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  1. #1
    Alina8828 ist offline Stranger
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    Standard Sorgen über Sorgen wegen dem Vater des Kindes!

    Hallo ihr Lieben,

    da mich das Thema um den Kontakt zum Kindsvater so sehr beschäftigt, beginne ich einen neuen Thread und hoffe wirklich sehr auf eure Meinungen.

    Ich bin nun in der 15. SSW. Ich trennte mich von meinem Partner, da ihm der Umstand, dass ich 3 Monate ins Ausland musste, missfiel und ich das Gefühl hatte, er wolle nicht auf mich warten.Wir waren leider erst wenige Monate zusammen. Eine Woche später erfuhr ich von meiner Schwangerschaft.
    Es brach großer Streit zwischen uns aus, der sich auf Grund der Entfernung nicht persönlich schlichten ließ. Er versuchte mir die "Vorteile einer Abtreibung" einzureden und war/ ist bis jetzt noch beleidigt, dass ich mich gegen seinen Willen für das Kind entschieden habe. Von einem gemeinsamen Bekannten erfuhr ich,dass er sich vor allem große Sorgen um sein finanzielles Wohl mache, da er sich wohl erst vor Kurzem ein Auto zur Finanzierung geholt hatte.
    Vor 2 Wochen kam überraschender Weise von ihm das Angebot, bei einem gemeinsamen Essen über die Zukunft zu sprechen- ich schlug ihm als Entgegenkommen vor, er könne ja zum nächsten Ultraschalltermin mitkommen- und da fing der ganze Streit von vorne an- aus heiterem Himmel beschuldigte er mich des Alkoholkonsums und Rauchens und das ich dem Kind dadurch sehr geschadet hätte und nur deswegen wolle er mit zum Arzt, um diesen das zu erzählen (und ich schwöre bei allem,was mir wichtig ist- seit dem ich von der SS weiss, habe ich weder eine Zigarette noch Alkohol angefasst- vorher hab ich natürlich hier und da mal ein Glas Wein und dort eben mal eine Geraucht- ich habe von der SS in der 5. Woche erfahren und seit dem zum Wohle des Kindes gelebt).
    Also brach wieder Streit zwischen uns aus, bis mich dieser so gestresst hatte, dass ich ihn bat, sich nicht mehr zu melden.

    Vor einer Woche kam nun wieder eine Nachricht von ihm- wir wollen doch unsere Bitterkeit beilegen und den Streit vergessen.Wir wollen versuchen, gemeinsam Eltern zu sein und er wolle sich um das Kind kümmern,wie es sich für einen Vater gehört.
    Ich war sehr glücklich über diese Nachricht und willigte selbstverständlich ein. Ich fragte ihn darauf hin, in wie weit er denn an der Schwangerschaft teilhaben möchte, da ich es für die spätere Bindung zwischen Vater und Kind wichtig finde, auch jetzt schon einen Bezug aufzubauen- seine Antwort: für ihn reiche es völlig, in 7 Wochen zum nächsten Untersuchungstermn mitzukommen- alles andere sei für ihn zu schwer zu fassen. Es ist aber gut, dass er weiß, dass diese option für ihn besteht.... Ich bin fast aus allen Wolken gefallen!!!

    Ich habe ihm darauf bereits geantwortet, dass es für mich alleine sehr kraftaufwendig ist in der SS (Umzug zurück nach Deutschland, Wohnungssuche, Amtsgänge, Vorbereitungen auf das Kind, die psychische Belastung,...) und das ab und an etwas Hilfe gut wäre; dass ich ihn ja irgendwo verstehen könne und ich mein Leben auch anders geplant hatte,als es nun komme- aber uns erwarte etwas sehr Schönes und wenn man sich den Dingen stelle, diese akzeptiert und Verantwortung übernimmt, dann erntet man die größte Freude, die es gibt!!!

    Keine Antwort von ihm!

    Und nun meine Frage an euch- was denkt ihr?
    Erwarte ich zu viel von ihm? Soll ich mcih damit abfinden,dass er wohl der Erzeuger,aber wohl nie wirklich der Vater des Kindes sein wird?

    Ich überlege, ob ich ihm noch einmal einen herzlichen Brief schreibe- aber Männer fühlen sich da ja sehr unter Druck gesetzt!!!

    Gebt mir doch bitte einmal eure Meinung zum Thema!

