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Thema: Mens nach Utrogest

  1. #1
    Avatar von Anghi_M
    Anghi_M ist offline Poweruser

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    Standard Mens nach Utrogest

    Huhu, nach zwei FG verschlägt es mich auch hierher. Die erste FG war im Januar 06 in der 7. SSW mit Blutungen (keine AS), die zweite im November 06 Anfang 10. SSW, allerdings war der Embryo schon fast 3 Wochen tot (MA mit AS). 6 Wochen später habe ich meine Mens wieder bekommen und wir haben es auch gleich wieder probiert.

    In der Zwischenzeit war ich bei einer Ärztin und habe alle möglichen Ursachen abklären lassen. In erster Linie habe ich eine latente Durchblutungsstörung und soll momentan ASS 100 nehmen, bei einer SS dann zusätzlich noch Fragmin P forte (Heparin). Auch die Folsäur- und Vitamindosis hat sie erhöht. Einen Progesteronmangel kann man nur bei bestehender SS feststellen, was bei mir bisher aber nicht gemacht wurde. Da beide FG aber zu einem sehr frühen Zeitpunkt stattfanden, hat sie angeboten, dass ich das Utrogest vorsorglich schon ab der zweiten Zyklushälfte nehmen kann, was ich in diesem Zyklus (ist jetzt der 2.) auch gemacht habe. Was ich aber nicht wusste: Das Utrogest untedrückt die Mens, verlängert die zweite Zyklushälfte und erhöht die Temperatur. Folge: Ich habe zwei negative Tests verblasen und erst jetzt, 4 Tage nach Absetzen des Utrogest und mit ingesamt 10 Tagen verspätung trudelt so langsam mal die Mens ein. Bisher aber nur sehr zaghafte SB, so richtig durchkommen will sie noch nicht.

    Gemeinsam mit meinem Mann habe ich nun beschlossen, dass ich das Utrogest doch erst nehmen werde, wenn ich positiv getetstet habe. Wir wollen es uns auch beide nicht erlauben, noch mehr Zeit zu verplempern, und ein Progesteronmangel wurde bisher ohnehin nicht nachgewiesen.

    Ich bin inzwischen 34 und werde immer unruhiger, weil ich so spät erst Mutter werde (ist mein erstes Kind). Ich hoffe, dass es nächsten Monat wieder klappt. Bei der ersten SS war ich im 1. ÜZ schwanger geworden, bei der zweiten im 6. ÜZ, jetzt beginnt gerade der 3. ÜZ seit der letzten FG. Dann würde es auch noch ein Novemberbaby werden. Im darauffolgenden Monat schliddern wir sonst direkt in die Weihnachtszeit rein, das fände ich nicht so prickelnd.

    Wem geht es ähnlich? Wer wartet nach einer wiederholten FG auch auf eine neue Chance? Wer hat vielleicht auch Utrogest genommen und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Ich hoffe, die Entscheidung war richtig, es erst wieder zu nehmen, wenn ich mir sicher bin schwanger zu sein ...
    Anghi + Mini-Mäuschen (30.04.08)

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  2. #2
    Schaf73 ist offline Wieder Glück im Herzen

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    Standard Re: Mens nach Utrogest

    Hallo Anghi,

    vielleicht erinnerst du dich ja noch an mich - wir hatten uns vor einer Weile mal im FG-Forum ausgetauscht. Unsere Geschichten haben einige Gemeinsamkeiten. Auch ich hatte 2 frühe FG (6. SSW + 9. SSW). Ich werde im Sommer 34 und habe auch noch kein Kind.

    Ich kann deine Unruhe gut verstehen. Irgendwie hat man jeden Monat das Gefühl, dass einem die Zeit davonläuft. Zumal es bei mir nach der 1. FG ein ganzes Jahr gedauert hat, bis ich wieder schwanger wurde :(. Seit der 2. FG ist nun auch schon wieder ein halbes Jahr vergangen. Drei Monate danach haben wir pausiert, da wir einige Untersuchungen haben vornehmen lassen. Inzwischen bin ich auch schon wieder am Ende des 3. ÜZ angekommen, aber leider hat es diesen Monat nicht geklappt. Ich habe schon SB und die Mens wir die nächsten Tage eintrudeln :(. Also auf in den 4. ÜZ ...

