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Thema: Die Schwiegermutter und das Töpfchen

  1. #21
    Lioba25 Gast

    Standard Re: Die Schwiegermutter und das Töpfchen

    Zitat Zitat von Evliya Beitrag anzeigen
    Mein Mann sieht es als seine Pflicht als Sohn, seine Mutter nicht hängen zu lassen. Gerne sieht er sie auch nicht, aber er sagt, sie hat ja sonst niemanden und insbesondere ihre Enkelinnen sind ihr größtes Glück... Dagegen kann ich ja nichts sagen.

    Kontakt allein ist insofern immer schwierig, weil eben 650 km Entfernung. Das ist halt ziemlicher Stress für ein WE (SM arbeitet nicht mehr und reist donnerstags an und montags ab). Und sie will auch die kleine Enkelin sehen (4 Monate), das dauert noch eine Weile, bis er die für ein ganzes WE allein versorgen kann (Stillkind). Zuletzt war eraber allein mit der Großen bei ihr.
    Das letztgenannte scheint mir sinnvoll zu sein. Also ich würde es so tun. Und die Kleine sieht Deine Schwiegermutter dann eben, wenn das Stillen weit genug in den Hintergrund gerückt ist.
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  2. #22
    Avatar von Lydi1981
    Lydi1981 ist offline Mami

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    Standard Re: Die Schwiegermutter und das Töpfchen

    Deine Geschichte erinnert mich stark an unsere Situation vor über 2 Jahren. Uns half nur der Kontaktabbruch meinerseits zu meinen SE, da Gespräche, klares Aussprechen unserer Vorstellungen und Klarmachen unserer Grenzen nichts brachten. Sie mischten sich trotzdem in die Erziehung unseres Sohnes ein, wo es nur ging. Und sie wohnen auch im Osten (wo wir beide her kommen), zum Glück 600 km weit weg. Mit der Geburt unserer Tochter kam dann langsam eine Annäherung nach 1,5 Jahren ohne Kontakt (mein Mann war zwischenzeitlich ein paar Mal mit unserem Sohn kurz bei ihnen, wenn wir in der Heimat waren). Nun, mit Kind 2 halten sie sich arg zurück was irgendwelche Bemerkungen angeht und es läuft recht freundlich zwischen uns. Sie waren seit 2009 nicht mehr hier bei uns, sollten sie dies aber vorhaben, so haben wir mit meinem Mann vereinbart, dass sie sich ein Zimmer mieten. Hier in unserer Wohnung möchten wir sie beide nicht mehr haben aus Angst, dass dann die Reibereien wieder losgehen, wenn wir auf engem Raum über mehrere Tage zusammen leben.

    Ich kann dir nur den Tipp geben, klar die Grenzen zu definieren und ihr klipp und klar zu sagen, bis wohin deine SM gehen kann und nicht weiter. Euer Kind auszuziehen und sie auf die Toilette zu setzen ist definitiv ein Überschreiten EURER Grenzen, wenn ihr dahinter steht, eurer Tochter die Zeit zum trocken werden zu geben, die sie braucht. Ebenso solltet ihr dafür sorgen, dass sie nicht bei euch unterm Dach wohnt, wenn sie euch besuchen kommt. Ein Hotelzimmer kann da gut Abhilfe schaffen.

  3. #23
    Avatar von schokobanane79
    schokobanane79 ist offline Sherlock Banani

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    Standard Re: Die Schwiegermutter und das Töpfchen

    Zitat Zitat von Evliya Beitrag anzeigen
    Schokobanane, Du schreibst: lass es nicht so weit kommen. Ja gerne, aber wie?
    Ich würde speziell diese Situation (andere Beispiele kenne ich ja nicht) ehrlich gesagt mit Humor nehmen.
    Und ich würde mich nicht an ihren getroffenen "Beurteilungen" stören. Tatsache ist, sie meint es besser zu wissen und wahrscheinlich hält sie nicht viel von Deiner Handhabe-Tatsache ist ebenfalls, dass Du sie nicht ausstehen kannst. Ihr werdet in nächster Zeit vermutlich keine Freunde; und genau deshalb kann es Dir egal sein, was sie denkt.
    Einschreiten würde ich, sobald sie ihre Einstellung den Kindern gegenüber äußert.
    Solange sie jedoch nur bei der Schwägerin oder im direkten Gespräch mit Dir und Deinen Mann motzt-lass sie doch.

    Wenn ich keine Lust habe, eine Situation auszudiskutieren, dann äußere ich diese Unlust einmal und ignoriere weitere Versuche meines Gegenübers, mich erneut einzulullen.
    Alles andere ergibt für mich keinen Sinn.
    Jedes Argument wirkt doch in diesem Moment wie eine Rechtfertigung-was den Gegenüber (in dem Fall Deine Schwiegermutter) motiviert, weiterzusenfen.