    Danke!

  2. #2
    Miss_Granger ist offline Veteran
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    25.01.2013
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    Standard Re: Sorgen über Sorgen wegen dem Vater des Kindes!

    Du kannst ja nicht viel machen, zwingen kann man niemanden. Du kannst nur abwarten, wie er sich verhält, wenn das Kind da ist. Ich halte es für möglich, dass Männer mit einer Schwangerschaft nicht viel anfangen können, sie selbst sind ja nicht schwanger und sind auf die Erzählungen der Frau angewiesen, die Gefühle hat, die sie selbst nicht nachvollziehen können. Über sein fehlendes Interesse würde ich mir nicht zu viele Gedanken machen. Die Ultraschalluntersuchungen sind eher uninteressant, wenn man nicht selbst schwanger ist und die meisten sehen außer einem undefinierbaren Schwarz-weiß-Bild gar nichts. Vielleicht reagiert er ganz anders, wenn er das Kind im Arm hält und der Vaterstolz durchbricht. Und wenn nicht, kannst du es nicht ändern. Besuchs-und Umgangsrecht wird er sowieso haben, man wird sehen, ob er es in Anspruch nimmt.



    Ich würde einfach abwarten. Ich kenne Männer, die sich in der Schwangerschaft für fast gar nichts interessierten und dann vor Freude und Stolz ausgerastet sind, als die Kinder auf der Welt waren, Väter, die sich sogar für den Säugling nicht interessierten, aber ab dem 3. Lebensjahr des Kindes zum Supervater mutierten, Väter, die in der Schwangerschaft ein riesen Bohei um alles machten, aber eher nicht so gute Väter waren. Es ist also alles drin. Abwarten und keine Briefe schreiben. Er weiß selbst noch nicht, wie er als Vater sein wird, ist ja sein erstes Mal. Gespräche führen und Briefe schreiben kann man immer noch, wenn er sich als Rabenvater entpuppt. Im Moment schadet er niemandem. Er enttäuscht dich, ist schon klar, aber die Enttäuschung wird weichen, wenn er später ein guter Vater ist. Und schraube auch in dem Punkt deine Erwartungen nicht zu hoch. Der Vater muss nicht deinen Ansprüchen gerecht werden, sondern denen des Kindes. Und ein nicht perfekter Vater ist nicht automatisch ein schlechter Vater.


    Ich wünsch dir Gelassenheit und eine unproblematische schöne Schwangerschaft.

  3. #3
    Avatar von LaSelly
    LaSelly ist offline Poweruser
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    07.10.2010
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    5.342

    Standard Re: Sorgen über Sorgen wegen dem Vater des Kindes!

    Zitat Zitat von Alina8828 Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben,

    da mich das Thema um den Kontakt zum Kindsvater so sehr beschäftigt, beginne ich einen neuen Thread und hoffe wirklich sehr auf eure Meinungen.

    Ich bin nun in der 15. SSW. Ich trennte mich von meinem Partner, da ihm der Umstand, dass ich 3 Monate ins Ausland musste, missfiel und ich das Gefühl hatte, er wolle nicht auf mich warten.Wir waren leider erst wenige Monate zusammen. Eine Woche später erfuhr ich von meiner Schwangerschaft.
    Es brach großer Streit zwischen uns aus, der sich auf Grund der Entfernung nicht persönlich schlichten ließ. Er versuchte mir die "Vorteile einer Abtreibung" einzureden und war/ ist bis jetzt noch beleidigt, dass ich mich gegen seinen Willen für das Kind entschieden habe. Von einem gemeinsamen Bekannten erfuhr ich,dass er sich vor allem große Sorgen um sein finanzielles Wohl mache, da er sich wohl erst vor Kurzem ein Auto zur Finanzierung geholt hatte.
    Vor 2 Wochen kam überraschender Weise von ihm das Angebot, bei einem gemeinsamen Essen über die Zukunft zu sprechen- ich schlug ihm als Entgegenkommen vor, er könne ja zum nächsten Ultraschalltermin mitkommen- und da fing der ganze Streit von vorne an- aus heiterem Himmel beschuldigte er mich des Alkoholkonsums und Rauchens und das ich dem Kind dadurch sehr geschadet hätte und nur deswegen wolle er mit zum Arzt, um diesen das zu erzählen (und ich schwöre bei allem,was mir wichtig ist- seit dem ich von der SS weiss, habe ich weder eine Zigarette noch Alkohol angefasst- vorher hab ich natürlich hier und da mal ein Glas Wein und dort eben mal eine Geraucht- ich habe von der SS in der 5. Woche erfahren und seit dem zum Wohle des Kindes gelebt).
    Also brach wieder Streit zwischen uns aus, bis mich dieser so gestresst hatte, dass ich ihn bat, sich nicht mehr zu melden.