    Ich habe auch schon etliche Monate Utrogest genommen und werde es ab dem nächsten ÜZ auch wieder nehmen (ich hatte die Einnahme während der Untersuchungen unterbrochen, um die Hormonwerte nicht zu verfälschen). Bei mir liegt nachweislich keine GKS vor (Hormone wurden in mehreren Zyklen überprüft), aber da ich jeden Monat bis zu 5 Tage vor der eigentlichen Mens SB habe und das Utrogest bei mir gut dagegen hilft, bin ich mit meiner FÄ übereingekommen, dass ich es jetzt wieder nehme. Ich verlinke mal zu meinem Beitrag von vor 2 Tagen bzgl. meines FA-Besuches. Da findest du auch einige Infos zu meinen Testergebnissen ... falls es dich interessiert:

    https://www.eltern.de/forum/showthreaded.php?Cat=3&Board=schwfrueh&Num ber=9920467&page=0&view=collapsed&sb=5 &o=0&fpart=

    Dass man einen Progesteronmangel nur bei bestehender SS feststellen kann, war mir so nicht bekannt. In der FG-Sprechstunde wurde bei mir das Progesteron jeweils am 21./22. ZT gemessen und da war es immer hoch genug. Mir wurde gesagt, dass ich demnach keine GKS habe. Wie gesagt, ich nehme das Utrogest auch gegen meine unerklärlichen SB, nicht um eine SS zu unterstützen.

    Ob Utrogest eine drohende FG abwenden kann, ist wohl sowieso extrem umstritten. Ich habe vor meiner 2. FG auch Blutungen gehabt und sollte Utrogest nehmen. Die FG hat es nicht verhindert, nur herausgezögert. Ich habe mich danach etwas mit dem Thema befasst und habe vor allem in der englischsprachigen Literatur immer wieder Hinweise darauf gefunden, dass die Gabe von Progesteron eine drohende FG nicht verhindern kann. Meine FÄ, die Ärztin in der FG-Sprechstunde und eine Freundin, die mal in der Gynäkologie gearbeitet hat, haben das auch so bestätigt. Falls du Interesse hast, findest du hier ein paar interessante (englische) Links:

    http://www.birth.com.au/class.asp?class=6620&page=7

    http://www.bellaonline.com/articles/art46533.asp

    http://www.cochrane.org/reviews/en/ab003511.html

    Und hier noch eine interessante Buchempfehlung zum Thema "Fehlgeburt" von einer englischen Professorin, die in London eine FG-Klinik leitet:

    http://www.amazon.de/Miscarriage-Wha...=books-intl-de

    Das Buch ist sehr ausführlich, interessant und einfühlsam geschrieben, aber auch mit guten Englischkenntnissen nicht ganz einfach zu lesen.

    Soviel also mal zu meinen Recherchen zum Thema Utrogest.

    Ob es bei dir Sinn hat, das Utrogest erst nach einem positiven Test zu nehmen, würde ich an deiner Stelle doch mal mit deinem FA besprechen. Wurde bei dir denn mal der Progesteronwert am Ende des Zyklus bestimmt? Wenn der hoch genug ist, wäre eine GKS ja wohl eher unwahrscheinlich und das Utrogest vielleicht gar nicht nötig?!?

    Ich persönlich nehme das Untrogest in der 2. Zyklushälfte (ab dem Tag des ES) für 12 Tage und setze es dann ab. Zwei Tage später kommt dann die Mens. Versuch das doch vielleicht auch mal. Und wenn die Mens dann (hoffentlich) NICHT kommt und du positiv testest, kannst du ja dann mit der Einnahme dann immer noch wieder anfangen.

    Ach ja übrigens: laut den Aussagen der FÄ bei www.gesundheitsberatung.de kann jede Hormongabe und auch die Einnahme von z.B. Mönchspfeffer die Temp-Kurve verfälschen! Auf die Kurven kannst du dich also nicht wirklich verlassen, falls du Utrogest schon in der 2. Zyklushäfte nimmst.

