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Thema: schwebe über dem abgrund

  1. #1
    LaurinMama ist offline Stranger
    Registriert seit
    05.12.2006
    Beiträge
    14

    Unglücklich schwebe über dem abgrund

    hallo,

    ich war schon ewig nicht mehr in diesem forum und hätte nie gedacht, dass ich gerade hier mal landen werde.
    vielleicht hat ja jemand von euch für mich postive erfahrungen mit der themativ, die er mir weitergeben kann.
    hier meine geschichte:
    ich bin mit meinem mann seit ca. 20 jahren zusammen und seit 4 jahren verheiratet, wir haben zwei kinder, 8 und 6 jahre alt. vor ca. sechs wochen hat mein mann mir gesagt, daß er mich seit zwei jahren betrügt. mir hat es den boden unter den füßen weggerissen, weil ich nichts gemerkt habe. ich bin auch kein eifersüchtiger mensch, und denke auch, daß vertrauen einfach das wichtigste ist, und das habe ich blind getan. es gab auch keinen direkten anlass dies nicht mehr zu tun. ich wusste, daß er die frau manchmal trifft, aber habe mir nichts dabei gedacht - wie gesagt, ich habe gegen freundschaftliche kontakte auch nichts einzuwenden. das er sie zwei bis dreimal die woche getroffen hat, habe ich nicht gemerkt, er hat mich einfach angelogen.
    ich liebe diesen mann und er hat mir auch glaubhaft bestätigt, daß er nie aufgehört hat mich zu lieben. er wollte sich nie trennen und dies war mit der anderen frau auch nie thema. er hat etwas gefunden bei ihr, was wir verloren haben miteinander. wir hatten seitdem viele gute gespräche, waren sogar ohne kinder im urlaub zusammen und haben angefangen um uns zu kämpfen.
    das ist sehr schwer und es tauchen immer wieder abgründe auf. zum einen natürlich meine wut und traurigkeit, mein verlorenes vertrauen, zum anderen aber auch seine grübeleien, ob wir das schaffen können uns wieder zu finden.
    ein großes problem für mich ist, daß er den kontakt zu dieser frau nicht verlieren möchte, auf rein freundschaftlicher basis. er sagt, sie sei für ihn eine gute freundin (leider kam irgendwann sex dazu), die er nicht verlieren möchte (ab jetzt ohne sex). momentan ist das für mich gar nicht vorstellbar, das weiß er auch und akzeptiert es momentan.
    wir haben uns beratung geholt, die ist allerdings völlig überlastet und es sind nur termine in einem großen abstand zu bekommen. ich habe ständig das gefühl über dem abgrund zu schweben, das wir das ganze doch nicht mehr hinbekommen. ich liebe diesen mann und will ihn nicht verlieren. ich weiß wo wir fehler gemacht haben, er auch, und wir kämpfen jeden tag um uns. ich habe sooo angst diesen kampf zu verlieren.

    hat jemand von euch schon mal ähnliches durchgemacht und kann mir mal ein positives feedback geben? wie kann man die bösen männchen im kopf besiegen? die einem immer wieder einreden, das das ganze nicht zu stämmen ist?
    für die kinder würde eine welt zusammen brechen. er ist einfach ein toller vater!

    lieben dank schon mal für eure beiträge

  2. #2
    cosima ist offline Urgestein
    Registriert seit
    13.06.2002
    Beiträge
    91.636

    Standard Re: schwebe über dem abgrund

    ich würde nicht akzeptieren dass ein Mann noch eine "freundschaftliche" Beziehung zu einer Frau pflegt, mit der er mich zwei Jahre heimlich betrogen hat.
    Das ist schlichte Verarxxe, da wird er sich schon entscheiden müssen.

    Was der jetzt fordert ist doch der Freibrief, endlich muss er nix mehr verheimlichen.

    Also ich wüsste was ich täte
    cooberpedy, Soraya78, Philinea und 1 anderen gefällt dies.

  3. #3
    Dirk_1970 ist offline newbie
    Registriert seit
    12.06.2013
    Beiträge
    26

    Standard Re: schwebe über dem abgrund

    Positiv sehe ich, dass er zumindest die Affaire gestanden hat.

    Allerdings sehe ich das "Freundschaftsdingens" genauso wie Cosima: jetzt muss er sich entscheiden! Ich war auch mal einer, der fremdging und es der Frau verheimlicht hat. Als alles aufkam, setzte sie mir das Messer auf die Brust. Und zu Recht!

