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Thema: Redebedarf. Kann mit niemandem darüber sprechen.

  1. #1
    eva149 ist offline Stranger

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    Standard Redebedarf. Kann mit niemandem darüber sprechen.

    Hallo,

    vor einigen Monaten hatte ich eine FG. Es war meine erste Schwangerschaft. Kein einziges Mal dachte ich daran es könnte was schief gehen. Mit dem Gedanken "es passiert anderen, aber nicht mir" plante ich ich wie verrückt, kaufte Sachen, suchte Namen aus und selbstverständlich erfuhren es sofort die engsten Verwandten und Freunde. Und dann in der 13ten SSW kam der Schock. Bei der Untersuchung konnte kein Herzschlag mehr festgestellt werden. Das Baby war schon seit fast drei Wochen tot. Es folgte eine AS und viele viele Tränen. Nach 3 Monaten Pause, probierten wir es noch mal und es klappte wieder beim ersten Versuch! Jetzt bin ich in der 10. SSW und warte geduldig auf meinen nächsten Termin. Ihr kennt es, es qäulen einen Ängste und ich traue mich dieses mal nicht mal über die Schwangerschaft zu freuen. Ich habe einfach Angst, dass mir diese Freude wieder genommen wird. Ich möchte auf alles gefasst sein. Ich möchte aber auch über meine Gedanken sprechen, mich austauschen. Doch ich habe niemanden. Meine Freundin, die es bis jetzt als einzige weiß, hat selbst keine Kinder und möchte in naher Zukunft auch keine. Es ist schwer mit ihr darüber zu sprechen. Und mein Partner blockt ab. Er sagt, er möchte sich nicht reinsteigern. Aber wenn ich ihm erkläre, dass ich mich doch selbst nicht reinsteigern möchte, sondern lediglich über meine Sorgen sprechen, sagt er, dass er einfach positiv denken will und gar nicht davon ausgehen, dass wieder was schief laufen könnte. Und dann wird ganz schnell das Thema gewechselt.

    Der nächste Termin ist in zwei Wochen und zwei Wochen können einem unendlich lange vorkommen. Wenn ich bis dahin nicht die Wände hochgehen möchte, versuche ich an Frauen zu schreiben, denen es ähnlich ergeht, habe ich mir einfach gedacht. Wie ist es bei euch? Wie steht ihr diese schrecklich Zeit durch bis zur nächsten Untersuchung? Und vorallem wie habt ihr es geschafft nach einer Fehlgeburt die Hoffnung nicht zu verlieren und positiv zu denken?
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  2. #2
    Zwergteufel ist offline Member

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    Standard Re: Redebedarf. Kann mit niemandem darüber sprechen.

    Hallo Eva,

    Ich glaube es ist gut darüber zu reden und sich nicht zu vergraben.
    Ich hatte selbst letztes Jahr eine FG in der 10. Woche es hat mit genauso kalt erwischt wie dich. Bei der zweiten SS war ich zwar ängstlich aber überzeugt, dass mich der Zufall jetzt nicht nochmal treffen wird. Leider falsch. Auch das zweite Baby verlor ich in der 9. Woche. Das war alles in allem noch viel schlimmer weil es die Frage aufwarf ob es jemals klappen kann...
    Ich hab sehr viel zeit gebraucht danach.
    Nach 9 Monaten haben wir noch jenen Versuch gewagt und ich war prompt schwanger. Heute bin ich fast in der 18. ssw und habe ein gutes Gefühl dabei.
    Aber das hat gedauert. Ich dachte auch die ersten 3 Monate gehen niiiie rum. Habe ein völlig distanziertes Verhältnis zu der SS gehabt und es nicht an mich heran gelassen. Erst so ab der 14. ssw wurde es besser. Alle sagten immer: freu dich doch- ich könnte es nicht.
    Ich hab mich immer daran fest geklammert, dass es Gründe hatte und richtig ist wenn die Natur entscheidet dass ein Baby yes nicht schaffen wird und vorher "abbricht".
    Und was wichtig ist: geh zum Arzt wenn du unsicher bist! Ich war alle zwei Wochen da weil ich es nicht ausgehalten habe. Kam mir zwar hysterisch vor aber die Unsicherheit war schlimmer. Nach jedem Termin hatte ich eine Woche ruhe dann ging es wieder los.... Jetzt hoffe ich dass ich das Zwerge bald spüre Und ruhiger werde.

