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Thema: Definition 50/50 Sorgerecht

  1. #1
    SOREN ist offline Stranger
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    Standard Definition 50/50 Sorgerecht

    Hallo,

    ich befinde mich evtl. kurz vor einer Trennung (dieses eine Jahr) und natürlich danach Scheidung! Wir haben einen 4 jährigen Sohn. Ich hänge sehr sehr an ihm :-(
    Was ich unten erzähle, ist alles -noch- nicht geschehen, sondern ist rein mein Bedenken!

    Erst die Frage:
    Kommt die Sorgerecht-Frage erst ab der Scheidung oder bereits zur Trennung auf den Tisch? der Hintergrund ist, dass ich evtl. während des Trennungsjahres in unserer gemeinsamen Wohnung bleibe und vielleicht auch wegen Beruf vor dem Trennungsjahresende wegziehen muss!

    Zweitens was versteht man unter 50/50 Sorgerecht? Heißt das unbedingt, dass mein Sohn wirklich die Hälfte der Zeit bei mir lebt? d.h. eine ganze Woche bei mir eine bei der Mama?! Das kann doch für das arme Kind nicht gut sein. er braucht Rhytmus! Gut bitte nicht angreifen! Ich weiß umsonst sagt man nicht, dass Trennung sch... ist für die Kinder! aber wie alle wissen, manchmal geht es nicht anders!

    So es ist aber leider absehbar, dass ich bald berufsbedingt ca. 400-500 km wegziehen muss. Bisher war -und ist noch- der Plan, dass wir drei alle dahin ziehen (als glückliche Vorbild-Familie!). aber es kommt ja manchmal anders vor als gewünscht! Ich kann mir bald nach dem kommenden Krach und in dessen Folge der Trennung im Leben nicht vorstellen, dass die Mutter zustimmen wird, wegen mir dahin (und in getrennte Wohnung natürlich) mitzuziehen, obwohl es dem Wohl unseres Sohnes dienen wird, Papa und Mama in der Nähe zu haben! aber die Realität ist leider anders! Sie würde mir garantiert sagen, ich soll dann gefälligst in der Nähe einen anderen Job suchen, wenn ich meinen Sohn häufiger sehen will! Wenn ich wegziehe, bedeutet, dass ich höchstens alle zwei Wochen ein Wochenende Umgangsrecht bekomme oder? oder geht auch -rechtlich gesehen- jedes Wochenende??

    Was würde ich an Rechte (was mein Sohn und seine Erziehung, Entwicklung, Schule, wichtige Entscheidungen, etc. angeht) verlieren, wenn ich so weit wegziehe(-n muss)?

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir Eure Ansicht teilt.

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Definition 50/50 Sorgerecht

    Das Sorgerecht ist ein gemeinsames, während des Trennungsjahres als auch nach der Scheidung.

    Das Sorgerecht wiederum hat nichts mit dem Umgangsrecht zu tun. Das könnt ihr vereinbaren wie ihr wollt (sofern ihr euch einig seid)
    Einen Umgang jedes Wochenende gegen den Willen des Partners zu erzwingen, dürfte schwierig sein, da es unfair ist, dem anderen die Möglichkeit zu nehmen ganztags Freizeit mit dem Kind zu verbringen.

    Rechte verlierst Du durch den Wegzug nicht, aber die Möglichkeit, den Alltag des Kindes mitzubestimmen.

    Was das 50/50 Modell angeht: das kannst Du nicht einfach als schlecht für die Kinder abtun. Viele Familien kommen damit super klar, die Kinder gewöhnen sich daran, zwei zuhause zu haben und haben den Vorteil, mit Mutter und Vater Alltag zu leben. Die Struktur ist meiner Meinung nach nicht weniger vorhanden als bei Wochenendbesuchen.

    Von Deiner Familie zu verlangen, aus ihrem Umfeld wegzuziehen finde ich sehr egoistisch und würde ich als Frau auch nicht mitmachen.