    Du sagst er will kämpfen und bemüht sich um euch und die Beziehung. Das ist löblich, der erste Akt seines Kampfes sollte dann die Beendigung jedweder Beziehung zu der anderen Frau sein!

    Natürlich muss so eine Affaire nicht das Aus für eine Beziehung sein: in unserem Fall war es ein Neuanfang. Aber das geht nur, wenn ihr über alles redet, was den jeweiligen bedrückt oder was vermisst wurde. Da darf es aber keinesfalls zu einer äußeren Einmischung genau der Person kommen, die 2 Jahre ihr Bettchen für ihn warm gehalten hat!

    Viel Glück!
    Grandpa-Michi gefällt dies

  4. #4
    *Galadriel* ist offline addict
    Registriert seit
    02.04.2003
    Beiträge
    673

    Standard Re: schwebe über dem abgrund

    Hallo LarinMama,

    dein Mann hat das Vertrauen, das du ihm entgegengebracht hast, ausgenutzt. Und auch jetzt will er sich nicht entscheiden.... so wie er sich von dir "nie trennen" wollte, möchte er sich jetzt auch von der Affäre "nie trennen". Möchte er sich das Gute aus beiden Beziehungen behalten? Ist es wirklich Liebe oder ist er schlicht konfliktscheu / bequem? Ehrlich gesagt erstaunt es mich, dass er sich das überhaupt traut... die Bedingung zu stellen, dass die Freundschaft zu dieser Frau bestehen bleibt, und dein Verständnis dafür zu erwarten.

    Ich sehe es ähnlich wie cosima: Damit ihr für die Zukunft überhaupt eine Chance habt und damit dein Vertrauen in ihn wieder wachsen kann, ist es absolut nötig, dass er klare Verhältnisse schafft mit dieser Frau. Ich an deiner Stelle würde nicht tolerieren, dass er die Frau weiter trifft. Alle Paartherapeuten sind da auf deiner Seite - Beziehungen, die schonmal intim waren, streben immer wieder dort hin, selbst wenn sich beide einig waren, dass man "nur noch Freunde" sein will.
    Deine Angst, dass die Freundschaft nicht platonisch bleibt ist nicht unbegründet sondern absolut berechtigt.
    Also, lass dich auf keine faulen Kompromisse ein.

    Alles Gute!
    Es lohnt sich trotz allem zu kämpfen.
    Und es kann wieder gut werden... :-) Ich ziehe nun, nach 2 Jahren Trennung, wieder bei meinem Mann ein und wir haben unsere Liebe neu entdeckt.

    *Galadriel*




    Zitat Zitat von LaurinMama Beitrag anzeigen
    hallo,

    ich war schon ewig nicht mehr in diesem forum und hätte nie gedacht, dass ich gerade hier mal landen werde.
    vielleicht hat ja jemand von euch für mich postive erfahrungen mit der themativ, die er mir weitergeben kann.
    hier meine geschichte:
    ich bin mit meinem mann seit ca. 20 jahren zusammen und seit 4 jahren verheiratet, wir haben zwei kinder, 8 und 6 jahre alt. vor ca. sechs wochen hat mein mann mir gesagt, daß er mich seit zwei jahren betrügt. mir hat es den boden unter den füßen weggerissen, weil ich nichts gemerkt habe. ich bin auch kein eifersüchtiger mensch, und denke auch, daß vertrauen einfach das wichtigste ist, und das habe ich blind getan. es gab auch keinen direkten anlass dies nicht mehr zu tun. ich wusste, daß er die frau manchmal trifft, aber habe mir nichts dabei gedacht - wie gesagt, ich habe gegen freundschaftliche kontakte auch nichts einzuwenden. das er sie zwei bis dreimal die woche getroffen hat, habe ich nicht gemerkt, er hat mich einfach angelogen.
    ich liebe diesen mann und er hat mir auch glaubhaft bestätigt, daß er nie aufgehört hat mich zu lieben. er wollte sich nie trennen und dies war mit der anderen frau auch nie thema. er hat etwas gefunden bei ihr, was wir verloren haben miteinander. wir hatten seitdem viele gute gespräche, waren sogar ohne kinder im urlaub zusammen und haben angefangen um uns zu kämpfen.
    das ist sehr schwer und es tauchen immer wieder abgründe auf. zum einen natürlich meine wut und traurigkeit, mein verlorenes vertrauen, zum anderen aber auch seine grübeleien, ob wir das schaffen können uns wieder zu finden.
    ein großes problem für mich ist, daß er den kontakt zu dieser frau nicht verlieren möchte, auf rein freundschaftlicher basis. er sagt, sie sei für ihn eine gute freundin (leider kam irgendwann sex dazu), die er nicht verlieren möchte (ab jetzt ohne sex). momentan ist das für mich gar nicht vorstellbar, das weiß er auch und akzeptiert es momentan.
    wir haben uns beratung geholt, die ist allerdings völlig überlastet und es sind nur termine in einem großen abstand zu bekommen. ich habe ständig das gefühl über dem abgrund zu schweben, das wir das ganze doch nicht mehr hinbekommen. ich liebe diesen mann und will ihn nicht verlieren. ich weiß wo wir fehler gemacht haben, er auch, und wir kämpfen jeden tag um uns. ich habe sooo angst diesen kampf zu verlieren.