    Alles gute für euch!
    * 04/2013 (10.SSW)
    * 09/2013 (9.SSW)


  3. #3
    foffi ist offline Pusteblume

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    Standard Re: Redebedarf. Kann mit niemandem darüber sprechen.

    Ich hatte auch eine FG, wenn auch eine ganz frühe. (6.SSW) Als ich das nächste Mal (also dieses Mal) schwanger wurde, waren wir sehr zurückhalten. Beim ersten Mal überreichte ich schön mit Schleife mittags den positiven Clearblue. Beim zweiten Mal kam ich nur morgens ins Bett und meinte: "Ich bin wieder schwanger. Mal schauen, was daraus wird." Es wurde nicht über Namen geredet, nichts gekauft, nichts. Erst mit der Zeit (ca. 12. SSW) wurden wir ruhiger, freuten uns dann auch richtig und ließen uns auf die Schangerschaft ein. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich sage: Gut, dass es so war, wie es war- sonst hätte ich dieses wunderbare Kind nicht in meinem Bauch Ich möchte genau das und kein anderes!

  4. #4
    Filli84 ist offline Stranger

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    Standard Re: Redebedarf. Kann mit niemandem darüber sprechen.

    Guten Morgen,

    ich habe das gerade alles hinter mir. Montag morgen Routinetermin beim Frauenarzt- kein Herzschlag-, weiter ins Krankenhaus zur Untersuchung und Aufklärung und gestern die Ausschabung. Ich glaube, ich kann es noch gar nicht begreifen, auch wenn ich schon so viele Tränen vergossen habe. Wir hatten die Schwangerschaft nicht geplant, aber auch nicht verhindert, aber uns die letzten 5 Wochen wirklich gefreut. Mein Partner fühlt sich, galube ich genauso wie ich, aber ich glaube, er versteht nicht, was in den letzten Wochen mit mir und meinem Körper passiert ist. Vor allem der Gedanke seit fast drei Wochen ein totes Kind in sich zu tragen. Ich bin nur froh, dass ich den gestrigen Tag erstmal hinter mir habe, aber habe auch schon überlegt, wie es mir geht, wenn ich wieder schwanger bin, wo ich mir dieses mal schon so viele Gedanken gemacht, ob alles ok ist. Ich wünsche euch für eure Schwangerschaft alles erdenklich Gute und hoffe, dass es bei mir beim nächsten Versuch auch besser läuft.

    Viele Grüße Filli

  5. #5
    KleineSchritte ist offline enthusiast

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    Standard Re: Redebedarf. Kann mit niemandem darüber sprechen.