    So, nach diesem ausführlichen "Sonntag-Nachmittag-Erguss" :D bleibt mir nur noch, dir die Daumen zu drücken für einen baldigen positiven Test und endlich eine erfolgreiche SS. Vielleicht werden wir ja bald beide schwanger und sehen uns dann im Hurra wieder ... *hoff*

    Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, hin und wieder mal wieder von dir zu lesen.
    Schaf73
    http://www.cosgan.de/images/smilie/tiere/g045.gif

    Kiwu seit 04/05
    07/05: FG (6. SSW)
    08/06: FG (9. SSW)
    10/06: Diagnose: MTHFR-Mutation, grenzwertige ANAs
    10/07: Diagnose: Eizellreifestörung
    03/08: Hormonstimulation --> Zwillinge
    04/08 u. 05/08: Zwillings-FG (9./12. SSW)
    07/08: Diagnose: 3 aktivierende KIR-Gene fehlen
    08/08: KK genehmigt einmalig 50% der Kosten für Immuntherapie
    12/08: Abschied vom Kiwu wegen Trennung vom Ehemann

  3. #3
    hallo.susi ist offline stranger

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    Standard Re: Mens nach Utrogest

    Nehme auch seit fast 3 Wochen Utrogest zur Vorsorge (nach 2 FG im 4. bzw 2 Monat). Kann dir leider bei diesem Problem nicht weiterghelfen, denn ich bin total unverhofft im 3 ÜZ doch schwanger geworden, obwohl die Temp nur im Zickzack und zaghaft nach oben gestiegen ist. und wir kaum "S" hatten, da mein Mann wegen starker Erkältung flach lag. Bin jetzt 37 und wollte auch nicht mehr ewig warten, habe allerdings schon eine 3-jährige Tochter (nach den FG!!! mit einer total unkomplizierten Schwangerschaft). Ich habe mich nach den FG verrückt gemacht und erst als ich mal nicht schwanger werden wollte, hatte es damals geklappt un wir haben ein fast-Weihnachtsbaby bekommen. Allerdings war mir das dann total egal. Ich drücke euch die Daumen.
    PS: Hatte diesen Monat erstmals mit FH-Tests gearbeitet, neben der Temp und Zervixkontrolle.
    Vielleicht ist es sinnvoller die Dosis vom Arzt herabsetzen zu lassen, allerdings habe ich auch früher schon Utrogest genommen und hatte trotzdem keinen längeren Zyklus... ist vielleicht bei jedem anders.

  4. #4
    Avatar von Aurin
    Aurin ist offline enthusiast

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    Standard Re: Mens nach Utrogest

    Hallo Angih_M !

    Ich habe nach 3 FG in der 4. SS Utrogest und ASS 100 Verschrieben bekommen.
    Ich hatte nach der 3. FG mit Beginn der 4. SS den FA gewechselt und nach weiteren Untersuchungen verschrieb er mit diese beiden Medikamente. Die SS mit unserem Sohn verlief total unproblematisch die Geburt von der Schnelligkeit schon fast zu schnell ( 4 Tage über dem Termin).
    Bei der nächsten SS ist ganz auf Medikamente ( bis auf Folio) verzichtet worden. Auch die SS mit unserer Tochter verlief super. Sie fühlte sich bei mir so wohl, das sie nicht wieder raus wollte. Nach dem 10. Tag wurde sie eingeleitet.
    Ich wurde immer dann wieder Schwanger, als ich am wenigsten damit gerechnet hatte.
    Bestimmt wird es auch bei dir noch mal so sein.

    LG Aurin
    L G Aurin

  5. #5
    moria ist offline Flying mama

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    Standard Re: Mens nach Utrogest

    Also ....
    erst mal Luft holen muss:

    Zu 'alt' bist Du ja wohl längst noch nicht, auch nicht für eine Erstgebärende.
    Ich kenne - auch aus dem Kiga, im Freundeskreis, bei Kollegen etc. - massenhaft Frauen die ihre ersten Kinder mit 37, 38 oder gar 40 bekommen haben.

