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Thema: Möchte nicht wieder nach Bedarf stillen. Tips?

  1. #21
    kysyra ist offline addict

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    Standard Re: Möchte nicht wieder nach Bedarf stillen. Tips?

    So gut ich Dich verstehen kann (Meine Große war auch so ein anstrengendes Baby), hab ich trotzdem das Gefühl, dass Du zwei völlig verschiedene Dinge zusammenschmeißt.

    Das eine ist der Stillrhythmus an sich. Da kann ich Dir nur empfehlen, auf jeden Fall bei "bei Bedarf" zu bleiben. Das heißt, wenn das Kind Hunger hat, eben zu füttern. Das ist ja bei Flasche dasselbe.
    Ich glaube, es wird niemanden hier geben, der Dir raten wird, ein vor Hunger weinendes Kind hinzuhalten. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ein Kind, das vor Hunger weint, schon seit ungefähr ner Dreiviertelstunde Hunger hat.
    Also an dem Punkt muss ich Dir dringend raten, grundsätzlich dabei zu bleiben, nach Bedarf zu füttern.

    Der zweite Punkt ist aber, dass Deine Tochter so ein anspruchsvolles Kind ist, auch an allen anderen Punkten.
    Dazu erstmal vorweg: Meist ist das zweite Kind ganz anders. Unsere Kleine ist deutlich pflegeleichter als die Große, und ich kenne nur einen einzigen Fall (aus dem Netz, im RL nicht einen), bei dem mehrere Kinder hintereinander so anstrengend waren. Also hast Du ja erstmal ganz gute Chancen, dass es sich in der Form nicht wiederholt.

    Ansonsten, mal angenommen, Dein zweites Kind wird auch ein anspruchsvolles, dann kann man schon ne Menge machen, um sich das Leben zu erleichtern.
    Das allererste, was ich machen würde (auch bei einem pflegeleichten Baby) wäre ein Tragetuch oder eine anständige Tragehilfe anschaffen. Und möglichst früh üben, das Kind auf den Rücken zu packen. Dann hat das Baby nämlich die Nähe, die es braucht, und Du hast die Hände frei, um auch mit der Großen was zu machen und im Haushalt was gebacken zu kriegen (ich hab mit Baby auf dem Rücken sogar das Bad geputzt und so).

    Dann würd ich mit 5/6 Wochen einen Schnuller anbieten, und versuchen, ein Lieblingskuscheltier einzuführen (hat hier mit 3 Monaten geklappt. Und die Maus wollte zwar nie einen Schnuller, hat aber dann Kuscheltier und Daumen genommen und sich damit selber beruhigt.
    Dann würd ich das Buch "Schlafen statt Schreien" empfehlen, da sind ne Menge Tips zum nächtlichen Nuckeln drin.

    Und ich hab festgestellt, dass als die Kleine anfing zu krabbeln, die beiden auch angefangen haben, sich miteinander zu beschäftigen. Damit haben wir auch mal mehr Ruhe gehabt.

    Wie isses mit Kindergarten? Die Maus fordert jetzt z.B. auch ein, mal bei Freuden übernachten zu dürfen.
    Alles Möglichkeiten, sich Ruheoasen bei einem anspruchsvollen Kind zu schaffen.

    Und zu guter letzt, wie so einige meinten: Warte erstmal ab.
    wenn ich zur Kleinschreibung wechsele, wollte ein Kind auf den Arm...

  2. #22
    tigerlilly07 ist offline old hand

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    Standard Re: Möchte nicht wieder nach Bedarf stillen. Tips?

    Zitat Zitat von kysyra Beitrag anzeigen
    So gut ich Dich verstehen kann (Meine Große war auch so ein anstrengendes Baby), hab ich trotzdem das Gefühl, dass Du zwei völlig verschiedene Dinge zusammenschmeißt.

    Das eine ist der Stillrhythmus an sich. Da kann ich Dir nur empfehlen, auf jeden Fall bei "bei Bedarf" zu bleiben. Das heißt, wenn das Kind Hunger hat, eben zu füttern. Das ist ja bei Flasche dasselbe.
    Ich glaube, es wird niemanden hier geben, der Dir raten wird, ein vor Hunger weinendes Kind hinzuhalten. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ein Kind, das vor Hunger weint, schon seit ungefähr ner Dreiviertelstunde Hunger hat.
    Also an dem Punkt muss ich Dir dringend raten, grundsätzlich dabei zu bleiben, nach Bedarf zu füttern.

