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  1. #1
    Gast

    Standard Kontinuum Konzept

    Wer richtet sich nach dem von Jean Liedloff geprägte Kontinuum Konzept?

    Wie weit könnt ihr euch danach richten und was geht nicht?

    Wer hat das Buch "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück in der Kindheit" gelesen und hat sich dafür bzw dagegen entschieden und aus welchem Grund?

    Glaubt ihr dass es wirklich an unseren fehlenden Kontinuumsgefühlen liegt das die Menschheit so frustriert geworden ist?

    Danke schon mal für eure Antworten und freue mich auf regen Ausstausch =)

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Kontinuum Konzept

    Ich kenne es nicht. Was ist das, kannst Du das mal ganz grob umreißen?

  3. #3
    Schokodil ist offline enthusiast
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    Beiträge
    222

    Standard Re: Kontinuum Konzept

    Wer hat das Buch "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück in der Kindheit" gelesen und hat sich dafür bzw dagegen entschieden und aus welchem Grund?
    Hab das Buch einmal gelesen bisher und es hat mich schon beeinflusst. Nicht, dass ich jetzt total anders mit meinem Kind umgehe, aber die ein oder andere Idee habe ich schon aufgegriffen. Mein Tragetuch habe ich nach der Lektüre des Buches angeschafft. Ich hatte es schon davor mit einem geliehenen Tragetuch ausprobiert, hab es aber nach ein paar erfolglosen Bindeversuchen aufgegeben. Durch das Buch habe ich es mir vorgenommen, doch ein Tragetuch zu nutzen. Und siehe da - auch das Binden klappte auf Anhieb!

    Außerdem habe ich jetzt keine so diffuse Vorstellung von Kindererziehung mehr. Ich war mir in allem extrem unsicher. Trage mein Kind zuviel? Soll ich sie in den Schlaf stillen oder nicht? Jetzt habe ich meine Richtung zumindest festgelegt.


    Glaubt ihr dass es wirklich an unseren fehlenden Kontinuumsgefühlen liegt das die Menschheit so frustriert geworden ist?
    Hm... Es ist ja nur so eine Theorie. Ich seh das so: Die Yecuana-Indianer und viele andere Naturvölker sind ja nicht nur deswegen so glückliche und ausgeglichene Menschen, weil sie als Babies herumgetragen werden, sondern weil ihr Leben auch sonst so ganz anders ist. Sie leben mit der Natur, in Gemeinschaften, die sie ihr Leben lang nicht verlassen und und und, haben einen total anderen Lebensrhythmus...

    Wie weit könnt ihr euch danach richten und was geht nicht?
    Ich nutze auch den Kinderwagen ganz gern, hab aber trotzdem immer ein Tragetuch dabei, falls meine Tochter keine Lust mehr hat. Ich hab sie auch nicht ständig auf dem Arm, sie robbt ja auch schon fleißig rum. Windelfrei haben wir ausprobiert, aber die Krabbeldecke wurde andauernd nass und jetzt bei den tieferen Temperaturen ist mir das zu kalt...

    Ich hab das Buch verliehen und die Mutti ist jetzt auch voll schockiert - das war auch meine anfängliche Reaktion, aber mit der Zeit relativiert sich alles...

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Kontinuum Konzept

    so habe gerade im netz gelesen was das im groben bedeuted.


    Wie das Continuum-Concept zu verstehen ist
    Nach Jean Liedloff beschreibt der Begriff Continuum-Concept die Vorstellung, daß alle Menschen - insbesondere aber Babies – um sich optimal körperlich, geistig und auf der Gefühlsebene entwickeln zu können, die Art von Erfahrungen brauchen, an die sich unsere Gattung während des langen Prozesses der Evolution angepaßt hat.
    Für ein Kind gehört zu diesen Erfahrungen ...
    • ständiger Körperkontakt mit seiner Mutter (oder einer anderen vertrauten Betreuungsperson, wenn nötig) ab dem Zeitpunkt seiner Geburt,
    • das Schlafen im Elternbett in ständigem Körperkontakt, bis es aus eigenem Entschluß geht (oft im Alter von 2 Jahren),
    • das Stillen nach Bedarf - Stillen in Reaktion auf seine Körpersignale,
    • ständig in den Armen getragen zu werden oder auf andere Art mit jemandem (normalerweise mit seiner Mutter) in Kontakt zu sein, und dabei die Möglichkeit zu haben, alles zu beobachten (oder an der Brust zu trinken, zu schlafen), während die Person, die es trägt, ihrer Arbeit nachgeht - bis das Kind aus eigenem Antrieb erst zu kriechen, dann zu krabbeln beginnt (normalerweise im Alter von 6 bis 8 Monaten),
    • Betreuungspersonen zu haben, die sofort auf seine Signale(z.B. sich winden, schreien) eingehen, ohne sie negativ zu bewerten, ohne Unlust / Mißfallen zu zeigen oder es zum ständigen Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit zu machen,
    • die Erwartungen, die die Eltern (oder Bezugspersonen) haben, zu spüren (und auch zu erfüllen), nämlich, daß es von Geburt an sozial und kooperativ ist und über starke Selbstschutzmechanismen verfügt und daß es willkommen und wertvoll ist.

