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Thema: Schwiegermutter nach der Geburt

  1. #1
    tanni84 ist offline newbie

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    Ausrufezeichen Schwiegermutter nach der Geburt

    Ich hoffe, mit diesemPost bekomme ich etwas Zuspruch und Verständnis für meine Situation mit der Familie meines Mannes, insbesondere meiner Schwiegermutter:

    Die Family meines Mannes kommt aus Moskau. Mein Mann kann beide Sprachen perfekt. Seine Eltern leider nur russisch. Ich selbst verstehe die Sprache halbwegs, kann die aber nicht sprechen. Somit ist die Kommunikation zwischen Schwiedermama und mir nicht gegeben und mein Mann muss immer übersetzen.
    Mein Mann und ich sind 1,5 Jahre vor der Geburt unseres Sohnes 400km weiter weg nach Berlin gezogen. Wir leben hier allein ohne jegliche Familienangehörige.
    Kurz vor der Geburt (August 2011) hat meiner Schwiegerfamilie ihren Besuch für eine Woche nach der Geburt angekündigt. Mein Mann war einverstanden, ich habe dankend abgelehnt, denn ich wollte die erste Zeit nach der Geburt mit Baby und Mann alleine genießen und mich dabei erholen etc. zumal ich VOR der Geburt nicht mal wusste, wie die Geburt verläuft und wie es mir danach gehen würde. Ich wollte die Geburt abwarten. Da ging es los. Schwiegermutter war beleidigt. Ich würde nicht klar kommen und ich bräuchte Hilfe. Ja KLAR brauchte ich Hilfe, aber was bringt es, wenn sie eine Woche bei uns lebt, usw und dann wieder fährt. Ich muss so oder so alleine klar kommen. Außerdem wollte ich generell nicht, dass jemand bei uns "wohnt". Besuch am Tag - gerne, aber mich dann bitte über Nacht allein lassen. Ich bin dann den Kompromiss eingegangen, dass die wo anders schlafen und uns am Tag besuchen, aber da kamen schockierende Aussagen von meinem Mann und seinem Bruder "Wie jetzt? Du kannst doch nicht verlangen, dass die Eltern im Hotel schlafen?!?!?!?!!!" Na danke, aber von mir kann man alles erwarten, oder wie? Ich habe nur um Ruhe nach der Geburt gebeten. Mehr nicht. Ich muss dazu sagen, dass wir die ersten aus seiner und meiner Familie sind, die verheiratet sind und ein Baby haben. Die Situation war für alle neu.

    Nun ja, das Thema eskalierte. Ich nur am heulen, war am Ende meiner Kräfte (im 9. Monat schwanger - hormongeladen). Als meine Idee mit dem Hotel so abgewiesen wurde, bin ich einen erneuten Kompromiss eingegangen. Die Eltern samt Bruder können kommen, aber nur für die Zeit während ich noch im Krankenhaus bin. Die könnten die Wohnung herrichten, die Mama könnte kochen und es einfrieren, für die erste Zeit etc... Dieser Vorschlag wurde auch erst abgelehnt, denn die Eltern wollten auf einmal gar nicht mehr kommen. Als es dann soweit war und mein Sohn auf die Welt kam, haben die sich dann doch schnell auf den Weg gemacht und sind 3 Tage geblieben.

    Allerdings von der "Hilfe" war nichts zu sehen. Die Mama hat gekocht - jaaa, aber nur für die Männer. Für das Baby wurde NIX hergerichtet und das Beste: Die Wohnung sah aus... musste erstmal putzen als ich heim kam.

    Es ist mittlerweile Gras über die Sache gewachsen, aber das Problem dabei ist, dass es immer noch niemand versteht. Alle stellen es so hin, als hätte ich den Eltern verboten vorbeizukommen. Punkt. Aus. Aber WIESO, das checkt niemand. Der ganze Stress vor der Geburt hat mich so fertig gemacht, dass ich schon dachte, ich wär nicht normal im Kopf und dreh völlig durch. Ist das so unnormal, dass ich die ersten Tage nach der Geburt meinen Sohn für uns allein haben wollte um ihn erstmal kennenzulernen ohne das 24 Std. die Familie meines Mannes um mich herum ist.
    Ich find es immer noch richtig, dass ich niemanden über Nacht bei uns wohnen lassen habe. Die Zeit habe ich gebraucht, zumal ich auch Geburtsverletzungen erlitten habe. Bei meiner Mama ist es was anderes. Sie war 1 Woche nach der Geburt für ein paar Tage bei mir, denn sie konnte mir wirklich helfen, weil ich weiß, WIE sie putzt, kocht und vor allem, ich konnte mich mit ihr unterhalten bzw. mich bei ihr ausheulen (Babyblues).

