat meine Freundin heute (ist eine 24h/365d Klinik) dem Chef die Schwangerschaft mitgeteilt und dieser hat gleich darauf gemeint, sie brauche mit keiner einzigen Gehaltszahlung rechnen, da er ihr auch gleich ein Beschäftigungsverbot erteilt hat...
    Er meinte zudem, sie hätte die Pflicht gehabt, ihm die Schwangerschaft sofort bei Bekanntwerden mitzuteilen (trotzdem sie zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht mal bei ihm gearbeitet hat).
    Wir sind nun sehr geschockt und wissen nicht so recht weiter ...
    Darf er (Chef) das nun oder haben wir irgendeine Chance, dagegen erfolgreich vorzugehen ?
    natürlich hat sie Anspruch auf ihr Gehalt, auch wenn sie im BV ist. Das Gehalt bekommt der Chef zudem von der Krankenkasse erstattet. Außerdem ist eine Schwangere nicht verpflichtet ihren Arbeitgeber von der Schwangerschaft zu unterrichten. Also, falls wirklich kein Gehalt kommt, zum Anwalt gehen.

    Aus seiner Sicht kann ich verstehen, dass er verärgert ist, aber das ändert ja an der Gesetzeslage nix.
    Wanda hat gesagt, ich muss das ändern

  3. #3
    Andrea B ist offline Legende
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    Standard Re: Schwanger vor Ausbildungsbeginn

    Zitat Zitat von Ingrid3 Beitrag anzeigen
    natürlich hat sie Anspruch auf ihr Gehalt, auch wenn sie im BV ist. Das Gehalt bekommt der Chef zudem von der Krankenkasse erstattet. Außerdem ist eine Schwangere nicht verpflichtet ihren Arbeitgeber von der Schwangerschaft zu unterrichten. Also, falls wirklich kein Gehalt kommt, zum Anwalt gehen.

    Aus seiner Sicht kann ich verstehen, dass er verärgert ist, aber das ändert ja an der Gesetzeslage nix.

    Sicher muß eine Schwangere ihrem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitteilen. Wenn der AG von er Schwangerschft nichts weiß greift auch das Mutterschutzgesetz nicht. Das findes erst ab bekannt werden der Schwangerschaft Anwendung.
    Wäre die Freundin des TE erst am Anfang der Schwangerschaft könnte ich ja verstehen, daß sie ihrem AG nichts gesagt hat. Sie hat ja schon gut die Hälfte der Schwangerschaft rum. Da hätte sie ihren AG vorher informieren müssen. Auserdem will sie eine Ausbildung in einem Beruf machen, in dem sie mit "Gefahrgut" (Ausscheidungen anderer Menschen) umgeht. Da ist es zum Schutz des Kindes zwingend notwendig den AG über die Schwangerschaft zu informieren.
    Wenn sie Pech hat kommt der Chef mit der Nichtzahlung der Ausbildungsvergütung durch.
    Andrea

  4. #4
    Ingrid3 ist offline Legende
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    Standard Re: Schwanger vor Ausbildungsbeginn

    Zitat Zitat von Andrea B Beitrag anzeigen
    Sicher muß eine Schwangere ihrem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitteilen. Wenn der AG von er Schwangerschft nichts weiß greift auch das Mutterschutzgesetz nicht. Das findes erst ab bekannt werden der Schwangerschaft Anwendung.
    Wäre die Freundin des TE erst am Anfang der Schwangerschaft könnte ich ja verstehen, daß sie ihrem AG nichts gesagt hat. Sie hat ja schon gut die Hälfte der Schwangerschaft rum. Da hätte sie ihren AG vorher informieren müssen. Auserdem will sie eine Ausbildung in einem Beruf machen, in dem sie mit "Gefahrgut" (Ausscheidungen anderer Menschen) umgeht. Da ist es zum Schutz des Kindes zwingend notwendig den AG über die Schwangerschaft zu informieren.
    Wenn sie Pech hat kommt der Chef mit der Nichtzahlung der Ausbildungsvergütung durch.
    Andrea
    klar kann sich ein AG erst an die Bedingungen des Mutterschutzgesetzes halten, wenn er über die Schwangerschaft bescheid weiß. ABER: die Mutter ist zur Mitteilung nicht verpflichtet. Im Gesetz steht: die Mutter soll!!! Mitteilung machen, nicht sie muss.
    Wanda hat gesagt, ich muss das ändern

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