    Der zweite Punkt ist aber, dass Deine Tochter so ein anspruchsvolles Kind ist, auch an allen anderen Punkten.
    Dazu erstmal vorweg: Meist ist das zweite Kind ganz anders. Unsere Kleine ist deutlich pflegeleichter als die Große, und ich kenne nur einen einzigen Fall (aus dem Netz, im RL nicht einen), bei dem mehrere Kinder hintereinander so anstrengend waren. Also hast Du ja erstmal ganz gute Chancen, dass es sich in der Form nicht wiederholt.

    Ansonsten, mal angenommen, Dein zweites Kind wird auch ein anspruchsvolles, dann kann man schon ne Menge machen, um sich das Leben zu erleichtern.
    Das allererste, was ich machen würde (auch bei einem pflegeleichten Baby) wäre ein Tragetuch oder eine anständige Tragehilfe anschaffen. Und möglichst früh üben, das Kind auf den Rücken zu packen. Dann hat das Baby nämlich die Nähe, die es braucht, und Du hast die Hände frei, um auch mit der Großen was zu machen und im Haushalt was gebacken zu kriegen (ich hab mit Baby auf dem Rücken sogar das Bad geputzt und so).

    Dann würd ich mit 5/6 Wochen einen Schnuller anbieten, und versuchen, ein Lieblingskuscheltier einzuführen (hat hier mit 3 Monaten geklappt. Und die Maus wollte zwar nie einen Schnuller, hat aber dann Kuscheltier und Daumen genommen und sich damit selber beruhigt.
    Dann würd ich das Buch "Schlafen statt Schreien" empfehlen, da sind ne Menge Tips zum nächtlichen Nuckeln drin.

    Und ich hab festgestellt, dass als die Kleine anfing zu krabbeln, die beiden auch angefangen haben, sich miteinander zu beschäftigen. Damit haben wir auch mal mehr Ruhe gehabt.

    Wie isses mit Kindergarten? Die Maus fordert jetzt z.B. auch ein, mal bei Freuden übernachten zu dürfen.
    Alles Möglichkeiten, sich Ruheoasen bei einem anspruchsvollen Kind zu schaffen.

    Und zu guter letzt, wie so einige meinten: Warte erstmal ab.
    Das hast Du schön geschrieben, genauso würde ich es auch machen.
    Seid gute Eltern:
    - Lasst die Kinder in Ruhe!
    - Hört auf zu Jammern!
    - Arbeitet weniger!
    - kauft weniger Zeug!
    - genießt das Leben!

    Tom Hodgkinson

  3. #23
    Avatar von LaTromba
    LaTromba ist offline krauses Haar-krauser Sinn

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    Standard Re: Möchte nicht wieder nach Bedarf stillen. Tips?

    Wie stellst du dir das eigentlich genau vor? Ich kann deine Beweggründe ein Stück weit verstehen, aber ein Stillkind muss nun mal häufig angelegt werden, damit sich die Milchmenge anpasst. Zumindest am Anfang geht es ja gar nicht anders und später muss sich die Menge doch auch immer anpassen. Selbst wenn du deinem Kind die Brust verweigerst, um es zu "ziehen", würde ja dann die Stimulation der Brust fehlen.
    Ich drücke dir aber die Daumen, dass es diesmal besser läuft!!!
    2 Mädels: 01/09 und 07/12

  4. #24
    Avatar von fancy
    fancy ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Möchte nicht wieder nach Bedarf stillen. Tips?