    Setz´Dich nicht so unter Druck! Das tust Du nämlich gerade (sorry fürs offensein!) Ich finde das klingt bei all Deinen Postings irgendwie durch. Ich weiss, das ist leichter gesagt als getan, aber es stimmt ja irgendwo, dass es meistens dann nicht klappt mit dem SS werden, wenn man es UNBEDINGT will.

    Ich habe von Dir hier auch mal öfters gelesen, meist bei Beiträgen ab wann man es wieder versuchen kann : 'Dein Körper sagt Dir schon wann es o.k. ist' oder 'Der Körper regelt das von alleine'
    Vielleicht ist es eben noch nicht in Ordnung für Deinen Körper. Zwei FG in einem Jahr sind hormonell gesehen halt auch Wahnsinn für den Körper.
    Mich haben meine beiden FG ungefähr so viel mitgenommen und an Kraft gekostet wie eine vollendete Schwangerschaft (´kannn man zwar nicht vergleichen, aber etwas besseers im Bezug auf hormonell Veränderungen fällt mir gerade nicht ein)
    Du kannst ja ss werden, warum machst Du Dich jetzt nur selbst verrückt wegen einem Monat oder zwei?
    Versuche Dich abzulenken und nicht so darauf zu fokusieren, sonst wird es eher nichts. Wenn der Kopf freier ist, klappt es bestimmt.

    Das mit dem Progesteron verstehe ich nicht. Kann man nicht überprüfen ???? Häh?
    Also, mein FA überprüft am ZT 14 die Eireifung per US. Wenn keines erkennbar ist, wird am ZT 21 der Progesteronspiegel überprüft. Wurde bei mir gerade letzten Monat gemacht (alles primissimo, yipiieee.) Ich habe die Tabelle mit den Werten gesehen, also was kann man da jetzt nicht überprüfen?
    Das gehört bei meinem FA übrigns zum Standardprogramm bei Kiwu nach FG

    So, nun mal Kopf hoch und ganz locker weiterüben. Du hast Deine Untersuchungen gemacht, kennst jetzt Deine Risiken, bekommst Medis wirst betreut, alles andere wird schon!

    Allerdings muss ich eines noch los werden, was mich echt 'wütend' macht. Ich habe ähnliches neulich im Planie gelesen und musste wirklich an mich halten.
    Was soll der Quatsch mit der Weihnachtszeit?
    Wünscht Du Dir ein Kind oder nicht? Glaubst Du wenn man Kinder hat kann man alles planen? Entschuldigung, aber so einfach ist das Leben nicht.
    Wenn man sich ein Kind wünscht ist es doch wohl völlig VÖLLIG egal wann das Kind kommt.
    Und wenn es anders ist, dann will man ja wohl kein Kind, sondern ein Programm. Ja, klar Weihnachten ist stressig. Und, oh jeh, es könnte ja an Heiligabend kommen ...
    Ich kann den ganzen Kram nicht hören, Mo - meine Tochter - hat eine Freundin deren Geburtstag ist der 24. Dez. Na und? Das ist der süsste,lockige Engel den Du dir vorstellen kannt. Ich bin heilfroh, dass sich meine Freundin, KEINE Gedanken darüber gemacht hat, wann eventuell das Kind kommen könnte - sonst gäbe es die Süsse eventuell heute nicht. Mein ET war der 28.12., geholt wurde Mo dann am 10.12. Mir war es so sxxxx egal wann mein Kind kommt. Und ich könnte mir heute nicht mehr vorstellen, dass es sie nicht gibt.
    Haben Deine Eltern geplant und taktiert, wann Du auf die Welt kommen sollst und wann nicht?
    Sorry, jetzt passt es mir gerade nicht, vielleicht doch lieber dann oder dann, ja an dem tag wäre es mir recht...
    Es tut mir leid, aber so was von Frauen, die sich 'so sehr ein Kind wünschen' kann ich nicht hören!!!!
    Im realen Leben mit Kindern ist verdammt viel, wenngleich nicht alles, eben nicht planbar. Wir laborieren seit Mitte Oktober mit Kinderkrankheiten (Scharlach), Bronichtis, Erkältungen, Lymphknotenentzünden (mit KH- Aufenthalt) usw. herum. Ist absolut klasse, vorallem wenn beide arbeiten (Mein Mann hat einen ziemilch stressigen Job als Director im Sales Opration bei einer der Grossen im Telekom Bereich, ich fliege - gemeinhin wird mein Beruf als Stewardess bezeichnet - ausschliesslich Langstrecke- bin also Tage am Stück weg ). Da wird die Kinderbetreung - weil Kita in den Gesundheitszustand ja nicht ist - echt zum Spießrutenlauf (Oma ist 100 km weg und hat übrigens von der Enkelin kurz vor Weihnachten Schralach vererbt bekommen).
    Und da weisst Du dann auch wieder, was durchwachte Nächte sind (in meinem Fall zusätzlich zu denen, die ich ohnehin schon durcharbeite)
    Alles schööööön planbar! Jo!
    Kinder lehren dich - zum Glück!!!- das alles anders sein kann und das das Leben nicht nur schwarz und weiss ist. Und das manche Bequemlichkeiten nichts als Einbildung sind. Und man lernt sich von seinem eingefahrenen Leben zu verabschieden. So viel dazu!
    Schützekinder sind übrigens wunderbare kleine Weltentdecker. Grosses Herz, Riesen Neugier. Total aufgeweckt.
    Aber darauf hast Du ja keine 'Lust'.