    Es ist ja nicht nur die Sache mit dem Besuch. Der Charakter ist halt so und es gibt immer wieder solche Situationen, wo man mich nicht versteht, wenn ich als Mutter eine Entscheidung treffe, die ich für meinen Sohn und mich für richtig halte. Mein Mann entzieht sich dem. Er steht zwar zu mir, aber kann seiner Mama auch nicht die Meinung sagen bzw, so übersetzen, wie ICH es meine. Er will seine Eltern schonen, damit die sich nicht so aufregen. Aber niemand hat dafür gesorgt, dass ICH mich vor der Geburt schone :-(

    Für alle die, die dieses "Buch" vollständig gelesen habe, ein großes Dankeschön :) Ich musste es mal loswerden!

  2. #2
    Kaktusfeige Gast

    Standard Re: Schwiegermutter nach der Geburt

    Ich kann dich gut verstehen.
    Ich denke, hier spielen die verschidenen Arten und Weisen, wie in Russland bzw. hier in Deutschland Familie gelebt und gepflegt wird, eine große Rolle.

    Ein Baby kommt und alle sind aus dem Häuschen, aber keiner macht sich Gedanken darüber, was man (als Mutter) will, nicht will oder ertragen kann.
    Die Omas sind schnell beleidigt und wahnsinnig eifersüchtig auf die "Rivalin".
    Bei euch kommt nun auch noch die Sprachbarriere dazu. Dein Mann wurde wahrscheinlich so erzogen, dass man Mama nicht widerspricht. Schade.

    Ich will dir ja keine Angst machen, aber die Probleme gehen jetzt erst wohl richtig los.
    Ich wünsche dir viel Kraft und Ausdauer. :daumendrueck:

  3. #3
    tanni84 ist offline newbie

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    Standard Re: Schwiegermutter nach der Geburt

    Zitat Zitat von Kaktusfeige Beitrag anzeigen
    Ich kann dich gut verstehen.
    Ich denke, hier spielen die verschidenen Arten und Weisen, wie in Russland bzw. hier in Deutschland Familie gelebt und gepflegt wird, eine große Rolle.

    Ein Baby kommt und alle sind aus dem Häuschen, aber keiner macht sich Gedanken darüber, was man (als Mutter) will, nicht will oder ertragen kann.
    Die Omas sind schnell beleidigt und wahnsinnig eifersüchtig auf die "Rivalin".
    Bei euch kommt nun auch noch die Sprachbarriere dazu. Dein Mann wurde wahrscheinlich so erzogen, dass man Mama nicht widerspricht. Schade.

    Ich will dir ja keine Angst machen, aber die Probleme gehen jetzt erst wohl richtig los.
    Ich wünsche dir viel Kraft und Ausdauer. :daumendrueck:
    Ich dachte, die Probleme legen sich, sobald weitere Enkelkinder kommen... Der andere Sohn meiner Schwiegermutter, also mein Schwager, wird auch bald Papa. Seine Frau, vor ein paar Monaten erst aus Moskau hergezogen, hat hier nur die Schwiegermama, hat aber trotzdem Angst, dass die Schwiegermama ständig auf der Matte steht. Ich hoffe spätestens dann werden die meine Reaktionen verstehen.
    Meine eigene Mama wird dieses Jahr noch 3 weitere Male Oma und sie ist ÜBERHAUPT nicht so zu ihren Schwiegertöchtern. Sie lässt die alle selbst machen und hilft nur, wenn sie gefragt wird, was ich super finde. Wieso können nicht alle Schwiegermamas so sein?