    Es ist Deine Entscheidung, Du musst Dir darüber klar sein, dass Du dann die Bezirhung zum Kind Deinem beruflichen Fortkommen opferst, denn Wochenenden können ein gemeinsames Leben nicht ersetzen.

    Ich persönlich käme nie auf die Idee, von meinem Kind wegzuziehen.

  3. #3
    SOREN ist offline Stranger
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    Standard Re: Definition 50/50 Sorgerecht

    ja das ist es eben. ich würde auch nicht von meiner zukünftigen Ex verlangen wegen mir wegzuziehen, weil ich es auch genauso egoistisch fände, trotzdem hätte ich es so gern gehabt, um den Sohn in der Nähe zu haben!

    Die Sache mit Wegziehen ist folgendes: Zwei Aspekte sind hier entscheidend:
    1) Als fürsorglicher Vater wäre von mir nur verantwortungsbewusst, wenn ich zusehe, dass ich einen sicheren guten Job habe, um eben das Wohl von meinem Kind sichern zu können (Fangt bitte nicht an zu erzählen, Geld macht nicht glücklich! Kein Geld macht nämlich definitiv unglücklich! ;-)) auch wenn es weit weg ist und weh tut!
    2) In der Nähe könnte man auch evtl. Jobs finden (bei Glück) aber ich muss auch akzeptieren, dass meine eigenen Interessen (was Wunschjob usw. anbelangt), welche meine Lebensqualität bestimmen auch nicht vernachlässigt werden, denn einen unzufriedenen unglücklichen Vater in der Nähe kann auch kein Kind gebrauchen!

    Deshalb rede ich immer beim Thema Wegziehen von "Muss"...das macht mich alles traurig....

  4. #4
    cosima ist gerade online Urgestein
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    Standard Re: Definition 50/50 Sorgerecht

    du wirst dich entscheiden müssen ob du in der Nähe deines Sohnes bleiben willst - was Grundvoraussetzung ist um näher an seinem Leben, seinem Alltag teilzunehmen.
    Oder ob du deinen beruflichen Wünschen komplett nachgehst.

    Du kannst die Mutter natürlich nicht zwingen mitzuziehen, wie auch?

    Du kannst natürlich auch aus der Ferne (theoretisch) so viel Umgang mit deinem Sohn haben wie du willst, auch z.B. jedes WE, nur wirst du das organisieren und finanzieren müssen und dann z.B. jedes WE zu deinem Kind fahren müssen.
    Von der Mutter kann nicht verlangt werden dass sie dir das Kind bringt oder es holt.

    Ob und wie sowas bei mal eben 800 bis 1000 km pro WE möglich ist, kannst du dir selber ausrechnen.

    Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, trifft dann auch die Alltagsentscheidungen, was ebenfalls logisch ist.
    wie will man sowas aus der Entferung mitbestimmen?

    Auf die Erziehung hast du so viel Einfluss wie du präsent bist, der Mutter kannst du da keine Vorschriften machen.
    Bei Sorgerecht gemeinsam kannst du die wichtigen Entscheidungen (Schullaufbahn z.B.) mitbestimmen aber auch da ist natürlich die Frage wie man das aus der Ferne heraus sinnvoll machen will.

  5. #5
    SOREN ist offline Stranger
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    Standard Re: Definition 50/50 Sorgerecht

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    Bei Sorgerecht gemeinsam kannst du die wichtigen Entscheidungen (Schullaufbahn z.B.) mitbestimmen aber auch da ist natürlich die Frage wie man das aus der Ferne heraus sinnvoll machen will.
    Es setzt natürlich voraus, dass die Mutter den Vater auf dem Laufenden hält und dem Kind gezielt zeigt, dass der Papa auch trotzdem dabei ist, dann kann der Vater auch aus der Ferne was beitragen. wenn die Mutter nicht mitmacht? ist das ein Fall fürs Jugendamt oder gilt das nicht als "bedenklich", weshalb Jugendamt z.B. eingreift? Ich hoffe dass es bei mir gar nicht zu solchen Spannungen kommt und bin optimistisch, dass die sie auch einsichtig voll mitspielt, damit es für unseren Sohn gut läuft, aber was ich alles für Probleme hier lese, kriege ich Gänsehaut und möchte auch vorsichtshalber "vorbereitet" sein.