    Das Ding ist halt nun mal, dass Du es nicht schaffen wirst, andere Menschen zu ändern.
    Sofern Du mit einer Situation nicht einverstanden bist, kannst Du überlegen, was DU SELBST ändern kannst, um diese Situation erträglicher zu machen. Das beinhaltet ein recht breitgefächertes Spektrum, von Kontaktabbruch bis hin zu "darüber stehen". Schlussendlich kannst nur Du selbst wissen, welcher Weg für Dich der akzeptabelste ist.
    Allerdings musst Du Dich m.M.n. von dem Gedanken "ich pole meine Schwiegermutter um" verabschieden.

  4. #24
    Avatar von schokobanane79
    schokobanane79 ist offline Sherlock Banani

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    Standard Re: Die Schwiegermutter und das Töpfchen

    Zitat Zitat von Lioba25 Beitrag anzeigen
    Ich komme aus einer anderen Ecke. Ich habe sehr klare Grenzen, wie man mit meinen Kindern umgeht. Und ein ständiges "herummanipulieren" am Kind ist für mich indiskutabel. Ich verstehe den Eingangspost so, daß sie das Kind nicht nur fragt, sondern auch auszieht, auf die Toilette setzt und ihm die Windel abnimmt. Wenn - wer auch immer - das tät, nachdem ich gebeten habe, das zu unterlassen, muß derjenige gehen.
    Denn dann gilt ganz klar: wer unsere Regeln in unserem Haus nicht beachtet, ist nicht willkommen.
    Ich wäre ganz bei Dir, würde die Schwiegermutter gegen den Willen des Kindes handeln und ihm so ihren Willen aufdrängen.
    Aber so habe ich die Schilderungen nicht gedeutet.
    Vielmehr habe ich vor meinem geistigen Auge das Bild einer überehrgeizigen Oma, die meint, dem Kind etwas beibringen zu müssen (in diesem Fall das Trocken werden). Die Vorgehensweise finde ich nicht tragisch-mein großer Sohn hat sich auf diese Weise von der Windel verabschiedet.
    Bleibt also die übergriffige Einmischung der Oma.
    Diesbezüglich würde ich mir halt überlegen, ob mein Eingreifen nötig ist (das wäre es z.B. würde jemand meinem Kind trotz bekannter Nussallergie Nüsse geben).

    Zitat Zitat von Lioba25 Beitrag anzeigen
    Was die Ratschläge angeht: wie gesagt, ich kann da auch gut auf Durchzug schalten. Aber wenn diese ratschläge wieder und wieder in der Hörweite meiner Tochter kommen, die mit knapp drei ja schon eine Menge versteht, ist auch das für mich inakzeptabel.
    Wenn mein Kind dabei ist, spreche ich nicht über seine Erziehung.

    Edit: völlig inakzeptabel ist es für mich auch, wenn jemand meinen Umgang mit meinen Kindern in Anwesenheit der Kinder kritisiert. Und ich verstehe die TE so, daß genau das geschieht.
    Hier stimme ich Dir voll und ganz zu!
    Nur: weshalb glaubst Du, diese Gespräche finden im Beisein des Kindes statt?

  5. #25
    Kara^^ ist offline Poweruser

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    Standard Re: Die Schwiegermutter und das Töpfchen

    Zitat Zitat von Lioba25 Beitrag anzeigen
    Das letztgenannte scheint mir sinnvoll zu sein. Also ich würde es so tun. Und die Kleine sieht Deine Schwiegermutter dann eben, wenn das Stillen weit genug in den Hintergrund gerückt ist.
    Hm. Das würde ich nicht tun. Denn ich glaube einfach nicht dass die Große dann nicht bei Oma ständig auf dem Klo sitzt. Der Mann kann sich ja offensichtlich nicht durchsetzen. Ich lese die ganze Zeit "meine Erziehung", "mein"... Der Mann wird nur erwähnt wenn sie sagt die SM möchte die beiden gegeneinander ausspielen. Was der Mann dann sagt, wird nicht gesagt.

    @TE: Ich würde meine Kinder erst dahin lassen wenn sie trocken sind.
    cosima gefällt dies
    "Some faeries are good, some are bad, like anyone," said Kit. "But that might be too complicated for the Clave."
    "It's too complicated for most people," Ty said.
    - Cassandra Claire, Lord of Shadows

  6. #26
    Avatar von schokobanane79
    schokobanane79 ist offline Sherlock Banani

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    Standard Re: Die Schwiegermutter und das Töpfchen

    Zitat Zitat von Kara_heavy Beitrag anzeigen
    Der Mann kann sich ja offensichtlich nicht durchsetzen.
    Den Eindruck habe ich nun (aufgrund der Beiträge) gar nicht!
    Vielmehr vermute ich, dass er grundsätzlich ein eher angespanntes Verhältnis zur Mutter hat, aber das ihn die Streitereien lange nicht so sehr nerven, wie es die TE nervt.
    Zudem wirkt die TE auf mich ehrlich gesagt fast schon ein wenig verunsichert und hilflos. Was sie m.M.n. nicht sein muss.

