Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    SiriusB ist offline Stranger
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    1

    Standard Beschäftigungsverbort vor und nach Geburt

    Hallo,
    Person X wird Eltern.
    Sie arbeitet mit Authisten in einer so genannten Tagesförderstätte. Sie hat in der 10ten Schwangerschaftswoche dem Arbeitgeber die Schwangerschaft gemeldet. Der hat nach § 4 MuschG sofort ein Beschäftigungsverbot verhängt.Sie haben sich die ganze MuschG Geschichte angesehen und es gibt § 6 der die Beschäftigungsverbote nach der Entbindung regelt. Dabei steht unter Absatz drei:

    § 6
    Beschäftigungsverbote nach der Entbindung:



    ''(3) Stillende Mütter dürfen mit den in § 4 Abs. 1, 2 Nr. 1, 3, 4, 5, 6 und 8 sowie Abs. 3 Satz 1 genannten Arbeiten nicht beschäftigt werden. Die Vorschriften des § 4 Abs. 3 Satz 2 und 3 sowie Abs. 5 gelten entsprechend. ''


    Die aus §4 weggefallenen Absätze sind nicht ursächlich für das verhängte Beschäftigungsverbot.

    Daher die Frage: Heisst das, dass auch nach der Entbindung zwingend ein Beschäftigungsverbot für sie gilt?
    Leider haben weder Krankenkasse von Arzt einen Plan. Vielleicht kann ja hier jemand dazu sagen?! Merci!!!!

  2. #2
    Eve385 ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Beschäftigungsverbort vor und nach Geburt

    Zitat Zitat von SiriusB Beitrag anzeigen
    Hallo,
    Person X wird Eltern.
    Sie arbeitet mit Authisten in einer so genannten Tagesförderstätte. Sie hat in der 10ten Schwangerschaftswoche dem Arbeitgeber die Schwangerschaft gemeldet. Der hat nach § 4 MuschG sofort ein Beschäftigungsverbot verhängt.Sie haben sich die ganze MuschG Geschichte angesehen und es gibt § 6 der die Beschäftigungsverbote nach der Entbindung regelt. Dabei steht unter Absatz drei:

    § 6
    Beschäftigungsverbote nach der Entbindung:



    ''(3) Stillende Mütter dürfen mit den in § 4 Abs. 1, 2 Nr. 1, 3, 4, 5, 6 und 8 sowie Abs. 3 Satz 1 genannten Arbeiten nicht beschäftigt werden. Die Vorschriften des § 4 Abs. 3 Satz 2 und 3 sowie Abs. 5 gelten entsprechend. ''


    Die aus §4 weggefallenen Absätze sind nicht ursächlich für das verhängte Beschäftigungsverbot.

    Daher die Frage: Heisst das, dass auch nach der Entbindung zwingend ein Beschäftigungsverbot für sie gilt?
    Leider haben weder Krankenkasse von Arzt einen Plan. Vielleicht kann ja hier jemand dazu sagen?! Merci!!!!
    Eigentlich hast du dir doch die Frage selber beantwortet, wenn sie stillt nach dem MuSchu ja... So würde ich das jetzt verstehen. Wird Person X nicht in Elternzeit gehen?
    Michl 12/2012
    kleine Hexe 7/2015

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Beschäftigungsverbort vor und nach Geburt

    es gibt verschieden arten von beschäftigungsverboten. zum einen das, was der gesetzestext hergibt, dass ist staatlich verankert sozusagen. das betrifft bestimmte berufsgruppen. darüber hinaus gibt es noch das individuelle beschäftigungsverbot, was der arzt ausspricht. und das wäre grundsätzlich in jedem beruf möglich. dies ist die kurzfassung.
    näheres solltest du dich bei der gewerkschaft oder gesundheitszentrum erkundigen.

  4. #4
    Miri B. ist offline Stranger
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    8

    Standard Re: Beschäftigungsverbort vor und nach Geburt

    Tatsächlich gilt das MuSchG auch für die Zeit wo die Mutter stillt, also auch eine zeitlang nach der Geburt.

    Da aber die meisten Mütter eine Elternzeit nehmen, um sich besser um ihr Baby kümmern zu können, ist das wenig relevant. Nur wer auf Elternzeit verzichtet und gleich nach der Mutterschutzfrist wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren möchte, kann das MuSchG für sich in Anspruch nehmen, allerdings nur für den Zeitraum wo sie stillt.

    Bei der Arbeit mit Autisten können Gefährdungen infolge agressiven Verhaltens auftreten, daher wohl das Beschäftigungsverbot in der Tagesförderstätte. Dies ist jetzt meine Vermutung, vielleicht kann die Betroffene das bestätigen?

    Im Allgemeinen ist es problemlos angesehen, wenn man sein Kind 4-6 Monate voll stillt, in dieser Zeit würde dann das MuSchG zur Anwendung kommen. Die Frau müßte aber nach dem Abstillen auch wieder voll arbeiten.

    Sicherheitshalber sollte man bei der Aufsichtsbehörde nachfragen.

  5. #5
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick
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    Standard Re: Beschäftigungsverbort vor und nach Geburt

    Zitat Zitat von Miri B. Beitrag anzeigen
    Tatsächlich gilt das MuSchG auch für die Zeit wo die Mutter stillt, also auch eine zeitlang nach der Geburt.

    Da aber die meisten Mütter eine Elternzeit nehmen, um sich besser um ihr Baby kümmern zu können, ist das wenig relevant. Nur wer auf Elternzeit verzichtet und gleich nach der Mutterschutzfrist wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren möchte, kann das MuSchG für sich in Anspruch nehmen, allerdings nur für den Zeitraum wo sie stillt.

    Bei der Arbeit mit Autisten können Gefährdungen infolge agressiven Verhaltens auftreten, daher wohl das Beschäftigungsverbot in der Tagesförderstätte. Dies ist jetzt meine Vermutung, vielleicht kann die Betroffene das bestätigen?

    Im Allgemeinen ist es problemlos angesehen, wenn man sein Kind 4-6 Monate voll stillt, in dieser Zeit würde dann das MuSchG zur Anwendung kommen. Die Frau müßte aber nach dem Abstillen auch wieder voll arbeiten.

    Sicherheitshalber sollte man bei der Aufsichtsbehörde nachfragen.
    Nachdem das Kind mittlerweile über 1 Jahr alt sein dürfte, hat sich das problem zwischenzeitlich sicher geklärt.

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