    Zitat Zitat von eva149 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    vor einigen Monaten hatte ich eine FG. Es war meine erste Schwangerschaft. Kein einziges Mal dachte ich daran es könnte was schief gehen. Mit dem Gedanken "es passiert anderen, aber nicht mir" plante ich ich wie verrückt, kaufte Sachen, suchte Namen aus und selbstverständlich erfuhren es sofort die engsten Verwandten und Freunde. Und dann in der 13ten SSW kam der Schock. Bei der Untersuchung konnte kein Herzschlag mehr festgestellt werden. Das Baby war schon seit fast drei Wochen tot. Es folgte eine AS und viele viele Tränen. Nach 3 Monaten Pause, probierten wir es noch mal und es klappte wieder beim ersten Versuch! Jetzt bin ich in der 10. SSW und warte geduldig auf meinen nächsten Termin. Ihr kennt es, es qäulen einen Ängste und ich traue mich dieses mal nicht mal über die Schwangerschaft zu freuen. Ich habe einfach Angst, dass mir diese Freude wieder genommen wird. Ich möchte auf alles gefasst sein. Ich möchte aber auch über meine Gedanken sprechen, mich austauschen. Doch ich habe niemanden. Meine Freundin, die es bis jetzt als einzige weiß, hat selbst keine Kinder und möchte in naher Zukunft auch keine. Es ist schwer mit ihr darüber zu sprechen. Und mein Partner blockt ab. Er sagt, er möchte sich nicht reinsteigern. Aber wenn ich ihm erkläre, dass ich mich doch selbst nicht reinsteigern möchte, sondern lediglich über meine Sorgen sprechen, sagt er, dass er einfach positiv denken will und gar nicht davon ausgehen, dass wieder was schief laufen könnte. Und dann wird ganz schnell das Thema gewechselt.

    Der nächste Termin ist in zwei Wochen und zwei Wochen können einem unendlich lange vorkommen. Wenn ich bis dahin nicht die Wände hochgehen möchte, versuche ich an Frauen zu schreiben, denen es ähnlich ergeht, habe ich mir einfach gedacht. Wie ist es bei euch? Wie steht ihr diese schrecklich Zeit durch bis zur nächsten Untersuchung? Und vorallem wie habt ihr es geschafft nach einer Fehlgeburt die Hoffnung nicht zu verlieren und positiv zu denken?
    Mein Tipp wäre noch: Such dir jetzt schon eine verständnisvolle Hebamme, mit der du reden kannst. Die können auch recht früh schon Herztöne abhören und du könntest auch dort hin, wenn du zu große Angst bekommst.

  6. #6
    sonine ist offline Stranger

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    Standard Re: Redebedarf. Kann mit niemandem darüber sprechen.

    Hallo Zwergteufel,
    dein Beitrag beschreibt meine Situationen in 2013 genau . Nach meiner ersten Geburt mit Kaiserschnitt in 2011 habe ich seit Anfang 2013 ( nach 2 Jahren pause) wieder schwanger zu sein. Es hat jede mal sofort geklappt schwanger zu werden aber trauriges Ende, egal wie ich mich positiv einstellen wollte : eine FG in 13 Woche im April und eine in 8 Woche im September 2013. Ich war jedes mal im Krankenhaus um Hilfe zu bekommen. Leider war alles zu spät. Man konnte den Grund nicht feststellen, ich glaube die Ärztinnen sind faul bei der Suche nach Ursachen und sagten: alles in mir soll normal sein.
    Nun versuche ich wieder. meine Schwangerschaft bleibt bei mir nur kurz..... Ich weiße nicht mehr, da ich direkt vor dem Versuch bei FA um Rat und Maßnahmen zu holen. Sie hat nicht getan und sagte nur ich soll versuchen und warten....
    Hast du irgendeine Maßnahme gemacht damit die SS weiter gut läuft?
    Vielen Dank und euch alles gute.
    Sonne

  7. #7
    Engelchen0910 ist offline newbie

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    Standard Re: Redebedarf. Kann mit niemandem darüber sprechen.