  7. #27
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: Die Schwiegermutter und das Töpfchen

    Zitat Zitat von Kara_heavy Beitrag anzeigen
    Hm. Das würde ich nicht tun. Denn ich glaube einfach nicht dass die Große dann nicht bei Oma ständig auf dem Klo sitzt. Der Mann kann sich ja offensichtlich nicht durchsetzen. Ich lese die ganze Zeit "meine Erziehung", "mein"... Der Mann wird nur erwähnt wenn sie sagt die SM möchte die beiden gegeneinander ausspielen. Was der Mann dann sagt, wird nicht gesagt.

    @TE: Ich würde meine Kinder erst dahin lassen wenn sie trocken sind.
    ich auch, aber dann wird es gesichert andere Dinge geben, die die Oma vermeintlich besser weiss und bei denen sie rumerzieht
    Wanda12 gefällt dies

  8. #28
    Lioba25 Gast

    Standard Re: Die Schwiegermutter und das Töpfchen

    Zitat Zitat von Kara_heavy Beitrag anzeigen
    Hm. Das würde ich nicht tun. Denn ich glaube einfach nicht dass die Große dann nicht bei Oma ständig auf dem Klo sitzt. Der Mann kann sich ja offensichtlich nicht durchsetzen. Ich lese die ganze Zeit "meine Erziehung", "mein"... Der Mann wird nur erwähnt wenn sie sagt die SM möchte die beiden gegeneinander ausspielen. Was der Mann dann sagt, wird nicht gesagt.

    @TE: Ich würde meine Kinder erst dahin lassen wenn sie trocken sind.
    Ja, da war ich nicht differenziert genug. Ich meinte es eher als Konzept überhaupt. Jenseits des aktuellen Anlasses.

  9. #29
    Lioba25 Gast

    Standard Re: Die Schwiegermutter und das Töpfchen

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    ich auch, aber dann wird es gesichert andere Dinge geben, die die Oma vermeintlich besser weiss und bei denen sie rumerzieht
    Du und Kara, ihr habt recht. Ich hatte wohl zu sehr meinen Mann vor Augen, der dann einschreiten würde. Aber das wissen wir hier nicht.

  10. #30
    Lioba25 Gast

    Standard Re: Die Schwiegermutter und das Töpfchen

    Zitat Zitat von schokobanane79 Beitrag anzeigen
    Ich wäre ganz bei Dir, würde die Schwiegermutter gegen den Willen des Kindes handeln und ihm so ihren Willen aufdrängen.
    Aber so habe ich die Schilderungen nicht gedeutet.
    Vielmehr habe ich vor meinem geistigen Auge das Bild einer überehrgeizigen Oma, die meint, dem Kind etwas beibringen zu müssen (in diesem Fall das Trocken werden). Die Vorgehensweise finde ich nicht tragisch-mein großer Sohn hat sich auf diese Weise von der Windel verabschiedet.
    Bleibt also die übergriffige Einmischung der Oma.
    Diesbezüglich würde ich mir halt überlegen, ob mein Eingreifen nötig ist (das wäre es z.B. würde jemand meinem Kind trotz bekannter Nussallergie Nüsse geben).

    Für mich ist das nicht der alleinige Maßstab, ob das Kind es mag oder nicht.

    Beispiel: als unsere Große etwas über zwei war und auch gerade mit der Situation zurecht kommen mußte, daß wir ein weiteres Kidn bekommen hatten, hatte sie eine Phase, in der sie haute. Das wollten wir natürlich nicht.

    Unser Weg war unter anderem, das spielerische Raufen, das es hier durchaus gegeben hatte, komplett abzustellen. Denn ein Problem war, daß sie mit ihren damals etwa zweieinhalb Jahren die Grenze zwischen Spiel und Nichtspiel nicht erkennen konnte.
    Zu Weihnachten kamen meine Schwiegereltern. Eltern zweier Söhne. Mein Schwiegervater raufte mit der Großen. Sie fand es toll. Ich habe es unterbunden.

    Was ich sagen will: nur weil mein Kind etwas hinnimmt, bedeutet das nicht, daß es für mich ok ist.

    Laß es mich zuspitzen: Oma gibt dem Kind Likör auf den Schnuller. Kind ist begeistert. Läßt niemand durchgehen.


    Zitat Zitat von schokobanane79 Beitrag anzeigen
    Hier stimme ich Dir voll und ganz zu!
    Nur: weshalb glaubst Du, diese Gespräche finden im Beisein des Kindes statt?
    Ich habe das so herausgelesen. Aber das kann natürlich allein in meinem Kopf entstanden sein.

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