    Ja, du hast Recht. Mein Mann und sein Bruder wurden so erzogen, dass die ihren Eltern nicht widersprechen dürfen, was völliger Quatsch ist. Die Eltern haben zwar mehr als oft Recht (was die Kinder im Laufe des Lebens erst merken und zu schätzen wissen) aber man hat doch seine eigene Meinung, die man auch äußern darf.

  4. #4
    IsaLu75 ist offline Stranger

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    Standard Re: Schwiegermutter nach der Geburt

    Ich kann Euch beiden zum größten Teil zu stimmen.
    Ich bin mittlerweile alleinerziehend, weil ich den "Kampf" gegen Schwiegermutter und flegmatischen Kindsvater verloren habe.
    Das ich als "Rivalen" empfunden wurde, durfte ich schon von der Schwangerschaft erfahren. Ich wurde sehr frei und selbstständig erzogen und meine Mutter verhält sich ähnlich wie Deine, Tanni. Dies harmonierte so gar nicht mit dem Weltbild meiner EX-Schwiegermutter. (Ich funktionierte nicht immer genau so wie SIE wollte). Und hier lagen noch nicht einmal Sprachbarrieren vor. Nach der Geburt wurde es schlimmer. Natürlich habe ich in ihren Augen alles falsch gemacht. Erstaunlich, dass ich vom Rest der Welt nur positives Feedback bekam. Wenn sie mit mir allein war wurde sie sogar äußerst beleidigend. Mein damaliger Partner hatte nicht den Mut konsequent zu mir zu stehen. Heute lebe ich in einer anderen Stadt. Somit gelingt es mir, meinem Kind zu Liebe, eine vernünftige und faire Beziehung zw. Oma und Enkelkind aufrecht zu erhalten. Mehr aber auch nicht. Und ich stelle die Spielregeln auf ohne schlechtes Gewissen ggü. dem Rest der familie zu haben.

  5. #5
    tanni84 ist offline newbie

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    Standard Re: Schwiegermutter nach der Geburt

    Ich denke, wenn meine Schwiegermutter und ich uns verständigen könnten, würde es auch mal knallen:winkle:
    Ist die Beziehung zu dem Vater deswegen zerbrochen? Bei uns kommt es ständig zum Streit wegen der Schwiegermutter. So langsam distanzieren wir uns, weil das Thema nie ganz ausgesprochen wird und es einfach nicht zu einer Lösung kommt, weil mein Mann auch seine Mama nicht enttäuschen kann. Ich habe Angst, dass es böse endet.

  6. #6
    sabuba ist offline Stranger

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    Standard Re: Schwiegermutter nach der Geburt