    hat jemand von euch schon mal ähnliches durchgemacht und kann mir mal ein positives feedback geben? wie kann man die bösen männchen im kopf besiegen? die einem immer wieder einreden, das das ganze nicht zu stämmen ist?
    für die kinder würde eine welt zusammen brechen. er ist einfach ein toller vater!

    lieben dank schon mal für eure beiträge

  5. #5
    LaurinMama ist offline Stranger
    Registriert seit
    05.12.2006
    Beiträge
    14

    Standard Re: schwebe über dem abgrund

    Zitat Zitat von *Galadriel* Beitrag anzeigen
    Hallo LarinMama,

    dein Mann hat das Vertrauen, das du ihm entgegengebracht hast, ausgenutzt. Und auch jetzt will er sich nicht entscheiden.... so wie er sich von dir "nie trennen" wollte, möchte er sich jetzt auch von der Affäre "nie trennen". Möchte er sich das Gute aus beiden Beziehungen behalten? Ist es wirklich Liebe oder ist er schlicht konfliktscheu / bequem? Ehrlich gesagt erstaunt es mich, dass er sich das überhaupt traut... die Bedingung zu stellen, dass die Freundschaft zu dieser Frau bestehen bleibt, und dein Verständnis dafür zu erwarten.

    Ich sehe es ähnlich wie cosima: Damit ihr für die Zukunft überhaupt eine Chance habt und damit dein Vertrauen in ihn wieder wachsen kann, ist es absolut nötig, dass er klare Verhältnisse schafft mit dieser Frau. Ich an deiner Stelle würde nicht tolerieren, dass er die Frau weiter trifft. Alle Paartherapeuten sind da auf deiner Seite - Beziehungen, die schonmal intim waren, streben immer wieder dort hin, selbst wenn sich beide einig waren, dass man "nur noch Freunde" sein will.
    Deine Angst, dass die Freundschaft nicht platonisch bleibt ist nicht unbegründet sondern absolut berechtigt.
    Also, lass dich auf keine faulen Kompromisse ein.

    Alles Gute!
    Es lohnt sich trotz allem zu kämpfen.
    Und es kann wieder gut werden... :-) Ich ziehe nun, nach 2 Jahren Trennung, wieder bei meinem Mann ein und wir haben unsere Liebe neu entdeckt.

    *Galadriel*


    Hallo an Alle,

    vielen Dank für Eure Antworten. Ich weiß noch nicht, in wieweit mir das alles weiterhilft, aber es tut gut zu hören, daß es Menschen gibt, die auch schwere Krisen hatten und es doch geschafft haben wieder zueinander zu finden. Jetzt sind erst mal wir als Paar dran unsere Probleme auf die Reihe zu kriegen, alles andere blende ich gerade aus.

    Liebe Grüße an alle, LaurinMama

  6. #6
    cosima ist offline Urgestein
    Registriert seit
    13.06.2002
    Beiträge
    91.636

    Standard Re: schwebe über dem abgrund

    was blendest du aus?
    Dass er dich weiterhin veraxxxt und sich nun ganz offiziell mit seiner Geliebten treffen möchte und das "Freundschaft" nennt?
    Mit mir würde sowas nicht laufen
    cooberpedy, Soraya78 und Grandpa-Michi gefällt dies.