    Wo wir beim Thema "wichtige Entscheidungen" sind:

    Thema Religion war immer ein Punkt bei uns! Zu Beginn unserer Beziehung und weit vor dem Heiraten, bevor wir überhaupt was aufgebaut haben, hatte ich meiner damaligen Freundin und jetzigen Frau gesagt, dass ich davon nichts halte und grundsätzlich gegen Religion bin und nichts daran glaube. Sie hat bei meinem mehmaligen Versuch immer ok gesagt und geäußert, dass sie darüber gar nicht reden mag. Also sie hat mich so akzeptiert. es gibt nämlich Dinge, die man auch nicht durch Familiengründung ändern bzw. anpassen kann! Nach der Geburt war das Thema Taufe plötzlich auf dem Tisch, wo ich kurz und bestimmt meine Meinung dagegen gesagt habe und sie auch logischerweise aber anscheinend unzufrieden akzeptiert hat. Dann hat sie paar Jährchen danach vor kurzem mal von ihrem Wunsch erzählt, dass sie gerne möchte, dass unser Sohn später in der Schule den Religion-Unterricht besucht, um das kennenzulernen und besser entscheiden zu können! Ich: klar und bestimmt dagegen, um dem Kind durch so einen Unterricht (Für mich reine Werbung!) keine Gehirnwäsche zu verpassen. Von mir aus kann er mit 18 sich damit beschäftigen und selber entscheiden ob Religion für ihn gut ist oder schlecht, aber wenn man das Kind so früh mit dem Thema beschäftigt, hat man ihn automatisch zu einer bestimmten Richtung gelenkt! .Erwartungsgemäß war die Diskussion auch schnell zu Ende.

    Nun geht durch meinen Kopf, dass sie nach einer Trennung anfängt, unser Kind nach ihrem Willen mit Religion zu konfrontieren. Es ist zu erwähnen, sie ist selber keinerlei von Religion angetan und unternimmt auch absolut nichts religiöses und hält auch nichts von aber ich weiß nicht was das für ne Krankheit ist, sie findet es wichtig, dass man nur den Stempel "Christ" auf der Stirn hat und fertig!

    Wenn ich nach der Trennung dagegen spreche, dass unser Sohn jegliche religiöse Aktivitäten etc. sogar Taufe bekommt, kann sie nichts tun oder??? Das zählt in meinen Augen nämlich unter sehr wichtigen Entscheidungen.
    Geändert von SOREN (28.02.2013 um 16:56 Uhr)

  6. #6
    sanwugi ist offline old hand
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    Standard Re: Definition 50/50 Sorgerecht

    Hallo

    Ich befinde mich gerade leider in dieser Situation, mein Mann und ich befinden uns gerade im Trennungsjahr,
    er wird in absehbarer Zeit auch 440 km in seine alte Heimat zurückkehren.
    Wir haben auch gemeinsames Sorgerecht und die Anwältin hat ihm ans Herz gelegt geregelten Kontakt
    zu seinen Kindern zu halten, wir er das macht sei egal er solle geregelten Telefonkontakt halten
    Besuchsrecht ist alle 2 wochen, das wird mein Mann leider nicht einhalten.
    Da wir gemeinsames Sorgerecht haben müssen wir auch logischerweise sämtliche Entscheidungen
    gemeinsam fällen, dafür bekomme ich aber wenn er wegziehen wird eine Vollmacht was die Anwältin
    auch dringend geraten hat, da er aus der Ferne schlecht dauermässig zu erreichen ist, das wäre dann bei euch
    auch der Fall, manchmal gibt es wichtige dinge die zu entscheiden sind wo dann auch die zeit drängt und
    so kann ich mit dieser Vollmacht selbst handeln,natürlich werde ich ihn trotz allem über alles informieren.