    Zitat Zitat von werwardas Beitrag anzeigen
    Also jederzeit angelegt, wenn sie die kleinsten Anzeichen gab, daß sie das evtl. wollen würde. So lange trinken lassen, wie sie wollte.Und genau so war es auch. Was ja im Prinzip eine Erfolgsgeschichte ist, denn nach kurzer Zeit hatte sie ein ganz normales Gewicht und sie war kerngesund....Und so war es halt auch schon als Baby: Sehr geringes Schlafbedürfnis (12 Stunden als Neugeborenes, dann nur noch 11) - wobei ich oft den Eindruck hatte, daß das Bedürfnis schon da war, sie aber nicht zur Ruhe kam. Andererseits: Bei dauerhaft zu wenig Schlaf wäre sie ja krank geworden, oder? (Und alle Babys in meiner Familie haben immer wenig geschlafen, sie war noch harmlos...)....An die Brust wollte sie etwa alle 1,5 Stunden für jeweils 45 Minuten. Das heißt, bis zum nächsten Stillen blieben nur 45 Minuten. In diese Zeit fiel ja auch das Wickeln, dann ein kurzes Nickerchen (10 Min.) oder aber jammern, jammern, jammern, daß ich sie unterhalten solle. Sie hat sich NIE mit sich selbst beschäftigt. Jedenfalls nicht, wenn ich in der Nähe war. Bei meinem Mann hat sie es schon eher eingesehen, aber auch nur unter massivem Einsatz interessanter Gegenstände. Mal mit den eigenen Fingern spielen, Mama bei der Hausarbeit zuschauen oder so... neee. Sie bei mir zu haben, reichte nicht - direkte Ansprache mußte es sein....Worauf ich hinaus will: Die Dauerstillerei war schrecklich für mich. Wegen der kurzen Abstände gab es ja auch keine Möglichkeit zum Abpumpen.Ich möchte das nicht noch mal so erleben. Und ich denke, daß ein Teil ihres Verhaltens ganz einfach Persönlichkeit ist, ein Teil aber sehr wohl durch zu schnelles Herbeispringen (von Anfang an) anerzogen wurde. Wie hätte sie auf diese Weise lernen sollen, sich auch mal selbst wieder in einen Zustand der Zufriedenheit zu versetzen? (Z.B. durch Daumenlutschen, Interesse an einer stillen Beobachtung...)Deshalb würde ich beim zweiten Kind gerne das tun, was "mir meine Mutter schon immer gesagt hat", und feste Abstände einhalten. Daß 4 Stunden bei Muttermilch zu lang sein können, sehe ich ein. Aber 3 müßten doch drin sein. Und 45 Minuten an der Brust - das muß doch auch in 25 oder 30 gehen?Gibt es hier Frauen, die erfolgreich (!) in festen Abständen gestillt haben - und zwar ohne daß diese Abstände automatisch durch das Verhalten des Kindes entstanden?Wenn ja, wäre ich sehr dankbar für Tips:Was tun, wenn das Kind zwischendurch weint?Gewöhnt es sich irgendwann an die Abstände?Lernt es schneller zu trinken, wenn man die Zeit begrenzt?Oder bekommt man so zwangsläufig ein dauerbrüllendes, untergewichtiges Kind mit Verdauungsstörungen/zu wenig Milch?Habt ihr diesen Abstand von Anfang an eingehalten oder erst nach 2 (oder 6) Wochen eingeführt?Und so weiter.
    Ich habe erfolgreich (fuer mich und Kind) in festen Abstaenden gestillt. Die Abstaende entstanden nicht automatisch durch das Verhalten vom Kind, waren aber sehr wohl auf das Kind und sein Alter abgestimmt, durch mich. Im Prinzip sind es Abstaende von 3 Stunden. Die sich natuerlich je aelter das Kind wird verlaengern.

    Zu deinen Fragen:

    Was tun, wenn das Kind zwischendurch weint?

    Das klinkt jetzt vielleicht komisch, aber die zwei Maedchen bei denen ich das von Anfang an so gemacht habe, haben so gut wie nicht geweint. Wenn ein Kind Hunger hat, sollte es auch die Brust bekommen. Mein erstes Kind verunsicherte mich oft durch das Schreien.
    Wenn meine Maedchen geweint haben dann, weil ich sie zu spaet ins Bett gelegt habe. Dann habe ich sie noch zum Trost gestillt. Das bedeutet die letzte Brust im Dunkeln nochmals ein paar Minuten angeboten und dann liessen sie sich recht problemlos ins Bett legen.

    Das was du oben von deiner Tocher beschreibst ist aus meiner Sicht eher ein Schlaf und zur Ruhe kommen Problem als Hunger. Dazu spaeter mehr.