    hallo tanni,
    kann dich super verstehen. ich habe auch eine mischehe.er kommt aus ecuador und wir lebten anfangs in der gleichen stadt wie seine eltern in italien.er ist der erstgebohrene sohn,seine 2 geschwister sind solo. das heisst ich hab ihr den ersten sohn "weggenommen" und dann kam der erste enkel. in ecuador (oder zumindest in seiner familie) muss man sein kind mit der rest-familie teilen. teilen heisst fuer meine schwiegermutter es komplett ihr zu ueberlassen. glaub mir, dass deine schwigereltern in einer anderen stadt wohnen ist ein segen.
    kann dich gut verstehen, zumal bei meinem ersten sohn meine mutter kam aus deutschland und zu meiner eigenen mutter hab ich auch kein gutes verhaeltnis. paradoxerweise ha ich ein besseres zu meiner schwiegermamma, obwohl es heftige streits gibt mit ihr.
    dennoch hat meine mutter komplett andere ansichten und hat mir nicht staendig das baby aus den armen gerissen sondern es mir komplett gelassen. meine schwiegermutter eben genau andersrum. ausserdem wurde nie beruecksichtigt ob das kind jetzt grad schlaeft oder nicht und einmal hat sie mir sogar den effie gezeigt, weil sie es bei unserem besuch nicht wach gesehen hat.und ich sei "egoistisch " mit meinem kind(wills nicht teilen)
    so dann dachte ich, bei unserem 2. kind wird es besser denn da kann sie sich um den grossen kuemmern: pustekuchen. wir wohnen mittlerweile in spanien und sie kam also fuer 2 monate zu uns ins haus!!1 monat vor geburt und einen danach um mir zu helfen.sie hat erstmal meine kueche ungeraeumt und wollte einen fernseher in ihrem zimmer(den ich ihr nicht zugestanden hab weil da auch unser grosser schlaeft) wie gesagt es ist eine grosse hassliebe bei uns. sie hat sich ruehrend um mich gekuemmert und mir sogar das essen ans bett gebracht aber man muss dann eben alles so machen wie sie es will. und der kleine hatte dann noch so heftige koliken und hat sich natuerlich " nur bei der oma" breuhigt.
    es kam dann so nach ca 3 wochen nach der geburt zum supergau und sie wollte frueher wieder wegfliegen.
    haben dann geredet und sie blieb.
    es ist schwierig und glaub mir bei mir hat es nichts geaendert ,dass es das 2. kind ist, denn ich bin immer noch egoistisch in punkto kinder. meint sie. das wird sich fuer ihre ansicht nie aendern, nur ,dass ich scho so arg auf kompromisse herabgegangen bin dass es kracht und ich es mit meinen prinzipien nichtmehr vereinbaren kann.
    die distanz ist gut, hilft dir die sache gelassener zu sehen. hier bekommen uebrigens die maenner auch zuerst serviert und auch mehr auf dem teller. ich glaube den kultur-unterschied merkt man erst mit kindern richtig. auch was erziehungsweisen angeht....
    so ich hoffe du hast mein "buch" auch komplett gelesen und hoffe du bleibst stark. denk dir einfach immer, dass es nur momente sind. mit meinem mann kriselte es auch schon heftig aber mittlerweile mehr wegen erzeihung und weil ich alles allein machen muss und mit 2en. und kindergarten kommt fuer ihn auch nicht in frage. hab mich aber durchgesetzt!!
    muss manchmal aber auch zurueckstecken koennen denn beide eltern haben das recht die erziehung nach bestem gewissen zu tun .
    kopf hoch!!

  7. #7
    tanni84 ist offline newbie

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    Standard Re: Schwiegermutter nach der Geburt

    Zitat Zitat von sabuba Beitrag anzeigen
    hallo tanni,
    kann dich super verstehen. ich habe auch eine mischehe.er kommt aus ecuador und wir lebten anfangs in der gleichen stadt wie seine eltern in italien.er ist der erstgebohrene sohn,seine 2 geschwister sind solo. das heisst ich hab ihr den ersten sohn "weggenommen" und dann kam der erste enkel. in ecuador (oder zumindest in seiner familie) muss man sein kind mit der rest-familie teilen. teilen heisst fuer meine schwiegermutter es komplett ihr zu ueberlassen. glaub mir, dass deine schwigereltern in einer anderen stadt wohnen ist ein segen.
    Wir haben nicht direkt eine Mischehe. Ich komme aus Kirgisien, mein Mann aus Russland. Wir sprechen ansich dieselbe Sprache, aber ich war erst 4 als wir nach Deutschland kamen und mein Mann hat drüben noch die Schule besucht. Die Russen, insbesondere die Moskauer, integrieren sich nicht gerne, so auch meine Schwiegereltern. Nach fast 20 Jahren halten die es nicht für nötig deutsch zu lernen... Mein Mann dagegen kann akzentfrei deutsch und russisch.