    Nichts für ungut.

    Tut mir leid, wenn ich jetzt etwas heftig wurde.

    Ich wünsche Dir jedenfalls das es bald klappt.
    *Daumendrück*

    Lg,
    moria mit mo(rgann) 12/02 und zwei ** 02/ 06 u. 08/06
    die sich seeeehr über ein zweits Dez Baby freuen würde

  6. #6
    Avatar von Anghi_M
    Anghi_M ist offline Poweruser

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    Standard Re: Mens nach Utrogest

    Hei, Moria, geht's wieder besser? :)

    Also als erstes: Ja, du hast recht, ich setze mich zu sehr unter Druck. Das passiert mir manchmal. Weil's mir stinkt! Hab' erst gewartet bis wir "reif genug" für ein Kind waren, dann bis unsere Finanzen gestimmt haben und wir aktiv werden konnten und zum Dank für's ganze Warten verliere ich gleich zwei mal mein Kind und finde mich ein Jahr später wieder mit leerem Bauch. Ja, es stinkt mir, wie die Zeit dahinplätschert, als hätte ich noch ein zweites Leben in petto. Es stinkt mir überall zu lesen, dass die Eizellreifung in meinem Alter bereits Jahr für Jahr rapide zurückgeht und gleichzeitig tätschelt man mir immer noch auf die Schulter, ich wäre doch noch "jung". Diese Ungeduld in meinem Hinterkopf kann ich leider nicht einfach abschalten. Aber ich bemühe mich. Ich weiss ja selbst, dass es Blödsinn ist mich so verrückt zu machen. Ich bin bisher eigentlich recht problemlos schwanger geworden. Mich macht nur diese Ungewissheit grantig. Klappt es wirklich noch mal? Wenn ja wie schnell? Wird diesmal alles gut gehen? Wann kann ich meinen Eltern endlich sagen, dass sie Großeltern werden? Wann muss ich vor meiner Umwelt nicht mehr verstecken, dass ich mir ein Kind wünsche? Wann muss ich endlich keinen Anspielungen mehr aus dem Weg gehen, ob wir nicht auch mal langsam Kinder haben wollen? Wann werde ich wissen, dass Träume doch noch wahr werden können, dass doch noch alles gut geht? Wann wird dieses Lied endlich seinen Schlussakkord bekommen?
    Ja, es macht mich kribbelig. Es ist zäh und mühseelig und so unsäglich unzuverlässig. Und nichts hasse ich mehr, als wenn ich keine Kontrolle mehr habe. Als wenn ich hilflos wie ein dummes Lamm daneben stehe und einfach abwarten muss. Ohne aktiv werden zu können. Alles passiv mit mir geschehen lassen muss. Das ist MEIN Leben, das gebe ich verdammt ungern aus den Händen.
    Ja, ich werde noch viel lernen müssen. Aber keine Bange: Die Herausforderungen, die mit einem Kind auf mich zukommen, sind andere, als die VOR dem Kind.