    Bei Neugeborenen habe ich eine max. Wachzeit von 1 1/4 Stunden angenommen und dann gingen sie 'automatisch' wieder in ihr abgedunkeltes Zimmer zum Schlafen. Mit dieser Zeitvorgabe habe nicht nur ich, sondern auch viele Muetter in meinem Umkreis gute Erfahrungen gemacht. Das Stillen in der Anfangszeit dauert pro Seite 30 Minuten. Und es reduziert sich auf 10 Minuten pro Seite wenn sie aelter werden. Ich habe am Anfang sicher nicht die Freiheit gehabt die du suchst. Spaeter schon.

    Gewöhnt es sich irgendwann an die Abstände?

    Es muss sich nicht an Abstaende gewoehnen, sondern die ergeben sich - auch weil ich weiss wohin ich will. Wenn ein Neugeborenes wieder aufwacht oder von mir geweckt wird, weil die Brust eben auch zu Beginn bis das ganze richtig in Gang kommt regelmaessig stimuliert werden muss. Wie du richtig schreibst sind vier Stunden zu Beginn kontraproduktiv. Wenn es also wieder wach ist nach einem laengeren Schlaf hatten Neugeborene sofort Hunger. So blieben wir immer in diesem Rhythmus.Wenn sie aelter sind brauchen nach dem Aufwachen nicht immer sofort trinken.

    Lernt es schneller zu trinken, wenn man die Zeit begrenzt?

    Nein, das wage ich zu bezweifeln. Es trinkt schneller, weil es effektiver trinken kann und ! es genug Hunger hat, weil die Abstaende lang genug sind.Oder bekommt man so zwangsläufig ein dauerbrüllendes, untergewichtiges Kind mit Verdauungsstörungen/zu wenig Milch?Nein, damit hatten meine Kinder und ich keine Probleme.

    Habt ihr diesen Abstand von Anfang an eingehalten oder erst nach 2 (oder 6) Wochen eingeführt?

    Ich wusste von Anfang an wo ich hin will, aber natuerlich passe ich mich an das Kind an. Der Tag begann bei uns ab Geburt immer rund 7 Uhr in genau dem Rhythmus den ich oben beschrieben habe. Stillen ist keine statische Angelegenheit, sondern mit zunehmenden Alter aendert sich auch das Stillen. Ich will dir da gerne noch mehr drueber schreiben, wenn dich das interessiert.

    Das was deine Tocher hatte ist fuer mich ein Zeichen, dass sie eigentlich immer zu muede war um sich selbst zu beschaeftigen. Sie brauchte jemand um sie bei Laune zu halten. Sie brauchte die Brust um sich zu entspannen und zu beruhigen. Das war bei unserem Sohn auch so. Erst als wir mit fuenf Monaten umgestellt haben und aus einem uferlosen Bedarfsstillen ein geregelten flexiblen Tagesablauf gemacht haben waehrend dem er regelmaessig schlief konnte er sich endlich auf seine Entwicklungsaufgaben richten und auch mal zufrieden auf der Decke oder im Bett spielen.
    Geändert von fancy (11.09.2012 um 11:25 Uhr)
    "Ich begriff nicht, dass Kinder manchmal deshalb so laut schreien, dass die Nachbarn kurz davor sind, das Jugendamt zu rufen, weil man die falsche Sorte Nudeln zum Abendessen gekocht hat. Mir war nicht klar, dass sich die Atemuebungen, die Frauen bei Kursen zum Thema natuerliche Geburt lernen, erst dann wirklich auszahlen, wenn das Kind schon lange auf der Welt ist." aus Alfie Kohn: Liebe und Eigenstaendigkeit - Die Kunst bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung

  5. #25
    platypussy ist offline Lactivist

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    Standard Re: Möchte nicht wieder nach Bedarf stillen. Tips?

    Zitat Zitat von fancy Beitrag anzeigen
    konnte er sich endlich auf seine Entwicklungsaufgaben richten
    ???
    und mit 1 jahr dann zum early chinese in der little genius krippe?

  6. #26
    Avatar von fancy
    fancy ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Möchte nicht wieder nach Bedarf stillen. Tips?