    Hat deine Schwiegermama auch eine eigene Tochter oder nur Söhne?
    ausserdem wurde nie beruecksichtigt ob das kind jetzt grad schlaeft oder nicht und einmal hat sie mir sogar den effie gezeigt, weil sie es bei unserem besuch nicht wach gesehen hat.und ich sei "egoistisch " mit meinem kind(wills nicht teilen)
    Wahnsinn, das kenne ich auch. Man denkt ja nur an sein Baby, das den Schlaf braucht. Ich hab es auch jedesmal, dass wenn wir bei den Eltern zu Besuch sind, ich die darum bitte nach 19 Uhr nicht mehr mit dem Kleinen zu toben oder sonstige lauten Spiele zu spielen, denn er muss sich auf das Schlafengehen vorbereiten. Das ist den aber egal, denn die sehen ihn ja so selten, da wollen die auch die Zeit mit ihm ausnutzen. Aber ICH hab nachher das Problem ihn zu beruhigen, weil er aufgedreht oder überreizt ist!!!! Da frag ich mich: WER ist hier egoistisch?!?!?
    es ist schwierig und glaub mir bei mir hat es nichts geaendert ,dass es das 2. kind ist, denn ich bin immer noch egoistisch in punkto kinder. meint sie. das wird sich fuer ihre ansicht nie aendern, nur ,dass ich scho so arg auf kompromisse herabgegangen bin dass es kracht und ich es mit meinen prinzipien nichtmehr vereinbaren kann.
    die distanz ist gut, hilft dir die sache gelassener zu sehen. hier bekommen uebrigens die maenner auch zuerst serviert und auch mehr auf dem teller. ich glaube den kultur-unterschied merkt man erst mit kindern richtig. auch was erziehungsweisen angeht....
    In den Augen anderer scheint es wohl oft so, als wär man als Mutter egoistisch, aber DU bist die Mama deines Kindes und nur DU weißt am Besten, was dein Kind will und braucht, meist sogar besser als der Papa, weil er meist auf Arbeit ist. Mein Mann fragt mich sehr oft, was und wie er was tun soll, wenn mein Baby weint.

    Was die Kulturunterschiede angeht: Ich bin mehr oder weniger in der selben Kultur aufgewachsen, nur bin ich ein Dorfkind und mein Mann ein Stadtmensch. Vor 1 Monat waren wir in Moskau bei seiner kompletten Familie und haben dort bei der Tante gelebt. Ich musste mich dermaßen zusammenreißen. Aber wenn ich dort was gesagt hätte, dann hätte man mich absolut nicht verstanden und auch nicht auf mich gehört (verstehen tun die mich eh nicht, wenn ich auf deutsch dort rumgeschimpft hätte - wäre dann gleich ne Zicke) Denn, die haben alle mein Baby auf dem Mund geküsst und haben seine Hände in deren Mund gesteckt!!!!!!
    Es war schon unverständlich für die, dass ich spezielles Babywasser dabei hatte. Die Wasserleitungen sind dort sehr alt und das Wasser ist nicht mal durchsichtig. Natürlich wollte ich kein Risiko eingehen.

    Sowas hat man aber immer, dass Menschen einen nicht verstehen. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was gut und richtig ist und solange man ein ruhiges Gewissen hat, dann ist es auch richtig!!!

  8. #8
    Avatar von Rosi29
    Rosi29 ist offline in Tillerbullerknickknack

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    Standard Re: Schwiegermutter nach der Geburt

    Zitat Zitat von Kaktusfeige Beitrag anzeigen
    Ich denke, hier spielen die verschidenen Arten und Weisen, wie in Russland bzw. hier in Deutschland Familie gelebt und gepflegt wird, eine große Rolle
    Ich glaube, das ist ein entscheidender Punkt. Im Krankenhaus, in dem ich entbunden habe, wird nach Möglichkeit darauf geachtet, Frauen aus gleichen Kulturkreisen auf die Zimmer zu legen. Da gibt es z.T. erhebliche Unterschiede in Anzahl und Dauer der Besuche.

  9. #9
    BlauesPony ist offline Veteran

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    Standard Re: Schwiegermutter nach der Geburt

    Zitat Zitat von tanni84 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, mit diesemPost bekomme ich etwas Zuspruch und Verständnis für meine Situation mit der Familie meines Mannes, insbesondere meiner Schwiegermutter:

    Die Family meines Mannes kommt aus Moskau. Mein Mann kann beide Sprachen perfekt. Seine Eltern leider nur russisch. Ich selbst verstehe die Sprache halbwegs, kann die aber nicht sprechen. Somit ist die Kommunikation zwischen Schwiedermama und mir nicht gegeben und mein Mann muss immer übersetzen.
    Mein Mann und ich sind 1,5 Jahre vor der Geburt unseres Sohnes 400km weiter weg nach Berlin gezogen. Wir leben hier allein ohne jegliche Familienangehörige.
    Kurz vor der Geburt (August 2011) hat meiner Schwiegerfamilie ihren Besuch für eine Woche nach der Geburt angekündigt. Mein Mann war einverstanden, ich habe dankend abgelehnt, denn ich wollte die erste Zeit nach der Geburt mit Baby und Mann alleine genießen und mich dabei erholen etc. zumal ich VOR der Geburt nicht mal wusste, wie die Geburt verläuft und wie es mir danach gehen würde. Ich wollte die Geburt abwarten. Da ging es los. Schwiegermutter war beleidigt. Ich würde nicht klar kommen und ich bräuchte Hilfe. Ja KLAR brauchte ich Hilfe, aber was bringt es, wenn sie eine Woche bei uns lebt, usw und dann wieder fährt. Ich muss so oder so alleine klar kommen. Außerdem wollte ich generell nicht, dass jemand bei uns "wohnt". Besuch am Tag - gerne, aber mich dann bitte über Nacht allein lassen. Ich bin dann den Kompromiss eingegangen, dass die wo anders schlafen und uns am Tag besuchen, aber da kamen schockierende Aussagen von meinem Mann und seinem Bruder "Wie jetzt? Du kannst doch nicht verlangen, dass die Eltern im Hotel schlafen?!?!?!?!!!" Na danke, aber von mir kann man alles erwarten, oder wie? Ich habe nur um Ruhe nach der Geburt gebeten. Mehr nicht. Ich muss dazu sagen, dass wir die ersten aus seiner und meiner Familie sind, die verheiratet sind und ein Baby haben. Die Situation war für alle neu.

    Nun ja, das Thema eskalierte. Ich nur am heulen, war am Ende meiner Kräfte (im 9. Monat schwanger - hormongeladen). Als meine Idee mit dem Hotel so abgewiesen wurde, bin ich einen erneuten Kompromiss eingegangen. Die Eltern samt Bruder können kommen, aber nur für die Zeit während ich noch im Krankenhaus bin. Die könnten die Wohnung herrichten, die Mama könnte kochen und es einfrieren, für die erste Zeit etc... Dieser Vorschlag wurde auch erst abgelehnt, denn die Eltern wollten auf einmal gar nicht mehr kommen. Als es dann soweit war und mein Sohn auf die Welt kam, haben die sich dann doch schnell auf den Weg gemacht und sind 3 Tage geblieben.

    Allerdings von der "Hilfe" war nichts zu sehen. Die Mama hat gekocht - jaaa, aber nur für die Männer. Für das Baby wurde NIX hergerichtet und das Beste: Die Wohnung sah aus... musste erstmal putzen als ich heim kam.

    Es ist mittlerweile Gras über die Sache gewachsen, aber das Problem dabei ist, dass es immer noch niemand versteht. Alle stellen es so hin, als hätte ich den Eltern verboten vorbeizukommen. Punkt. Aus. Aber WIESO, das checkt niemand. Der ganze Stress vor der Geburt hat mich so fertig gemacht, dass ich schon dachte, ich wär nicht normal im Kopf und dreh völlig durch. Ist das so unnormal, dass ich die ersten Tage nach der Geburt meinen Sohn für uns allein haben wollte um ihn erstmal kennenzulernen ohne das 24 Std. die Familie meines Mannes um mich herum ist.
    Ich find es immer noch richtig, dass ich niemanden über Nacht bei uns wohnen lassen habe. Die Zeit habe ich gebraucht, zumal ich auch Geburtsverletzungen erlitten habe. Bei meiner Mama ist es was anderes. Sie war 1 Woche nach der Geburt für ein paar Tage bei mir, denn sie konnte mir wirklich helfen, weil ich weiß, WIE sie putzt, kocht und vor allem, ich konnte mich mit ihr unterhalten bzw. mich bei ihr ausheulen (Babyblues).