    Was das Weihnachtsbaby betrifft: Hast du mein Post im Planie richtig gelesen? Ja, wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre es ein anderer Termin. Aber auf ein Weihnachtsbaby verzichten? Nie und nimmer. Ein Kind sucht sich seinen Geburtstermin nun mal selbst aus, es kommt dann, wann es kommen will. Und wenn das an Weihnachten sein soll, dann soll es eben so sein. Es geht mir nicht um mich und nicht darum, wann ich im Krankenhaus liege. Noch nicht mal so sehr um den Stress, dass alle Feierlichkeiten zusammen kommen. Aber mein Kind muss sein ganzes Leben mit diesem geburtstag klar kommen und ist davon vielleicht auch nicht so begeistert. Dass keiner da ist um mit ihm zu feiern, weil alle einen auf Familie machen oder in Skiurlaub sind. Dass es Geschenke immer für "Weihnachten und Geburtstag zusammen" gibt. Dass die anderen ja auch Geschenke bekommen und man gar nicht den Tag für sich alleine hat. Dass man nie weiss, ob man jetzt dem Weihnachtsfest oder mehr dem eigenen Geburtstag entgegenhibbelt.
    In unserer Familie haben alle (meine Mom, mein Dad, mein Mann und ich) kurz vor oder nach Weihnachten Geburtstag. Nur meine Schwester wurde im Juli geboren und ich habe sie als Kind immer um ihre tollen Gartenparties beneidet, wo alle Kids mit Badeanzügen rumliefen, Wasserschlachten gemacht haben, Hüpfgummi spielten, Apfel-Angeln und Würstchen-Grillen. Es ist nicht abwägig und auch nicht verwerflich, dass ich mir ein Sommerbaby gewünscht habe. Ein Kind, bei dem draussen die Sonne lacht, dass auch im Garten spielen darf, das dieses entschlossene, freundschaftliche, herzliche Gemüt meiner Schwester (Sternzeichen Krebs) an den Tag legt. Schützen sind großartige Menschen, keine Frage. Meine Mutter ist Schütze. Und ja - nichts im Leben läuft so, wie man es plant. Wünsche hat man dennoch. Wenn das Leben etwas netter zu mir gewesen wäre, hätte ich heute ein Sommerbaby oder würde in wenigen Monaten eines bekommen. Es GIBT Menschen, deren Wünsche in Erfüllung gehen. Wenn ich jetzt aber ein Winterbaby bekomme, dann werde ich sicher die glücklichste Winterbabymama der Welt sein. Und paradoxerweise noch mehr planen dürfen: Wie ich Geburtstag Nr. 5 in dem ganzen Feiertagswust noch ordentlich unterbringe.

    Und zum Thema Progesteron: Wenn ich sowas lese, werde ich immer wieder sauer auf meinen FA. ich bin ja schon dabei, zu wechseln, nur kenne ich die neue Ärztin auch noch nicht. Den Zyklus zu beobachten, Folikelreifung und Progesteronwert zu überprüfen WÄRE vielleicht selbstvertsändlich, wenn man den richtigen Arzt hätte. Meiner erklärte mir nur, dass das Progesteron bei einer SS vermehrt gebildet wird. Es ist wohl nicht so relevant, wieviel in der zweiten Zyklushälfte vorhanden ist, sondern wieviel bei einer SS ausgeschüttet wird, und wenn da der Wert nicht stimmt, muss man mit Utrogest nachhelfen. Und weil er das ohnehin bei mir getan hat, könne man sich den Test auch gleich sparen. Ich dachte also, es bringt nichts, den Wert vorher zu überprüfen.
    Fr. Dr. Reichel hatte mir jetzt (auf meine Nachfrage hin) gesagt, ich könne das Utrogest auch vorsorglich ab der zweiten Zyklushälfte nehmen, FALLS ich schwanger bin. Aber mir gefällt nicht, wie das dann den Zyklus verändert. Also stehe ich wieder am Anfang. Ich gehe jetzt mal zu der neuen Ärztin und hoffe, dass ich da endlich mal gescheit betreut werde.