    Hast recht, klingt bloed. Haeng dich nicht dran auf.
    "Ich begriff nicht, dass Kinder manchmal deshalb so laut schreien, dass die Nachbarn kurz davor sind, das Jugendamt zu rufen, weil man die falsche Sorte Nudeln zum Abendessen gekocht hat. Mir war nicht klar, dass sich die Atemuebungen, die Frauen bei Kursen zum Thema natuerliche Geburt lernen, erst dann wirklich auszahlen, wenn das Kind schon lange auf der Welt ist." aus Alfie Kohn: Liebe und Eigenstaendigkeit - Die Kunst bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung

  7. #27
    Abbi ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Möchte nicht wieder nach Bedarf stillen. Tips?

    Zitat Zitat von fancy Beitrag anzeigen
    Ich habe erfolgreich (fuer mich und Kind) in festen Abstaenden gestillt. Die Abstaende entstanden nicht automatisch durch das Verhalten vom Kind, waren aber sehr wohl auf das Kind und sein Alter abgestimmt, durch mich. Im Prinzip sind es Abstaende von 3 Stunden. Die sich natuerlich je aelter das Kind wird verlaengern.

    Zu deinen Fragen:

    Was tun, wenn das Kind zwischendurch weint?

    Das klinkt jetzt vielleicht komisch, aber die zwei Maedchen bei denen ich das von Anfang an so gemacht habe, haben so gut wie nicht geweint. Wenn ein Kind Hunger hat, sollte es auch die Brust bekommen. Mein erstes Kind verunsicherte mich oft durch das Schreien.
    Wenn meine Maedchen geweint haben dann, weil ich sie zu spaet ins Bett gelegt habe. Dann habe ich sie noch zum Trost gestillt. Das bedeutet die letzte Brust im Dunkeln nochmals ein paar Minuten angeboten und dann liessen sie sich recht problemlos ins Bett legen.

    Das was du oben von deiner Tocher beschreibst ist aus meiner Sicht eher ein Schlaf und zur Ruhe kommen Problem als Hunger. Dazu spaeter mehr.

    Bei Neugeborenen habe ich eine max. Wachzeit von 1 1/4 Stunden angenommen und dann gingen sie 'automatisch' wieder in ihr abgedunkeltes Zimmer zum Schlafen. Mit dieser Zeitvorgabe habe nicht nur ich, sondern auch viele Muetter in meinem Umkreis gute Erfahrungen gemacht. Das Stillen in der Anfangszeit dauert pro Seite 30 Minuten. Und es reduziert sich auf 10 Minuten pro Seite wenn sie aelter werden. Ich habe am Anfang sicher nicht die Freiheit gehabt die du suchst. Spaeter schon.

    Gewöhnt es sich irgendwann an die Abstände?

    Es muss sich nicht an Abstaende gewoehnen, sondern die ergeben sich - auch weil ich weiss wohin ich will. Wenn ein Neugeborenes wieder aufwacht oder von mir geweckt wird, weil die Brust eben auch zu Beginn bis das ganze richtig in Gang kommt regelmaessig stimuliert werden muss. Wie du richtig schreibst sind vier Stunden zu Beginn kontraproduktiv. Wenn es also wieder wach ist nach einem laengeren Schlaf hatten Neugeborene sofort Hunger. So blieben wir immer in diesem Rhythmus.Wenn sie aelter sind brauchen nach dem Aufwachen nicht immer sofort trinken.

    Lernt es schneller zu trinken, wenn man die Zeit begrenzt?

    Nein, das wage ich zu bezweifeln. Es trinkt schneller, weil es effektiver trinken kann und ! es genug Hunger hat, weil die Abstaende lang genug sind.Oder bekommt man so zwangsläufig ein dauerbrüllendes, untergewichtiges Kind mit Verdauungsstörungen/zu wenig Milch?Nein, damit hatten meine Kinder und ich keine Probleme.

    Habt ihr diesen Abstand von Anfang an eingehalten oder erst nach 2 (oder 6) Wochen eingeführt?

    Ich wusste von Anfang an wo ich hin will, aber natuerlich passe ich mich an das Kind an. Der Tag begann bei uns ab Geburt immer rund 7 Uhr in genau dem Rhythmus den ich oben beschrieben habe. Stillen ist keine statische Angelegenheit, sondern mit zunehmenden Alter aendert sich auch das Stillen. Ich will dir da gerne noch mehr drueber schreiben, wenn dich das interessiert.