    Es ist ja nicht nur die Sache mit dem Besuch. Der Charakter ist halt so und es gibt immer wieder solche Situationen, wo man mich nicht versteht, wenn ich als Mutter eine Entscheidung treffe, die ich für meinen Sohn und mich für richtig halte. Mein Mann entzieht sich dem. Er steht zwar zu mir, aber kann seiner Mama auch nicht die Meinung sagen bzw, so übersetzen, wie ICH es meine. Er will seine Eltern schonen, damit die sich nicht so aufregen. Aber niemand hat dafür gesorgt, dass ICH mich vor der Geburt schone :-(

    Für alle die, die dieses "Buch" vollständig gelesen habe, ein großes Dankeschön :) Ich musste es mal loswerden!
    Ich versteh dich, mal oberflächlich betrachtet, sehr gut.

    Es war ein riesen Fehler, auch wenn wir uns damals noch einigermaßen verstanden haben, jemals zuviel Nähe zur Schwiegerfamilie zuzulassen.
    Die schwiegereltern nach der Geburt im Haus wohnen lassen, davon rate ich ab, geholfen hat meine Schwiegermutter uns damals nämlich auch nicht, sondern uns zusätzlich extrem belastet, nicht zuletzt durch ihre eigene Überforderung.

    Aber es muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen.

  10. #10
    Avatar von Murksi
    Murksi ist offline Poweruser

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    Standard Re: Schwiegermutter nach der Geburt

    Zitat Zitat von tanni84 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, mit diesemPost bekomme ich etwas Zuspruch und Verständnis für meine Situation mit der Familie meines Mannes, insbesondere meiner Schwiegermutter:

    Die Family meines Mannes kommt aus Moskau. Mein Mann kann beide Sprachen perfekt. Seine Eltern leider nur russisch. Ich selbst verstehe die Sprache halbwegs, kann die aber nicht sprechen. Somit ist die Kommunikation zwischen Schwiedermama und mir nicht gegeben und mein Mann muss immer übersetzen.
    Mein Mann und ich sind 1,5 Jahre vor der Geburt unseres Sohnes 400km weiter weg nach Berlin gezogen. Wir leben hier allein ohne jegliche Familienangehörige.
    Kurz vor der Geburt (August 2011) hat meiner Schwiegerfamilie ihren Besuch für eine Woche nach der Geburt angekündigt. Mein Mann war einverstanden, ich habe dankend abgelehnt, denn ich wollte die erste Zeit nach der Geburt mit Baby und Mann alleine genießen und mich dabei erholen etc. zumal ich VOR der Geburt nicht mal wusste, wie die Geburt verläuft und wie es mir danach gehen würde. Ich wollte die Geburt abwarten. Da ging es los. Schwiegermutter war beleidigt. Ich würde nicht klar kommen und ich bräuchte Hilfe. Ja KLAR brauchte ich Hilfe, aber was bringt es, wenn sie eine Woche bei uns lebt, usw und dann wieder fährt. Ich muss so oder so alleine klar kommen. Außerdem wollte ich generell nicht, dass jemand bei uns "wohnt". Besuch am Tag - gerne, aber mich dann bitte über Nacht allein lassen. Ich bin dann den Kompromiss eingegangen, dass die wo anders schlafen und uns am Tag besuchen, aber da kamen schockierende Aussagen von meinem Mann und seinem Bruder "Wie jetzt? Du kannst doch nicht verlangen, dass die Eltern im Hotel schlafen?!?!?!?!!!" Na danke, aber von mir kann man alles erwarten, oder wie? Ich habe nur um Ruhe nach der Geburt gebeten. Mehr nicht. Ich muss dazu sagen, dass wir die ersten aus seiner und meiner Familie sind, die verheiratet sind und ein Baby haben. Die Situation war für alle neu.

    Nun ja, das Thema eskalierte. Ich nur am heulen, war am Ende meiner Kräfte (im 9. Monat schwanger - hormongeladen). Als meine Idee mit dem Hotel so abgewiesen wurde, bin ich einen erneuten Kompromiss eingegangen. Die Eltern samt Bruder können kommen, aber nur für die Zeit während ich noch im Krankenhaus bin. Die könnten die Wohnung herrichten, die Mama könnte kochen und es einfrieren, für die erste Zeit etc... Dieser Vorschlag wurde auch erst abgelehnt, denn die Eltern wollten auf einmal gar nicht mehr kommen. Als es dann soweit war und mein Sohn auf die Welt kam, haben die sich dann doch schnell auf den Weg gemacht und sind 3 Tage geblieben.