  7. #7
    Gast

    Standard Re: Definition 50/50 Sorgerecht

    Wie wir schon sagten: Du wirst Dich entscheiden müssen.

    Deine Interessen verfolgen oder eine aktive Rolle in der Erziehung spielen.
    Wenn Du auch vor Ort eine Stelle bekommen kannst, sehe ich kein MUSS beim Umziehen.
    Eltern müssen nunmal Einschränkungen hinnehmen für ihre Kinder.
    Willst Du das nicht, ist das natürlich Deine Entscheidung, aber Du entscheidest Dich klar für Deine Belange und gegen die des Kindes.
    Dann stell Dich aber auch nicht als Opfer der Umstände dar.

    Warum sollte das Jugendamt da einschreiten? Die können euch unterstützen bei einer Einigung, aber sie werden der Mutter bestimmt nicht vorschreiben, wie sie ihr Kind zu erziehen hat, solange es keine Kindswohlgefährdung gibt.
    Ich bezweifle, dass Du wirklich viel konstruktives beizutragen haben wirst, denn Du kannst vieles gar nicht beurteilen, wenn Du ein Kind nicht im Alltag erlebst.

    Taufen lassen kann sie das Kind nicht gegen Deinen Willen.
    Aber natürlich christlich erziehen.

    Ich finde es befremdlich, sein Kind bis es 18 ist von sowas fernhalten zu wollen. Ein Kind ist auch lange vorher in der Lage, selbst zu beurteilen und zu entscheiden.
    Ich persönlich finde auch Religionsunterricht nicht schlimm, obwohl ich Atheist bin, trotz jahrelangem Religionsunterricht (genau wie mein Sohn)
    Größeren Einfluss dürfte das Elternhaus spielen, und da hast Du wie gesagt keinen Einfluss drauf.
    Furchtbar für das Kind wäre es, wenn die Mutter religiös erzieht und Du dagegen lamentierst.
    Man kann klar Stellung beziehen und sagen, dass man nicht daran glaubt, mehr würde nur verwirren und verunsichern.
    Da ist es wie bei allen anderen Erziehungsbelangen wichtig, sich zu einigen, da müssen auch Kompromisse her.
    Den wirklichen Einfluss wird aber immer (und meiner Meinung nach zurecht) der betreuende Elternteil haben.

    Fazit: Du wirst Dich entscheiden müssen- eigene Bedürfnisse erfüllen oder aktiv erziehen. Beides gleichzeitig ist Utopie.

  8. #8
    Beppone ist offline addict
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    Standard Re: Definition 50/50 Sorgerecht

    Zitat Zitat von SOREN Beitrag anzeigen
    Ich: klar und bestimmt dagegen, um dem Kind durch so einen Unterricht (Für mich reine Werbung!) keine Gehirnwäsche zu verpassen. Von mir aus kann er mit 18 sich damit beschäftigen und selber entscheiden ob Religion für ihn gut ist oder schlecht, aber wenn man das Kind so früh mit dem Thema beschäftigt, hat man ihn automatisch zu einer bestimmten Richtung gelenkt! .Erwartungsgemäß war die Diskussion auch schnell zu Ende.

    Nun geht durch meinen Kopf, dass sie nach einer Trennung anfängt, unser Kind nach ihrem Willen mit Religion zu konfrontieren. Es ist zu erwähnen, sie ist selber keinerlei von Religion angetan und unternimmt auch absolut nichts religiöses und hält auch nichts von aber ich weiß nicht was das für ne Krankheit ist, sie findet es wichtig, dass man nur den Stempel "Christ" auf der Stirn hat und fertig!
    Hallo,

    bei allem Respekt für Deine Einstellung und Deine Situation, aber den Punkt Religion siehst Du von der Vehemenz Deines mitschwingenden Absolutheitsanspruchs in dieser Sache ähnlich dogmatisch wie Du es der Religion an sich unterstellst.