    Das was deine Tocher hatte ist fuer mich ein Zeichen, dass sie eigentlich immer zu muede war um sich selbst zu beschaeftigen. Sie brauchte jemand um sie bei Laune zu halten. Sie brauchte die Brust um sich zu entspannen und zu beruhigen. Das war bei unserem Sohn auch so. Erst als wir mit fuenf Monaten umgestellt haben und aus einem uferlosen Bedarfsstillen ein geregelten flexiblen Tagesablauf gemacht haben waehrend dem er regelmaessig schlief konnte er sich endlich auf seine Entwicklungsaufgaben richten und auch mal zufrieden auf der Decke oder im Bett spielen.
    Alles in allem klingt das bei dir aber dennoch nach Bedarfststillen :)
    Nur eben weniger nach "verzweifeltem" Notstillen, weil das Kind weint.
    Du scheinst deine Kinder gut beobachtet zu haben und konntest deshalb auf ihre tatsächlichen Bedürfnisse eingehen ohne erst dies und das auszuprobieren.
    Ich habe auch schon beobachtet, dass ein unruhiges Kind Hunger hatte und dann ewig brüllend herumgetragen wurde und andersrum, dass ein einfach müdes Kind ständig "wach" gestillt wurde - alles entgegen des eigentlichen Bedürfnisses.

    Viele Kinder lassen sich durchs Stillen zwar am allerbesten beruhigen, aber meine Tochter hat, bis auf eine nächtliche Phase mit 8 Monaten, immer nur wegen Hunger gestillt und fühlte sich bei reiner Müdigkeit, Überreizung ect. wohler, wenn sie anders beruhigt wurde.

  8. #28
    Avatar von fancy
    fancy ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Möchte nicht wieder nach Bedarf stillen. Tips?

    Zitat Zitat von Abbi Beitrag anzeigen
    Alles in allem klingt das bei dir aber dennoch nach Bedarfststillen :)
    Nur eben weniger nach "verzweifeltem" Notstillen, weil das Kind weint.
    Du scheinst deine Kinder gut beobachtet zu haben und konntest deshalb auf ihre tatsächlichen Bedürfnisse eingehen ohne erst dies und das auszuprobieren.
    Ich habe auch schon beobachtet, dass ein unruhiges Kind Hunger hatte und dann ewig brüllend herumgetragen wurde und andersrum, dass ein einfach müdes Kind ständig "wach" gestillt wurde - alles entgegen des eigentlichen Bedürfnisses.

    Viele Kinder lassen sich durchs Stillen zwar am allerbesten beruhigen, aber meine Tochter hat, bis auf eine nächtliche Phase mit 8 Monaten, immer nur wegen Hunger gestillt und fühlte sich bei reiner Müdigkeit, Überreizung ect. wohler, wenn sie anders beruhigt wurde.
    Nein, es ist kein Bedarfstillen gewesen wie das hier im Forum verstanden wird, sondern ich hatte ganz klare Stillzeiten, die an feste altersgerechte Schlafzeiten gekoppelt waren. Trotzdem richtete sich das Stillen nach dem Bedarf des Kindes.

    Und ja, obwohl ich ein 'Rezept' hatte habe ich das Kind nicht aus Augen verloren. Ich wusste aber auch genau wo ich das Kind haben wollte. Naemlich, dass die Nacht von 19 uhr bis 7 Uhr dauert und am Tag am Anfang drei (vormittags, mittags, nachmittags) spaeter zwei (nur noch vormittags und mittags) Schlaefchen gemacht werden.

    Du merkst fuer mich war der Schlaf des Babys wichtig. Meine Beobachtung war, dass ein ausgeschlafenes Baby gut und viel trinkt pro Stillmahlzeit und darum auch weiniger oft an die Brust will. Und hiermit hatte ich auch dieses Gefuehl nicht, nicht mehr Frau ueber meinen Koeper zu sein ueber das die Threaderoeffnerin schreibt. Ich glaube es ist gut, dass man als Mutter weiss was man will und das auch als 'erfolgreich' erfaehrt. Ob das nun das Bedarfsstillen ist oder eben meine Art. Beides wirkt sich positiv auf die Stillbeziehung aus.
    Geändert von fancy (11.09.2012 um 18:08 Uhr)
    "Ich begriff nicht, dass Kinder manchmal deshalb so laut schreien, dass die Nachbarn kurz davor sind, das Jugendamt zu rufen, weil man die falsche Sorte Nudeln zum Abendessen gekocht hat. Mir war nicht klar, dass sich die Atemuebungen, die Frauen bei Kursen zum Thema natuerliche Geburt lernen, erst dann wirklich auszahlen, wenn das Kind schon lange auf der Welt ist." aus Alfie Kohn: Liebe und Eigenstaendigkeit - Die Kunst bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung

  9. #29
    Avatar von lieberlui
    lieberlui ist offline Legende

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    Standard Re: Möchte nicht wieder nach Bedarf stillen. Tips?