    Allerdings von der "Hilfe" war nichts zu sehen. Die Mama hat gekocht - jaaa, aber nur für die Männer. Für das Baby wurde NIX hergerichtet und das Beste: Die Wohnung sah aus... musste erstmal putzen als ich heim kam.

    Es ist mittlerweile Gras über die Sache gewachsen, aber das Problem dabei ist, dass es immer noch niemand versteht. Alle stellen es so hin, als hätte ich den Eltern verboten vorbeizukommen. Punkt. Aus. Aber WIESO, das checkt niemand. Der ganze Stress vor der Geburt hat mich so fertig gemacht, dass ich schon dachte, ich wär nicht normal im Kopf und dreh völlig durch. Ist das so unnormal, dass ich die ersten Tage nach der Geburt meinen Sohn für uns allein haben wollte um ihn erstmal kennenzulernen ohne das 24 Std. die Familie meines Mannes um mich herum ist.
    Ich find es immer noch richtig, dass ich niemanden über Nacht bei uns wohnen lassen habe. Die Zeit habe ich gebraucht, zumal ich auch Geburtsverletzungen erlitten habe. Bei meiner Mama ist es was anderes. Sie war 1 Woche nach der Geburt für ein paar Tage bei mir, denn sie konnte mir wirklich helfen, weil ich weiß, WIE sie putzt, kocht und vor allem, ich konnte mich mit ihr unterhalten bzw. mich bei ihr ausheulen (Babyblues).

    Es ist ja nicht nur die Sache mit dem Besuch. Der Charakter ist halt so und es gibt immer wieder solche Situationen, wo man mich nicht versteht, wenn ich als Mutter eine Entscheidung treffe, die ich für meinen Sohn und mich für richtig halte. Mein Mann entzieht sich dem. Er steht zwar zu mir, aber kann seiner Mama auch nicht die Meinung sagen bzw, so übersetzen, wie ICH es meine. Er will seine Eltern schonen, damit die sich nicht so aufregen. Aber niemand hat dafür gesorgt, dass ICH mich vor der Geburt schone :-(

    Für alle die, die dieses "Buch" vollständig gelesen habe, ein großes Dankeschön :) Ich musste es mal loswerden!
    Hallo, also eigentlich kann ich Dich gut verstehen, aber in den letzten Jahren habe ich gelernt auch die andere Seite zu verstehen. Großeltern sind extrem aus dem Häuschen, wenn sie Großeltern werden. es ist auch für sie ein ganz besonderer Moment. es ist für sie wie eine Ohrfeige, wenn man erwartet, dass sie nach ein paar Wochen kommen. Dann ist die Sache mit der Großelterlichen Eifersucht, Großeltern wollen gleich behandelt werden, Du bevorzugst Deine Mutter (ist absolut nachvollziehbar) aber für die anderen Großeltern nicht und für Dein Mann auch nicht, schließlich ist es seine Familie, seine Mutter.
    Was das Aufräumen und putzen angeht nun ja, es ist schon etwas herb zu erwarten, sie sollen putzen und alles in Deiner Wohnung vorbereiten, dürfen aber nicht dort schlafen. In Russland, ist es selbstverständlich, dass Familie bei Familie wohnt. Es ist ein Teil ihrer Mentalität. Komisch finde ich das sie hätten etwas vorbereiten sollen für Baby. Du hast doch gesagt, Du möchtest es alleine machen und alleine schaffen, so what?
    Nun ja, es wird immer Entscheidungen geben, die Großeltern nicht verstehen, so wie es auch welche geben wird die Du nicht verstehst. das ist in jeder Familie so. Bei Euch ist es erschwerend, das deine Schwiegereltern aus einer anderen Kultur stammen. Du kannst mehr verständniss für Dich erwarten, aber Du machst Dir das Leben leichter, wenn Du versucht deren Mentalität zu verstehen und ab und zu auf diese einzugehen.
    Mir ist es beim 1. kind extrem schwer gefallen. Aber es ist von Jahr zu Jahr besser geworden
    Meine liebste Bino Tixe
    Planie Bino Diamondgirl
    Meine April Bino 2009: Mariesolveigh

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