    Hallo ihr Lieben,
    ich kann euch alle so gut verstehen! Und will denjenigen Mut machen, die gerade ein Baby verloren haben und nicht wissen wie sie jemals eine sorgenfreie Schwangerschaft erleben können. Ich selbst habe im April 14 in der 12. SSW meine kleine Maus verloren. Sie war schon seit ein paar Wochen nicht mehr am Leben. Ein paar Monate später haben wir es wieder versucht und es hat sofort geklappt. Vor den ersten US Untersuchungen saß ich zitternd im Wartezimmer, hab geschwitzt und wusste nicht wie mir geschieht. Was wenn wieder der Satz "es tut mir leid aber ich kann keinen Herzschlag finden" kommen würde? Was mir geholfen hat ist, ca. alle 10 Tage zum US kommen zu dürfen. Deswegen kann ich allen raten, einen FA zu finden der sich diese Zeit für einen nimmt.
    Klar man traut sich nicht sich zu freuen, und Männer sind da noch viel vorsichtiger, wollen am liebsten gar nicht drüber reden (liebe eva149 ich denke die Reaktion Deines Mannes ist absolut normal, bei mir war es auch so). Aber das Vertrauen in die SS kommt mit jeder unendlich langen Woche die vorübergeht. Ich bin jetzt in der 15. Woche und mir sicher mein Baby ist gesund! Klar schweifen die Gedanken mal zu was wäre wenn...aber das Vertrauen ist da. Und spätestens wenn wir unsere Kleinen dann endlich spüren können, sind alle Zweifel weg. Also habt Vertrauen! Ich wünsche jedem von euch, dass ihr bald ein gesundes Baby im Arm haltet.

    Liebe Grüße

  8. #8
    Sandra0710 ist offline Stranger

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    Standard Re: Redebedarf. Kann mit niemandem darüber sprechen.

    Hallo ihr Lieben!

    ich reihe mich dann mal in die Riege ein.
    Mein Mann und ich haben eine 3 jährige Tochter, die im Juni 2011 zur Welt kam. Von dem Moment an, als ich den positiven SS Test in der Hand hielt war für mich sonnenklar, dass wir im Juni 2011 ein Baby im Arm halten werden. Mit keinem Deut habe ich damals an eine Fehlgeburt gedacht. Unwissenheit oder einfach nur keine schlechten Gedanken, weil ich keine Frau kannte, die eine Fehlgeburt hatte? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ging alles gut und ich hatte eine schöne SS.