    Zitat Zitat von werwardas Beitrag anzeigen
    Hallo,
    es wird lang.

    bei mir hat gerade der 4. Ss-Monat begonnen und es ist eigentlich noch etwas früh, sich über das Stillen Gedanken zu machen. Aber wegen der Übelkeit und SChwäche bin ich erstmal krankgeschrieben und kann mich auch nicht viel bewegen - da dachte ich mir, ich könnte die Zeit ja nutzen.

    Folgendes: ... Und so weiter.
    Schwierig, ich glaube, Dein Problem ist komplexer. Zunächst mal, wenn Du krank geschrieben bist, dann schone Dich auch und mach Dir keinen Kopf. Wenn Dein Baby nächsten Monat kommt, hast Du ganz ander Probleme...

    Ich glaube, im Grunde Deines Herzens versuchst Du perfekt zu sein. Das musst Du nicht. Es reicht völlig aus, wenn Du versuchst den Mutterjob so gut wie es Dir möglich ist zu machen. Ein Patentrezept gibt es nicht. Jedes Kind ist anders und Du musst versuchen mit einer gewissen Gelassenheit der Sache entgegenzusehen. Lass es auf Dich zukommen.

    Ja, vermutlich habt ihr beim ersten Kind Fehler gemacht. Jeder macht bei der Erziehung Fehler. Ob sich die ausgewirkt haben? Ob das "Bedarfsstillen" schuld daran ist, dass sie jetzt zum Essen nicht sitzt? Wer weiss das schon. Ist aber auch egal, weil das was bei K1 ein Fehler gewesen sein könnte bei K2 ein Segen sein könnte.

    Meiner Meinung nach ist "Bedarfsstillen" eine Augenwischerei. Ich schreibe bewusst mit " ". Wenn Du hier mehr liest, wirst Du lesen, dass im Grunde die überzeugten Bedarfsstillerinnen nicht nur nach dem Bedarf des Kindes stillen sondern - in der Regel kommt hier ein lustiges Smilie - "Bedarf bedeutet auch Bedarf der Mutter." Und da wird die ganze schöne Theorie absurd. Ich konnte nie verstehen, warum es böse ist das Kind ein paar Minuten zu vertrösten weil man auf einen gewissen Abstand kommen will aber ganz toll ist das Kind ein paar Minuten zu vertrösten weil es gerade nicht passt und man ach so frei ist.

    Meiner Meinung nach mögen Babys eine geregeltes Umfeld und dazu gehört auch, dass es geregelte Zeiten gibt.

    Was Du brauchst ist eine gehörige Portion Egoismus und da gehen Deine Ideen in die richtige Richtung. Ich vermute mal, wenn Du Dich 4 Jahre von Nr 1 hast terrorisieren lassen und bei jedem Pieps gesprungen bist, wirst Du Dich nicht um 180 Grad drehen sondern nur ein bischen herunterfahren und nicht mehr bei jedem Pieps springen.. Ich finde das ok und legitim.

    Das ist auch mein Tip - Spring nicht bei jedem Pieps. Du brauchst keine Zeiten nach der Stoppuhr. Zwäng Dich nicht ein ein Korsett sondern bleib locker. Still so wie ihr Euch beiden gut tut. Wann das der Fall ist müsst ihr rausfinden. ich habe immer versucht eine gewisse Regelmäßigkeit zu erreichen. Mein K1 trank wie ein Uhrwerk. Mein K2 nahm es mit den Mahlzeiten nicht so genau, musst aber auf den Punkt genau ins Bett. Nachzügler "kam" auch Nachts etwa alle drei / vier Stunden, trank aber unglaubliche Mengen in kürzester Zeit. Das Kind meiner Schwester trank am Abend etwa zwei Stunden lang und schlief dann mindestens 10 Stunden wie ein Stein... Alles ok.