  7. #7
    LaurinMama ist offline Stranger
    Registriert seit
    05.12.2006
    Beiträge
    14

    Standard Re: schwebe über dem abgrund

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    was blendest du aus?
    Dass er dich weiterhin veraxxxt und sich nun ganz offiziell mit seiner Geliebten treffen möchte und das "Freundschaft" nennt?
    Mit mir würde sowas nicht laufen
    Richtig - ich blende dieses Thema momentan ganz aus. Und er hat auch keinerlei Kontakt mehr zu ihr. Und er weiß auch, daß ich dies in meiner momentanen Gefühlslage nicht akzeptieren werde. Wie dies weitergehen kann oder auch nicht werden wir sicherlich noch irgendwann zu klären haben. Mit verxxxen hat das erst mal nix zu tun... so einfach ist das nicht. Ich denke, warum sowas passiert - wenn es denn mehr oder weniger "unabsichtlich" passiert - hat auch immer mit zwei Personen zu tun, die Probleme miteinander haben. Und das ist für mich gerade das wichtigste zu klären. Außerdem mein Herz zu heilen. Ich wollte hier aber eigentlich auch nur hören, ob es Menschen gibt, die ähnliches erlebt haben und es geschafft haben aus so einer Krise zusammen wieder zu wachsen.

    Grüße, Laurinmama

  8. #8
    niccc ist offline Member
    Registriert seit
    24.04.2013
    Beiträge
    127

    Standard Re: schwebe über dem abgrund

    Warum wird fast immer getrennt, nach Liebe und Treue und Offenheit und das andere ist Vertrauensbruch, Hintergehen und was weiß ich nicht noch alles?
    Mag denn keiner sehen, daß es Polyamorie tatsächlich gibt?

    MEINE persönliche Meinung, KEIN Mensch ist von der Genetik her monogam veranlagt. Das wird uns nur durch unsere Moralvorstellung und Gesellschaft aufgedrückt.

    Warum darf LaurinMamas Mann denn diese andere Frau nicht eventuell genauso lieb haben wie LaurinMama selbst?
    OK; dürfen...
    Aber er KANN durchaus, und aussuchen kann sich keiner, wo die Gefühle hinfallen.

    Aber eins ist Fakt, wo einmal körperliche Begegnungen stattgefunden haben, werden die nicht einfach so "abgestellt" und auf reine Freundschaft umgepolt. Das funktioniert nicht.

    Endweder offene Beziehung mit ALLEM oder eben absoluter Kontaktabbruch.
    Und: Woher weißt du so genau, daß er sie gar nicht mehr trifft? Nur auf sein Wort hin? Frag nur, wegen "Vertrauensmissbrauch". Ich würde da nichts mehr auf WORTE geben.

    LG Niccc

  9. #9
    cosima ist offline Urgestein
    Registriert seit
    13.06.2002
    Beiträge
    91.636

    Standard Re: schwebe über dem abgrund

    ja, Polyamorie gibt es, und offene Ehen ebenso.

    Aber bei weitem nicht alle Menschen können und wollen das leben.

    Und wenn dann klappt das nur mit vorheriger Absprache und Zustimmung aller Beteiligten.
    Und es erfordert sehr sehr viel Abstimmung und Offenheit von allen!

    Dem einen die monogame Ehe vorgaukeln, heimlich fremdgehen und dann sagen jetzt will ich das aber als Freundschaft fortsetzen klappt nunmal nicht.
    cooberpedy gefällt dies

  10. #10
    Gast

    Standard Re: schwebe über dem abgrund

    Zitat Zitat von niccc Beitrag anzeigen
    Warum wird fast immer getrennt, nach Liebe und Treue und Offenheit und das andere ist Vertrauensbruch, Hintergehen und was weiß ich nicht noch alles?
    Mag denn keiner sehen, daß es Polyamorie tatsächlich gibt?

    MEINE persönliche Meinung, KEIN Mensch ist von der Genetik her monogam veranlagt. Das wird uns nur durch unsere Moralvorstellung und Gesellschaft aufgedrückt.

    Warum darf LaurinMamas Mann denn diese andere Frau nicht eventuell genauso lieb haben wie LaurinMama selbst?
    OK; dürfen...
    Aber er KANN durchaus, und aussuchen kann sich keiner, wo die Gefühle hinfallen.

    Aber eins ist Fakt, wo einmal körperliche Begegnungen stattgefunden haben, werden die nicht einfach so "abgestellt" und auf reine Freundschaft umgepolt. Das funktioniert nicht.

    Endweder offene Beziehung mit ALLEM oder eben absoluter Kontaktabbruch.
    Und: Woher weißt du so genau, daß er sie gar nicht mehr trifft? Nur auf sein Wort hin? Frag nur, wegen "Vertrauensmissbrauch". Ich würde da nichts mehr auf WORTE geben.

    LG Niccc
    Es ist dann ein Vertrauensbruch, wenn Treue vereinbart war.

    Jeder DARF so leben wie er möchte und auch mehrere Menschen lieben, genauso DARF man aber in dieser Konstellation nicht leben wollen oder können.

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