    Vor einer Woche kam nun wieder eine Nachricht von ihm- wir wollen doch unsere Bitterkeit beilegen und den Streit vergessen.Wir wollen versuchen, gemeinsam Eltern zu sein und er wolle sich um das Kind kümmern,wie es sich für einen Vater gehört.
    Ich war sehr glücklich über diese Nachricht und willigte selbstverständlich ein. Ich fragte ihn darauf hin, in wie weit er denn an der Schwangerschaft teilhaben möchte, da ich es für die spätere Bindung zwischen Vater und Kind wichtig finde, auch jetzt schon einen Bezug aufzubauen- seine Antwort: für ihn reiche es völlig, in 7 Wochen zum nächsten Untersuchungstermn mitzukommen- alles andere sei für ihn zu schwer zu fassen. Es ist aber gut, dass er weiß, dass diese option für ihn besteht.... Ich bin fast aus allen Wolken gefallen!!!

    Ich habe ihm darauf bereits geantwortet, dass es für mich alleine sehr kraftaufwendig ist in der SS (Umzug zurück nach Deutschland, Wohnungssuche, Amtsgänge, Vorbereitungen auf das Kind, die psychische Belastung,...) und das ab und an etwas Hilfe gut wäre; dass ich ihn ja irgendwo verstehen könne und ich mein Leben auch anders geplant hatte,als es nun komme- aber uns erwarte etwas sehr Schönes und wenn man sich den Dingen stelle, diese akzeptiert und Verantwortung übernimmt, dann erntet man die größte Freude, die es gibt!!!

    Keine Antwort von ihm!

    Und nun meine Frage an euch- was denkt ihr?
    Erwarte ich zu viel von ihm? Soll ich mcih damit abfinden,dass er wohl der Erzeuger,aber wohl nie wirklich der Vater des Kindes sein wird?

    Ich überlege, ob ich ihm noch einmal einen herzlichen Brief schreibe- aber Männer fühlen sich da ja sehr unter Druck gesetzt!!!

    Gebt mir doch bitte einmal eure Meinung zum Thema!

    Danke!
    Zunächst: es ist gar nicht so unüblich, dass Männer mit einer Schwangerschaft gar nichts anfangen können- selbst wenn das Kind geplant und auch von ihm gewollt ist und es in einer intakten Beziehung heranwächst. Mein Mann ist da auch so ein schönes Beispiel. Bauchstreicheln, Nachfragen nach meinem Befinden oder dem vom Baby? Vorbereitungen? Alles meine Sache. Für ihn ist das unfassbar. "Du machst das schon" und wenn was Negatives bei den Untersuchungen herauskommt, dann würde ich ihm das schon sagen. So seine Einstellung. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Und ich weiß bei ihm, dass es kaum einen besseren Papa geben kann, wenn der Knirps erst mal da ist. Das war bei unserem ersten Sohn auch so.

    Ja, ich denke am einfachsten wird es für dich sein, wenn du dich von großen Ansprüchen und Erwartungen verabschiedest. Das erspart dir auf Dauer Stress und Enttäuschungen. Dein Exfreund ist in der Tat vor allem erst mal nur der Erzeuger deines Kindes, denn er wollte es nicht und du hast dich gegen seinen Willen für das Kind entschieden. Da kannst du m.E. nicht erwarten, dass er nun zum Übervater mutiert. Zumal viele Männer auch mit Babys und ggf. auch mit Kleinkindern (noch) nicht viel anfangen können. So ein Baby ist nicht besonders interessant und sehr fordernd.

    An deiner Stelle würde ich mir andere Unterstützung suchen- in der Familie, bei Freunden usw. Menschen, die sich wirklich mit dir auf das Kind freuen und daher gern und mit Freude helfen...

    Alles Gute- du schaffst das auch ohne Vater!
    Liebe Grüße aus Manila
    von LaSelly

    http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/62193.gif

    http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/71060.gif

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