    Allerdings solltest Du mit Verlaub darüber nachdenken, ob Du Deine Tochter noch ein bisschen besser erziehen kannst bis das Baby kommt. Ich finde es falsch, wenn eine 4-Jährige beim Essen wegrennt. Wenn Du das Essen nicht in sie reinstopfen kann, kannst Du dann die Zwischendurchsnacks abschaffen. Da lernt sie schon, dass zu den Mahlzeiten (ich gehe von 5 aus) gegessen wird. Auch wenn sie sich nicht allein beschäftigt. Meiner Erfahrung nahc, kann man einer 4-Jährigen schon sagen, dass man in 15 Minuten zum Spielen kommt. Ich habe dann immer den Kurzzeitmesser eingestellt und uns beiden war klar, wenn es klingelt komme ich.

    War jetzt ziemlich unsortiert. Sorry. Alles Gute Euch.
    inra_juni und Schokolienchen85 gefällt dies.

  10. #30
    NaNiLi ist offline addict

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    Standard Re: Möchte nicht wieder nach Bedarf stillen. Tips?

    Also zum Ersten möchte ich mal sagen, dass ich das Glück hatte, das mein Großer ein sehr pflegeleichtes Kind war. Aber auch für mich war Stillen nichts Supertolles sondern ein Mittel mein Kind satt zu bekommen nicht mehr und nicht weniger. Allerdings hatte mein Großer relativ große Stillabstände. Hat aber gerade am Anfang sehr lang getrunken. Ich hab in der Nacht dabei geschlafen und tagsüber meistens gelesen. So konnte ich das nützliche mit dem Angenehmen verbinden.

    Und nuckeln an der Brust gab es nicht, wenn er nicht mehr richtig getrunken hat, wurde das Stillen abgebrochen. Den ich bin eine Frau und kein Beruhigungssauger. Allerdings hatten wir auch ab Lebenstag 4 einen Schnuller und damit auch nie Probleme. Ich konnte auch zwischendrin mal eine Flasche geben mit Pre-Milch. (War parktisch wenn ich mal weg wollte oder es mir mal nicht gut ging) Probleme mit zuwenig Milch hatte ich auch dadurch nie.

    Aber ich muss mich der Meinung anschließen, dass du erstmal abwarten solltest. Jedes Kind ist anders und dir jetzt was vornehmen was dann vielleicht aboslut unnötig ist stresst dich doch jetzt nur.

    Und sollte es wirklich wieder so sein wie bei Kind Nr. 1 kannst du immer noch überlegen was du machst. Und (auch wenn mich so mancher dafür evtl steinigen möchte) wenn es für die psychisch zu anstregend wird vielleicht doch entweder abstillen oder nur abpumpen und Flasche geben. (Dann kann dich dein Mann entlasten)

    Ich denke eine unzufriedenen und unglückliche Mama kann kein glückliches und ausgeglichenes Kind haben. Und lass dir nicht von jedem reinreden. Hol dir lieber professionelle HIlfe. Und sag auch, wenn du dich mit den Vorschlägen und Lösungen nicht anfreunden kannst. Eine gute Hebamme/Stilberaterin sollte wissen, dass die Psyche der Mutter wichtig ist für eine gute "Stillbeziehung".

    Mein Sohn hat auch sehr wenig am Tag geschlafen. Aber sobald wir spazieren waren und er im Kinderwagen lag, war er ruhig und hat friedlich geschlafen. Und wenn wir wieder daheim waren, hat er noch ne gute halbe Stunde weitergeschlafen. (Da konnte ich mich dann entspannen)

    Zu deiner Tochter, eine 4jährige muss eindeutig gewisse Regel einhalten können. Und dazu gehört Essen wenn es Essen gibt. Und wenn sie da nicht isst, dann gibt es bis zur nächstne Mahlzeit einfach nichts. So wurde das bei uns und auch im Kiga gehandhabt. Spätestens nach 2 solchen Spielchen war der Hunger dann groß genug. Allerdings wurde bei uns auch am Tisch sitzen geblieben, bis das Essen beendet war. So konnte das Spielzeug nicht locken, weil man eh am Tisch bleiben musste.

    Das war jetzt ziemlich lang

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