    Es ist unbestreitbar, dass Deutschland ein christlich geprägtes Land ist und das Christentum fernab tatsächlicher Gläubigkeit des Einzelnen fester Bestandteil deutscher Kultur ist - und seien es nur die christlichen Feste wie Weihnachten, Ostern, Nikolaus oder die Feiertage, die man als Arbeitnehmer ja gerne "mitnimmt".

    Es ist schlichtweg völlig übertrieben, beim Religionsunterricht von einer Gehirnwäsche auszugehen. Solche Aussagen zeugen von grober Unkenntnis. Der schulische Religionsunterricht behandelt zum einen nicht nur kirchlich-biblische Themen sondern kann eher als "Ethikunterricht mit konfessionellem Schwerpunkt" angesehen werden. Insofern ist es überhaupt nicht schädlich und kommt auch keiner Gehirnwäsche gleich, wenn Dein Kind diesen Unterricht besucht.

    Ich bin weder getauft noch habe ich viel mit Kirche zu tun. Meine Frau ist katholisch und wir werden unsere Kinder katholisch taufen lassen. Damit habe ich gar kein Problem, auch wenn ich als Historiker der Kirche mehr als kritisch gegenüber stehe. Hier muss man aber zwischen Kirche als Institution und Christentum als Kultur- und Wertegemeinschaft unterscheiden. Letzteres finde ich für die moralisch-ethische Erziehung meiner Kinder gar nicht so schlecht - solange es nicht dogmatisch wird.
    Mit 14 sind die Kinder dann religionsmündig und können dann frei entscheiden, ob sie weiter zum Religionsunterricht gehen wollen oder nicht.

    Wenn ich nach der Trennung dagegen spreche, dass unser Sohn jegliche religiöse Aktivitäten etc. sogar Taufe bekommt, kann sie nichts tun oder??? Das zählt in meinen Augen nämlich unter sehr wichtigen Entscheidungen.
    Das bauschst Du viel zu sehr auf. Du pochst auf Dein Recht, dass Dein Kind nicht an religiösen Aktivitäten teilnehmen darf.
    Das heißt nichts anderes, als dass Du Deinem Kind etwas vorhenthalten möchtest.

    Du hast eine in meinen Augen recht diffuse und sehr vorurteilsbehaftete Vorstellung von Religion bzw. Religionsunterricht. DAS und die mögliche Vehemenz bei der Verteidigung Deines Standpunkts halte ich für ein wesentlich größeres Problem in der Auseinandersetzung mit Deiner Frau als die "Gefahr", dass sie Deinen Sohn mit Religion "konfroniert".

    Sie soll nicht das Recht dazu haben, ihn damit zu konfrontieren. Aber Du möchtest das Recht haben, Deinem Sohn dies vorzuenthalten. Hat also automatisch jeder, der etwas nicht will, plötzlich Recht?

    Im Zweifelsfall wird das Ganze gerichtlich entschieden werden, wobei hier weniger die Überzeugung der Eltern als das Kindeswohl im Vordergrund steht. Und der Kontakt zur christlichen Wertegemeinschaft wird wohl kaum als eine Gefährdung des Kindeswohls angesehen werden.

    Gruß
    Beppone
    Miss_Granger gefällt dies

  9. #9
    cosima ist gerade online Urgestein
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    Standard Re: Definition 50/50 Sorgerecht

    Zitat Zitat von SOREN Beitrag anzeigen
    Es setzt natürlich voraus, dass die Mutter den Vater auf dem Laufenden hält und dem Kind gezielt zeigt, dass der Papa auch trotzdem dabei ist, dann kann der Vater auch aus der Ferne was beitragen. wenn die Mutter nicht mitmacht? ist das ein Fall fürs Jugendamt oder gilt das nicht als "bedenklich", weshalb Jugendamt z.B. eingreift? Ich hoffe dass es bei mir gar nicht zu solchen Spannungen kommt und bin optimistisch, dass die sie auch einsichtig voll mitspielt, damit es für unseren Sohn gut läuft, aber was ich alles für Probleme hier lese, kriege ich Gänsehaut und möchte auch vorsichtshalber "vorbereitet" sein.
    Zum Thema Religion haben die anderen schon viel gesagt.
    Ich sehe da weder die Brisanz noch das Drama.