    Und - dank für's Kopfwaschen. War wohl nötig.
    Anghi + Mini-Mäuschen (30.04.08)

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  7. #7
    moria ist offline Flying mama

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    Standard Re: Mens nach Utrogest

    Hi Anghi,

    Zuerst einmal, sorry nochmal fürs etwas 'härtere ' angehen und das Zutexten.
    Bei der Anspielung auf das Planie Posting habe ich übrigens gar nicht Deines gemeint. Da war ein ein anderes mit ähnlichem Tenor, leider hast Du dann meinen 'Zorn' abgekriegt.
    Im Planie lese ich nur ganz, ganz selten mit. Deshalb habe ich Dein Posting dort überhaupt nicht gesehen. Ich 'plane' da nicht mit, weil mir das zuviel ist. Ich will das nicht für mich, dieses nur hibbeln usw. Tempi messen kann ich eh nicht (wegen der durcharbeiteten Nächte und den extremen Zeitunterschieden, die ich so in meinem Alltag durchlebe)

    Ich kann Dich auch schon verstehen. Die Warterei nervt, man. Ja, man verliert die Kontrolle. Aber da zeigt uns das Leben eben, dass man nicht über alles die Kontrolle hat. (Das habe ich - schmerzhaft - im Berufsleben nach 9/11 gelernt (fliege ja für eine daran beteiligte US Airline, das waren MEINE Kollegen!) , da war plötzlich alles weg, jede Sicherheit, alles an das man je geglaubt, was man sich für die Zukunft ausgemalt hat)
    Aber mir geht es ja nicht anders - vor mehr als 1 1/2 Jahren haben wir beschlossen, ein zweites Kind anzugehen. Seither leben wir in so einer Art Warteschleife! Ich will dann ja auch 3 Jahre Elternzeit nehmen (bei Mo war ich nur 8 Monate daheim) irgendwie hangeln wir uns da so zwischen Hoffen und Bangen durch.
    Allerdings bin ich jetzt nach der 2 Fg ruhiger geworden. Finde ich selber komisch, ist aber so.
    Was passiert passiert eben.
    Wenn ich wieder ss werde : schön! Wenn nicht, dann eben später!
    Ich hoffe sehr, sehr, sehr das dann alles gut geht, aber ich weiss - für mich - dass wenn es nicht so sein sollte, dann auch Schluss sein wird. Ich will dann nicht mehr. Dieses vielleicht muss dann ein Ende haben!
    Ich will dann 'weitermachen' können..in dem Sinne von: so ist unser Leben jetzt und so bleibt es auch.
    Ich will dann das reservierte zweite Kinderzimmer im Haus irgendwie anders gestalten. (usw., usw.)
    Das Schlimmste für mich ist eigentlich, dass sich meine Tochter dringend ein Geschwisterchen wünscht. Das Tut am meisten weh. Sie spricht heute - auch noch im Kiga - von dem Baby, das mal unterwegs war. (sie weiss von der 1. FG , war ja 13.SSW und man sah es auch schon)

    Ich muss heute noch mal nach dem Progesteron googlen. Ich hatte mich mal damit beschäftigt, als ich nach der zweiten FG für ein paar Monate eine Gestagenpille nehmen musste. Klar, der Wert verändert sich während der SS. Aber der Wert in der zweiten Zyklushälfte hat was mit der Einnistungsfähigkeit zu tun, so hat mein FA mir das letzte Woche erklärt. (Er hatte da nämlich - in diesem Zyklus eine herangereifte Eizelle entdeckt, die allerdings - für meine Begriffe- spät hüpfen würde. Er sagte aber, aufgrund meiner Werte sei das absolut und mehr als ok. - Letzten Zyklus war ja quasi nichts da, aber ich bin ja eben halt auch schon 35, da ist das nun mal eben so, ss werfde ich dennoch wie letztes Jahr 2x bewiesen)
    Mein alter FA hat das auch nicht gemacht. Der hat ausserhalb einer SS auch so gut wie nie US gemacht.

    Lg,
    moria

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