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  1. #1
    stolzerpapa34 ist offline Stranger

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    Standard Was muss eine Tagesmutter "aushalten"?

    Hallo zusammen,

    ich platziere mein Anliegen einfach mal hier, da ich hier von der geballten Kompetenz von Tagesmütter/-vätern ausgehe. Dies ist der Sachverhalt:

    Teil 1: Wir haben unseren Sohn (13 Monate) seit 2 Monaten bei einer Tagesmutter (7h/Tag). Sie hat eben erst damit angefangen (arbeitet eigentlich im Büro). Sie betreut neben unserem Sohn (bislang) nur ihre eigene Tochter (14 Monate). Die Eingewöhnung (ca. 3 Wochen) hat super geklappt und unser Sohn fühlt sich auch recht wohl. Jetzt kam die Tagesmutter nach der Eingewöhnung auf uns zu, dass es für sie ein Problem darstellt, dass unser Sohn keinen Mittagsschlaf macht. Er war aber ruhig und musste einfach beschäftigt werden. Da die Räumlichkeiten bei der TaMu eine Trennung von Schlaf- und Spielraum nicht zulassen, könne ihre Tochter keinen Mittagsschlaf machen. Sie hat dann Mittags angerufen, dass wir unseren Sohn abholen müssten, da er eben keinen Mittagsschlaf macht. Wenn wir es nicht kurzfristig hinbekommen, dass unser Sohn Mittagsschlaf macht, müsse sie den Betreuungsvertrag kündigen. Nachdem wir unseren Sohn dann immer recht früh geweckt haben, macht er mittlerweile Mittagsschlaf. Wenn dann doch mal nicht, ruft sie an.

    Aufgrund der Betreuung hat meine Frau einen Job angefangen, der jetzt aber immer mehr in Gefahr gerät, da wir immer mit dem Anruf rechnen müssen. Aber es geht noch weiter.

    Teil 2: Unsere ältere Tochter bringt aus dem Kindergarten schon mal eine Erkältung mit. Dadurch ist auch unser Sohn hier und da mal erkältet. Jetzt wurden wir wieder von der TaMu angerufen, dass unser Sohn total krank wäre und abgeholt werden müsse. Im Übrigen wundert sie sich, dass unser Sohn so oft krank wäre und das man das mal von einem zweiten Arzt prüfen lassen müsse. Unser Kinderarzt genießt unser volles Vertrauen und wir sprechen hier wirklich über eine Erkältung. Nun müsst ihr wissen, dass die Tochter der TaMu gegen nichts geimpft ist, da sie absolute Impfgegnerin ist. Auf jeden Fall verlangt die TaMu jetzt von uns eine Bescheinigung des KiA, dass unser Sohn nicht ansteckend ist andernfalls, man kann es sich schon denken, kündigt sie den Vertrag. Der KiA hat uns fast ausgelacht, da es so eine Bescheinigung nur bei meldepflichtigen Krankheiten gibt.

    Soweit die Schilderungen. Wir suchen bereits parallel nach einer Alternative, was jetzt natürlich total blöd ist, da wir ja beide arbeiten und eine neue Eingewöhnungszeit schwer zu organisieren wird. Sollten wir erfolgreich sein, würde ich den Betreuungsvertrag gern fristlos kündigen, da uns diese Betreuung nicht zumutbar ist, wenn wir (aus unserer Sicht) ständig wegen Kleinigkeiten angerufen werden.

    Das Jugendamt ist in den ganzen Prozess involviert aber steht hier eher auf Seiten der TaMu. In unserem Freundeskreis haben wir von Tagesmüttern dagegen nur Kopfschütteln für das Verhalten der TaMu erhalten. Daher nun diese konkreten Fragen:

    1. Ist es zumutbar für eine TaMu auch ein Kind zu betreuen, dass keinen Mittagsschlaf macht bzw. ggfs. zu einer anderen Zeit oder unterschiedlich lang?
    2. Kann sie verlangen, dass wir unseren Sohn bei einem Schnupfen zu Hause lassen müssen? (Es geht hier nicht um ansteckende Krankheiten!!! Ich lege hier als Maßstab den Kindergarten an. Da geht unsere Ältere auch mit einem Schnupfen hin)
    3. Seht ihr hier einen fristlosen Kündigungsgrund, da wir (bzw. speziell meine Frau) unserer Arbeit nicht bzw. eingeschränkt nachgehen können bei dieser Art der Betreuung? Sie besteht auf die ordentliche K.-Frist von 3 Monaten!

    Die Stimmung mit der TaMu ist entsprechend oberflächig, da wir ja noch auf sie angewiesen sind.

    Ich hoffe, dass ich hier ein paar Antworten erhalte. Falls hierfür noch weitere Informationen notwendig sind, bitte einfach sagen.

    Vielen Dank vorab!

  2. #2

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    Standard Re: Was muss eine Tagesmutter "aushalten"?

    1. Ist es zumutbar für eine TaMu auch ein Kind zu betreuen, dass keinen Mittagsschlaf macht bzw. ggfs. zu einer anderen Zeit oder unterschiedlich lang?

    Die Tagesmutter hat eine tägliche Betreuung von 7 Stunden mit euch vereinbart. Dabei hat sie keinen Anspruch dass das Kind mindestens xx Stunden Mittagsschlaf hält.

    2. Kann sie verlangen, dass wir unseren Sohn bei einem Schnupfen zu Hause lassen müssen? (Es geht hier nicht um ansteckende Krankheiten!!! Ich lege hier als Maßstab den Kindergarten an. Da geht unsere Ältere auch mit einem Schnupfen hin)

    Ja, kann sie. Kann der Kindergarten übrigens auch. Es liegt im Ermessen der Tagesmutter/Einrichtung was sie dem verschnupften Kind , den anderen Kindern und sich selbst zumutet. Wobei die Nasen der meisten Kinder wochen/monatelang laufen. Da zu verlangen, dass das Kind zu Hause bleibt ist schon heftig.

    3. Seht ihr hier einen fristlosen Kündigungsgrund, da wir (bzw. speziell meine Frau) unserer Arbeit nicht bzw. eingeschränkt nachgehen können bei dieser Art der Betreuung? Sie besteht auf die ordentliche K.-Frist von 3 Monaten!

    Wenn die Tagesmutter auf eine Kündigungsfrist von 3 Monaten besteht, dann besteht ihr mal darauf, dass sie ihrer Pflicht nachkommt das Kind zu betreuen - und zwar die vereinbarte Zeit und nicht nur wenn es ihr genehm ist weil das Kind friedlich spielt.
    Ansonsten hebt den Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen auf.

    Hier sind übrigens die ersten 4 Wochen Eingewöhnungszeit. Und in der Eingewöhnungszeit kann jede Seite, auch ohne Angabe von Gründen, jederzeit fristlos kündigen. Wenn es so gar nicht harmoniert passiert das auch.
    Und dieses "Kind schläft nicht, bitte holen sie es ab" wäre ein fristloser Kündigungsgrund.

    Verlasst euch bei der nächsten Tagesmutter auf Empfehlungen von anderen Eltern, schaut, dass die Frau schon Erfahrung hat und macht einen Bogen um Impfgegner! Und sprecht wirklich über das kleinste Detail und was-wäre-wenn.