    Ich kann nur nochmal betonen: Du wirst dich entscheiden müssen und wenn du eine aktive, präsente Rolle fürs Kind spielen willst wirst du dableiben müssen.
    Das kann genauso Lebensglück bedeuten.

    Wenn du die persönliche Entfaltung (beruflich oder sonstwie) nur hunderte Kilometer entfernt für möglich hältst, dann musst du das tun, dir aber klar sein was das für dein Kind bedeutet und auch dass das große Distanz zur Folge hat
    Als graue Eminenz aus fünfhundert KM im Alltag mitreden nach Trennung funktioniert schlicht nicht.

    Es gibt auch keinen Grund warum dir dir Mutter ständig über Alltagsdinge berichten sollte nur damit du dann deinen Senf dazu gibst oder dagegen funkst.

    Was mir ganz stark auffällt:
    Deine Beiträge enthalten ausschliesslich "ICH" ich ich ich
    Wo kommt dein Kind vor?
    _phantomias_ gefällt dies

  10. #10
    SOREN ist offline Stranger
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    Standard Re: Definition 50/50 Sorgerecht

    ich habe die Meinungen genau gelesen und gebe zu, dass meine Einstellung zur Religion tatsächlich etwas radikal ist. Es hat seine Wurzeln darin, dass ich als Kind in meinem Heimatland in der Schule gezwungen war, Religion zu "verinnerlichen", wobei sich zum Glück genau das Gegenteil entwickelt hat. Die Gläubigen respektiere ich, was sie für sich meinen, aber finde persönlich die Religion ein Mittel, um Menschen gehörsam an der Leine zu halten, und abzukassieren. usw. dieser Thread ist aber sicher nicht der richtige für diese Diskussion....

    Ich meinte mit "18" auch nicht wirklich 18, sondern symbolisch das Alter, wo das Kind eben in der Lage ist, selbst zu beurteilen, wenn es mit 14 so weit ist, ja dann mit 14. Ich finde einem kleinen Kind Religion beizubringen oder "kennenlernen zu lassen" ist mindestens genau so wie vorzuenthalten. Bei dem einen schubst man das Kind ins Thema rein. bei dem anderen bremst man. denn bei einem Unterricht wird man bestimmt nicht was gegen Religion (auch wenn es der Tatsache entspricht!) erzählen, sondern ist doch schlicht eine Werbung für Religion! Ein kleines Kind hat keine Grundlage zum Vergleichen und Beurteilen, also was ihm als "gut" in dem Unterricht erzählt wird, wird bei ihm auch als Grundstein in den Kopf gesetzt! Das ist mein "dramatisches" Problem. Genau vergleichbar mit Unterricht besuchen zu lassen, wäre für mich aktiv gegen Religion bei dem Kind zu sprechen. und weil ich es nicht unbedingt schön finde, das Kind so stark zu beeinflussen bzw. beklopt zu machen, ist für mich das Vorenthalten das Kompromiss! Nach dem Motto, den kleinen Menschen lassen wir überhaupt mit dem Thema in Ruhe. Er wird schon im Laufe der Jahre selber davon mitbekommen und auf Wunsch kann er sich auch darüber informieren. Aber dann weiß ich, dass ich mein Kind als Eltern nicht in eine bestimmte Richtung, wie ich es möchte, gelenkt habe.

    Ich sehe nach Euren Meinungen ein, dass ein evtl. Wegzug zwingend bedeutet, dass man auf viele Gemeinsamkeiten mit dem Kind verzichten muss.
    Geändert von SOREN (01.03.2013 um 11:11 Uhr)

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