    unsere kleine kennt wohl das buch

    ich habe sie sehr viel getragen. die ersten 10 wochen nahezu 24 std. dann ließ sie sich auch mal ablegen.
    schlafen war bis zum 5. monat nur auf meinem bauch angesagt.
    ich gebe die flasche/brei habe aber einen festen rythmus.
    und sie ist sehr neugierig und sieht trotz das sie robben und sich zum stehen hochziehen kann, gerne die welt aus meiner sicht. aber mittlwerweile beschäftigt sie sich viel alleine. sie wird aber jederzeit, wenn sie es möchte, getragen.
    kinderwagen mag sie garnicht, deshalb habe ich mir jetzt eine manduca angeschafft und bin super zufrieden. hätte ich die trage doch nur von anfang an gehabt. tragetuch bin ich zu blöd naja eher zu faul zum aneigenen. habe eines schon fast von geburt an.
    also muss sagen, daß wir das konzept unwissentlich anwenden. ich würde das auch mutterinstinkt nennen, der leider in unsere westlichen welt etwas untergegangen ist. und es deshalb viel zu viele menschen gibt die einem sagen wie sehr man sein kind durch nähe verzieht :kater:
    ich liebe meine kleine über alles und bin immer für sie da. auch wenn die anfangszeit sehr hart war aber ich habe gelernt es ist alles nur eine phase und alles ergibt sich von alleine ohne das man seine kinder zu etwas zwingen muss.

    lg anke

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Kontinuum Konzept

    Sogesehen setze ich das zum Teil um.
    Ich habe nicht gestillt, aber sofort bei Bedarf gefüttert.
    Sie schläft mit im Familienbett, zuerst auf dem Bauch, nun neben mir im Schlafsack.

    Sie wird nur noch getragen, der KiWa staubt langsam ein... Manduca machts möglich, dazu ein Sling für kurze Strecken.

    Robben kann sie mittlerweile auch, mag dabei aber nicht allein sein...

  6. #6
    Avatar von IrisS.
    IrisS. ist offline tick tack
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    Standard Re: Kontinuum Konzept

    Zitat Zitat von XWurzelzwergX Beitrag anzeigen
    [*]das Schlafen im Elternbett in ständigem Körperkontakt, bis es aus eigenem Entschluß geht (oft im Alter von 2 Jahren)
    Bezogen auf den Körperkontakt oder das Elternbett? Also mein Großer (4,5) ist noch nicht ausgezogen und die Mittlere (gerade 2) auch nicht.
    Dauerhaften Körperkontakt suchen beiden nicht mehr, aber unser Mini (fast 4 Monate) auch nicht. Der schläft tief und zufrieden im Beistellbett.
    Also hier hast Du aber nicht sehr gründlich geputzt!


    www.k2it.de

  7. #7
    Gast

    Standard Re: Kontinuum Konzept

    Zitat Zitat von IrisS. Beitrag anzeigen
    Bezogen auf den Körperkontakt oder das Elternbett? Also mein Großer (4,5) ist noch nicht ausgezogen und die Mittlere (gerade 2) auch nicht.
    Dauerhaften Körperkontakt suchen beiden nicht mehr, aber unser Mini (fast 4 Monate) auch nicht. Der schläft tief und zufrieden im Beistellbett.
    Mal so aus Interesse, habt ihr echt alle drei Kinder mit im Bett, bzw eins im Beistellbett, aber was ist mit den zwei anderen? Unser 2m-Bett wäre dafür zu eng
    Wie macht ihr das? Noch ein Bett dran gestellt?

  8. #8
    Avatar von Sweetheart
    Sweetheart ist offline Querulantenmama
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    Standard Re: Kontinuum Konzept

    Mit dem Umsetzen nach der Babyzeit finde ich schon relativ schwierig, da es hier einfach Situationen gibt, die es bei den Yecuana nicht gibt, beispielsweise vielbefahrene Straßen...

    Was ich schön fand, war das Erlebnis mit dem Kanu (?), dass sie beschreibt. Dass eben die Indianer den Schmerz durch ihre fröhlichen Geschichten und gute Laune besser ertragen konnten als die anderen, die die ganze Zeit "gejammert" haben.
    Dass Kinder mehr zugetraut wird, z.B. das Baby, das am Rand eines tiefen Grabens spielt.

    Ich finde, das hat man schon etwas verlernt, dass Kinder sich nicht absichtlich verletzen. Dass sie eigentlich gut auf sich selber achten können. Dass sie häufig einfach unterschätzt werden.

    Einige Ansätze finde ich gut, alles kann man hier bei uns nicht umsetzen, einfach auch, weil die Gesellschaft eine ganz andere ist.

    Etwas schade im Buch finde ich, dass Liedloff nur die positive Seite beschreibt. Es gibt für sie nicht einen einzigen Kritikpunkt.
    Finde ich zu einseitig, vor allem, da es ihr ja darum ging, diese Lebensweise vorzustellen und nicht darum, einfach einen Erlebnisbericht zu liefern...
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  9. #9
    Avatar von Sweetheart
    Sweetheart ist offline Querulantenmama
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    Standard Re: Kontinuum Konzept

    Zitat Zitat von soulontour Beitrag anzeigen
    Mal so aus Interesse, habt ihr echt alle drei Kinder mit im Bett, bzw eins im Beistellbett, aber was ist mit den zwei anderen? Unser 2m-Bett wäre dafür zu eng
    Wie macht ihr das? Noch ein Bett dran gestellt?
    Wir haben momentan zwar nur eins regelmäßig im Bett, aber auch wenn wir alle fünf drin liegen, ist es kein Problem.
    Wird halt ein bisschen enger

    Würden aber alle drei Kinder regelmäßig noch bei uns schlafen, würde ich unser Bett nochmal verbreitern, also komplett und nicht nur ein Beistellbett anbauen...
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  10. #10
    Gast

    Standard Re: Kontinuum Konzept

    Ich habe das Buch bis zur Hälfte gelesen und dann weggeworfen. WEr bis dato kein schlechtes Gewissen aht, hat es dann. Es kann ja nicht sein, dass wir alles falsch machen und daher kein Weltfrieden herrscht. Dass ein Baby Nähe braucht, weiß jeder inzwischen, aber die Ansichten der Dame sind absolut utopisch!

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