    Seit Mai 2013 haben mein Mann und ich wieder einen neuen Anlauf gestartet, um uns und unserer Tochter ein Geschwisterchen zu schenken. Damals hatten wir nur einen ÜZ benötigt und SCHWUPPS war ich schwanger. Dies sollte sich dann anders gestalten.
    Wir übten und übten und übten aber nix geschah. Ich war jeden Monat drüber, machte einen Test, der negativ war und bekam dann einen Tag später meine Periode. Die Enttäuschung war jedes Mal riesig!
    Mein Mann sah das nach eigener Aussage alles etwas entspannter und sagte immer, dass ich mich nicht verrückt machen solle.
    Dann endlich im September war es so weit (ich weiß, dass die Zeit von Mai bis Sept nicht lang ist- für mich war sie es): ich war schwanger. Der positive Test überraschte mich, weil ich dieses eine Mal nicht damit gerechnet hatte. Ich war 5 Tage drüber, wie so oft) und wartete täglich auf meine Tage. Aber ich bekam SS Symptome und machte den Test, der ja dann positiv war.
    3 Tage später hatte ich dann den Termin beim Arzt. Dieser sagte sofort, dass man evtl noch nicht sehen könne, da ich erst in der 5. Woche sei. So war es dann auch. Nichts zu sehen... aber ich war happy. Was sollte schon schief gehen? Ich war endlich schwanger!!! Einen Mutterpass bekam ich noch nicht, aber viele Broschüren und Zeitschriften zum Thema Baby und SS.
    Es muss ca. die 7./8. SSW gewesen sein, als ich mit meinem Team zu einer Tagung mit abendlichem Freizeitprogramm fuhr.
    Wir machten einen Ausflug, der blöderweise auch einen Spaziergang auf eine leichte Anhöhe beinhaltete.
    Seit ich damals sehr intensiv Tennis gespielt habe, knicke ich regelmäßig mit den Füßen um. Sehr oft hole ich mir dann eine Bänderdehnung oder im schlimmsten Fall einen Bänderriss. Alle paar Jahr kommt das vor.
    Auch dieses Mal blieb ich nicht verschont. Trotz flacher Schuhe knickte ich auf dem Weg nach unten um und fiel hin.
    Sofort hatte ich Angst um mein Kind. Meine Kollegen wussten von der SS noch nichts, wie auch bei der ersten SS wollte ich die 12 Wochen abwarten- einfach weil es so in vielen Ratgebern stand, nicht weil ich eine begründete Angst hatte.
    Der Fuß schwoll an und ein Kollege brachte mich ins Hotelzimmer. Dort übergab ich mich vor lauter Schmerzen im Fuß und rief meinen Mann an. Dieser holte mich ab (dazu musste er von NRW nach Rheinland Pfalz). Von dort aus fuhren wir in ein KH, um zum einen den Fuß untersuchen zu lassen und zum anderen wollte ich wissen, wie es unserem Baby ging.
    Wie gesagt es muss ca die 7./8. SSw gewesen sein. Überraschenderweise sah der Gyn im KH nichts auf dem US. DAS machte uns alle stutzig und ich fuhr besorgt nach hause.
    Am nächsten Tag wurde die Angst dann bestätigt. Auch der Arzt sah nichts auf dem US und sagte mir dass ich "eine SS ohne embryonale Anlage" gehabt hätte. Eine Ausschabung wäre wahrscheinlich nicht nötig. Dies bestätigte er nach einer Blutabnahme am nächsten Tag auch.
    Ich war fix und alle. Der Arzt bestätigte uns, dass diese FG nichts mit dem Sturz zu tun hatte. Ich war also eine zeitlang in dem Glauben rumgelaufen schwanger zu sein, war es aber nicht mehr. Das tat verdammt weh!!
    Also hofften wir erneut auf eine SS und übten wieder fleißig. Ich muss, denke ich, nicht schreiben, dass ich mich total unter Druck setzte. Zumal ich nicht so einen großen Altersabstand zwischen unserer Tochter wollte. Der Sex war also eher ein Krampf und es ist jawohl klar, dass das so nicht klappen würde. Abstellen der Gedanken und des Drucks ging aber auch nicht.
    Mein lief zum Urologen, ich zum Gyn um einen Hormonstatus und ein Spermiogramm erstellen zu lassen.
    Letzteres war bei meinem Mann vernichtend. Kaum bewegliche Spermien und alle hatten einen verformten Kopf. Damit würde es den Spermien nicht gelingen in ein Ei einzudringen. Ich war am Boden zerstört. Also war das Thema Baby wohl abgehakt!

    Glücklicherweise tat sich etwas neues in unserem Leben auf, was seit langen unser Wunsch war und was unsere Stimmung nach dem niederschlagenden Ergebnis ein wenig hob: Wir fanden endlich ein Haus, welches unseren Vorstellungen entsprach und kauften es!! Wir hatten soooo lange gesucht. Wir würden im April 2015 dort einziehen, wenn der Eigentümer seinen Neubau abgeschlossen hatte. SUPER!!!
    Der Notartermin fand am 11.7. statt und was soll ich sagen!!!???? Da war ich schon schwanger!!!
    Wir erwarteten ein Kind und waren einerseits sehr glücklich und hatten andererseits viel Angst! Wir? Nein sagen wir eher ICH!

    Ich konnte mich nicht so ganz auf die SS einlassen.
    Am liebsten wäre ich jeden Tag zum Gyn gefahren, um kontrollieren zu lassen, dass alles ok ist, dass das Herzchen schlägt.
    Schon in der 6. SSw konnte der Arzt eine Herzaktivität feststellen und das wollte ich kontrollieren lassen. Immerzu! Aber ich hielt mich zurück und hielt brav die Zeit aus bis zum nächsten Termin.
    Erst als das Ersttrimesterscreening uns zeigte, dass alles in bester Ordnung ist (das war in der 13. SSW) war ich beruhigter.
    Jetzt (15.SSW) kann ich so langsam die SS genießen. Auch jetzt hab ich ab und an doofe Gedanken, aber im Großen und Ganzen werde ich immer ruhiger. Zumal ich extrem viele Beschwerden habe, wie Übelkeit, Müdigkeit, Erschöpfung, starker Geruchssinn, Arme und Beine schlafen immert ein etc. Das sind doch gute Zeichen, denke ich mir.

    Trotzallem habe ich in der 9 SSW nach einem Haptologen gesucht. Diese Ärzte können durch Berührungen wohl Kontakt zum Kind aufnehmen. Auch in der Frühschwangerschaft und dies auch den Müttern der Kinder beibringen. Haptonomie wird aber wohl in unserem Umkreis nicht so häufig praktiziert. Es gibt wohl einen Arzt in Düsseldorf, der als Ikone auf dem Gebiet gilt.
    Ich rief auch in verschiedenen KH an um mich zu informieren, ob diese Haptonomie anbieten. Zwei Hebammen rieten mir aber unabhängig voneinander, dass ich lernen sollte mich zu beruhigen, dem Kind Ruhe zu geben und mich nicht durch Haptonomie noch bekloppter machen solle. Ich folgte dem Rat deswegen, weil ich durch den Termin zum Ersttrimetserscreening, der genau zwischen den normalen vierwöchigen US Untersuchungen lag, nur immer 2 Wochen "rumkriegen" musste.
    Gedanken machte ich mir aber bis zum Screeningtermin immerzu!!!!

    Alles in Allem war das eine aufregende Zeit. Aber ich denke, die Zeit nächstes Jahr wird noch aufregender:
    Neues Haus, zweites Baby..... :) Ein zweites Kind, dass anscheinend ganz schöne Durchsetzungskraft gezeigt :)

    Ich wünsche allen Schwangeren mit dieser Angst ganz viel Kraft und Geduld. Es wird bestimmt alles gut!!!

    Sandra

  9. #9
    Dittrich ist offline Stranger

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    Standard Re: Redebedarf. Kann mit niemandem darüber sprechen.

    Geht mir genauso, zwei mal FG um letzten Jahr, mit positiver Einstellung vorher und harter Realität danach. Mir hat geholfen keine Verbindung zum Kind aufzubauen, ich habe mich von der SS distanziert: ich wollte und ich will keine Ultraschallbilder sehen oder irgendwas von der Ärztin hören außer einem Satz "dem Kind geht es gut". Und ich sehe meinen Körper als eine Art Maschine, Computer, die ein Fehlerhaftes Programm nicht annimmt (also Fehlgeburt). Kligt vielleicht komisch, hat aber geholfen. Seitdem ich das Baby spüren kann geht es mir besser, die Angst ist doch da aber schon etwas gedämpft. Freuen kann ich mich über die SS trotzdem nicht, obwohl das ein Wunschkind ist. Wünsche uns allen Betroffenen durchzuhalten und ein gesundes Baby bald in den Armen zu halten!

  10. #10
    ankerit ist offline Stranger

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    Standard Re: Redebedarf. Kann mit niemandem darüber sprechen.

    Hallo,

    lass doch mal ein Blutbild anfertigen. Vielleicht ist dein Blutgerinnungsfaktor auch nicht in Ordnung.
    Ich hatte vor meinen ersten Kind 2 FG und vor meinen zweiten Kind auch noch einmal 2 FG. Bei der Schwangerschaft mit meinen zweiten Kind habe ich Aspirin und habe gespritzt, damit die Versorgung des Babys und die Durchblutung gewährleistet ist. So hat es mit unserem zweiten Kind geklappt, das 2014 auf die Welt kam.
    Meine FGen endeten vor der 12. SSW. Daher sage ich mir, bis zur 12. SSW ist nichts sicher. Und auch wenn es schwer fällt, man muß sich gedulden. Bei der 3.FG war es sogar eine Scheinschwangerschaft. Es war kein Embyo zu sehen.

    LG Anke.

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